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DE835805C - Verfahren zum Ausbessern von Deckenbruechen bei Fahrzeugluftreifen - Google Patents

Verfahren zum Ausbessern von Deckenbruechen bei Fahrzeugluftreifen

Info

Publication number
DE835805C
DE835805C DEG3175A DEG0003175A DE835805C DE 835805 C DE835805 C DE 835805C DE G3175 A DEG3175 A DE G3175A DE G0003175 A DEG0003175 A DE G0003175A DE 835805 C DE835805 C DE 835805C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tire
ceiling
layers
insert
insert body
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG3175A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Goering
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEORG GOERING
Original Assignee
GEORG GOERING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEORG GOERING filed Critical GEORG GOERING
Priority to DEG3175A priority Critical patent/DE835805C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE835805C publication Critical patent/DE835805C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C73/00Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D
    • B29C73/04Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D using preformed elements
    • B29C73/10Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D using preformed elements using patches sealing on the surface of the article
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2030/00Pneumatic or solid tyres or parts thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausbessern von Deckenbrüchen bei Fahrzeugluftreifen Die bisherigen Reifeninstandsetzungsarbeiten bei Gewebebrüchen bestanden einmal darin, daß in der Bruchstelle eine trichterförmige Aussparung ausgearbeitet wurde, die mit Gummi ausgefüllt wurde. Ferner wurden die Reifen an der Bruchstelle mit einer mehrschichtigen Verstärkungseinlage versehen.
  • Ein anderes Ausbesserungsverfahren bestand in dem bekannten Ausfenstern der Bruchstelle. Es wurden die einzelnen gebrochenen Lagen gestaffelt herausgetrennt und durch neue Cordgewebeeinlagen ersetzt. Auch in diesem Falle gab man noch eine auf die Bruchstelle aufgelegte Verstärkungseinlage zu.
  • Die Nachteile beider Verfahren sind mannigfach. Es zeigt sich in der Praxis, daß die Decken, die auf diese Weise ausgebessert waren, nur noch für geringere Beanspruchungen ausreichten. Für höhere Beanspruchungen, wie weite Fahrten, Fernzugfahrten oder schwere Belastungen, waren solche Decken mit ausgebesserten Durchbrüchen nicht mit Sicherheit widerstandsfähig genug. Auch verlagerten sich zuweilen die verhältnismäßig starken, auf die Innenseite der Bruchstelle aufgelegten Einlagen unter dem Einfluß der Wärme nach außen, so daß die Decke exzentrisch wurde, was zu neuen Reifenbrüchen Veranlassung gab.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, an der Bruchstelle durch zwei oder mehrere durch den Reifenkörper gelegte Schrägschnitte ein prismatisches Stück herauszuschneiden und die entstandene Lücke mit einem prismatischen Ersatzkörper auszufüllen, der in seinem Aufbau und in seiner Schichtung mindestens gleich oder sogar noch hochwertiger ist als das ursprüngliche Reifengewebe. Die zweckmäßig angeschärften Enden dieses in die Lücke eingeschobenen Ersatzkörpers werden nun mit den Seitenflächen des Ausschnitts so verbunden, daß die Verbindungsstellen nicht wie bei den bislierigen Ausbesserungen auf derselben Seite, sondern auf verschiedenen Seiten der Decke liegen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verlaufen die Schichten des eingeschobenen Ersatzkörpers schräg durch die Decke, so daß sie quer haften und anderen Beanspruchungen größeren Widerstand entgegensetzen. Im ganzen wird erreicht, daß die ausgebesserte Reifendecke in jedem Querschnitt der Ausbesserungsstelle mindestens dieselbe Festigkeit besitzt wie die der unbeschädigten Teile der Reifendecke.
  • Die zum Anschluß des eingeschobenen Zwischenstücks dienenden schräg verlaufenden Seitenflächen der Reifendecke können zwecks besserer Verbindung mit den zugeschärften Enden des Zwischenstücks in an sich bekannter Weise ausgefenstert werden, doch liegen bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Ausfensterungen auf verschiedenen Seiten der Reifendecke, so daß die Schichten des Zwischenstücks also einerseits auf der Außenseite der Reifendecke und andererseits an der Innenseite derselben angeschlossen werden.
  • Auf die beschriebene Weise wird eine gleichmäßige, normale Vernarbung der Bruchstelle eines Reifens erzielt, so daß der auf solche Weise ausgebesserte Reifen in derselben Weise für höhere Beanspruchungen, in bezug auf Geschwindigkeit oder Belastung, Verwendung finden kann wie ein neuer Reifen. Wenn, wie vorstehend, von einer prismatischen Gestaltung des Zwischenstücks gesprochen wurde, so ist dieser Ausdruck im allgemeinen Sinne zu verstehen. Das Zwischenstück kann beispielsweise bei Ausbesserung eines Kreuzrisses im Reifen auch kreuzförmig gestaltet sein. Es kann auch zylindrischen oder ovalen Querschnitt besitzen. Ferner können zur Ausbesserung besonders kleinerer Bruchstellen auch mehrere schräg durch die Bruchstelle verlaufende, zweckmäßig einander überkreuzende und die gesunden Reifenschichten durchsetzende und miteinander verbindende Verstärkungskörper, z. B. in Form von in besonderer Weise armierten Drähten od. dgl., angewandt werden.
  • Besonders gute Ergebnisse erzielt man, wenn man anstatt eines aus einfachem Cordgewebe und Gummilagen bestehenden Einsatzstücks ein Einsatzstück verwendet, das mit Metallfäden oder anderen hochwiderstandsfähigen Fäden, z. B. elastischen Kunststoffäden, verstärkt ist. Zweckmäßig können auch ein Mischgewebe enthaltende Schichten verwandt werden oder die Verstärkungsfäden des Gewebes können aus Litzen bestehen, die Metallfäden, Gummifäden oder Gummibänder oder Kunststoffäden oder andere hochwiderstandsfähige Fäden aufweisen, die sämtlich miteinander in beliebiger Weise mechanisch verbunden, z. B. verdrillt, versponnen oder verwebt sind.
  • Besteht das in die Reifenwunde eingeschobene Zwischenstück aus solchen Schichten, so erhält man eine entsprechende sichere Verstärkung der Bruchstelle, deren Festigkeit auf diese Weise z. B. auf das Sieben- bis Achtfache der normalen Festigkeit der Reifendecke gesteigert werden kann.
  • In der Zeichnung sind mehrere Beispiele für die praktische Ausbildung solcher Ausbesserungsstelle einer Reifendecke dargestellt, und zwar zeigen Fig. t und 2 die Ausbesserung der Bruchstelle nach bekannten Verfahren, Fig.3 und 4 verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Ausbesserung einer Reifenbruchstelle, Fig. 5 und 6 die Ausbesserung einer Bruchstelle kleineren Ausmaßes (Fig. 5 den auszubessernden Reifen im Grundriß, Fig.6 im Schnitt), Fig.7 und 8 die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Ausbesserung eines Kreuzrisses (Fig.7 im Grundriß und Fig.8 im Längsschnitt) .
  • Im einzelnen bezeichnet in den Figuren das Bezugszeichen i die in üblicher Weise aus Cordgeweben und Gummilagen zusammengesetzte Stärke des Reifens.
  • Gemäß Fig. i wird die Bruchstelle 2 in bekannter Weise so ausgebessert. daß man zunächst auf der Vorderseite ein die Bruchstelle umfassendes Stück in Form eines stumpfen Keils 3 herausnimmt und den entstandenen Trichter mit Gummimasse ausfüllt. Auf der Innenseite wird ein die Bruchstelle 2 überdeckendes, aus mehreren Cordgewebeschichten und Gummilagen bestehendes Pflaster .4 aufgelegt, das, wenn es seinen Zweck einigermaßen erfüllen soll, erhebliche Stärke besitzen muß. Diese Art der Ausbesserung einer Bruchstelle ist mit dem obenerwähnten Nachteil verknüpft.
  • Gemäß Fig. 2 wird die Decke an der Bruchstelle sowohl auf der Außenseite wie auf der Innenseite der Decke staffelförmig ausgefenstert. In die Ausfensterungen werden dann entsprechend gestaffelte gummierte Cordgewebelagen 5, 6 eingebracht. Auch diese Art der Ausbesserung verleiht der Decke nur einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Widerstandsfähigkeit und ist auf die Dauer größeren Beanspruchungen nicht gewachsen. In Fig. 3 ist eine erste Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt. Es wird zunächst an der Bruchstelle ein etwa in Form eines Prismas gestaltetes Stück ausgenommen; dann werden die Seitenflächen 8 und 9 des so gebildeten Schlitzes ausgefenstert, jedoch derart, daß die Ausfensterungen auf verschiedenen Seiten der Decke liegen. In dem Beispiel der Fig.3 liegt die Ausfensterung der linken Seite außen, die Ausfensterung der rechten Seite innen. In den so vorbereiteten Schlitz wird alsdann ein aus mehreren Schichten bestehendes, ebenfalls prismatisches Zwischenstück 7 eingebracht, und es werden die entsprechend gestaffelten Seiten dieses Zwischenstücks mit den Ausfensterungen 8 und 9 verbunden. Gemäß Fig. 3 erfolgt diese Verbindung so, daß die erste bei 8 oben und am weitesten außen angeordnete Lage I auf der Seite der Ausfensterung 9 am weitesten im Innern der Decke zu liegen kommt, während die unterste auf der Seite 8 im Innern der Decke angreifende Schicht 1I auf der Seite 9 die Innenseite der Decke bildet. Die Anzahl der Schichten .I und II ist dabei beliebig. Zweckmäßig wählt man ihre Anzahl und Stärke so, daß sie wenigstens der Stärke der auszubessernden Decke entsprechen.
  • Zur weiteren Sicherheit kann die Ausbesserungsstelle auf der Außenseite wie auf der Innenseite des Reifens in üblicher Weise noch mit einer verhältnismäßig dünnen Schutzschicht io und ii abgedeckt werden.
  • Gemäß Fig. 4 wird die erste auf der Seite 8 angebrachte Lage I auf der anderen Seite 9 bis zur Innenseite der Reifendecke geführt, so daß die folgenden Lagen 1I mit ihrer Staffelung sämtlich auf der Innenseite des Reifens zu liegen kommen.
  • In jedem Falle werden die Fugen zwischen dem Einsatzstück 7 und den Seiten 8 und 9, wie an sich bekannt, mit Gummilösung ausgefüllt, so daß bei der nachfolgenden Vulkanisation eine innige Vereinigung der Decke mit dem Zwischenstück stattfindet.
  • Gemäß Fig. 5 und 6 wird eine verhältnismäßig kleine Bruchstelle 2 in der Weise ausgebessert, daß von jeder Seite je eine Drahtlage 11, 12 durch die Bruchstelle in schräger Richtung hindurchgezogen ist. Die Drahtlagen i 1, 12 überkreuzen sich. Ihre Enden 13, 14 sowie 15, 16 sind in Gummischichten 17, 18 eingebettet. Außerdem kann die Bruchstelle noch durch besonders aufgelegte Schichten i9, 2o überdeckt werden.
  • Gemäß Fig. 7 und 8 wird ein Kreuzbruch 21, 22 durch ein aus zwei sich überkreuzenden Prismen 23, 24 bestehendes kreuzförmiges Einsatzstück ausgefüllt. Auch in diesem Falle werden die Bruchstellen mit zwei außen und innen aufgelegten Schichten 25, 26 abgedeckt.
  • Im einzelnen kann das beschriebene Ausbesserungsverfahren mannigfach variiert und ausgestaltet werden. So können z. B. die nach Fig. 3 und 4 angewandten mehrschichtigen Einsatzstücke auch mit einzelnen Drähten, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt, durchzogen werden. Die Drähte können einfache oder mehrfache Metalldrähte sein. Vorteilhaft verwendet man indes Litzen, die außer Metalldrähten auch Gummifäden oder elastische Kunststoffäden oder beide Arten von Fäden enthalten, so daß bei nachlaufender Vulkanisation der Bruchstelle eine innige Vereinigung mit dem sie umgebenden Material der Decke stattfindet. In jedem Falle werden die Einsatzstücke oder Nahtfäden vor der Einführung in die Decke mit Gummilösung getränkt oder benetzt. Die mit den Metalldrähten vereinigten Gummifäden können beliebigen Querschnitt besitzen. Besonders vorteilhaft werden sie in Form von schmalen Bändern gestaltet, so daß sie für die Verbindung mit den umgebenden Gummischichten möglichst große Oberflächen bieten.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ausbessern von Deckenbrüchen bei Fahrzeugluftreifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere die Bruchstelle (2, 21, 22) schräg von der Außenseite bis zur Innenseite des Reifens durchsetzende Einsatzkörper in das Material der Decke eingebracht und mit demselben durch Vulkanisation verbunden werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mehrschichtigen Einsatzkörper (7) einerseits an der Außenseite des Reifens, andererseits an der Innenseite des Reifens in die zu diesem Zweck ausgefensterten Reifenschichten einvulkanisiert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Schicht des Einsatzkörpers die oberste Lage auf der Außenseite des Reifens und eine untere Schicht des Einsatzkörpers die Außenlage auf der Innenseite der Decke bildet (Fig. 3).
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Schicht des Einsatzkörpers sowohl auf der Außenseite des Reifens wie auch auf der Innenseite des Reifens die Außenschicht bildet (Fig. 4).
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, insbesondere zum Ausbessern von kleinen Deckenbrüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzkörper aus schräg durch die Bruchstelle (2) gezogenen Drahtlagen (11, 12) bestehen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg durch die Bruchstelle gezogenen Drahtlagen sich in der Bruchstelle (2) überkreuzen.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mehrschichtigen Einsatzkörper (7) oder die durch die Bruchstelle (2) gezogenen Drahtlagen aus Metalldrähten bestehen, die mit Gummifäden oder litzenartigen Kunststoffäden oder mit Fäden beider Art mechanisch sowie gegebenenfalls durch Vulkanisation oder teilweise Vulkanisation vereinigt sind. B. Verfahren nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Einsatzschichten oder Einsatzdrähten verwendeten Gummifäden bandförmiges Profil besitzen.
DEG3175A 1950-08-01 1950-08-01 Verfahren zum Ausbessern von Deckenbruechen bei Fahrzeugluftreifen Expired DE835805C (de)

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DE835805C true DE835805C (de) 1954-09-20

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