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DE811313C - Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Silber - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Silber

Info

Publication number
DE811313C
DE811313C DEP37230A DEP0037230A DE811313C DE 811313 C DE811313 C DE 811313C DE P37230 A DEP37230 A DE P37230A DE P0037230 A DEP0037230 A DE P0037230A DE 811313 C DE811313 C DE 811313C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver
colloidal
reducing agent
medium
selenide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP37230A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Owen Dickinson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ilford Imaging UK Ltd
Original Assignee
Ilford Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ilford Ltd filed Critical Ilford Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE811313C publication Critical patent/DE811313C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/825Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers characterised by antireflection means or visible-light filtering means, e.g. antihalation
    • G03C1/8255Silver or silver compounds therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. AUGUST 1951
p 37230 IVa/57b D
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von kolloidalem Silber zur Verwendung von Schichten von solchem kolloidalen Silber in kolloidalen Medien bei photographischen Materialien.
Es ist lange bekannt, daß durch den Zusatz eines Reduzierungsmittels zu einer Dispersion eines löslichen Silbersalzes in einem kolloidalen Medium, wie z. B. Gelatine, langsam eine kolloidale Silberdispersion von Silber gebildet wird, die in den meisten Fällen von gelber Farbe ist. So besteht ein Verfahren, das vorgeschlagen worden ist, darin, zu einer Dispersion von Silbernitrat in Gelatine etwas Hydrazinsulfat zuzusetzen. Das Hydrazinsulfat wird langsam während der Dauer einer Stunde hinzugefügt und die sich ergebende Mischung bei schwach erhöhter Temperatur während einer weiteren Dreiviertelstunde stehengelassen. Auf diese Weise wird eine gelbe Dispersion von kolloidalem Silber erhalten.
So gebildetes gelbes kolloidales Silber ist in der ao Photographic von Wert als Medium für Filter- und Antihaloschichten, und es sind verschiedene Verfahren unter Verwendung von gelbem kolloidalen Silber zu diesen Zwecken in der Literatur beschrieben worden.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Erzeugung von kolloidalem Silber, das bei der Herstellung von Filter- und Antihaloschichten bei photographischen Materialien verwendet werden kann, und ist auf die Erkenntnis gegründet, daß, wenn
während der Reaktion ein geringer Anteil von Silbersulfid- oder Silberselenidkernen bzw. -keimen anwesend ist, d. h. kolloidales Silbersulfid oder Silberselenid, die Reaktion mit einer sehr stark beschleunigten Geschwindigkeit vor sich geht und gelbes kolloidales Silber von ausgezeichneter Beschaffenheit erhalten wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird daher kolloidales Silber erhalten, indem man in einem wässerigen kolloidalen Medium ein lösliches Silbersalz und ein Reduzierungsmittel dafür in der Gegenwart von dispergiertem kolloidalen Silbersulfid oder Silberselenid reagieren läßt.
Wenn auch das Verfahren in irgendeinem wasserdurchlässigen kolloidalen Medium ausgeführt werden kann, z. B. in einer wässerigen Dispersion von Polyvinylalkohol oder einem ähnlichen Stoff, ist es vorzuziehen, die Reaktion in einem Gelatinemedium auszuführen. Das verwendete Silbersalz kann
ao irgendein Silbersalz sein, das in Wasser löslich ist und verhältnismäßig leicht reduziert wird; Silbernitrat erscheint besonders geeignet. Obgleich beliebige Reduzierungsmittel verwendet werden können, wird vorzugsweise ein solches benutzt, das
9, zugleich ein guter photographischer Entwickler ist, z. B. Hydrochinon, p-Oxyphenylaminoessigsäure, p-Methylaminophenolsulfat,f-Phenylpyrazolidon-3, p-Phenylendiaminsubstitutionsderivate. Verhältnismäßig unwirksame photographische Entwickler, wie
z. B. Hydrazin, sind weniger zufriedenstellend. Besonders gute Ergebnisse sind mit p-Oxyphenylaminoessigsäure erzielt worden.
Das kolloidale Silbersulfid kann ganz leicht durch Reaktion zwischen Thioharnstoff und Silbernitrat erhalten werden. Die bevorzugte Verfahrensart ist dabei, das kolloidale Silbersulfid in dem kolloidalen Medium als eine erste Stufe zu bilden, dann das lösliche Silbersalz und schließlich das Reduzierungsmittel hinzuzusetzen. Die sich ergebende Dispersion, die kolloidales Silber enthält, kann man absetzen lassen, zerkleinern, waschen und in Wasser wieder dispergieren, wobei eineUberzugslösung entsteht, aus der Filter- und Antihaloschichten von intensiver gelber Farbe und ausgezeichneter Beschaffenheit erhalten werden können.
Kolloidale Silberselenidkerne können nach einer ähnlichen Verfahrensart unter Verwendung von Selenharnstoff an Stelle von Thioharnstoff hergestellt werden.
Die Menge der Reagenzien und des Silbersulfids oder -selenids, das als Katalysator zu wirken scheint, kann in weitem Umfang verändert werden, aber die optimale Menge an Silbernitrat scheint in der Größenordnung von 2ccmeinernormalenSilbernitratlösung je 100 ecm einer 5%igen Gelatinelösung zu liegen. Kleinere Mengen als die genannte ergeben eine geringere Farbintensität, und Mengen unter der Hälfte der oben angegebenen Konzentration geben nur eine schwache Färbung.
Größere Mengen neigen dazu, ein verhältnismäßig trübes Produkt zu ergeben, und aus diesem Grunde wird es vorgezogen, nicht mehr als die doppelte der obengenannten Konzentration zu benutzen. Es kann daher allgemein gesagt werden, daß für die meisten Zwecke die Silbernitratmenge von der Größenordnung von 1 bis 4 ecm normaler Silbernitratlösung je 100 ecm 5°/oiger Gelatinelösung sein soll. Die Menge von verwendetem Reduzierungsmittel soll im wesentlichen dem Silbersalz chemisch äquivalent sein, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Die optimale Menge von Silbersulfidoder -selenid ändert sich mit den anderen Faktoren, aber z. B. scheint bei Verwendung einer 3,5 "/eigen Lösung von Gelatine die beste Menge diejenige zu sein, welche durch den Zusatz von 1 ecm von m/20 Thioharnstoff oder Selenharnstoff mit 1 ecm von n/10 Silbernitrat je 200 ecm der Gelatinelösung gebildet wird. Kleinere Mengen als diese neigen dazu, ein etwas graues Produkt zu ergeben, während höhere Mengen, z. B. bis 5 ecm von jeder Komponente, keinen Unterschied auf die Intensität der erhaltenen gelben Färbung zu machen scheinen.
In den folgenden Beispielen ist die Erfindung in einigen Ausführungsformen näher erläutert.
85 Beispiel 1
2I einer 3,5°oigen wässerigen Lösung von Gelatine wurden hergestellt, und zu dieser Lösung wurden 10 ecm von m/20 Thioharnstoff und 10 ecm von n/10 Silbernitrat hinzugesetzt. Die Lösung wurde dann 20 Minuten lang bei 520 digeriert und dann auf 320 abgekühlt. Es wurden dann 40 ecm von normaler Silbertnitratlösung hinzugefügt, worauf ein Zusatz von 400 ecm von n/iop-Oxyphenylaminoessigsäure in n/10 Ätznatron gelöst folgte. Eine stark gelbe Färbung wurde sofort gebildet. Die Gelatinelösung wurde dann mit Äthylalkohol gefällt. Sie wurde dann dreimal je 10 Minuten lang in neuem Wasser gewässert und schließlich in ι 1 Wasser wieder dispergiert. Es wurde gefunden, daß dieses Erzeugnis als Filterschicht bei einem mehrschichtigen, für Farbenphotographie bestimmten photographischen Material aufgetragen sehr gute Filtereigenschaften und sehr geringe Einwirkung auf die Empfindlichkeit der photographischen i°5 Emulsionen, mit denen sie in Berührung standen, hat.
Beispiel 2
Es wurde das Verfahren nach Beispiel 1 befolgt, no wobei jedoch eine m/20-Lösung von Selenharnstoff an Stelle von Thioharnstoff verwendet wurde. Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten.
Es ist möglich, gemäß der Erfindung Sulfide oder Selenide von anderen Metallen zu verwenden, aber diese werden im Reaktionsgemisch in Silbersulfid oder -selenid durch Umsetzung mit dem löslichen Silbersalz umgewandelt, so daß ihre Verwendung nicht den Grundcharakter des Verfahrens ändert, das an sich auf die Verwendung eines Silbersulfids oder -selenids abgestellt ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Silber für Hilfsschichten in lichtempfindlichem Material, dadurch gekennzeichnet, daß man in
    einem wässerigen kolloidalen Medium ein lösliches Silbersalz und ein Reduzierungsmittel dafür in Gegenwart von dispergiertem kolloidalen Silbersulfid oder Silberselenid reagieren läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als kolloidales Medium Gelatine verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als lösliches Silbersalz Silbernitrat verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduzierungsmittel ein photographischer Entwickler verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduzierungsmittel p-Oxyphenylaminoessigsäure verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ibis4 Volumteile einer normalen wässerigen Lösung des Silbersalzes mit einer chemisch äquivalenten Menge des Reduzierungsmittels zu 100 Volumteilen des kolloidalen Mediums zugesetzt werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das kolloidale Silbersulfid oder Silberselenid durch Einmischen von gleichen Volumteilen von m/20 Thioharnstoff oder Selenharnstoff und n/10 Silbernitrat in das kolloidale Medium erhalten wird.
    1212 8.51
DEP37230A 1946-11-29 1949-03-19 Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Silber Expired DE811313C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB3548646A GB619283A (en) 1946-11-29 1946-11-29 Improvements in or relating to the production of colloidal silver

Publications (1)

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DE811313C true DE811313C (de) 1951-08-20

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ID=10378271

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DEP37230A Expired DE811313C (de) 1946-11-29 1949-03-19 Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Silber

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US4445935A (en) * 1982-12-13 1984-05-01 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Method for the recovery of silver from waste photographic fixer solutions

Also Published As

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GB619283A (en) 1949-03-07

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