DE810997C - Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen - Google Patents
Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-SicherungswesenInfo
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- DE810997C DE810997C DEP40180D DEP0040180D DE810997C DE 810997 C DE810997 C DE 810997C DE P40180 D DEP40180 D DE P40180D DE P0040180 D DEP0040180 D DE P0040180D DE 810997 C DE810997 C DE 810997C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/06—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
- B61L7/066—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission using electrically controlled fluid-pressure operated driving means
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Description
- Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen Uberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen Bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen mit fahrstraßenweiser Umstellung der Weichen ist es erforderlich, eine Differenzierung in der Anzahl der jeweils gleichzeitig umlaufenden Weichenantriebe zu treffen, um zu verhindern, daß die Stromquelle überlastet wird. Man hat hierbei die Anordnung so getroffen, daß bei Einstellung einer Fahrstraße die sogenannten Gruppenweichensteller, das sind mit einer bestimmten Verzögerung, z. B. 3 Sekunden, versehene Relais, nacheinander selbsttätig eingeschaltet wurden, wobei jedes dieser Relais eine bestimmte Anzahl der Weichen der Fahrstraßen anschaltete. Meist ist die Anordnung so getroffen worden, daß die einzelnen Gruppenweichensteller sich nacheinander nach Ablauf der jeweiligen Verzögerung anschalteten. Die Verzögerung von ungefähr 3 bis 4 Sekunden ergibt sich aus der erfahrungsgemäßen Umlaufzeit eines Antriebes, wobei man naturgemäß die Umlaufszeit eines schwer gängigen Antriebes, z. B. bei Schneeverwehung oder sonstigen Hindernissen, in Anrechnung bringen muß. Man erhält hierbei ein Nacheinanderlaufen mehrerer Gruppen von Weichenantrieben und verhindert damit ein zu starkes Ansteigen der Belastung. Unangenehm ist hierbei der große Zeitaufwand, der für das Umlaufen sämtlicher Antriebe einer Fahrstraße erforderlich ist, weil der Wärter das Signal erst einstellen kann, wenn alle Weichen die richtige Lage eingenommen haben. Die bisher verwendete Verzögerung berücksichtigt auch nicht den Umstand, daß oft schon verschiedene Weichen einer einzustellenden Fahrstraße die richtige Lage haben, in welchem Falle dann gleichzeitig mehr Weichen umlaufen könnten; als tatsächlich durch den betreffenden Gruppenweichensteller angeschaltet werden.
- Gemäß der Erfindung kann man den Zeitaufwand für die Einstellung einer Fahrstraße wesentlich dadurch verringern, daß man die Verzögerungszeit zwischen der Anschaltung der einzelnen Weichengruppen kleiner wählt als für die normale Umlaufszeit der Weichenantriebe benötigt wird, und daß man einen Überstromausschalter vorsieht, der bei Überlastung anspricht und hierdurch die zu früh angeschaltete Weichengruppe wieder abschaltet. Man würde also z. B. bei einer Umlaufzeit der Weichen von 3 Sekunden den Gruppenweichensteller nur mit einer Verzögerung von 2 Sekunden oder noch weniger versehen, so daß also die zweite Weichengruppe schon angeschaltet wird, ehe der Umlauf der ersten Weichengruppe beendet ist. Eine Überbelastung wird hierbei nur in Ausnahmefällen eintreten, und zwar dann, wenn mehrere sehr schwer gängige Antriebe sich bei den gleichzeitig umlaufenden Weichen befinden oder auch, wenn zufällig bei beiden gleichzeitig angeschalteten Weichengruppen keinerlei Weichen schon die richtige Lage haben. Gemäß der Erfindung kann man ferner die Anpassung der jeweiligen Zahl der umlaufenden Antriebe an die zulässige Belastung mit Hilfe des Überstromausschalters dadurch wesentlich günstiger gestalten, daß man einen Schrittschalter verwendet, der normalerweise mit einer gewissen Verzögerung die Gruppenweichensteller anschließt, wobei zweckmäßig diese Verzögerung wieder geringer bemessen ist, als das Umlaufen eines Weichenantriebes in Anspruch nimmt. Der überstromausschalter wirkt hierbei mit entsprechenden Kontakten, z. B. auf den Drehmagnet des Schrittschalters ein.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise erläutert.
- Der Drehmagnet Dl, der die Kontaktbänke K1 und K2 eines Schrittschalters in Bewegung setzt, liegt über einen Kontakt i io eines Unterbrechermagneten ioo, einen Kontakt 9i des Fahrstraßenstellers sowie einen Kontakt i i des Gruppenweichenstellers io an Spannung. Sobald der nicht dargestellte Fahrstraßensteller 9o betätigt wird, werden die Kontakte 9i und 92 geschlossen, Relais io zieht an, und über den Kontakt i i erhält der Drehmagnet Dl Strom und bewegt die Dreharme Al und A2 a2 den nächsten Schritt. Das Relais io hat beim Anziehen eine Gruppe von Weichen an Stellspannung gelegt, so daß diese umlaufen, und bleibt über den Selbstschlußkontakt 12 unabhängig vom Schrittschalter eingeschaltet. Beim Anziehen des Drehmagnets wird der Kontakt Dl, geschlossen, der Unterbrechermagnet ioo zieht an und unterbricht den Kontakt iio, so daß Dl wieder abfällt. Der Unterbrechermagnet ioo oder der Drehmagnet Dl ist mit Verzögerung versehen, im vorliegenden Falle z. B. dadurch, daß parallel zu dem Unterbrechermagnet ioo ein Kondensator K3 mit Vorschaltwiderstand Wi angeordnet ist. Die Verzögerung könnte auch an den Relais 10, 20, 30 usw., hier dann zweckmäßig als Anzugsverzögerung, vorgesehen sein. Die Verzögerung wird lediglich so groß bemessen, daß die Anlaufspitzen der Belastung überwunden werden, also einen Bruchteil einer Sekunde. Nach Ablauf der Verzögerung fällt ioo wieder ab, schließt den Kontakt iio, und da 20 inzwischen angezogen hat, ist der Kontakt 21 geschlossen, und der Drehmagnet Dl erhält wieder Strom. Durch 20 ist die zweite Weichengruppe angeschaltet worden usw. Würde eine zu große Anzahl von Weichenantrieben gleichzeitig laufen, was auch dadurch eintreten kann, daß gleichzeitig andere Fahrstraßen eingestellt werden, so spricht der Überstromausschalter an, der im vorliegenden Falle unter der Annahme, daß es sich um ein Drehstromnetz handelt, aus drei Relais Rlo, R2, und Rio besteht, die an die Phasen R, S, T angeschlossen sind. Je nachdem,. welche Phase überlastet wird, wird z. B. durch R2, der Kontakt R21 unterbrochen und damit der Drehmagnet zum Stillstand gebracht, bis die Überbelastung wieder abgeklungen ist. Zweckmäßig ist parallel zu den Überstromausschalterkontakten Rill R21, R,1 ein Kontakt N2 eines nicht dargestellten Netzüberwachungsrelais geschaltet, damit die Kontakte überbrückt werden können, wenn z. B. das Netz so stark ist, daß entsprechend der geringen Zahl vorhandener Weichenantriebe eine Überbelastung nicht zu erwarten ist, aber bei etwaigem Anschluß des Notstromaggregats nach Netzausfall der Überstromschalter ansprechbereit sein soll. Der Kontakt N1 des Netzüberwachungsrelais ist angeordnet, um bei Netzausfall das Weiterschalten des Schrittschalters zu verhindern, bis das Notstromaggregat angelaufen ist.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen Überstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen, wobei beim Einstellen einer Fahrstraße die Weichen in mehreren Gruppen nacheinander zum Umlaufen gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit zwischen der Anschaltung der einzelnen Weichengruppen kleiner gewählt wird, als die normale Umlaufszeit der Weichenantriebe ist, und daß ein überstromausschalter vorgesehen ist, der bei Überlastung anspricht und hierdurch die zu früh eingeschaltete Weichengruppe wieder abschaltet.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Anschaltung der Weichengruppen ein Schrittschalter vorgesehen ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jeden Kontakt einer Schrittschalterbank ein Gruppenweichensteller (io) angeschlossen ist, der sich nach seinem Ansprechen durch einen Selbstschlußkontakt (12) vom Schrittschalter unabhängig macht. q..
- Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB jeder Gruppenweichensteller (io) einen Kontakt (i i) im Stromkreis des Drehmagnets (D1) besitzt.
- 5. Anordnung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB ein Unterbrechermagnet (ioo) vorgesehen ist, dessen Ansprechen z. B. durch Parallelschalten eines Kondensators (1k3) verzögert wird.
- 6. Anordnung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daB Überstromausschalter (R1, bis Rio) vorgesehen sind, die Kontakte (R11 bis R21) im Stromkreis des Drehmagnets (Dl) besitzen.
- 7. Anordnung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Überstromausschalterkontakten (R11 bis R21) ein Kontakt (N2) des Netzüberwachungsrelais geschaltet ist. B. Anordnung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem Drehmagneten ein Kontakt (N1) des Netzüberwachungsrelais geschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP40180D DE810997C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP40180D DE810997C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810997C true DE810997C (de) | 1951-08-16 |
Family
ID=7376970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP40180D Expired DE810997C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE810997C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028156B (de) * | 1954-04-09 | 1958-04-17 | Deutsche Bundesbahn | Schaltanordnung, insbesondere fuer Gleisbildstellwerke mit fahrstrassenweise gesteuerten Weichenantrieben od. dgl. |
| DE1105451B (de) * | 1957-07-11 | 1961-04-27 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltung fuer vorzugsweise fahrstrassenweise stellbare Weichen u. dgl. |
-
1949
- 1949-04-17 DE DEP40180D patent/DE810997C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028156B (de) * | 1954-04-09 | 1958-04-17 | Deutsche Bundesbahn | Schaltanordnung, insbesondere fuer Gleisbildstellwerke mit fahrstrassenweise gesteuerten Weichenantrieben od. dgl. |
| DE1105451B (de) * | 1957-07-11 | 1961-04-27 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltung fuer vorzugsweise fahrstrassenweise stellbare Weichen u. dgl. |
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