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DE1105451B - Schaltung fuer vorzugsweise fahrstrassenweise stellbare Weichen u. dgl. - Google Patents

Schaltung fuer vorzugsweise fahrstrassenweise stellbare Weichen u. dgl.

Info

Publication number
DE1105451B
DE1105451B DEL28047A DEL0028047A DE1105451B DE 1105451 B DE1105451 B DE 1105451B DE L28047 A DEL28047 A DE L28047A DE L0028047 A DEL0028047 A DE L0028047A DE 1105451 B DE1105451 B DE 1105451B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
monitoring
group
contact
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL28047A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DEL28047A priority Critical patent/DE1105451B/de
Publication of DE1105451B publication Critical patent/DE1105451B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/06Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Schaltung für vorzugsweise fahrstraßenweise stellbare Weichen u. dgl. Die Erfindung befaßt sich mit Schaltungen für vorzugsweise fahrstraßenweise stellbare Weichen u. dgl. mit Weichen-Gruppenüberwachung in Eisenbahnsichexungsanlagen. In derartigen Fällen, in denen oftmals mehrere Weichen gleichzeitig umlaufen, besteht die Gefahr, d,aß bei Ausfall der Stellspannung durch Überlastung der Stromversorgungseinrichtungen oder aus anderen Gründen einige Weichen in der Mittellage stehenbleiben. Ohne besondere Maßnahmen würde die Ste,llspannung bei ihrer Wiederkehr sofort an alle in der Mittellage stehenden Weichen durchgeschaltet sein, was wegen der hohen Anlaufströme der Antriebsmotoren in den. meisten Fällen zum sofortigen erneuten Ausfall der Stellspannung führen würde. Dies tritt vor allem dann auf, wenn ein schwächeres Ersatznetz, ein Notumformer oder ähnliche Hilfsstromquellen eingeschaltet wurden.
  • Aus diesen Gründen hat man bisher bei Stellspannungsa.usfall den weiteren Ablauf des fahrstraßenweisen Umstehens verhindert, und, der Wärter mußte nach dem Wiederkehren der Stehspannung die noch nicht vollständig umgelaufenen Weichen einzeln umstellen. Werden solche Weichen jedoch einzeln mittels der Weichentasten umgestellt, so, kehren sie bei der ersten Tastenbetätigung zunächst in die vorherige Ausgangslage zurück, und es wird die -gewünschte neue Endsage erst durch nochmaliges Betätigen der Weichentasten erreicht. Dadurch. entsteht nicht nur ein unnötiger Zeitverlust, sondern es erscheinen auch derartige Bedienungshandlungen nicht mehr logisch; gerade dies sollte a,beir vermieden werden, weil die genannten. Bedienungshandlungen nicht häufig auftreten, so daß sie der Wärter nicht durch dauernde Gewöhnung beherrscht; außerdem sind diese- Bedienungshandlungen, meist gerade dann erforderlich, wenn ohnehin durch den Ausfall der Stromversorgung dem Betrie:bsa.blauf eine erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden muß.
  • Um die gemannten Nachteile eines Handumstellens der einzelnen Weichen möglichst zu vermeiden, ist es bekannt, einen Überstromausschalter vorzusehen, der nach Ausfall der Netzspannung und Umschalten auf das Reserveaggregat nur in denjenigen Fällen anspricht und dann das Handumstellen erforderlich macht, in denen zufällig im Augenblick des Netzausfalls mehr Weichenantriebe umlaufen, als dem Reserveaggregat zuträglich sind.
  • Bei einer anderen bekannten Anordnung sucht man die Überlastung des Reserveaggregates und die dann erforderlich werdende; Handumstellung der einzelnen Weichen dadurch möglichst zu vermeiden, daß bei Netzausfall und Inkrafttreten des Reserveaggregates nicht mehr wie beim normalen Umstellvo-rgang mehrere Weichengruppen gleichzeitig umlaufen, sondern das Anschalten einer weiteren Weichengruppe vom Auslaufen der Weichenantriebe abhängig gemacht ist.
  • Die Erfindung zeigt einen anderen Weg, um mit einfachen Mitteln die erwähnten Nachteile zu vermeiden, der außerdem im Gegensatz zu den bekannten Lösungswegen auch mit Vorteil bei schwach ausgelegten Notumformern angewendet werden kann, da er beim selbsttätigen Wiederanschalten der Weichenantriebe nach Netzspannungsausfall jeweils nur das Anschalten einer einzigen Weiche innerhalb einer Weichengruppe ermöglicht.
  • Gemäß der Erfindung werden bei Stellspannungsausfa.ll während des Umstellvorganges beliebiger Weichen einer Gruppe die Stellspannungsleitungen zu den Motoren der umlaufenden Weichenantriebe innerhalb der Weichenantriebsschaltungen unterbrochen und diese Unterbrechungen nacheinander nur für jeweils eine einzige, Weiche in jeder gemeinsam überwachten Gruppe in der Weise wiederaufgehoben, daß das Wiederanlaufen eines in der Gruppenüberwachung während des Umlaufs abgeschalteten Weichenantriebs über die gemeinsame Überwachungsleitung gesteuert wird und daß für das Wiederanlaufen der übrigen die ordnungsgemäße Endlage nicht erreichten Weichenantriebe alle in der Gruppenüberwachung davorliegend angeschlossenen Weichenantriebe die ordnungsgemäße Endlage erreicht haben und in dieser Lage wieder überwacht werden. Zweckmäßig wird das Wiederanlaufen der während des Umlaufs abgeschalteten Weichenantriebe dadurch gesteuert, daß die Stromzuführung der Ruhestromüberwachungsleitung bei Stellspannungsausfall umgepolt wird. Den besonderen Erfordernissen der kurzzeitigen Umschaltung auf eine vollwertige Ersatz-Stromversorgung kann dadurch Rechnung getragen werden, daß bei Stellspannungsabfall während des Umstellvorbangs das Unterbrechen der Stellspannungsleitungen zeitlich verzögert eintritt und der Umstellvorgang bei innerhalb dieser Zeit wiederkehrender Stellspannung unmittelbar fortgesetzt wird. Im allgemeinen rechnet man mit einer Umschaltzeit auf das vollwertige Ersatznetz von 200 Millisekunden. Innerhalb dieser kurzen Zeit kommen aber die Antriebsmotoren noch nicht zum Stillstand, und es tritt beim Wirksamwerden der Ersatz-Stromversorgung noch keine nennenswerte Erhöhung des wieder eingeschalteten Stromes ein.
  • Nach der weiteren Erfindung ist von jeder der zu einer Gruppenüberwachung zusammengefaßten Wei- chen ein Umschaltkontakt derart in eine Ruhestromüberwachungsleitung eingeschaltet, daß diese Leitung nur bei sämtlich angezogenen Überwachungsrelais der einzelnen Weichen vom Leitungsanfang bis ziz einem Gruppenüberwachungsrelais durchgeschaltet, dagegen bereits bei nur einem abgefallenen Weichenüberwachungsrelais vom Leitungsanfang auf die zugehörigen Weichenschaltmittel umgeschaltet ist. Zweckmäßig bleibt die gemeinsame Überwachungsleitung so lange umgepolt, bis sie wieder über alle Kontakte der Überwachungsrelais zum Gruppenüberwachungsrelais durchgeschaltet ist.
  • Um den Vorrang des Handumstellens von Weichen gegenüber der fahrstraßenweisen gemeinsamen Umstellung aufrechtzuerhalten, ist nach einem weiteren Erfindungsmerkmal das selbsttätige Fortsetzen unterbrochener Stehvorgänge aller Weichen verhindert, solange die Weichengruppentaste gedrückt ist. Nach der weiteren Erfindung werden zweckmäßig als Schaltmittel für die Verhinderung des Fortsetzens begonnener Umstellvorgänge, für die Umschaltung der Gruppenüberwachung, für die Reihenfolgeanschaltung der Weichen, für die Gruppen- und Netzüberwachung und/oder für die Weichengruppentasten die bereits vorhandenen und anderen Zwecken dienenden Relais und Tasten verwendet.
  • In der Zeichnung ist ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Sie enthält im linken unteren Teil eine an sich beliebige Stell- und Überwachungsschaltung für einen drehstromgesteuerten Weichenantrieb mit vier Kabeladern zwischen Stellwerk (oberhalb der strichpunktierten Linie) und Antrieb (unterhalb der strichpunktierten Linie) ; in der rechten Hälfte der Zeichnung sind einige zum An- und Abschalten des Weichenantriebs erforderliche Relais dargestellt, und im oberen Teil enthält die Zeichnung die Schaltmittel der Gruppenüberwachung sowie die nach der Erfindung vorgesehene Verbindung der einzelnen Weichenschaltungen mit der Gruppenübervachung.
  • Die eigentliche Stell- und Überwachungsschaltung enthält im Stellwerksteil die Anschlüsse eines Drehstromnetzes R, S, T und einer Gleichstromquelle 4-und -, ferner ein Auffahrmelderelais b17.4 mit dem Kontakt W.4 1, dem Widerstand Wä 1, einem Gleichrichter Gr und einem Transformator Tf- mit drei Wicklungen 1-2, 3-4 und 5-6. Ein weiteres Relais W Ü 1 dient zur Überwachung, ob sich die Weiche in einer ihrer Endlagen befindet. Der An- und Abschaltteil enthält ein Stützrelais WL 1 mit zwei Wicklungen I und 1I und, den Kontakten TV L 11 (in der Überwachungsschaltung), tYL12, bVL13 und bJ'L14 und ein weiteres Stützrelais bI7L2 mit zwei Wicklungen I und 1I und den Kontakten WL21 (in der überwachungsschaltung), WL22, bVL23 und WL 24. Ferner sind zwei Relais WP und bIr\' mit ihren Kontakten WP 1 bis WP7 und WN1 bis WN?4 dargestellt, von denen die Kontakte WP1 bis bFP3 und bb'N1 bis TYNN3 in der Stell- und Überwachungsschaltung liegen. Im Stromkreis des Relais WP ist außerdem ein Kontakt WA 2 des Relais WA, im Stromkreis des Relais WN ein weiterer Kontakt WA3 dieses Relais und im Stromkreis des Relais WL 1 ein Kontakt WÜ12 des Relais. WÜ1 angeordnet. Der Stromkreis des Relais WI4NT ist mit einem Kondensator Ko 1 und einem Widerstand Wi2 versehen, und schließlich sind Kontakte WT 1 (in der Überwachungsschaltung) bis WT 5 eines nicht dargestellten Weichentastenrelais dargestellt.
  • Der Antriebsteil enthält die drei Wicklungen L', L', W des Antriebsmotors sowie eine Hilfswicklung H dieses Motors und die beiden vom Antrieb gesteuerten Endlagenüberwachungskontakte AK+ und AK-. Auch diese beiden Kontakte sind in einer der Pluslage der Weiche entsprechenden Lage bezeichnet: heim Umstellen in die Minuslage legt der Kontakt AK-I-um, wenn die Weiche die Pluslage verläßt, während der Kontakt AK- umlegt, wenn die "'eiche die Minuslage erreicht.
  • Von den für eine Gruppe von Weichen beineinsamen Schaltmitteln sind im oberen Teil der Zeichnung ein Gruppenüberwachungsrelais WG(` mit einem Kontakt WGU1 sowie ein Gruppenhilfsrelais @t,'GH mit den Kontakten WGH1 bis WGH3 dargestellt. Im Stromkreis des Relais WGH befindet sich außerdem ein Kontakt W1 eines nicht dargestellten :N etzüberwachungsrelais. Die dünn ausgezogene Linie im Stromkreis des Relais WGU stellt die Gruppenüberwachungsleitung dar, in welche die einzelnen Kontakte WÜ11, WÜ21, WÜ31 usw. der Weichenüberwachungsrelais eingeschaltet sind. Die dünngestrichelten Linien deuten an, daß beliebig viele weitere Überwachungskontakte anderer Weichen in diese Leitung einbezogen werden können; die beiden stark gestrichelten Linien führen zu den nicht dargestellten Schaltungen der Weichen W 2 und W3, die im übrigen in völlig gleicher Weise wie die dargestellte Schaltung der Weiche W 1 aufgebaut sind. In der Gruppenüberwachungsleitung ist ferner ein Ruhekontakt WGT einer Weichengruppentaste oder eines Tastenrelais dieser Taste eingezeichnet.
  • In der gezeichneten Grundstellung ist der Clx rwachungsstromkreis über Kontakt WT 1, Relais WA, Widerstand Wi 1, Kontakte W N 1 und W1_ 11, Leitung 1, Kontakt AK -E-, Hilfswicklung H, Leitung 2, Kontakt WP 2, Endlagenüberwachungsrelais W Ü 1, Kontakte WP 1 und WL 21, Leitung 3, Kontakt .4K- , Motorwicklungen h und W, Leitung 4 sowie Kontakte WN2 und WP 3 durchgeschaltet, und das Relais Wi` 1 ist angezogen, während das Relais WA, das gegenüber dem Relais WÜ1 niederohmig ist, nur von Fehlstrom durchflossen ist und nicht anziehen kann. Das Relais WA wirkt normalerweise als Auffahrmelder; wird in der gezeichneten Endlage die Weiche aufgefahren, so lebt der Endlagenkontakt AK+ um, und das Relais WÜ1 wird durch diesen Kontakt abgeschaltet, so daß das Relais WA über den umgelegten Kontakt AK + und die Motorwicklung Ü nun anziehen kann. Dabei wirkt der Widerstand Wi 1 als Schutzwiderstand für das Relais WA. In nicht dargestellten Stromkreisen kann diese Veränderung des Schaltzustandes als Auffahrmeldung registriert werden. Der Kontakt WÜ 11 desÜberwachungsrelais. W IU 1, der sich in der Gruppenüberwachungsleitung befindet, liegt ebenso wie die Kontakte WÜ21 und W(731 der übrigen Weichen in der gezeichneten Lage, und es ist der Gruppenüberwachungsstromkreis über Kontakt WGH3, Gruppenüberwachungsrelais WGÜ, Kontakte W( 31, W1721, WÜ 11, WGT, WGH2 und Widerstand Wi3 durchgeschaltet. In diesem Stromkreis ist das Relais WGZ` angezogen, und sein Kontakt WGÜ1 im Stromkreis des Relais WGH ist geöffnet.
  • Beim Einleiten einer Weichenumstellung, entweder durch Betätigen der Weichenstelltasten oder bei der fahrstraßenweise gemeinsamen Weichenumstellung, wird in einem nicht dargestellten Stromkreis das Weichen-Einzeltastenrelais betätigt, dessen Kontakte TT'T 1 und WT 5 geöffnet, WT 2 und WT 3 geschlossen und WT 4 umgelegt werden. Mit dem Kontakt IVT 1 wird der beschriebene Überwachungsstromkreis unterbrochen, und das Relais WÜ1 fällt ab, legt seinen Kontakt WÜ11 um und schließt seinen Kontakt WÜ12. Die Wicklung I des Relais WL 1 erhält über die Kontakte WT2, WP 4, WA'4, WC'12 und WL 22 Strom, zieht ihren Anker an, hebt damit die Abstützung des Ankers der Wicklung II auf und bringt diesen zum Abfallen. Dabei werden die- Kontakte WL 11 bis WL 14 entgegen der gezeichneten Lage umgestellt. Über den jetzt umgelegten Kontakt WL13, den Kontakt WL23 des Relais WI_2 und den vorher umgelegten Kontakt WT 4 wird das Relais WP ein- geschaltet, welches seine Kontakte TYP 1 und WI' 2 umlegt, WP 3 und WP 4 öffnet und WP 5 bis WP7 schließt. Der Kondensator Kol liegt über Kontakt WA3 und Widerstand Wi2 an Gleichspannung und ist aufgeladen.
  • Der nun erreichte Schaltzustand bleibt bestehen, solange das Tastenrelais erregt ist. Werden die Weichen- ; tasten wieder losgelassen oder haben alle Weichen das Umstellkennzeichen für die fahrstraßenweise Umstellung aufgenommen, so fällt das Tastenrelais wieder ab, und die Kontakte WT 1 bis WT 5 gehen in die gezeichnete Lage zurück. Durch den Kontakt WT 4 wird die Speisung für das Relais WP zwar unterbrochen; das Relais ist aber mit einer ausreichend hohen Abfallverzögerung versehen, so daß es zunächst noch angezogen bleibt. Über den wieder geschlossenen Kontakt WT 3 und den vorher geschlossenen Kontakt WP5 sowie den umgelegten Kontakt WL 12 wird die Wicklung I des Stützrelais WL 2 eingeschaltet, und auch dieses Stützrelais wird umgestellt, wobei die Kontakte WL21 bis WL24 entgegen der gezeichneten Lage umgelegt werden. Nunmehr liegt das Relais WN über die Kontakte WA 3, WP 6, WL 14 und WL 24 an Spannung und zieht an. Dabei werden seine Kontakte WN1 und WN2 umgelegt, WN3 geschlossen und WN4 geöffnet. Infolge des Umlegens der Kontakte WN 1 und WIV 2 kommt zwischen den Drehstromphasen R und T ein teilweiser Stellstromkreis zustande, und zwar über die Kontakte WN 1, WL 11 (umgelegt), Leitung 3 Kontakt AK-, Wicklungen h und W, Leitung 4 und Kontakt WN2; dabei wird aus der Wicklung 3-4 des Transformators Tr eine Spannung in dessen Wicklung 5-6 induziert, die über den Gleichrichter Gr das Relais WA zum Anziehen bringt, welches seine Kontakte WA 1 bis W.4 3 schließt. Mit dem Kontakt WA 1 wird ein zweiter Stromweg für den Antriebsmotor hergestellt, und zwar von der Drehstromphase R über die Kontakte WN1 und WP2, Leitung 2, Hilfswicklung H, Antriebskontakt AK+, Leitung 1, Kontakte WL21 (umgelegt) 97P1 (umgelegt) und WA 1; dabei entsteht in der Wicklung 1-2 des Transformators Tr eine Spannung, die in ihrer Phasenlage von derjenigen in der Wicklung 3-4 abweicht, so daß das Relais WA über die Wicklung 5-6 des Transformators Ty weiterhin erregt bleibt. Der Kontakt WA 2 hat den über den Kontakt TT'P7 verlaufenden Selbstschlußkreis des Relais WP hergestellt, und damit bleibt dieses Relais weitererregt. Die Verzögerungszeit des Relais WP ist so groß gewählt, daß die voTherigeUnterbrechungszeit jedenfalls überbrückt wird. Ferner hat der Kontakt WA 3 geöffnet und das Relais W1\' von Spannung ab- und an den aufgeladenen Kondensator Ko 1 angeschaltet.
  • Infolge des Herstellens der beiden Stromkreise über die Hilfswicklung H bzw. die Wicklungen T7 und W ist der Antriebsmotor zweiphasig angelaufen. Dabei hat der Kontakt AK + umgelegt, die Hilfswicklung H abgetrennt und die Wicklung U, welche ihrerseits im Sternpunkt mit den beiden anderen Wicklungen T' und W verbunden ist, an die Drehstromphase S angeschaltet. Dadurch kommt im Antriebsmotor das volle Drehmoment zur Wirkung. Die Ströme in den Wicklungen 1-2 und 3-4 des Transformators Tr sind nun um 12Q° gegeneinander verschoben, und das Relais WA bleibt weiterhin gehalten.
  • Beim Erreichen der neuen Endlage legt der Kontakt AK- entgegen der gezeichneten Lage uin und schaltet die Drehstromphase R über die Kontakte W N1 und WL 11 sowie Leitung 3 von der Wicklung T' ab und an die Hilfswicklung H an. Durch das Abtrennen der Wicklung l% kommt zwischen den Phasen S und T ein einphasiger Strom zustande, und zwar über die Wicklung 1-2 des Transformators Ur, Kontakte W-4 1, WP 1 und WL 21, Leitung 1, Kontakt AK -I-, Wicklungen U und W, Leitung 4, Kontakt WRT 2 und Wicklung 3-4 des Transformators Tr. Die beiden Wicklungen 1-2 und 3-4 sind gegeneinandergescha.ltet; eis treten in ihnen zwei um 180° phasenverschobene Ströme auf, so daß in der Wicklung 5-6 keine Spannung mehr induziert wird und das Relais 9'A abfällt. Beim Öffnen des Kontakts WA 1 wird auch der eben beschriebene einphasige Stromkreis unterbrochen; der Kontakt WA2 öffnet auch den Selbstschlußkreis für das Relais WP, so daß dieses nach Ablauf seiner Verzögerungszeit abfällt und seine Kontakte WP1 bis WP 7 in die gezeichnete Lage zurückstellt. Dabei wird durch den Kontakt WP 6 auch der bisher noch immer wirksame Erregungsstromkreis für das Relais WN unterbrochen, welches ebenfalls abfällt und seine Kontakte WN1 bis WN4 zurückstellt. Der Uinstellvorgang ist beendet, und über Kontakt WT 1, Relais TVA (wegen Fehlstroms nicht angezogen), Widerstand Wi1, Kontakt WN 1, Kontakt WL11 (umgelegt), Leitung 3, Kontakt AK- (umgelegt), Wicklung H, Leitung 2, Kontakt WP 2, Relais WÜ1, Kontakt WP 1, Kontakt WL21 (umgelegt), Leitung 1, Kontakt AK+ (umgelegt), Wicklungen U und W, Leitung 4, Kontakte R'N2 und WP3 fließt nunmehr wieder Überwachungsstrom, durch welchen das Endlagenüberwachungsrelais W(71 anzieht, seinen Kontakt WÜll in die gezeichnete Lage zurücklegt und seinen Kontakt W Ü 12 öffnet.
  • Fällt während des Umlaufvorganges durch Unterbrechung der Phasen R, S und T die Stellspannung aus, so fällt zunächst das Relais WA ab, weil die Wicklung 5-6 des Transformators Tr keine Spannung mehr erhält. Der sich öffnende Kontakt WA2 unterbricht den Haltestromkreis des Relais WP. Dieses Relais hat eine Abfallverzögerung derartiger Größe, daß bei einer kurzzeitigen Umschaltung auf ein vollwertiges Ersatznetz innerhalb von etwa 200 Millisekunden das Relais WP noch nicht abfällt, so daß sein Haltestromkreis über den Kontakt WA2 erhalten bleibt, bis dieser Kontakt infolge erneuter Erregung des Relais WA über den Transformator Tr wieder schließt. Da bis dahin das Relais WN nicht abgefallen war und das Relais nun wieder angezogen hat, wird. der Umstellvorgang unmittelbar fortgesetzt.
  • Dauert der Stellspannungsausfall jedoch länger, z. B. weil erst eine Umschaltung auf einen Notumformer vorgenommen werden muß oder aus anderen Gründen, so fällt nach dem Öffnen des Kontaktes WA 2 das Relais 11'P verzögert ab und öffnet seinen Kontakt I1"P6, wodurch das Relais WN abfällt. Kehrt erst jetzt die Stehspannung wieder, so sind die Stromzuführungen zum Weichenantrieb durch die Kontakte 1i :1"1, WN2 und WA1, die in die gezeichnete Lage zurückgelegt haben, unterbrochen. Die wiedergekehrte Spannung kann zunächst keine Änderung dieses nun eingetretenen Schaltzustandes herbeiführen.
  • Gemäß der Erfindung geschieht die Wiederanschaltung des Weichenantriebs auf folgende Weise: Beim Ausfallen des Netzes hat der Kontakt W N Ü 1 des nicht dargestellten Stellspannungsnetzüberwachers geschlossen und hat dadurch das Gruppenhilfsrelais li'GH zum Anziehen gebracht, welches seinen Kontakt ti'GH 1 schließt und die Kontakte WGH2 und II'GH 3 umlegt. Beim Einleiten der Weichenumstellung war die Gruppenüberwachungsleitung durch das T `mlegen der Kontakte WÜ 11 sowie W Ü 12 und il-(' 31 unterbrochen, und das Gruppenüberwachungsrelais WG(' war abgefallen und hatte seinen Kontakt l1'Gi''1 geschlossen. Nun ist über die geschlossenen Kontakte: II'G('1 und WGH 1 ein Selbstschlußkreis für das Relais WGH gebildet worden, welcher so lange bestehenbleibt, bis alle Weichen die gewünschte Endlage erreicht haben und das Gruppenüberwachungsrelais 13"G(' wieder anzieht. 'Mittels der Kontakte Ii'GH2 und iilGH3 sind die Zuleitungen zur Gruppenüberwachungsleitung umgepolt worden, so daß nun das Pluspotential dieser Leitung über die Kontakte Ti-GH 2, bi% GT, W (' 11 (umgelegt) und WT 4 am Relais iVP anliegt und dieses erneut erregt. Bei der ersten Weiche im Gruppenüberwachungsstromkreis, wie hier bei der Weiche i1'1, ist es auch möglich, daß bei ausreichend schnellem Ablauf dieser letztgenannten Schaltvorgänge das Relais WP dieser Weiche nicht abfällt. so daß der Umstellvorgang hier unter Umständen beim Wiederkehren der Stellspannung unmittelbar fortgesetzt werden kann. Alle- folgenden Weichen dieser Gruppe sind, jedoch zunächst am weiteren Alllaufen des Umstellvorgangesgehindert. Der Umstellvargang der Weiche i1'1 läuft nun, wie vcrher beschrieben, normal weiter, bis am Ende des U tnstellvcrganges das Überwachungsrelais W(' 1 dieser Weiche wieder anzieht und damit sein Kontakt II'(' 11 in die gezeichnete Lage zurückgelegt wird. Dadurch wird das über die Kontakte WGH2 und IYGT an den Anfang der Gruppenüberwachungsleitung gelegte Pluspotential über den zurückgelegten Kontakt Ti-L' 11 und den entgegen der gezeichneten Lage liegenden Kontakt WC 21 an die nicht dargestellte Schaltung der Weiche W2 angelegt, so daß auch dort nunmehr das Relais 117P wieder erregt wird und die Fortsetzung des Umstellvorganges auch dieser Weiche einleiten kann. Das erfolgt jedoch nur dann, wenn sich diese `'eiche ebenfalls noch nicht in der gewünschten Endlage befindet; ist das dagegen bereits der Fall, so liegt der Kontakt 1'(I21 auch wieder in der gezeichneten Lage, und das Pluspotential vcm Anfang der Gruppenüberwachungsleitung wird ü1.er den Kontakt WC-21 zum Kontakt W Ü 31 weitergegeben und kann gegebenenfalls die: Fortsetzung des Umste:llens auch dieser Weiche einleiten.
  • Die Stützrelais WL1 und WL2 bleiben beim Fortführen eines unterbrochenen Umstellvorganges erfindungsgemäß in der vorher eingestellten Lage, im Gegensatz zum Fortführen eines Umstellvorganges mit Hilfe der Weichentasten, in welchem Fall diese Stützrelais zunächst zurückgestellt werden würden. Trotzdem ist es möglich, einzelne Weichen auch mittels einer Weichentaste umzustellen, weil dann durch das Umlegen des Kontakts WT 4 im Stromkreis des Relais WP dieVerbindung zur Gruppenüberwachungsleitung abgetrennt und das Einleiten der Weichenumstellung, wie eingangs beschrieben, vorgenommen wird. Dabei wird durch Betätigen der Weichengruppentas.te und Öffnen des Kontakts WGT auch die selbsttätige Wiederanschaltung der übrigen Weichen zunächst unterbrochen; die Einzeltastenbedienung ist also in jedem Fall bevorrechtigt, und es kann nicht vorkommen, daß neben einer einzeln umzustellenden Weiche noch andereWeichen mittels derbeschrie:benen selbsttätigen Wiederanschaltung anlaufen können. Auch die selbsttätige Wiederanschaltung ermöglicht jeweils nur das Anschalten einer einzigen Weiche, so daß die Schaltung nach der Erfindung auch bei schwach ausgelegten Notumformern mit Vorteil verwendet werden kann.
  • Sind alle Weichen dieser Gruppe in der gewünschten Endlage angelangt, so, ist der Stromkreis der Gruppenüberwachung über die Kontakte 117GH2, WGT, W Ü 11, W U21, W Ü 31, Relais WG(', Kontakt WGH3 und Widerstand Wi3 durchgeschaltet. Das Gruppenüberwachungsrelais WG(T zieht an, öffnet seinen Kontakt WGÜ 1 und unterbricht damit den Selbstschlußkreis des Relais WGH, welches abfällt und seine Kontakte WGH2 und WGH3 in die gezeichnete Lage zurückstellt, womit die Umpolung der Gruppenüberwachungs.leitung wieder zurückgenommen ist.
  • Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt; vor allem kann sie mit beliebigen Weichenantriebs- und ÜTberwachungsschaltungen zusammen verwendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltung für vorzugsweise: fahrstraßenweise stellbare Weichen u. dgl. mit Weichen-Gruppenüberwachung in Eisenbahnsicherungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Stellspannungsausfall während des Umstellvorgangs beliebiger Weichen einer Gruppe, die Stellspannungsleitungen zu den Motoren der umlaufenden Weichenantriebe innerhalb der Weichenantriebsschaltungen unterbrochen werden (Kontakte WA 1, WN 1 und WA- 2 öffnen) und diese Unterbrechungen nacheinander für jeweils eine einzige Weiche in jeder gemeinsam überwachten Gruppe in der Weise wieder aufgehoben werden, daß das Wiederanlaufen eines in der Gruppenüberwachung während des Umlaufs abgeschalteten Weichenantriebs (z. B. 11'1, Relais Wül abgefallen) über die gemeinsame Überwachungsleitung gesteuert wird und daß für das Wiederanlaufen der übrigen die ordnungsmäßige Endlage nicht erreichten Weichenantriebe (ii'2 oder W3) alle in der Gruppenüberwachung davorliegend angeschlossenen Weichenantriebe (111 oder W 1 und W2) die ordnungsmäßige Endlage erreicht haben und in dieser Lage wieder überwacht werden (z. B. Relais WÜ1 wieder angezogen).
  2. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung der Ruhestromüberwachungsleitung bei Stellspannungsausfall umgepolt wird (mittels Kontakte WGH2 und WGH3).
  3. 3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei: Stellspannungsausfall während des Ums.tellvorgangs das Unterbrechen der Stellspannungsleitungeu zeitlich verzögert eintritt (mittels Abfallverzögerung des Relais WP) und der Umstellvorgang bei innerhalb dieser Zeit (z. B. der Umschaltzeit auf ein Ersatznetz) wiederkehrender Stellspannung unmittelbar fortgesetzt wird.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von jeder der zu einer Gruppenüberwachung zusammengefaßten Weichen ein Umschaltkontakt (W Ü 11, W Ü 21 und W Ü 31) derart in eine Ruhestromüberwachungsleitung (mit Relais WG(7) eingeschaltet ist, daß diese Leitung nur bei sämtlich angezogenen Überwachungsrelais (z. B. WÜ1) der einzelnen Weichen vom Leitungsanfang bis zu einem Gruppenüberwachungsrelais (WGÜ) durchgeschaltet, dagegen bereits bei nur einem abgefallenen Weichenüberwachungsrelais (WÜ1) vom Leitungsanfang auf die zugehörigen Weichenschaltmittel (Relais WP über Kontakt WT 4) umgeschaltet ist.
  5. 5. Schaltung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung so lange umgepolt bleibt, bis die Überwachungsleitung wieder über alle Kontakte (W Ü 11, W Ü 21 und W Ü 31) der Überwachungsrelais zum Gruppenüberwachungs.relais (WGÜ) durchgeschaltet ist.
  6. 6. Schaltung für vorzugsweise fahrstraßenweise stellbare Weichen u. dgl. mit Weichengruppenüberwachung in Eisenbahnsicherungsanlagen, insbesondere nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das selbsttätige Fortsetzen unterbrochener Umstellvorgänge aller Weichen verhindert ist, solange die Weichengruppentaste gedrückt ist (Kontakt WGT offen).
  7. 7. Schaltung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltmittel für die Verhinderung des Fortsetzens begonnener Umstellvorgänge, für die Umschaltung der Gruppenüberwachung, für die Reihenfolgeanschaltung der Weichen, für die Gruppen- und Netzüberwachung und/oder für die Weichengruppentaste die bereits vorhandenen und anderen Zwecken dienenden Relais und Tasten verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 810 997, 871314, 850463.
DEL28047A 1957-07-11 1957-07-11 Schaltung fuer vorzugsweise fahrstrassenweise stellbare Weichen u. dgl. Pending DE1105451B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE810997C (de) * 1949-04-17 1951-08-16 Siemens & Halske A G Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen
DE850463C (de) * 1950-10-01 1952-09-25 Siemens Ag Anordnung bei Eisenbahn-Sicherungseinrichtungen, bei welchen das Umlaufen von Antrieben, vor allem Weichenantrieben in einzelnen Gruppen erfolgt
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DE850463C (de) * 1950-10-01 1952-09-25 Siemens Ag Anordnung bei Eisenbahn-Sicherungseinrichtungen, bei welchen das Umlaufen von Antrieben, vor allem Weichenantrieben in einzelnen Gruppen erfolgt
DE871314C (de) * 1951-06-10 1953-03-23 Siemens Ag Anordnung zum Schutz der Stromquelle elektrischer Weichenantriebe gegen UEberstrom bei Stellwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen

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