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DE818696C - Verfahren zur Herstellung von harzartigen Polyestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harzartigen Polyestern

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Publication number
DE818696C
DE818696C DE1948818696D DE818696DA DE818696C DE 818696 C DE818696 C DE 818696C DE 1948818696 D DE1948818696 D DE 1948818696D DE 818696D A DE818696D A DE 818696DA DE 818696 C DE818696 C DE 818696C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dichloride
condensation
aryloxyphosphoryl
chlorophenoxyphosphoryl
resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1948818696D
Other languages
English (en)
Inventor
Andrew Mclean
Henryk Zenftman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE818696C publication Critical patent/DE818696C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule
    • C08G79/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule a linkage containing phosphorus
    • C08G79/04Phosphorus linked to oxygen or to oxygen and carbon

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymers With Sulfur, Phosphorus Or Metals In The Main Chain (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von harzartigen Polyestern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen künstlichen harzartigen Produkten, die eine besonders günstige Kombination von physikalischen und chemischen Eigenschaften aufweisen. Die neuen gemäß der Erfindung hergestellten künstlichen harzartigen Stoffe sind Polykondensationsprodukte, welche den chemischen Charakter von linearen aromatischen Polyphosphaten haben, bei denen die Phosphoratome in der langen Kette angeordnet sind und an zwei kettenbildenden aromatischen Hydroxylgruppen und an einer abgezweigten aromatischen Hydroxylgruppe sitzen.
  • Diese neuen Stoffe sind in Wasser, Alkohol, Äther und Paraffin unlöslich, jedoch löslich in Chloroform, Dioxan und Mischungen von Benzol und Alkohol in gewissen Verhältnissen und in verschiedenen anderen Mischungen von organischen Flüssigkeiten, welche einzeln keine lösenden Eigenschaften auf diese Stoffe besitzen. Sie können auch in verhältnismäßig geringen Teilen von Benzol und Toluöl gelöst werden, um konzentrierte Lösungen zu ergeben. Die Lösungen dieser Harze sind klare, durchsichtige, viskose Flüssigkeiten. Die neuen harzartigen Produkte sind weich und schmelzen, wenn sie genügend hoch erhitzt werden. Sie besitzen an sich keine durch Wärme erhärtenden Eigenschaften, jedoch durch entsprechende chemische Abänderung können sie unschmelzbar gemacht werden. Wenn flüchtige Lösungsmittel angewandt werden, können die Harze durch Spritzen, Anstreichen oder Tauchen als Belagmaterial für Metalle, Glas, Holz, Gummi und viele andere Stoffe Anwendung finden, und die so hergestellten Belagschichten besitzen einen hohen Glanz und eine gute Biegsamkeit und, wenn sie für den Belag für Metalloberflächen verwendet werdet, schützen sie diese gegen Korrosion. Diese Harze besitzen eine außerordentlich gute Klarheit, Min hohes Brechungsvermögen; sie sind meisten' schwach gefärbt oder farblos und sind überaus widerstandsfähig gegenüber der Einwirkung von Wasser und Säure. Sie besitzen eine geringe Entflammbarkeit und können auf ungefähr 3w° erwärmt werden, ohne daß eine Zersetzung auftritt. Gewisse Harze dieser Art sind auch nicht entflammbar, wenn sie durch Erwärmen in der Flamme zersetzt werden. Bei Zimmertemperatur besitzen die Harze verschiedene Härten, was von den Stoffen abhängt, die zu ihrer Her-stellung verwendet wurden".
  • Die neuen harzartigen Stoffe können auch als Zemente für Klebezwecke Verwendung finden. So können sie als durchsichtig: farblose Klebemittel für Glas gebraucht werden, ksbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, daß gewisse ausgewählte Harze den gleichen Brechungsindex wie Glas besitzen. Sie können auch zum Verbinden von Metallen, Gummi, Holz und anderen Stoffen verwendet werden. Diese Harze sind ausgezeichnete Bindemittel für unlösliche Füllstoffe, Pigmente u. dgl. Durch Einverleiben dieser Stoffe in die gemäß der Erfindung-hergestellten künstlichen harzartigen Stoffe bei Zimmertemperatur oberhalb des Erweichungspunktes werden thermoplastische Kunststoffe von großen " Zähigkeit und guten mechanischen Eigenschaften erhalten. Diese thermoplastischen Kunststoffe können zur Herstellung von Grammophonplatten u. ä. Gegenständen verwendet werden, da sie sich mit außerordentlich scharfen Konturen formen' lassen.
  • Diese Harze vertragen sich mit vielen anderen organischen filmbildenden Stoffen. So sind sie beispielsweise in allen Verhältnissen mit industriell. hergestellter Nitrocellulose mischbar und in gewissen Verhältni>isen auch mit Athylcellulose, Polyvinylchlor'id und verschiedenen anderen Polymerisaten. Gewünachtenfalls können Weichmachungsmittel für diese filmbildenden Stoffe zusammen mit den neuen künstlichen harzartigen Stoffen in Lösung gehalten werden. Beläge, die unter Ver-wendung dieser neuen künstlichen harzartigen Stoffe zusammen mit Nitrocellulose hergestellt worden sind, Bind weniger,, leicht entflammbar als solche aus Nixrocegukrse,allein, mit anderen Worten haben diese neue, künstlichen harzartigen Stoffe eine das Entflammen zurückhaltende Wirkung auf die Nitrocelluhm. .
  • Gemäß der :Erfindung; erfolgt die Herstellung. der neuen künstlich= _ harzartigen Stoffe durch Kondensation -.von "Aryloxypbosphoryldichloriden mit aromatischen Dioxyvsrbindungen, deren beide Hydroxylgruppen kerngebunden sind und an nicht benachbarten gobleuNStofatomen liegen.
  • # Vorzugsweise . finden ' die Aryloxyphosphoryldichloride und die axoomatiwhen Dioxyverbindungen in äquimolekularen Menget Anwendung.
  • Diese Kondemtion, erfolgt zweckmäßig durch Erwärmen eher Mischung der' genannten Verbindungen, bis'die erforderlichen harzartigen Eigenschaften sich in der Reaktionsmischung. entwickelt haben. Zweckmäßig wird die Kondensation durch mehrstündiges Erhitzen bei Temperaturen durchgeführt, die in dem Maße ansteigen, wie die Kondensation fortschreitet, und zwar von ioo bis i8o° beim Beginn der Kondensation und von 190 bis 24o° am Ende. Es ist zweckmäßig, die Reaktionsmischung leicht umzurühren, insbesondere wenn deren Viskosität sich zu steigern beginnt. Es ist selbstverständlich, daß während der Reaktion der Zutritt von Feuchtigkeit verhindert wird. Zweckmäßig wird die Kondensation in einer neutralen Atmosphäre durchgeführt, beispielsweise unter Stickstoff oder Kohlendioxyd. Die Kondensation erfolgt zweckmäßig auch bei normalen Drucken, jedoch ist es vorteilhaft, nach Beendigung der Kondensation einen Unterdruck anzuwenden, um Spuren von Chlorwasserstoff aus dem viskosen Produkt zu entfernen. In gewissen Fällen ist es zweckmäßig, wenn die Bildung von Chlorwasserstoff unterstützende Katalysatoren, wie metallisches Zinn, Calciumchlorid, Bortrifluorid und Zink oder Aluminiumchlorid, die letzteren beiden in nur sehr geringen Mengen, zugegen sind, um die Durchführung der Kondensation zu unterstützen.
  • Die erwähnte Kondensation kann dadurch erfolgen, daß Aryloxyphosphoryldichloride mit aro-matischen Dioxyverbindungen in einem gemeinsamen Lösungsmittel behandelt werden, wobei dieses Lösungsmittel auch einen Chlorwasserstoff aufnehmenden Stoff enthält.
  • Als Beispiele für gemeinsame Lösungsmittel seien erwähnt: Äther, Benzol, Chloroform. Der Chlorwasserstoff aufnehmende Stoff kann beispielsweise ein binäres Amin sein, z. B. Pyridin.
  • Die neuen harzartigen Stoffe, welche gemäß der Erfindung hergestellt werden, können gewünschtenfalls gereinigt werden. So können sie beispielsweise in Benzol aufgelöst und in diesen Lösungen durch Hinzufügen von Äther ausgefällt werden. Der dabei entstehende Niederschlag, der in Form einer dicken ätherhaltenden Flüssigkeit anfällt, kann weiter mit Äther gewaschen und dann unter nor-malem oder verringertem Druck getrocknet werden. Wenn es erwünscht ist, die Säurezahl dieser Harze weiter zu verringern, so kann dies dadurch erfolgen, daß die Lösungen der Harze in einem organischen Lösungsmittel mit wasserfreiem Natriumcarbonat behandelt werden.
  • Die neuen Kunstharze gemäß der Erfindung besitzen einen Aufbau, wobei folgende wiederkehrende Gruppe enthalten ist: In dieser Formel bezeichnet R' das in dem Aryloxyphosphoryldichlorid vorliegende aromatische Radikal. R" ist das aromatische Radikal, welches in der erwähnten aromatischen Dioxyverbindung vorhanden ist.
  • Die erwähnten aromatischen Dioxyverbindungen, deren beide Hydrox_ylgruppen an nicht benachbarten Kohlenstoffatomen liegen, können einen oder mehrere aromatische Kerne in ihrem Molekül besitzen. In dem letzteren Fall können ihre Hydroxylgruppen zweckmäßig in zwei verschiedenen Kernen zugegen sein, beispielsweise in der p- oder m-Stellung zueinander in einer monozyklischen Dioxyverbindung oder in der 2 : 2'- oder .4 : 4'-Stellung in dem Falle eines Diphenylderivates. Es können auch Dioxynaphthalinverbindungen Anwendung finden.
  • Als Aryloxyphosphoryldichlorid kann beispielsweise Phenoxyphosphoryldichlorid, p-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid oder o-Chlorphenoxyphosphory ldichlorid Anwendung finden oder eine beliebige der folgenden neuen Verbindungen: 2 :4-Dichlorphenoxyphosphoryldichlorid, 2 :4:6-Trichlorphenoxyphosphoryldichlorid, 2 : 4-Dibromphenoxyphosphoryldichlorid, o-Methylphenoxyphosphorylphosphoryldichlorid oder 2-Methyl-4:6-dichlorphenoxyphosphoryldichlorid. Es können aber auch Mischungen von Isomeren oder verschieden substituierten Aryloxyphosphoryldichloriden verwendet werden. Diese Verbindungen können durch Behandlung von Phenol, p-Kresol, 2 :4-Dichlorphenol, 2 : 4 : 6-Trichlorphenol, 2 :4-Dibromphenol, o-Chlorphenol, o-Kresol oder 2-Methyl-4:6-dichlorphenol oder Mischungen dieser Stoffe bei erhöhten Temperaturen mit mehr als i Mol. Teil Phosphoroxychlorid hergestellt werden, gewünschtenfalls in Gegenwart eines Katalysators, bis die ganze Menge der vorhandenen aromatischen Dihy droxy v erbindung verbraucht ist.
  • Als die aromatischen Dioxyverbindungen, deren beide Hydroxylgruppen an nicht benachbarten Kohlenstoffatomen liegen, können beispielsweise verwendet werden: Hydrochinon oder Resorzin oder chloriertes Hydrochinon oder Dioxynaphthalin oder Dioxydiphenyle, beispielsweise 2:2'-Dioxydiphenol, 4 : .4 -Dioxydiphenyl oder chloriertes Dioxydiphenyl.
  • In den folgenden Beispielen sind einige Ausführungsformen der Erfindung angegeben. Beispiel i Eine Mischung von äquimolekularen Mengen von Phenoxyphosphoryldichlorid (Siedepunkt 2440) und Hydrochinon wird auf einem Ölbad mit einem in einer langsam arbeitenden Rührvorrichtung ausgestatteten Glasgefäß erwärmt. An dieser Apparatur ist ein Abzweigrohr vorgesehen, von dem das eine Ende zu einer Chlorwasserstoff absorbierenden Flüssigkeit führt. Der Inhalt des Kessels wird gegen den Eintritt von Feuchtigkeit durch Verwendung eines Calciumchloridrohres geschützt. Die Entwicklung von Chlorwasserstoff beginnt, wenn. die Badtemperatur ungefähr 12o bis 1300 beträgt, und die Kondensation schreitet bei dieser Temperatur einige Stunden lang fort, wobei die Reaktionsmischung allmählich in eine klare Flüssigkeit übergeht, deren Viskosität im Verlauf der Zeit ansteigt. Die Badtemperatur wird allmählich auf 2o5 bis 2150 gesteigert, um eine genügende Flüssigkeit der Reaktionsmischung aufrechtzuerhalten, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, daß die Kondensation fortschreitet. Die Erwärmung wird unterbrochen nach einer Gesamterhitzungszeit von 2o bis 26 Stunden, wonach die Entwicklung von Chlorwasserstoff praktisch aufgehört hat und nachdem die Viskosität der Reaktionsmischung bei 25o0 nicht mehr ansteigt.
  • Das entstehende rohe harzartige Produkt wird, solange es noch flüssig ist, aus dem Gefäß ausgegossen und bei Zimmertemperatur abkühlen gelassen. Es liegt dann in Form eines strohfarbenen durchsichtigen Harzes vor, welches gute Hafteigenschaften gegenüber Glas und Metallen besitzt. Der Erweichungspunkt wird durch das Kugel- und Ringverfahren ermittelt und auf 6o0 festgestellt. Dieser Stoff hat bemerkenswerte Kaltfließeigenschaften. Die Säurezahl des rohen Harzes beträgt 12, und es enthält o, i Gewichtsprozent nicht umgesetztes Hydrochinon und Phenoxyphosphoryldichlorid. Eine Probe des rohen harzartigen Produktes wird gereinigt, indem es in Benzol aufgelöst wird, worauf dann die entstehende Lösung mit Äther extrahiert wird. Hierdurch werden praktisch alle zunächst noch vorhandenen Verunreinigungen entfernt, und die Säurezahl wird verringert. Im übrigen wird auch sämtliches Benzol entfernt. Der Extraktionsrückstand enthält eine genügende Menge an ätherischem Stoff, um eine gequollene Flüssigkeitsschicht zurückzuhalten, die sich von der darüberstehenden Schicht des verbrauchten Äthers deutlich abscheidet. Dieser noch flüssige gequollene Rückstand wird in einer Benzolalkoholmischung in Lösung gebracht, und ein geringer Überschuß an wasserfreiem Natriumcarbonat wird zugegeben. Diese Mischung läßt man ungefähr i Stunde lang stehen. Als Ergebnis dieser Behandlung entsteht nach dem Trocknen unter verringertem Druck ein harzartiges Produkt mit einer Säurezahl2. Das trockne gereinigte Harz besitzt vor seiner Behandlung mit Natriumcarbonat folgende Zusammensetzung: Kohlenstoff 57,8%, Wasserstoff 3,6%, Phosphor 12,2%. Errechnet für die Verbindung C6H50-P(=0)-OC6H40-oder C1QH904P beträgt der Kohlenstoffgehalt.58,o0/0, der Wasserstoffgehalt 3,20/0 und der Phosphorgehalt 12,50/0. Beispiel 2 Eine äquimolekulare Mischung von p-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid (Siedepunkt 2650) und Hydrochinon wird unter einer Stickstoffatmosphäre in einem Kessel, ähnlich wie im Beispiel i beschrieben, erwärmt. Die Badtemperatur, bei der die Kondensation beginnt, beträgt 13o bis i40°, und die Erwärmung wird 12 bis 15 Stunden lang fortgesetzt, wobei die Temperatur auf 205 bis 2i5° gesteigert wird. Danach scheint die Kondensation vollkommen durchgeführt zu sein. Das rohe durchsichtige Harz ist fast farblos und bildet auf Metallen einen harten, glänzenden und sehr zähen Belag. Der Erweichungspunkt beträgt 8o° und seine Säurezahl ist 14. Wenn dieser Stoff in der im Beispiel i angegebenen Weise gereinigt und mit wasserfreiem Natriumcarbonat behandelt wird, beträgt seine Säurezahl o. Wenn ein Stück dieses Harzes in einer offenen Flamme entfernt wird, brennt der Stoff nicht weiter, wenn er aus der Flamme entfernt wird. Der Kunststoff haftet gut an Metall und Glas. Beispiel 3 Eine äquimolekulare Mischung von 2 :4-Dichlorphenoxyphosphoryldichlorid (Siedepunkt 138° bei 1,6 mm) und Hydrochinon wird unter einem Stickstoffstrom io Stunden lang erwärmt, wobei die Badtemperatur von 13obis 135° bei Kondensationsbeginn auf 21o bis 22o° bei Ende der Kondensation gesteigert wird. Diese Kondensation wird unter Ausschluß der Feuchtigkeit durchgeführt. Das entstehende rohe nicht entflammbare Harz besitzt eine Säurezahl von 8 und einen Erweichungspunkt von 1o5°. Dieses Harz ist etwas härter als das nach Beispiel 2 erhaltene Harz und besitzt bessere Flammen löschende Eigenschaften in Mischungen mit Nitrocellulose. Im übrigen ist es in seinem Aussehen und seinen Eigenschaften ähnlich dem gemäß Beispiel 2 hergestellten Harz. Beispiel Eine äquimolekulare Mischung von 2 : 4 : 6-Trichlorphenoxyphosphoryldichlorid (Schmelzpunkt 68 bis 7o°, Siedepunkt 118° bei o,i mm) und Hydrochinon wird unter Ausschluß von Feuchtigkeit in der im Beispiel i beschriebenen Weise erwärmt, wobei die Badtemperatur beim Beginn der Kondensation 16o° beträgt und am Ende derselben auf 195 bis 2oo° gesteigert wird. Die erforderliche Reaktionszeit beträgt io Stunden. Das rohe Harz ist strohfarben und besitzt einen Erweichungspunkt von 115°. Es ist nicht entflammbar und besitzt in Mischung mit Nitrocellulose größere Flammen erstickende Eigenschaften als das gemäß Beispiel 3 hergestellte Harz. Beispiel 5 Eine äquimolekulare Mischung von Phenoxyphosphoryldichlorid und 4 : 4 -Dioxydiphenyl wird in der üblichen Weise verarbeitet, wobei ein Stickstoffstrom über die umgerührte Reaktionsmischung geleitet wird. Das Harz ist braunfarbig und in dünnen Filmen durchsichtig. Es ergibt harte und zähe Beläge, welche ausgezeichnet an Metallen und Glas haften. Diese Beläge besitzen eine außerordentlich gute Widerstandsfähigkeit gegenüber verdünnten Mineralsäuren. Der Erweichungspunkt dieser Harze liegt bei i i o°.
  • Beispiel 6 Eine äquimolekulare Mischung von p-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid und 4 : 4' -Dioxydipheiiyl wird in der beschriebenen Weise unter Hinzufügung von i 0/0 Bortrifluoriddiacetat, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reaktionsmischung, unter Anwendung eines Stickstoffstromes und unter Ausschluß von Feuchtigkeit verarbeitet. Die Kondensation beginnt bei einer Badtemperatur von i8o°. Um aber die Kondensation aufrechtzuerhalten, ist das Vorhandensein des Bortrifluoridkatalysators erforderlich. Die Temperatur am Schluß der Erhitzungszeit von 12 Stunden beträgt 200°. Das rohe harzartige Produkt besitzt eine Erweichungstemperatur von i25° und besitzt in einer größeren Masse eine tiefweinrote Farbe. Dünne Filme dieses Stoffes sind durchsichtig und rosafarben. Sie bilden harte und zähhaftende Beläge auf metallischen Oberflächen. Beispiel 7 O-Kresoxyphosphoryldiclilorid (Siedepunkt 256°) wird an Stelle des Phenoxyphosphoryldichlorids in der im Beispiel i angegebenen Weise verarbeitet, wobei Stickstoff über die Reaktionsmischung geleitet wird. ]in übrigen erfolgt die Umsetzung in der gleichen Weise wie im Beispiel i. Das entstehende nahezu farblose durchscheinende rohe Harz erweicht bei 75° und besitzt eine Säurezahl von i i. Es ist etwas härter als das im Beispiel i beschriebene Harz und fließt nicht in der Kälte. Wenn ein Stück dieses Harzes in einer offenen Flamme erwärmt @#,-ird, brennt es schwach mit einer leuchtenden Flamme, wenn es aus der Flamme zurückgezogen w@ir<i. Beispiel 8 Eine Mischung von o-Chlor-, p-Chlor- und 2:4-Dichlorphenoxyphosplioryldicliloride, welche --5,8% hydrolysierbares Chlor enthalten, wird mit Hydrochinon in einem derartigen Verhältnis, daß für jedes Molekül eines chlorierten Phenoxyphosphoryldichlorids ein Molekül 1-Lydrochinon vorhanden ist, 18 Stunden lang in einem Stickstoffstrom erwärmt, wobei clie Badtemperatur von 110 bis 23o° in der üblichen Weise gesteigert wird. Das entstehende Harz erweicht bei ioo°, und wenn es in der beschriebenen `reise gereinigt und mit Natriumcarbonat behandelt worden ist, besitzt es eine Säurezahl von i. Das Aussehen, die physikalischen und die nicht entflammenden Eigenschaften sind ähnlich dem gemäß I3eispiel3 hergestellten Harz. Beispiel 9 Eine äquimolekulare Mischung von p-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid und Resorzinol wird 20 Stunden lang in der im Beispiel i angegebenen «eise erwärmt, wobei die Temperatur von 165 auf 195' gesteigert wird. Das entsprechende rohe durchsichtige Harz besitzt eine rötlichbraune Farbe und haftet ausgezeichnet auf Glas und Metall. Der Erweichungspunkt liegt bei 55°, und das Harz besitzt eine Säurezahl von 28. Es ist etwas härter als das gemäß Beispiel i hergestellte Harz. Beispiel io Eine äquimolekulare Mischung von 2 :4-Dibromphenoxypliosphoryldichlorid (Siedepunkt 122°) und Hydrochinon wird 13 Stunden lang in einem Stickstoffstrom erwärmt, wobei die Temperatur von 95 auf 200° gesteigert wird. Das entstehende rohe Harz erweicht bei 1o5°, ist schwach strohfarben und besitzt eine Säurezahl von 14. Die Härte und die Haftfähigkeit dieses Harzes ist die gleiche wie das gemäß Beispiel 3 hergestellte, und es ist auch in ähnlicher Weise nicht entflammbar. Beispiel ii Eine Mischung von 100o g 2 : 4-Dichlorphenoxypliosplioryldiclilorid und 3939 Hydrochinon wird auf einem Metallbad in einem Glasgefäß unter einer Stickstoffatmosphäre erwärmt, wobei das Reaktionsgefäß mit einerRührvorrichtung versehen ist. Die Badtemperatur wird 6 Stunden lang auf 130 bis 16o° gehalten und dann 1o Stunden lang auf 18o bis 195°. Nach dieser Zeit ist die Entwicklung von Chlorwasserstoff praktisch beendet. Das Reaktionsgefäß wird dann an eine Vakuumpumpe angeschlossen und i Stunde lang unter verringertem Druck auf eine Temperatur von 17o bis 18o° gehalten. Das entstehende harzartige Produkt wird auf eine kalte Aluminiumplatte ausgegossen und nach dem Abkühlen in Stücke zerbrochen. Das Harz besitzt eine gute Klarheit, ist schwach strohfarben, wenn es in einer größeren Menge liegt, jedoch in dünnen Stücken praktisch farblos. Die Säurezahl dieses Produkts beträgt i i, und die Erweichungstemperatur liegt bei 1o4°. Nach dem Auflösen in Benzol und `Faschen mit Äther beträgt die Säurezahl nach dem Trocknen 8, und die Erweichungstemperatur liegt bei ioo°.
  • Das trockne gereinigte Harz besitzt folgende Zusammensetzung: Kohlenstoff 45 %, Wasserstoff 2,5 %, Phosphor 9,2 %, Chlor 22,6 0/0. Die theoretischen Werte für C12 C6 H3 O-P-O-O C0 H4 O oder C12 H7 C1204 P betragen: Kohlenstoff 45,4 0/0, Wasserstoff 2,2 %, Phosphor 9,7 0/0, Chlor 22,4 0/0. Beispiel 12 Eine Mischung von 47 g 2 : 4-Dichlorphenoxyphosphoryldichlorid und 31,2 g umkristallisiertes farbloses 4 :4-Dioxydiphenyl wird genau wie im Beispiel i i erwärmt, wobei jedoch 2 g Zinnfolie zugegeben werden und die Badtemperatur ungefähr 8 Stunden lang auf igo bis 195° gehalten wird. Das entstehende Harz ist ein harter, zäher und fast farbloser Körper. Nach dem Auflösen in Benzin, Waschen mit Äther und Trocknen beträgt seine Säurezahl 9, und die Erweichungstemperatur liegt bei 16o°.
  • Beispiel 13 In eine Flasche, welche mit einer Rührvorrichtung ausgestattet ist, werden 38,89 Hydrochinon, 500 ccm Benzol und 56 g Pyridin eingegeben. Zu dem Inhalt der Flasche wird eine Lösung von 74,5 g 1'henoxyphosphoryldichlorid in 250 ccm Benzin allmählich unter Umrühren zugegeben und dann 3 Stunden lang gerührt. Aus dem Benzol scheidet sich eine gelbgefärbte ölige Schicht ab. Der Inhalt der Flasche wird dann unter ständigem Rühren 30 :Minuten lang auf 6o° erwärmt. Die schwere Ölschicht wird von der Benzolschicht abgeschieden und dann nacheinander mit Benzol, Wasser und Äther gewaschen und schließlich unter verringertem Druck getrocknet. Das erhaltene Harz besitzt ähnliche Eigenschaften wie das gemäß Beispiel i hergestellte Produkt. Es besitzt jedoch eine etwas dunklere Farbe und ist etwas klebriger.
  • Sämtliche gemäß den beschriebenen Beispielen hergestellte Harze sind in Chloroform und in Benzolalkoliolmischungen (80 : 20 Vol.%) löslich. Das optimale Verhältnis von Benzol zu Alkohol ändert sich jedoch etwas für die verschiedenen Harze.
  • Die Harze können auch in Benzol oder Toluol aufgelöst werden, um konzentrierte Lösungen zu ergeben, die dann mit einer Benzolalkoholmischung zu der gewünschten Konsistenz verdünnt werden. Es ist zweckmäßig, eine Alkohol enthaltende Lösung nicht zu lagern, weil hierdurch die Säurezahl erhöht wird. Die Zugabe von Alkohol sollte stattfinden, bevor die Lösung weiterverarbeitet wird. Gewisse Harze der beschriebenen Art sind auch in Butylacetat, Äthylacetat und Aceton löslich und ergeben dabei klare Lösungen. Andere Lösungsmittelmischungen, die zum Auflösen der beschriebenen Harze verwendet werden können, sind Mischungen von Butyl- oder Amylacetat und aromatischen Kohlenwasserstoffen, welche geringe Anteile an aliphatischen Alkoholen enthalten, wie sie zur Auflösung von Nitrocellulose gebraucht werden.
  • Die Harze können dadurch unschmelzbar gemacht werden, daß sie in Gegenwart von verschiedenen Metalloxyden, beispielsweise einem Bleioxyd, erwärmt werden. Dies hat auch die Wirkung, daß hierdurch die Löslichkeit der Harze in organischen Lösungsmitteln verringert wird. Wenn beispielsweise eine geringe Menge eines derartigen Oxyds, beispielsweise i bis 5 % Bleiglätte, den erwähnten Kunststoffen einverleibt wird und dann das Produkt bei 80 bis 2oo° eine gewisse Zeit lang gebacken wird, so werden hierdurch die Kunststoffe unschmelzbar.
  • Die gemäß der Erfindung aus chlorierten oder bromierten Aryloxyphosphoryldichloriden hergestellten harzartigen Produkte besitzen eine größere Härte, höhere Erweichungstemperatur und eine geringere Entflammbarkeit, als wenn sie aus nicht chlorierten oder nicht bromierten Aryloxyphosphoryldichloriden hergestellt werden. Weiterhin ist festzustellen, daß, je höher der Chlor- oder Bromgehalt dieser Harze ist, um so ausgeprägter diese Eigenschaften sind.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRCC::_ i. Verfahren zur Herstellung von harzartigen Polyestern, dadurch gekennzeichnet, daß Aryloxyphosphoryldichloride und ein- oder mehrwertige aromatische Dioxyverbindungen, deren beide Hydroxylgruppen an nicht benachbarten Kohlenstoffatomen liegen, vorzugsweise unter Erwärmen und bzw. oder in einer neutralen Atmosphäre kondensiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Aryloxyphosphoryldichlorid Phenoxyphosphoryldichlorid, p-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid oder o-Chlorphenoxyphosphoryldichlorid, wie z. B. 2, 4-Dichlorphenoxyphosphoryldichlorid, 2, 4, 6-Trichlorphenoxyphosphoryldichlorid, 2, 4-Dibromphenoxyphosphoryldichlorid, o-Methylphenoxyphosphoryldichlorid und 2-Methyl-4, 6-chlorphenoxyphosphoryldichlorid, verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als aromatische Dioxyver-Bindung Hydrochinon, Resorzin oder Dioxydiphenylen verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aryloxyphosphoryldichloride und die aromatischen Dioxyverbindungen in äquimolekularen Verhältnissen verwendet werden. .
  5. Verfahren nach Anspruch i bis :4, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung der Kondensation das Kondensationsprodukt unter Vakuum gesetzt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart eines die Bildung von Chlorwasserstoff unterstützenden Katalysators erfolgt. . Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als solche Katalysatoren metallisches Zinn, Calciumclilorid, Bortrifluorid, Zink oder Aluminiumchlorid verwendet werden. B. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart eines gemeinsamen Lösungsmittels, wie z. B. Äther, Benzol oder Chloroform, erfolgt, wobei in diesem Lösungsmittel ein Chlorwasserstoff aufnehmender Stoff, z. B. ein tertiäres Amin, vorzugsweise Pyridin, enthalten ist.
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