DE816147C - Lehre fuer das Mauern von Waenden, Zwischenwaenden und Schornsteinen - Google Patents
Lehre fuer das Mauern von Waenden, Zwischenwaenden und SchornsteinenInfo
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Description
- Lehre für das Mauern von Wänden, Zwischenwänden und Schornsteinen Besonders jetzt kommt es beim Wiederaufbau der zerstörten Städte beim Mauern von Wänden, Zwischenwänden und Schornsteinen auf Schnelligkeit und Sauberkeit an. Wände usw. müssen genau in Lot und Waage gemauert werden. Bei den Steinbauten waren die Ecken schon immer schwierig. Sie nahmen viel Zeit und Sorgfalt in Anspruch.
- Durch die Erfindung wird ein schnelles lot- und waagrechtes Aufbauen gemauerter Wände o. dgl. ermöglicht. Die Erfindung besteht darin, daß an einem genau rechtwinkligen Fußgestell eine als Mauerlot dienende Schiene genau lotrecht befestigt ist. Dabei ist es neu, daß die an einem Winkelfuß befestigte lotrechte, als Lehre beim Hochziehen der zu mauernden Wand dienende Schiene durch Schrägstreben abgesteift wird, wobei an der Schiene der Halter für die Richtschnur %,erschiebbar und feststellbar angebracht ist. Dadurch wird durch Aufstellen von zwei Lehren gleicher Ausführung an den Wandecken ein lotrechtes Hochmauern ermöglicht und durch Verstellung der zwischen den Lehren gespannten Richtschnur ein genau waagrechtes Hochführen der Wand gesichert.
- Weitere Erfindungsmerkmale bestehen in der besonderen Ausführung der Lehre sowie des Halters für die Richtschnur.
- Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. Sie ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i eine Ansicht der an zwei Mauerecken aufgestellten Lehren und eine dazwischen hochzuziehende gemauerte Wand, Abb. 2 einen Grundriß zu Abb. i, Abb. 3 eine Ansicht auf die Spannvorrichtung für die Richtschnur der rechtsseitig aufgestellten Lehre, Abb. 4 einen Grurtdriß der Spannvorrichtung mit geschnittener Winkelschiene, Abb. 5 eine Lehre für den Schornsteinbau in Ansicht, Abb. 6 einen Grundriß zu Abb. 5 beim Schornsteinbau, Abb. 7 eine einfache Mauerlehre, insbesondere für die Herstellung von Zwischenwänden; Abb. 8 und g zeigen im Grundriß die Mauerlehren nach Abb. 7 für links- und rechtsseitige Verwendung: Die Mauerlehre nach Abb. i und 2 besteht aus einem rechtwinkligen Fußgestell i, - in dessen Winkel eine als Mauerlot dienende Schiene 2 genau lotrecht befestigt ist. Diese Schiene 2 ist zweckmäßig als Winkeleisen hergestellt. Sie ist ausgehend von beiden Schenkeln des Winkelfußes durch Schrägstreben 3, 4 abgesteift. Ferner ist an dieser Winkelschiene der Halter 5 für die Richtschnur 6 verschiebbar und feststellbar angebracht.
- Der Halter 5 ist, wie beispielsweise in Abb. 3 und 4 gezeigt, mit seinem Gabelarm 7 über den einen Schenkel der Winkeleisenschiene 2 aufgeschoben und wird in der Höhe durch eine Druckschraube 8 fest gestellt. Der Halter 5 besitzt ferner zweckmäßigerweise eine Lasche g, um die senkrechte Führung des Halters zu sichern. Am Halter 5 ist zweckmäßig eine als Spannvorrichtung dienende drehbare Schnurtrommel io angebracht, die mittels eines Steckerstiftes ii, der durch Löcher 12 der Trommel und durch ein Loch des Halters 5 gesteckt wird, in gespannter Lage der Richtschnur festlegbar ist.
- Zur Aufführung von Mauern werden zwei gleiche Mauerlehren für rechts und links verwendet, wie Abb. i und 2 zeigt, deren Winkelfuß i aber umgekehrt zueinander eingestellt ist. Die Winkelschiene 2 ist zweckmäßig mit Markierungen 2a versehen, die im Abstande einer Steindicke angeordnet sind. Nach Aufstellung von zwei Lehren gleicher Ausführung an den Wandecken, wobei auf eine genaue waagrechte Ausbildung des Fundaments zu achten ist, wird unten beginnend die Richtschnur 6 zwischen den Mauerlehren gespannt. Darauf beginnt zunächst an den Wandecken das Aufstellen von Mauersteinen und dazwischen das Verlegen von Steinen. Durch Verstellung der zwischen den Lehren gespannten Richtschnur 6 durch allmähliches Hochschieben der Halter 5 mit den Schnurtrommeln io, und zwar jeweilig in Steindicke entsprechend der Markierung, so daß jeweilig die Richtschnur 6 auf eine Markierung eingestellt ist, wird ein genau waagrechtes Hochziehen der Wand zwischen den Mauerlehren ermöglicht.
- Die Mauerlehren stellen also ein Eckenlot dar. Die lotrecht eingestellten Winkelschienen, die als Führungsschiene für die Halter der Richtschnur dienen, sind beispielsweise 2,8o m lang. Der Winkelfuß muß genau einen rechten Winkel bilden. An Stelle einer durch ein Winkeleisen gebildeten Lotschiene 2 könnte man gegebenenfalls im Eckwinkel des Winkelfußes auch nur ein Flacheisen verwenden. Die Verwendung einer Winkelschiene 2 hat aber den Vorteil der einfacheren Führung der Schnurspannvorrichtung und einer leichteren Befestigung der Schrägstreben 3, 4.
- Um die Mauerlehren leicht zusammenlegen zu können, sind die Streben oben und unten leicht abnehmbar mittels mit Flügelmuttern versehener Befestigungsschrauben 13 angebracht. Das untere Ende der Winkelschiene 2 kann an seinem zur Führung des Halters 5 dienenden Schenkel oberhalb des hochkant stehenden Schenkels des Winkelfußes, der ebenfalls durch im rechten Winkel zusammengesetzte Winkeleisen gebildet sein kann, einen Ausschnitt 14 aufweisen.
- Die Handhabung der Mauerlehre ist folgende: Nach Fertigstellung des Fundaments wird das Eckenlot genau lot- und waagrecht auf jeder Ecke aufgestellt und fest durch etliche Putzhaken verankert. Nunmehr wird die Richtschnur 6 gespannt, die auf jeder Seite an dem verstellbaren Halter 5 befestigt ist und entweder beiderseits oder einseitig durch die Anwendung einer Windentrommel spannbar ist. Jetzt kann dasMauern beginnen. Nach jeder fertig gemauerten Schicht wird die Schnur, ohne gelockert zu werden, um einen Markierungsstrich 2a an der Lotschiene nach oben geschoben. Dann wird die zweite Schicht gemauert, ohne daß vorher die Ecken hochgemauert werden. Durch die Anwendung der Erfindung wird auf dem Bau überhaupt nur eine Wasserwaage benötigt.
- Bei Anwendung eines Flacheisens als Lotschiene wäre es möglich, diese der Länge nach zu schlitzen oder mit einem schwalbenschwanzförmigen Ansatz zu versehen, um dadurch den Halter für die Schnurspannung in senkrechter Richtung verschieben zu können. Für die Befestigung der Schrägstreben müßten dann an der Flacheisenschiene in entsprechender Höhe seitlich vorstehende Laschen befestigt, beispielsweise angeschweißt werden.
- Für den Innenbau, insbesondere für den Eckwinkel am Schornstein, und für die einfachen einseitigen Eckwinkel für die Scherwand- oder Zwischenwandecken dienen die in ähnlicher Weise ausgeführten Mauerlehren nach Abb. 5 bis g.
- Die Mauerlehre für den Schornstein besteht ebenfalls aus einem, durch Winkeleisen gebildeten, genau rechtwinkligen Fußgestell 15, an dem im Eckwinkel eine nach außen offene, durch ein Winkeleisen gebildete lotrechte Schiene 16 befestigt ist. Diese ist durch ortsfeste Schrägstreben 17, 18, die ebenfalls durch Winkeleisen gebildet werden können und beispielsweise unten und oben angeschweißt sind, abgesteift. Durch diese Ausbildung der Mauerlehre für Schornsteine ist es möglich, in der abgekehrt vom Winkelfuß nach außen offenen lotrechten Winkelschiene 16 ein senkrechtes Hochmauern des Schornsteins zu ermöglichen.
- Für die Zwischenwände ig genügen als Mauerlehren einfache Winkeleisen 20 als Fuß, an dem genau lotrecht die Maßschiene 21, die ebenfalls durch ein Winkeleisen gebildet ist, befestigt ist. Diese ist ebenfalls durch eine beiderseits ortsfeste Schrägstrebe 22 abgesteift. Für die Ecken einer zu ziehenden Zwischenwand dienen zwei für links und rechts geeignete Mauerlehren, wie in Abb. 8 und g dargestellt, die an den bereits gemauerten Wänden 23 angelegt werden und lediglich aus Fußleiste 20, lotrechter Winkelschiene 21 und Schrägstrebe 22 bestehen. Die Handhabung geschieht wie bei der zuerst beschriebenen Mauerlehre. 'Man kann also alle Wände lot- und waagrecht in einfachster Weise mauern.
- Es ist möglich, auch nur an einer Mauerlehre eine Spannvorrichtung für die Richtschnur anzuwenden und die Richtschnur auf der anderen Seite an einem Halter auf der Lotschiene verschiebbar und festklemmbar zu befestigen. Schließlich könnte man an dieser lotrechten Schiene zur Festlegung der Richtschnur im Abstand von Steindicke Rasten anbringen, in die die beispielsweise mit einem Knopf versehene Richtschnur eingelegt wird, so daß sie hier in veränderlicher Höhe an der Lotschiene festgelegt werden kann, während sie auf der Spannvorrichtung der gegenüberliegenden Lotschiene angespannt wird.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Lehre für das Mauern von Wänden, Zwischenwänden und Schornsteinen, dadurch gekennzeichnet, daß an einem genau rechtwinkligen Fußgestell eine als Mauerlot dienende Schiene (2, 16, 21) genau lotrecht befestigt ist.
- 2. Mauerlehre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Winkelfuß befestigte lotrechte Schiene durch Schrägstreben (3, 4, 22, 18) abgesteift ist.
- 3. Mauerlehre nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Mauerlot dienende lotrechte Schiene (2, 16, 21) durch ein Winkeleisen gebildet ist.
- 4. Mauerlehre nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der lotrechten Schiene (2) eine Schnurspannvorrichtung (5, io) verschiebbar und feststellbar angebracht ist.
- 5. Mauerlehre nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Schnurspannvorrichtung auf der Lotschiene verschiebbare Halter (5) angeordnet sind, die als Träger einer Spannvorrichtung, beispielsweise einer feststellbaren Schnurtrommel (io) dienen.
- 6. Mauerlehre nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lehrenfuß (15) im Eckwinkel außen eine lotrecht eingestellte Winkelschiene (16) aufweist, die abgesteift ist.
- 7. Mauerlehre nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägstreben (3, 4) am Lehrenfuß (i) und der Lotschiene (2) abnehmbar befestigt sind. B.
- Mauerlehre nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lotschienen (2, 16, 21) im Abstand von Steindicke Markierungen (2°) aufweisen.
- 9. Mauerlehre nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (5) für die Schnurspannvorrichtung mit einer Gabel (7) über einen Schenkel des Winkeleisens der Lotschiene (2) faßt und hier durch Feststellschrauben (8) befestigt ist. io. Mauerlehre nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Lehrenfuß lediglich aus einem Winkeleisen (2o) besteht, an dem die durch ein Winkeleisen gebildete Lotschiene (21) lotrecht befestigt ist, die durch eine oder mehrere ortsfest befestigte Streben (22) abgesteift ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP48611A DE816147C (de) | 1949-07-12 | 1949-07-12 | Lehre fuer das Mauern von Waenden, Zwischenwaenden und Schornsteinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP48611A DE816147C (de) | 1949-07-12 | 1949-07-12 | Lehre fuer das Mauern von Waenden, Zwischenwaenden und Schornsteinen |
Publications (1)
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| DE816147C true DE816147C (de) | 1951-10-08 |
Family
ID=7383194
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|---|---|---|---|
| DEP48611A Expired DE816147C (de) | 1949-07-12 | 1949-07-12 | Lehre fuer das Mauern von Waenden, Zwischenwaenden und Schornsteinen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE816147C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1000145B (de) * | 1952-01-19 | 1957-01-03 | Friedrich Karl Lueder | Verfahren und Geraet zur Herstellung von Bauteilen, z.B. Waenden, insbesondere aus Formsteinen mit Trennfugen und lotrecht durchlaufenden Hohlraeumen |
| DE1017359B (de) * | 1955-08-11 | 1957-10-10 | Willy Hauschildt | Mauerlehre |
| FR2533012A1 (fr) * | 1982-09-10 | 1984-03-16 | Lotti Jacques | Support coulissant a graduation |
| FR2542029A1 (fr) * | 1983-03-03 | 1984-09-07 | Dalibert Claude | Dispositif pour edifier une construction d'aplomb |
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| WO2009040572A3 (en) * | 2007-09-27 | 2009-07-02 | Michael Gapper | A bricklaying aid |
-
1949
- 1949-07-12 DE DEP48611A patent/DE816147C/de not_active Expired
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