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Die Erfindung befaßt sich mit einer Keimling-Transportvorrichtung für eine
Pflanzmaschine, bei der ein Keimling aus einer Keimlingsschale entnommen
wird, die in horizontaler Richtung mittels eines Keimling-Abgabeförderers
horizontal transportiert wird, welche auf der stromabwärtigen Seite der
Keimlingsschale in einer Transportrichtung angeordnet ist, nach dem
einleitenden Teil des Anspruches 1.
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Eine Keimling-Transportvorrichtung der vorstehend genannten Art ist aus GB-
A-2,260,474 bekannt, bei der rechte und linke Förderer parallel zueinander
auf ein und derselben Ebene verlaufen. Daher erfordert diese Vorrichtung
eine vergleichsweise große Breite und benötigt einen relativ großen
Einbauraum. Ferner ist es erforderlich, daß die Keimlinge zeitweilig in
Richtung einer Seitenrichtung transportiert werden müssen.
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Verschiedene Keimling-Transportvorrichtungen der vorstehend genannten Art
sind bekannt, und ein Beispiel für eine solche Keimling-Transportvorrichtung
ist in Fig. 14 gezeigt.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 14 ist bei der Keimling-Transportvorrichtung,
welche dort gezeigt ist, eine Keimlingsschale 3 vorgesehen, deren
Schalenkörper 1 aus einem Schaumharzmaterial oder dergleichen ausgebildet ist,
und einen im allgemeinen plattenähnliches Profil besitzt, wobei die
Keimlingsschale 3 eine große Anzahl von Keimlingen in Zellen 2 aufnimmt, welche in
dieser derart ausgebildet sind, daß jede einen Durchmesser hat, welcher
ausgehend von einer Öffnung 2a in Richtung zu einem Bodenabschnitt 2b
allmählich kleiner wird. Die Keimling-Transportvorrichtung hält die
Keimlingsschale 3 in aufrechter Position derart, daß die Keimling-Aufnahmezellen 2
nach Fig. 14 horizontal verlaufen können. In diesem Zustand wird die
Keimlingsschale 3 sukzessiv mit einem festen regelmäßigen Abstand nach
unten gefördert, und zugleich werden Keimlinge P in den
Keimling-Aufnahmezellen 2 des Schalenkörpers 1 sukzessiv mittels einer
Keimling-Entnahmenadel 4 herausgenommen. Die sukzessiv entnommenen Keimlinge P werden zu
einem Keimling-Abgabeförderer 5 transportiert, welcher seitlich von der
Keimlingsschale 3 angeordnet ist.
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Bei der Keimling-Transportvorrichtung müssen die Keimlinge P aus der
Keimlingsschale 3 entnommen werden, wenn die Keimlingsschale 3 in einer
aufrechten Position ist. Um zu ermöglichen, daß eine neue Keimlingsschale
3' zugeführt werden kann, muß die Keimlingsschale 3, aus der alle Keimlinge
P entnommen worden sind, sofort entfernt werden.
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Eine andere Keimling-Transportvorrichtung ist derart ausgelegt, daß eine
Keimlingsschale längs einer geneigten Bahn transportiert wird, und daß an
einer vorbestimmten Position während des Transportvorgangs ein Keimling
aus der Keimlingsschale entnommen wird. Dann wird die Keimlingsschale,
aus der die Keimlinge sukzessiv entnommen werden, in eine Ausgaberichtung
transportiert, wobei eine allmählich gekrümmte oder gebogene Bahn
zurückgelegt wird.
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Da bei dieser Keimling-Transportvorrichtung eine Keimlingsschale, aus der
Keimlinge entnommen werden, um diese zu entleeren längs einer
vorbestimmten Bahn gekrümmt oder gebogen transportiert wird, kann keine
Behinderung mit einem nächsten zu entnehmenden Keimling auftreten. Die
Transportvorrichtung für eine Keimlingsschale ist aber kompliziert.
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Die Erfindung zielt darauf ab, eine Keimling-Transportvorrichtung
bereitzustellen, bei der selbst dann, wenn eine Keimlingsschale eingesetzt wird,
welche ein im allgemeinen plattenähnliches Profil hat, eine neue
Keimlingsschale einfach ohne ein unmittelbares Entfernen einer leeren Keimlingsschale
zugeführt werden kann, welche durch Entnahme der Keimlinge geleert
worden ist.
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Ferner zielt die Erfindung darauf ab, eine Keimling-Transportvorrichtung mit
einem einfachen Aufbau bereitzustellen, bei der eine Keimlingsschale, welche
in Richtung zu der stromabwärtigen Seite in eine Transportrichtung bewegt
wird, keine Behinderung mit einem Transportvorgang für die Keimlinge auftritt.
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Nach der Erfindung wird eine Keimling-Transportvorrichtung für eine
Pflanzmaschine bereitgestellt, welche die Merkmale des Patentanspruchs 1
aufweist.
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Bei der Keimling-Transportvorrichtung für eine Pflanzmaschine transportiert
die Schalentransporteinrichtung eine Keimlingsschale längs einer horizontalen
Transportbahn, und die Keimlings-Ausgabeeinrichtung entnimmt einen
Keimling aus der Keimlingsschale in Richtung nach oben, welche sich in einer
horizontalen Position befindet. Dann übergibt die Übergabeeinrichtung den
mittels der Keimlings-Ausgabeeinrichtung entnommenen Keimling auf einen
Keimlings-Abgabeförderer, welcher an einer Stelle angeordnet ist, die höher
als die horizontale Transportbahn der Schalentransporteinrichtung liegt.
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Folglich müssen die Vorgänge, die bei einer üblichen
Keimling-Transportvorrichtung durchgeführt werden müssen, nämlich das Transportieren einer
Keimlingsschale in einer aufrechten Position oder längs einer gebogenen oder
gekrümmten Bahn oder zum Entnehmen eines Keimlings aus einer
Keimlingsschale nicht ausgeführt werden, und es läßt sich eine Reihe von
Arbeitsgängen, welche zum Transport der Keimlinge erforderlich sind, genau und mit
Hilfe einer vergleichsweise einfachen Konstruktion durchführen.
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Ferner kann die Keimling-Transportvorrichtung nach der Erfindung im
Unterschied zu einer üblichen Keimling-Transportvorrichtung eine
Keimlingsschale transportieren, welche bereits leer geworden ist, und zwar zu der
stromabwärtigen Seite, ohne daß diese leere Schale unmittelbar aus der
Transportbahn heraus entfernt werden muß. Folglich wird die Handhabung
einer Keimlingsschale erleichtert, aus der die Keimlinge entnommen worden
sind, so daß diese Keimlingsschale leer ist.
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Wenn ein Schalenzwischenraum auf diese Weise gebildet wird, können
Keimlingsschalen, welche leer geworden sind, zeitweilig aufeinander in
diesem Schalenzwischenraum angeordnet werden, wodurch sich die
Handhabung der Keimlingsschalen weiter erleichtert.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung, in welcher gleiche oder
ähnliche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind. In der Zeichnung
gilt:
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Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Pflanzmaschine, an welcher
eine Keimling-Transportvorrichtung nach der Erfindung
vorgesehen ist;
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Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Pflanzmaschine nach Fig. 1;
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Fig. 3 ist eine Seitenansicht zur Verdeutlichung der Keimling-
Transportvorrichtung nach Fig. 1 in einem Zustand, bei
dem die erste oder die vorauslaufende Zellenreihe einer
Keimlingsschale an einer Keimlings-Entnahmeposition
anhält;
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Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht zur Verdeutlichung der
Keimling-Transportvorrichtung in einem weiteren Zustand, bei
dem eine nachlaufende Zellenreihe von einer der beiden
aufeinander folgenden Keimlingsschalen auf einer
Schalentransporteinrichtung nach Fig. 1 angeordnet ist
und an der Keimlings-Entnahmeposition anhält;
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Fig. 5 ist eine Vorderansicht einer
Keimling-Transportvorrichtung nach Fig. 1;
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Fig. 6 ist eine vergrößerte Seitenansicht zur Verdeutlichung von
Einzelheiten des Abschnitts der Keimling-Transportvorrichtung
nach Fig. 5 im Bereich um die Keimlings-
Ausgabeposition;
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Fig. 7 ist eine schematische perspektivische Ansicht einer
Keimlingsschale, welche bei der Pflanzmaschine nach
Fig. 1 zum Einsatz kommt;
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Fig. 8 ist eine vergrößerte Teilschnittansicht längs der Linie I-I
in Fig. 7;
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Fig. 9 ist ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung einer
elektrischen Schaltung als ein Treibersteuerteil für die
Pflanzmaschine nach Fig. 1;
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Fig. 10 ist eine vergrößerte Seitenansicht einer
Keimling-Transportvorrichtung nach Fig. 5, wobei insbesondere eine
Keimlings-Ausgabeeinrichtung und deren zugeordnete
Elemente gezeigt sind, wenn eine vorauslaufende
Zellenreihe einer Keimlingsschale an einer
Keimlings-Ausgabeposition anhält;
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Fig. 11 ist eine ähnliche Ansicht zur Verdeutlichung der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung, wenn die zweite Zellenreihe
der Keimlingsschale an der Keimlings-Ausgabeposition
anhält;
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Fig. 12 ist eine vergrößerte Seitenansicht einer
Übergabeeinrichtung und einer Keimlings-Halteeinrichtung der
Keimling-Transportvorrichtung nach
Fig. 5;
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Fig. 13 ist eine Vorderansicht der Übergabeeinrichtung und der
Keimlings-Halteeinrichtung nach Fig. 12; und
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Fig. 14 ist eine schematische Ansicht zur Verdeutlichung eines
Teils einer üblichen Keimling-Transportvorrichtung.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 wird zuerst eine Pflanzmaschine
beschrieben, an welcher eine Keimling-Transportvorrichtung nach der
Erfindung vorgesehen ist.
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Die gezeigte Pflanzmaschine umfaßt ein Hauptgestell 9, welches ein Paar
von oberen und unteren Verbindungsteilen 6 und 7 zum Verbinden mit einem
Traktor (nicht gezeigt) hat, welche an der Vorderseite derart ausgebildet sind,
daß sie nach Fig. 2 nach vorne vorstehen. Ferner hat die Pflanzmaschine
ein Paar von Antriebsrädern 8, welche auf der Rückseite vorgesehen sind.
Ein bewegbarer Rahmen 11 ist nach oben und unten schwenkbar um eine
Achse 10 vorgesehen, welche an einem vorderen Abschnitt des Hauptgestells
9 horizontal angeordnet ist. Aufeinanderfolgend, ausgehend von der
Vorderseite zu der Längsseite des beweglichen Rahmens 11 sind ein Paar
von Scheibenschneidern 12 zum Abtrennen von störendem Material, ein Paar
von Öffnern 13 zur Ausbildung einer Furche, ein Paar von
Keimling-Pflanzrädern 14 (in Fig. 1 ist nur eines gezeigt) zum Pflanzen der Keimlinge P in die
mittels der Öffner 13 gebildeten Furchen, und zwei Sätze von
Niederdrückrädern 15 vorgesehen, welche die mit Hilfe der Keimling-Pflanzräder 14
gepflanzten Keimlinge P niederdrücken. Ferner ist ein Paar von linken und
rechten Keimling-Transportvorrichtungen A zur Weiterbeförderung der
Keimlinge P zu den Keimling-Pflanzrädern 14 vorgesehen, welche nach der
Erfindung ausgelegt sind und an dem beweglichen Rahmen 11 vorgesehen
sind.
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Jede Keimling-Transportvorrichtung A umfaßt eine
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B zum Ausgeben der Keimlinge P aus einer Keimlingsschale T in
Richtung nach oben, eine Schalentransporteinrichtung C zum Transportieren
der Keimlingsschale T in horizontaler Richtung zu der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B, und eine Übergabeeinrichtung E zum Transportieren der mittels
der Keimlings-Ausgabeeinrichtung B entnommenen Keimlinge P zu einem
Keimlings-Abgabeförderer D. Die Keimlings-Ausgabeeinrichtung B, die
Schalentransporteinrichtung C und die Übergabeeinrichtung E sind gemäß
einer integrierten Bauweise an einem Maschinenrahmen 16 vorgesehen,
welcher aufrecht angeordnet an einem vorderen Abschnitt des beweglichen
Rahmens 11 vorgesehen ist.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8 ist die Keimlingsschale T im
allgemeinen in Form einer Platte ausgelegt, welche aus Schaumstyrol
ausgebildet ist, und die während des Transports nicht gebogen werden kann.
Die Keimlingsschale T hat eine Mehrzahl von Keimlings-Aufnahmezellen
(welche nachstehend zur Vereinfachung nur als Zellen bezeichnet werden)
Ta, welche in einem konkaven Zustand in einer Matrix ausgebildet sind,
welche einen regelmäßigen Abstand α haben, welcher in senkrechter
Richtung auf einer Ebene der Keimlingsschale T senkrecht ist. Jede der
Zellen Ta ist derart ausgebildet, daß ihr Durchmesser ausgehend von einer
oberen Öffnung Tb und einem Bodenabschnitt Td der Zelle Ta allmählich
kleiner wird, und sie hat eine Stangeneinführungsöffnung Tc, welche in einem
Bodenabschnitt Td hiervon ausgebildet ist.
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Wiederum Bezug nehmend auf die Fig. 1 und 2 werden diese
Keimlingsschalen T horizontal auf der Schalentransporteinrichtung C in aufrechter Lage
angeordnet, in welcher die Blätter Pa der in den Zellen Ca aufgenommenen
Keimlinge P nach oben verlaufen.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 umfaßt die
Schalentransporteinrichtung C Schalenaufnahmerollen 17a bis 17j, welche horizontal
angeordnet sind und sich einzeln in vorbestimmten Abständen derart drehen
können, daß zwei Keimlingsschalen T längs der oberen Räder eines Paars
von linken und rechten Basisplatten 18 zwischen einer Stelle in der Nähe der
vorderen Enden 18a und einer anderen Stelle in der Nähe der hinteren Enden
18b der linken und rechten Basisplatten 18 angeordnet werden können.
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Eine Mehrzahl von Schalenbewegungsgliedern 20 zum Bewegen der
Keimlingsschale T ist horizontal in vorbestimmten Abständen zueinander auf
einem Paar von linken und rechten Rollenketten 19 angebracht. Die
Rollenketten 19 verlaufen längs den Schalenaufnahmerollen 17a bis 17j.
Ferner ist ein Paar von Kettenspannwellen 21 und 22 parallel zueinander an
der Vorderseite bezüglich der Schalenaufnahmerolle 17a und an der hinteren
Seite bezüglich der Schalenaufnahmerolle 17j jeweils vorgesehen. Eine
weitere Kettenspannwelle 24 ist zwischen einem Paar von linken und rechten
Schenkelplatten 23 der linken und rechten Basisplatten 18 angebracht,
welche unterhalb der Schalenaufnahmerolle 17a nach unten verlaufen, wie
dies aus den Fig. 3 bis 6 zu ersehen ist.
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Ein Paar von Kettenrädern 25, welche die Rollenketten 19 gespannt halten,
ist fest an den gegenüberliegenden Endabschnitten der Kettenspannwellen
21, 22 und 24 angebracht. Ein Motor M1 ist mit der Kettenspannwelle 21 über
eine Rollenkette 27 verbunden, welche zwischen dem Motor M1 und einem
Kettenrad 28 verläuft, welches fest an einem Zwischenabschnitt der
Kettenspannwelle 21 angebracht ist.
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Wenn der Motor M1 eingeschaltet wird, werden die Rollen der Ketten 19
angetrieben, um eine Keimlingsschale T in Richtung zu der Keimlings-
Ausgabeeinrichtung B zu bewegen. Anschließend wird die Keimlingsschale
T mittels einer der Schalenbewegungsteile 20 derart geschoben, daß sie in
Richtung zu einer Keimlings-Ausgabeposition R1 bewegt wird, in welcher die
Keimlinge P aus der Keimlingsschale T mit Hilfe der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B entnommen werden.
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Ein Schalenzwischenraum SP wird längs der oberen Ränder der linken und
rechten Basisplatten 18 in der Nähe der vorderen Enden 18a, das heißt
entlang einer Transportbahn der Keimlingsschale T, unterhalb des Keimling-
Abgabeförderers D gebildet, so daß eine Keimlingsschale T zeitweilig dort
bleiben kann. Somit wird eine Keimlingsschale T nach der Entnahme der
Keimlinge P an der Keimlings-Ausgabeposition R1 zu diesem
Schalenzwischenraum RP bewegt.
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Insbesondere wird eine Keimlingsschale T, welche mittels einer der
Schalenbewegungsteile 20 bewegt wird, in Richtung zu dem
Schalenzwischenraum SP bewegt, währenddem zugleich die Keimlinge P sukzessiv
an der Keimlings-Ausgabeposition R1 entnommen werden, so daß dann,
wenn in der letzten Zellenreihe Tn die in Keimlingsschale T aufgenommenen
Keimlinge P aus der Keimlingsschale T entnommen sind, die so geleerte
Keimlingsschale T in dem Schalenzwischenraum SP bleibt (siehe Fig. 4
und 7).
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Der Antrieb der Schalentransporteinrichtung C wird mittels eines
Antriebssteuerteils F gesteuert, welches in Form einer Folgesteuereinrichtung oder
dergleichen ausgelegt ist. Ein Drehkodierer EN (Fig. 6), welcher mit einem
Ende der Kettenspannwelle 21 verbunden ist, ein Paar von
Schalendetektionssensoren S1 und S1' (Fig. 5 und 6), welche an den oberen
Randabschnitten der linken und rechten Basisplatten 18 auf der Rückseite
bezüglich der Kettenspannwelle 21 vorgesehen sind, und eine
Zeitgebersignalleitung TS sind vorgesehen, welche die Keimlings-Ausgabeeinrichtung B
mit der Eingabeseite der Treibersteuereinrichtung F verbindet, währenddem
der Motor M1 an der Ausgabeseite der Treibersteuereinrichtung F angebracht
ist (Fig. 9).
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Das Treibersteuerteil F hat die folgenden Funktionen:
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(1) Zu stoppen, wenn eine vorauslaufende Endfläche Tt einer
Keimlingsschale T mit Hilfe der Schalendetektionssensoren S1 und S1' erkannt
wird und Einschalten des Motor M1, um die Bewegung der
Keimlingsschale T derart anzuhalten, daß die erste Zellenreihe T1 der
Keimlingsschale T an der Keimlings-Ausgabeposition R1 (Fig. 3) anhält.
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(2) Ermittlung des Bewegungsabstandes der Keimlingsschale T basierend
auf dem Drehwinkel der Kettenspannwelle 21, was mittels des
Drehkodierers EN erfaßt wird; und
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(3) zu bestimmen, ob der ermittelte Bewegungsabstand mit dem
regelmäßigen Abstand α der Zellen Ta übereinstimmt oder nicht, welcher an
der Keimlingsschale T vorgesehen ist, und die Einschaltung des
Motors M1 zu stoppen, wenn dieser Bewegungsabstand mit dem
regelmäßigen Abstand α übereinstimmt. Anschließend werden dann
die folgenden Zellreihen sukzessiv an der Keimlings-Ausgabeposition
R1 angehalten.
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Wenn die vorauslaufende Endfläche Tt einer Keimlingsschale T, welche auf
den Schalenaufnahmerollen 17a bis 17j aufliegt, mittels der
Schalendetektionssensoren S1 und S1' erfaßt wird, hält die erste Zellenreihe Tt der
Keimlingsschale T an der Keimlings-Ausgabeposition bzw. Keimlings-
Entnahmeposition R1 an. Während die erste Zellenreihe T1 anhält, wird ein
Entnahmevorgang für die Keimlinge P mittels der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B durchgeführt.
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Wenn ein Endsignal der Ausgabevorrichtung von der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B abgegeben wird, beginnt die Treibersteuereinrichtung F wiederum
den Motor M1 einzuschalten, um die Keimlingsschale T wiederum weiter zu
transportieren. Wenn der Transportabstand der Keimlingsschale T mit dem
regelmäßigen Abstand α zwischen den in der Keimlingsschale T
ausgebildeten Zellen Ta wiederum übereinstimmt, hält das Treibersteuerteil F den Motor
M1 wiederum an, so daß die nächste Zellenreihe an der
Keimlings-Ausgabeposition R1 angehalten werden kann. Die folgenden Zellreihen werden
dann sukzessiv an der Keimlings-Ausgabeposition R1 auf diese Weise
angehalten.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 3, 4, 10 und 11 umfaßt die Keimlings-
Ausgabeeinrichtung B eine Keimlings-Halteeinrichtung H, welche Keimlings-
Haltenadeln 42 positioniert, die nachstehend noch näher beschrieben werden.
Diese dienen als Keimlings-Halteelemente in der Nähe der oberen Öffnungen
Tb jener Zellen Ta, welche an der Keimlings-Ausgabeposition R angehalten
worden sind, wobei diese Nadeln die Keimlinge P durchdringen und aus den
Zellen Ta ausschieben. Ferner ist eine Keimlings-Ausstoßeinrichtung G
vorgesehen, welche die Keimlinge P aus den Zellen Ta ausstößt, bis die
nachlaufenden Enden Pa der Keimlinge P sich aus der oberen Öffnung Tb
heraus bewegt haben.
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Die Keimlings-Ausstoßeinrichtung G umfaßt ein Paar von Schubarmen 29,
welche an einem Basisendabschnitt fest mit einer Achse 28 verbunden sind,
welche drehbar gelagert ist, und zwischen den linken und rechten
Basisplatten 18 verläuft. Ein Halter 30 ist fest an einem Zwischenabschnitt der
Welle 28 angebracht, und eine Antriebsstange K1a des hydraulischen oder
pneumatischen Fluiddruckzylinders K1 ist mit dem Halter 30 verbunden. Der
Fluiddruckzylinder K1 ist mit Hilfe eines Halters 31a an eine
Verbindungsleitung 31 angeschlossen, welche horizontal zwischen den linken und rechten
Schenkelplatten 23 verläuft.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 10 und 11 verläuft ein Stangentragteil 33,
welches eine Mehrzahl von Keimlings-Ausstoßstangen 32 hat, die aufrecht
darin ausgebildet sind, horizontal zwischen den Endabschnitten der
Schubarme 29. Das Stangentragteil 23 hat ein Paar von nach unten
verlaufenden vertikal länglichen Führungselementen 35, welche an einer
unteren Fläche hiervon ausgebildet sind, und eine Führungsrolle 34, welche
drehbar an einem unteren Endabschnitt der jeweils vertikal länglich
ausgebildeten Führungselemente 35 gelagert ist.
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Eine Führungsplatte 36, welche ein Paar von linken und rechten gebogenen
Ansätzen 36a hat, ist fest an der Verbindungsleitung 31 angebracht, und ein
Paar von bogenförmigen Führungsbahnen 36b zum Führen der Führungsrolle
34 sind an den gebogenen Ansätzen 36a derart ausgebildet, daß dann, wenn
die Führungsrolle 34 sich längs der gekrümmten Führungsbahn 36b bewegt,
sich die Keimlings-Ausstoßstäbe 32 nach oben und unten im wesentlichen
ausgerichtet zu der Keimlings-Ausgabeposition R1 bewegen können.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 5 und 6 wird jede der Keimlings-
Ausstoßstangen 32 von einem runden Teil gebildet, welches eine Dicke
besitzt, welche in die Stangeneinführungsöffnung Tc einer Zelle Ta einer
Keimlingsschale T paßt, und die Keimlings-Ausstoßstangen 32 sind in einer
Reihe mit demselben regelmäßigen Abstand α wie die Zellen Ta derart
angeordnet, daß sie den Zellen Ta gegenüberliegen, welche eine Reihe
bilden.
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Wenn die Antriebsstange K1a des Fluiddruckzylinders K1 angetrieben wird
und ausfährt, dann werden die Schubarme 29 um die Achse bzw. Wellen 28
derart verschwenkt, daß die freien Endabschnitte hiervon sich in Richtung
nach unten bewegen. Wenn andererseits die Antriebsstange K1a in Richtung
des Einfahrens angetrieben wird, dann werden die Schubarme 29 um die
Welle 28 derart verschwenkt, daß die freien Endabschnitte derselben sich
nach oben bewegen können.
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Folglich bewegen sich die Keimlings-Ausstoßstangen 32 zwischen einer
Ausstoßstartposition R2, an welcher die Keimlingsendflächen 32a berühren
und in einem Abstand nach unten von der Stangeneinführungsöffnung Tc der
gegenüberliegenden Zellen Ta angeordnet sind, und einer
Ausstoßendposition R3 vor und zurück, in welcher die Keimlinge Endflächen 32a
berühren und in einem Abstand nach unten von der
Stangeneinführungsöffnung Tc der gegenüberliegenden Zellen Ta angeordnet sind, sowie einer
Ausstoßendposition R3 vor und zurück, in welcher die
Keimlingsberührungsendflächen 32a nach oben durch die oberen Öffnungen Tb der
gegenüberliegenden Zellen Ta vorstehen (Fig. 10).
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Auf diese Weise werden Keimlinge P in jenen Zellen Ta, welche an der
Keimlings-Ausgabeposition R1 angehalten worden sind, aus den Zellen Ta
in Richtung nach oben ausgestoßen, wenn die Keimlings-Ausstoßstangen 32
sich zu der Ausstoßendposition R3 bewegen. Wenn sich die Keimlings-
Ausstoßstangen 32 weiter zu der Ausstoßendposition R3 bewegen, werden
die nachlaufenden Enden Pa der Keimlinge P nach oben von den oberen
Öffnungen Tb der Zellen Ta weg bewegt.
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Die Keimling-Halteeinrichtung H wird von der Übergabeeinrichtung E
getragen, was nachstehend noch näher erläutert wird, so daß die Keimlings-
Haltenadeln 42 zum Eindringen in die Keimlinge P aus jenen Zellen Ta
ausgestoßen werden, welche an der Keimlings-Ausgabeposition R1 anhalten.
An dieser Position kann eine hin- und hergehende Bewegung zwischen einer
Keimlings-Durchdringungsposition R4, an welcher sich diese in der Nähe der
oberen Öffnung Tb der Zellen Ta befindet, und einer
Keimlings-Abgabeposition R5 ausführen, welche oberhalb des Keimlings-Abgabeförderers D
angeordnet ist, an welcher diese die Keimlinge P zu dem Keimlings-
Abgabeförderer übergeben.
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Die Keimlings-Halteeinrichtung H wird nachstehend unter Bezugnahme auf
die Fig. 10 bis 13 in einem Zustand erläutert, wenn die Keimlings-
Haltenadeln 42 zu der Keimlings-Durchdringungsposition R4 bewegt werden.
Ein Paar von linken und rechten Seitenplatten 37 zur Ausführung einer nach
oben und unten gerichteten Schwenkbewegung ist an den unteren
Endabschnitten der Schwenkhebel 65 der Übergabeeinrichtung E mit Hilfe des
Paars von Wellen 65a gelagert. Eine Welle 38 verläuft horizontal zwischen
den vorderen Abschnitten der linken und rechten Seitenplatten 37 und einem
Paar von Nadeleinziehhebeln 40, welche an Basisendabschnitten zur
Ausführung einer Schwenkbewegung um die Welle 38 gelagert sind. Ein Paar
von Zugfedern 39 (in den Fig. 10 und 11 ist nur eine gezeigt) verläuft
zwischen den Nadeleinzugshebeln 40 und den linken und rechten
Seitenplatten 37 (Fig. 10, 11 und 13).
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Eine Führungswelle 41 verläuft zwischen den Endabschnitten der
Nadeleinzugshebel 40 und einem Nadeltragteil 43 horizontal, welches eine Mehrzahl
von nach unten verlaufenden Keimlings-Haltenadeln 42 hat, welche an diesen
Hebeln vorgesehen sind und derart gelagert sind, daß sie eine
Schwenkbewegung auf der Führungswelle 41 über einen Halter 44 ausführen können.
Ein Paar von Führungsrollen 45 (in den Fig. 10 und 11 ist nur eine
gezeigt) ist zur Ausführung einer Drehbewegung ein Paar von gebogenen
Ansätzen 44a des Trägers 44 über Tragstücke 46 angebracht.
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Die Keimlings-Haltenadeln 42 werden nach oben und unten bewegt, wobei
zugleich die nach unten verlaufenden Positionen beibehalten werden, wenn
die Nadeleinzugshebel 40 um die Welle 38 nach oben und unten gedreht
bzw. verschwenkt werden.
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Die linken und rechten Seitenplatten 37 haben bogenförmige
Führungsbahnen 37a, welche darin zur Führungswelle 41 ausgebildet sind, und ein
Paar von Führungsplatten 47, in welchen bogenförmige Führungsbahnen 47a
zum Führen der Führungsrolle 47 an den inneren Wänden der linken und
rechten Seitenplatten 37 (siehe Fig. 10, 11 und 13) ausgebildet sind.
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Ein Paar von Haken 48 zum Arretieren der Führungswelle 41, welche sich bei
einer Position an den unteren Enden cler bogenförmigen Führungsbahnen
37a bewegt hat, ist zur Ausführung einer Drehbewegung auf den Wellen 48a
auf den äußeren Flächen der linken und rechten Seitenplatten 37
vorgesehen.
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Jeder Haken 48 hat eine im wesentlichen L-förmige Gestalt in Seitenansicht
und hat einen Führungswellen-Arretierabschnitt 48b, welcher an einem von
zwei Schenkeln hiervon ausgebildet ist, um die Führungswelle 41 zu
arretieren, während ein Federhaltestück 48c, an dem ein Ende einer
Spiralfeder 49 angebracht ist, deren anderes Ende an einem gebogenen
Ansatz 37b einer der zugeordneten linken und rechten Seitenplatten 37
angebracht ist, in einer solchen Weise vorgesehen ist, daß dieses
Federhaltestück 48c am anderen Schenkel des Hakens 48 ausgebildet ist (Fig. 12).
Folglich werden die Haken 48 im Grundzustand durch die Spiralfedern 49 in
eine Richtung vorbelastet, in welcher die Führungswellen-Arretierabschnitte
48b der Führungswelle 41 angenähert sind.
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Die Keimlings-Haltenadeln 42 haben ein lineares Profil und sind paarweise
gemäß den Abständen des regelmäßigen Abstandes α zwischen den Zellen
Ta einer Keimlingsschale T in einer Reihe angeordnet, welche längs einer
Zellenreihe verläuft. Eine Keimlings-Freigabeplatte 50 ist zwischen den
unteren Endabschnitten der linken und rechten Seitenplatten 37 vorgesehen,
und es sind darin Öffnungen 50a zur lösbaren passenden Aufnahme der
Nadeln ausgebildet, in welchen die Keimlings-Haltenadeln 42 einzeln lose
passend eingesetzt sind (Fig. 10, 11 und 12).
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Auf den inneren Flächen eines Paars von linken und rechten Tragplatten 53
der Übergabeeinrichtung E befindet sich ein Paar von Anschlägen 51, um die
Führungswelle 41 der Keimlings-Halteeinrichtung H, welche zu der Keimlings-
Durchdringungsposition R4 bewegt worden ist, zu den unteren Enden der
bogenförmigen Führungsbahnen 37a zu bewegen, bis die Führungswelle 41
durch die Haken 48 arretiert ist. Mittels einem Paar von Arretierfreigabeteilen
52, welche Kontaktrollen 52a haben, welche in Kontakt mit den Haken 48 der
Keimlings-Halteeinrichtung H kommen, wird zu der Keimlings-Abgabeposition
R5 bewegt, um den Arretierzustand der Führungswelle 41 durch die Haken
48 aufzuheben.
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In der Keimlings-Durchdringungsposition R4 wird die Führungswelle 41 durch
die Haken 48 arretiert, und folglich bleiben die Keimlings-Haltenadeln 42 in
einer nach unten ausgeschobenen Position, in welcher die unteren Enden
derselben in der Nähe der oberen Öffnungen Tb der gegenüberliegenden
Zellen Ta positioniert sind, so daß die Keimlinge P, welche aus den Zellen Ta
ausgestoßen sind, durch die unteren Enden der Führungswelle 41 unmittelbar
durchdrungen werden können, nachdem der Ausstoßvorgang eingeleitet
worden ist.
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Keimlinge P in jenen Zellen Ta, die zu der Keimlings-Abgabeposition R1
bewegt worden sind, werden somit durchdrungen und mittels den Keimlings-
Haltenadeln 42 der Keimlings-Halteeinirichtung H an der
Keimlings-Durchdringungsposition R4 gehalten, unmittelbar nachdem das Ausstoßen mittels
der Keimlings-Ausstoßstangen 32 eingeleitet worden ist. Wenn sie weiter
durch die Keimlings-Ausstoßstangen 32 ausgestoßen werden, werden sie
allmählich tiefer werdend mittels den Keimlings-Haltenadeln 42 durchdrungen.
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Wenn dann die Keimlings-Ausstoßstangen 32 zu der Ausstoßendposition R3
bewegt worden sind, d. h. dann, wenn die nachlaufenden Enden Pb der
Keimlinge P in Ausstoßrichtung zu schnell ausgeschoben worden sind,
welche oberhalb den oberen Öffnungen Tb der Zellen Ta liegen, durchdringen
die Keimlings-Haltenadeln 42 die Keimlinge P in Ausstoßrichtung vollständig,
ausgehend von den vorauslaufenden Enden zu den nachlaufenden Enden Pb
der Keimlinge P (Fig. 10).
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Die Übergabeeinrichtung E ist auf die nachstehend beschriebene Weise
ausgelegt. Insbesondere sind die linken und rechten Tragplatten 53 aufrecht
stehend auf einem Paar von Halterahmen 54 vorgesehen, welche zwischen
einem oberen Endabschnitt des Maschinengestells 16 und den
Zwischenabschnitten der linken und rechten Basisplatten 18 derart vorgesehen sind,
daß sie sich in Querrichtung zu dem Schalenzwischenraum SP erstrecken
(Fig. 1 bis 5).
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Eine Verbindungsplatte 55 verläuft horizontal zwischen den oberen
Endabschnitten der linken und rechten Tragplatten 53 und hat Tragschenkel 56
bis 58, welche von einer unteren Fläche hiervon verlaufen. Eine Tragwelle 60
ist zur Ausführung einer Drehbewegung auf den Tragschenkeln 56 bis 58
gelagert und hat ein Paar von Trägern 59, welche fest an den
gegenüberliegenden linken und rechten Enden angebracht sind. Ein Motor M2 ist fest
zwischen den Tragschenkeln 56 und 57 vorgesehen, und ein treibendes
Zahnrad 62 ist in Kämmeingriff mit einem Zahnrad gehalten, welches fest an
einer Antriebswelle des Motors M2 angebracht ist. Das treibende Zahnrad 62
ist fest mit einem inneren Endabschnitt einer Drehwelle 63 verbunden,
welches zur Ausführung einer Drehbewegung auf den Tragschenkeln 56 und
57 gelagert ist und zwischen denselben horizontal verläuft (Fig. 12 und
13).
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Eine Hebeltragwelle 64, welche horizontal zwischen den vorderen, seitlichen
oberen Endabschnitten der linken und rechten Tragplatten 53 verläuft, ist
vorgesehen, um Schenkhebel 65, welche die linken und rechten Seitenplatten
37 der Keimlings-Halteeinrichtung H haben, ist zur Ausführung einer
Schwenkbewegung an den unteren Endabschnitten gelagert, und sie sind an
ihren oberen Endabschnitten zur Ausführung einer Schwenkbewegung um die
Hebeltragwelle 64 gelagert. Ferner verläuft ein Verbindungsteil 66 horizontal
zwischen den Schwenkhebeln 65, und ein Träger 67 ist an einem
Zwischenabschnitt des Verbindungsteils 66 vorgesehen. Eine Verbindungsstange 68
ist zur Ausführung einer Drehbewegung an den gegenüberliegenden Enden
des Trägers 67 angebracht, und ein Exzenterhaltestift 62a ist exzentrisch mit
dem treibenden Zahnrad 62 und an diesem vorstehend vorgesehen.
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Wenn der Exzenterhaltestift 62a des treibenden Zahnrads 62 eine
Drehbewegung nach vorwärts oder in umgekehrter Richtung zwischen einer
Antriebsstartposition R6 und einer Antriebsendposition R7 ausführt, dann werden die
Schwenkhebel 65 hin- und hergehend bewegt, so daß die Keimlings-
Halteeinrichtung H zwischen der Keimlings-Durchdringungsposition R4 und
der Keimlings-Freigabeposition R5 bewegt werden kann.
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Ein kleines Zahnrad 69 ist fest mit einem Mittelabschnitt der Tragwelle 60
verbunden und ist in Kämmeingriff mit dem treibenden Zahnrad 62. Ein Paar
von Traghebeln 71 ist an den oberen Endabschnitten an dem Träger 59
angebracht, welcher an gegenüberliegenden linken und rechten
Endabschnitten der Tragwelle 60 vorgesehen sind. Die linken und rechten
Seitenplatten 37 der Keimlings-Halteeinriztung H sind zur Ausführung einer
Schwenkbewegung auf einer Welle 70 gelagert, welche horizontal zwischen
unteren Endabschnitten der Traghebel 71 verläuft.
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Wenn das treibende Zahnrad 62 eine Drehbewegung in die mit einem Pfeil
62' in Fig. 12 gezeigte Richtung gedreht wird, bewegt sich der
Exzenterhaltestift 62a von der Antriebsstartposition R6 in Richtung zu der
Antriebsendposition R7, wodurch die Träger 59 nach oben verschwenkt
werden. Anschließend werden die linken und rechten Seitenplatten 37 der
Keimlings-Halteeinrichtung H durch eine Kraft beaufschlagt, um diese nach
oben um die Wellen 65a der Schwenkhebel 65 zu schwenken. Somit wird die
Keimlings-Halteeinrichtung H nach oben um 90º um die Wellen 65a in eine
Position geschwenkt, in welcher die Keimlings-Haltenadeln horizontal
verlaufen, und diese Einrichtung wird in die Keimlings-Freigabeposition R5
bewegt, wobei die Ausrichtung und Position beibehalten wird.
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Wenn der Motor M2 sich in Gegenrichtung dreht, dann wird die Keimlings-
Halteeinrichtung H ausgehend von der Keimlings-Freigabeposition R5 zu der
Keimlings-Durchdringungsposition R4 zurück bewegt, wobei die zuvor
beschriebenen Bewegungswege in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen
werden.
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Der Keimlings-Abgabeförderer D ist oberhalb des Schalenzwischenraums SP
gelagert, welcher angrenzend an die vorderen Enden 18a der linken und
rechten Basisplatten 18 gebildet wird. Ferner ist ein vertikaler Förderer 72
zum Transportieren eines Keimlings F' in Richtung zu den zugeordneten
Keimlings-Pflanzrädern in der Nähe des am weitesten entfernt liegenden
Endes des Keimlings-Abgabeförderers D in Förderrichtung desselben
vorgesehen.
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Anschließend werden eine Reihe von Keimlings-Zufuhrvorgänge ausgeführt
mit Hilfe der Keimlings-Transportvorrichtung A nachstehend näher
beschrieben, welche den vorstehend beschriebenen Aufbau hat.
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Bevor der Ausgabevorgang für die Keimlinge P begonnen wird, wird die
Keimlings-Halteeinrichtung H in die Keimlings-Durchdringungsposition R4
bewegt.
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Wenn die Keimlingsschalen T auf der Keimlings-Transporteinrichtung C
angeordnet sind und ein Bewegungsvorgang eingeleitet wird, dann werden
die Keimlingsschalen T in horizontaler Richtung zu der
Keimlings-Ausgabeeinrichtung B transportiert, und anschließend werden sie angehalten,
wenn die erste Zellenreihe T1 hiervon in die Keimlings-Ausgabeposition R1
kommt.
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Dann wird ein Ausschubvorgang für die Keimlinge P der ersten Zellenreihe
T1 der Keimlingsschalen T durch die Keimlings-Ausstoßstangen 32 der
Keimlings-Ausstoßeinrichtung G eingeleitet, so daß die Keimlinge P einzeln
von den zugeordneten Keimlings-Haltenadeln 42 durchdrungen werden, bis
sie mittels den Keimlings-Haltenadeln 42 gehalten sind.
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Nach der Beendigung des Durchdringungsvorganges in die Keimlinge P
hinein werden die Keimlings-Ausstoßstangen 32 in die Ausstoß-Startposition
R2 zurückbewegt, und die Keimlings-Halteeinrichtung H wird von der
Keimlings-Durchdringungsposition R4 in Richtung zu der Keimlings-Abgabeposition
bzw. Keimlings-Freigabepoaition R5 bewegt, währenddem diese
Einrichtung zugleich nach oben um 90º um die Wellen 65a geschwenkt wird.
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Wenn die Keimlings-Halteeinrichtung H in die Keimlings-Freigabeposition R5
kommt, werden die Haken 48 in Kontakt mit den Kontaktrollen 52a der
Arretierlöseteile 52 gebracht, um den Arretierzustand der Führungswelle 41
durch die Haken 48 aufzuheben. Anschließend werden die Keimlings-
Haltenadeln 42 schnell zwischen den linken und rechten Seitenplatten 37
eingezogen.
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Durch den Rückzugvorgang werden die Keimlinge P, die mit den Keimlings-
Haltenadeln 42 durchdrungen sind, abgezogen und durch die Keimlings-
Freigabeplatte 50 frei gegeben. Sie werden dann auf den darunter
befindlichen Keimlings-Abgabeförderer D gelegt. Die Keimlinge P, welche sich auf
dem Keimlings-Abgabeförderer D befinden, werden dann zu dem
Vertikalförderer 72 transportiert und in Richtung zu dem Keimling-Pflanzrad 14
mittels des vertikalen Förderers 72 transportiert.
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Wenn die Keimlinge P ausgegeben bzw. freigegeben worden sind, wird die
Keimlings-Halteeinrichtung H zurück zu der Keimlings-Durchdringungsposition
R4 bewegt, und dann werden die Keimlings-Ausstoßstangen 32 der
Keimlings-Ausstoßeinrichtung G zurück in die Ausstoßstartposition R2
bewegt. Dann wird auch die Schalentransporteinrichtung C angetrieben, um
die Keimlingsschale T derart zu bewegen, daß die nächste Zellenreihe in die
Keimlings-Abgabeposition R1 kommen kann. Anschließend wird die
Keimlingsschale T allmählich in den Schalenzwischenraum SP durch den
Antrieb der Schalentransporteinrichtung C bewegt.
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Nachdem die Entnahme der in der Keimlingsschale T aufgenommenen
Keimlinge P abgeschlossen ist, wird die gesamte Keimlingsschale T zu dem
Schalenzwischenraum SP bewegt, und sie bleibt dort eine Zeit lang.
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Wenn dann damit begonnen wird, daß die Keimlinge P, welche in einer
darauf folgenden Keimlingsschale T aufgenommen sind, aus der
Keimlingsschale T auf ähnliche Weise zu der voranstehend beschriebenen
Keimlingsschale T ausgegeben werden, wird das vorauslaufende Ende der
darauffolgenden Keimlingsschale T in Kontakt mit dem hinteren Ende der
vorangehenden Keimlingsschale T gebracht und gegen diese gedrückt, um die
vorausgehende Keimlingsschale T zu bewegen.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf die speziellen Einzelheiten der
bevorzugten Ausführungsformen gemäß der voranstehenden Beschreibung beschränkt,
sondern es sind zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen möglich, die
der Fachmann im Bedarfsfall treffen wird.
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Während beispielsweise bei der zuvor beschriebenen bevorzugten
Ausführungsform der Schalenzwischenraum derart ausgelegt ist, daß eine einzige
Keimlingsschale T zeitweise in diesem Raum verbleiben kann, könnte dieser
Raum auch in anderer Weise derart gestaltet werden, daß später eine
Keimlingsschale auf eine weitere Keimlingsschale bewegt werden kann, so
daß mehrere Keimlingsschalen zeitweise an dem Schalenzwischenraum
aufgestapelt werden können. Bei dieser alternativen Auslegungsform kann die
Zeit bis zur Entnahme der in dem Schalenzwischenraum abgelegten
Keimlingsschalen vergleichsweise lang gewählt werden, wodurch sich der
Austauschvorgang für die Keimlingsschalen erleichtern läßt.
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Auch braucht ein Schalenzwischenraum nicht vorgesehen zu sein, welcher
die Zwischenlagerung einer Keimlingsschale gestattet, sondern bei dem
Übergabevorgang der Keimlinge zu dem Keimlings-Abgabeförderer kann eine
Keimlingsschale sukzessiv zu einer Stelle unterhalb des
Keimlings-Abgabeförderers bewegt werden.
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Natürlich können zahlreiche Änderungen und Modifikationen vorgenommen
werden, ohne daß der Schutzgedanken nach der Erfindung verlassen wird.