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DE69427101T2 - Medischer radiographischer Film mit schnellem Zugriff und Verfahren - Google Patents

Medischer radiographischer Film mit schnellem Zugriff und Verfahren

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Publication number
DE69427101T2
DE69427101T2 DE69427101T DE69427101T DE69427101T2 DE 69427101 T2 DE69427101 T2 DE 69427101T2 DE 69427101 T DE69427101 T DE 69427101T DE 69427101 T DE69427101 T DE 69427101T DE 69427101 T2 DE69427101 T2 DE 69427101T2
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DE
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medical
ray film
silver halide
coated
film according
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DE69427101T
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Sean D. Slater
Julian M. Wallis
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Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
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Publication date
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Publication of DE69427101T2 publication Critical patent/DE69427101T2/de
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    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
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Description

  • Diese Erfindung betrifft medizinische Röntgenfilme und ihre Entwicklung. Insbesondere betrifft die Erfindung medizinische Röntgenfilme mit einer deutlich verringerten Entwicklungszeit.
  • Medizinische Röntgenfilme umfassen typischerweise ein transparentes Substrat, das auf einer oder beiden Seiten mit einer lichtempfindlichen Silberhalogenid-Emulsion beschichtet ist. Die Belichtung wird mittels fluoreszierender Schirme bewirkt, welche in Kontakt mit der bzw. den emulsionsbeschichteten Seite(n) des Filmes stehen. Die Schirme absorbieren einen Teil der Röntgenstrahlen, die auf sie einfallen, und emittieren die Energie wieder als sichtbares Licht, normalerweise im grünen Teil des Spektrums, und die Emulsionen sind demgemäß sensibilisiert. Laminare Korn- Emulsionen werden wegen ihrer Fähigkeit, eine Überschneidung, d. h. die Belichtung einer Emulsion auf einer Seite des Schichtträgers durch Licht, das von dem Schirm auf der anderen Seite des Schichtträgers emittiert wird, zu verringern, zunehmend für Röntgenfilme verwendet. Obwohl eine Überschneidung die Gesamt-Belichtung verringert, welche erforderlich ist, um eine gegebenen Dmax zu erzielen, verschlechtert sie signifikant die Bildauflösung. Laminare Emulsionen weisen die erwünschten Eigenschaften auf, eine Überschneidung ohne übermäßigen Empfindlichkeitsverlust zu verringern. Selbst im Fall von einseitigen Röntgenfilmen werden laminare Emulsionen bevorzugt, da sie die Verwendung von verringerten Silbermengen ermöglichen. Farbstoff-haltige Unterschichten, die zwischen dem Schichtträger und den Emulsionen angeordnet sind, werden ebenfalls häufig verwendet, um eine Überschneidung und eine Lichthofbildung in doppelseitigen Filmen zu verringern. In einseitigen Filmen ist eine Anti-Lichthofschicht normalerweise auf der Rückseite aufgetragen. Schutzschichten, z. B. aus gehärteter Gelatine, sind normalerweise über den Emulsionen aufgetragen, um die Haltbarkeit des Filmes zu verbessern.
  • Die belichteten Filme werden typischerweise durch Eintauchen in eine warme (etwa 35ºC) alkalische Entwicklerlösung entwickelt, welche Entwicklungsmittel, z. B. Hydrochinon, Phenidon usw., einen Stabilisator, z. B. Sulfit-Ion, Anti-Schleiermittel und einen Härter, z. B. ein Dialdehyd wie Glutaraldehyd, enthält. Danach wird der Film fixiert, gewaschen und getrocknet, wobei das gesamte Verfahren trocken zu trocken im Bereich von 90 bis 110 Sekunden oder länger dauert. Es besteht bei den Interessenten von verbesserter Leistungsfähigkeit insbesondere bei Massendurchmusterungen ein zunehmendes Interesse, diese Zeit auf weniger als 60 Sekunden, vorzugsweise weniger als 45 Sekunden, zu verringern. Ein mögliches Mittel zur Verringerung der Entwicklungszeit schließt die Verwendung von konzentrierteren Entwicklungslösungen und/oder höheren Temperaturen ein, welche beide unter Umweltgesichtspunkten unerwünscht sind.
  • Die Einverleibung von Entwicklungsmitteln in photographische Elemente ist in großem Umfang in der Literatur offenbart. In den meisten Fällen werden die Entwickler der Emulsionsschicht selbst einverleibt, aber die Möglichkeit der Einverleibung in eine angrenzende Schicht ist oft erwähnt. Der größte Teil des Standes der Technik, der einverleibte Entwickler betrifft, richtet sich auf Graphikgewerbe-Filme und -Platten, an denen nicht-laminare Korn-Emulsionen mit hohem Chloridgehalt beteiligt sind, mit dem Ziel, die Menge an schädlichen Chemikalien zu verringern, welche der Benutzer vor, während und nach der Entwicklungsstufe handhaben muß. Auch ist bei der Verwendung eines Aktivators anstelle eines Entwicklers als Entwicklungslösung eine Nachfüllung/ein Ersatz während eines kontinuierlichen Betriebs weniger kritisch.
  • Die EP-A-281179 offenbart ein Verfahren zur Entwicklung eines photographischen Materials, das auf einem Träger eine bildweise belichtete Silberhalogenid- Emulsionsschicht enthält, deren Silberhalogenid im wesentlichen Silberchlorid ist, und bei dem das photographische Material vor seiner Belichtung bereits mindestens ein Silberhalogenid-Entwicklungsmittel in einem hydrophilen kolloiden Bindemittel in wasserdurchlässiger Beziehung zu dem Silberhalogenid enthält, wobei das Verfahren den Schritt enthält, daß man das belichtete photographische Material mit einer wäßrigen alkalischen Flüssigkeit, als Aktivatorflüssigkeit bezeichnet, welche anfänglich im wesentlichen frei von Entwicklungsmittel(n) ist, in Kontakt bringt, wobei das Inkontaktbringen nicht von einer Silberkomplex-Diffusionstransferentwicklung gefolgt ist, wobei die wäßrige alkalische Flüssigkeit ein primäres und/oder sekundäres Amin enthält.
  • Die JP 01-072141 und die US 5,028,520 offenbaren photographische Elemente, die eine tafelförmige (laminare) Silberhalogenid-Emulsion und ein Polyhydroxybenzol umfassen, das der Emulsion oder einer assoziierten hydrophilen Kolloidschicht einverleibt ist. Die US 5,028,520 betrifft speziell einen Röntgenfilm. Die japanische Anmeldung gibt eine maximale Konzentration des Polyhydroxybenzols von 0,1 Mol/Mol Ag an und behauptet, daß die Beanspruchungsempfindlichkeit verringert ist, während das US-Patent eine Konzentration im Bereich von 0,03 bis weniger als 0,50 Mol/Mol Ag angibt und behauptet, daß den Reflexionsgrad des entwickelten Silberbildes verringert ist. Der bevorzugte offenbarte Konzentrationsbereich liegt bei 0,03 bis 0,30 Mol/Mol Ag und am bevorzugtesten bei 0,05 bis 0,10. Die Entwicklung geschieht durch herkömmliche Entwicklerlösungen. In beiden Fällen umfaßt die Formel für die Polyhydroxybenzole Verbindungen wie Resorcinole. Es liegt keine Offenbarung der Anwesenheit von Hilfsentwicklern, wie Phenidon, in den Filmen vor.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Verwendung von einverleibten Entwicklungsmitteln, die in einer von der Emulsion getrennten Schicht in einem Röntgenfilm mit einer Silberhalogenid-Emulsion mit laminarem Korn vorliegen, eine rasche Entwicklung in einer einfachen Aktivatorlösung ermöglicht. Überraschenderweise wird dies ohne Nachteil für die Sensitometrie des Filmes erzielt.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Erzeugung eines Bildes bereitgestellt, welches die Schritte umfaßt:
  • 1. Bereitstellen eines Röntgenfilmes, der einen transparenten Schichtträger umfaßt, welcher auf mindestens einer Seite mit (a) einer Silberhalogenid-Emulsion mit tafelförmigem Korn und (b) einer getrennten hydrophilen Kolloid-Schicht beschichtet ist, welche ein Entwicklungsmittel für Silberhalogenicl in einer Menge enthält, die mindestens 0,5 Mol pro Mol an auf dieser Seite des Schichtträgers aufgetragenem Silber entspricht,
  • 2. Anordnen eines Licht emittierenden Phosphorschirms in innigem Kontakt mit jeder emulsionsbeschichteten Seite des Filmes,
  • 3. bildweises Belichten des Phosphorschirms mit Röntgenstrahlen und
  • 4. Inkontaktbringen des belichteten Filmes mit einer wäßrigen alkalischen Aktivatorlösung, um ein Bild zu entwickeln.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird ein medizinischer Röntgenfilm bereitgestellt, der einen transparenten Schichtträger umfaßt, der auf mindestens einer Seite mit (a) einer Silberhalogenid-Emulsion mit tafelförmigem Korn und (b) einer getrennten hydrophilen Kolloid-Schicht beschichtet ist, welche ein Entwicklungsmittel für Silberhalogenid in einer Menge enthält, die mindestens 0,5 Mol pro Mol des auf dieser Seite des Schichtträgers aufgetragenen Silbers entspricht.
  • Der Röntgenfilm kann eine Silberhalogenid-Emulsionsschicht (a) und eine Entwicklerschicht (b) auf jeder Seite des Schichtträgers aufweisen.
  • Die Erfindung ermöglicht, daß Röntgenbilder mit einer stark verringerten Entwicklungszeit, z. B. 45 Sekunden, ohne Rückgriff auf hohe Temperaturen oder hohe Konzentrationen an schädlichen Chemikalien erzeugt werden. Ein weiterer Vorteil ist eine übereinstimmendere sensitometrische Antwort. Da jeder Film seine eigene Ergänzung an frischem Entwickler enthält, können große Filmzahlen auf identische Weise mittels derselben Lösung entwickelt werden. In herkömmlichen Systemen wird die Entwicklerlösung fortschreitend abgereichert und muß periodisch nachgefüllt werden, so daß, um übereinstimmende sensitometrische Ergebnisse zu erzielen, Anpassungen im Entwicklungsverfahren und der Entwicklungslösung notwendig sein können, abhängig von der Lage des Verfahrens im Abreicherungs/Auffüllungs-Zyklus.
  • Während die potentiellen Vorteile eine Aktivierungsentwicklung auf dem Gebiet der Graphikgewerbe-Filme und -Platten seit langem anerkannt sind, sincl sie bisher nicht auf dem Gebiet der Röntgenfilme, geschweige denn bei Röntgenfilmen mit tafelförmigem Korn, ausgenützt worden. Im Fall von Graphikgewerbe-Filmen hat die Aktivierungsentwicklung auf Grund von Problemen wie hoher Dmin, niedriger Dmax, geringem Kontrast, schlechtem Härten und Verfärben keine weitverbreitete Verwendung gefunden. Allgemein gesprochen hat sich die Technik nicht als kommerziell lebensfähig erwiesen, außer im Fall von rasch entwickelbaren feinkörnigen Emulsionen mit hohem Chloridgehalt. Röntgenfilme umfassen typischerweise grobkörnige Emulsionen mit hohem Bromidgehalt, und da von laminaren Emulsionen bekannt ist, daß sie für die meisten der oben erwähnten Probleme selbst bei normaler Entwicklung besonders anfällig sind, ist es sehr überraschend, daß in diesem Fall eine Aktivierungsentwicklung ohne Nachteil für die Sensitometrie möglich ist.
  • Im Prinzip kann irgendeines der wohlbekannten Silberhalogenid-Entwicklungsmittel in der Erfindung verwendet werden, wie die Verbindungen, düe in Research Disclosure Nr. 92332 (Abschnitt VI) (Dez. 1971) aufgeführt sind, aber in der Praxis sind die bevorzugten Verbindungen Dihydroxybenzole, wie Brenzcatechin und Hydrochinon. Substituierte Derivate dieser Verbindungen können verwendet werden, z. B. mit Substituenten wie Alkylgruppen, Halogenatomen und Carbonsäuregruppen. Ballast liefernde Substituenten können verwendet werden, wie beispielsweise in Research Disclosure Nr. 17364 (1987) beschrieben, oder das Entwicklungsmittel kann für Ballast liefernde Zwecke Teil eines Polymers bilden, wie in der europäischen Patentanmeldung Nr. 92307707.7 (eingereicht am 24. August 1992) beschrieben. Mit Ballast versehene Entwickler weisen den Vorteil einer verringerten Diffusion in die Entwicklungslösung und demgemäß verringerte umweltverschmutzende Eigenschaften auf, aber bisher haben die unsubstituierten Verbindungen die besten sensitometrischen Ergebnisse ergeben, und Hydrochinon selbst ist der bevorzugteste Entwickler. "Maskierte" Entwickler, in denen die aktive entwickelnde Spezies durch Reaktion mit der alkalischen Aktivatorlösung freigesetzt wird, können ebenfalls verwendet werden. Derartige Materialien sind im kanadischen Patent Nr. 766708 beschrieben und umfassen allgemein leicht zu hydrolysierende Ester von Hydrochinon und analogen Verbindungen.
  • Die Entwicklerkonzentration in der aufgetragenen Schicht ist im allgemeinen mindestens gleich 0,5 Mol pro Mol des auf der gleichen Seite des Schichtträgers aufgetragenen Silbers, bevorzugter mindestens 0,75 Mol pro Mol Silber, am bevorzugtesten mindestens 1,0 Mol pro Mol Silber. In der Theorie gibt es keine obere Grenze für die zu verwendende Menge an Entwicklerlösung, aber in der Praxis wird gefunden, daß Konzentrationen von mehr als 1,5 MoI/Mol Ag keine weitere Zunahme der Dmax oder Empfindlichkeit ergeben und tatsächlich die Haftung der Schicht auf dem Schichtträger beeinträchtigen können. Auch nimmt die Dicke der betreffenden Kolloidschicht zu, wenn größere Entwicklermengen zugesetzt werden, was Trocknungsprobleme verursachen kann. Ein Bereich von 0,5 bis 2,0 Mol pro Mol an auf der gleichen Seite des Schichtträgers aufgetragenem Silber stellt deshalb einen vernünftigen Arbeitsbereich dar.
  • Der Entwickler wird in einer oder in mehreren Schichten aufgetragen, bevorzugt in einer Schicht, die von der bzw. den Silberhalogenid-Emulsionschicht(en) verschieden ist. Obwohl der Stand der Technik über die Aktivierungsentwicklung von Graphikgewerbe-Filmen im allgemeinen zu der Einverleibung des Entwicklers in der Emulsionsschicht selbst rät, fand man, daß dies für die vorliegende Erfindung ungeeignet ist, da ein unannehmbar hoher Schleier verursacht wird. Normalerweise liegt bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung die Entwicklerschicht zwischen dem Schichtträger und der Emulsion vor.
  • Der Entwickler wird als Lösung oder Dispersion in einem wäßrigen Kolloid, normalerweise Gelatine, aufgetragen, obwohl diese mit anderen Materialien, wie Dextran, Poly(ethylacrylat) und Poly(vinylalkohol), gemischt sein kann. Die Entwicklerschicht kann mit irgendeinem der wohlbekannten Härtungsmittel, wie Formaldehyd, Vinylsulfonen und Triazin-Derivat, gehärtet werden, aber schnelle Härter, wie Divinylsulfon, werden bevorzugt.
  • Der Entwickler kann auch einen Hilfsentwickler, auch als Elektronentransfermittel oder Superadditiv-Entwickler bekannt, enthalten. Derartige Materialien sind in der Technik wohlbekannt und dienen dazu, die Geschwindigkeit und Effizienz des Entwicklungsprozesses deutlich zu steigern. Sie werden gewöhnlich in viel geringeren Konzentrationen als der Hauptentwickler verwendet, und im Zusammenhang mit dieser Erfindung liegt eine geeignete Konzentration im Bereich von 4 bis 25, bevorzugt 8 bis 15 mMol pro Mol an auf der gleichen Seite des Schichtträgers aufgetragenem Silber. Die Verwendung von Hilfsentwicklern ist beispielsweise in "The Theory of the Photographic Process" (4. Aufl.) (Hsg. T. H. James), Kapitel 14(11), S. 432, beschrieben, und jede der darin erwähnten Verbindungen kann verwendet werden, aber der bevorzugte Hilfsentwickler ist Phenidon. Als Alternative oder zusätzlich zur Anordnung in der Entwicklerschicht kann ein Hilfsentwickler der Aktivatorlösung zugesetzt werden, die verwendet wird, um den Film zu entwickeln. Tafelförmige Emulsionen sind in der Technik wohlbekannt. In einer tafelförmigen Emulsion weisen mindestens 50% der Körner ein "aspect ratio", d. h. ein Verhältnis von Durchmesser zu Dicke, von 3 : 1 oder mehr auf. Es gibt keine besondere obere Grenze für das Durchmesser-Dicken-Verhältnis (AR), aber Werte von mehr als 15 : 1 sind ungewöhnlich. Ein bevorzugter AR-Bereich beträgt 3 : 1 bis 12 : 1, am bevorzugtesten 5 : 1 bis 8 : 1.
  • Jedes der bekannten Verfahren zur Herstellung derartiger Emulsionen kann ver = wendet werden, aber ein bevorzugtes Verfahren ist im US-Patent Nr. 5,028,521 beschrieben. Die Körner können Chlorid-, Bromid- oder lodid-Ionen in irgendeiner Kombination umfassen, einschließlich derjenigen, in denen die verschiedenen Halogenid-Ionen ungleichmäßig innerhalb einzelner Körner verteilt sind, d. h. Kern- Schalen-Emulsionen oder Emulsionen mit epitaktischem Wachstum. Vorzugsweise bestehen die Körner vorwiegend aus Silberbromid (z. B. mindestens 60% Bromid), am bevorzugtesten aus Silberiodobromid mit einem maximalen Iodid-Gehalt von 3,5 Mol-%. Typische Korngrößen liegen im Bereich von einem Durchmesser von 0,2 bis 3,0 um und einer Dicke von 0,05 bis 0,3 um.
  • Die Emulsion ist vorzugsweise durch irgendeines der herkömmlichen Verfahren chemisch sensibilisiert und spektralsensibilisiert, um sie der Emission der geplanten Phosphorschirme (normalerweise grün oder blau) anzupassen. Jeder der üblicherweise verwendeten sensibilisierenden Farbstoffe kann für diesen Zweck verwendet werden. Die Emulsion kann gemäß bekannten Techniken auch weitere Bestandteile enthalten, wie Anti-Schleiermittel, Härter, Stabilisatoren, Konservierungsmittel und Tenside.
  • Der Schichtträger umfaßt normalerweise Polyester (klar oder blau gefärbt) mit einer Dicke von 50 bis 200 um. Er kann durch irgendeines der herkömmlichen Verfahren oberflächenbehandelt und/oder mit einer Haftschicht versehen sein, um die Benetzbarkeit und Haftung der aufgetragenen Schichten zu vergrößern.
  • Der Entwickler und die Emulsionsschichten können durch irgendeines der Standardverfahren aufgetragen werden, werden aber am bequemsten gleichzeitig mit einer Multischlitz-Beschichtungsmaschine aufgetragen. Typische Silberbeschichtungsgewichte liegen im Bereich von 1 bis 5 g/m² auf jeder Seite. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der medizinische Räntgenfilm eine Silberhalogenid-Emulsionsschicht (a) und eine Entwicklerschicht (b) auf jeder Seite des Schichtträgers auf. Vorzugsweise wird eine Schutzdeckschicht eingeschlossen, die Gelatine und eine relativ hohe Konzentration an Härter umfaßt. Anti-Lichthof- und/oder Filter-Farbstoffe können in einer Unterschicht am nächsten bei dem Schichtträger einverleibt sein, oder derartige Farbstoffe können der Entwicklerschicht einverleibt sein. Geeignete Farbstoffe absorbieren stark bei der Wellenlänge des belichtenden Lichts (der Wellenlänge der maximalen Empfindlichkeit der Emulsion), müssen aber bei der Entwicklung des Filmes vollständig gebleicht oder ausgewaschen werden. Geeignete Farbstoffe sind beispielsweise in den US-Patenten Nr. 4,900,652, 5,028,520 und 5,079,134 offenbart.
  • Die photographischen Elemente der Erfindung können unter Verwendung herkömmlicher Röntgenbildaufzeichnungsgeräte und geeigneter Phosphorschirme belichtet werden. Die Entwicklung wird bewerkstelligt, indem man die belichtete(n) Emulsion(en) mit einer alkalischen Aktivatorlösung in Kontakt bringt.
  • Aktivatorlösungen sind in der Technik wohlbekannt, wobei ein kommerzielle erhältliches Beispiel "RAPIDOPRINT" ist, das von Agfa zur Verwendung bei Graphikgewerbe-Filmen verkauft wird. Ein typischer Aktivator umfaßt eine wäßrige Lösung eines alkalischen Materials, z. B. KOH, NaOH, NH&sub4;OH, K2CO&sub3; und Na&sub2;CO&sub3;, zusammen mit einem Konservierungsmittel, wie Natriumsulfit, und gegebenenfalls einem Verzögerer, wie Natriumbromid. Die Aktivatorlösung weist im allgemeinen einen pH im Bereich von 8 bis 14, aber bevorzugt mindestens 9, bevorzugter mindestens 10,5 auf. Die Aktivierungsentwicklung kann bei variierenden Temperaturen, z. B. bei einer Temperatur im Bereich von 10 bis 40ºC, und während variierender Zeiten durchgeführt werden. Entwicklungszeiten von weniger als 10 Sekunden werden leicht erzielt.
  • Die Aktivatorlösungen können durch irgendeines der bekannten Verfahren, wie Tauchen, Aufsprühen, Übertragung von einer Walze, auf den Film aufgetragen werden. Der Film kann in ein vergleichsweise großes Aktivatorvolumen eingetaucht werden, oder es kann ein dünner Aktivatorfilm auf der Oberfläche des Filmes aufgetragen werden. Tenside und/oder Verdickungsmittel können der Aktivatorlösung zugesetzt werden, um die Effizienz des Kontaktes mit der Filmoberfläche zu verbessern. Nach dem Aktivierungs-Entwicklungsverfahren wird der Film auf normale Weise einer Fixierung, einem Waschen und einem Trocknen unterzogen. Das gesamte Verfahren kann trocken zu trocken in 45 Sekunden oder weniger durchgeführt werden.
  • Die Filme können in herkömmlichen Entwicklerlösungen entwickelt werden, aber es bietet keinen speziellen Vorteil, dies vorzunehmen.
  • Die Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele erläutert.
  • Glossar
  • Die folgenden Abkürzungen und Handelsbezeichnungen werden in den Beispielen verwendet:
  • HOSTAPUR® - Netzmittel, erhältlich von Hoechst (10%-ige wäßrige Lösung).
  • DEXTRAN® 40 - Polysaccharid, erhältlich von Fisons.
  • PEA - Poly(ethylacrylat) (wäßrige Dispersion).
  • Sp-1 - log Empfindlichkeit bei Dichte 0,25 oberhalb von Schichtträger + Schleier.
  • Sp-2 - log Empfindlichkeit bei Dichte 1,0 oberhalb von Schichtträger + Schleier.
  • Sp-3 - log Empfindlichkeit bei Dichte 3,0 oberhalb von Schichtträger + Schleier.
  • Dkon - durchschnittlicher Kontrast bei Dichte 0,25 bis 2,0 oberhalb von Schichtträger + Schleier.
  • B. G. - Gesamt-Silberbeschichtungsgewicht (d. h. beide Seiten) in gm².
  • DN - Dornbergzahl (eine Härteangabe, gemessen durch Standardtechniken).
  • XP505 - herkömmliche Röntgenfilm-Entwicklungsvorrichtung, erhältlich von Minnesota Mining and Manufacturing Company.
  • XAD3 - herkömmliche Röntgenfilm-Entwicklungschemie, erhältlich von Minnesota Mining and Manufacturing Company.
  • RA - "Rapidoprint"-Aktivierungs-Entwicklungsvorrichtung, erhältlich von Agfa (mit 8- sekündigem Aktivierungszyklus und 22-sekündigem Fixier/Wasch-Zylklus).
  • Die Emulsionen wurden gemäß dem Verfahren hergestellt, das im US-Patent Nr. 5,028,521 offenbart ist, und wurden durch herkömmliche Verfahren chemisch sensibilisiert und (für grünes Licht) spektralsensibilisiert.
  • Die Testbelichtungen betrugen 0,1 Sekunden auf einem für diesen Zweck gebauten doppelseitigen Sensitometer, das mit zwei Wratten Nr. 99-Filtern ausgestattet war, und die sensitometrischen Bewertungen wurden mit Hilfe eines modifizierten Macbeth TR924-Densitometers durchgeführt.
  • Beispiel 1 (i) Entwickler-Unterschicht
  • a) Gelatine 12 g
  • b) destilliertes Wasser 190 g
  • c) wäßrige Filterfarbstoff-Lösung 40 ml
  • d) Hydrochinon 4, 5 g
  • e) Phenidon, 4%-ige Lösung in MeOH 4, 5 ml
  • f) Vinylsulfon-Härter, 1%-ige wäßrige Lösung 20 ml
  • Die Komponenten a) bis e) wurden bei 40ºC gemischt, und Wasser wurde auf ein Gesamtgewicht von 255 g zugesetzt, und f) wurde vor der Beschichtung zugesetzt. (ii) Emulsionsschicht
  • a) reine Silberbromid-Emulsion AR = 8 : 1
  • (wie in Beispiel 12 des US-Patentes Nr. 5,028,521) 0,4 Mol
  • b) Gelatine 6 g
  • c) destilliertes Wasser 80 ml
  • d) Resorcinol, 20%-ige wäßrige Lösung 6 ml
  • e) Azodicarbonamid M/40 in DMF 9 ml
  • f) Hostapur®, 10%-ige wäßrige Lösung 16 ml
  • g) Dextran® 40,1 0%-ige wäßrige Lösung 216 ml
  • h) PEA, 10% Feststoffe, wäßrige Dispersion 88 ml
  • i) Vinylsulfon-Härter, 1%-ige wäßrige
  • Lösung 80 ml
  • Die Komponenten a), b) und c) wurden gemischt und 20 Minuten gehalten; die Komponente d) wurde dazugegeben und 15 Minuten gehalten, und danach wurden die Komponenten e) bis h) dazugegeben und 30 Minuten gehalten, bevor der pH auf 6, 7 eingestellt und destilliertes Wasser zugesetzt wurde, um ein Gesamtgewicht von 880 g zu ergeben. Der Härter wurde vor der Beschichtung zugesetzt.
  • (iii) Deckschicht
  • a) Gelatine 50 g
  • b) destilliertes Wasser 800 g
  • c) Hostapurº, 10%-ige wäßrige Lösung 24 ml
  • d) Fluortensid, 1%-ige wäßrige Lösung 24 ml
  • e) Polymethylmethacrylat, 6,5% Feststoffe,
  • wäßrige Dispersion 10 ml
  • f) Vinylsulfon-Härter, 1%-ige wäßrige Lösung 100 ml
  • Die Komponenten a) bis e) wurden gemischt, der pH wurde auf 6, 7 eingestellt und Wasser wurde zugesetzt, um das Gewicht auf 900 g zu bringen, und 1) wurde vor der Beschichtung zugesetzt.
  • Die drei Lösungen i), (ii) und (iii) wurden mittels einer Multischlitz-Beschichtungsmaschine mit 85, 65 bzw. 45 ml/min bei 1,5 m²/min auf beide Seiten eines transparenten Polyester-Schichtträgers aufgetragen (Probe 1). Eine weitere Probe wurde hergestellt, ohne daß die Entwicklungsmittel Hydrochinon und Phenidon anwesend waren (Probe 2).
  • Probe 1 mit einer Entwickler-Unterschicht enthielt einen Farbstoff, der nicht ausbleichte, was so die Dmin-Werte verdunkelte. Das Hydrochinon wurde in einer hydrophilen kolloidalen (Gelatine) Unterschicht bei einer Bedeckung von 0,93 g/m², also 0,45 Mol/Mol Silber, aufgetragen, mit Phenidon zu 0,037 g/m². Die Proben wurden belichtet und entwickelt, wie in der folgenden Tabelle mitgeteilt.
  • Wie ersichtlich ist, wurde der Kontrast durch Verwendung der Entwickler-Unterschicht verbessert Die Dmax ist ausgezeichnet, d. h. über 3, 4. Die Zähigkeit des Filmes ist ebenfalls annehmbar, d. h. über 35 Dornberg-Einheiten, was überraschend ist, da Filme, die mit einverleibtem Entwickler hergestellt werden, manchmal Schwierigkeitenen beim Härten zeigen.
  • Beispiel 2
  • In diesem Beispiel wurde ein tafelförmiger Kornkristall verwendet, der ein Durchmesser-Dicken-Verhältnis von 4,5 : 1 aufwies; er wurde in einer Bemühung, den Bedarf an Härter in der Beschichtung zu verringern, vor dem Entsalzungsschritt digeriert. Die Emulsion wies eine hohe Dmin auf. Es wurde ein Experiment mit einem einfachen 2²-faktoriellen Aufbau bezüglich der Konzentrationen an Hydrochinon und Phenidon in der Entwickler-Unterschicht durchgeführt. Die jeweiligen Konzentrationen in g/m² sind nachstehend gezeigt.
  • Proben wurden wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß der Härter in der Emulsionsschicht auf 40 ml verringert wurde, wobei der Unterschied der Gewichte durch Wasser ausgeglichen wurde. Die Ergebnisse für die Rapidoprint-Entwicklung sind:
  • Aus diesem Satz von Ergebnissen ist es möglich, die Wege zu höherer Empfindlichkeit und niedrigerer Dmin zu identifizieren. Die Empfindlichkeit hängt sowohl vom Entwickler als auch vom Elektronentransfermittel ab, sie steigt um 0,04 Einheiten mit jeweils 0,3 g/m² Hydrochinon und um 0,03 mit jeweils 0,013 g/m² Phenidon. Dmin wies eine sehr geringe Abhängigkeit von Hydrochinon auf, nimmt aber um 0,03 Einheiten mit jeder Zunahme von 0,013 g/m² an Phenidon zu. Man bemerke hier die ziemlich hohe Empfindlichkeit, die in diesem Satz von Proben erreicht worden ist, verglichen mit Beispiel 1. Wieder liegt eine sehr gute Dmax vor, selbst bei Filmen, die ziemlich zäh sind. Die Analyse dieser Beispiele würde vorhersagen, daß die Empfindlichkeit gesteigert werden könnte, indem man die Bedeckung des Hydrochinons erhöht, und Dmin verringert werden könnte, indem man die Menge an Phenidon verringert.
  • Beispiel 3
  • Die in Beispiel 1 verwendete Emulsion wurde mit und ohne Entwickler-Unterschicht (Proben 9 und 10) aufgetragen, wobei ihr ein Netzmittel zugesetzt worden war (Hostapur) und sie eine Bedeckung von 1,45 g/m² Hydrochinon und 0,030 g/m² Phenidon ergab. Dieses Mal wurden die Filme nach der Beschichtung keinem Calidarium wie in den vorangehenden Beispielen unterzogen. Dies ist ein Verfahren, welches den Film erwärmt, um die Härtungszeit zu verringern. Da ein schneller Härter bei der Beschichtung verwendet wurde, ist ein Calidarium tatsächlich nicht erforderlich, da der Film wenige Tage nach der Beschichtung ziemlich hart ist. Die Ergebnisse sind wie folgt:
  • In diesem Fall wurde die Zunahme an Empfindlichkeit, die durch das vorangehende Beispiel vorhergesagt wurde, verifiziert, obwohl dies eine verschiedene Emulsion ist. Die Dmin von Proben gemäß der Erfindung ist annehmbar, d. h. weniger als 0,23. Es wurde ein ziemlich hoher Kontrast bei einer hohen Dmax, über 4,0, bei Proben gemäß der Erfindung erhalten, was, gekoppelt mit der Fähigkeit zu raschem Zugriff, diese Art von Element für eine Mammographie-Anwendung geeignet machen würde. Dieses Ergebnis zeigt den unerwarteten Vorteil, wenn das Hydrochinon und das Phenidon in einer getrennten Unterschicht vorliegen.
  • Beispiel 4
  • Dieses Beispiel demonstriert verschiedene Bindemittel für die Entwicklerschicht. Die verwendeten Bindemittel waren Dextran, Gelatine und PEA mit einer Gesamtbedeckung von 6 g/m². Die Menge an Hydrochinon wurde bei 1,45 g/m² konstant gehalten, und die von Phenidon bei 0,020 g/m².
  • Die Verwendung der Gelatine-Streckmittel PEA und Dextran gestattet das Auftragen von relativ dicken Unterschichten mit einem hohen HC-Gehalt, ohne daß Trocknungsprobleme verursacht werden. Die folgenden Beschichtungslösungen wurden wie folgt hergestellt:
  • Die folgende Emulsionsformulierung wurde verwendet:
  • Emulsion (wie in Beispiel 1) 311 g
  • Azodicarbonamid (M/40 in DMF) 9 ml
  • Hostapur® (10 gew.-%-ig) 14,4 ml
  • Dextran® (20 gew.-%-ige Lösung) 108 ml
  • PEA (20%-ige Feststoffdispersion) 44 ml
  • Die Bestandteile wurden gemischt, der pH wurde auf 6, 7 eingestellt und das Gewicht wurde mit Wasser auf 960 g aufgefüllt.
  • Die folgende Deckschicht-Formulierung wurde verwendet:
  • Gelatine 25 g
  • Wasser 700 ml
  • Fluortensid (1%-ige Lösung) 24 ml
  • Hostapur® (10%-ige Lösung) 24 ml
  • Polymethylmethacrylat (6,5%-ige Feststoffdispersion) 20 ml
  • Vinylsulfon-Härter (1%-ige Lösung) 200 ml
  • Die ersten fünf Bestandteile wurden gemischt, der pH wurde auf 6, 7 eingestellt und das Gewicht auf 800 g, und der Härter wurde vor der Beschichtung zugesetzt. (Den Entwickler- oder Emulsionsschichten wurde kein Härter zugesetzt.)
  • Jede Entwicklerformulierung wurde zusammen mit den Emulsions- und Deckschicht- Formulierungen bei Pumpengeschwindigkeiten von 40, 62 bzw. 100 mllmin mit einer Geschwindigkeit von 1,5 m²/min nacheinander auf beide Seiten eines mit einer Haftschicht versehenen Polyester-Schichtträgers aufgetragen.
  • Die beschichteten Proben wurden getrocknet und wie zuvor bewertet.
  • Die Ergebnisse zeigten die Unempfindlichkeit der sensitometrischen Ergebnisse für grobe Veränderungen der Bindemittel-Zusammensetzungen, da alle Werte von Dmin und Empfindlichkeit innerhalb des normalen experimentellen Fehlers identisch waren.
  • Die Proben wurden mit einem Fuji S-HRG-Film verglichen, welcher für einen derzeitigen diagnostischen Film repräsentativ ist. Da die Sensitometrie für alle im Verfahren der Erfindung verwendeten Proben die gleiche war, wird hier nur ein Beispiel angeführt und mit dem S-HRG-Film verglichen.
  • Die Probe gemäß der Erfindung zeigt Vorteile bei Dmin, Empfindlichkeit, Kontrast, Dmax, Beschichtungsgewicht und Entwicklungsspielraum gegenüber dem Fuji-Film. Die Probe gemäß der Erfindung kann auch in einer Aktivator (RA®)-Entwicklungsvorrichtung entwickelt werden.
  • Die Wörter "Hostapur", "Dextran" und "Rapidoprint" sind eingetragene Marken.

Claims (15)

1. Medizinischer Röntgenstrahlfilm, umfassend einen transparenten Schichtträger, der auf mindestens einer Seite mit (a) einer Silberhalogenid-Emulsion mit tafelförmigem Korn und (b) einer getrennten hydrophilen Kolloid-Schicht beschichtet ist, welche ein Entwicklungsmittel für Silberhalogenid in einer Menge enthält, die mindestens 0,5 Mol pro Mol des auf dieser Seite des Schichtträgers aufgetragenen Silbers entspricht.
2. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach Anspruch 1, in dem die Schicht (b) zwischen dem Schichtträger und der Silberhalogenid-Emulsion vorliegt.
3. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach Anspruch 1 oder 2, in dem das Entwicklungsmittel ein Dihydroxybenzol ist.
4. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach Anspruch 3, in dem das Entwicklungsmittel Hydrochinon oder Brenzcatechin ist.
5. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, in dem das Entwicklungsmittel in einer Menge vorliegt, die mindestens 0,75 Mol pro Mol an auf dieser Seite des Schichtträgers aufgetragenem Silber entspricht.
6. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, in dem die Schicht (b) zusätzlich einen Hilfsentwickler umfaßt.
7. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach Anspruch 6, in dem der Hilfsentwickler Phenidon ist.
8. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, in dem die Körner der Silberhalogenid-Emulsion ein Durchmesser-Dicken- Verhältnis im Bereich von 3 : 1 zu 12 : 1 aufweisen.
9. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, in dem die Körner der Silberhalogenid-Emulsion einen Durchmesser im Bereich von 0,2 bis 3,0 um und eine Dicke im Bereich von 0,05 bis 0,3 um aufweisen.
10. Medizinischer Röntgenstrahlfilm nach irgendeinem vorangehenden Anspruch mit einer Silberhalogenid-Emulsionsschicht (a) und einer Entwicklerschicht (b) auf jeder Seite des Schichtträgers.
11. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes, umfassend die Schritte:
1. Bereitstellen eines Röntgenstrahlfilms, der einen transparenten Schichtträger umfaßt, der auf mindestens einer Seite mit (a) einer Silberhalogenid-Emulsion mit tafelförmigem Korn und (b) einer getrennten hydrophilen Kolloid-Schicht beschichtet ist, welche ein Entwicklungsmittel für Silberhalogenid in einer Menge enthält, die mindestens 0,5 Mol pro Mol an auf dieser Seite des Schichtträgers aufgetragenem Silber enthält,
2. Anordnen eines Licht emittierenden Phosphor-Schirms in innigem Kontakt mit jeder emulsionsbeschichteten Seite des Films,
3. bildweises Belichten des Phosphor-Schirms mit Röntgenstrahlen und
4. Inkontaktbringen des belichteten Films mit einer wäßrigen alkalischen Aktivatorlösung, um ein Bild zu entwickeln.
12. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes nach Anspruch 11, in dem die Aktivatorlösung einen pH von mindestens 9 aufweist und eines oder mehrere aus KOH, NaOH, NH&sub4;OH, K2CO&sub3; und Na&sub2;CO&sub3; umfaßt.
13. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, in dem die Aktivatorlösung zusätzlich ein Konservierungsmittel und/oder einen Verzögerer und/oder einen Hilfsentwickler umfaßt.
14. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes nach Anspruch 13, in dem die Aktivatorlösung Natriumsulfit und/oder Natriumbromid und/oder Phenidon umfaßt.
15. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes nach irgendeinem der Ansprüche 11 bis 14, in dem der Röntgenstrahlfilm wie in irgendeinem der Ansprüche 2 bis 10 definiert ist.
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