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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung bezieht sich auf Bismuth und Phosphor enthaltende Katalysatorträger, auf
aus derartigen Trägern
hergestellte Katalysatoren zum Reformieren von Naphtha, auf Verfahren
zur Herstellung sowohl des Trägers
als auch des Katalysators und auf ein Verfahren zum Reformieren
von Naphta unter Verwendung derartiger Katalysatoren.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Das
katalytische Reformieren von Naphta ist ein wichtiges Ölraffinationsverfahren,
mit welchem an Paraffinen und Naphthenen reiches Naphtha mit einem
geringen Oktangehalt in ein an Aromaten reiches, flüssiges C5 +-Reformat mit einem
hohen Oktangehalt und Wasserstoff (H2) umgewandelt
wird. Die Erdölraffinerien suchen
weiterhin nach verbesserten Reformierungskatalysatoren, welche eine
hohe Selektivität
(d.h. hohe Ausbeuten an C5 +-Flüssigkeit
und H2), eine hohe Aktivität, geringe
Verkokungsraten und eine hohe Selektivität und/oder Aktivitätsstabilität zeigen.
Es sind selektivere Katalysatoren erwünscht, um die Produktion von
wertvoller C5 +-Flüssigkeit
und H2 zu maximieren, während die Ausbeute an weniger
wünschenswerten
gasförmigen C1-C4-Produkten minimiert
wird. Es sind ferner Katalysatoren mit einer akzeptablen Selektivität, aber
einer höheren
Aktivität
erwünscht,
da sie den Betrieb bei niedrigeren Reaktoreinlaßtemperaturen unter Beibehaltung des
gleichen Umwandlungsniveaus (Oktan-Niveaus) oder den Betrieb bei
gleicher Temperatur, aber einem höheren Umwandlungsniveau (Oktan-Niveau)
ermöglichen.
Im vorhergehenden Fall erlaubt die höhere Aktivität der Katalysatoren
auch eine signifikante Ausdehnung der Kreislauflänge und eine verringerte Regenerierungsfrequenz.
Katalysatoren, welche eine geringere Verkokungsrate und eine höhere Selektivität und/oder
Aktivitätssta bilität aufweisen,
sind ebenfalls in hohem Maß wünschenswert,
da sie eine signifikante Verkürzung
der Koksabbrenn- und der Einheitsumsetzungsdauer oder einen längeren Betrieb
vor einer Regenerierung ermöglichen.
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Viele
Forscher haben ihre Anstrengungen dem Auffinden und der Entwicklung
von verbesserten Reformierungskatalysatoren gewidmet. Die ursprünglichen
kommerziellen Katalysatoren verwendeten ein Metall der Platingruppe,
vorzugsweise Platin selbst, welches auf einem Halogen-angesäuerten γ-Aluminiumoxidträger abgelagert
war; siehe beispielsweise die US-Patente Nr. 2,479,109–110 von
Haensel, welche 1949 erteilt und auf die Universal Oil Products
Company übertragen
wurden. Etwa 1968 wurde die gemeinsame Verwendung von Rhenium und
Platin eingeführt.
Im US-Patent Nr. 3,415,737, Kluksdhal, sind Pt/Re-Katalysatoren beschrieben,
worin das Atomverhältnis
von Rhenium zu Platin von 0,2 bis 2,0 beträgt, und in seinem US-Patent Nr.
3,558,477 ist die Wichtigkeit des Aufrechterhaltens eines Atomverhältnisses
von Rhenium zu Platin von weniger als 1,0 beschrieben. Im US-Patent
Nr. 3,578,583, Buss, ist der Einschluß einer geringfügigen Menge
bis zu 0,1 Prozent von Iridium in einem Katalysator mit bis zu 0,3
Prozent von jeweils Rhenium und Platin beschrieben. Im US-Patent
Nr. 4,356,081, Gallagher, ist ein bimetallischer Reformierungskatalysator
beschrieben, worin das Atomverhältnis
von Rhenium zu Platin von 2 bis 5 beträgt.
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Von
Phosphor ist seit wenigstens 1959, als Haensel dies im US-Patent Nr. 2,890,167
beschrieb, bekannt, daß er
die Aromatenausbeute erhöht,
wenn er in Reformierungskatalysatoren enthalten ist. Im US-Patent
Nr. 3,706,815, Alley, ist beschrieben, daß die Chelationen von einem
Gruppe VIII-Edelmetall mit Polyphosphorsäure in einem Katalysator die
Isomerisierungsaktivität
erhöhen.
In den US-Patenten Nr. 4,367,137, 4,416,804, 4,426,279 und 4,463,104,
Antos et al., ist beschrieben, daß die Zugabe von Phosphor zu
einem Edelmetallreformierungskatalysator zu verbesserten C5 +-Ausbeuten führt.
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In
1974–5
wurde in den US-Patenten Nr. 3,798,155, 3,888,763, 3,859,201 und
3,900,387, Wilhelm, der Einschluß von Bismuth in einem Reformierungskatalysator
der Platingruppe zur Verbesserung der Selektivität, der Aktivität und der
Stabilitätseigenschaften
beschrieben. Im US-Patent Nr. 4,036,743, Antos, ist ein Platin, Bismuth,
Nickel und Halogenkomponenten enthaltender Kohlenwasserstoffumwandlungskatalysator
beschrieben. Vor kurzem wurde in den US-Patenten Nr. 6,083,867 und
6,172,273 Bl, Wu et al., ein Reformierungskatalysator mit gemischter
Zusammensetzung oder je nach Stufe beladen beschrieben, welcher
einen ersten Katalysator, der Platin und Rhenium auf einem porösen Trägermaterial
umfaßt,
und einen zweiten Katalysator, welcher eine Bismuth- und Siliciumoxidkomponente
umfaßt,
beinhaltet.
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Bislang
hat jedoch noch niemand die Vorteile des Einschlusses von sowohl
Bismuth als auch Phosphor in einem Edelmetallnaphthareformierungskatalysator
beschrieben.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung stellt einen Katalysatorträger bereit, welcher γ-Aluminiumoxid
und eine Konzentration von Bismuth von 0,05 Gew.-% bis 0,1 Gew.-%
und eine Konzentration von Phosphor von 0,05 Gew.-% bis 0,6 Gew.-%
darin homogen einverleibt aufweist. Die Erfindung stellt ferner
Katalysatorzusammensetzungen bereit, welche Mengen an Platin von
0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% des Katalysators und Mengen an Chlor von
0,05 Gew.-% bis 2 Gew.-% des Katalysators und wahlweise Rhenium
in einer Menge von 0,01 Gew.-% bis 1 Gew.-% umfassen, die auf derartigen
Trägern
abgelagert sind. Die Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung
eines derartigen Katalysatorträgers
und von Katalysatorzusammensetzungen bereit und ein Verfahren zum
Reformieren von Naphtha zur Verbesserung von dessen Oktanzahl unter
Verwendung eines derartigen Katalysators. Wenn Bi- und P-enthaltende Katalysatorzusammensetzungen
dieser Erfindung zum katalytischen Reformieren von Naphtha verwendet
werden, zeigen diese unerwarteterweise signifikant verringerte Verkokungsraten
und C5 +-Ausbeute-
und Aktivitätsabnahmeraten;
d.h. eine höhere
Stabilität
im Vergleich zu zuvor bekannten Katalysatoren, die entweder Bi oder
P enthalten.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
die C5 +-Ausbeutenabnahmedaten
für die
Katalysatoren A bis H.
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Die 2 zeigt
die Aktivitätsabnahmedaten
für die
Katalysatoren A bis H.
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Die 3 zeigt
die C5 +-Ausbeuteabnahmedaten
für mit
Wasserdampf behandelte und oxychlorierte Katalysatoren DSO und GSO.
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Die 4 zeigt
die Aktivitätsabnahmedaten
für mit
Wasserdampf behandelte und oxychlorierte Katalysatoren DSO und GSO.
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Die 5 zeigt
die C5 +-Ausbeutenabnahmedaten
für die
Katalysatoren I bis L.
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6 zeigt
die Aktivitätsabnahmedaten
für die
Katalysatoren I bis L.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Die
Katalysatorträgerzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung umfassen Aluminiumoxid, überwiegend γ-Aluminiumoxid,
in welches Mengen an Bismuth von 0,05 Gew.-% bis 0,1 Gew.-% und
Mengen an Phosphor von 0,05 Gew.-% bis 0,6 Gew.-% während der
Herstellung des Trägerextrusionsgemisches
einverleibt wurden. Es wurde festgestellt, daß bei aus derartigen Trägern herge stellten
Katalysatoren der Einschluß dieser
Mengen von sowohl Bi als auch P im wesentlichen homogen überall im
Träger
verteilt zu einer signifikanten Verbesserung der C5 +-Ausbeute und einer Aktivitätsstabilität führt, relativ
zu herkömmlichen
Katalysatorzusammensetzungen. Zusätzlich erlauben diese Promotoren
im Träger
eine signifikante Unterdrückung
der Verkokungsrate und eine merkbare Verbesserung der Regenerierbarkeit
des Katalysators nach einer Feuchtigkeitseinwirkung.
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Die
Katalysatorzusammensetzungen dieser Erfindung umfassen einen derartigen
Träger,
welcher mit Mengen an Platin von 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% des Katalysators
und Mengen an Chlor von 0,05 Gew.-% bis 2,0 Gew.-% des Katalysators
und wahlweise einer Menge an Rhenium von 0,01 Gew.-% bis 1 Gew.-%
imprägniert
ist. Die Menge an Pt im Katalysator gewährleistet die gewünschte Hydrierungs-Dehydrierungs-Funktionalität des Katalysators,
die Menge an Re (sofern vorhanden) verbessert die Verkokungstoleranz
und die Widerstandsfähigkeit
gegenüber
einer Deaktivierung und die Menge an Cl erhöht die Azidität des Trägers und gewährleistet
die gewünschte
saure (Isomerisierungs- und
Crack-)Funktionalität.
Der Einschluß von
Pt, Re und Cl in einem Naphtha-Reformierungskatalysator ist in der
Technik gut bekannt. Wenn diese Elemente auf den Trägern der
vorliegenden Erfindung imprägniert
werden, zeigen diese Katalysatoren jedoch eine signifikant niedrigere
Verkokungsrate und eine höhere
C5 +-Ausbeute und
Aktivitätsstabilität als Katalysatoren,
welche mit den gleichen Elementen imprägnierte herkömmliche
Träger
enthalten. Die Katalysatorzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
erlauben daher eine Reduktion der Katalysatorregenerierungsfrequenz und
eine Maximierung der verfügbaren
Betriebszeit der Einheit, der Reformatproduktion und der Wirtschaftlichkeit.
In den seltenen Fällen,
in welchen eine höhere
Stabilität
nicht erwünscht
ist, würden
diese Zusammensetzung weiterhin signifikante Kosteneinsparungen
für die
Raffinerie gewährleisten
aufgrund ihrer im Vergleich zu herkömmlichen Ka talysatoren geringeren
Verkokungsraten, ihrer kürzeren
Koksabbrenndauer und Einheitsumsetzungsdauer während der Regenerierung. Die
niedrigeren Verkokungsraten der Zusammensetzungen dieser Erfindung
könnten
ein großer
Vorteil für
die Raffinerien sein, welche die beiden verschiedenen Typen von
Festbettreformierungseinheiten betreiben: die cyclische und die
semiregenerative Einheit.
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Träger
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Der
Träger
für den
Katalysator der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Aluminiumoxid, welches überwiegend γ-Aluminiumoxid
mit einer Bismuthkonzentration von 0,05 Gew.-% bis 0,1 Gew.-% und
einer Phosphorkonzentration von 0,05 Gew.-% bis 0,6 Gew.-%, welche
im wesentlichen homogen verteilt vorliegen.
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Diese
Mengen an Bismuth und Phosphor sind überall in den Trägerteilchen
verteilt, indem diese Promotoren in das Trägervorläufergemisch vor dem Ausbilden
der Trägerteilchen,
was üblicherweise
durch Extrusion erfolgt, verteilt werden. Es wurde festgestellt,
daß von
0,05 Gew.-% bis 0,08 Gew.-%, bezogen auf den fertigen Katalysator,
an Bismuth bevorzugt sind. Von 0,1 Gew.-% bis 0,4 Gew.-%, bezogen
auf den fertigen Katalysator, an Phosphor sind bevorzugt, wobei
0,25 Gew.-% bis 0,35 Gew.-% besonders bevorzugt sind.
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Das
Ausbilden der Trägerteilchen
kann mittels jedweden Verfahrens, welches den Fachleuten bekannt ist,
durchgeführt
werden. In dem bevorzugten Verfahren wird ein Gemisch, welches ungefähr 62 Gew.-% γ-Aluminiumoxidpulver
und 38 Gew.-% Aluminiumoxidsol umfaßt, hergestellt. Das γ-Aluminiumoxid
ist ein hochreines γ-Aluminiumoxid,
welches durch Aufschließen
von Aluminiumdraht in Essigsäure,
gefolgt von einem Altern zur Ausbildung von Aluminiumoxidsol und
einem Sprühtrocknen
des Sols zur Ausbildung von Aluminiumoxidpulver erhalten wird. Das
Alumini umoxidsol wird auch wie vorstehend beschrieben hergestellt
(d.h. durch Aufschließen
von Aluminiumdraht in Essigsäure
und Altern) und enthält
etwa 10 Gew.-% Aluminiumoxid (auf trockener Basis), 3 Gew.-% Essigsäure, wobei
der Rest entionisiertes Wasser ist. Das Aluminiumoxidsol wird mit dem
Aluminiumoxidpulver vermischt und wirkt als Peptisierungsmittel,
um die Extrusion des γ-Aluminiumoxids zu
unterstützen.
Jedwede andere Verfahren (andere als solche, worin Aluminiumoxidsol
verwendet wird, beispielsweise unter Verwendung von Extrusionshilfsstoffen),
welche den Fachleuten bekannt sind, könnten auch verwendet werden,
um Aluminiumoxidträgerteilchen
dieser Erfindung auszubilden. Derartige Extrusionshilfsstoffe umfassen,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Säuren
(wie Salpetersäure,
Essigsäure,
Zitronensäure
und andere) und/oder organische Extrusionshilfsstoffe (wie Methocel,
PVI, sterische Alkohole und andere).
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Die
gewünschten
Mengen an Phosphor und Bismuth sind im fertigen Träger im wesentlichen
homogen einverleibt, indem dem γ-Aluminiumoxid/Aluminiumoxidsol-Gemisch,
welches zu vermischen ist, eine Menge an Phosphorvorläuferlösung zugesetzt
wird, die ausreichend ist, um die gewünschte Konzentration an Phosphor
im fertigen Träger
zu gewährleisten,
und anschließend
eine Menge an Bismuthvorläuferlösung, die
ausreichend ist, um die gewünschte
Konzentration an Bismuth auf dem fertigen Träger zu gewährleisten. Die Zugabe von Phosphor-
und Bismuthlösung
wird mit langsamer Geschwindigkeit, gefolgt von einer Periode der kontinuierlichen
Vermischung, um eine homogene Verteilung von Phosphor und Bismuth
im Träger
sicherzustellen, durchgeführt.
Das fertige Gemisch sollte derart hergestellt werden, daß es eine
extrudierbare Paste ausbildet. Eine gut extrudierbare Paste wird
gebildet, wenn der LOI-Wert (Glühverlust)
des Gemisches von 30 bis 70 Gew.-% und stärker bevorzugt von 45 bis 60
Gew.-% beträgt.
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Um
die gewünschte
Menge an Phosphor in den Träger
einzuverleiben, wird eine Lösung
von Phosphorvorläuferverbindung
hergestellt. Die Lösung
kann durch jedwedes der Verfahren hergestellt werden, welches den
Fachleuten bekannt ist. Der Phosphorvorläufer wird von der Gruppe umfassend
Phosphorenthaltende Säuren
und Salze, beispielsweise H3PO4,
H3PO3, H3PO2, NH4H2PO4, (NH4)2HPO4 ausgewählt, wobei
H3PO4 die am stärksten bevorzugte
Vorläuferverbindung
ist. Die bevorzugte Vorläuferlösung kann
von 50 bis 85 Gew.-% H3PO4 enthalten,
wobei 70 bis 85 Gew.-% H3PO4 am
stärksten
bevorzugt sind.
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Um
Bismuth im Träger
auf solch eine Weise einzuverleiben, daß eine homogene Verteilung
der Bismuthatome gewährleistet
ist, ist es wesentlich, daß eine
Bismuthlösung
verwendet wird, worin alle Bismuthkationen vollständig in
Lösung
sind und nicht miteinander (über
chemische Bindungen mit anderen Elementen) indirekt interagieren.
Eine Anzahl von Bismuthvorläufern,
einschließlich,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Bi(NO3)35H2O, BiCl3, BiOCl,
BiBr3, Bi-Acetat, Bi-Citrat und verschiedene
Bi-Alkoxide können verwendet
werden, wobei Bi(NO3)35H2O am stärksten
bevorzugt ist. Die Lösungen
dieser Vorläufer
in Wasser, Wasser+Komplexierungsmittel (um die Bi-Löslichkeit
zu verbessern), angesäuerte
Wasserlösungen
sowie verschiedene grenzflächenaktive
Mittel oder organische Lösungsmittel
können
alle verwendet werden, um die Bi-enthaltenen Träger und Katalysatoren der vorliegenden
Erfindung herzustellen. Die annehmbare Konzentration an Bismuth
in der Lösung
hängt vom
ausgewählten
Bismuthvorläufer
ab, von der Natur des Lösungsmittels
und des Löslichkeitsbereiches
für den
Vorläufer
im Lösungsmittel.
Die am stärksten
bevorzugte Bismuthlösung
enthält etwa
9 Gew.-% Bi (aus Bi(NO3)35H2O) und ungefähr 10 Gew.-% D-Mannit (ein
Komplexierungsmittel) und als Rest Wasser. Andere Komplexierungsmittel
oder Chelatbildner, einschließend,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Polyalkohole oder Gemische von Polyalkoholen oder Alkoholen
und Säuren
könnten
ebenfalls anstelle von D- Mannit
verwendet werden, um eine vollständige
Auflösung
des Bismuthvorläufers
im Lösungsmittel
zu erzielen. Die gleiche Wirkung könnte auch durch Verwenden von
angesäuerten
Wasserlösungen
des Bismuthvorläufers
erzielt werden.
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Die
abschließenden
Schritte der Herstellung des Trägers
der vorliegenden Erfindung bestehen in der Ausbildung der vorstehend
hergestellten Paste zu Trägerteilchen,
gefolgt von einem Trocknen und wahlweise einem Kalzinieren. Jedwede
der herkömmlichen
Trägerformen,
wie Kugeln, extrudierte Zylinder und dreiblättrige Formen und andere können angewandt
werden. Die ausgebildeten Teilchen können durch jedwede der den
Fachleuten bekannten Verfahren getrocknet werden. Das Trocknen bei
niedriger Temperatur, d.h. zwischen 110°C und 140°C, während über 10 Stunden ist jedoch bevorzugt.
Das Trocknen sollte zu einem LOI-wert für den fertigen Träger im Bereich
von 10 Gew.-% bis 36 Gew.-%, stärker
bevorzugt von 17 Gew.-% bis 36 Gew.-% führen. Es ist bevorzugt, daß die getrockneten
Trägerteilchen
anschließend
kalziniert werden, um deren LOI auf 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
auf 1 Gew.-% bis 7 Gew.-%, zu verringern. Die Kalzinierung erfolgt
bei einer Temperatur von 400°C
bis 750°C,
vorzugsweise bei 550°C
bis 700°C,
während
einer Zeitspanne von 30 Minuten bis 5 Stunden, vorzugsweise von
1 Stunde bis 2 Stunden.
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Die
fertigen Träger
der vorliegenden Erfindung sind alle dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
im wesentlichen homogene Verteilung von Bismuth und Phosphor überall im γ-Aluminiumoxidbasismaterial
aufweisen.
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Katalysatoren
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Um
die fertigen Katalysatoren dieser Erfindung herzustellen, werden
Mengen an Platin von 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% des Katalysators und
Mengen an Chlor von 0,05 Gew.-% bis 2 Gew.-% des Katalysators und
wahlweise Mengen von Rhenium von 0,05 Gew.-% bis 0,6 Gew.-% auf
dem Träger
durch den Fachleuten bekannte Imprägnierungsverfahren abgelagert.
Es wurde festgestellt, daß Mengen
von 0,15 Gew.-% bis 0,6 Gew.-% an Platin, bezogen auf den fertigen
Katalysator, bevorzugt sind, wobei 0,50 Gew.-% bis 0,30 Gew.-% besonders
bevorzugt sind. Es wurde festgestellt, daß Chlormengen von 0,8 Gew.-%
bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf den fertigen Katalysator, bevorzugt
sind, wobei 0,9 Gew.-% bis 1,1 Gew.-% besonders bevorzugt sind. Wenn
Rhenium vorhanden ist, wurde festgestellt, daß 0,1 Gew.-% bis 0,5 Gew.-%,
bezogen auf den fertigen Katalysator, bevorzugt sind, wobei 0,2
Gew.-% bis 0,45 Gew.-% besonders bevorzugt sind.
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Es
sind den Fachleuten verschiedene Pt-, Cl- und Re-Vorläufer bekannt,
welche zur Herstellung von Imprägnierungslösungen und
zur Imprägnierung
des Trägers
dieser Erfindung verwendet werden können. Derartige Vorläufer umfassen,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Chlorplatinsäure,
Bromplatinsäure,
Ammoniumchlorplatinat, Tetrachlorplatinat, Dinitrodiaminoplatin,
Chlorwasserstoffsäure,
Tetrachlormethan, Chlormethan, Dichlormethan, 1,1,1-Trichlorethan,
Ammoniumchlorid, Perrheniumsäure
und Ammoniumperrhenat. Jedwede Vorläuferverbindung, welche sich
im Wasser zersetzen wird, wodurch die erforderlichen Ionen für die Ablagerung
auf dem Träger
bereitgestellt werden, ist annehmbar. Zusätzlich kann die Imprägnierungslösung geringe
Mengen an unterschiedlichen Säuren,
wie Salpetersäure,
Kohlensäure,
Schwefelsäure,
Zitronensäure,
Ameisensäure,
Oxalsäure,
etc. enthalten, welche den Fachleuten bekannt sind, um die Verteilung
des Platinats und, im Fall von Rhenium, der Perrhenatanionen auf
dem Aluminiumoxidträger
zu verbessern. Die Pt-, Cl- und wahlweise Re-Konzentration der Imprägnierungslösung wird
derart bestimmt, daß die
gewünschte Konzentration
dieser Komponenten auf dem fertigen Katalysator erzielt wird. Alle
den Fachleuten bekannten Imprägnierungsverfahren
können
verwendet werden, um die Katalysatoren dieser Erfindung herzustellen.
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Verfahren
zum Reformieren von Naphtha
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Das
Reformieren von hydrobehandeltem Naphthaeinsatzmaterial kann durch
Inkontaktbringen eines derartigen Einsatzmaterials mit dem Katalysator
der vorliegenden Erfindung in Gegenwart von Wasserstoff bei erhöhter Temperatur
und erhöhtem
Druck durchgeführt
werden. Die Betriebsbedingungen sind eine Raumgeschwindigkeit von
0,5 h–1 bis
6 h–1,
vorzugsweise von 1 h–1 bis 3 h–1,
ein Druck von etwa 0,1 MPa bis etwa 3,5 MPa, vorzugsweise von 1
MPa bis 3 MPa, eine Temperatur von etwa 315°C bis etwa 550°C, vorzugsweise
von 480°C
bis 540°C,
ein Verhältnis
von Wasserstoffrezyklierungsgas zu Kohlenwasserstoffeinsatzmaterial
von etwa 1 Mol/Mol bis 10 Mol/Mol, vorzugsweise von etwa 1,5 Mol/Mol
bis 8 Mol/Mol und stärker
bevorzugt von etwa 2 Mol/Mol bis 6 Mol/Mol.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Herstellung der Träger und
der Katalysatoren dieser Erfindung. Eine Anzahl von Beispielen veranschaulicht
die Verwendung derartiger Katalysatoren beim Reformieren von Naphthas
und vergleichen deren Leistung mit herkömmlichen Naphthareformierungskatalysatoren. Diese
Beispiele sollten nicht als den Rahmen dieser Erfindung einschränkend angesehen
werden.
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Beispiel 1
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung von fünf Katalysatorträgern, wovon
jeder eine unterschiedliche Bismuthkonzentration enthält. Die
Katalysatorträger
B, C und D sind erfindungsgemäß.
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Der
Träger
A wurde durch Vermischen von 1 kg γ-Aluminiumoxid mit 627 g Aluminiumoxidsol
in einem Mischer während
10 Minuten hergestellt. Mit laufendem Mischer wurden 9,1 g 85 gewichts prozentige
H3PO4 langsam zugesetzt
und das Mischen wurde während
ungefähr
einer weiteren Minute fortgesetzt. Anschließend wurde die in Tabelle 1
für Träger A definierte
Bismuthlösung
in den Mischer zugesetzt und das Mischen wurde während weiterer 7 Minuten fortgesetzt,
um eine extrudierbare Paste auszubilden. Die Paste wurde zu Pellets von
1,6 mm Durchmesser extrudiert, welche über Nacht bei 125°C getrocknet
wurden. Die Pellets wurden anschließend zu einer überwiegenden
Länge von
4 bis 6 mm klassiert und bei 660°C
während
1,5 Stunden kalziniert. Der fertige Träger A besaß die in Tabelle 1 gezeigte
Zusammensetzung.
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Die
Träger
B, C, D und E wurden auf die gleiche Weise hergestellt, mit der
Ausnahme, daß die
Lösung A
durch die für
jeden Träger
geeignete Lösung,
wie sie in Tabelle 1 gezeigt ist, ersetzt wurde.
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Eine
kleine Probe von Träger
D wurde durch Legen einiger Pellets auf den Boden einer Glaspetrieschale,
Zusetzen eines Tropfens von 20 gewichtsprozentiger Ammoniumsulfidlösung, Schließen des
Glasdeckels und Aussetzenlassen der Pellets unter die Ammoniumsulfiddämpfe während etwa
10 Minuten sulfidiert. Während
dieser Behandlung reagierten die Bismuthatome im Extrudat mit dem
Ammoniumsulfid, um dunkelgraues Bismuthsulfid zu ergeben. Die Untersuchung
der sulfidierten Pellets zeigte, daß diese im Gegensatz zu den
milchweißen,
nicht sulfidierten Pellets gleichmäßig dunkelgrau sind, was bestätigte, daß die Bismuthatome
homogen überall
im Träger
verteilt waren.
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Beispiel 2
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(Vergleichsbeispiel)
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung von drei herkömmlichen
Katalysatorträgern,
wobei der Träger
F Aluminiumoxid umfaßt,
welches die gleiche Konzentration an Bismuth wie Träger D aus
Beispiel 1 aufweist, d.s. 0,06 Gew.-%; der Träger G Aluminiumoxid umfaßt, welches
die gleiche Konzentration an Phosphor wie die Träger aus Beispiel 1 aufweist,
d.s. 0,3 Gew.-%; und der Träger
H reines Aluminiumoxid umfaßt.
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Der
Träger
F wurde unter Nachvollziehen des in Beispiel 1 beschrieben Verfahrens
hergestellt, mit der Ausnahme, daß keine H3PO4 zugesetzt wurde. Der Träger G wurde unter Nachvollziehen
des in Beispiel 1 beschrieben Verfahrens hergestellt, mit der Ausnahme,
daß keine
Bi/D-Mannit-Lösung
zugesetzt wurde. Der Träger
H wurde in gleicher Weise hergestellt, mit der Ausnahme, daß weder
H3PO4 noch Bi/D-Mannit-Lösung zugesetzt
wurden.
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Beispiel 3
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung von fünf Katalysatoren, wovon jeder
eine unterschiedliche Konzentration an Bismuth in seinem Träger enthält. Die
Katalysatoren B, C und D sind erfindungsgemäß.
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Es
wurden fünf
Imprägnierungslösungen hergestellt,
jeweils durch Mischen von 0,77 ml konzentrierter HNO3,
1,97 ml konzentrierter (12M) HCl und 0,660 g einer Lösung von
Chlorplatinsäure
(bezeichnet als CPA, 29,7 Gew.-% Pt) und 30 ml entionisiertem Wasser.
Die Lösungen
wurden gerührt
und es wurden weitere 120 ml entionisiertes Wasser zugesetzt, um
für jede der
Imprägnierungslösungen ein
Gesamtvolumen von 150 ml zu erhalten. Die Lösungen wurden anschließend in
einen 500 ml-Meßzylinder übergeführt und
mit Hilfe einer peristaltischen Pumpe in Zirkulation versetzt. Zusätzlich wurde
CO2-Gas mit einer sehr geringen Geschwindigkeit
durch ein Gasverteilungsrohr, welches sich im Boden des Meßzylinders
befand, durch- und
in die Lösung eingeleitet.
Dies erfolgte, um HCO3-Anionen bereitzustellen,
von welchen den Fachleuten bekannt ist, daß sie geeignet sind, um mit
Pt- und Re-Anionen hinsichtlich der Aluminiumoxidoberfläche zu konkurrieren
und eine bessere Verteilung dieser Metalle auf dem Aluminiumoxidträger zu gewährleisten.
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Um
jeden der Träger
A bis E aus dem Beispiel 1 zu imprägnieren, wurden, nachdem die
Zirkulation der Lösung
und das Durchblubbern von CO2-Gas eingestellt
war, rasch 70 g des Trägers
zur Lösung
im Zylinder zugesetzt. Die Imprägnierungslösung wurde
anschließend
unter Einleiten von CO2 während 3
Stunden über
den Träger
zirkuliert und anschließend
wurde das Einleiten von CO2-Gas und die
Zirkulierung beendet. Die Lösung
wurde ablaufen gelassen und der Katalysator wurde bei 125°C während 2
Stunden und bei 250°C während 4
Stunden getrocknet und anschließend
bei 525°C
während
1,5 Stunden kalziniert. Jeder der fertigen Katalysatoren, bezeichnet
als Katalysatoren A bis E, entsprechend den Trägern A bis E, wurde analysiert
und es wurde festgestellt, daß sie
etwa 0,25 Gew.-% Pt, etwa 0,95 Gew.-% Cl und die entsprechenden
Mengen an Bi und P enthalten (siehe Beispiel 1, Tabelle 1).
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Beispiel 4
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(Vergleichsbeispiel)
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung von drei herkömmlichen
Katalysatoren.
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Es
wurden drei weitere Imprägnierungslösungen hergestellt.
Diese Lösungen
waren mit jenen identisch, die in Beispiel 3 hergestellt wurden,
mit der Ausnahme, daß 0,754
g CPA-Lösung
anstelle der 0,660 g aus Beispiel 3 verwendet wurden. Die herkömmlichen
Träger
F, G und H aus Beispiel 2 wurden mit diesen Lösungen auf die gleiche Weise
wie in Beispiel 3 imprägniert.
Die Analyse der fertigen Katalysatoren zeigte, daß der Katalysator
F etwa 0,3 Gew.-% Pt und 1,0 Gew.-% Cl auf einem Träger, der
0,6 Gew.-% Bi enthielt, aufwies; der Katalysator G etwa 0,30 Gew.-%
Pt und 1,0 Gew.-% Cl auf einem Träger, der 0,3 Gew.-% P enthielt,
aufwies; und der Katalysator H etwa 0,30 Gew.-% Pt und 0,96 Gew.-%
Cl auf einem Träger,
welcher weder Bi noch P enthielt, aufwies.
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Beispiel 5
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Dieses
Beispiel beschreibt das Aussetzen unter Dampf und die Regeneration über Oxychlorbehandlungen
des Katalysators D aus Beispiel 3 und des Katalysators G aus Beispiel
4.
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Behandlung
mit Dampf: 40 g Mengen der Katalysatoren D und G wurden in Edelstahlregale
und in einen programmierbaren Ofen, welcher mit Einlaß- und Auslaßleitungen
ausgerüstet
war, eingebracht. Der Ofen wurde geschlossen und es wurde ein Luftdurchfluß durch
die Leitungen und die Ofenkammer eingestellt. Die Ofentemperatur
wurde anschließend
von Umgebungstemperatur auf 500°C
erhöht,
wobei der Luftdurchfluß beibehalten
wurde. Nachdem die 500°C-Temperatur
erreicht worden war, wurde der Luftdurchfluß beendet und es wurde ein
langsamer Strom von Wasser durch die Einlaßleitung und in die erhitzte
Ofenkammer bewerkstelligt. Das Wasser verdampfte in der Ofenkammer
und es bildete sich Wasserdampf. Die Katalysatorproben wurden diesem
Dampf im Ofen während
16 Stunden ausgesetzt, um eine signifikante Pt-Agglomerierung sicherzustellen.
Anschließend
wurde der Wasserzufluß beendet,
das Erhitzen wurde beendet und der Luftdurchfluß wurde wieder eingerichtet.
Die Proben wurden anschließend
auf 150°C
abgekühlt
und in einen luftdichten Behälter übergeführt. Obwohl
es den Nachweis einer Pt-Agglomerierung
bei beiden Proben gab, zeigte der mit Wasserdampf behandelte Katalysator
D eine viel hellere Farbe als der mit Wasserdampf behandelte Katalysator
G (welcher dunkelgrauer war), was auf eine höhere Widerstandsfähigkeit
hinsichtlich der Pt-Agglomerierung beim Bi- und P-enthaltenden Katalysator
D dieser Erfindung hinweist.
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Oxychlorierung:
Auf die Wasserdampfbehandlung folgend wurden beide Katalysatorproben
einer zweistufigen Oxychlorierungsbehandlung unterzogen. Von derartigen
Behandlungen ist bekannt, daß sie
geeignet sind, die ursprüngliche
hohe Verteilung des Platins auf dem Aluminiumoxidträger wiederherzustellen und
sie werden von den Fachleuten breit verwendet, um die Pt-Verteilung, die Aktivität und die
Selektivität
von verbrauchten Pt-Reformierungskatalysatoren wiederherzustellen.
In der ersten Stufe wird ein 2% Mol O2/N2 plus Cl2-Gas, welches
H2O- und
HCl-Dämpfe
trägt,
durch das Katalysatorbett bei 500°C
während
5,5 Stunden durchgeleitet. In der zweiten Stufe wurde der Cl2-Gasstrom unterbunden und 2% Mol O2/N2-Gas, welches
H2O- und
HCl-Dämpfe
enthält,
wurde durch das Katalysatorbett während weiterer 5,5 Stunden
durchgeleitet. Der Zweck der ersten Stufe bestand darin, das Pt
auf dem Träger
zu redispergieren, und zwar auf einem Niveau, welches jenem des
frischen Katalysators ähnlich
war, wogegen der Zweck der zweiten Stufe darin bestand, das Cl auf
das gewünschte
Niveau einzustellen. Die mit Wasserdampf behandelte und oxychlorierte
Probe von Katalysator D wurde als Katalysator DSO bezeichnet
und die in ähnlicher
Weise behandelte Probe von Katalysator G wurde als Katalysator GSO bezeichnet. Eine optische Untersuchung
von Katalysator DSO zeigte das Fehlen von
grau gefärbten
Pellets, was auf nicht agglomeriertes Pt hinweist. Im Gegensatz
dazu zeigte die Untersuchung von Katalysator GSO das
Vorhandensein von grau gefärbten
Pellets. Dies weist darauf hin, daß beim Bi- und P-enthaltenden Katalysator D dieser
Erfindung dessen Pt-Verteilung
besser aufrechterhalten und durch die Wasserdampf- und Oxychlorierungsbehandlungen
besser wiederherstellt wird als beim herkömmlichen Katalysator G, welcher
Phosphor, aber kein Bismuth enthielt. Beide Katalysatoren wurden
analysiert und es wurde festgestellt, daß sie sehr ähnliche Mengen an Cl (0,83
Gew.-% bzw. 0,81 Gew.-%) enthalten.
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Beispiel 6
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung eines Pt- und Re-enthaltenden Katalysators
dieser Erfindung.
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Es
wurde eine Imprägnierungslösung aus
0,50 ml konzentrierter HNO3, 1,89 ml konzentrierter
(12M) HCl und 0,660 g einer Lösung
von CPA (29,7 Gew.-% Pt), 0,302 g NH4ReO4 und 50 ml entionisiertem Wasser hergestellt.
Die Lösung
wurde gerührt
und es wurde mehr entionisiertes Wasser zugesetzt, um das Gesamtvolumen
der Lösung
auf 150 ml zu bringen. Die Lösung
wurde anschließend
in einen 500 ml Meßzylinder übergeführt und
mit Hilfe einer peristaltischen Pumpe in Zirkulation versetzt. Zusätzlich wurde
CO2-Gas mit einer sehr geringen Geschwindigkeit
durch ein Gasverteilungsrohr, welches am Boden des Meßzylinders
angeordnet war, durch- und in die Lösung eingeleitet. Nachdem die
Zirkulation der Lösung
und die CO2-Gasdurchleitung eingestellt
waren, wurden 70 g Träger
D aus Beispiel 1 zur Imprägnierungslösung zugesetzt.
Die Imprägnierungslösung wurde über den
Träger
während
einer Zeitdauer von 3 Stunden zirkuliert, wobei CO2-Gas
eingeleitet wurde und anschließend
wurden die Einleitung von CO2 und das Zirkulieren
beendet. Die Lösung
wurde ablaufen gelassen und der Katalysator wurde bei 125°C während 2
Stunden und bei 250°C
während
4 Stunden getrocknet und bei 525°C
während
1,5 Stunden kalziniert. Der fertige Katalysator wurde als Katalysator
I bezeichnet und bei der Ana lyse wurde festgestellt, daß er etwa
0,25 Gew.-% Pt, 0,26 Gew.-% Re, 0,99 Gew.-% Cl, 0,06 Gew.-% Bi,
0,30 Gew.-% P und als Rest Aluminiumoxid enthält.
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Beispiel 7
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(Vergleichsbeispiel)
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Dieses
Beispiel beschreibt die Herstellung von Proben von Pt- und Re-enthaltenden
Katalysatoren auf den herkömmlichen
Trägern
F, G und H aus Beispiel 2.
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Die
Proben der Träger
F, G und H wurden jeweils unter Verwendung der im Beispiel 6 beschriebenen Imprägnierungslösung und
des entsprechenden Verfahrens imprägniert. Der aus dem Träger F hergestellte fertige
Katalysator, bezeichnet als Katalysator J, wurde analysiert und
es wurde festgestellt, daß er
0,26 Gew.-% Pt, 0,24 Gew.-% Re, 0,06 Gew.-% Bi und 0,95 Gew.-% Cl
enthält.
Der aus dem Träger
G hergestellte fertige Katalysator, bezeichnet als Katalysator K,
wurde analysiert und es wurde festgestellt, daß er 0,25 Gew.-% Pt, 0,25 Gew.-%
Re, 0,3 Gew.-% P und 0,98 Gew.-% Cl enthält. Der fertige Katalysator,
welcher aus dem Träger
H hergestellt wurde, bezeichnet als Katalysator L, wurde analysiert
und es wurde festgestellt, daß er
0,25 Gew.-% Pt, 0,25 Gew.-% Re und 0,96 Gew.-% Cl enthält.
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In
den folgenden Beispielen wurde die Leistung der vorstehend hergestellten
Katalysatoren gemessen und verglichen. Bei der Messung der Katalysatorleistung
beim Reformieren von Naphtha werden vier Parameter angewandt, die
Selektivität,
die Aktivität,
die Stabilität
und die Verkokungsgeschwindigkeit.
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Die "Selektivität" ist ein Maß für die Ausbeute
an C5 +-Flüssigkeiten,
ausgedrückt
als Prozentsatz des Volumens an zugeführtem frischem flüssigem Einsatzmaterial.
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Die "Aktivität" ist ein Maß für die Reaktortemperatur,
die erforderlich ist, um das Zielprodukt Oktan zu erhalten.
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Die "Stabilität" ist ein Maß für die Fähigkeit
eines Katalysators, seine Selektivität und Aktivität über der Zeit
beizubehalten. Sie wird als Abnahmegeschwindigkeit der Selektivität und der
Aktivität
ausgedrückt
und ist zu dieser umgekehrt proportional.
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Die "Verkokungsgeschwindigkeit" ist ein Maß für die Tendenz
eines Katalysators während
des Reformierungsverfahrens auf seiner Oberfläche Koks auszubilden. Da Reformierungskatalysatoren
durch einen Mechanismus der Koksablagerung deaktiviert werden, zeigen
Katalysatoren mit niedrigeren Verkokungsgeschwindigkeiten üblicherweise
geringere Abnahmegeschwindigkeiten bei der C5 +-Ausbeute und der Aktivität; d.h.
eine höhere
Stabilität
als Katalysatoren mit höheren
Verkokungsgeschwindigkeiten.
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Beispiel 8
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In
diesem Beispiel wird die Leistung der Katalysatoren A bis H verglichen,
wenn diese eingesetzt werden, um ein kommerzielles hydrobehandeltes
Naphthaeinsatzmaterial des vollen Bereiches (C5-C12-Kohlenwasserstoffe) mit einem Gehalt an
Paraffinen/Naphthenen/aromatischen Verbindungen (P/N/A) von 51/34/15 Gew.-%
zu reformieren.
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Alle
Untersuchungen erfolgten in Edelstahlmikroreaktoren, welche mit
einem pseudoadiabatischen und Einmal-H2-Regime
betrieben wurden und mit Zufuhr- und Produkttanks und einem Online-Vollprodukt (H2 + C1-C12-Kohlenwasserstoffe)-Gaschromatographie-Analysengerät ausgerüstet war.
Die Katalysatoren wurden in die Mikroreaktoren als ganze Teilchen
(nicht zerkleinert) eingebracht. In jedem Test wurden 38 cm3 Katalysator und 38 cm3 SiC
(ein inertes Verdünnungsmittel)
in den Mikroreaktor in vier Stufen, wie in Tabelle 2 gezeigt, eingebracht.
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Das
Einsatzmaterial wurde mit Isopropanol und 1,1,1-Trichlorethan dotiert,
um die gewünschten
Zielmengen von 20 ppmv H2O und 1 ppmv Cl
in der Gasphase bereitzustellen. Das "Extra"-Wasser
(unerwünschtes
Wasser) im Einsatzmaterial wurde vor dem Test entfernt, indem das
Einsatzmaterial durch ein mit 4Å Molekularsieb
befülltes
Gefäß durchgeleitet
wurde. Die Tests wurden als Konstant-Oktan (99 C5 +-RON) Deaktivierungstests (Stabilität) bei 2,4
hr–1 LHSV,
1,03 MPa und 3 Mol H2/Mol HC durchgeführt. Diese
Bedingungen sowie die vorstehenden Katalysatorbeladungseinstellungen
wurden ausgewählt,
damit der Katalysator eine härtere
Leistung erbringt und diese rascher abnimmt. Um das Produkt Oktan
(C5 +-RON) in seiner
Menge während
des Testdurchlaufs konstant zu halten, wurde die Reaktorwandtemperatur
nach Bedarf eingestellt, um die Aktivitätsabnahme zu korrigieren.
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Die 1 und 2 zeigen
die Abnahme der C5 +-Ausbeute
bzw. die Daten der Reaktorwandtemperatur (Aktivitätsabnahme)
für die
Katalysatoren A bis H. Die Tabelle 3 zeigt die entsprechenden Abnahmegeschwindigkeiten
für die
Aktivität
und die C5 +-Ausbeute
sowie die Verkokungsgeschwindigkeiten. Die Analyse der Daten zeigt,
daß der
Bi-enthaltende Katalysator F die geringste Verkokungsgeschwindigkeit
und die geringste Abnahme der C5 +-Ausbeute und der Aktivität (d.h.
die höchste
Stabilität)
unter den herkömmlichen
Katalysatoren zeigte. Auch zeigte ein Vergleich der Daten für die Katalysatoren
G und H, daß die
Zugabe von P zum Träger
etwas bessere C5 +-Ausbeuten
gewährleistet,
aber Abnahme- und Verkokungsgeschwindigkeiten ähnlich jenen des reinen Aluminiumoxidträger-Katalysators
H liefert. Die alleinige Zugabe von P unterdrückt die Verkokungsgeschwindigkeit
und verbessert die Stabilität
von Reformierungskatalysatoren daher nicht. Im Gegensatz dazu zeigt
ein Vergleich der Abnahmedaten für
die Bi- und P-enthaltenden Katalysatoren dieser Erfindung, daß deren
Verkokungsgeschwindigkeiten und Abnahmegeschwindigkeiten im hohen
Maße von
der Bi-Konzentration abhängen. Überraschend
zeigten die Katalysatoren B, C und D, welche 0,10 Gew.-% bis 0,06 Gew.-%
Bi und 0,3 Gew.-% P enthielten, signifikant geringere Verkokungsgeschwindigkeiten
und Abnahmegeschwindigkeiten der C5 +-Ausbeute und der Aktivität; d.h.
eine höhere
Stabilität
relativ zu den Katalysatoren, welche mit Trägern hergestellt wurden, die
nur Bi, nur P und reines Aluminiumoxid enthalten, d.s. die Katalysator
F, G und H. Diese Daten zeigen, daß der Einschluß von geeigneten
Konzentrationen von sowohl Bi als auch P in einem Träger, welcher
zur Herstellung von Naphthareformierungskatalysatoren verwendet
wird, eine synergistisch vorteilhafte Wirkung auf die Verkokungsgeschwindigkeit
und die Leistung besitzt.
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Durchschnittliche
stündliche
Abnahmegeschwindigkeiten Tabelle
3
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Die
herkömmlichen
Katalysatoren, wie die Katalysatoren F, G und H, werden überwiegend
in zyklischen Reformereinheiten verwendet, worin sie härtesten
Betriebsbedingungen (niedriger Druck und manchmal hoher Feuchtigkeitsgehalt
im Rezyklatgas) unterworfen werden. Unter diesen Bedingungen zeigen
die Katalysatoren höhere
Verkokungsgeschwindigkeiten, d.h. eine rasche Deaktivierung und
sie erfordern eine häufige
Regenerierung (einmal alle 1 bis 2 Wochen). Die Katalysatoren B,
C und D der vorliegenden Erfindung werden im Vergleich zu herkömmlichen
Katalysatoren signifikant bessere Ausbeuten und eine bessere Stabilität der Aktivität und eine
signifikante Verlängerung
der Zeit im Strom vor einer Regenerierung ermöglichen. Zusätzlich werden
die erfindungsgemäßen Katalysatoren
in den seltenen Fällen,
in welchen eine längere
Betriebsdauer nicht erwünscht
ist, eine signifikante Verringerung der Koksabbrenndauer und der
Reaktorumsatzdauer ermöglichen,
was wiederum eine längere
Betriebsdauer der Einheit und eine höhere Wirtschaftlichkeit gewährleistet.
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Beispiel 9
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In
diesem Beispiel wird die Leistung der mit Dampf behandelten und
oxychlorierten Katalysatoren DSO und GSO aus Beispiel 5 verglichen.
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Die
Betriebsbedingungen und die Katalysatorbeladungen sind wie in Beispiel
8 beschrieben. Die 3 und 4 zeigen
die Abnahmekurven der C5 +-Ausbeute
bzw. der Aktivität,
die in diesen Tests erhalten wurden. Die Testdaten zeigen, daß der Katalysator
DSO den herkömmlichen Katalysator GSO übertraf,
indem er bemerkenswert geringere Abnahmegeschwindigkeiten der C5 +-Ausbeute und der
Aktivität,
geringere Verkokungsgeschwindigkeiten und den Vorteil einer viel
höheren
C5 +-Ausbeute und
Aktivitätsstabilität lieferte,
als sie für
frische Katalysatoren beobachtet werden (siehe Beispiel 8). Dies
legt nahe, daß nach
einer Störung
durch sehr hohe Feuchtigkeit in der Einheit die Pt-Verteilung und
die Leistung des erfindungsgemäßen Katalysators D
(über eine
Regeneration) leichter wiederherstellbar sein wird als jene des
herkömmlichen
Katalysators G.
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Beispiel 10
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Dieses
Beispiel vergleicht die Leistung eines Pt- und Re- enthaltenden des
Katalysators der vorliegenden Erfindung (Katalysator I aus Beispiel
6) mit herkömmlichen
Pt- und Re-enthaltenden
Katalysatoren (den Katalysatoren J, K und L aus dem Beispiel 7).
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Proben
aller vier Katalysatoren wurden verwendet, um das Reformieren eines
herkömmlichen
hydrobehandelten Vollbereich-Naphthas
mit einem P/N/A-Gehalt von 66/21/13 Gew.-% zu katalysieren. Die
Tests wurden unter Verwendung der gleichen Ausrüstung und der gleichen Bedingungen
wie sie in Beispiel 8 beschrieben sind, durchgeführt. Die 5 und 6 zeigen
die C5 +-Ausbeute
und die Reaktorwandtemperaturkurven (die Aktivitätsabnahmekurven) für die Katalysatoren
I bis L. Die Tabelle 4 zeigt die entsprechenden Aktivitäts- und
C5 +-Ausbeuteabnahmegeschwindigkeiten
und die Verkokungsgeschwindigkeiten.
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Die
Analyse der Daten zeigt, daß der
erfindungsgemäße Katalysator
I signifikant geringere Verkokungsgeschwindigkeiten und geringere
Abnahmegeschwindigkeiten hinsichtlich der C5 +-Ausbeuten
und der Aktivität
lieferte; d.h. eine höhere
Stabilität
relativ zu den herkömmlichen
Katalysatoren J bis L. Die Daten zeigen somit deutlich, daß die Zugabe
von geeigneten Konzentrationen von sowohl Bi als auch P zu den Trägern von
Edelmetall-enthaltenden Katalysatoren zu einer synergistischen Verbesserung
der Katalysatorleistung führt.
Es ist offensichtlich, daß es
der Katalysator I dieser Erfindung der Raffinerie ermöglichen
wird, bei beträchtlich
niedrigeren Temperaturen zu arbeiten, während die C5 +-Ausbeute aufrechterhalten und der gewünschte Oktangehalt
(durch Umwandlung) erzielt wird. Zu sätzlich wird in diesem bestimmten
Fall der Katalysator I eine beträchtliche
Verlängerung
der Laufzeit, d.h. eine erhöhte
Einheitsbetriebsdauer und Wirtschaftlichkeit mit sich bringen. Der
Katalysator I wird es der Raffinerie auch ermöglichen, die Wirtschaftlichkeit
zu erhöhen,
indem der Einheitsdurchsatz (die Einsatzraumgeschwindigkeit) erhöht wird,
wobei weiterhin mit annehmbaren Reaktoreinlaßtemperaturen gearbeitet wird,
wodurch im Vergleich zu herkömmlichen
Katalysatorsystemen mehr Reformat mit dem gleichen Oktangehalt pro
Zeiteinheit hergestellt wird. Der Katalysator I wäre insbesondere
für Reformereinheiten
wünschenswert,
welche hinsichtlich ihrer Aktivität beschränkt sind.
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Durchschnittliche
stündliche
Abnahmegeschwindigkeiten Tabelle
4