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TECHNISCHES
GEBIET DER ERFINDUNG
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Verbindungen
der Formel
worin R
1 für Wasserstoff
oder niederes Alkyl steht und n 4,5 oder 6 bedeutet, sind aus dem
US-Patent Nr. 4,024,175 und der davon getätigten US-Teilanmeldung Nr.
4,087,544 bekannt. Gemäß der Offenbarung
ist ihre Verwendung wie folgt: Schutzwirkung gegen durch Thiosemicarbazid
hervorgerufene Krämpfe;
Schutzwirkung gegen durch Cardiazol hervorgerufene Krämpfe; Hirnkrankheiten,
Epilepsie, Ohnmachtsanfälle,
Hypokinesie und Schädeltraumata;
sowie Verbesserung von Hirnfunktionen. Die Verbindungen werden mit
Erfolg bei Alterspatienten eingesetzt.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verbindung (1α,3α,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure oder
deren pharmazeutisch akzeptables Salz. Die erfindungsgemäße Verbindung
kann zur Behandlung einer Reihe von Störungen eingesetzt werden, beispielsweise
von Epilepsie, Ohnmachtsanfällen,
Hypokinesie, Störungen
des Gehirns, neurodegenerativen Störungen, Depression, Angst,
Panik, Schmerzen, neuropathologischen Störungen und Schlafstörungen.
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Die
Erfindung umfasst auch Zwischenverbindungen, die zur Herstellung
der Zielverbindungen eingesetzt werden können.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Die
vorliegende Erfindung umfasst pharmazeutische Kompositionen, enthaltend
eine therapeutisch wirksame Menge an (1α,3α,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure oder
deren pharmazeutisch akzeptablem Salz.
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Die
Verwendung von (1α,3α,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure oder
deren pharmazeutisch akzeptablem Salz zur Behandlung von Epilepsie,
Ohnmachtsanfällen,
Hypokinesie, Störungen des
Gehirns, neurodegenerativen Störungen,
Depression, Angst, Panik, Schmerzen, neuropathologischen Störungen,
Schlafstörungen
und prämenstruellem
Syndrom ist Teil der Erfindung.
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Da
Aminosäuren
amphoterisch sind, können
pharmakologisch akzeptable Salze, in denen R für Wasserstoff steht, Salze
geeigneter anorganischer oder organischer Säuren darstellen, z.B. der Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Oxasäure, Milchsäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Salicylsäure, Malonsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure und
Ascorbinsäure.
Ausgehend von den entsprechenden Hydroxiden oder Carbonaten werden
Salze mit Alkali- oder Erdalkalimetallen gebildet, beispielsweise
mit Natrium, Kalium, Magnesium oder Calcium. Außerdem können Salze mit quaternären Ammoniumionen
hergestellt werden, z.B. mit dem Tetramethylammonium-lon.
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Es
ist bekannt, dass die Ester der Aminoacyl-glycol- und -milchsäure Prodrugs
von Aminosäuren
darstellen (s. C.G. Wermuth, Chemistry and Industry, 1980: 433 – 435).
Die Carbonylgruppe der Aminosäuren kann
mit Hilfe bekannter Verfahren verestert werden. Prodrugs und weiche
Arzneimittel-Wirkstoffe sind bekannt (s. E. Palomino, Drugs of the
Future, 1990; 15(4): 361 – 368).
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Die
Wirksamkeit eines oral verabreichten Arzneimittel-Wirkstoffs hängt von
seinem erfolgreichen Transport durch das Schleimhautepithel und
seiner Stabilität
im enterohepatischen Kreislauf ab. Arzneimittel, die nach parenteraler
Verabreichung wirksam sind, oral verabreicht, aber weniger Wirkung
entfalten, oder deren Halbwertszeit im Plasma als zu kurz angesehen
wird, können
chemisch modifiziert werden zu einem Prodrug.
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Ein
Prodrug ist ein Arzneimittel-Wirkstoff, der chemisch modifiziert
wurde und am Ort seiner Wirkungsentfaltung biologisch inaktiv sein
kann, das aber durch einen oder mehrere enzymatische Prozesse oder
andere Prozesse in vivo durch Abbau oder Modifikation in die bioaktive
Stammform überführt werden
kann.
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Dieser
chemisch modifizierte Arzneimittel-Wirkstoff oder Prodrug sollte
andere pharmakokinetische Eigenschaften besitzen als die Stammform
und die Absorption über
das Schleimhautepithel erleichtern, die Überführung in ein Salz vereinfachen
und/oder die Löslichkeit
fördern
sowie die systemische Stabilität
erhöhen (beispielsweise
für eine
verlängerte
Halbwertszeit im Plasma). Diese chemischen Modifikationen können
- 1) Ester- oder Amidderivate darstellen, die
beispielsweise durch Esterasen oder Lipasen gespalten werden können. Zur
Herstellung der Esterderivate wird der Ester mit Hilfe bekannter
Verfahren aus der Carbonsäuregruppe
des Wirkstoffmoleküls
abgeleitet. Zur Herstellung der Amidderivate kann das Amid mit Hilfe
bekannter Verfahren aus der Carbonsäuregruppe oder der Amingruppe
des Wirkstoffmoleküls
abgeleitet werden.
- 2) Peptide darstellen, die durch spezifische oder nicht-spezifische
Proteinasen erkannt werden können.
Ein Peptid kann mit Hilfe bekannter Verfahren über eine Amidbindung an die
Amin- oder die Carbonsäuregruppe
des Wirkstoffmoleküls
gekoppelt werden.
- 3) Derivate darstellen, die sich durch Membranselektion eines
Prodrug oder eines modifizierten Prodrug am Wirkort akkumulieren.
- 4) eine Kombination der Möglichkeiten
1) – 3)
darstellen.
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Kürzliche
Versuche an Tieren haben ergeben, das die orale Absorption bestimmter
Arzneimittel-Wirkstoffe durch die Herstellung "weicher" quarternärer Salze erhöht werden
kann. Das quarternäre
Salz wird als "weiches" quarternäres Salz
bezeichnet, da es, anders als normale quarternäre Salze, z.B. R-N+(CH3)3, den Wirkstoff
durch Hydrolyse freisetzen kann.
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"Weiche" quarternäre Salze
besitzen im Vergleich zum Basiswirkstoff oder seinen Salzen nützliche physikalische
Eigenschaften. Die Wasserlöslichkeit
kann im Vergleich zu anderen Salzen wie z.B. dem Hydrochlorid erhöht sein,
was aber wichtiger ist, die Absorption des Arzneimittels durch den
Darm kann erhöht
sein. Die Absorption wird wahrscheinlich dadurch gefördert, dass
das "weiche" quarternäre Salz
Tensideigenschaften aufweist und in der Lage ist, mit Gallensäuren Micelle
und nichtionisierte Ionenpaare usw. zu bilden, die das Epithel des
Darms wirksamer durchdringen können.
Nach der Absorption wird das Prodrug unter Freisetzung des aktiven
Stammwirkstoffes rasch hydrolysiert.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
kann in nicht-solvatisierter und in solvatisierter Form, einschließlich Hydratformen,
vorliegen. Im Allgemeinen sind die solvatisierten Formen einschließlich der
Hydratformen den nicht solvatisierten Formen äquivalent und werden von der
vorliegenden Erfindung mit umfasst.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
kann in der R(D)- oder der S(L)-Konfiguration vorliegen.
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Es
wurde der Radioliganden-Bindungsassay unter Verwendung von [3H]Gabapentin und der α2δ-Untereinheit,
erhalten aus Gehirngewebe des Schweins, durchgeführt (s. N. S. Gee, J. P. Brown,
V. U. K. Dissanayake, J. Offord, R. Thurlow, G. N. Woodruff, "The Novel Anti-convulsant
Drug, Gabapentin, Binds to the α2δ Subunit
of a Calcium Channel",
J. Biol. Chem., 1996; 271: 5879 – 5776).
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Die
obige Tabelle 1 zeigt die Bindungsaffinität der erfindungsgemäßen Verbindung
an die α2δ-Untereinheit
und einige technische Informationen zu Verbindungen, die nicht von
der Erfindung umfasst sind.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
werden mit Neurontin®, einem im Markt eingeführten Arzneimittel
zur Behandlung von Störungen
wie Epilepsie, verglichen. Neurontin® ist
1-(Aminomethyl)-cyclohexanessigsäure
mit der Strukturformel
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Gabapentin
(Neurontin®)
zeigt in diesem Versuch ca. 0,10 bis 0,12 μM. Es wird daher erwartet, dass die
erfindungsgemäßen Verbindungen
zu Gabapentin vergleichbare pharmakologische Eigenschaften aufweisen,
beispielsweise als Wirkstoffe zur Behandlung von Krämpfen, Angst
und Schmerzen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung der mimetischen
Verbindungen als Wirkstoffe zur Behandlung von neurodegenerativen
Störungen.
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Solche
neurogenerativen Störungen
sind z.B. die Alzheimer-Krankheit, die Chorea Huntington, die Parkinson-Krankheit
und die Amyotrophische Lateralsklerose.
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Die
Erfindung betrifft auch die Behandlung von neurodegenerativen Störungen,
die als akutes Hirntrauma bezeichnet werden. Hierzu gehören u.a.
der Schlaganfall, Schädelverletzungen
und Asphyxie.
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Der
Begriff Schlaganfall bezieht sich auf eine vaskuläre Gehirnerkrankung
und wird auch Hirnschlag genannt; er schließt den akuten thromboembolischen
Schlaganfall mit ein. Der Schlaganfall umfasst sowohl die fokale
als auch die globale Ischämie.
Eingeschlossen sind auch vorübergehende
zerebrale ischämische Anfälle und
andere zerebrale vaskuläre
Störungen,
die mit zerebraler Ischämie
einhergehen. Patienten, die sich einer Endarteriektomie an der Arteria
carotis oder anderen zerebro vaskulären Eingriffen oder chirurgischen
Eingriffen an den Gefäßen im Allgemeinen,
oder aber diagnostischen Verfahren an den Gefäßen unterziehen, beispielsweise
einer zerebralen Angiographie.
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Weitere
Zustände
sind Schädelverletzungen,
Rückenmarksverletzungen
oder Verletzungen auf Grund allgemeiner Anoxie, Hypoxie, Hypoglykämie, Hypotension
und ähnliche
Verletzungen, die durch Embolus, Hyperfusion und Hypoxie hervorgerufen
werden.
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Die
vorliegende Erfindung kann in einer Reihe von Fällen nützlich sein, beispielsweise
während
Bypassoperationen am Herzen, im Falle intrakranieller Blutungen,
bei perinataler Ashyxie, Herzstillstand und Status epilepticus.
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Schmerzen
bezieht sich sowohl auf akute als auch auf chronische Schmerzen.
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Akute
Schmerzen sind gewöhnlich
kurzzeitig und gehen mit einer Hyperaktivität des sympathischen Nervensystems
einher. Beispiele sind postoperative Schmerzen und Allodynie.
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Chronische
Schmerzen werden gewöhnlich
definiert als Schmerzen, die drei bis sechs Monate anhalten und
somatogene und psychogene Schmerzen umfassen. Weitere Schmerzen
sind nociceptive Schmerzen.
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Eine
weitere Art von Schmerzen sind durch Verletzung oder Infektion periphärer sensibler
Nerven hervorgerufene Schmerzen. Dazu gehören u.a. Schmerzen aufgrund
periphären
Nerventraumas, Infektion mit dem Herpes-Virus, Diabetes mellitus,
Kausalgie, Plexusabriss, Neuroma, Amputation von Gliedmaßen und Gefäßentzündung. Neuropathische
Schmerzen werden auch durch Nervenschädigungen aufgrund chronischen
Alkoholismus', Infektion
mit dem HIV-Virus, Hypothyreose, Uraemie oder Vitaminmangel hervorgerufen. Neuropathische
Schmerzen schließen
auch Schmerzen ein, die durch Nervenverletzungen verursacht sind, beispielsweise
Schmerzen, an denen Diabetiker leiden.
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Psychogene
Schmerzen sind Schmerzen, die keinen organischen Ursprung haben,
wie Lumbago, atypische Gesichtsschmerzen und chronische Kopfschmerzen.
Weitere Arten von Schmerzen sind Entzündungsschmerzen, osteoarthritische
Schmerzen, Gesichtsneuralgie, Krebsschmerzen, diabetische Neuropathie,
Anxietas tibiarum, akute herpetische und postherpetische Neuralgie,
Kausalgie, Abriss des Plexus brachialis, Hinterhauptneuralgie, Gicht,
Phantomschmerzen, Brennen und andere Formen der Neuralgie, neuropathisches
und idiopathisches Schmerzsyndrom.
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Der
Arzt wird in der Lage sein, die Situationen zu erkennen, in denen
Personen z.B. für
Schlaganfall anfällig
sind, dem Risiko des Schlaganfalls ausgesetzt sind oder an einem
Schlaganfall leiden und durch die erfindungsgemäßen Verfahren zu behandeln
sind.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
voraussichtlich auch zur Behandlung der Depression eingesetzt werden.
Depression kann aufgrund organischer Erkrankungen entstehen, sekundär nach Stress aufgrund
persönlichen
Verlustes, oder idiopathischen Ursprung haben. Einige Formen der
Depression neigen stark dazu, familiär aufzutreten, was vermuten
lässt,
dass zumindest einige Formen der Depression durch bestimmte Mechanismen
verursacht werden. Depression wird vor allem durch Quantifizierung
von Veränderungen
der Stimmung des Patienten diagnostiziert. Die Stimmung wird im
Allgemeinen durch den Arzt bewertet oder durch den Neuropsychologen
quantifiziert, wobei genormte Bewertungsskalen wie die Hamilton-Depressionsskala
(Hamilton Depression Rating Scale) oder die Brief Psychiatric Rating
Scale verwendet werden. Es sind zahlreiche weitere Skalen entwickelt
worden, um den Grad der Stimmungsänderungen bei Patienten mit Depressionen
zu quantifizieren und zu messen, z.B. bei Patienten mit Schlaflosigkeit,
Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit, Gefühlen der
eigenen Wertlosigkeit, Schuldgefühlen.
Die Standards zur Diagnose der Depression sowie alle psychiatrischen
Diagnosen sind im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders
(4. Auflage) (kurz DSM-IV-R manual) der American Psychiatric Association
(1994) gesammelt.
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GABA
ist ein inhibitorischer Neurotransmitter im Zentralen Nervensystem.
Im allgemeinen Kontext der Inhibierung erscheint es wahrscheinlich,
dass GABA-Mimetika die Hirnfunktion verringern oder hemmen und somit
die Funktion verlangsamen und die Stimmung, die zur Depression führt, abbauen
könnten.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
durch die Steigerung der Neubildung von GABA an den synaptischen Übergängen eine
Wirkung gegen Krämpfe
entfalten. Wenn Gabapentin tatsächlich
die Konzentration oder die Wirkung von GABA an den synaptischen Übergängen erhöht, dann
könnte
es als GABA-Mimetikum eingestuft werden und Hirnfunktionen verringern
oder hemmen, somit die Funktion verlangsamen und die Stimmung, die
zur Depression führt,
abbauen.
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Die
Tatsache, dass ein GABA-Agonist oder GABA-Mimetikum durch Hebung
der Stimmung gerade entgegengesetzt wirken könnte und somit ein Antidepressivum
darstellt, ist ein neues Konzept, das sich von der bisherigen vorherrschenden
Meinung über
die Wirkung von GABA unterscheidet.
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Wie
standardmäßige pharmakologische
Verfahren gezeigt haben, kann die erfindungsgemäße Verbindung auch zur Behandlung
von Angst und Panik eingesetzt werden.
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MATERIALIEN UND METHODEN
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Carrageenin-induzierte
Hyperalgesie
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Im
Druckversuch an Rattenpfoten wurden mit Hilfe eines Analgesimeters
die Schwellenwerte für
nociceptiven Druck gemessen (Randall-Selitto-Methode: L. O. Randall
und J. J. Selitto, "A
method for measurement of analgesic activity on inflamed tissue", Arch. Int. Pharmacodyn.,
1957; 4: 409 – 419).
Männliche Sprague-Dawley-Ratten mit
70 – 90
g Körpergewicht
wurden am Tage vor Durchführung
des Versuchs auf diesem Apparat trainiert. Auf die Hinterpfoten
der Ratten wurde allmählich
steigender Druck ausgeübt,
und die nociceptiven Schwellenwerte wurden bestimmt als der Druck
in g, der erforderlich war, um die Ratte zum Zurückziehen der Pfote zu veranlassen.
Dabei wurde bei 250 g ein Abbruch des Tests eingestellt, um Gewebeschäden an der
Pfote zu vermeiden. Am Tage der Durchführung des Versuchs wurden zwei
bis drei Basismessungen vorgenommen, und danach wurden den Tieren
durch intraplantare Injektion in die rechte Hinterpfote 100 μl 2 % Carrageenin
verabreicht. Drei Stunden danach wurden abermals die nociceptiven Schwellenwerte bestimmt
um festzustellen, dass die Tiere Hyperalgesie zeigten. Dann wurden
den Tieren 3,5 h nach der Carrageenin-Verabreichung entweder 3 – 300 mg
Gabapentin subkutan, 3 mg/kg Morphin subkutan oder Salzlösung verabreicht,
und die nociceptiven Schwellenwerte wurden 4, 4,5 und 5 h nach der
Carrageenin-Verabreichung gemessen.
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Mit
dem oben beschriebenen Modell der Carraggeenan-induzierten Hyperalgesie
wurde (R)-2-Aza-spiro[4.5]dekan-4-carbonsäure-Hydrochlorid getestet.
Die Verbindung wurde oral zu 30 mg/kg verabreicht, und eine Stunde
nach der Verabreichung wurden 53 % der größtmöglichen Wirkung erreicht. Zwei Stunden
nach der Verabreichung betrug die Wirkung nur 4,6 % der größtmöglichen
Wirkung.
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Semicarbazid-induzierte
tonische Anfälle
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Durch
subkutane Verabreichung von Semicarbazid (750 mg/kg) werden bei
Mäusen
tonische Anfälle hervorgerufen.
Es wird die Latenz bis zum tonischen Ausstrecken der Vorderpfoten
bestimmt. Jede Maus, die innerhalb von 2 h nach der Semicarbazid-Verabreichung
keine Krämpfe
zeigt, wird als geschützt
angesehen, und ihr wird die maximale Latenzdauer von 120 min. zugeschrieben.
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Tiere
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Es
werden männliche
Hooded Lister-Ratten mit 200 – 250
g Körpergewicht
von der Fa. Interfauna (Huntingdon, U.K.) und männliche TO-Mäuse mit
20 – 25
g Körpergewicht
von der Fa. Bantin and Kingman (Hull, U.K.) verwendet. Beide Nagetierarten
werden in Gruppen zu je 6 Tieren gehalten. Zehn Gemeine Krallenaffen
(Callithrix Jacchus) mit einem Körpergewicht
zwischen 280 und 360 g, gezüchtet
in der Manchester University Medical School (Manchester, U.K.),
werden paarweise gehalten. Alle Tiere werden bei einem Tag/Nacht-Rhythmus
von je 12 Stunden gehalten (Einschalten des Lichts um 7 Uhr morgens),
bei Futter und Wasser zur freien Verfügung.
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Verabreichung der Arzneimittel-Wirkstoffe
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Die
Arzneimittel-Wirkstoffe werden 40 min. vor Durchführung des
Versuchs entweder intraperitoneal (IP) oder subkutan (SK) in einer
Menge von 1 ml/kg bei den Ratten und den Krallenaffen und 10 ml/kg
bei den Mäusen
verabreicht.
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Hell-Dunkel-Box für Mäuse
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Der
Apparat besteht aus einer oben offenen, 45 cm langen, 27 cm breiten
und 27 cm hohen Box, die durch eine Trennwand, die 20 cm über die
Wände hinausragt,
in ein kleines Abteil (2/5) und ein größeres Abteil (3/5) aufgeteilt
ist (B. Costall et al., "Exploration
of mice in a black and white box: validation as a model of anxiety", Pharmacol. Biochem.
Behav., 1989; 32: 777 – 785).
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In
der Mitte der Trennwand ist auf der Ebene des Bodens eine 7,5 × 7,5 cm
große Öffnung ausgebildet. Das
kleine Abteil ist schwarz gestrichen und das große Abteil weiß. Letzteres
ist mit einer 60 W-Wolfram-Birne beleuchtet. Das Labor ist mit rotem
Licht beleuchtet. Die Mäuse
werden einzeln getestet, indem man jede Maus in die Mitte des weißen Abteils
setzt und ihr 5 min. Zeit gibt, die neue Umgebung zu erkunden. Es
wird die Zeit gemessen, die die Maus in dem beleuchteten Abteil
zubringt (T. Kilfoil et al., "Effects
of anxiolytic and anxiogenic drugs on exploratory activity in a
simple model of anxiety in mice",
Neuropharmacol., 1989; 28: 901 – 905).
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Ratten im X-Labyrinth
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Ein
standardmäßiges erhöhtes X-Labyrinth
(S. L. Handley et al., "Effects
of alphaadrenoceptor agonists and antagonists in a maze-exploration
model of'fear'-motivated behavior", Naunyn-Schiedeberg's Arch. Pharmacol.,
1984; 327: 1 – 5)
wurde wie früher
bereits beschrieben automatisiert (Field et al., "Automation of the
rat elevated X-maze test of anxiety", Br. J. Pharmacol., 1991; 102 (Ergänzung):
304P). Die Tiere werden in die Mitte des X-Labyrinths gesetzt, mit
dem Gesicht zu einem der offenen Arme. Zur Bestimmung der angstlösenden Wirkung
werden die Eingänge
und die in den Endhälften
der offenen Arme während
der 5-minütigen Versuchsphase
verbrachte Zeit gemessen (Costall et al., "Use of the elevated plus maze to assess
anxiolytic potential in the rat",
Br. J. Pharmacol., 1989; 96 (Ergänzung):
312p.).
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Versuch an Krallenaffen:
Bedrohung durch den Menschen
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Die
Anzahl der durch das Tier auf die Bedrohung hin (ein Mensch steht
ca. 0,5 m von dem Krallenaffenkäfig
entfernt und starrt dem Tier in die Augen) eingenommenen Körperhaltungen
wird während
der 2-minütigen
Versuchsphase registriert. Die registrierten Körperhaltungen sind Starren
mit halbgeschlossenen Augen ("slit
stare"), Schwanzstellungen,
Geruchsmarkierung des Käfigs
/ der Sitzstangen, Aufstellen der Haare, Rückzug und Buckel. Jedes Tier
wird am Tag des Versuchs zweimal vor und nach der Behandlung mit
dem Arzneimittel-Wirkstoff dem Drohreiz ausgesetzt. Der Unterschied
zwischen den zwei Bewertungen wird mit Hilfe einer einfachen Varianzanalyse
und den Dunnett-Test analysiert. Alle Behandlungen mit Arzneimittel-Wirkstoff
werden subkutan wenigstens zwei Stunden nach der ersten Bedrohung
(der Kontrollbedrohung) durchgeführt.
Die Vorbehandlungszeit beträgt
für jede
Verbindung 40 min.
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Konfliktversuch an Ratten
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Ratten
wird beigebracht, in operanten Kammern Hebel herunterzudrücken, um
an Futter zu kommen. Der Zeitplan sieht abwechselnd vier 4-minütige Zeitabschnitte
ohne Strafreiz in variablen 30-Sekunden-Intervallen, durch Lichter
in den Kammern signalisiert, und drei 3-minütige Zeitabschnitte mit Strafreiz
(durch Schlag an der Pfote gleichzeitig mit der Futterabgabe) im
festen Verhältnis
von 5, ohne Lichtsignal, vor. Die Stärke des Schlags an der Pfote
wird für
jede Ratte so eingestellt, dass ca. 80 % bis 90 % Unterdrückung der Reaktion
im Vergleich zur Reaktion ohne Strafreiz erreicht werden. An den
Trainingstagen wird den Ratten ein Trägerstoff (Salzlösung) gegeben.
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Modell der antikonvulsiven
Wirksamkeit bei DBA2-Mäusen
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Alle
Schritte wurden entsprechend dem NIH-Leitfaden zur Pflege und zum
Einsatz von Labortieren gemäß einem
durch das Parke-Davis Animal Use Committee gebilligten Protokoll
durchgeführt.
Von Jackson Laboratories, Bar Harbour, Maine, wurden männliche,
3 – 4
Wochen alte DBA/2-Mäuse
erworben. Unmittelbar vor dem Testen des antikonvulsiven Wirkstoffs
wurden die Mäuse
auf ein von einer Stahlstange herabhängendes Drahtgitter, 4 × 4 Inches
groß,
gesetzt. Das Gitterquadrat wurde langsam um 180° umgekehrt, und die Mäuse wurden
30 Sekunden lang beobachtet. Die Mäuse, die vom Gitter herunterfielen,
wurden als ataktisch bewertet (vgl. L. L. Coughenour, J. R. McLean,
R. B. Parker, "A
new device for the rapid measurement of impaired motor function
in mice", Pharm.
Biochem. Behav., 1977; 6(3): 351-3). Die Mäuse wurden in eine geschlossene
Kammer aus Acrylkunststoff (21 cm hoch, ca. 30 cm Durchmesser) mit
einem Hochfrequenz-Lautsprecher (4 cm Durchmesser) in der Mitte
des Deckels gesetzt. Mit einem Audiosignalgenerator (Protek Modell B-810)
wurde ein andauernder sinusoidaler Ton erzeugt, dessen Frequenz
einmal jede 10 msec. linear zwischen 8 kHz und 16 kHz gewechselt
wurde. Das durchschnittliche Tondruckniveau (sound pressure level,
SPL) betrug während
der Stimulierung am Boden der Kammer ca. 100 dB. Die Mäuse wurden
in die Kammer gesetzt, und man ließ sie sich eine Minute eingewöhnen. DBA/2-Mäuse der
Gruppe, die nur mit dem Arzneimittelträger behandelt worden war, reagierten
auf den Tonreiz (der fortgesetzt wurde, bis tonische Extension auftrat,
oder maximal 60 sec. lang) mit einer typischen Anfalls-Abfolge,
bestehend aus wildem Herumrennen mit anschließenden klonischen Krämpfen, später tonischer
Extension und schließlich
Atemstillstand und Tod bei 80 % oder mehr der Mäuse. Bei den nur mit dem Trägerstoff
behandelten Mäusen
dauert die gesamte Abfolge der Krämpfe bis zum Atemstillstand
ca. 15 bis 20 sec. Das Auftreten aller Krampfphasen wurde für die mit
dem Wirkstoff behandelten und die nur mit dem Trägerstoff behandelten Mäuse aufgezeichnet,
und das Auftreten tonischer Krämpfe
wurde zur Berechnung der antikonvulsiven ED50-Werte durch die Probitmethode
verwendet (J. T. Litchfield, F. Wilcoxon, "A simplified method for evaluating dose-effect
experiments", J.
Pharmacol., 1949; 96: 99 – 113).
Die Mäuse
wurden nur einmal bei jeder Dosierung für den Test verwendet. Gruppen
von DBA/2-Mäusen
(n = 5 – 10
pro Dosis) wurden zwei Stunden (vorab als Zeitpunkt der maximalen
Wirkung festgestellt) nach oraler Verabreichung des Wirkstoffs auf
durch den Ton induzierte Krämpfe
getestet. In dieser Studie wurden alle Wirkstoffe in destilliertem
Wasser aufgelöst
und oral per Schlundsonde in einer Menge von 10 ml pro kg Körpergewicht
verabreicht. Unlösliche
Verbindungen werden in 1 % Carboxymethylcellulose suspendiert. Die
Dosen sind als Gewicht des Wirkstoffanteils angegeben.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind voraussichtlich auch zur Behandlung von Schmerzen und phobischen
Störungen
zu verwenden (Am. J. Pain Manag., 1995; 5: 7–9)
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Weiter
können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
zur Behandlung der Symptome manischer, akuter oder chronischer,
einmaliger oder wiederkehrender Depres sion eingesetzt werden sowie
zur Behandlung und/oder Prävention
der bipolaren affektiven Störung
(US-Patent Nr. 5,510,381).
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in den verschiedensten oralen und parenteralen Formulierungen hergestellt
und verabreicht werden. So können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
durch Injektion, d.h. intravenös,
intramuskulär,
intrakutan, subkutan, intradueodenal oder intraperitoneal verabreicht werden.
Wieter können
sie durch Inhalation, z.B. intranasal, verabreicht werden. Außerdem können die
erfindungsgemäßen Verbindungen
transdermal angewandt werden. Für
den Fachmann versteht es sich von selbst, dass die unten aufgeführten Präparatformen
als Wirkstoff entweder eine Verbindung der Formel 1 oder deren entsprechendes
pharmazeutisch akzeptables Salz enthalten können.
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Zur
Herstellung pharmazeutischer Kompositionen mit den erfindungsgemäßen Verbindungen
können feste
oder flüssige
pharmazeutisch akzeptable Trägerstoffe
verwendet werden. Feste Präparatformen
sind Pulver, Tabletten, Pillen, Kapseln, Cachets, Suppositorien
und dispergierbare Granulate. Als feste Trägerstoffe können ein oder mehrere Substanzen
eingesetzt werden, die auch als Streckmittel, Geschmacksstoffe,
Bindemittel, Konserviermittel, Sprengmittel für Tabletten oder Material für Kapseln
dienen können.
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In
Pulvern stellt der Trägerstoff
einen fein verteilten Feststoff dar, der in Mischung mit dem fein
verteilten Wirkstoff vorliegt.
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In
Tabletten ist der Wirkstoff in einem geeigneten Verhältnis mit
dem Träger
vermischt, der die erforderlichen Bindungseigenschaften besitzt
und in eine kompakte Einheit der gewünschten Form und Größe gebracht
ist.
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Die
Pulver und Tabletten enthalten bevorzugt von 5 oder 10 % bis 70
% Wirkstoff. Geeignete Träger sind
Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Laktose, Pektin,
Dextrin, Stärke,
Gelatine, Tragant, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose,
ein niedrigschmelzendes Wachs, Kakaobutter u.ä. Der Begriff "Präparat" umfasst auch die
Formulierung des Wirkstoffes mit umhüllendem Material als Träger, mit
einer Kapsel, in der der Wirkstoff ggf. mit weiteren Trägerstoffen,
von einem Trägerstoff
umgeben und so mit diesem kombiniert ist. In ähnlicher Weise sind auch Cachets
und Pastillen mit umfasst. Tabletten, Pulver, Kapseln, Pillen, Cachets
und Pastillen können
als feste Präparate
für die
orale Verabreichung verwendet werden.
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Zur
Herstellung von Suppositorien wird ein niedrigschmelzendes Wachs
wie beispielsweise eine Mischung von Fettsäureglyceriden oder Kakaobutter
zunächst
geschmolzen, und der Wirkstoff wird homogen darin dispergiert, z.B.
durch Rühren.
Das geschmolzene homogene Gemisch wird dann in Formen geeigneter Größe gegossen,
und man lässt
es abkühlen
und somit fest werden.
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Flüssige Präparate umfassen
Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen, beispielsweise wässrige Lösungen oder wässrige Propylenglycol-Lösungen.
Flüssige
Präparate
für die
parenterale Injektion können
in wässrigen
Polyethylenglycol-Lösungen
formuliert sein.
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Wässrige Lösungen für die orale
Verabreichung können
durch Auflösen
des Wirkstoffs in Wasser und gewünschtenfalls
Zugabe geeigneter Farb- und Geschmacksstoffe, Stabilisatoren und
Verdickungsmittel hergestellt werden.
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Wässrige Suspensionen
für die
orale Verabreichung können
durch Dispergieren des fein verteilten Wirkstoffs mit einem viskosen
Material, beispielsweise natürlichen
oder synthetischen Gummis, Harzen, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und anderen bekannten Suspendiermitteln, in Wasser hergestellt werden.
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Von
der Erfindung umfasst sind auch feste Präparate, aus denen unmittelbar
vor Gebrauch flüssige Präparate für die orale
Einnahme bereitet werden. Solche flüssigen Präparate sind Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen. Diese Präparate können neben dem Wirkstoff Farb-
und Geschmacksstoffe, Stabilisatoren, Puffer, künstliche und natürliche Süßstoffe,
Dispergatoren, Verdickungsmittel und Solubilisatoren enthalten.
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Das
pharmazeutische Präparat
liegt bevorzugt in der Form von Einzeldosen vor. Dabei ist das Präparat in
Einzeldosen unterteilt, die geeignete Mengen an Wirkstoff enthalten.
Die Einzeldosen können
abgepackt sein, wobei die Packung geringe Mengen des Präparats enthält, beispielsweise
als abgepackte Tabletten, Kapseln und Puder in Phiolen oder Ampullen.
Weiter kann das in Dosen vorliegende Präparat eine Kapsel, Tablette,
ein Cachet oder eine Pastille darstellen oder aber eine geeignete
Anzahl solcher Einheiten in abgepackter Form.
-
Die
Wirkstoffmenge in einer Dosiseinheit kann auf einen Wert zwischen
0,1 mg und 1 g eingestellt werden, je nach dem konkreten Wege der
Verabreichung und der Wirkkraft des Wirkstoffs. Zur medizinischen
Anwendung kann das Arzneimittel dreimal täglich z.B. als Kapseln zu 100
oder 300 mg verabreicht werden. Die Komposition kann, falls gewünscht, weitere
kompatible Wirkstoffe enthalten.
-
Bei
der therapeutischen Anwendung werden die Verbindungen, die in dem
erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Verfahren verwendet werden, in einer Anfangsdosis von ca. 0,01 mg
bis ca. 100 mg/kg täglich verabreicht.
Bevorzugt ist eine Tagesdosis im Bereich von ca. 0,01 mg bis ca.
100 mg/kg. Die Dosierung kann jedoch je nach den Erfordernissen
des Patienten, der Schwere des behandelten Zustands und der verwendeten
Verbindung variiert werden. Die Festsetzung der in der konkreten
Situation richtigen Dosierung ist bekannt. Im Allgemeinen wird die
Behandlung mit geringeren Dosen als der für die Verbindung optimalen
Dosierung begonnen. Danach wird die Dosis in kleinen Schritten erhöht, bis
die unter den gegebenen Umständen
optimale Wirkung erreicht wird. Aus Gründen der Annehmlichkeit kann
die Gesamttagesdosis gewünschtenfalls
in über den
Tag verteilte Portionen aufgeteilt werden.
-
Die
folgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung der Erfindung.
-
BEISPIEL
1 – technische
Information – (±)-(1α,6β)(2-Aminomethyl)-octahydro-inden-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Stufe (i)
-
0,11
mg (2,7 mMol) Natriumhydrid wurden bei 0°C unter Argon mit 5 ml THF gerührt. Es
wurden 0,5 ml Triethylphosphonacetat zugetropft, und die Lösung wurde
im Verlauf von 10 min. gerührt.
Danach wurden 0,37 g (7,7 mMol) Keton in 5 ml THF unter Rühren zugetropft,
und man ließ auf
Raumtemperatur erwärmen. Nach
18 h wurde das Reaktionsgemisch zwischen 80 ml Wasser und 3 × 20 ml
Diethylether verteilt. Das Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt, und man erhielt ein gelbes Öl, das durch
Flash-Chromatographie an Silikagel mit Heptan/ EtOAc 19:1 unter
Erhalt von 0,34 g (62 %) des Esters als farbloses Öl gereinigt
wurde.
1H NMR (CDCl3)
(400 MHz): 1,05 – 1,29
(9H, m, Ringprotonen + CH3), 1,76 – 1,78 (2H,
m, Ringprotonen), 1,87 – 1,97
(2H, m, Ringprotonen), 2,0 – 2,16
(2H, m, Ringprotonen), 2,51 – 2,56
(1H, dd, J = 5,7, 27,5 Hz, Ringprotonen), 3,12 – 3,18 (1H, dd, J = 5,4, 18,8
Hz, Ringprotonen), 4,12 – 4,20
(2H, m, CH2), 5,77 (1H, s, CH).
MS
(ES+) m/e 209 [M + H]+ 100
%.
-
Stufe (ii)
-
0,34
g (1,63 mMol) Ester wurden unter Rühren unter Argon in 5 ml THF
gelöst.
Es wurden 0,25 ml Nitromethan zugegeben, und das Reaktionsgemisch
wurde auf 60°C
erwärmt.
Der heißen
Lösung
wurden im Verlauf einer Stunde 2,3 ml TBAF zugetropft, und es wurde
4 h gerührt.
Danach wurde das Reaktionsgemisch zwischen 2N HCl und Diethylether
verteilt, die Diethylether-Phase wurde mit Salzlösung gewaschen.
-
Das
Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt, und man erhielt ein gelbes Öl, das durch
Flash-Chromatographie an Silikagel mit Heptan/EtOAc 19:1 unter Erhalt
von 0,264 g (60 %) Produkt als farbloses Öl gereinigt wurde.
1H NMR (CDCl3) (400
MHz): δ 0,97 – 1,30 (11H,
m, Ringprotonen + CH3), 1,73 – 1,95 (6H,
m, 2 × CH
+ 4 Ringprotonen), 2,5 (1H, d, J = 16,6 Hz, CH2CO2Et), 2,7 (1H, d, J = 16,6 Hz, CH2CO2Et), 4,12 – 4,18 (2H,
m, CH2), 4,49 – 4,51 (1H, d, J = 11,5 Hz,
CH2NO2), 4,73 – 4,75 (1H,
d, J = 11,5 Hz, CH2NO2).
-
Stufe (iii)
-
0,24
g (0,9 mMol) Nitroester wurden mit Nickelschwamm in Methanol gelöst. Das
Reaktionsgemisch wurde bei 50 psi und bei 30°C 15 h hydriert. Dann wurde
durch Celite filtriert, und das Lösungsmittel wurde unter Erhalt
von 0,18 g (85 %) Produkt in Form eines gelben Feststoffs im Vakuum
entfernt. Das Produkt stellte ein Gemisch von Lactam und Aminoester
dar.
-
Stufe (iv)
-
Der
Aminoester wurde in 5 ml 6N HCl und 2,5 ml Dioxan aufgenommen und
4 h zum Rückfluss
erhitzt. Die Lösung
wurde dreimal mit je 5 ml Dichlormethan gewaschen, und die wässrige Phase
wurde im Vakuum verdampft. Man erhielt 0,196 g (99 %) Produkt als
farbloses Öl.
1H NMR (DMSO) (400 MHz): δ 0,86 – 1,04 (2H, m), 1,08 – 1,17 (6H,
m), 1,60 – 1,78
(6H, m), 2,35 – 2,39
(1H, d, J = 16 Hz, CH2CO2H),
2,46 (1H, m, CH2CO2H),
2,83 – 2,87
(1H, d, J = 13 Hz, CH2NH2),
2,97 – 3,00
(1H, d, J = 13 Hz, CH2NH2),
7,91 (2H, bs, NH2).
MS (ES+)
m/e 212 [M+H]+100%.
HPLC, Prodigy-C18-Säule, 5 %
Methanol/Acetonitril. Retentionszeit = 3,00 min, Reinheit 99 %.
-
BEISPIEL
2 – technische
Information – (±)-(1α,5β)(2-Aminomethyl-octahydro-pentalen-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Stufe (i)
-
0,6
g (14,5 mMol) Natriumhydrid wurden bei 0°C unter Argon mit 50 ml THF
gerührt.
Es wurden 2,9 ml Triethylphosphonacetat zugetropft, und die Lösung wurde
im Verlauf von 10 min. gerührt.
Danach wurden 1,8 g (14,5 mMol) Keton in 10 ml THF unter Rühren zugetropft,
und man ließ auf
Raumtemperatur erwärmen.
Nach 18 h wurde das Reaktionsgemisch zwischen 250 ml Wasser und
3 × 50
ml Diethylether verteilt. Das Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt, und man erhielt ein gelbes Öl, das durch
Flash-Chromatographie an Silikagel mit Heptan/ EtOAc 19:1 unter
Erhalt von 1,95 g (69 %) des Esters als farbloses Öl gereinigt
wurde.
1H NMR (CDCl3)
(400 MHz): δ 1,14 – 1,19 (2H,
m, CH2), 1,25 – 1,29 (3H, m, CH3),
1,55 – 1,79
(4H, m, 2 × CH2), 2,03 – 2,10 (4H, m, 2 × CH2), 2,45 – 2,55 (1H, dd, CH), 3,05 – 3,15 (1H,
dd, CH), 4,12 – 4,17
(2H, q, J = 7,3, 14,4 Hz, COCH2), 5,76 (1H,
m, CH).
-
Stufe (ii)
-
1,9
g (10 mMol) Ester wurden unter Rühren
unter Argon in 15 ml THF gelöst.
Es wurden 1,4 ml Nitromethan zugegeben, und das Reaktionsgemisch
wurde auf 60°C
erwärmt.
Der heißen
Lösung
wurden im Verlauf einer Stunde 14 ml TBAF zugetropft, und es wurde
5 h gerührt.
Danach wurde das Reaktionsgemisch zwischen 2N HCl und Diethylether
verteilt, die Etherphase wurde mit Salzlösung gewaschen. Der Diethylether wurde
im Vakuum entfernt, und man erhielt ein orangefarbenes Öl, das durch
Flash-Chromatographie an Silikagel mit Heptan/EtOAc 19:1 unter Erhalt
von 1,59 g (64 %) Produkt als farbloses Öl gereinigt wurde.
1H NMR (CDCl3) (400
MHz): δ 1,14 – 1,31 (7H,
m, CH3 + Ringprotonen), 1,64 – 1,72 (5H,
m, Ringprotonen), 1,03 – 1,09
(1H, m, Ringprotonen), 2,00 – 2,05
(2H, m, Ringprotonen), 2,57 – 2,61
(1H, d, J = 16,4 Hz, CH2CO2Et),
2,71 – 2,75
(1H, d, J = 16,4 Hz, CH2CO2Et),
4,12 – 4,18
(2H, q, J = 7,1, 14,2 Hz, OCH2CH3), 4,56 – 4,59 (1H, d, J = 11,5 Hz,
CH2NO2), 4,77 – 4,80 (1H,
d, J = 11,5 Hz, CH2NO2).
IR
(rein) 2957, 2870, 1731, 1547, 1374, 1182, 1030 cm–1.
-
Stufe (iii)
-
1,59
g (5,9 mMol) Nitroester wurden mit Nickelschwamm in 40 ml Methanol
gelöst.
Das Reaktionsgemisch wurde bei 50 psi und bei 30°C 5 h hydriert. Dann wurde durch
Celite filtriert, und das Lösungsmittel
wurde unter Erhalt von 1,08 g (97 %) Lactam in Form eines weißlichen
Feststoffs im Vakuum entfernt.
1H NMR
(CDCl3) (400 MHz): δ 1,08 – 1,11 (2H, m, Ringprotonen),
1,23 – 1,28
(2H, m, Ringprotonen), 1,62 – 1,68
(4H, m), 1,82 – 1,89
(2H, m), 2,00 – 2,06
(2H, m), 2,30 – 2,40
(2H, m, CH2CO), 3,29 – 3,30 (2H, m, CH2NH),
5,45 (1H, bs, NH).
MS (ES+) m/e 180
[M + H]+ 3 %, 359 [2M + H]+ 21
%, 381 [2M + Na]+ 100 %.
-
Stufe (iv)
-
Das
Lactam wurde in 20 ml 6N HCl und 8 ml Dioxan aufgenommen und 4 h
zum Rückfluss
erhitzt. Die Lösung
wurde dreimal mit je 10 ml Dichlormethan gewaschen, und die wässrige Phase
wurde im Vakuum verdampft. Man erhielt 0,65 g (84 %) Produkt als
farblosen Feststoff.
1H NMR (DMSO)
(400 MHz): δ 1,0 – 1,18 (4H,
m, Ringprotonen), 1,52 – 1,72
(6H, m, Ringprotonen), 1,95 – 2,02
(2H, m, Ringprotonen), 2,33 – 2,67
(2H, m, CH2CO2H),
2,90 – 2,94
(1H, d, J = 12,9 Hz, CH2NH2),
3,00 – 3,03
(1H, d, J = 12,7 Hz, CH2NH2),
7,94 (2H, bs, NH2).
MS (ES+)
m/e 198 [M + H]+ 100 %.
LC-MS (ELSD),
Prodigy-ODS3 50 mm × 2
mm-Säule,
5 % – 50
% MeCN/H2O.
Retentionszeit = 2,30 min.,
gef. Masse = 198, Reinheit 100 %.
-
BEISPIEL
3 – technische
Information – (1α,3α,5α)(2-Aminomethyl-octahydro-pentalen-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Stufe (i)
-
Einer
Suspension von 0,45 g (11,3 mMol) NaH in 25 ml THF wurden bei 0°C unter Argon
langsam (im Verlauf von ca. 10 min.) 2,3 ml (11,6 mMol) Triethylphosphonacetat
und danach 1,29 g (10,4 mMol, in 2 × 3 ml THF) der Verbindung
5 zugegeben. Man ließ das
Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen, wonach es 4 h gerührt wurde.
Danach wurde das Reaktionsgemisch mit 100 ml Wasser verdünnt, zweimal
mit je 200 ml Ether extrahiert, mit 50 ml gesättigter Salzlösung gewaschen
und über
MgSO4 getrocknet. Nach Säulenchromatographie mit Heptan/Ethylacetat
9:1 erhielt man 1,75 g (86 %) des Produkts als farbloses Öl.
IR
(Dünnfilm)
(cm–1) ν = 2964,
1713, 1655, 1371, 1208, 1125, 1040.
1H
NMR (CDCl3): δ 5,72 (1H, m), 4,14 (2H, q,
J = 7,2), 3,02 – 2,92
(1H, m), 2,72-2,54
(3H, m), 2,52 – 2,42
(1H, m), 2,28 – 2,20
(1H, m), 1,85 – 1,31
(6H, m), 1,27 (3H, t, J = 7,2).
m/z AP+ 195
(MI + 1) bei 100 %.
-
Stufe (ii)
-
Einer
Lösung
von 2,75 g (22,2 mMol) der Verbindung 6 in 22 ml THF wurden 24 ml
(24,0 mMol) TBAF und anschließend
4,4 ml (8,14 mMol) Nitromethan zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
4,75 h im Ölbad bei
60°C erwärmt, dann
mit 100 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 30 ml 2M HCl und 40 ml gesättigter
Salzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und bei vermindertem Druck eingeengt.
Nach Säulenchromatographie
mit Heptan/Ethylacetat 9:1 erhielt man 0,73 g (20 %) des Produkts
als farbloses Öl.
Die Analyse durch 1H NMR ergab, dass das
Produkt ein 9:1-Diastereomerengemisch darstellte.
1H
NMR (CDCl3): δ 4,67 (1H, s), 4,60 (1H, s),
4,15 (2H, q, J = 7,2), 4,14 (2H, q, 7,2), 2,58 (2H, s), 2,49 (2H,
s), 2,12 – 2,0
(2H + 2H, m), 1,63 – 1,49
(4H + 4H, m), 1,44 – 1,36
(2H + 2H, m), 1,28 (3H, t, J = 7,2), 1,27 (3H, t, J = 7), 1,16 – 1,04 (2H
+ 2H, m).
-
Stufe (iii)
-
0,88
g (3,45 mMol) der Verbindung 7 in 100 ml Methanol wurden mit Nickelschwamm
als Katalysator bei 30°C
und bei 56 psi 5 h hydriert. Vor Gebrauch wurde der Nickelschwamm-Katalysator
mehrmals gewaschen, und zwar zuerst mit Wasser und danach mit Methanol.
Nach Beendigung der Hydrierung wurde das Reaktionsgemisch durch
Celite filtriert, und die erhaltene Lösung wurde unter Erhalt von
0,62 g (80 %) eines gelben Feststoffs im Vakuum eingeengt.
1H NMR (CDCl3): δ 5,43 (1H,
br s), 3,15 (2H, s), 2,56 – 2,44
(3H, m), 1,99 (2H, dd, J = 12,6, 8,2), 1,64 – 1,50 (2H, m), 1,44 – 1,34 (3H,
m), 1,22 – 1,14
(2H, m).
m/z ES+ 226 (MI + 1) bei 100
%.
-
Stufe (iv)
-
0,61
g (2,7 mMol) der Verbindung 8 in 10 ml Dioxan und 30 ml 6M HCl wurden
im Ölbad
bei 100°C
4 h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Reaktionsgemisch mit 40 ml Wasser verdünnt, dreimal mit je 40 ml Dichlormethan
gewaschen und unter Erhalt eines weißen kristallinen Produkts,
das ein 6:1-Diastereomerengemisch darstellte, im Vakuum eingeengt.
Das Produkt wurde zweimal aus Ethylacetat/Methanol umkristallisiert,
wobei man ein 10:1-Diastereomerengemisch erhielt.
m/z ES+ 198 (MI + 1) bei 100 %.
1H
NMR (D2O): δ 3,03 (2H, s), 2,50 – 2,36 (4H,
m), 1,84 (2H, dd, J= 12,8), 1,41 (4H, s), 1,26 (2H, s), 1,02 (2H, m).
HPLC,
Prodigy-ODS3-Säule,
Raumtemperatur = 0,87, Reinheit = 100 %.
-
BEISPIEL
4 – technische
Information – (1α,6α,8α)(2-Aminomethyl-octahydro-inden-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
-
Synthese der Verbindung
1
-
1,0
g (7,6 mMol) Indan-2-on, 0,43 ml (7,6 mMol) Ethylenglycol und para-Toluolsulphonsäure wurden in
40 ml Benzol 6 h unter Verwendung eines Dean-Stark-Abscheiders zum
Rückfluss
erhitzt. Man ließ das
Reaktionsgemisch abkühlen,
verdünnte
mit 100 ml Ethylacetat und wusch mit 60 ml gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung. Die
organische Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase wurde zweimal
mit je 50 ml Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen wurden mit Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Durch Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 97:3 erhielt man das Acetal 1 (1,14 g, 85 %)
als farbloses Öl;
Rf(Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,36; νmax(Film)/cm–1 1483,
1331, 1291, 1105; δH (400 MHz; CDCl3):
7,19 – 7,14 (4H,
m, Ph), 4,02 (4H, s, 2 × CH2CO2), 3,18 (4H,
s, 2 × CH2O).
-
Synthese der Verbindung
2
-
0,5
g (2,84 mMol) des Acetals 1 in 50 ml Ethanol wurden unter Wasserstoff über einer
katalytischen Menge von 5 % Rhodium auf Aluminiumoxid bei 70 psi
und 50°C
16 h geschüttelt.
Dann wurde der Katalysator abfiltriert, und das Lösungsmittel
wurde unter Erhalt von 0,51 g (99 %) des Acetals 2 als farbloses Öl unter vermindertem
Druck verdampft;
νmax(Film)/cm–1 2923,
1449, 1337, 1192, 1115, 1089; δH (400 MHz; CDCl3):
3,89 – 3,86
(4H, m, 2 × CH2O), 2,10 – 2,00 (2H, m), 1,88 (2H, dd,
J= 13,9, 7,6), 1,81 (2H, dd, J= 13,7, 7,0), 1,56 – 1,26 (6H,
m).
-
Synthese der Verbindung
3
-
1,01
g (5,54 mMol) des Acetals 2 wurden in einer Mischung von 10 ml 2N
Salzsäure
und 10 ml Aceton 24 h gerührt.
Danach ergab die Analyse durch TLC, dass das als Ausgangsverbindung
eingesetzte Acetal vollständig
umgesetzt war. Es wurden 20 ml gesättigte Natriumcarbonatlösung zugesetzt,
und das Reaktionsgemisch wurde dreimal mit je 25 ml Ether extrahiert.
Die vereinigten Etherphasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Pentan/Ether 95:5 erhielt man 0,75 g (97 %) des Ketons 3 als farbloses Öl; Rf (Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,42; νmax(Film)/cm–1 1743
(C = O); δH (400 MHz; CDCl3):
2,37 – 2,28 (2H,
m), 2,20 (2H, dd, J = 18,5, 7,5), 2,12 (2H, dd, J = 18,7, 6,3),
1,65 – 1,24
(10H, m).
-
Synthese der Verbindung
4
-
1,13
ml (5,70 mMol) Triethylphosphonacetat wurden unter Argon bei 0°C einer gerührten Suspension von
Natriumhydrid (0,22 g einer 60 %-igen Dispersion in Öl, 5,43
mMol) in 15 ml THF zugetropft. Nach 20 Minuten wurden 0,75 g (5,43
mMol) des Ketons 3 in 6 ml THF zugetropft. Man ließ das Reaktionsgemisch
auf Raumtemperatur erwärmen
und rührte
16 h. Dann wurden 5 ml Wasser zugegeben, und es wurde dreimal mit je
15 ml Ether extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden
mit Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt man 0,81 g (72 %) des Esters 4 als
farbloses Öl; Rf (Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,66; νmax(Film)/cm–1 1715
(C = O), 1652 (C = C); δH (400 MHz; CDCl3):
5,80 (1H, quin., J= 2,2, CHCO2Et), 4,15
(2H, q, J = 7,1, CO2CH2Me),
2,79 (1H, dd, J = 19,5, 8,1), 2,69 (1H, ddt, J = 19,8, 7,3, 2,3),
2,47 (1H, dd, J = 17,3, 7,2), 2,34 (1H, ddt, J = 17,3, 5,6, 1,8),
2,14 (1H, m), 2,02 (1H, m), 1,60 – 1,22 (8H, m);
m/z (ES+) 209 (M + H, 57 %), 455 (2M + K, 67).
-
Synthese der Verbindungen
5 und 6
-
0,45
g (2,16 mMol) des Esters 4, 0,24 ml (4,31 mMol) Nitromethan und
3,10 mMol einer 1 M Lösung von
Tetrabutylammoniumfluorid in THF wurden 4 h bei 65°C in THF
zum Rückfluss
erhitzt. Danach ließ man das
Gemisch abkühlen,
verdünnte
mit 20 ml Ethylacetat und säuerte
mit 15 ml verdünnter
Salzsäure
an. Die organische Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase
wurde zweimal mit je 15 ml Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 98:2 erhielt man 0,35 g (60 %) der Nitro-Ester
5 und 6 im Verhältnis
9 : 1 als gelbes Öl;
Rf (Heptan/Ethylacetat 9:1) 0,28; νmax(Film)/cm–1 1732
(C = O), 1547 (NO2), 1375 (NO2);
Hauptisomer
5: δH (400 MHz; CDCl3):
4,61 (2H, s, CH2NO2),
4,15 (2H, q, J = 7,2, OCH2Me), 2,70 (2H,
s, CH2CO2Et), 2,06
(2H, m), 1,81 (2H, dd, J= 13,9, 7,1), 1,56 (2H, dd, J= 13,1, 6,8),
1,51 – 1,22
(8H, m), 1,28 (3H, t, J= 7,2).
-
Synthese der Verbindungen
7 und 8
-
0,81
g (3,01 mMol) der Mischung der Verbindungen 5 und 6 in 30 ml Methanol
wurde unter Wasserstoff bei 50 psi und 30°C 12 h über einer katalytischen Menge
eines Nickelschwamm-Katalysators geschüttelt. Das Gemisch wurde filtriert,
und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft. Man erhielt eine Mischung
der Amino-Ester 7 und 8 im Verhältnis
9 : 1 (40 g, 72 %) als weißen
Feststoff;
νmax(Film)/cm–1 3214
(NH), 1706 (C = O); Hauptisomer 7: δH (400
MHz; CDCl3): 5,57 (1H, br s, NH), 3,20 (2H, s,
CH2NH), 2,36 (2H, s, CH2CO),
2,04 – 1,94
(2H, m), 1,77 (2H, dd, J = 13,2, 7,0), 1,62 (2H, dd, J = 13,4, 6,7), 1,60 – 1,20 (8H,
m); m/z (ES)+ 387 (2M + H, 97 %).
-
Synthese der Verbindungen
9 und 10 und Isolierung der Verbindung 9
-
(1α,6α,8α)(2-Aminomethyl-octahydro-inden-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
0,42
g (2,17 mMol) des Gemischs der Verbindungen 7 und 8 wurden in 8
ml 1,4-Dioxan und 20 ml einer 6N Salzsäure-Lösung gelöst, und das erhaltene Gemisch
wurde 6 h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Gemisch mit 20 ml Wasser verdünnt und zweimal mit je 15 ml
Dichlormethan gewaschen. Die wässrige
Phase wurde unter vermindertem Druck verdampft, und man erhielt
0,43 g (79 %) eines Gemischs der Säuren 9 und 10 im Verhältnis 9
: 1 als weißen
Feststoff. Umkristallisation aus Ethylacetat/Methanol ergab 0,27
g der Säure
9; δH (400 MHz; d6-DMSO):
12,3 (1H, br s, CO2H), 7,94 (2H, br s, NH2), 2,90 (2H, s, CH2NH2), 2,52 (2H, s, CH2CO2H), 1,97 (2H, br s), 1,65 (2H, dd, J = 13,5,
6,7), 1,54 – 1,20
(10H, m);
m/z (ES)+ 212 (M + H, 100
%); (Gef. C 56,4; H 8,74; N 5,43;
für C12H21NO2·1HCl·0,5H2O berechnet C 56,1; H 9,03; N 5,45 %); LC-MS
(Prodigy-C18-Säule, Innendurchmesser:
50 mm × 4,6
mm, 5 % – 50
% Acetonitril/Wasser);
Retentionszeit = 1,53 min., Reinheit
98 %.
-
BEISPIEL
5 – technische
Information – (1α,6α,8β)(2-Aminomethyl-octahydro-inden-2-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Synthese der Verbindung
1
-
5,1
ml (12,75 mMol) einer 2,5M Lösung
von n-Butyllithium in Hexan wurde bei –78°C unter Argon einem gerührten Gemisch
von 0,34 ml (6,3 mMol) Nitromethan in 20 ml THF und 2 ml HMPA zugetropft.
Man ließ das
Reaktionsgemisch auf –60°C erwärmen und
rührte
eine Stunde lang. Dann wurde auf –78°C abgekühlt, und es wurden 0,79 g (5,73
mMol) der Verbindung 3 zugesetzt. Man ließ das Reaktionsgemisch auf –60°C erwärmen und
rührte
weitere 2 h. Darauf wurde das Gemisch durch Zugabe von 5 ml einer
gesättigten Ammoniumchloridlösung gequencht.
Nach Erwärmen
auf Raumtemperatur wurden 10 ml verdünnte Salzsäure und 30 ml Ether zugefügt. Die
organische Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase wurde zweimal mit
je 25 ml Ether extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden
mit Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt man 0,50 g (43 %) des Nitro-Alkohols
1 als weißen
Feststoff; Rf (Heptan/Ethylacetat 9:1) 0,14; νmax(CH2Cl2)/cm–1 3424
(OH), 1548 (NO2), 1379 (NO2); δH (400
MHz; CDCl3): 4,45 (2H, s, CH2NO2), 3,26 (1H, s, OH), 2,04 – 1,95 (2H,
m), 1,85 – 1,80
(4H, m), 1,64 – 1,24
(8H, m).
-
Synthese der Verbindung
2
-
Ein
Gemisch von 0,50 g (2,49 mMol) der Verbindung 1 und 1 Tropfen konzentrierter
Schwefelsäure wurde
in 1 ml Essigsäureanhydrid
5 min. bei 50°C
erwärmt.
Dann ließ man
das Gemisch abkühlen
und verteilte zwischen 100 ml Ether und 50 ml Wasser. Die Etherphase
wurde mit Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft; man erhielt 0,49 g (82
%) des Nitro-Acetats 2 als farbloses Öl; Rf (Heptan/
Ethylacetat 9:1) 0,44;
νmax(Film)/cm–1 1739
(C = O); 1551 (NO2), 1375 (NO2); δH (400
MHz; CDCl3): 4,88 (2H, s, CH2NO2), 2,38 – 2,00 (8H, m), 2,07 (3H, s,
MeCO), 1,62 – 1,32
(6H, m).
-
Synthese der Verbindung
3
-
Zu
einer gerührten
Lösung
von 0,49 g (2,04 mMol) der Verbindung 2 in 5 ml Methanol wurden
bei 0°C 0,15
g (2,04 mMol) Kaliummethylat in 3 ml Methanol zugetropft. Nach 10
min. wurde das Gemisch zwischen 100 ml Ether und 50 ml Wasser verteilt.
Die Etherphase wurde mit Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands
an SiO2 mit Pentan/Ether 98:2 erhielt man
0,21 g (57 %) des Nitro-Alkens 3 als blassgelbes Öl; Rf (Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,54;
νmax(Film)/cm–1 1643
(C = C); 1509 (NO2), 1342 (NO2); δH (400
MHz; CDCl3): 7,12 (1H, quin., J = 2,0, CHNO2), 3,01 (1H, ddt, J = 20,5, 8,0, 2,1), 2,90
(1H, ddt, J = 20,5, 7,3, 2,1), 2,54 (1H, ddt, J = 17,8, 7,1, 2,0),
2,43 (1H, ddt, J = 17,7, 5,6, 1,9), 2,21 (1H, m), 2,12 (1H, m),
1,60 – 1,24
(8H, m).
-
Synthese der Verbindung
4
-
Zu
1,22 ml (1,22 mMol) einer 1M Lösung
von Lithium-bis(trimethylsilyl)amid in THF wurden bei –78°C unter Argon
und unter Rühren
0,12 ml (1,22 mMol) Ethylacetat in 2 ml THF zugetropft. Nach 20
min. wurden 0,21 g (1,16 mMol) der Verbindung 3 in 1 ml THF zugesetzt,
und das Gemisch wurde 2 h gerührt.
Danach wurde das Gemisch durch Zugabe von 3 ml gesättigte Ammoniumchlorid-Lösung gequencht,
und man ließ auf Raumtemperatur
erwärmen.
Das Gemisch wurde mit 20 ml Ether verdünnt, und es wurden 15 ml verdünnte Salzsäure zugesetzt.
Die organische Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase wurde zweimal
mit je 10 ml Ether extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
wurden mit Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 99:1 erhielt man 0,13 g (41 %) des Nitro-Esters
4 als farblose Flüssigkeit;
Rf (Heptan/Ethylacetat 9:1) 0,32; νmax(Film)/cm–1 1731
(C = O); 1547 (NO2), 1375 (NO2); δH (400
MHz; CDCl3): 4,73 (2H, s, CH2NO2), 4,14 (2H, q, J = 7,1, CO2CH2Me), 2,58 (2H, s, CH2CO2Et), 2,07 (2H, m), 1,71 – 1,66 (4H, m), 1,60 – 1,24 (8H,
m), 1,26 (3H, t, J= 7,2, CO2CH2Me);
m/z (ES+) 270 (M + H, 100 %).
-
Synthese der Verbindung
5
-
0,122
g (0,45 mMol) der Verbindung 4 in 40 ml Methanol wurden über einer
katalytischen Menge eines Nickelschwamm-Katalysators unter Wasserstoff
bei 60 psi und 30°C
6 h geschüttelt.
Das Gemisch wurde filtriert, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Man erhielt 0,084 g (96 %) des Amino-Esters 5 als
weißen
Feststoff; νmax(Film)/cm–1 3228
(NH); 1665 (C = O); δH (400 MHz; CDCl3):
5,49 (1H, br s, NH), 3,34 (2H, s, CH2NH),
2,25 (2H, s, CH2CO), 2,10 – 1,98 (2H,
m), 1,77 (2H, dd, J = 13,2, 7,1), 1,65 (2H, dd, J = 13,2, 6,8),
1,62 – 1,20
(8H, m).
-
Synthese der Verbindung
6
-
0,083
g (0,43 mMol) (2-Aminomethyl-octahydro-inden-2-yl)-essigsäure 5 wurden
in 2 ml 1,4-Dioxan und 8 ml einer 6N Salzsäure-Lösung gelöst, und das Gemisch wurde 5
h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde mit 20 ml Wasser verdünnt
und zweimal mit je 15 ml Dichlormethan gewaschen. Die wässrige Phase
wurde unter vermindertem Druck verdampft, und man erhielt 0,097
g (91 %) der Säure
6 als weißen Feststoff.
Dieser wurde aus Ethylacetat/ Methanol umkristallisiert, und man
erhielt 0,057 g der reinen Verbindung 10; δH (400
MHz; d6-DMSO): 7,90 (2H, br s, NH2), 3,02 (2H, s, CH2NH2), 2,43 (2H, s, CH2CO2H), 2,00 (2H, br s), 1,53 – 1,24 (12H,
m); m/z (ES+) 212 (M + H, 100 %); LC-MS
(Prodigy-C18-Säule,
Innendurchmesser: 50 mm × 4,6
mm, 5 % – 50
% Acetonitril/Wasser), Retentionszeit = 1,12 min., Reinheit 100
%.
-
BEISPIEL
6 (1α,3α,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Synthese der Verbindung
1
-
69,4
ml (69,4 mMol) einer 1 M Lösung
von Lithiumaluminiumhydrid in Ether wurden bei 0°C unter Argon einer gerührten Lösung von
5 g (34,7 mMol) cis-Cyclobutan-1,2-dicarbonsäure in 60 ml THF zugetropft. Man
ließ das
Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen und rührte 16 h. Dann wurde das Reaktionsgemisch
auf 0°C
abgekühlt,
und durch vorsichtige Zugabe von 2,7 ml Wasser, 2,7 ml einer 15
%-igen (Gew./Vol.) Natriumhydroxid-Lösung und 8,1 ml Wasser gequencht.
Das Gemisch wurde 15 min. gerührt,
und der Niederschlag wurde abfiltriert. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft, und man erhielt 4,0 g (98 %) des Alkohols 1 als
farbloses Öl; δH (400
MHz; CDCl3): 3,85 (2H, m), 3,6 (2H, m),
3,2 (2H, s), 2,7 (2H, m), 2 (2H, m), 1,55 (2H, m); δC (400
MHz, CDCl3): 63,15, 37,83, 20,40.
-
Synthese der Verbindung
2
-
Einer
gerührten
Lösung
von 4,0 g (34,4 mMol) der Verbindung 1 in 150 ml Dichlormethan wurden
bei –40°C unter Argon
6,2 ml (79,1 mMol) Mesylchlorid zugetropft. Anschließend wurden
12,0 ml (86,0 mMol) Triethylamin zugetropft, und man ließ das Gemisch
langsam auf Raumtemperatur erwärmen.
Nach 16 h Rühren
wurde das Reaktionsgemisch durch Zugabe von 50 ml verdünnter Salzsäure gequencht.
Die organische Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase wurde zweimal
mit je 50 ml Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen wurden mit Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des
Rückstands
an SiO2 mit Heptan/Ethylacetat 6:4 erhielt
man 6,1 g (73 %) des Mesylats 2 als weißen Feststoff; Rf (Heptan/Ethylacetat 1:1)
0,18; δH (400 MHz; CDCl3):
4,3 (4H, m), 3,05 (6H, s), 2,9 (2H, m) 2,2 (2H, m), 1,8 (2H, m); δC (400
MHz, CDCl3): 69,51, 37,45, 35,28, 21,09.
-
Synthese der Verbindung
3
-
Einem
gerührten
Gemisch von 5,95 g (24,4 mMol) der Verbindung 2 in 50 ml Aceton
wurden unter Argon 10,6 g (121,8 mMol) wasserfreies Lithiumbromid
zugesetzt, und das Gemisch wurde 2 h zum Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde
das Aceton unter vermindertem Druck verdampft, und der Rückstand
wurde in 50 ml Ether aufgenommen, mit 50 ml Wasser und mit Salzlösung gewaschen
und über
MgSO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt man 5,36 g (86 %) des Dibromids
3 als orangefarbene Flüssigkeit;
Rf (Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,82; δH (400
MHz; CDCl3): 3,6 (2H, m), 3,45 (2H, m),
2,85 (2H, m), 2,1 (2H, m), 1,7 (2H, m); δC (400
MHz, CDCl3): 39,70, 33,79, 23,95.
-
Synthese der Verbindung
4
-
Einer
bei 0°C
gekühlten
Suspension von 1,58 g (39,5 mMol) Kaliumhydrid (vorab dreimal mit
Pentan gewaschen) in 22 ml Tetrahydrofuran wurde im Verlauf einer
Stunde unter Argon eine Lösung
von 1,36 ml (13,04 mMol) Methyl-methylthiomethylsulfoxid (zuvor
3 h über
Molekularsieben getrocknet) in 3 ml Tetrahydrofuran zugegeben. Nach
Rühren
im Verlauf weiterer 30 min. wurde bei 0°C im Verlauf einer Stunde eine
Lösung von
3,17 g (13,1 mMol) der Verbindung 3 in 2 ml THF zugesetzt. Man ließ das Reaktionsgemisch
auf Raumtemperatur erwärmen
und rührte über Nacht.
Danach wurde das Reaktionsgemisch durch Zugabe von 6 ml einer 25
%-igen wässrigen
Ammoniumchlorid-Lösung
gequencht. Nach 10 min. wurde der Feststoff abfiltriert und das
Filtrat eingeengt. Der Rückstand
wurde in 20 ml Ether aufgenommen, und es wurden 0,05 ml 9N Schwefelsäure zugesetzt.
Nach Rühren
im Verlauf von 30 h wurde gesättigtes
Natriumhydrogencarbonat zugegeben. Die Etherphase wurde abgetrennt
und auf 5 ml eingeengt. Es wurden 1,5 g gesättigte Natriumhydrogensulfit-Lösung zugegeben,
und das Reaktionsgemisch wurde 30 min. gerührt. Danach wurden die Phasen getrennt,
die Etherphase wurde mit 0,5 g einer gesättigten Natriumhydrogensulfit-Lösung weitere
30 min. gerührt.
Darauf wurden die Phasen wiederum getrennt, und die vereinigten
wässrigen
Phase wurden mit 5 ml einer 20 wässrigen
Natriumhydroxid-Lösung
behandelt und mit Ether extrahiert. Die Etherphase wurde über MgSO4 getrocknet und unter vermindertem Druck
verdampft, wobei 0,16 g (11 %) der Verbindung 4 als gelbe Flüssigkeit
erhalten wurden; δH (400 MHz; CDCl3):
3,0 (2H, m), 2,15 – 2,45
(6H, m), 1,65 (2H, m).
-
Synthese der Verbindung
5
-
0,32
ml (1,61 mMol) Triethylphosphonacetat wurden bei 0°C unter Argon
einer gerührten
Suspension von 0,059 g (1,47 mMol) Natriumhydrid (60 %-ige Dispersion
in Öl)
in 2 ml THF zugetropft. Nach 20 min. wurden 0,16 g (1,45 mMol) des
Ketons 4 in 1 ml THF zugetropft. Man ließ das Gemisch auf Raumtemperatur
erwärmen
und rührte
im Verlauf von 16 h. Dann wurden 5 ml Wasser zugegeben, und das
Gemisch wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen wurden mit Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Anschließend wurde das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands
an SiO2 mit Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt
man 0,166 g (0,92 mMol, 64 %) des Esters 5 als farbloses Öl; δH (400
MHz; CDCl3): 5,9 (1H, s), 4,2 (2H, q), 3,15
(1H, d), 2,9 (1H, m), 2,8 (1H, m), 2,65 (2H, m), 2,3 (1H, d), 2,15
(2H, m), 1,5 (2H, m), 1,3 (3H, t); δC (400
MHz, CDCl3): 169,51, 166,98, 113,37, 59,62,
43,23, 38,79, 38,45, 36,20, 25,62, 24,95, 14,44.
-
Synthese der Verbindung
6
-
0,152
g (0,84 mMol) des Esters 5, 0,092 ml (1,7 mMol) Nitromethan und
1,03 ml (1,03 mMol) einer 1M Lösung
von Tetrabutylammoniumfluorid in THF wurden in 1 ml THF 4 h bei
65°C erwärmt. Man
ließ das
Gemisch abkühlen,
verdünnte
mit 30 ml Ether und säuerte
mit 5 ml 2N Salzsäure
an. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck
verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ether 95:5 erhielt man 0,085 g (0,35 mMol, 41 %) des Nitro-Esters
6 als farblose Flüssigkeit; δH (400
MHz; CDCl3): 4,4 (2H, s), 4,15 (2H, q), 2,75
(2H, bs), 2,7 (2H, s), 2,3 (2H, m), 2,1 (2H, m), 1,65 (4H, m), 1,15
(3H, t); δC (400 MHz; CDCl3):
171,48, 79,68, 60,52, 50,10, 44,15, 41,06, 37,36, 25,76, 14,28.
-
Synthese der Verbindungen
7A und 7B
-
0,076
g (0,31 mMol) des Nitro-Esters 6 in 10 ml Methanol wurden unter
Wasserstoff bei 50 psi und bei 30°C über einer
katalytischen Menge eines Nickelschwamm-Katalysators 12 h geschüttelt. Das
Gemisch wurde filtriert, und das Lösungsmittel wurde unter Erhalt
von 0,05 g des Lactams 7A und des Amino-Esters 7B als weißer Feststoff
unter vermindertem Druck verdampft. Das erhaltene Produkt wurde
ohne weitere Reinigung und Analyse weiterverwendet.
-
Synthese der Verbindung
8
-
0,05
g der Verbindungen 7A und 7B wurden in 2 ml einer 6N Salzsäure-Lösung gelöst, und
das Gemisch wurde 4 h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck verdampft, und man erhielt die Säure als
weißen
Feststoff. Dieser wurde aus Ethylacetat/Methanol umkristallisiert,
und man erhielt 0,045 g (0,2 mMol, 64 %) der reinen Verbindung 8; δH (400
MHz; D2O): 3 (2H, s), 2,85 (4H, m + s),
2,35 (2H, m), 2,1 (2H, m), 1,75 (4H, m); δC (400
MHz; D2O): 167,5, 46,64, 43,89, 42,03, 40,89, 36,08,
23,91. m/z (ES+) 184 (M + H, 100 %).
-
BEISPIEL
7 – Technische
Information – (±)-(1α,5β)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Synthese der Verbindung
1
-
134,8
ml (134,8 mMol) einer 1 M Lösung
von Lithiumaluminiumhydrid in Ether wurden bei 0°C unter Argon einer gerührten Lösung von
9,71 g (67,39 mMol) cis-Cyclobutan-1,2-dicarbonsäure in 120 ml THF zugetropft.
Man ließ das
Gemisch auf Raumtemperatur erwärmen
und rührte
16 h. Dann wurde das Gemisch auf 0°C abgekühlt, und durch vorsichtige
Zugabe von 5,2 ml Wasser, 5,2 ml einer 15 %-igen (Gew./Vol.) Natriumhydroxid-Lösung und
15,7 ml Wasser gequencht. Das Gemisch wurde 15 min. gerührt, und
der Niederschlag wurde abfiltriert. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft, und man erhielt 6,73 g (57,64 mMol, 85 %) des Alkohols
1 als blassgelbes Öl; δH (400
MHz; CDCl3): 3,85 (2H, m), 3,6 (2H, m),
2,9 (2H, s), 2,7 (2H, m), 2 (2H, m), 1,55 (2H, m).
-
Synthese der Verbindung
2
-
Einer
gerührten
Lösung
von 8,85 g (75,8 mMol) der Verbindung 1 in 500 ml Dichlormethan
wurden bei –40°C unter Argon
29,3 ml (373,8 mMol) Mesylchlorid zugetropft. Anschließend wurden
63,4 ml (454,4 mMol) Triethylamin zugetropft, und man ließ das Gemisch
langsam auf Raumtemperatur erwärmen.
Nach 16 h Rühren
wurde das Gemisch durch Zugabe von 100 ml verdünnte Salzsäure gequencht. Die organische
Phase wurde abgetrennt, und die wässrige Phase wurde zweimal
mit je 100 ml Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen wurden mit Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde
unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands
an SiO2 mit Heptan/Ethylacetat 6:4 erhielt
man 15,89 g (58,3 mMol, 77 %) des Mesylats 2 als weißen Feststoff; δH (400
MHz; CDCl3): 3,0 (6H, m), 2,6 (2H, m), 2,05
(2H, m), 1,8 (2H, m).
-
Synthese der Verbindung
3
-
Einem
gerührten
Gemisch von 15,84 g (57,4 mMol) der Verbindung 2 in 150 ml Aceton
wurden unter Argon 25 g (287,3 mMol) wasserfreies Lithiumbromid
zugesetzt, und das Gemisch wurde 2 h zum Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde
das Aceton unter vermindertem Druck verdampft, und der Rückstand
wurde in 100 ml Ether aufgenommen, mit 100 ml Wasser und mit Salzlösung gewaschen
und über
MgSO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft, und man erhielt 13,5 g (55,8 mMol, 97 %) des Dibromids
3 als orangefarbene Flüssigkeit; δH (400
MHz; CDCl3): 3,5 (4H, m), 2,45 (2H, m),
2,05 (2H, m), 1,6 (2H, m).
-
Synthese der Verbindung
4
-
Einer
auf 0°C
gekühlten
Suspension von 1,08 g (27 mMol) Kaliumhydrid (vorab drei Mal mit
Pentan gewaschen) in 15 ml Tetrahydrofuran wurde im Verlauf einer
Stunde unter Argon eine Lösung
von 0,93 ml (8,92 mMol) Methyl-methylthiomethylsulfoxid (zuvor 3
h über
Molekularsieben getrocknet) in 2 ml Tetrahydrofuran zugegeben. Nach
Rühren
im Verlauf von 30 min. wurde bei 0°C im Verlauf einer Stunde eine
Lösung
von 2,16 g (8,93 mMol) der Verbindung 3 in 1 ml THF zugesetzt. Man
ließ das
Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen und rührte über Nacht. Danach wurden 6
ml einer 25 %-igen wässrigen
Ammoniumchlorid-Lösung zugegeben.
Nach 10 min. wurde der Feststoff abfiltriert und das Filtrat eingeengt.
Der Rückstand
wurde in 20 ml Ether aufgenommen, und es wurden 0,03 ml 9N Schwefelsäure zugesetzt.
Nach Rühren
im Verlauf von 30 h wurde gesättigtes
Natriumhydrogencarbonat zugegeben. Die Etherphase wurde abgetrennt
und auf 5 ml eingeengt. Es wurden 1,5 g gesättigte Natriumhydrogensulfit-Lösung zugegeben,
und das Reaktionsgemisch wurde 30 min. gerührt. Danach wurden die Phasen
getrennt, die Etherphase wurde mit 0,5 g einer gesättigten Natriumhydrogensulfit-Lösung weitere
30 min. gerührt.
Darauf wurden die Phasen getrennt, und die vereinigten wässrigen
Phasen wurden mit 5 ml einer 20 % wässrigen Natriumhydroxid-Lösung behandelt
und mit Ether extrahiert. Die Etherphase wurde über MgSO4 getrocknet,
und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft, wobei 0,141 g (15 %) der
Verbindung 4 als gelbe Flüssigkeit
erhalten wurden; δH (400 MHz; CDCl3):
2,25 (4H, m), 2,0 (4H, m), 1,7 (2H, m).
-
Synthese der Verbindung
5
-
0,28
ml (1,41 mMol) Triethylphosphonacetat wurden bei 0°C unter Argon
einer gerührten
Suspension von 0,052 g (1,29 mMol) Natriumhydrid (60 %-ige Dispersion
in Öl)
in 2 ml THF zugetropft. Nach 20 min. wurden 0,141 g (1,28 mMol)
des Ketons 4 in 1 ml THF zugetropft. Man ließ das Gemisch auf Raumtemperatur erwärmen und
rührte
im Verlauf von 16 h. Dann wurden 5 ml Wasser zugegeben, und das
Gemisch wurde extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden
mit Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet. Anschließend wurde
das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands
an SiO2 mit Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt
man 0,092 g (0,51 mMol, 40 %) des Esters 5 als farbloses Öl; δH (400
MHz; CDCl3): 5,85 (1H, s), 4,1 (2H, q),
3,1 (1H, d.d), 2,45 (1H, d.d), 2,2 (2H, m), 1,75 (2H, m), 1,4 (2H,
m), 1,25 (3H, t); δC (400 MHz; CDCl3):
170,53, 166,57, 115,13, 59,62, 47,06, 45,69, 39,89, 37,24, 28,52,
28,17, 14,44.
-
Synthese der Verbindung
6
-
0,09
g (0,5 mMol) des Esters 5, 0,055 ml (1,02 mMol) Nitromethan und
0,61 ml (0,61 mMol) einer 1M Lösung
von Tetrabutylammoniumfluorid in THF wurden in 1 ml THF 4 h bei
65°C erwärmt. Man
ließ das
Gemisch abkühlen,
verdünnte
mit 30 ml Ether und säuerte
mit 5 ml 2N Salzsäure
an. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck
verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ether 95:5 erhielt man 0,063 g (0,26 mMol, 52 %) des Nitro-Esters
6 als farblose Flüssigkeit. δH (400
MHz; CDCl3): 4,65 (2H, [AB]q), 4,15 (2H, q),
2,65 ([AB]q), 1,2 – 1,95
(3H, t und m, 13H); δC (400 MHz; CDCl3):
171,28, 82,42, 60,56, 49,97, 45,80, 45,32, 42,88, 40,19, 40,09,
27,64, 14,26.
-
Synthese der Verbindungen
7A und 7B
-
0,063
g (0,26 mMol) des Nitro-Esters 6 in 10 ml Methanol wurden unter
Wasserstoff bei 50 psi und bei 30°C über einer
katalytischen Menge eines Nickelschwamm-Katalysators 12 h geschüttelt. Das
Gemisch wurde filtriert, und das Lösungsmittel wurde unter Erhalt
von 0,051 g des Lactams 7A und des Amino-Esters 7B als weißer Feststoff
unter vermindertem Druck verdampft. Das erhaltene Produkt wurde
ohne weitere Reinigung oder Analyse weiterverwendet.
-
Synthese der Verbindung
8
-
0,051
g der Verbindungen 7A und 7B wurden in 2 ml einer 6N Salzsäure-Lösung gelöst, und
das Gemisch wurde 4 h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck verdampft, und man erhielt die Säure als
weißen
Feststoff. Dieser wurde aus Ethylacetat/Methanol umkristallisiert,
und man erhielt 0,046 g (0,21 mMol, 81 %) der reinen Verbindung
8; δH (400 MHz; D2O):
3,3 (2H, [AB]q), 2,7 (2H, [AB]q), 2(2H, m), 1,35 – 1,85 (8H,
m); δC (400 MHz; D2O):
174,8, 47,50, 46,59, 44,28, 43,61, 41,64, 38,37, 38,09, 25,88. m/z
(ES+) 184 (M + H, 100 %).
-
BEISPIEL
8 – technische
Information – (1α,3β,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
Synthese der Verbindung
(2)
-
5,7
g (22,3 mMol) des Dibromids 1, 4,8 ml (44,5 mMol) Ethylcyanoacetat
und 6,15 g (44,5 mMol) Kaliumcarbonat wurden zusammen in 100 ml
DMF 48 h gerührt.
Dann wurden 100 ml verdünnte
Salzsäure
zugesetzt, und das Gemisch wurde dreimal mit je 100 ml Ether extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen
und über
MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft. Nach Chromatographie des
Rückstands
an SiO2 mit Heptan/Ethylacetat 98:2 erhielt man
4,3 g (100 %) des Cyanoesters 2 als 68:32-Diastereomerengemisch;
Rf (Heptan/Ethylacetat 9:1) 0,28; νmax(Film)/cm–1 2241
(CN), 1741 (C=O); Diastereomer A: δH (400
MHz; CDCl3) 4,30 (2H, q, J 7,1, CO2CH2Me), 2,98 (2H,
m), 2,56 – 2,22
(6H, m), 1,70 (2H, m), 1,35 (3H, t, J 7,1, Me); Diastereomer B: δH (400
MHz; CDCl3) 4,26 (2H, q, J 7,1, CO2CH2Me), 3,05 (2H,
m), 2,56 – 2,22
(6H, m), 1,99 (2H, m), 1,33 (3H, t, J 7,1, Me).
-
Synthese der Verbindung
(3)
-
0,76
g (3,91 mMol) des Cyanoesters 2, 0,14 ml (7,82 mMol) Wasser und
0,66 g (15,6 mMol) Lithiumchlorid wurden bei 150°C in 40 ml DMSO 22 h erhitzt.
Man ließ das
Gemisch abkühlen,
verdünnte
mit 150 ml Wasser und extrahierte dreimal mit je 50 ml Ether. Die
vereinigten Etherphasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt man 0,21 g (44 %) des Cyanids 3
als 60:40-Mischung der Diastereomeren; Rf (Heptan/Ethylacetat
9:1) 0,44; νmax(Film)/cm–1 2238
(CN); Diastereomer A: δH (400 MHz; CDCl3)
2,97 (1H, m), 2,87 (2H, m), 2,32 – 2,18 (2H, m), 2,10 – 1,96 (3H,
m), 1,92 – 1,78
(2H, m), 1,48 – 1,38
(1H, m); Diastereomer B: δH (400 MHz; CDCl3)
3,13 (1H, m), 2,87 (2H, m), 2,32 – 2,18 (2H, m), 2,10 – 1,96 (3H,
m), 1,92 – 1,78
(2H, m), 1,48 – 1,38
(1H, m).
-
Synthese der Verbindung
4
-
0,86
g (7,1 mMol) des Cyanids 3 in 30 ml THF wurde bei –78°C unter Argonatmosphäre einem
gerührten
Gemisch von 7,8 ml (7,8 mMol) einer 1M Lösung von Lithiumhexamethyldisilazid
in THF in 40 ml THF zugetropft. Man ließ auf –40°C erwärmen und rührte 2 h. Danach wurde das
Gemisch wieder auf –78°C abgekühlt und mit
1,3 ml (10,6 mMol) Dimethylallylbromid versetzt. Nach weiterem Rühren bei –78°C für 2 h ließ man über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen.
Es wurden 20 ml gesättigte
Ammoniumchlorid-Lösung
zugegeben, und das Gemisch wurde mit 50 ml Ether und 30 ml verdünnter Salzsäure verdünnt. Die
wässrige
Phase wurde weiter zwei Mal mit je 50 ml Ether extrahiert, die vereinigten
organischen Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 98:2 erhielt man 0,96 g (72 %) des Cyanoalkens
4 als farbloses Öl;
Rf (Heptan/Ethylacetat 95:5) 0,38; νmax(Film)/cm–1 2230
(CN), 1673 (C=C); δH (400 MHz; CDCl3)
5,27 (1H, tt, J 7,6, 1,3, CHCMe2), 2,89
(2H, m), 2,30 – 2,22
(4H, m), 2,10 (2H, d, J 14,2), 1,94 (2H, m), 1,84 – 1,62 (2H,
m), 1,65 (3H, s, Me), 1,55 (3H, s, Me); m/z (AP+)
190 (M+H, 100 %).
-
Synthese der Verbindung
(5)
-
0,96
g (5,1 mMol) des Cyanoalkens 4 und 10,2 ml einer 2,5M Lösung von
Natriumhydroxid in Methanol (25,5 mMol) wurden zusammen bei –78°C in 80 ml
Dichlormethan gerührt.
Es wurde Ozon durch das Gemisch geleitet, das sofort eine orangefarbene
Farbe annahm. Nach zwei Stunden wurde das Gemisch grün, und durch
die Lösung
wurde zunächst
5 min. Sauerstoff und dann Stickstoff geblasen. Dem Gemisch wurden
unter Rühren
100 ml Ether und 100 ml Wasser zugesetzt, und man ließ über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen. Die
wässrige
Phase wurde zweimal mit je 50 ml Ether extrahiert, die vereinigten
organischen Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck
verdampft. Nach Chromatographie des Rückstands an SiO2 mit
Heptan/Ethylacetat 95:5 erhielt man 0,70 g (71 %) des Cyanoesters
5 als gelbes Öl;
Rf (Heptan/Ethylacetat 8:2) 0,36; νmax(Film)/cm–1 2233
(CN), 1740 (C=O); δH (400 MHz; CDCl3)
3,75 (3H, s, OMe), 2,94 (2H, m), 2,63 (2H, s, CH2CO2Me), 2,35 – 2,21 (4H, m), 2,00 (2H, m),
1,86 (2H, m); m/z (AP+) 194 (M+H, 95 %).
-
Synthese der Verbindung
(6)
-
0,81
g (4,2 mMol) des Cyanoesters 5 in 100 ml Methanol wurden unter Wasserstoff
bei 60 psi und bei 30°C
6 h über
einer katalytischen Menge eines Nickelschwamm-Katalysators geschüttelt. Das Gemisch wurde filtriert,
und das Lösungsmittel
wurde unter Erhalt von 0,64 g (92 %) Lactam 6 als weißer Feststoff
unter vermindertem Druck verdampft; νmax(Film)/cm–1 1692
(C=O); δH (400 MHz; CDCl3)
5,52 (1H, br s, NH), 3,54 (2H, s, CH2NH),
2,80 (2H, m), 2,26 (2H, m), 2,16 (2H, s, CH2CO),
1,93 (2H, ddd, J 13,4, 8,1, 2,4), 1,74 (2H, dd, J 13,0, 3,2) 1,64
(2H, m).
-
Synthese von (1α,3β,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl)-essigsäure-Hydrochlorid
-
0,64
g (3,87 mMol) des Lactams 6 wurden in 4 ml 1,4-Dioxan und 16 ml
einer 6N Salzsäure-Lösung gelöst, und
das Gemisch wurde 6 h zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde mit 20 ml Wasser verdünnt
und zweimal mit je 15 ml Dichlormethan gewaschen. Die wässrige Phase
wurde unter vermindertem Druck verdampft, und man erhielt 0,67 g
(79 %) der Säure
7 als weißen
Feststoff. Umkristallisierung aus Ethylacetat/Methanol ergab 0,26
g der reinen Säure
7; δH (400 MHz; d6-DMSO) 7,98 (2H, br
s, NH2), 3,13 (2H, s, CH2NH2), 2,70 (2H, s), 2,17 – 2,14 (4H, m), 1,85 (2H, dd,
J 13,3, 8,0), 1,63 (2H, m), 1,55 (2H, dd, J 12,9, 5,1); m/z (ES+) 184 (M+H, 100 %); LC-MS (Prodigy-C18-Säule; Innendurchmesser:
50 mm × 4,6
mm, 5 – 50
% Acetonitril/Wasser); Retentionszeit = 2,40 min., Reinheit 98 %.
-
Die
folgenden Verfahren beziehen sich speziell auf die Herstellung der
(1α,3α,5α)(3-Aminomethyl-bicyclo[3.2.0]hept-3-yl-essigsäure.
-
-
Nitromethan
wird dem ungesättigten
Ester in einem Lösungsmittel
wie beispielsweise Dimethylsulfoxid oder N,N-Dimethylformamid mit
einer Base wie Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat oder Cäsiumcarbonat
bei einer Temperatur zwischen 0°C
und 120°C
zugegeben. Im Vergleich zu den vorstehenden Verfahren erbringt dieses
Verfahren eine höhere
Ausbeute an Nitroester und verringert die Ausbeute an entkonjugiertem
Ester. Verfahren
2A
- a) Ein Alkylcyanoacetat,
z.B. Ethylcyanoacetat, wird einer Mischung von Cyclopentanon der
Formel (1) in einem Lösungsmittel,
das ausgewählt
ist aus Toluol, Benzol, Xylolen und n-Heptan, zugesetzt, und es
werden Essigsäure
und β-Alanin,
Ammoniumacetat oder Piperidin zugegeben. Das Gemisch wird bei einer Temperatur
zwischen 0°C
und 150°C
unter Entfernen von Wasser, beispielsweise unter Verwendung eines Dean-Stark-Abscheiders,
oder Aktivmolekularsiebe, gerührt,
wobei man das Alken der Formel (2) erhält.
- b) Das Produkt der obigen Stufe a) wird bei einer Temperatur
zwischen –100°C und 110°C einer Mischung von
Benzylmagnesiumchlorid, Benzylmagnesiumbromid oder Benzylmagnesiumiodid
in einem trockenen Lösungsmittel,
ausgewählt
aus Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, n-Heptan, Toluol, Diethylether
und tert.-Butylmethylether, zugesetzt, wobei man das Additionsprodukt
der Formel (3) erhält.
- c) Durch Zugabe des Produkts der obigen Stufe b) zu einem Gemisch
einer Base, die ausgewählt
ist aus Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Lithiumhydroxid und Cäsiumhydroxid,
in einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Ethylenglycol, 2-Methoxyethylether, 1,4-Dioxan und
Diethylenglycol, und Rühren
des Gemischs bei 25°C – 250°C erhält man die
Carbonsäure
der Formel (4).
- d) Man setzt das Produkt der obigen Stufe c) zu Jodmethan in
einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Dichlormethan, Chloroform, Tetrahydrofuran, Toluol
und 1,4-Dioxan zu, dem eine Base wie z.B. 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en
(DBU), Triethylamin oder 1,5-Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en (DBN) zugegeben
wird, und rührt
bei einer Temperatur zwischen –40°C und 110°C unter Erhalt
des Esters der Formel (5); oder man setzt das Produkt der obigen
Stufe c) bei 0°C – 100°C einem Gemisch
von Methanol und einer konzentrierten Säure wie z.B. Schwefelsäure oder
Salzsäure
zu; oder man setzt das Produkt der obigen Stufe
- c) bei einer Temperatur zwischen –40°C und 100°C Trimethylsilyldiazomethan
und Methanol in Benzol oder Toluol zu; oder man setzt das Produkt
der obigen Stufe c) bei einer Temperatur zwischen –40°C und 40°C Diazomethan
in einem Lösungsmittel
wie Benzol, Toluol, Dichlormethan oder Diethylether zu.
- e) Das Produkt der obigen Stufe d) wird einem Gemisch von Tetrachlormethan
oder Ethylacetat und Acetonitril zugesetzt, dem Wasser, Natriumperiodat
und Ruthenium(III)chlorid zugesetzt werden, und rührt bei Temperaturen
zwischen –40°C und 80°C unter Erhalt
der Carbonsäure
der Formel (6).
- f) Zugabe des Produkts der obigen Stufe e) zu einem Gemisch
aus einer Base, die ausgewählt
ist aus Triethylamin und Diisopropylethylamin, und einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole, Tetrahydrofuran, Diethylether
und n-Heptan, dem Diphenylphosphorylazid (DPPA) zugesetzt ist, und
Rühren
bei Temperaturen zwischen 0°C
und 150°C
ergibt das Isocyanat der Formel (7); oder man setzt das Produkt der
obigen Stufe e) bei Temperaturen zwischen –40°C und 78°C Ethylchloroformiat oder Isobutylchloroformiat
und einer Base wie Triethylamin oder Diisopropylethylamin in Tetrahydrofuran,
Aceton oder Diethylether zu unter anschließender Zugabe zunächst von
Natriumazid in Wasser und Tetrahydrofuran oder Aceton und danach
von Toluol oder Benzol und erhitzt zum Rückfluß; und
- g) Zugabe des Produkts der obigen Stufe f) zu einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole und n-Heptan, dem Methanol
oder tert.-Butanol zugefügt
wurde, unter Erhalt des Produkts (8) und anschließend Zugabe
des Produkts (8) zu wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration von 0,01 M bis 12 M ohne oder mit Lösungsmittel
wie z.B. 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (9); oder Zugabe des Produkts
der obigen Stufe f) zu einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole und n-Heptan, dem unter Erhalt
der Verbindung (8) Benzylalkohol zugegeben wurde, mit anschließender Hydrolyse
der Verbindung (8) über
Nickel, Palladium oder Platin unter Erhalt eines Lactams, das dann
mit wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration von 0,01 M bis 12 M ohne oder mit Lösungsmittel
wie z.B. 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (9) hydrolysiert wird.
-
-
- a) Der Cyanoester (2) wird bei einer Temperatur
zwischen –100°C und 110°C Allylmagnesiumchlorid
oder -bromid oder 2-Butenylmagnesiumchlorid in einem trockenen Lösungsmittel
aus der Gruppe Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, n-Heptan, Toluol, Diethylether
und tert.-Butylmethylether zugesetzt, wobei das Additionsprodukt
der Formel (10) erhalten wird.
- b) Zugabe des Produkts der obigen Stufe a) zu einem Gemisch
aus einer Base, die ausgewählt
ist aus Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Lithiumhydroxid und Cäsiumhydroxid,
und einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Ethylenglycol, 2-Methoxyethylether,
1,4-Dioxan und Diethylenglycol und Rühren des Gemischs bei 25°C – 250°C unter Erhalt
der Carbonsäure
der Formel (11).
- c) Zugabe des Produkts der obigen Stufe b) zu einem Gemisch
von Jodmethan in einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Dichlormethan, Chloroform, Tetrahydrofu ran, Toluol
und 1,4-Dioxan, dem eine Base wie z.B. 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en
(DBU), Triethylamin oder 1,5-Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en (DBN) zugesetzt
wurde, und Rühren
bei einer Temperatur zwischen –40°C und 110°C unter Erhalt
des Esters der Formel (11); oder man setzt das Produkt der obigen
Stufe b) bei 0°C – 100°C einem Gemisch
von Methanol und einer konzentrierten Säure wie z.B. Schwefelsäure oder
Salzsäure
zu; oder man setzt das Produkt der obigen Stufe b) bei einer Temperatur
zwischen –40°C und 100°C Trimethylsilyldiazomethan
und Methanol in Benzol oder Toluol zu; oder man setzt das Produkt
der obigen Stufe b) bei einer Temperatur zwischen –40°C und 40°C Diazomethan
in einem Lösungsmittel
wie Benzol, Toluol, Dichlormethan oder Diethylether zu.
- d) Zugabe des Produkts der obigen Stufe c) zu einem Gemisch
von Tetrachlormethan oder Ethylacetat und Acetonitril, dem Wasser,
Natriumperiodat oder Ruthenium(III)chlorid zugesetzt wurde, und
Rühren
bei einer Temperatur zwischen –40°C und 80°C unter Erhalt
der Carbonsäure
der Formel (6).
-
-
- a) Eine metallorganische Verbindung wie Vinyllithium-
oder Vinylmagnesiumchlorid oder -bromid wird in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C dem Cyanoester
(2) unter Erhalt der Verbindung (13) zugesetzt.
- b) Das Produkt der obigen Stufe a) wird einem Gemisch einer
Base, die ausgewählt
ist aus Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Lithiumhydroxid und Cäsiumhydroxid,
in einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Ethylenglycol, 2-Methoxyethylether, 1,4-Dioxan und
Diethylenglycol zugesetzt, und das Gemisch wird bei einer Temperatur
zwischen 25°C
und 250°C
unter Erhalt der Carbonsäure
der Formel (14) gerührt.
- c) Man setzt das Produkt der obigen Stufe b) einem Gemisch aus
Jodmethan und einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Dichlormethan, Chloroform, Tetrahydrofuran, Toluol
und 1,4-Dioxan zu, dem man eine Base wie z.B. 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en
(DBU), Triethylamin oder 1,5-Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en (DBN) zugegeben
wird, und rührt
bei einer Temperatur zwischen –40°C und 110°C unter Erhalt
des Esters der Formel (15); oder man setzt das Produkt der obigen
Stufe b) bei einer Temperatur zwischen 0°C und 100°C einem Gemisch von Methanol
und einer konzentrierten Säure
wie z.B. Schwefelsäure
oder Salzsäure
zu; oder man setzt das Produkt der obigen Stufe b) bei einer Temperatur
zwischen –40°C und 100°C Trimethylsilyldiazomethan
und Methanol in Benzol oder Toluol zu; oder man setzt das Produkt
der obigen Stufe b) bei einer Temperatur zwischen –40°C und 40°C Diazomethan
in einem Lösungsmittel
wie Benzol, Toluol, Dichlormethan oder Diethylether zu.
- d) Das Produkt der obigen Stufe c) wird in einem Lösungsmittel
wie Chloroform, Dichlormethan oder Methanol mit Ozon behandelt,
und anschließend
wird bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C unter Erhalt des Produkts
(16) z.B. mit Triphenylphosphin oder Dimethylsulfid gequencht.
- e) Das Produkt der obigen Stufe d) wird in einem Lösungsmittel
wie Methanol oder Ethanol mit einer Ammoniaklösung oder gasförmigem Ammoniak
umgesetzt und dann mit Natriumborhydrid, Natriumcyanoborhydrid oder
Natriumtriacetoxyborhydrid reduziert oder reduziert durch Hydrieren
in Gegenwart eines Katalysators wie Nickel, Palladium oder Platin
unter Erhalt des Produkts der Formel (17).
- f) Das Produkt der obigen Stufe e) wird unter Verwendung von
wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration zwischen 0,01 M und 12 M ohne oder mit Lö sungsmittel
wie 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure der Formel (9) hydrolysiert.
-
-
Der
ungesättigte
Ester und Benzylthioisoxyanat werden bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C in einem
Lösungsmittelgemisch
aus Tetrahydrofuran, Diethylether oder 1,4-Dioxan, einem koordinierenden
Lösungsmittel
wie HPMA oder DMPU und einem Alkohol wie terf.-Butanol mit Samariumdiiodid
gerührt. Der
erhaltene Ester wird bei einer Temperatur zwischen 20°C und 100°C in einem
Lösungsmittel
wie Methanol, Ethanol oder Ethylacetat unter Verwendung eines Katalysators
wie Nickel, Palladium, Platin oder Rhodium unter Erhalt der Aminosäure hydriert.
-
-
- a) Eine metallorganische Verbindung wie Vinyllithium-
oder Vinylmagnesiumchlorid oder -bromid wird bei einer Temperatur
zwischen –100°C und 0°C mit Dimethylzink,
Zinkchlorid, Kupfer(I)iodid, einem Kupfer(I)bromid-Dimethylsulfid-Komplex
oder Kupfer(I)cyanid in Gegenwart einer Lewis-Säure wie Bortrifluoridetherat
oder Aluminiumchlorid in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether versetzt, und es wird der
ungesättigte
Ester (1) unter Erhalt des Additionsprodukts (2) zugesetzt.
- b) Das Produkt der obigen Stufe a) wird in einem Lösungsmittel
wie Chloroform, Dichlormethan oder Methanol mit Ozon behandelt,
und anschließend
wird bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C unter Erhalt des Produkts
(3) z.B. mit Triphenylphosphin oder Dimethylsulfid gequencht.
- c) Das Produkt der obigen Stufe b) wird in einem Lösungsmittel
wie Methanol oder Ethanol mit einer Ammoniaklösung oder gasförmigem Ammoniak
umgesetzt und dann mit Natriumborhydrid, Natriumcyanoborhydrid oder
Natriumtriacetoxyborhydrid reduziert oder reduziert durch Hydrieren
in Gegenwart eines Katalysators wie Nickel, Palladium oder Platin
unter Erhalt des Produkts (4).
- d) Das Produkt der obigen Stufe c) wird unter Verwendung von
wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration zwischen 0,01 M und 12 M ohne oder mit Lösungsmittel
wie 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (5) hydrolysiert.
-
-
- a) Eine metallorganische Verbindung wie Allylmagnesiumchlorid
oder -bromid wird bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C mit Dimethylzink, Zinkchlorid,
Kupfer(I)iodid, einem Kupfer(I)bromid-Dimethylsulfid-Komplex oder
Kupfer(I)cyanid in Gegenwart einer Lewis-Säure wie Bortrifluoridetherat
oder Aluminiumchlorid in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether versetzt, und es wird der
ungesättigte Ester
(1) unter Erhalt des Additionsprodukts (6) zugesetzt; oder eine
metallorganische Verbindung wie Benzylmagnesiumchlorid oder -bromid
wird bei einer Temperatur zwischen –100°C und 0°C mit Dimethylzink, Zinkchlorid,
Kupfer(I)iodid, einem Kupfer(I)bromid-Dimethylsulfid-Komplex oder
Kupfer(I)cyanid in Gegenwart einer Lewis-Säure wie Bortrifluoridetherat
oder Aluminiumchlorid in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether versetzt, und es wird der
ungesättigte
Ester (1) unter Erhalt des Additionsprodukts (7) zugesetzt.
- b) Das Produkt der obigen Stufe a) wird einem Gemisch von Tetrachlormethan
oder Ethylacetat und Acetonitril zugegeben, dem Wasser, Natriumperiodat
und Ruthenium(III)chlorid zugesetzt werden, und es wird bei einer
Temperatur zwischen –40°C und 80°C unter Erhalt
der Carbonsäure
der Formel (8) gerührt.
- c) Zugabe des Produkts der obigen Stufe b) zu einem Gemisch
einer Base, die ausgewählt
ist aus Triethylamin und Diisopropylethylamin, und einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole, Tetrahydrofuran, Diethylether
und n-Heptan, dem Diphenylphosphorylazid (DPPA) zugesetzt wird,
und Rühren
bei einer Temperatur zwischen 0°C
und 150°C
unter Erhalt des Isocyanats der Formel (9); oder Zugabe des Produkts
der obigen Stufe b) bei einer Temperatur zwischen –40°C und 78°C zu Ethylchloroformiat
oder Isobutylchloroformiat und einer Base wie z.B. Triethylamin
oder Diisopropylethylamin in Tetrahydrofuran, Aceton oder Diethylether,
anschließende
Zugabe von Toluol oder Benzol und Erhitzen unter Rückfluß.
- d) Zugabe des Produkts der obigen Stufe c) zu einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole und n-Heptan, dem Methanol
oder tert.-Butanol zugesetzt wurde, unter Erhalt des Produkts (10)
und Zugabe des letzteren zu wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration von 0,01 M bis 12 M ohne oder mit einem Lösungsmittel
wie 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (5); oder Zugabe des Produkts
der obigen Stufe c) zu einem Lösungsmittel
aus der Gruppe Toluol, Benzol, Xylole und n-Heptan, dem Benzylalkohol
zugesetzt wurde, unter Erhalt des Produkts (10) und Hydrieren des
letzteren über
Nickel, Palladium oder Platin unter Erhalt eines Lactams, das dann
unter Verwendung von wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration von 0,01 M bis 12 M ohne oder mit einem
Lösungsmittel
wie 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (5) hydrolysiert wird.
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- a) Die Verbindung (1) und Kaliumcyanid oder
Natriumcyanid sowie Wasser und Ethanol oder Methanol werden zum
Rückfluss
erhitzt, wobei Wasser z.B. mit Hilfe eines Dean-Stark-Abscheiders
entfernt wird; man erhält
das Produkt (2).
- b) Das Produkt der Stufe a) wird mit Ethanol und Toluol oder
Benzol gerührt,
und die Lösung
wird bei einer Temperatur zwischen –30°C und 40°C unter Erhalt des Produkts
(3) mit gasförmigem
Chlorwasserstoff gesättigt.
- c) Das Produkt der obigen Stufe b) wird in Methanol, Ethanol
oder Ethylacetat bei einer Temperatur zwischen 15°C und 60°C unter Verwendung
eines Katalysators wie Nickel, Palladium, Platin oder Rhodium hydriert.
- d) Das Produkt der obigen Stufe c) wird unter Verwendung von
wässriger
Salzsäure
mit einer Konzentration von 0,01 M bis 12 M ohne oder mit Lösungsmittel
wie 1,4-Dioxan, Essigsäure
oder Wasser unter Erhalt der Aminosäure (5) hydrolysiert.