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DE576006C - Verfahren zur Herstellung von weissem Lithopon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weissem Lithopon

Info

Publication number
DE576006C
DE576006C DEB139516D DEB0139516D DE576006C DE 576006 C DE576006 C DE 576006C DE B139516 D DEB139516 D DE B139516D DE B0139516 D DEB0139516 D DE B0139516D DE 576006 C DE576006 C DE 576006C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lithopone
white
zinc
production
lithopon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB139516D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MARTIAL BIDAINE
Original Assignee
MARTIAL BIDAINE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MARTIAL BIDAINE filed Critical MARTIAL BIDAINE
Priority to DEB139516D priority Critical patent/DE576006C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE576006C publication Critical patent/DE576006C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/04Compounds of zinc
    • C09C1/06Lithopone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von weißem Lithopon Es ist bekannt, Lithopon aus Zinklösungen mittels Bariumsulfid herzustellen. Die nach den üblichen Verfahren gereinigten Zinklösungen enthalten aber gewöhnlich noch geringe Mengen von Schwermetallverbindungen; welche dem Lithopon seinen Handelswert herabsetzende Schattierungen geben.
  • Nach dem bekannten Verfahren fallen Eisen, Mangan, Arsenik und Kupfer ziemlich leicht aus, aber Nickel und Kobalt, welche zuletzt ausfallen, beanspruchen mitunter eine sehr lange Zeit, um entfernt zu werden. Während dieser Zeit können die Niederschlagbehälter nicht anderweitig benutzt werden.
  • Im allgemeinen reinigt man nicht bis zu den letzten Spuren. Man verbessert die leichte gelbe Schattierung, welche Nickel und Kobalt dem Lithopon geben, durch ein mechanisches Bläuen mit Ultramarin.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, zu Lithopon Schwermetallsalze zwecks Erhaltung einer gewissen Lichtbeständigkeit hinzuzufügen in der Annahme, daß diese in Oxyde oder Sulfide umgewandelten Salze die Stuhlen, die das Schwarzwerden des Lithopons verursachen, absorbieren würden. Jedenfalls sollte die Färbung des erhaltenen Lithopons dabei nicht beeinträchtigt werden.
  • Die Erfindung hat zum Ziel, ein weißes Lithopon aus unvollkommen gereinigten Zinklösungen unmittelbar zu erhalten. Zu diesem Zweck verleibt man der Zinklösung bzw. dem hieraus gefällten Lithopon kleine Mengen solcher gelöster Schwermetallverbindungen ein, welche durch Niederschlagbildung, gegebenenfalls mit anschließend alcination, Farbstoffe mit blauere oder g in blauem, die gelbe und rötlichgelbe Schatt' sungen des Lithopöns komplementierend Farbton -ergeben. Diese Verbindungen, welche gefärbt sind oder Farbstoffe ergeben, die sich zu gleicher Zeit wie das Lithopon niederschlagen oder welche das Lithopon überziehen, sind bedeutend besser in der Masse verteilt und bedeutend aktiver als die fertigen Farbstoffe, die während des feuchten oder trocknen Mahlens hinzugefügt werden.
  • Es ist also ersichtlich, daß die Bildung der Farbstoffe im Lithopon selbst gestattet, unerwünschte Schattierungen vollkommen zu komplementieren. Man kann die Zinklösungen unvollständig gereinigt verwenden, die sonst ohne Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung sehr störend wirken. Daraus erfolgt eine Ersparnis an Zeit und der Reaktionsmittel, ferner eine bedeutend größere Ausnutzung der Verarbeitung.
  • Die von Eisen, Kupfer, Blei, Arsenik und Cadmium befreiten Zinklösungen behandelt man auf Ausfall von Nickel und Kobalt, bis sie mit Bariumsulfid einen Niederschlag geben, der nur leicht gelblich ist. Man fügt der Zinklösung dann die Salze hinzu, welche niedergeschlagen blaue--oder grünblaue Verbindungen an sich ergeben oder die diese Schat= tierungen während- der-Calcination-des Litho-. pons bilden. Man kann dem Lithopon nach seinem Niederschlag auch direkt Salzlösungen hinzusetzen, welche man vollkommen mit dem Lithopon mischt. Man bildet darauf einen Niederschlag dieser Salze durch ein geeignetes Niederschlagmittel und erhält dann auf dem unbearbeiteten Lithopon einen blauen oder grünen Pigmentüberzug oder einen Überzug, welcher diese Schattierung im Verlaufe der Calcination des Lithopons erhält. Endlich kann man auch die geeigneten Salzlösungen dem verarbeiteten Lithopon nach dem feuchten Zerstampfen in einem Behälter, der die Filterpresse speist, hinzusetzen. Man bildet darauf einen Niederschlag. dieser Salze von blauen oder grünen Verbindungen und beendet die Herstellung wie gewöhnlich.
  • Beispiel i Nachdem die Zinklösung mit Bariumsulfid untersucht und ein nur leichter, gelber Niederschlag erhalten worden ist, setzt män der Lösung eine Menge Chromsulfat hinzu, die genügt, um 50 g Chrommetall auf ioo kg Zinkmetall, das in der Zinklösung enthalten ist, einzuführen. Das entspricht ungefähr 263 g Chromsulfat und kann einen Gehalt von ungefähr 5o g Nickel oder Kobalt ausgleichen, der auf ioookg Zink in Lösung enthalten ist. Man bildet darauf wie gewöhnlich einen Niederschlag aus der Zinksulfatlösung durch Bariumsulfid, und es bildet sich in, denn Lithopon Chromhydrat, welches durch die bekannte Calcination des Lithopons grünes Chromoxyd ergibt. Der Gehalt an Chrom wird etwa o,ooi °1o im Lithopon betragen und ihm eine viel frischere Schattierung geben, ohne in irgendeiner Weise die Gebrauchsmöglichkeit des Lithopons herabzusetzen. .- Beispiel-2 ' Nachdem ein Niederschlag des Lithopons ohne überschuB von Barium- oder Natriumsulfid gebildet ist, wird in dem Niederschlagbehälter auf je ioo kg Lithopon eine 25 g Zinksulfat enthaltende Lösung zugesetzt. Daraufhin wird das Gemenge gerührt und eine 25 g Kobaltsulfat enthaltende Lösung hinzugefügt. Nachdem das Ganze gut gemischt ist, werden eine Zoo g Alaun enthaltende Lösung, sodann eine i 5o g Natroncarbonat enthaltende Lösung hinzugefügt. Der daraus entstehende Niederschlag wird durch die Calcination von Lithopon eine grünlich blaue Färbung annehmen. Wird eine ausgesprochen bläuliche Färbung des Lithopons verlangt, so. werden die angegebenen Mengen verdoppelt.
  • ' Beispiel 3 Dem verarbeiteten Lithopon wird vor der letzten Filtrierung eine 25 g Ferrosulfat enthaltende Lösung zugesetzt, das durch eine entsprechende Menge von Kalium- oder Natriumferricyanür auf neutrales Lithopon niedergeschlagen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von weißem Lithopon aus unvollkommen gereinigter, noch' geringe Mengen von Schwermetallverbindungen enthaltender Zinklösung, dadurch gekennzeichnet, daß man dieser bzw. dem hieraus gefällten Lithopon weiterhin kleineMengen solcher in Lösung befindlicher Schwermetallverbindungen einverleibt, welche durch Niederschlagbildung, -gegebenenfalls mit anschließender Calcination, Farbstoffe mit blauem oder grünblauem, die gelbe oder rötlichgelbe Schattierung des Lithopons komplementierenden Farbton ergeben.
DEB139516D 1928-09-28 1928-09-28 Verfahren zur Herstellung von weissem Lithopon Expired DE576006C (de)

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DE576006C true DE576006C (de) 1933-05-08

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DE (1) DE576006C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1172787B (de) * 1961-02-02 1964-06-25 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Zinksulfid-Pigmente

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