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DE1168588B - Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten

Info

Publication number
DE1168588B
DE1168588B DEC19072A DEC0019072A DE1168588B DE 1168588 B DE1168588 B DE 1168588B DE C19072 A DEC19072 A DE C19072A DE C0019072 A DEC0019072 A DE C0019072A DE 1168588 B DE1168588 B DE 1168588B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
organophilizing
organophilic
pigments
oxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19072A
Other languages
English (en)
Inventor
Lajos Csonka
Dr Jur Jenoe Goenczy
Ferenc Horkay
Dr Ferenc Szanto
Janos Szerecz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FERENC SZANTO DR
JUR JENOE GOENCZY DR
Original Assignee
FERENC SZANTO DR
JUR JENOE GOENCZY DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FERENC SZANTO DR, JUR JENOE GOENCZY DR filed Critical FERENC SZANTO DR
Publication of DE1168588B publication Critical patent/DE1168588B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C3/00Treatment in general of inorganic materials, other than fibrous fillers, to enhance their pigmenting or filling properties
    • C09C3/08Treatment with low-molecular-weight non-polymer organic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten.
  • Es ist bekannt, daß es im Falle der in der Lackindustrie verwendeten Pigmente, so z. B. auch im Falle von Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmente.n sehr wesentlich ist, daß die Oberfläche des Pigments von apolaren oder nur wenig polaren Flüssigkeiten leicht benetzt wird. Das kann durch die sogenannte Organophilisierung des Pigments erreicht werden, d. h. durch Erzeugung einer Schicht an der Oberfläche des Pigments, die für die Oberfläche eine dauerhafte Lipophilität sichert.
  • Zur Behandlung des Pigments ist das in der deutschen Patentschrift 427 870 beschriebene Verfahren bekannt, nach welchem die ursprüngliche Dispersität des Pigments dadurch aufrechterhalten wird, daß man die Pigmente mit aus entsprechenden alkalischen Harzlösungen oder Seifenlösungen durch Ansäuern ausgeschiedenen Fettsäuren oder Harzen bzw. Harzsäuren behandelt, wodurch auf der Oberfläche der Pigmentpartikel eine Schutzschicht ausgebildet wird, die während des Trocknens die Aggregation der Partikel verhindert, und sich später in dem organischen Medium löst.
  • I Im Falle von oxydischen Pigmenten kann aber dieses Verfahren nicht vorteilhaft angewendet werden, da sich durch die Ausfällung aus der alkalischen Lösung bzw. Emulsion oder Suspension des Harzes oder der Fettsäure ein verhältnismäßig grober Überzug an der Oberfläche der Partikel bzw. zwischen den Partikeln ausbildet, der sich später im organischen Medium löst. Diese Schicht sichert also nur eine mechanische Schutzwirkung während des Trocknens, organophilisiert aber nicht dauerhaft.
  • Es wurde gefunden, daß obige Nachteile vermieden werden, wenn man die wäßrige Suspension der fraglichen Pigmente bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise von 40 bis 70° C, mit einer ebenfalls erwärmten, vorzugsweise auf 70 bis 80° C gebrachten, 1 bis 4°/oigen wäßrigen Lösung eines Alkalisalzes von Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylsulfosäuren vermischt, wobei von diesem Salz 0,5 bis 5% berechnet auf das Trockengewicht des Pigments angewendet werden, worauf man das Pigment nach Ansäuern der Mischung auf einen p,1-Wert von etwa 5 von der wäßrigen Phase trennt, bei 60 bis l00° C trocknet und erforderlichenfalls desintegriert. Die auf diese Weise erhaltenen organophilen Pigmente können in organischen Lösungsmitteln und Lacken in einfacher Weise zu stabilen Suspensionen hoher Dispersität aufgearbeitet werden. Zum Organophilisieren der Pigmente sind die wasserlöslichen und elektrolytisch gut dissoziierenden Alkali- oder vorzugsweise die Ammoniumsalze der Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylsulfosäuren geeignet. Diese Verbindungen liefern in wäßriger Lösung asymmetrisch polare Anionen.
  • Als Ausgangsstoffe des Verfahrens gemäß der Erfindung sind zweckmäßig frisch niedergeschlagene oder pyrogen hergestellte Oxyd- oder Oxyd-hydroxyd-pigmente, wie z. B. Titandioxyd, rotes und gelbes Eisenoxyd, Chromoxydgrün, Bauxitrot, Aluminiumoxyd usw., ferner Chromatpigmente, wie z. B. Zinkchromat, Bleichromat, basisches Bleichromat anzuwenden. Diese Pigmente besitzen in wäßriger Suspension eine positive Oberflächenladung und treten mit den nach der Erfindung zu verwendenden bestimmten anionaktiven Organophilisierungsmitteln in Ionenaustauschreaktion ein. Die Oberflächenbindung der adsorbierten, asymmetrisch polaren Ionen wird mittels der nachträglichen Ansäuerung, ferner durch die der Filtrierung nachfolgenden Trocknung irreversibel gestaltet, wodurch eine an der Oberfläche der Pigmente fixierte organophile Schicht entsteht. Dadurch weisen selbst die trockenen Pigmentkörnchen gute organophile Eigenschaften auf.
  • Für Chromatpigmente kann die optimale Menge der organophilisierenden Substanz durch Vorversuche bestimmt werden. Diese Menge ist von der Natur und dem Dispersitätsgrad des jeweiligen Pigments abhängig. Sie .liegt etwa zwischen 0,5 und 5119 des Pigmenttrockengewichts. Man verfährt derart, daß man eine Serie von Proben von Pigmentsuspensionen herstellt, in dem man gleiche Pigmentmengen in gleichen Wassermengen suspendiert. Diese Proben werden mit ansteigenden Mengen der in Wasser gelösten Sulfosäuresalze versetzt. Die einzelnen Proben werden gut durchgeschüttelt und nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Sedimentvolumina bestimmt. Diejenige Menge, mit welcher das größte Sedimentvolumen entsteht, stellt das Optimum dar. Wenn das betreffende Chromatpigment mit der hierdurch ermittelten Menge der organophilisierenden Substanz behandelt wird, so weist es die besten organophilen Eigenschaften auf und kann am leichtesten, in feinster Dispersion, in organische Grundstoffe einverleibt werden, worin es nicht absitzende, stabile Suspensionen bildet.
  • Beim Organophilisieren verfährt man zweckmäßig derart, daß in 100 Teilen Wasser etwa 10 bis 50 Teile des Pigments suspendiert und die Suspension bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40 bis 70° C mit einer ebenfalls warmen, vorzugsweise 70 bis 80° C warmen, 1- bis 4o/oigen wäßrigen Lösung der organophilisierenden Substanz vermischt wird. Man verwendet, auf Grund der Vorversuche, 0,5 bis 51119 der Substanz, auf das Trockengewicht des Pigments berechnet. Das sich ausscheidende Pigment wird dann vom Wasser getrennt, bei 60 bis 100° C getrocknet und im Bedarfsfall desintegriert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Hilfe der folgenden Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 500 g Titandioxyd werden in 21 Wasser bei 60° C suspendiert und hierzu unter Rühren 11 einer wäßrigen, 1o/oigen Lösung des Natriumsalzes der Dodecylsulfonsäure hinzugefügt. Hierauf wird die Lösung unter Weiterrühren, mit Salzsäure auf pH = 5 eingestellt. Es bildet sich dann ein gut filtrierbarer Niederschlag, welcher filtriert, gegebenenfalls mit Wasser gewaschen, bei 80 bis 100° C getrocknet und schließlich in einem Kollergang desintegriert wird. Das erhaltene Pigment wird auf einer Dreiwalzenmühle einmal vermahlen und ergibt eine Emailfarbe, welche auch nach einem Jahr bodensatzfrei ist. Einem Zyklus von Wetterfestigkeitsproben unterworfen, erweist sich ihre Stabilitätszeit als dreifach gegenüber einem Email, welches aus dem unbehandelten Pigment hergestellt wurde. Auch die Auftragbarkeit ist besser, der Glanz höher und die Emailoberfläche weist auch nach längerer Zeit keine »kreidigen« Flecke auf.
  • Beispiel 2 Durch Vorversuche wurde ermittelt, daß ein Bleichromatpigment in wäßriger Suspension mit einem lo/oigen Zusatz von isopropylnaphthalinsulfonsaurem Ammonium das größte Sedimentvolumen ergibt. 500 g Bleichromat werden in 21 Wasser suspendiemt und unter Rühren bei 65 bis 70` C mit 500 g einer lo/oigen Lösung von isopropylnaphthalinsulfonsaurem Ammonium versetzt. Das hellgelbe Pigment nimmt hierauf einen orangegelben Farbton an. Die Pigmentsuspension wird mittels Salzsäure auf pH = 5 gebracht, worauf sich die ursprüngliche chromgelbe Farbe wieder einstellt. Das ausgeschiedene Pigment wird filtriert, einmal mit Wasser gewaschen, bei 60 bis 100` C wasserfrei getrocknet und in einem Kollergang homogenisiert.
  • Der Vorteil der isopropylnaphthalinsulfonsauren Ammoniumsalze gegenüber den entsprechenden Natriumsalzen besteht darin, daß sich die Originalfarbe des Pigments beim Ansäuern vollständig wieder einstellt. Das entstehende NH4CI wird beim Trocknen abgetrieben.
  • Ähnlich können organophile Pigmente aus Zinkchromat, Zinktetroxychromat, Bariumchromat und Strontiumchromat hergestellt werden.
  • Beispiel 3 Durch Vorversuche wurde ermittelt, daß ein Zinkchromatpigment in wäßriger Suspension mit einem 1°/oigen Zusatz von benzolsulfosaurem Kalium das größte Sedimentvolumen ergibt. 500g Zinkchromat werden in 21 Wasser suspendiert und unter Rühren bei 65 bis 70° C mit 500 g einer lo/oigen Lösung von benzolsulfosaurem Kalium versetzt. Das hellgelbe Pigment nimmt hierauf einen orangegelben Farbton an. Die Pigmentsuspension wird mittels Salzsäure auf pH = 5 eingestellt, worauf sich die ursprüngliche chromgelbe Farbe wieder einstellt. Das ausgeschiedene Pigment wird filtriert, einmal mit Wasser gewaschen, bei 60 bis 100° C wasserfrei getrocknet und in einem Kollergang homogenisiert.
  • Auch mit dieser Methode können organophile Pigmente aus Zinkchromat, Bariumchromat und Strontiumchromat hergestellt werden.
  • Die nach Beispiel l oder 2 hergestellten orgathphilen Pigmente können in apolaren oder schwach polaren organischen Medien und mit Bindemitteln, wie Öllacken, Epoxyestern, Alkylharzen, gut verwendet werden. Die nach Beispiel 3 hergestellten organophilen Pigmente können in organischen Lösungsmitteln polaren Charakters, wie z. B. Alkoholen, Ketonen und Estern, und nvt Lackbindemifteln, wie Nitrozellulose, Spritlack, AminopIestalkydharz, Aminoplasrorpoxydharz, Phenolplast-Epoxydhatz bzw. deren Gemischen, gut genetzt bzw. darin suspendiert werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten durch Behandlung mit anionaktiven oberflächenaktiven Verbindungen und Ansäuern, dadurch gekennzeichnet, daß man das Pigment in Wasser suspendiert, die Suspension bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise von 40 bis 70° C mit einer ebenfalls erwärmten, vorzugsweise auf 70 bis 80° C gebrachten, 1 bis 4o/oigen wäßrigen Lösung eines Alkalisalzes von Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylsulfosäuren vermischt, wobei von diesem Salz 0,5 bis 511/o, berechnet auf das Trockengewicht des Pigments angewendet werden, worauf man die Mischung durch Ansäuern auf einen pH-Wert von etwa 5 bringt und das sich ausscheidende Pigment von der wäßrigen Phase trennt, bei 60 bis 100° C trocknet und erforderlichenfalls desintegriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optimale Menge der anzuwendenden organophilisierenden Alkyl-, Aryl-oder Alkylarylsulfosäure durch Vorversuche derart bestimmt wird, daß eine Serie von Proben, die gleiche Mengen des Pigments in je gleichen Wassermengen suspendiert enthalten, mit ansteigenden Mengen der organophilisierenden Substanz versetzt wird und man diejenige Menge der organophilisierenden Substanz feststellt, welche das maximale Sedimentvolumen ergibt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 427 870.
DEC19072A 1959-01-15 1959-05-27 Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten Pending DE1168588B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0016986A3 (en) * 1979-03-12 1980-11-12 R.T. Vanderbilt Company, Inc. Method for stabilizing polymeric compositions with a filler deactivator and the stabilized compositions thus obtained
DE19931204A1 (de) * 1999-07-07 2001-01-18 Rwe Dea Ag Verfahren zur Herstellung von in organischen Lösungsmitteln dispergierbaren Metalloxiden
US6224846B1 (en) 1999-08-21 2001-05-01 Condea Vista Company Method for making modified boehmite alumina

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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