DE56866C - Verfahren zur ununterbrochene10 E.xtxic.ti<50. mittelst eines Calou.u.e.i3Latj<j^:a.te.s.- -~ Dr - Google Patents
Verfahren zur ununterbrochene10 E.xtxic.ti<50. mittelst eines Calou.u.e.i3Latj<j^:a.te.s.- -~ DrInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 23: Fettindustrie.
Die bisher bekannten Extractions-Verfahren und -Apparate leiden an dem Mangel, dafs
das Extractionsgut, sofern es nicht flüssig ist, von dem Extractionsmittel in den meisten
Fällen schwer vollständig durchdrungen wird, weil es im Extractionsapparat zu dick und fest
lagert. Durchdringt aber auch das Extractionsmittel das Extractionsgut, so bedarf es eines
öfteren Kreislaufes, um das Gut vollständig zu extrahiren, und es kann daher eine Extraction
immer nur mit einer bestimmten Menge Extractionsgut vorgenommen werden, nach dessen
Extraction eine Pause eintreten mufs, um den Extractionsapparat zu entleeren und wieder neu
zu füllen.
Diesem ersichtlichen Mangel wird durch die vorliegende Erfindung abgeholfen, indem durch
dieselbe unter Anwendung eines eigenartig eingerichteten Colonnenapparates eine leichte, vollständige
Durchdringung des Extractionsgutes mit dem Extractionsmittel und eine ununterbrochene
Extraction ermöglicht wird.
Der Colonnenapparat besteht aus einer beliebigen Anzahl runder Gefäfse aus Eisen, Porzellan,
Thon oder sonstigem Material mit je einem Boden α und einem (oder mehreren)
Zwischenböden b; die Gefäfse sind über einander
angeordnet und dicht verbunden. Die Böden besitzen Oeffnungen, welche sich abwechselnd
in der Mitte und am Umfange befinden. Durch die Mitte der Böden hindurch geht die Achse c eines Rührwerkes, an welcher
sich Rührflügel, bestehend aus Rechen, Bürsten, Brettchen oder dergleichen, befinden, welche
über je einen Boden streichen.
Wird nun oben (bei f) das Extractionsgut ununterbrochen in den Apparat eingebracht
und gleichzeitig von unten, bei d, der Apparat mit dem Extractionsmittel gefüllt und durch
ununterbrochenen Nachflufs gefüllt erhalten, so wird bei Bewegung des Rührwerkes das Extractionsgut
nach und nach von einem Boden zum andern nach unten geführt, dabei von selbst fortwährend durch einander gemengt und
mit dem Extractionsmittel in innigste Berührung gebracht. Infolge der Gegenströmung des Extractionsmittels
gelangt dasselbe alsdann gesättigt oben an und fliefst bei e ununterbrochen
ab, während das extrahirte Gut unten in den Raum A gelangt und bei g ebenfalls ununterbrochen
abgeht.
Je naghdem eine Substanz leichter oder schwerer ausziehbar ist, wird die Colonne
niedriger oder höher angeordnet und das Rührwerk schneller oder langsamer bewegt.
Zur Erzielung einer bestimmten, stets gleich bleibenden Temperatur während des Extrahirens
wird der ganze Colonnenapparat mit einem Mantel umgeben, durch welchen bei h
zufliefsend'es und bei i abfliefsendes Wasser oder unter Umständen auch Dampf von der
erforderlichen Temperatur strömt.
Die Einrichtung des vorliegenden Apparates unterscheidet sich von den in den Patenten
No. 24S00 und 2295 angegebenen Apparaten in folgenden Punkten:
Bei den beiden letzteren bewegt sich je eine obere Scheibe über je eine gleichartige untere
Scheibe, was zwar dem Zwecke, Gase mit Flüssigkeiten in innige Berührung zu bringen,
entspricht, aber sich nicht zur Extraction von festen Substanzen, z. B. gemahlenem Oelsamen,
eignet, welche sich nicht, wie das Salz im Patent No. 2295, in der zufliefsenden Flüssigkeit
auflösen, sondern durch den ganzen Apparat hindurch ihren festen Zustand beibehalten
und nur ihr OeI an die hindurchströmende Flüssigkeit: Benzin, Schwefelkohlenstoff,
Aether oder dergleichen, abgeben. Auch wird dort das Extractionsmaterial nicht von
einem Boden zum anderen abwärts befördert, wie es durch die Rührflügel des neuen
Apparates geschieht. Abgesehen von dieser constructiven Verschiedenheit sind auch Zweck
und Verfahren im vorliegenden Falle andere als in den Patenten No. 24600 und 2295. Bei
letzteren handelt es sich nur um Gase und Flüssigkeiten, welche in innige Berührung mit
einander gebracht werden sollen. In Patent No. 2295 kommt das Kochsalz nicht als fester
Stoff in Betracht, da es sofort beim Einbringen in den Appaaat vom zufliefsenden Wasser aufgelöst
wird.
Dahingegen bezweckt das angemeldete Verfahren, feste, gemahlene oder breiige Stoffe zu
extrahiren, d. h. denselben einen Bestandlheil zu entziehen, nicht eine Mischung derselben
mit einem anderen Stoff zu bewirken.
Das neue Verfahren kann zur Extraction von gemahlenem Oelsamen dienen, ferner zur
Extraction von Droguen, Gewürzen, Harzen, Fetten, Oelen und fetthaltigen Schlammmassen,
Knochen, gebrauchter Putzwolle, Wollabfällen u. dgl., gebrauchter Gasreinigungsmasse, Mineralien
u. s. w., überhaupt allen zur Extraction geeigneten Stoffen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren zur ununterbrochenen Extraction aller Arten fester, gemahlener, breiiger und flüssiger Substanzen mittelst eines unausgesetzt wirkenden Colonnenapparates, bestehend aus einer beliebigen Anzahl runder Gefäfse aus Eisen, Porzellan, Thon oder sonstigem Material mit je einem Boden und einem oder mehreren Zwischenböden, mit Oeffnungen, abwechselnd in der Mitte und am Umfang, mit Rührwerk und Rührflügeln, welche aus Rechen, Bürsten, Brettchen u. s. w. bestehen und jeden Boden bestreichen, bei welchem Verfahren das Extractionsgut in den Apparat ununterbrochen oben eingebracht wird und .unten abgeht, während das Extractionsmittel ebenfalls ununterbrochen unten ein- und oben ausfliefst, und beliebige Temperaturen während des Extrahirens durch Wasser oder Dampf von der erforderlichen Temperatur hervorgebracht werden, welche durch einen den Colönnenapparat umscbliefsenden Mantel strömen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56866C true DE56866C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT56866D Expired - Lifetime DE56866C (de) | Verfahren zur ununterbrochene10 E.xtxic.ti<50. mittelst eines Calou.u.e.i3Latj<j^:a.te.s.- -~ Dr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56866C (de) |
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0
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