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DE83820C - - Google Patents

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Publication number
DE83820C
DE83820C DENDAT83820D DE83820DA DE83820C DE 83820 C DE83820 C DE 83820C DE NDAT83820 D DENDAT83820 D DE NDAT83820D DE 83820D A DE83820D A DE 83820DA DE 83820 C DE83820 C DE 83820C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
milk
oleomargarin
cylinder
cooling
fat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT83820D
Other languages
English (en)
Publication of DE83820C publication Critical patent/DE83820C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23DEDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
    • A23D7/00Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
    • A23D7/02Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung betrifft die Gewinnung der Margarine in ununterbrochenem Betrieb, wobei die Margarine bezüglich der Consistenz, des Geschmacks und des Aromas in einer der Kuhbutter gleichwertigen Beschaffenheit erhalten wird.
Als Rohstoff verwendet man allgemein das sogenannte Oleomargarin, welches ein Fettgemisch zum grofsen Theil aus Olei'n, Stearin, und Palmitin ist und welches aus Rindertalg durch Entfernen eines Theils seines Stearingehaltes gewonnen werden kann. Dieses Fettgemisch mufs, um eine brauchbare Margarine zu liefern, eine völlig homogene Masse bilden, in welcher die einzelnen Bestandtheile in ganz gleichmäfsiger, feinster Vertheilung und innigster Vereinigung unter einander sich befinden. In diesen erwünschten Zustand mufs das Oleomargarin vor seiner Verwendung zur Margarinedarstellung gebracht werden, indem man es schmilzt und dann plötzlich gleichmäfsig durch seine ganze Masse hindurch stark abkühlt. Ein Fettgemisch von derartiger völlig homogener Beschaffenheit bildet den Rohstoff für die Vermengung mit Milch behufs Erzeugung einer der Milchbutter nach Geschmack, Aroma und Verdaulichkeit möglichst gleicher Margarine.
Zu diesem Zweck ist nun nach vorliegender Erfindung darauf zu achten, dafs bei der Bearbeitung und Mischung der durchaus homogenen Fettmasse und der Milch die Temperatur so niedrig (zweckmäfsig etwa 15 bis 200) gehalten wird, dafs die aromatischen Stoffe in keiner Weise angegriffen werden, dafs das Fett möglichst alle werthvollen, Geschmack und Aroma verleihenden Stoffe aus der Milch aufnimmt und. sich mit letzterer auch innig und gleichmäfsig vereinigt, so dafs ein ganz gleichmäfsiges, möglichst homogenes Product entsteht, aus welchem der Ueberschufs an Milchserum entfernt ist und welches damit nicht nur nach Geschmack und Aroma, sondern auch bezüglich seiner Consistenz der Milchbutter gleicht.
Dies wird durch vorliegende Erfindung, welche an der Hand der Zeichnung näher erläutert werden soll, auf möglichst einfache und bequeme Weise und in industriell leicht durchführbarem und erfolgreichem Betrieb erreicht.
Fig. ι zeigt einen zum ununterbrochenen Betriebe bestimmten Apparat. Das zu verarbeitende Oleomargarin, welches, wie bereits angegeben, durch eine plötzliche Abkühlung aus dem flüssigen in den erstarrten und dadurch völlig homogenen Zustand gebracht ist, so dafs die einzelnen Fettbestandtheile in durchaus gleichmäfsiger innigster dichtester Vereinigung sich befinden, wird in einen Cylinder α eingebracht und mittelst eines (durch Getriebe und Schraubenspindel) beweglichen Kolbens b aus diesem herausgetrieben. Das Oleomargarin gelangt auf diese Weise durch die Leitung d, .welche mittelst Absperrorgans c geschlossen werden kann, falls Cylinder a aufser Thätigkeit und dafür ein analoger Cylinder α1 zu gleichem Zweck in Betrieb gesetzt werden soll, nach dem Cylinder e, in welchem an einer auf- und abwärts bewegbaren Stange/ eine Anzahl durchbrochener Scheiben g g . . . angeordnet ist. Die Löcher in diesen Scheiben sind vortheilhaft - versetzt
angeordnet, damit die in den Rahmcylinder e hineingedrückte Masse möglichst gleichmä'fsig in allen Theilen bearbeitet wird. Die Druckcylinder α α1 können auch durch eine andere Druckvorrichtung zum Vortreiben des Fettes ersetzt werden. Aufser dem Oleomargarin wird auch noch duixh Zuleitung h, welche, um ein Eindringen von Fett zu verhindern, mit einem Rückschlagventil ansgestattet sein kann, Milch in den Rahmcylinder e eingeführt, wozu sich die Benutzung einer Pumpvorrichtung empfiehlt. Letztere, sowie das Rückschlagventil sind auf der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Anordnung der Scheiben g und der Stange f ist derart getroffen, dafs bei ihrem Niedergang bezw. Aufgang die gesammte in dem Cylinder befindliche Masse in den unteren sowohl wie in den oberen Partien durchgearbeitet wird. Auf solche Weise wird erreicht, dafs jedes Milchtheilchen mit -Fett in Berührung kommt und so seine sä'mmtlichen werthvollen Bestandteile an das Fett abgeben mufs, dafs aber auch die ganze Fettmasse mit der gesammten Milch eine in allen Theilen gleichmäfsige Mischung bildet. Die erzielte Mischung erhält dadurch einen rahmähnlichen Charakter, indem das Oleomargarin sämmtliche werthvollen Milchbestandtheile aufnimmt und sie vollständig bindet. Damit aber auch Geruch und Geschmack aus der Milch möglichst unversehrt in das Product übergeht, ist dafür Sorge zu tragen, dafs Fett und Milch bei etwa 1JlIJ?.'? möglichst aber unter 200 C. in _dem "RahmcyTiridef'zur Verwendung gelangen. Die so erzeugte rahmartige Mischung hat in der Praxis, je nach der Temperatur des angewendeten Fettes und der Milch, eine entsprechende Mitteltemperatur und ist noch mit der gesammten Menge wässeriger Flüssigkeit (Milchserum) beladen. Um nun den Ueberflufs an letzterer abzusondern, wird die erzeugte Fettmilchmischung durch den im Rahmcylinder herrschenden Druck vermittelst Leitung i nach dem Kühlcylinder k geführt.
Wie Fig. ι veranschaulicht, bewegt sich in diesem Cylinder, ähnlich wie im Cylinder e, eine mit durchbrochenen Scheiben η ausgestattete Stange m auf- und abwärts durch die gesammte darin (sowohl in dem obersten als auch in dem untersten Cylindertheil) enthaltene Masse hindurch, welche nach dieser Durcharbeitung durch Oeffnung ο den Apparat verläfst. Eine Kühlung herab auf etwa 100C. wird hierbei durch kaltes Wasser bewirkt, das durch Rohr ρ in den Kühlcylinder eingeführt wird. Bei dieser Kühlung und der Durcharbeitung mittelst der durchbrochenen Scheiben n, deren Löcher vortheilhaft versetzt angeordnet sind, tritt eine Absonderung von in der Mischung enthaltener Flüssigkeitsmenge ein, so dafs bei der Austrittsöffnung Margarine und daneben eine wässerige, das aus der angewendeten Milch stammende Milchserum enthaltende Flüssigkeit abgeführt wird. Die Abkühlungstemperatur liegt, wie angegeben, bei etwa io°. Man erhält dabei eine Kunstbutter von guter marktfähiger Consistenz; läfst: man die Abkühlung bis auf eine um einige Grad höhere Temperatur erfolgen, so erzielt man eine etwas weichere Margarine; bei Abkühlung auf eine einige Grade unterhalb io° liegende Temperatur erhält man eine etwas consistentere Kunstbutter, während die Abkühlung auf io° C. ein Product mittlerer Consistenz liefert.
Während der Oleomargarincylinder α mittelst des Kolbens b allmälig entleert wird, füllt man den zweiten Oleomargarincylinder al mit oben beschriebenem Rohstoff und kann bei Entleerung des ersten Cylinders, nach Schliefsung des Absperrorganes c und nach Oeffnung von c1 nunmehr diesen Cylinder α1 in den Betrieb einschalten. Dadurch gestaltet sich der Betrieb zu einem ununterbrochenen, da auch die Milchzufuhr und die Kaltwasserzuleitung ebenso wie die Entleerung des Apparates bei 0 ununterbrochen geschehen kann.
Bei dieser Einrichtung werden die aus der ■ angewendeten Milch herstammenden werth- ; vollen, Geruch und Geschmack gebenden ' Stoffe durch das in den Kühlcylinder zugeleitete Kühlwasser zum Theil weggeführt, daneben wird aber auch das abgeschiedene Milchserum, welches zu Futterzwecken Verwendung finden könnte, stark verdünnt und dadurch bezüglich seines Nährwerthes sehr entwerthet.
Um dieses zu verhindern, kann man auch eine indirecte Kühlung der rahmartigen Milch- Fettmasse in dem Kühlcylinder vornehmen. Dieses kann dadurch geschehen, dafs man diesen Cylinder mit einem doppelten Mantel versieht und durch den Hohlraum Kühlflüssigkeit hindurchleitet. Diese Anordnung leidet an dem Uebelstand, dafs sich an der Innenwand eine Schicht erstarrten Fettes ansetzt, welche die Wärmeleitung stört. Aufserdem lösen sich unter Umständen von dieser Schicht Stücke oder Klumpen ab. Die Kühlung wird dadurch nicht nur langsam, sondern auch unregelmäfsig und die Masse wird in einen klumpigen Zustand versetzt, welcher sich nicht mehr beseitigen läfst. Wollte man die Scheiben so grofs machen, dafs sie das Ansetzen von | erstarrtem Fett an der Innenwand verhindern j können, so würden sie sich an letzterer reiben, j was wiederum ein Erhitzen der Margarine und damit eine schlechte Beschaffenheit derselben bedingen würde.
Um alle derartigen Uebelstände zu ver- ! meiden, empfiehlt es sich nach vorliegender j Erfindung, für die indirecte Kühlung das Rührorgan m η hohl zu gestalten und durch den
Hohlraum desselben Kühlflüssigkeit zu leiten. In letzterem Fall kann man das Rührorgan m η (Fig. i) in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise gestalten. .Bei dieser Anordnungsweise sind die durchbrochenen Scheiben durch einen — oder besser mehrere — an der Stange m angeordneten hohlen Kolben (bei Fig. 2 hohle Kolben s s1 s2) ersetzt, und Stange m ist hohl gestaltet, derart, dafs vermittelst einer in der hohlen Stange m herabführenden Zuleitung r Kühlflüssigkeit durch Oeffhungen u in den Hohlraum des untersten Kolbens ein-, aus demselben durch Oeffhungen ν austritt und durch die Hohlräume der anderen Kolben hindurch, und zwar vermittelst der Oeffhungen u1 v1 w2 v2 in den Hohlraum der Stange m gelangen und diesen beim Austritt r1 verlassen kann. Damit die Kolben s s1 s2 sich ungehindert auf- und abbewegen können, wird die Zu- und Ableitung der Kühlflüssigkeit durch bewegliche Röhren oder Schläuche vermittelt. Durch den bezw. die Kolben führen Rohre t, um ein Durcharbeiten der in dem Kühlcylinder befindlichen Fettmasse zu gestatten.
Bei einer derartigen Anordnung des Kühlbehälters k, welcher durch Fig. 2 in etwas gröfserem Mafsstabe als in Fig. 1 dargestellt ist, um die Einrichtung des - Kolbens besser zeigen zu können, erhält man an der Oeffnung ο Margarine und unverdünntes Milchserum.
In dem durch Fig. 2 dargestellten Cylinder kann man auch beide Operationen, nämlich sowohl das innige Mischen als auch das Kühlen vornehmen. Bei Anwendung eines einzigen Cylinders wird sich dann allerdings der Betrieb eines solchen Cylinders unterbrochen gestalten.
Will man in einem solchen Cylinder sowohl das Mischen als auch das Kühlen vornehmen, so kann man den Cylinder k der Fig. 2 in der Weise, wie durch Fig. 3 gezeigt, umgestalten. Da man hierbei die zu verarbeitende Masse nicht durch den Cylinder hindurchdrücken wird, so ist die Anordnung mehrerer Kolben nicht angezeigt, sondern man benutzt zweckmäfsig einen einzigen Kolben, denn die Fettmasse würde sich schwierig zwischen den einzelnen Kolben entfernen lassen. Alsdann wird nur nöthig, statt der Oeffhung 0 einen Boden w anzubringen, die Anschlufsleitung i fortzulassen und zweckmäfsig den Cylinder etwa mittelst Zapfen ^ drehbar zu lagern. In einen solchen Behälter wird das Oleomargarin und die damit zu mischende Milch hineingebracht und der Kolben s in Thätigkeit gesetzt, bis eine gute Durchmischung bei etwa 150 C. (aber unter 200 C.) stattgefunden hat. Hiernach, gewünschtenfalls nachdem man das Ganze einige Zeit der Ruhe überlassen hat, leitet man durch den Kolben s Kühlflüssigkeit und läfst denselben wieder in Thätigkeit treten. Nachdem durch Abkühlen bis auf etwa 100C. und durch die gleichzeitige Durcharbeitung genügende Abtrennung von Milchserumüberschufs eingetreten ist, öffnet man den Deckel des Cylinders, hebt den Kolben heraus und entleert den Behälter, was durch Umkippen erleichtert werden kann.

Claims (4)

Patent-Anspüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstbutter, dadurch gekennzeichnet, dafs man Oleomargarin und Milch zweckmäfsig bei einer unterhalb des Schmelzpunktes des Oleomargarins liegenden Temperatur durch ein Gefäfs hindurchprefst und dabei das Oleomargarin und die Milch mittels Rührorgane durcharbeitet.
2. Ein Apparat zur Ausführung des unter i. genannten Verfahrens, gekennzeichnet durch einen mit einer Druckleitung für Oleomargarin und für Milch verbundene und mit einer durchlochte Scheiben (g) tragenden, hin-und herbewegbaren Stange (f) ausgerüsteten Behälter (e), welcher mit einer der Druckleitung entsprechenden Austrittsöffhung und event, mit einer Kühleinrichtung versehen ist, sowie mit einem zweiten gleichbeschaffenen Behälter (k) durch ein Rohr (i) communiciren kann.
3. Eine Ausführungsform des unter 2. genannten Apparates, gekennzeichnet durch den Ersatz der durchlochten Scheiben durch einen oder mehrere hohle, mit hindurchgehenden Rohren (t) ausgestattete Kolben (s bezw. s1 s'2J, welche vermittelst einer durch den Hohlraum der Kolben hindurchgeleiteten Kühlflüssigkeit gekühlt werden (Fig. 2).
4. Eine Ausführungsform des unter 3. genannten Apparates, gekennzeichnet durch die Ausrüstung des Apparates mit einem geschlossenen Boden unter Weglassung der Druckleitung für Oleomargarin und Milch bei unterbrochenem Betriebe.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT83820D Active DE83820C (de)

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DE (1) DE83820C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970394C (de) * 1948-04-01 1958-09-18 Unilever Ltd Verfahren zur Herstellung von Margarine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970394C (de) * 1948-04-01 1958-09-18 Unilever Ltd Verfahren zur Herstellung von Margarine

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