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DE577626C - Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit fluechtigen Extraktionsmitteln - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit fluechtigen Extraktionsmitteln

Info

Publication number
DE577626C
DE577626C DE1930577626D DE577626DD DE577626C DE 577626 C DE577626 C DE 577626C DE 1930577626 D DE1930577626 D DE 1930577626D DE 577626D D DE577626D D DE 577626DD DE 577626 C DE577626 C DE 577626C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
extraction
solvent
treatment
liquids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930577626D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RAGNVALD HELLERUD DR
Original Assignee
RAGNVALD HELLERUD DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RAGNVALD HELLERUD DR filed Critical RAGNVALD HELLERUD DR
Application granted granted Critical
Publication of DE577626C publication Critical patent/DE577626C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0426Counter-current multistage extraction towers in a vertical or sloping position

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten mit flüchtigen Extraktionsmitteln Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Flüssigkeiten mit flüchtigen Lösungsmitteln, um gelöste, emulgierte oder suspendierte Substanzen zu extrahieren und hat zum Gegenstand eine Vorrichtung zur Durchführung einer solchen Extraktionsbehandlung, mit der es möglich ist, auf wirtschaftlich befriedigende Weise eine praktisch vollständige Gewinnung solcher Substanzen zu erreichen, die in äußerst geringer Menge in der Flüssigkeit enthalten sind. Die Vorrichtung eignet sich besonders für die Gewinnung von Vitaminen, deren Provitamine und verwandte Körper, die bekanntlich in den betreffenden l ; Rohstoffen in ganz geringen Mengen vorhanden sind. Die Extraktionsvorriclltung kann aber auch mit Vorteil für die Gewinnung von anderen Substanzen irgendwelcher Art verwendet werden. Gegenüber bekannten Vorrichtungen, welche für verwandte Zwecke konstruiert worden sind, ist die nach vorliegender Erfindung gebaute Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß das Extraktionsmittel als Dampf durch eine aus porösem Material, wie z. B. Glaswolle, Bimsstein, Asbestfilz u. dgl., bestehende Wand in die zu behandelnde Flüssigkeit eingetrieben wird. Es wird hierdurch erreicht, daß die Extraktionsmitteldämpfe in Form von äußerst feinen Strahlen in die Flüssigkeit eintreten und hier als Tropfen von derart geringer Größe kondensiert werden, daß sich ein emulsionsartiges Gemisch von Extraktionsmittel und Flüssigkeit bildet, aus dem sich die Extraktionsmitteltröpfchen nur ganz langsam wieder ausscheiden. Die wirksame Oberfläche des Extraktionsmittels im Verhältnis zu der vorhandenen Menge desselben wird infolgedessen sehr groß, und es ist somit möglich, in kurzer Zeit mit geringen Extraktionsmittelmengen eine praktisch vollständige Extraktion aus einer großen Menge Flüssigkeit zu erreichen.
  • Die poröse Scheidewand, durch welche die Extraktionsmitteldämpfe in die Flüssigkeit eingetrieben werden, kann je nach dem Verwendungszweck und Ausbildung des Extraktionsapparates auf verschiedene Weise ausgestaltet sein. Wenn biegsame, poröse Materialien, wie Asbesttuch, Glaswolle u. dgl., zur Herstellung der Scheidewand benutzt werden, ist es selbstverständlich, daß das Material in Rahmen aus festem Material eingespannt wird, z. B. auf ähnliche Weise, wie es bei elektrolytischen Diaphragmen üblich ist.
  • Wenn Asbest oder Glaswolle in Form von Geweben oder Filz verwendet werden, kann das Gewebe bzm. der Filz z. B. über eine starre, grob durchlöcherte Wand gespannt werden. Oder es kann das Gewebe bzw. Filz zwischen zwei aufeinanderliegenden grobmaschinen D rahtgewebeplatten festgehalten werden. Auf diese letztere Weise kann auch lose Glaswolle oder loser Asbest zur Anwendung kommen. Pulverförmige Stoffe, wie Bimssteinmehl, feiner Sand usw., können auf ähnliche Weise benutzt werden, indem in diesem Fall die Maschengröße der tragenden Drahtgewebe der Korngröße des Materials angepaßt wird.
  • Es ist schon früller vorgeschlagen worden, bei Extraktionsvorrichtungen für Laboratoriumsgebrauch das Extraktionsmittel durch ein in die zu behandelnde Flüssigkeit eingetauchtes durchlöchertes Rohr einzuführen, welches mit Dampf des Extraktionsmittels gespeist wird. Bei einer solchen Einrichtung wird das Extraktionsmittel zum Teil als Dampf in die Flüssigkeit eintreten und beim Aufsteigen in der Flüssigkeit kondensiert werden. Es ist aber nicht möglich, auf diese Weise ein derartig inniges Vermischen der Flüssigkeiten zu erreichen, wie es bei der Verewendung von Zwischenwänden aus porösem Material der Fall ist. Und es ist auch nicht möglich, die Dampfzufuhr auf eine genügend große Fliiche zu verteilen, um die soforíige Bildung eines emulsionsartigen Gemisches der beiden Flüssigkeiten zu erreichen.
  • Um eine möglichst innige Verteilung der Extraktionsmitteltröpfchen in der Flüssigkeit zu erreichen, ist es beim Betrieb der vorliegenen Vorrichtung von Wichtigkeit, daß die Dämpfe schnell nach Eintritt in die Flüssigkeit kondensiert werden. Uni eine solche schnelle Kondensation sicherzustellen, ist das f?,xtraktionsgefäß mit energisch wir1Sendell Kühleinrichtungen versehen.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden. in Vorrichtungen zum Auslaugen oder Wascher von flüssigen oder festen Stoffen, bei denen die zu behandelnden Stoffe durch Rührwerke mit Extraktionsflüssigkeit gemischt werden, Heiz- oder Kühlmäntel vorzusehen.
  • Bei dieser Arbeitsweise wird jedoch das Extraktionsmittel nicht in dampfförmigem Zustand zugegeben. Ferner hat die etwaige Kühlung nicht den Zweck, das Extraktionsmittel zu kondensieren, wie es gemäß vorliegendem Verfahren der Fall ist. Das Kühlen gemäß vorliegender Erfindung kann durch Kühlmittel bekannter Art bewirkt werden, z. B. dadurch, daß eine Kühlflüssigkeit durch eingelegte Kühlschlangen oder durch um den Extraktionsbehälter gelegte Kühlinäntel geleitet wird. Die Kühleinrichtungen werden vorzugsweise derart angeordnet, daß sie eine verschieden starke Kühlung in verschiedener Höhe und an verschiedenen Stellen im Extraktionsbehälter ermöglichen, weil dies nebst anderen Vorteilen auch einen verbesserten Umlauf und ein besseres Zusammenmischen der Flüssigkeit mit dem kondensierten Lösungsm ittel ermöglicht. Starkes Kühlen wird in den meisten Fällen vorteilhaft sein. So wird es häufig wünschenswert sein, die Flüssigkeit so stark zu kühlen, daß dieselbe in der Nähe der Kühlflächen auf eine Temperatur in der Nähe des Gefrierpunktes gebracht wird.
  • Beim Befrieb der Vorrichtung wird ein Extraktionsmittel gewählt, dessen spezifisches Gewicht wesentlich verschieden ist vom spezifischen Gewicht der Zti behandelnden Flüssigkeit.
  • Werden die Lösungsmittel dämpfe in der oben angegebenen Weise in die Flüssigkeit eingefiihrt, dann bewegt sich das kondensierte Lösungsmittel infolge der Unterschiede im spezifischen Gewicht zwischen Flüssigkeit und Lösungsmittel in der Richtung von der Einführungsstelle aus durch die Flüssigkeit hindurch, und zwar durch die erste Strecke in Form feinster Tropfen in der Flüssigkeit emulgiert. Während dieser Wanderung des Lösungsmittels durch die Flüssigkeit werden die l (islichen Bestandteile derselben von deni Lösungsmittel aufgenommen.
  • Die resultierende Lösung kann kontinuierlich oder unterbrochen aus dem Extraktionsbehälter entfernt werden, um nachträgl i cli zwecks Abtrennung der gelösten Körper weiterbehandelt zu werden. Das durch Destillation, Absorption oder auf andere Weise von dem aufgelösten Material getrennte Lösungsmittel kann aufs neue als Dampf in die Flüssigkeit eingeführt werden.
  • Eine Vorrichtung, welche gemäß der Erwindung arbeitet, ist in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt. In dem veranschaulichten Beispiel sind I und 2 Extraktionsbehälter für die Verwendung von Lösungsmitteln, die leichter sind als die zu extrahierende Flüssigkeit, während die Extraktionsbehälter 3 und 4 für Fälle bestimmt sind, wo die Verhältnisse umgekehrt sind. 5, 5, 6, 6, 7, 7 und 8, 8 sind Kühlmäntel, durch welche eine Flüssigkeit geleitet wird. g ist ein Behälter für flüchtiges Lösungsmittel, welches in einem Wasserbad 10 angebracht ist.
  • Dämpfe des Lösungsmittels strömen vom Behälter g durch die Rohre II, 12 nach den Extraktionsbehältern I, 2, 3 und 4. In den Behältern I und 2 münden die Rohre II am unteren Ende des Behälters, und zwar unterhalb eines aus porösem Material bestehenden Zwischenbodens I3, welcher z. B. aus einem zwischen Drahtnetzgeweben eingespannten Asbesttuch bestehen kann. In den Behältern 3 und 4 münden die Rohre in brausekopfartigen, aus feinporigem Material bestehenden Verteilungskörpern 14 am oberen Ende der Behälter. Die untere Wandung dieser Verteilungskörper besteht aus feinporigem Material, z. B. aus Asbesttuch, welches zwischen durchlöcherte Bleche eingespannt ist. I S und I6 sind Rohre, durch welche kondensiertes flüchtiges Lösungsmittel in den Behälter g am Boden desselben zurückfließt.
  • 20 ist ein Rückflußkondensator, welcher mit dem oberen Ende der Extraktionsbehälter r, 2, 3, 4 in Verbindung gesetzt werden kann. 22-ist ein Trichter zum Beschicken der Extraktionsbehälter mit der zu behandeltiden Flüssigkeit. 21 ist ein Beschickungstrichter für flüchtiges Lösungsmittel.
  • Das oben beschriebene Verfahren nebst Vorrichtung kann zur Extraktionsbehandlung jeder Art von Materialien mit beliebigell flüchtigen Lösungsmitteln angewendet werden. Ein besonders wichtiges Verwendungsgel) iet betrifft, wie eingangs erwähnt, die Herstellung von Vitaminpräparaten aus vitaminhaltigen Ausgangsmaterialen.
  • Das vitaminhaltige Rohmaterial, aus welehem die Vitamine gemäß der Erfindung gewonnen werden sollen, muß gewöhnlich vor der Extraktion mit flüchtigen Lösungsmitteln einer vorbereitenden Behandlung unterworfen werden. Wenn man z. B. ein im festen Zustand vorl iegendes Rohmaterial behandeln soll, muß dieses zunächst aufgelöst oder zerkleinert und in einer geeigneten Flüssigkeit emulgiert oder aufgeschlämmt werden.
  • Wenn ein Fett oder Öl, z. B. Fischleberöl, als Rohmaterial vorliegt, so wird die vorbereitende Behandlung gewöhnlich in einem Verseifungsverfahren bestehen, durch welches das Öl in eine Seife übergeführt wird, die sodann der Extraktionsbehandlung in gelöstem oder aufgeschlämmtem Zustand unterzogen wird.
  • Beispiel Dorschleberöl wird mit einer alkoholischen fitznatronlösung verseift. Die Seifenlösung wird, gegebenenfalls nach stattgefundener Verdünnung mit Wasser oder einer anderen Fliissigkeit, in den Extraktionsbehälter I, 2 eingeführt, und Dämpfe von Benzol werden durch den porösen Zwiselienboden 13 in die Lösung eingetrieben. Die Lösungsmitteldämpfe werden in Form feinster Tropfen kondensiert, welche mit der Seifenlösung eine Emulsion- bilden. Die Tropfen des kondensierten Lösungsmittels steigen langsam nach oben, vereinigen sich und sammeln sich im oberen Ende des Extraktionsbehälters, von wo das Lösungsmittel mit aufgelösten Vitaminen in den Lösungsmittelbehälter zurückfließt.
  • Wie schon erwähnt, kann das beschriebene Verfahren nebst Vorrichtung für Materialien jeder Art verwendet werden, aus welchen gewisse Bestandteile mitteis flüchtiger Lösungsmittel extrahiert werden sollen. Das verwendete Lösungsmittel wird selbstverständlich mit dem Charakter des zu extrahierenden Materials und den sonstigen Arbeitsbedingungen variieren. Als Lösungsmittel für die Extraktion fettlöslicher Vitamine können beispielsweise Äther, Benzol, Benzin sowie halogenierte Kohlenwasserstoffe erwähnt werden.

Claims (2)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten mit flüchtigen Lösungsmitteln zur Gewinnung emulgierter, ausgeschlämmter oder gelöster Substanzen,-bei welcher das Lösungsmittel in dampfförmigem Zustande in die Flüssigkeit ein gefiihrt wird, gekennzeichnet durch die Anordnung einer aus porösem Material bestehenden Scheidewand, durch welche die Lösungsmitteldämpfe in die Flüssigkeit eingetrieben werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Extraktionsbehälter mit mehreren unabhängig voneinander arbeitenden, an verschiedenen Stellen des Behälters angeordneten Kühleinrichtungen versehen ist.
DE1930577626D 1930-07-22 1930-07-22 Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit fluechtigen Extraktionsmitteln Expired DE577626C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE577626T 1930-07-22

Publications (1)

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DE577626C true DE577626C (de) 1933-06-02

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ID=6570240

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930577626D Expired DE577626C (de) 1930-07-22 1930-07-22 Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit fluechtigen Extraktionsmitteln

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE577626C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073448B (de) * 1960-01-21 Kali-Forschungs-Anstalt G.m.b.H., Hannover Verfahren zur Erzeugung eines staubfreien Kristallisates hoher Gleichmäßigkeit durch homogene Kühlung auszukristallisierender Lösungen
EP0010665A1 (de) * 1978-10-13 1980-05-14 HAG Aktiengesellschaft Verfahren zur extraktiven Bearbeitung von pflanzlichen und tierischen Materialien

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073448B (de) * 1960-01-21 Kali-Forschungs-Anstalt G.m.b.H., Hannover Verfahren zur Erzeugung eines staubfreien Kristallisates hoher Gleichmäßigkeit durch homogene Kühlung auszukristallisierender Lösungen
EP0010665A1 (de) * 1978-10-13 1980-05-14 HAG Aktiengesellschaft Verfahren zur extraktiven Bearbeitung von pflanzlichen und tierischen Materialien

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