DE530803C - Verfahren zur Verguetung von Acetatseidefaeden - Google Patents
Verfahren zur Verguetung von AcetatseidefaedenInfo
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- DE530803C DE530803C DEI34118D DEI0034118D DE530803C DE 530803 C DE530803 C DE 530803C DE I34118 D DEI34118 D DE I34118D DE I0034118 D DEI0034118 D DE I0034118D DE 530803 C DE530803 C DE 530803C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
- D01F2/24—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
- D01F2/28—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate
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Description
- Verfahren zur Vergütung von Acetatseidefäden Es ist bekannt, daß Faserstoffe durch Tränken mit Schwellmitteln und darauffolgendes Strecken in gewisser Hinsicht verbesserte Eigenschaften erhalten. So wird durch Tränken von Baumwolle mit 17°/oiger Natronlauge und Auswaschen unter Spannung (Mercerisieren) ein Material erhalten, das sich im wesentlichen durch höheren Glanz auszeichnet. Ferner hat man Acetatseidefäden durch Strecken um etwa 15 bis 25 °/o mit einem Schwellmittel, wie Aceton, Athylalkohol, Formaldehyd und Glycerin, kochbeständig gemacht.
- Es wurde nun gefunden, daß sich durch eine weit größere Streckung von Acetatseidefäden eine ganz besondere Wirkung erzielen läßt. SolcheStreckungen,diedasZehnfacheals obenerwähnte betragen, lassen sich nur durch Anwendung von verdünnten organischen Säuren erzielen, während bei Streckung mit den bekannten Schwellmitteln die Fäden schon bei einer Streckung um 30 °h (meistens bei einer viel geringeren Streckung) reißen und schon bei noch kleinerer Streckung große Titerschwankungen zeigen, die dadurch entstehen, daß schon vorhandene oder neu gebildete dünnere Stellen des Fadens beim Strecken immer dünner und dünner werden.
- Die bis jetzt nach dem Trockenspinnverfahren hergestellten Kunstseidefäden aus Acetylcellulose haben eine durchschnittliche Festigkeit von Zoo bis 120 g pro Zoo Deniers, in Ausnahmefällen wurden Festigkeiten von höchstens 15o g pro Zoo Deniers erzielt. Behandelt man nun Acetatseide mit verdünnten organischen Säuren, etwa Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure oder deren Gemische, in geeigneter Konzentration, streckt die so beladene Seide und entfernt dann die Säure evtl. unter erhöhtem Zug, so kann eine Streckung von über Zoo °/a erzielt werden. Die so behandelten Fäden bekommen eine sehr viel höhere Reißfestigkeit, und der Titer derselben wird in hohem Maße verfeinert, und damit werden alle Vorteile, die ein feinerer Titer bringt, auf einfache Weise erhalten.
- Beispiel s Ein Strang, nach dem in der Literatur bekannten Trockenspinnverfahren hergestellter Acetatseide mit einer Trockenfestigkeit Zoo g pro Zoo Deniers, Naßfestigkeit 5o g pro Zoo Deniers, Einzeltiter des Fadens 7 Deniers wird mit 4o°/oiger Essigsäure getränkt, durch Spannung auf seine dreifache Länge ausgestreckt, unter Aufrechterhaltung bzw. Erhöhung der Spannung mit immer dünner werdender Essigsäure und schließlich mit Wasser ausgewaschen und wie üblich getrocknet. Die so behandelten Fäden haben jetzt eine Trockenfestigkeit von über Zoo g pro ioo De-. niers, Naßfestigkeit von über ioo g pro ioo DeniesEinzeltifer des Fadens von etwa 2,2 Deniers.
- Beispiel 2 Ein Strang Ausgangsacetatseide wie in Beispiel i wird mit 35°/oiger wäßriger Ameisensäure getränkt, dann um 200 1110 seiner Länge gleichmäßig gestreckt; sodann wird die Säure des Stranges unter Aufrechterhaltung der Spannung bzw. unter erhöhtem Zug stufenweise durch Wasser verdrängt, Man erhält auf diese Weise eine Seide mit denselben guten Eigenschaften wie in Beispiel i.
- Das Verfahren läßt sich naturgemäß mit dem Spinnverfahren vereinigt verwenden, indem der Einzelfaden beim Spinnen dem Verfahren entsprechend behandelt wird, es läßt sich, wie in den Beispielen beschrieben, am gezwirnten oder ungezwirnten Strang durchführen und ist ebenso geeignet für eine Nachbehandlung fertiger Gewebe.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vergütung (Erhöhung der Trockenfestigkeit, Erhöhung der Maßfestigkeit, Verfeinerung des Titers) von Acetatseidefäden, dadurch gekennzeichnet, daß die Seide mit einer. organischen Säure, wie Anteisensäure, Essigsäure oder Gemischen solcher Säuren, beladen, über etwa 5o °/o gestreckt und die Säure unter Aufrechterhaltung. bzw.. Steigerung des Zuges, zweckmäßig stufenweise, entfernt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI34118D DE530803C (de) | 1928-04-12 | 1928-04-13 | Verfahren zur Verguetung von Acetatseidefaeden |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE309558X | 1928-04-12 | ||
| DEI34118D DE530803C (de) | 1928-04-12 | 1928-04-13 | Verfahren zur Verguetung von Acetatseidefaeden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE530803C true DE530803C (de) | 1931-08-01 |
Family
ID=25790429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI34118D Expired DE530803C (de) | 1928-04-12 | 1928-04-13 | Verfahren zur Verguetung von Acetatseidefaeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE530803C (de) |
-
1928
- 1928-04-13 DE DEI34118D patent/DE530803C/de not_active Expired
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