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DE857943C - Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben - Google Patents

Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben

Info

Publication number
DE857943C
DE857943C DEP4616A DE0004616A DE857943C DE 857943 C DE857943 C DE 857943C DE P4616 A DEP4616 A DE P4616A DE 0004616 A DE0004616 A DE 0004616A DE 857943 C DE857943 C DE 857943C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabrics
fibers
increasing
crease resistance
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP4616A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Koenig
Erich Dr Torke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Phrix Werke AG filed Critical Phrix Werke AG
Application granted granted Critical
Publication of DE857943C publication Critical patent/DE857943C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/12Aldehydes; Ketones
    • D06M13/123Polyaldehydes; Polyketones
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G9/00Forming or shuttering elements for general use
    • E04G9/02Forming boards or similar elements
    • E04G9/06Forming boards or similar elements the form surface being of metal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Forms Removed On Construction Sites Or Auxiliary Members Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erhöhen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben Es sind Verfahren zum Knitterfestmachen von Textilfasern oder Gewebennnt, bei denen diese mit einer neutralen, alkalischen oder sauren Lösung_ eines Dialdehyds behandelt und dann einer Wärmebehandlung unterworfen werden. Dieses Verfahren ist dann in der «'eise weiter ausgebildet worden, daß man die Textilien mit wäßrigen, stark sauren Glyoxallösungen, deren pH-Wert zwischen r,o und 3,o, vorzugsweise bei 1,6, liegen sollte, in Gegenwart harzbildender Stoffe, wie Polyvinylalkohol oder Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten, getränkt und nach einer Vortrocknung bei erheblich über zoo° liegenden Temperaturen bis 200° und darüber nachbehandelt hat. Zur Erzielung der stark sauren Reaktion der Lösung wird allgemein Oxalsäure vorgeschlagen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß beim Behandeln von Textilien mit stark sauren, insbesondere oxalsauren Lösungen und dem nachfolgenden Trocknen eine erhebliche Schädigung der Faser, besonders wenn es sich um solche aus Cellulose oder regenerierter Cellulose handelt, nicht zu vermeiden ist. Ganz besonders gilt dieses bei der allgemein vorgeschlagenen hohen Nachtrocknungstemperatur, welche zur Bildung des harzartigen Kondensationsproduktes notwendig ist. Durch die Entstehung solcher Kondensationsprodukte soll anscheinend der erhebliche Festigkeitsabfall der Faser bei der beschriebenen Behandlung wenigstens teilweise wieder ausgeglichen werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine hervorragende Knitterfestigkeit von Textilien, insbesondere solchen aus regenerierter Cellulose, zu erreichen ist, wenn man zum Trocknen der Textilien nur schwach saure Lösungen, deren pH-Wert keinesfalls unter 3,0 liegen darf und zweckmäßig bei 3,5 bis 4,0 liegt, verwendet und zur Einstellung dieses pH-Wertes eine, äure benutzt, die mit der Textilsubstanz selbst eine Kondensationsverbindung einzugehen vermag. Auf diese Weise werden die in der Lösung vorhandenen Säuremengen restlos abgebunden und es gelingt erstmals, die Knitterfestigkeit ohne jeden Abfall der Reißfestigkeit zu erhöhen.
  • Als mehrwertige Aldehyde, welche bei dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden können, sind in erster Linie _Glyoxal oder seine Substitutionsprodukte, wie z. B. Methylglyoxal, zu nennen, doch kommen auch adere mehrwertige Aldehyde, wie Succindialdehyd, in Betracht. Auch Verbindungen wie Glycerindialdehyd sind brauchbar.
  • Als Säuren_-welche mit der Fasersubstanz, insbesondere@ecT@r rregenerierter Cellulose, wahrscheinlich im Wege der Acetalbildttng zu kondensieren vermögen, kommen solche in Betracht, welche außer der Karboxylgruppe noch kondensationsfähige Gruppen, insbesondere Aldehydgruppen, enthalten. In diesem Zusammenhang hat sich besonders die Glyoxylsäure bewährt, aber auch andere reaktionsfähige- Gruppen tragende Säuren, beispielsweise @xysäuren wie Milchsäure, sind für den angegebenen Zweck brauchbar.
  • Beim Verwenden derartig saurer Katalysatoren genügt es, die nachfolgende Trocknung des Textilgutes bei mäßiger Temperatur, d. h. zwischen etwa Zimmertemperatur und dem Siedepunkt des Wassers, also jedenfalls unter ioo°, durchzuführen, wobei die Behandlungstemperatur in dem schwach sauren Bade nur wenig über Zimmertemperatur erhöht zu sein braucht. Es lassen sich auf diese Weise Knitterfestigkeiten erzielen, die denen von bester Schafwolle wesentlich überlegen sind: Dabei bietet das Verfahren noch den weiteren Vorteil, daß keinerlei Nachwaschen des fertigbehandelten und getrockneten Gewebes notwenclig ist, da die als Kondensationskatalysator verwendete Säure durch das Fasermaterial selbst vollständig gebunden ist. Ein Festigkeitsabfall des behandelten Gutes tritt weder bei der Behandlung noch bei langem Liegenlassen ein. .
  • Zur Erhöhung der Weichheit, Griffigkeit und Fülligkeit der erfindungsgemäß behandelten Textilien können dem Behandlungsbade Weichmacher verschiedener Art zugesetzt werden. Die Behandlung mit den Weichmachern kann jedoch auch nach der beschriebenen Knitterfestbehandlung erfolgen. Für das Verfahren eignen sich sowohl kationenaktive Weichmacher, beispielsweise die Fettsäureäther oder -ester von Trialkanolaminen oder auch nichtionogene W eichmaclier wie Polyäthylenglykol. Die Art der verwendeten Weichmacher hängt von dem beabsichtigten Effekt ab. So wird man für Oberstoffe gern einen Weichmacher verwenden, der gleichzeitig wasserabstoßende Eigenschaften besitzt, während sich für Unterwäsche ein Weichmacher empfiehlt, der den Wascheffekt nicht beeinträchtigt, aber durch die Waschlauge möglichst schwer aus der Faser herauslösbar ist.
  • Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren gemäß der Erfindung näher erläutern.
  • Beispiel i In einer 3,2°/oigen Lösung von Glvoxal, welche mit Glyoxylsäure bis zu einem pH-Wert von 3,5 angesäuert ist, wird ein Zellwollmusselin 3 Minuten getränkt. 1)er Stoff wird abgequetscht und 3o Minuten bei einer kurz unter ioo° liegenden Temperatur getrocknet. Der Knitterwinkel des Ausgangsstoffes, der etwa 70° betrug, wird durch diese Behandlung auf 14o° verbessert. Das behandelte Gewebe zeigt einen vollen, wollartigen Griff.
  • Das Gewebe wurde mit einem neutralen Waschmittel dreimal bei 45G gewaschen und getrocknet. Das gewaschene Gewebe zeigt nach 24stündigem Hängen an der Luft noch einen Knitterwinkel von i22`.
  • Der Quellwert des behandelten ungewaschenen Gewebes betrug 63,4)/,. Nach dreimaligem Waschen war der Quellwert erst auf 62,40/, gesunken.
  • Beispiel Zellwolleflocken wurden in noch fabrikationsfeuchtem Zustand mit einer 3,o°Qigett Lösung von Glyoxal, die mit G2yoxylsättre bis zu einem pH-Wert -von 3,5 angesäuert war, 30 Minuten behandelt und mit Warmluft bei etwa 8o° getrocknet. Der Knitterwinkel, der bei der Ausgangsflocke 72` betrug, war nach der Behandlung und 24stündigem Hängen an der Luft auf i5o° gestiegen.
  • Die Festigkeits- und Dehnungseigenschaften der Ausgangsflocke waren folgende:
    Rkm trocken . . . . . . . . . . . . . , 21,6
    Rkm naß ................. 12,1
    Dehnung trocken .......... i9,o
    Dehnung naß . . .. . . . . . . ... 24,0
    relative Naßfestigkeit ...... 56,o.
    Die behandelte Flocke wies folgende Festigkeits-und Dehnungseigenschaften auf
    Rkm trocken ............. 20,8
    Rkm naß ...... ........... 14,7
    Dehnung trocken ......... . i8,o
    Dehnung naß .. ...... ..... 2i,o
    relative NaßfestiE>keit ...... 7o,6.
    Beispiel 3 Eine 3,o°/oige Lösung von Glyoxal, die mit Glyoxylsäure bis auf einen PH-Wert von 3,5 angesäuert war, wurde in zwei Teile geteilt. Dem einen Teil wurden 0,2 °/o Polyvinylalkoltol zugesetzt. In den beiden Lösungen wurde je ein Stück eines gleichen Zellwollmusselins 30 Minuten getränkt. Die Stoffe wurden dann abgequetscht und gemeinsam bei 95° getrocknet. Der Knitterwinkel des ohne Polyvinylalkohol behandelten Gewebes betrug i5o°, während der Knitterwinkel des im Polyvinylalkoholbade behandelten Gewebes nur 139° betrug. Der mit Polyvinylalkohol ausgerüstete Stoff war steif und hart, während der ohne diesen Zusatz behandelte Stoff einen vollen, wolligen Griff zeigte.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Erhöhen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben, insbesondere aus regenerierter Cellulose, durch Imprägnieren mit einer sauren wäßrigen Lösung mehrwertiger gegebenenfalls substituierter Aldehyde, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator eine Säure verwendet wird, die mit der Fasersubstanz bzw. den freien Hydroxylgruppen, vorzugsweise im Wege der Acetalbildung, zu kondensieren vermag.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserstoffionenkonzentration der Tränklösung über einem pH-Wert von 3,0, zweckmäßig zwischen 3,0 und 4,0, gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Glyoxylsäure verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der behandelten Textilien bei Temperaturen unter ioo° erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, gekennzeichnet durch die Mitverwendung von kationenaktiven oder nichtionogenen Weichmachungsmitteln.
DEP4616A 1948-10-02 1950-11-21 Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben Expired DE857943C (de)

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DEP4616A DE805804C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Wellstahlschalung

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DEP4616A Expired DE857943C (de) 1948-10-02 1950-11-21 Verfahren zum Erhoehen der Knitterfestigkeit von Fasern und Geweben

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US3425208A (en) * 1963-10-30 1969-02-04 Leesona Corp Method for producing textured yarns of cellulosic fibres
US4463365A (en) * 1982-06-01 1984-07-31 Dennison Manufacturing Company Electrosensitive printing technique

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BE505996A (de)
DE805804C (de) 1951-05-31
CH300906A (de) 1954-08-31
NL72450C (de)
FR1043240A (fr) 1953-11-06
GB710441A (en) 1954-06-09

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