DE4324867A1 - Kugelhahn, Verteilergehäuse und modulares Bausystem mit Kugelhähnen - Google Patents
Kugelhahn, Verteilergehäuse und modulares Bausystem mit KugelhähnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kugelhahn nach Anspruch 1, der
sich insbesondere als Kugelhahnmodul eignet, ein Verteiler
gehäuse mit eingebautem Kugelhahn nach Anspruch 14 und ein
modulares Bausystem nach Anspruch 19. Ein Kugelhahn nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 ist auf dem Markt erhältlich.
Kugelhähne sind schon seit der Vorkriegszeit bekannt.
Vorwiegend wurden diese mit einer Dichtschale aufgebaut.
Mit dem Erscheinen besserer Kunststoffe, z. B. PTFE, verbrei
tete sich das Prinzip der schwimmenden Kugel. Hierbei wird
die Kugel nicht über eine Welle sondern zwischen zwei Dicht
schalen, meist aus PTFE, gelagert. Vorwiegend werden solche,
inzwischen sehr preiswerte Kugelhähne nicht demontierbar
aufgebaut, wobei die eine einen Ventilsitz bildende Dicht
schale an einer Ringstufe eines Gehäuseteils angeordnet ist,
die Kugel im gleichen Gehäuseteil aufgenommen wird und die
zweite, ebenfalls einen Ventilsitz bildende Dichtschale
mittels einer in das Gehäuse einschraubbaren Anschlußmuffe
in Anlage an die Kugel gehalten wird. Die Einschraubmuffe
wird dabei über Gewindedichtmasse eingeklebt, weshalb die
Demontierbarkeit nicht gegeben ist.
Bekannt sind auch Flansch-Kugelhähne mit Durchgängen ab 10 mm
Durchmesser, welche vorwiegend dreiteilig aufgebaut sind, wo
bei die schwimmende Kugel mit den zwei Dichtschalen in einem
mittleren, die Betätigungseinrichtung für das zu drehende
Kugel tragenden Gehäuseteil untergebracht sind und Endstücke
auf den beiden Stirnseiten des mittleren Gehäuses angeordnet
und mittels durch Flanschbohrungen der Endstücke gehenden,
diese gegen das Mittelstück - dem eigentlichen Kugelhahn -
pressenden Zugstangen zusammengehalten werden. Diese Bau
weise ist auch bei Muffenhähnen größerer Nennweiten haupt
sächlich über DN 50 bzw. 2 Zoll üblich. Dabei dienen die
Endstücke als Anschlußteile, welche den Anschluß von bei
spielsweise Rohrleitungen ermöglichen.
Problematisch bei den bekannten Kugelhähnen ist einerseits,
daß die Baulänge dazu neigt, relativ lang zu werden, und daß
eine unnötig hohe Zahl von Verschraubungen vorliegt, insbe
sondere von solchen, die zum Lösen der Armatur aus einer
Installation erforderlich sind.
Auch ist es bei den bekannten Kugelhähnen problematisch,
Mehrfachanordnungen von Kugelhähnen, in Form von Ventilbat
terien, und auch gemischt mit anderen Armaturen bei kleinem
Bauraum zu realisieren. Über Gewinde, mittels T-Stücken
verschraubte Armaturen, sind sehr kostenaufwendig und benö
tigen schon deswegen ein erheblich großes Abstandsmaß, weil
dies durch die erforderliche Radialabmessung bestimmt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine besonders
kompakte Kugelhahnbauart vorzusehen, welche unter Anwendung
von wenigen Verschraubungen einfach zu installieren und zu
demontieren ist, die zum direkten Anflanschen über zwei oder
mehr Schrauben an andere Armaturen, wie z. B. Magnetventile
oder Verteilergehäuse, geeignet ist, soweit diese dafür
ausgelegt sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Kugelhahn
vorgesehen mit mindestens einem eine Dichtschale bildenden
Ring, mit einem zumindest im mit der Dichtschale zusammenar
beitenden Bereich kugelförmigen, drehbaren Ventilglied, wel
ches eine innerhalb einer ringförmigen, mit der Dichtschale
zusammenarbeitenden Ringfläche mündende Durchflußöffnung
aufweist, mit einem das Ventilglied aufnehmenden Gehäuse,
sowie mit einem zur Drehung des Ventilgliedes zwischen einer
voll geöffneten Stellung und einer voll geschlossenen Stel
lung vorgesehenen Betätigungsglied, wobei das Gehäuse minde
stens an einer Seite des Ventils einen mit in einem Muster
um eine Anschlußöffnung herum verteilten Bohrungen versehe
nen Anschluß aufweist, gekennzeichnet durch die Kombination
in modularer Bauweise mit einem weiteren mit einer Anschluß
seite direkt an den Anschluß befestigbaren Bauteil in Form
eines Membranventils oder eines Verteilergehäuses, wobei in
der Anschlußseite weitere Bohrungen im gleichen Muster wie
bei dem Anschluß angeordnet sind, welche als Gewindeboh
rungen ausgebildet sind und dadurch, daß der Kugelhahn an
das weitere Bauteil durch durch die Bohrungen hindurchge
henden und in den Gewindebohrungen eingreifenden Schrauben
befestigbar ist.
Mit dieser Lösung wird, anstatt an beiden Stirnseiten des
eigentlichen Kugelhahns erst Anschlußstücke anzubringen und
diese dann mit den weiteren vorgesehenen Bauteilen zusammen
zuschrauben, die Stirnenden des Kugelhahns zum direkten
Anschluß an weitere Bauteile ausgebildet, wobei die Befesti
gungsschrauben vorzugsweise mittels parallel zur Achse des
Kugelhahns ansetzbaren Werkzeuge festziehbar bzw. lösbar
sind, so daß die Köpfe der Schrauben klein gehalten werden
können, was der Kompaktheit der Anordnung zugutekommt, ohne
jedoch Einbußen hinsichtlich der Qualität der Befestigung in
Kauf nehmen zu müssen.
Obwohl es im allgemeinen bevorzugt ist, wenn der Kugelhahn
an einem Stirnende einen Anschlußflansch zum direkten Ver
schrauben mit einem anderen Bauteil aufweist und am anderen
Ende einen Anschlußteil mit einer mittleren Gewindeöffnung
aufweist, ist dieser Anschlußteil beim Anmeldungsgegenstand,
im Gegensatz zum Stand der Technik, entweder zum direkten
Anschrauben an die betreffende Stirnseite des Kugelhahns
gedacht oder wird selbst in das Stirnende des Kugelhahns
eingeschraubt und zum Halten des Ringes, d. h. der Dicht
schale in Anlage an die Kugel dient. In beiden Fällen wird
aber die Verwendung von Zugstangen vermieden, welche die
direkte Verschraubung des Kugelhahns mit anderen Bauteilen
verhindern.
Besonders bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Kugelhahns sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Besonders wichtig ist ein Verteilergehäuse, insbesondere für
ein modulares Armatursystem, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verteilergehäuse mit mindestens einen Kugelhahn ausgestattet
ist, dessen eine Durchflußöffnung und einen kugelförmigen
Bereich aufweisendes Ventilglied drehbar zwischen voll geöff
neten und geschlossenen Stellungen im Verteilergehäuse dreh
bar ist, wobei in der voll geöffneten Stellung des Ventil
glieds, eine Strömungsmöglichkeit zwischen einer inneren
Kammer des Verteilergehäuses und einer Anschlußöffnung des
Verteilergehäuses schafft, und daß eine Dichtschale zwischen
dem kugelförmigen Bereich des Ventilglieds und der Anschluß
öffnung vorliegt, wobei das Verteilergehäuse weitere An
schlußöffnungen für den Anschluß weiterer Armaturen oder
vorzugsweise modularen Armaturen versehen ist. Durch die
Möglichkeit, die Kugelhähne in einem Verteilergehäuse unter
zubringen, wird ein sehr flexibles Verteilersystem erreicht,
daß sich zum universellen Einbau in eine Vielzahl von Instal
lationen eignet. Dadurch, daß die Glieder der Kugelhähne im
Verteilergehäuse untergebracht sind, ergibt sich eine sehr
kompakte Bauweise.
Die vorliegende Erfindung betrifft aber auch ein modulares
Bausystem entsprechend dem Anspruch 19, bestehend aus
folgenden Teilen:
- A) einem länglichen, vorzugsweise quaderförmigem Verteiler gehäuse mit mehreren, vorzugsweise einer Reihe an einer ebenen Seite des Verteilergehäuses nebeneinander angeordneten Anschlußöffnungen sowie ggf. in einem oder beiden Stirnenden des Verteilergehäuses vorgesehenen Einlauf- bzw. Auslauföffnungen, wobei mindestens um jede Anschlußöffnung eine Mehrzahl von Gewindebohrungen jeweils im gleichen Muster vorgesehen ist,
- B) Kugelhähnen, wobei jeder Kugelhahn entweder im Verteiler gehäuse integriert ist oder an dieses dadurch anschraub bar ist, daß es in einem Flanschteil Bohrungen aufweist, welche im gleichen Muster und mit gleichem Abstand angeordnet ist, wie die um jede Anschlußöffnung und im Verteilergehäuse angeordneten Gewindebohrungen, wobei das Gehäuse des Kugelhahns zur achsparallelen Anwendung eines Schraubwerkzeuges zum Anschrauben des Gehäuses an das Verteilergehäuse ausgelegt ist, vorzugsweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13,
- C) Membranventilen, ggf. mit Magnetsteuerung, wobei die Membranventile mindestens an einem Anschlußende einen Flansch aufweisen, der Bohrungen aufweist, welcher im gleichen Muster und mit gleichem Abstand angeordnet sind wie die um jede Anschlußöffnung im Verteilergehäuse angeordneten Gewindebohrungen, wobei das Gehäuse jedes Membranventils zur achsparallelen Anwendung eines Schraubwerkzeuges zum Anschrauben des Membranventils an das Verteilergehäuse ausgelegt ist,
- D) Anschlußteilen, welche einen Flansch mit Bohrungen auf weist, welche im gleichen Muster angeordnet sind wie die um jede Anschlußöffnung im Verteilergehäuse angeordneten Gewindebohrungen, sowie mit einer mittleren mit einem Gewinde versehenen Anschlußmöglichkeit, wobei diese Anschlußmöglichkeit so bemessen ist, daß die achsparalle le Anbringung eines Werkzeuges zum Anschrauben des Anschlußteils an das Verteilergehäuse bzw. an andere Module des modularen Bausystems ausgelegt ist.
Mit diesen Bauteilen lassen sich beliebige Kombinationen der
einzelnen Bestandteile des modularen Bausystems zusammen
bauen, um die verschiedensten technischen Installationen zu
ermöglichen, wobei die so kombinierten Bauteile eine insge
samt sehr kompakte und übersichtliche wie auch wartungs
freundliche Anordnung ergeben.
Die Erfindung wird nachfolgendend anhand der Zeichnungen
näher erläutert, in welchen zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemaßen Anflansch-Kugelhahn in
2-Schalen-Ausführung,
Fig. 2 die Kombination des Anflansch-Kugelhahns der Fig. 1
mit einem von einem Magnet angesteuerten Membran
ventil,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Anbringung von
drei Anflansch-Kugelhähnen der Bauart der Fig. 1 an
einem länglichen Verteilergehäuse,
Fig. 4 einen erfindungsgemäßen Zweiflansch-Kugelhahn in
2-Schalen-Ausführung,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung verschiedener Mög
lichkeiten des Einbaus des Zwischenflansch-Kugel
hahns der Fig. 4 an einem Verteilergehäuse,
Fig. 6 einen Schnitt durch einen in ein Verteilergehäuse
integrierten Kugelhahn,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung der Unterbringung
von drei Kugelhähnen nach Fig. 6 in einem gemein
samen Verteilergehäuse,
Fig. 8 einen Schnitt durch einen der Fig. 6 ähnlichen
Kugelhahn mit noch kleinerer Bauweise, und
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung der Unterbringung
von drei Kugelhähnen nach Fig. 8 in einem gemein
samen Verteilergehäuse mit verschiedenen Anschluß
möglichkeiten.
Fig. 1 zeigt einen Kugelhahn 10 mit einteiligem Gehäuse 12,
welches eine schwimmende Kugel 14 aufnimmt. Der Kugelhahn 10
ist erfindungsgemäß als Anflansch-Kugelhahn mit einem An
schlußflansch 16 am einen Stirnende des Kugelhahns ausgebil
det, wobei dieser Anschlußflansch 16 noch besser aus der
Fig. 2 ersichtlich ist. Am anderen Stirnende des Kugelhahns
10 weist dieser einen im Gehäuse 12 integrierten Anschluß in
Form eines mit Innengewinde 18 versehenen Anschlußteils 20
auf. Die schwimmende Kugel 14 ist zwischen zwei Dichtschalen
22 und 24 gelagert, wobei die eine Dichtschale 22 an einer
inneren Ringschulter 26 des Gehäuses 12 sitzt und die andere
Dichtschale 24 von dem in Fig. 1 rechten Stirnende des Ge
häuses 12 des Kugelhahns 10 in einer zylindrischen Aufnahme
bohrung 28 des Gehäuses 12 einsetzbar ist. Die Dichtschale
24 ist auch mit einer Ringausnehmung 30 versehen, in der ein
Dichtring 32 angeordnet ist. Bei Anflanschen des Kugelhahn
ventils nach Fig. 1 an einem anderen Bauteil, wie beispiels
weise an dem Membranventil 34 der Fig. 2, sorgt dieser
Dichtring 32 für eine einwandfreie Abdichtung zwischen den
beiden Bauteilen.
Zur Betätigung der Kugel weist der Kugelhahn 10 der Fig. 1
ein Betätigungsglied 36 auf, bestehend aus einer Betätigungs
welle 38, welche in einer Zylinderbohrung 40 des Gehäuses
geführt ist und mit einer im Querschnitt quadratischen Nase
42 in einer Ausnehmung der schwimmenden Kugel 14 eingreift,
so daß hier eine formschlüssige Verbindung vorliegt, die zur
Drehung der Kugel zwischen der geöffneten Stellung in Fig. 1
und einer geschlossenen Stellung (Fig. 2) dient. In der
geöffneten Stellung der Fig. 1 ist die Durchgangsöffnung 15
der Kugel 14 mit der Auslaßöffnung 19 im Anschlußflansch 16
sowie mit der Gewindebohrung 18 im Anschlußteil 20 ausge
richtet. Das Bezugszeichen 17 deutet auf die Längsachse des
Kugelhahns 10, zu der die Durchflußöffnung 15, die Auslaß
öffnung 19 und die Gewindeöffnung 18 koaxial angeordnet
sind. Ein O-Ring 44, welcher in einer Umfangsnut 46 der
Betätigungswelle 38 untergebracht ist, verhindert Leckagen
an der Betätigungswelle 38 vorbei. Die Betätigungswelle 38
weist aber auch eine weitere Umfangsnut 48 auf, in welche
ein Schraubstift 50 hineinragt. Der Schraubstift 50 sichert
die axiale Lage der Betätigungswelle 38 im Gehäuse 12,
bezogen auf die Längsachse 39 dieser Welle, welche zur
Längsachse 17 des Kugelhahns 10 senkrecht steht.
Am oberen Ende der Betätigungswelle 50 befindet sich ein
hier als Hebel ausgebildeter Handgriff 52, welcher mittels
einer Schraube 54 gesichert ist.
Wie bereits erläutert, kann der Anflansch-Kugelhahn der Fig.
1 direkt an ein Membranventil 34 nach Fig. 2 angeschraubt
werden, und zwar mittels vier Schrauben 56 (von denen nur
zwei in Fig. 2 ersichtlich sind), welche durch Bohrungen in
den Ecken des in diesem Beispiel in Draufsicht quadratischen
Flansches 16 hindurchgehen und in entsprechende Gewindeboh
rungen im Anschlußflansch 58 des Membranventils 34 einge
schraubt sind. Aus der Fig. 2 sieht man, daß das Gehäuse 12
des Kugelhahnventils der Fig. 1 im Querschnitt im wesentli
chen quadratisch ist, entsprechend der Gestalt des Flansches
16, wobei aber die Ecken des Gehäuses fehlen, um achsparal
lelen Zugang zu den Köpfen der Schrauben 56 zu ermöglichen.
Durch die Kombination des Kugelhahns mit einem Membranventil
34 mit Magnetsteuerung 60 nach Fig. 2 kann der Durchfluß
durch das Membranventil entweder durch die Kugelstellung
reguliert oder abgesperrt werden.
Die Fig. 3 zeigt wie drei Kugelhähne der Bauart nach Fig. 1
in einer platzsparenden Anordnung an einem gemeinsamen
Verteilergehäuse bzw. -rohr 62 angebracht werden können. Das
Verteilerrohr 62 ist selbst im Querschnitt rechteckig und
weist eine Eingangs- bzw. Ausgangsöffnung 64 an mindestens
einer Stirnseite 66 auf (die andere Stirnseite des insge
samt quaderförmigen Verteilergehäuses 62 ist in Fig. 3 nicht
ersichtlich). An der ebenen Seitenwand 68 des Verteilerge
häuses 62 sind drei (in dieser Figur nicht gezeigte)
Öffnungen vorgesehen, welche mit den jeweiligen Achsen 17
bzw. mit den jeweiligen Durchflußöffnungen 15 der Kugelhähne
fluchten, wenn diese in der geöffneten Stellung sind. Um
jede Öffnung herum verteilt, befinden sich vier Gewindeboh
rungen (genauso wie in Fig. 5 dargestellt), in denen die
Befestigungsschrauben 56 eingreifen. Man merkt, daß ein sehr
kleines Abstandsmaß zwischen den einzelnen Kugelhähnen 10
der Mehrfachanordnung nach Fig. 3 vorhanden ist. Diese
können nämlich so angeordnet werden, daß die senkrechten
Seiten 70 der einzelnen Flansche 16 im wesentlichen unmit
telbar aneinander angeordnet sind. Durch den achsparallelen
Zugang zu den Köpfen der Schrauben 56 wird einerseits der
Kompaktheit der Anordnung gedient, andererseits können die
einzelnen Kugelhähne leicht eingebaut bzw. wieder ausgebaut
oder ausgetauscht werden.
Obwohl die Fig. 3 eine Mehrfachanordnung mit drei Kugelhäh
nen zeigt, ist es einleuchtend, daß eine beliebige Anzahl
von Kugelhähnen vorgesehen werden kann, sofern das Verteiler
gehäuse 62 die entsprechende Anzahl von Anschlußöffnungen
aufweist.
Die Fig. 4 stellt einen Zwischenflansch-Kugelhahn 72 dar,
wobei die schwimmende Kugel 74 zwischen zwei Dichtschalen 76
und 78 in einem mit zwei Anschlußflanschen 80 und 82 verse
henen Gehäuse 84 angeordnet ist. Die Durchflußöffnung der
Kugel 74 ist hier mit 86 bezeichnet und die axiale Richtung
des Gehäuses mit 88. Die eine Dichtschale 76 sitzt im Gehäu
se 84 an einer Ringschulter 90, während die andere Dicht
schale 78 in Anlage an die Kugel 74 durch einen Einschraub
ring 92 gesichert ist. Die Betätigungswelle 94 mit abdich
tendem O-Ring 96 und Stift 98 ist in diesem Beispiel der
Betätigungswelle 38 der Ausführung nach Fig. 1 im Prinzip
sehr ähnlich ausgebildet und greift auch hier mit einer Nase
100 formschlüssig in die Kugel 74 hinein. Im Gegensatz zu
der Ausführung nach Fig. 1 wird aber der Betätigungsgriff
hier mit einem Schraubendreherschlitz 102 zur Betätigung
versehen, was in der Fig. 4 nicht ersichtlich ist, jedoch
der Fig. 5 entnommen werden kann.
Der Einschraubring 92 weist eine mehreckige Öffnung 104 auf,
welche zum Ein- und Ausschrauben des Einschraubringes 92
dient. Man merkt, daß der Einschraubring 92 an eine Ring
schulter 106 des Gehäuses 84 anstößt, welcher sicherstellt,
daß die Dichtschalen 76 und 78 mit dem erwünschten Anpreß
druck an die Kugel 74 angepreßt werden.
Das mittlere Teil des Gehäuses 84 dieser Ausführung ist im
Querschnitt im wesentlichen zylindrisch, abgesehen von dem
oberen Teil, welcher zur Aufnahme der Betätigungswelle 94
dient. Die Flansche 80 und 82 sind in Draufsicht quadratisch
und weisen jeweils vier Bohrungen für Verbindungsschrauben
auf. Die Bohrungen des Flansches 80 sind als Zylinderboh
rungen ausgebildet, während die des Flansches 82 in Form von
Gewindebohrungen realisiert sind. Beim Einbau des Zwischen
flansch-Kugelhahns 72 an einem Verteilergehäuse 60 wie in
Fig. 6, werden die Befestigungsschrauben 56 in die im Ver
teilergehäuse vorgesehenen Gewindebohrungen 108 einge
schraubt. Dies kann ohne weiteres durch achsparallel geführ
te Werkzeuge erfolgen, da diese durch die Gewindebohrungen
110 des Flansches 82 hindurchgeführt werden können.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß eine Ringfläche 112 um den
Einschraubring 92 herum vorgesehen ist, welcher für die
abgedichtete Anbringung eines weiteren Bauteils an den
Zwischenflansch-Kugelhahn gedacht ist. Wie bei Position 3
des Verteilergehäuses 60 der Anordnung nach Fig. 5 zu sehen
ist, kann es sich bei diesem weiteren Bauteil um ein Membran
ventil 34 mit Magnetsteuerung 60 handeln, wie in der Aus
führung nach Fig. 2 dargestellt, jedoch hier in umgekehrter
Richtung angebracht. Eine weitere Anschlußmöglichkeit ist
auch in Fig. 5 in Form eines Anschlußteils 112 mit einem in
Draufsicht, zumindest im wesentlichen quadratischen Flansch
114, gezeigt, in dessen Ecken Zylinderbohrungen vorgesehen
sind, durch welche sich Schrauben 56 erstrecken, die in den
Gewindebohrungen 110 des Kugelhahnventils 72 der Position 2
eingeschraubt werden können. Auf der Rückseite dieses An
schlußteils 112 kann eine Ringnut zur Aufnahme einer Ring
dichtung vorgesehen werden, um eine sichere Abdichtung
zwischen dem Anschlußteil 112 und dem Kugelhahnventil 72 zu
sichern. Der Anschlußteil 112 besitzt eine Gewindeöffnung
116, in welche beispielsweise ein Rohr eingeschraubt werden.
Man merkt, daß das die Gewindeöffnung 116 enthaltende Teil
118 des Anschlußteils 112 so bemessen ist, daß auch hier der
achsparallele Zugang zu den Köpfen der Schrauben 56 gewähr
leistet ist.
Die Position 1 des Verteilerrohrs 60 der Fig. 5 zeigt das
Muster der Gewindebohrungen 108 um die mittlere Öffnung 120
herum. Es leuchtet ein, daß das Anschlußteil oder Gewinde
stück 112 auch direkt an dem Verteilerrohr in der Position 1
angeschraubt werden kann, wie auch an jede andere Position,
denn alle Positionen weisen das gleiche Muster von Gewinde
bohrungen auf. Anstatt des Anschlußteils 112 könnte auch ein
Deckel zum Verschließen der Öffnung 120 am Verteilergehäuse
60 angebracht werden oder das Anschlußteil 112 kann auch zum
Deckel weitergebildet werden, indem ein Verschlußstopfen in
die Gewindeöffnung 116 eingeschraubt wird.
Durch das im Kugelhahn 72 enthaltene, abdichtende Druckstück
ist z. B. im Reparaturfall ein Austausch der Armatur - z. B.
des Membranventils 34 der Position 3 - möglich, ohne das
Durchflußmedium an einem Haupthahn absperren zu müssen. Es
genügt, den Kugelhahn an der jeweiligen Position in Sperr
stellung zu bringen. Diese Bauweise ist etwas aufwendiger,
jedoch universeller und eignet sich besonders für das Bau
kastensystem. Die Schraubendreherbetätigung - anstatt Dreh
griff - gestattet noch engeres Paketieren der Armaturen.
Die Fig. 6 zeigt nun einen Schnitt durch einen Kugelhahn
122, dessen Kugel 162 und Kugelwelle 128 in einem Verteiler
gehäuse 130 integriert sind. Zu diesem Zweck weist die Kugel
126 an seiner Unterseite in Fig. 6 einen Zapfenteil 132 auf,
welcher in einer Ringausnehmung 134 des Verteilergehäuses
130 drehbar geführt ist. Die Welle 128 der Kugel 126 führt
durch ein in Draufsicht quadratisches Flanschteil 136, wel
cher mittels Schrauben 138 (siehe auch Fig. 7) in Gewinde
bohrungen im Verteilerrohr 130 eingreifen. Das Flanschteil
136 weist auch einen- zylindrischen Zapfenteil 140 auf,
welcher in einer Zylinderbohrung 142 des Verteilerrohrs 130
aufgenommen ist, wobei eine O-Ring-Dichtung 144 für die
erforderliche Abdichtung zwischen dem Flanschteil 136 und
dem Verteilergehäuse 130 sorgt. Eine weitere Ringdichtung
146 befindet sich in einer Ringnut 148 der Kugelwelle 128
und sorgt für eine gute Abdichtung zwischen dieser Welle und
dem Flanschteil 136. Die Kugelwelle 128 weist hier eine
weitere Nut 150 auf, in welcher ein Stift 152 eingreift, der
in eine Gewindebohrung 154 des Flanschteils 136 einge
schraubt ist und die axiale Lage der Kugelwelle sichert. Auf
der Betätigungswelle 128 ist auch ein Drehgriff 156 montiert
und mittels einer Schraube 158 gesichert.
Das Bezugszeichen 160 deutet auf die Dichtschale hin, welche
an der kugelförmigen Oberfläche der Kugel 126 anliegt. Diese
Dichtschale 160 wird in einer zylindrischen Bohrung 162 des
Verteilerrohrs 130 eingesetzt und mittels eines Anschluß
teils 112 festgehalten, wobei dieser Anschlußteil 112 iden
tisch ist mit dem Anschlußteil 112 der Fig. 5, weshalb für
diese Bauteile das gleiche Bezugszeichen verwendet wird.
Zwischen dem Anschlußteil 112 und der Dichtschale 160
befindet sich eine Ringdichtung 164, welche aber auch in die
Rückseite des Anschlußteils 112 integriert werden kann.
Fig. 6 zeigt die geöffnete Stellung des Kugelhahnventils, in
der die Durchflußöffnung 166 der Kugel mit der Öffnung 168
der Dichtschale und mit der Gewindeöffnung 116 des Anschluß
teils 112 fluchtet, so daß eine Durchströmung durch das
Verteilerrohr von dessen innerer Kammer 170 durch die Durch
flußöffnung 166, die Öffnung 168 und die Gewindeöffnung 160
oder in umgekehrter Richtung möglich ist. Durch Drehung des
Drehgriffes 156 um 90° wird die Öffnung 168 in der Dicht
schale 160, wie bei allen anderen Beispielen von der Seiten
wand der Kugel 126 geschlossen und abgedichtet.
Fig. 7 zeigt dann wie Kugelhähne 122 der Fig. 6 in einem
gemeinsamen Verteilergehäuse 130 untergebracht werden, wobei
in diesem Fall die Drehgriffe 156 der Kugelventile 122 alle
in der geschlossenen Stellung positioniert sind. Aus der
Fig. 7 ist auch die eine stirnseitige Einlaß- bzw. Auslaß
öffnung 160 des Verteilergehäuses 130 ersichtlich.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß alle drei Stellen
des Verteilergehäuses 130 durch Kugelventile ersetzt werden.
Beispielsweise könnte der eine Kugelhahn weggelassen werden
und die Öffnung für das Flanschteil 136 mit einem Deckel
oder mit einem anderen Bauteil besetzt werden. Auch müssen
nicht alle drei Stellen mit dem gleichen Anschlußteil 112
versehen werden, sondern statt dessen könnten ohne weiteres
andere Bauteile, wie beispielsweise Membranventile 34 an
diesen Stellen angebracht werden (wie bei der Pos. 3 der
noch zu erläuternden Ausführung nach Fig. 9).
Die Bauweise nach den Fig. 6 und 7 ist vom Fertigungs- und
Materialaufwand etwas günstiger als die bisher beschriebenen
Ausführungsformen.
Fig. 8 zeigt nun den Schnitt durch einen Kugelhahn 170, wel
cher dem Kugelhahn 122 der Fig. 6 sehr ähnlich ist, jedoch
mit einem reduzierten Durchgang, welcher insbesondere dem
Durchgang eines mit diesem Kugelhahn verwendbaren Magnet
ventils angepaßt ist, wobei eine noch kleinere Bauweise
möglich ist.
Die Kugel 172 mit Kugelwelle 174 ist der Kugel und Kugel
welle der Ausführung nach Fig. 6 sehr ähnlich und unter
scheidet sich davon eigentlich nur dadurch, daß die Kugel
hier mittels einer Einschraubmuffe 176 festgehalten wird,
welche in eine Gewindeöffnung 178 des Verteilergehäuses 130
eingeschraubt ist, wobei die axiale Lage der Kugel 172 mit
Kugelwelle, bezogen auf die axiale Richtung der Kugelwelle
174, durch eine Ringschulter 182 festgelegt ist, die an der
unteren Stirnseite der Einschraubmuffe 176 anstößt. Aus
diesem Grund ist die Verwendung eines Stiftes, wie 152 in
der Ausführung nach Fig. 6, nicht notwendig. Auch in diesem
Beispiel ist die Kugelwelle 174 mit einem Drehgriff 184
versehen, welche mit einer Schraube 186 auf der Drehwelle
174 befestigt ist.
Bei dieser 1-Schalen-Ausführungsform ist die Dichtschale 188
in Anlage an der Kugelfläche der Kugel 172 durch einen Ein
schraubring 190 gehalten, welche im wesentlichen den Ein
schraubring 92 der Ausführung nach Fig. 4 entspricht, jedoch
mit dem Unterschied, daß die Dichtschale 188 in eine Ring
ausnehmung an der einen Stirnseite des Einschraubringes 190
sitzt. Auch hier wird der Einschraubring 190 mit einer mehr
eckigen Öffnung 192 versehen, wodurch der Einschraubring
mittels eines Werkzeuges ein- bzw. ausgeschraubt werden
kann.
Die Fig. 9 zeigt dann wie drei solche Kugelhähne 170 im
Verteilergehäuse 180 untergebracht werden können. Bei der
Position 1 des Verteilergehäuses 180 der Fig. 9 ist der
Einschraubring 192 durch eine Einschraubmuffe 194 ersetzt,
welche eine Gewindeöffnung 196 aufweist, entsprechend der
Gewindeöffnung 116 des Anschlußteils 112, der in der Posi
tion 2 des Verteilergehäuses 180 angebracht wird. Für die
Position 3 des Verteilergehäuses 180 der Fig. 9 ist die
Anbringung eines Membranventils 34 mit Steuerung 60 entspre
chend der Fig. 2 vorgesehen. Es kann sich hier um ein Mem
branventil nach dem Europäischen Patent 0 341 340 handeln.
Auch hier ist es ohne weiteres möglich, einzelne an dem
Verteilergehäuse 180 angeflanschte Armaturen, beispielsweise
das Membranventil 34, auszutauschen, ohne das Durchfluß
medium an einem Haupthahn absperren zu müssen. Es ist
lediglich erforderlich, den betreffenden Kugelhahn durch
Betätigung des Betätigungsgliedes 184 in die geschlossene
Stellung zu drehen. Bei der Ausführung nach Fig. 9 sind alle
Kugelhähne 170 in der geschlossenen Stellung gezeigt.
Claims (19)
1. Kugelhahn (10; 72) mit mindestens einem eine Dichtschale
(22, 24; 76, 78) bildenden Ring, mit einem zumindest im
mit der Dichtschale zusammenarbeitenden Bereich kugel
förmigen, drehbaren Ventilglied (14; 74), welches eine
innerhalb einer ringförmigen, mit der Dichtschale zusam
menarbeitenden Ringfläche mündende Durchflußöffnung (15;
86) aufweist, mit einem das Ventilglied aufnehmenden
Gehäuse (12; 84), sowie mit einem zur Drehung des Ventil
gliedes zwischen einer voll geöffneten Stellung und
einer voll geschlossenen Stellung vorgesehenen Betäti
gungsglied (38, 54; 84, 102), wobei das Gehäuse minde
stens an einer Seite des Ventils einen mit in einem
Muster um eine Anschlußöffnung herum verteilten Bohrun
gen versehenen Anschluß (164; 80) aufweist, gekennzeich
net durch die Kombination in modularer Bauweise mit
einem weiteren mit einer Anschlußseite (58, 68) direkt
an den Anschluß befestigbaren Bauteil in Form eines
Membranventils (34) oder eines Verteilergehäuses (60;
62), wobei in der Anschlußseite weitere Bohrungen (108)
im gleichen Muster wie bei dem Anschluß (16; 80) angeord
net sind, welche als Gewindebohrungen ausgebildet sind
und dadurch, daß der Kugelhahn (10; 72) an das weitere
Bauteil durch durch die Bohrungen hindurchgehenden und
in den Gewindebohrungen (108) eingreifenden Schrauben
(56) befestigbar ist.
2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei jeder Baugröße des modularen Kugelhahns (10; 72) die
Bohrungen mit der gleichen Verteilung und im gleichen
Abstand voneinander angeordnet sind wie die entsprechen
den Bohrungen (108) der mit dem Kugelhahn kombinierbaren
modularen Bauteilen.
3. Kombination nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bohrungen in einem Flanschteil
(16) des Gehäuses (12) des Kugelhahns (10) vorgesehen
sind, daß das Flanschteil in Draufsicht zumindest im
wesentlichen mehreckig, vorzugsweise quadratisch ist,
wobei eine Bohrung in jeder Ecke des Flansches (16)
ausgebildet ist, daß das Gehäuse (12) derart gestaltet
und bemessen ist, daß ein längliches Werkzeug wie ein
Schraubenzieher oder ein Steckschlüssel parallel zur
Achse des Gehäuses an den Köpfen von in die Bohrungen
einsetzbaren Befestigungsschrauben (56) ansetzbar ist.
4. Kombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (84) des Kugelhahns (10) im Querschnitt
zumindest im wesentlichen die gleiche Querschnittsform
wie den Flansch (16), jedoch in den Bohrungen entspre
chenden Eckbereichen Ausnehmungen aufweist.
5. Kombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (84) des Kugelhahns (72) zumindest im wesent
lichen kreisförmig ist mit einem Durchmesser, welcher
kleiner ist als der Teilkreis der im Flansch (80) vorge
sehenen Bohrungen minus dem maximalen Kopfdurchmesser
der in den Bohrungen einsetzbaren Schrauben (56).
6. Kombination nach den Ansprüchen 3, 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuse (84) des Kugelhahns (72)
an beiden Stirnenden Flansche (80, 82) aufweist, wobei
die Bohrungen in dem einen Flansch (80) als Zylinder
bohrungen und die Bohrungen (110) im anderen Flansch
(82) als mit den Zylinderbohrungen fluchtende Gewinde
bohrungen ausgebildet sind.
7. Kombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (12) des Kugelhahns (10) am dem Flansch (16)
abgewandten Stirnende eine in geöffneter Stellung des
Ventilglieds (14) mit der Durchlauföffnung (15) fluchten
de Gewindebohrung (18) aufweist.
8. Kombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kugelhahn (10) eine Ringdichtung (32) bzw. eine Ring
fläche zur abgedichteten Anbringung an der Anschluß
fläche des weiteren modularen Bauteils aufweist.
9. Kombination nach den Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringdichtung (32) in einer Ringausnehmung (30)
des die Dichtschale bildenden Ringes (24) aufgenommen
ist.
10. Kombination nach den Ansprüchen 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der die Dichtschale bildende Ring (24)
erst beim Anschluß des Kugelhahns (10) an ein weiteres
Bauteil in Anlage an das Ventilglied (14) gesichert ist.
11. Kombination nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
eine weitere Dichtschale (22) an einer Ringstufe (26) im
Gehäuse des Kugelhahns (10) zwischen dem Ventilglied
(14) und der Gewindebohrung (18) angeordnet ist.
12. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der die Dichtschale bildende Ring (76) an eine Ringstufe
(90) im Gehäuse (84) des Kugelhahns (10) zwischen dem
Ventilglied (74) und einer in der voll geöffneten Stel
lung des Ventilglieds zur Durchflußöffnung (86) koaxial
angeordneten Eingangs- bzw. Ausgangsöffnung angeordnet
ist, und daß eine weitere auf der anderen Seite des
Ventilglieds (74) angeordnete Dichtschale (78) vorge
sehen ist, welche mit einem Einschraubring (92) befe
stigt ist, der in der voll geöffneten Stellung des
Kugelhahns (72) ebenfalls koaxial zur Durchflußöffnung (86)
angeordnet ist, wobei die dem Ventilglied abge
wandte Stirnfläche des Einschraubringes (92) von einer
Ringdichtung oder einer Ringfläche umgeben ist.
13. Kugelhahn nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die innere Öffnung (104) des Einschraubringes (92) zur
Aufnahme eines Drehwerkzeuges ausgebildet ist.
14. Verteilergehäuse, insbesondere für ein modulares Armatur
system, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilergehäuse
(130; 180) mit mindestens einem Kugelhahn (122; 170)
ausgestattet ist, dessen eine Durchflußöffnung und einen
kugelförmigen Bereich aufweisendes Ventilglied (126;
172) drehbar zwischen voll geöffneten und geschlossenen
Stellungen im Verteilergehäuse (130; 180) drehbar ist,
wobei in der voll geöffneten Stellung des Ventilglieds,
eine Strömungsmöglichkeit zwischen einer inneren Kammer
(170) des Verteilergehäuses und einer Anschlußöffnung
(168) des Verteilergehäuses schafft, und daß eine Dicht
schale (160, 188) zwischen dem kugelförmigen Bereich des
Ventilglieds und der Anschlußöffnung (168) vorliegt,
wobei das Verteilergehäuse weitere Anschlußöffnungen für
den Anschluß weiterer Armaturen (34; 112) vorzugsweise
modularen Armaturen versehen ist.
15. Verteilergehäuse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß mehrere Kugelhähne (122; 170) im Verteilerge
häuse (130; 180) angeordnet sind, wobei die jeweiligen
Ventilglieder (126; 172) mit jeweiligen Anschlußöffnun
gen (120) des Verteilergehäuses in der geöffneten Stel
lung fluchten und die Anschlußöffnungen vorzugsweise in
einer ebenen Seitenfläche des Verteilergehäuses vorgese
hen sind.
16. Verteilergehäuse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß für jedes Ventilglied (126; 172) ein jeweiliges
Betätigungsglied (156; 184) an einer Seite des Ventil
gehäuses vorgesehen ist.
17. Verteilergehäuse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß für jedes Ventilglied (172) nur eine Dichtscha
le (188) vorgesehen ist, welche von einem Einschraubring
(192) getragen wird, welche in die Anschlußöffnung
einschraubbar ist.
18. Verteilergehäuse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß ein Anschlußteil (112) mit einem Flansch und
einer mittig angeordneten Gewindeöffnung (116) vorgese
hen ist, welche mittels in einem Muster um jede Anschluß
öffnung des Verteilergehäuses (130; 180) verteilten
Gewindebohrungen eingreifenden Schrauben (56) am Vertei
lergehäuse anschraubbar ist, und am Verteilergehäuse
vorzugsweise zur Befestigung der dem jeweiligen Ventil
glied zugeordneten in die Anschlußöffnung einsetzbaren
Dichtschale (160) dient.
19. Modulares Bausatzsystem bestehend aus folgenden Teilen:
- A) einem länglichen, vorzugsweise quaderförmigem Ver teilergehäuse (60; 62; 130; 180) mit mehreren, vor zugsweise einer Reihe an einer ebenen Seite des Ver teilergehäuses nebeneinander angeordneten Anschluß öffnungen (120) sowie ggf. in einem oder beiden Stirnenden des Verteilergehäuses vorgesehenen Ein lauf- bzw. Auslauföffnungen (64), wobei mindestens um jede Anschlußöffnung (120) eine Mehrzahl von Gewinde bohrungen (108) jeweils im gleichen Muster vorgesehen ist,
- B) Kugelhähnen (10; 72; 122; 170), wobei jeder Kugelhahn entweder im Verteilergehäuse (130; 180) integriert ist oder an dieses (60; 62) dadurch anschraubbar ist, daß es in einem Flanschteil (16; 80) Bohrungen auf weist, welche im gleichen Muster und mit gleichem Abstand angeordnet ist, wie die um jede Anschlußöff nung (120) und im Verteilergehäuse (60; 62) angeord neten Gewindebohrungen (108), wobei das Gehäuse (12; 84) des Kugelhahns (10; 72) zur achsparallelen Anwen dung eines Schraubwerkzeuges zum Anschrauben des Gehäuses an das Verteilergehäuse (60; 62) ausgelegt ist, vorzugsweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13,
- C) Membranventilen (34), ggf. mit Magnetsteuerung (60), wobei die Membranventile mindestens an einem Anschluß ende einen Flansch (58) aufweisen, der Bohrungen aufweist, welcher im gleichen Muster und mit gleichem Abstand angeordnet sind wie die um jede Anschlußöff nung (120) im Verteilergehäuse angeordneten Gewinde bohrungen (108), wobei das Gehäuse jedes Membranven tils (34) zur achsparallelen Anwendung eines Schraub werkzeuges zum Anschrauben des Membranventils an das Verteilergehäuse ausgelegt ist,
- D) Anschlußteilen (112), welche einen Flansch mit Bohrun gen aufweist, welche im gleichen Muster angeordnet sind wie die um jede Anschlußöffnung (120) im Vertei lergehäuse angeordneten Gewindebohrungen (108), sowie mit einer mittleren mit einem Gewinde (116) versehe nen Anschlußmöglichkeit (118), wobei diese Anschluß möglichkeit so bemessen ist, daß die achsparallele Anbringung eines Werkzeuges zum Anschrauben des Anschlußteils an das Verteilergehäuse (60; 62) bzw. an andere Module (34; 72) des modularen Bausystems ausgelegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324867 DE4324867A1 (de) | 1993-07-23 | 1993-07-23 | Kugelhahn, Verteilergehäuse und modulares Bausystem mit Kugelhähnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324867 DE4324867A1 (de) | 1993-07-23 | 1993-07-23 | Kugelhahn, Verteilergehäuse und modulares Bausystem mit Kugelhähnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4324867A1 true DE4324867A1 (de) | 1995-01-26 |
Family
ID=6493612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934324867 Ceased DE4324867A1 (de) | 1993-07-23 | 1993-07-23 | Kugelhahn, Verteilergehäuse und modulares Bausystem mit Kugelhähnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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