DE4219572A1 - Fahrwerk für eine Schutzplankeneinrichtung - Google Patents
Fahrwerk für eine SchutzplankeneinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrwerk für eine aus
Fertigteilen zusammengesetzte, verschiebbare Schutzplanken
einrichtung mit einer unter- und innerhalb von deren Seiten
wänden befestigbaren Tragvorrichtung und mindestens zwei Rä
dern, Walzen o. dgl. und einer Hubvorrichtung.
Das Fahrwerk nach der Erfindung ist bei allen Arten ver
schiebbarer oder versetzbarer Schutzplankeneinrichtungen
verwendbar, also beispielsweise bei solchen, die lediglich
als Verkehrsflächenbegrenzung vorgesehen sind oder auch sol
chen, die z. B. auf Autobahnen zur Kennzeichnung und zur
Trennung von Fahrbahnen bei einem Baustellenbetrieb.
Aus der DE-GM 89 15 625.0 ist ein derartiges Fahrwerk be
kannt. An die Seitenwände der Fahrwegseitenbegrenzung ver
bindenden Querplatten sind paarweise Hubvorrichtungen befe
stigt, deren Hubstangen an ihren freien Enden Bodenrollen
oder Walzen tragen. Diese ortsfesten Hubvorrichtungen weisen
an den Enden der Hubstangen um lotrechte Achsen verdrehbare
Bodenrollen auf; eine Koordinierung der Bewegung dieser Bo
denrollen ist nicht vorgesehen.
Es ist auch ein Fahrwerk der oben erwähnten Art bekannt, bei
der ein mittiger Hubzylinder und beidseitig von diesem Füh
rungshülsen für die Auf- und Abbewegung vorgesehen sind. Die
Bodenplatte trägt an ihren vier Ecken über lotrecht verlau
fende Verschwenkachsen, um horizontale Achsen verdrehbare
Bodenwalzen. Auch in diesem Fall ist eine Koordinierung der
Walzen bei einer Verschiebung der Schutzplankeneinrichtung
quer zu deren Längsrichtung nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders
kompakte Bauweise mit einer koordinierten Bewegung der Rol
len, Walzen o. dgl. zu schaffen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die
Längsachse der Hubvorrichtung als Drehachse für das Fahrwerk
ausgebildet ist und die Räder o. dgl. nur jeweils um eine fe
ste waagerechte Welle drehbar sind.
Durch die Ausbildung der Längsachse des Hubzylinders als
Drehachse für das gesamte Fahrwerk und die feste in sich
nicht verschwenkbare Lagerung der Räder, Walzen, Bodenrollen
o. dgl. ist nicht nur eine besonders gedrängte Bauweise ge
schaffen, sondern es treten auch bei einer Verschiebung oder
Versetzung der Schutzplankeneinrichtung z. B. senkrecht oder
winklig zu deren Längsachse keine Koordinationsprobleme bei
den Rollen, Walzen, Bodenrollen o. dgl. auf.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Hubvorrichtung in einer die Seitenwände unterhalb von der
Stirnwand der Schutzplankeneinrichtung verbindenden Traverse
gehalten. Es liegt auf der Hand, daß damit auch die einzige
Verbindung der Räder mit der Schutzplankeneinrichtung vor
liegt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann
die Hubvorrichtung von zwei teleskopierenden Führungshülsen
umgeben sein, deren unterer mit lotrecht verlaufenden Plat
tenteilen fest verbunden ist, welche die waagerechten Wellen
der Räder o. dgl. tragen. Die Traverse besteht zweckmäßiger
weise aus einer waagerecht verlaufenden Platte, deren Sei
tenränder entsprechend der Neigung der Seitenwände der
Schutzplankeneinrichtung abgekröpft sind.
Es ist auch möglich, daß jeweils zwei Räder o. dgl. paarweise
angeordnet und deren Drehachsen symmetrisch zur Drehachse
des Fahrwerks verlaufen. In diesem Zusammenhang ist aller
dings zu erwähnen, daß es in bestimmten Fällen ausreichen
würde, wenn entweder nur zwei Räder oder auch nur drei Räder
für das Fahrwerk verwendet werden, wobei die Form der Räder
oder ggf. auch der Walzen oder Bodenrollen nicht wesentlich
ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei
der das Fahrwerk zur Befestigung an den Nahtstellen von zwei
Fertigteilen vorgesehen ist, können die Befestigungslöcher
der Traverse denjenigen der Verbindungslaschen der Fertig
teile entsprechen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
die hydraulischen Verbindungseinleitungen der Hubvorrichtung
oberhalb der Traverse mit letzterer verbunden.
Es ist auch möglich, daß die äußere Führungshülse in
Drehrichtung arretierbar ist. Auf diese Weise ist
gewährleistet, daß die Räder in der jeweils beabsichtigten
Verstellrichtung des Fertigteils festgehalten werden;
gewöhnlich befinden sich die Arretierstellungen in einem
Winkel von 90° zueinander, so daß eine Arretierung in
Längsrichtung des Fertigteils und senkrecht dazu möglich
ist.
Hierfür kann nach einer bevorzugten Ausführungsform die
äußere Führungshülse mindestens zwei lotrechte Schlitze
o. dgl. aufweisen, welche durch einen Teilringschlitz
verbunden sind und wobei die Schlitze einen an der inneren
Führungshülse befestigten Stift, eine Schraube o. dgl.
aufnehmen.
Wie bereits weiter oben ausgeführt, kann das Fahrwerk bei
allen Arten von Schutzplankeneinrichtungen, die zumindest
teilweise unten offen sind, Verwendung finden. Eine beson
ders zweckmäßige Verwendungsmöglichkeit besteht bei Schutz
plankeneinrichtungen die im Baustellenbetrieb von Autobahnen
Verwendung finden und daher gegebenenfalls öfters versetzt
werden müssen.
Nach der Erfindung kann die Schutzplankeneinrichtung aus ei
ner Gleitschwelle bestehen oder diese aufweisen, einteilig
ausgebildet sein und geradlinig verlaufende Randabschnitte
aufweisen. Als Material für die Schutzplankeneinrichtung
kommt in erster Linie Stahl in Frage; selbstverständlich
kann auch die Schutzplankeneinrichtung aus Kunststoff oder
Holz bestehen.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Sie wird nachfolgend näher be
schrieben.
Ein z. B. 2-4 m langes Fertigteil 1 besteht aus einer mehr
fach abgekröpften bzw. gebogenen einteiligen Stahlplatte,
deren einzelne Seitenabschnitte jeweils winklig zur
Verkehrsoberfläche verlaufen. Während der Randabschnitt 2
vertikal bzw. lotrecht verläuft, weisen die beiden
Seitenwandabschnitte 3 und 4 eine Winkelstellung auf,
verlaufen jedoch in sich geradlinig. Der Seitenwandabschnitt
4 geht schließlich in den Stirnwandabschnitt 5 über, wobei
die Gleitschwelle spiegelbildgleich als sogen.
Doppelschwelle ausgebildet ist. Es liegt auf der Hand, daß
die Gleitschwelle über Pfosten Stahlholme tragen und auch
einen anderen Querschnitt aufweisen kann. Bei der
beschriebenen Ausführungsform hat die Gleitschwelle etwa
eine Höhe von 50 cm, wobei die einzelnen Fertigteile durch
Verbindungslaschen 6 miteinander verbunden sind. Diese
Verbindungslaschen erstrecken sich über den gesamten
Seitenwandbereich und mit ihrem oberen freien Rand bis unter
die Stirnwand 5. Diese Verbindungslaschen 6 werden durch
Schraubbolzen 8 mit den jeweiligen Fertigteilen verbunden,
so daß nach Zusammensetzen der Fertigteile eine in sich
biegesteife Schutzplankeneinrichtung entsteht.
Um die auf die Verkehrsfläche mit ihren freien Rändern 9
bzw. 10 aufsetzbare Gleitschwelle relativ einfach und ohne
weiteren zusätzlichen technischen Einwand zu versetzen,
verschieben oder bewegen zu können, können wie bei der
dargestellten Ausführungsform ersichtlich, Fahrwerke 11
eingesetzt werden.
Diese Fahrwerke werden bei der dargestellten Ausführungsform
an die Nahtstelle zwischen zwei Fertigteilen, wo - wie be
schrieben - die Verbindungslaschen Verwendung finden, einge
setzt werden.
Es liegt auf der Hand, daß die Fahrwerke 11 nicht an jeder
Nahtstelle angebracht werden müssen, sondern beispielsweise
in einem Abstand von 8-12 m.
Das Fahrwerk weist eine Tragplatte 12 auf, deren um etwa 100
-110° abgekröpfte Randleisten 13 über Schraubbolzen innen
im Bereich der Verbindungslasche 6 mit den Seitenwänden
verbunden werden.
Eine weitere Verbindung zwischen dem Fahrwerk und den Sei
tenwänden der Fertigteile besteht nicht.
Die Tragplatte ist an einer Seite mit einer Führungshülse 14
verbunden und weist an ihrer Oberseite eine hutartige Abdec
kung 15 auf, an deren Innenseite die Hubstange der Hubvor
richtung befestigt ist; abgesehen davon weist die Abdeckung
15 Anschlüsse 16 für die Verbindungsleitungen mit der
hydraulischen Versorgung auf. Innerhalb der beiden Führungs
hülsen 14 und 15′, die teleskopartig ineinandergeschoben
sind, ist die Hubvorrichtung vorgesehen, mit welcher die
Schutzplankeneinrichtung von der Auflage auf der Verkehrs
fläche abgehoben werden kann.
Die untere Führungshülse 15′ weist bei der dargestellten
Ausführungsform paarweise angeordnete Blechplatten 20 und 21
auf, die symmetrisch von der Führungshülse 15′ abstehen und
jeweils eine Welle 22 und 23 tragen, auf welcher Räder 24
und 25 frei drehbar sind.
Von den beiden parallelen Tragblechen oder -platten 21, 22
stehen senkrecht jeweils zwei parallele Rahmenteile 26 und
27 sowie 28 und (nicht sichtbar) 29 ab. Diese lotrechten
Rahmenteile sind jeweils durch zwei senkrecht zu letzteren
verlaufende Rahmenteile 30 und 31 bzw. 32 und (nicht
sichtbar) 33 verbunden. Zwischen diesen parallel
verlaufenden Rahmenteilen, die wieder parallel zu den
Rahmenteilen 20 und 21 verlaufen, sind zwei weitere
freilaufende Räder 34 und 35 angeordnet.
Die äußere Führungshülse 15′ weist einen U-förmigen Schlitz
40 auf, dessen Schenkel 41 und Steg 42 zur Führung einer
Schraube 43 dienen, welche an der inneren Hülse 14 befestigt
ist.
Beim Verdrehen des Fahrwerks wird die Schraube 43 oder ein
entsprechender Stift im stiftförmigen Schlitz 42 geführt.
Wenn die Schraube oder der Stift 43 jeweils die Ecke
zwischen dem Steg und den Schenkeln erreicht hat, kann die
innere Führungshülse 14 und somit die Gleitschwelle
abgesenkt und in dieser Stellung arretiert werden. Das
Blechstück 44 zwischen den Stegen 41 ist am unteren Rand der
Führungshülse gehalten.
Durch die U-förmige Ausbildung des Führungsschlitzes kann
somit das Fahrwerk einerseits in Längsrichtung der
Gleitschwelle und andererseits senkrecht dazu arretiert
werden. Ein Bügel 45 dient einer besseren Verbindung
zwischen der unteren Führungshülse 15 und dem Blechstück 44.
Durch das Verlegen dieses Bügels in Richtung auf einen der
Schenkel 41 ist es möglich, einen weiteren Schenkel parallel
zu den Schenkeln 41 vorzusehen und somit auch eine dritte
Arretierstellung für das Fahrwerk.
Während die Anhebung der Gleitschwelle über die Hubvorrich
tung erfolgt und auch eine Drehung um die Längsachse der
Hubvorrichtung erfolgen kann, laufen alle vier Räder paral
lel zueinander. Durch diese parallele Anordnung aller Räder
bzw. Walzen können bei einer Verschiebung der Gleitschwelle
schräg zu dessen Längsrichtung keine Probleme in bezug auf
die etwaige Verdrehung von Einzelrädern auftreten. Dennoch
gewährleistet die kompakte Bauweise eine stabile und wackel
freie Abstützung sowie eine einfache Verschiebemöglichkeit
auch winklig zu der Längsachse der Gleitschwelle.
Claims (10)
1. Fahrwerk für eine aus Fertigteilen zusammengesetzte,
verschiebbare Schutzplankeneinrichtung mit einer unter- und
innerhalb von deren Seitenwänden befestigbaren
Tragvorrichtung mit mindestens zwei Rädern, Walzen
o. dgl. und einer Hubvorrichtung, dadurch gekennzeich
net, daß die Längsachse der Hubvorrichtung als
Drehachse für das Fahrwerk ausgebildet ist und die Rä
der o. dgl. nur um feste, lotrechte Wellen o. dgl. dreh
bar sind.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hubvorrichtung in einer die Seitenwände unterhalb
von der Stirnwand der Schutzplankeneinrichtung verbin
denden Traverse gehalten ist.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Hubvorrichtung von zwei teleskopierenden
Führungshülsen umgeben ist, deren untere mit lotrecht
verlaufenden Plattenteilen fest verbunden ist, welche
die waagerechten Wellen der Räder o. dgl. tragen.
4. Fahrwerk nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Traverse aus einer waagerecht verlaufenden
Platte besteht, deren Seitenränder entsprechend der
Neigung der Seitenwände der Schutzplankeneinrichtung
abgekröpft sind.
5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeweils zwei Räder o. dgl. paarweise
angeordnet sind und deren Drehachsen symmetrisch zur
Drehachse des Fahrzeugs verlaufen.
6. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Befesti
gung an den Nahtstellen von zwei Fertigteilen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungslöcher der Traverse
denjenigen der Verbindungslaschen der Fertigteile ent
sprechen.
7. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die hydraulischen Verbindungsleitun
gen der Hubvorrichtung oberhalb der Traverse mit letz
terer verbunden sind.
8. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die äußere Führungshülse in Drehrich
tung arretierbar ist.
9. Fahrwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die äußere Führungshülse mindestens zwei lotrechte
Schlitze o. dgl. aufweist, welche durch einen Teilring
schlitz verbunden sind und daß die Schlitze einen an
der inneren Führungshülse befestigten Stift, eine
Schraube o. dgl. aufnehmen.
10. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schutzplankeneinrichtung aus ei
ner Gleitschwelle besteht oder diese aufweist, eintei
lig ausgebildet ist und geradlinig verlaufende Wandab
schnitte aufweist.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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