DE4114982C2 - Vorrichtung zur Federung von Starrachsen von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur Federung von Starrachsen von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Federung
von Starrachsen von Kraftfahrzeugen, insbesondere Wohn
mobilen, bestehend aus einem Blattfederpaket aus mehreren
Blattfedern unterschiedlicher Länge, einer etwa
U-förmigen Federbride, die das Blattfederpaket mittig
seiner Längserstreckung sowie die Fahrzeugachse umfaßt,
und einer daran befestigbaren Jochplatte sowie einem
Herzbolzen, der das Blattfederpaket mittig durchgreift
und mit seinem Ende an der Jochplatte befestigt ist,
während das andere Ende einen Bolzenkopf aufweist, der
sich an der untersten Feder des Blattfederpaketes ab
stützt und passend in einer sacklochartigen Ausnehmung
eines Lagerbocks der Fahrzeugachse oder des Chassis
sitzt.
Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der
US 26 78 819 bekannt. Die Blattfederpakete sind aus
mehreren übereinander liegenden Federblättern
unterschiedlicher Länge zusammengesetzt, die durch die
Federbride zusammengehalten werden. Das längste Blatt
der Blattfeder ist an den Enden eingerollt und kann
so Bolzen zur Lagerung aufnehmen. Üblicherweise ist
auf der einen Seite die Feder von einem Lagerbock
festgehalten, während auf der anderen Seite sich eine
Federlasche befindet, durch welche die Längung der Feder
aufgenommen werden kann. Meist werden halbelliptische
Federn als Längsfedern bei Starrachsen oder auch als
Querfedern verwendet. Bei Längsfedern sind die Enden
eingespannt, wobei die abzufedernden Massen in der Mitte
aufliegen. Bei Querfedern erfolgt die Befestigung in
der Mitte, so daß die freien Enden die Massebewegungen
abfedern können. Insbesondere bei Wohnmobilen besteht
das Bedürfnis, solche Blattfederpakete zu verstärken,
da diese Fahrzeuge häufig mit vielfachen Einbauten
versehen werden, die das Gesamtgewicht des Fahrzeuges
erhöhen und somit die Nutzlast vermindern.
Desweiteren ist aus der GB 944 237 eine Vorrichtung
zur Federung von Starrachsen von Kraftfahrzeugen
bekannt, bei der sich die Federrate bei Vollast dadurch
erhöht, daß zwischen den Lagerbock und der
diesem benachbarten kürzesten Feder des Blattfeder
paketes eine weitere Blattfeder eingesetzt ist,
die gering kürzer als die längste, mit
Federaugen versehene Blattfeder ist, wobei an den
Enden der weiteren Blattfeder zu den anderen
Federn vorragende Distanzklötze angeordnet sind,
deren Höhe etwa gleich der Dicke der Federlagen
ist, die kürzer als die weitere Blattfeder
gemessen zwischen den Distanzklötzen sind.
Hierdurch ergibt sich eine höhere Belastbarkeit.
Ausgehend von dem eingangs bezeichneten Stand der Technik
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, mittels
derer in einfacher Weise eine nachträgliche Verstärkung
des Blattfederpaketes erfolgen kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor,
daß zwischen den Lagerbock und der diesem benachbarten
kürzesten Feder des Blattfederpaketes eine weitere Blatt
feder eingesetzt ist, die gering kürzer als die längste,
mit Federaugen versehene Blattfeder ist, daß an den
Enden der weiteren Blattfeder zu den anderen Federn
vorragende Distanzklötze angeordnet sind, deren Höhe
mindestens etwa gleich der Dicke der Federlagen ist,
die kürzer als die weitere Blattfeder - gemessen zwischen
den Distanzklötzen - sind, die weitere Blattfeder eine
Mittellochung aufweist, die mindestens etwa gleichen
Durchmesser wie die sacklochartige Ausnehmung des
Lagerbocks besitzt, daß die Dicke der Blattfeder im
Bereich der Mittellochung größer als die Höhe des
Bolzenkopf es ist und daß ein zylindrischer Zusatzbolzen
in die Mittellochung eingesetzt ist, der sich teils
in die Mittellochung bis zur Anlage an die Stirnfläche
des Bolzenkopfes und teils in die sacklochartige
Ausnehmung bis zum Boden des Sackloches erstreckt.
Durch den Einsatz dieser zusätzlichen Blattfeder wird
erreicht, daß einerseits die Federung relativ weich
bleibt, was für den Fahrkomfort vorteilhaft ist, da
die zusätzliche Blattfeder bei geringer Beladung des
Fahrzeuges nicht oder nur in Ausnahmefällen zur Wirkung
kommt. Bei entsprechenden Lastfällen legen sich die
Enden der weiteren Blattfeder mittels der Distanzklötze
an der längsten oder einer der längeren der Federn des
Blattfederpaketes an, so daß dann die Federkraft der
weiteren Blattfeder zusätzlich zur Wirkung kommt. Der
Einbau einer solchen zusätzlichen Blattfeder ist äußerst
einfach in der Weise durchzuführen, daß das Federpaket
der Blattfeder entlastet wird und in die Federbride
zwischen der kürzesten Feder und den Lagerbock die
weitere Blattfeder eingeschoben wird. Die Blattfeder
kann geeignete Ausnehmungen und Vorsprünge (angeformt
oder zusätzlich daran befestigt) aufweisen, mittels
derer es möglich ist, einerseits den Bolzenkopf des
Herzbolzens eintauchen zu lassen und andererseits eine
Verriegelung mit dem Lagerbock zu schaffen, indem in
dessen sacklochartige Ausnehmung ein entsprechendes
Bestandteil der zusätzlichen Blattfeder eingreift. Auf
diese Weise ist eine Längsverschiebung der weiteren
Blattfeder relativ zu dem Federpaket unterbunden. Falls
die serienmäßige Federbride hinsichtlich ihrer Schenkel
bemessung nicht ausreicht, um das so in der Bauhöhe
vergrößerte Federpaket zu umfassen, kann die Federbride
durch eine Federbride ersetzt werden, die entsprechend
längere Schenkel aufweist.
Bei dieser Ausbildung ist es zudem möglich, ohne den
serienmäßig vorhandenen Herzbolzen zu lösen oder zu
entfernen bzw. durch einen längeren zu ersetzen, die
Anordnung der zusätzlichen weiteren Blattfeder vorzu
nehmen, wobei mit der weiteren Blattfeder der zylin
drische Zusatzbolzen eingesetzt wird, der in der
Montageendposition teilweise in der Mittellochung der
weiteren Blattfeder und teilweise in der
sacklochartigen Ausnehmung des Lagerbockes sitzt. Die
Teile sind weitestgehend paßgenau aufeinander
abgestimmt, um ein Bewegungsspiel zu vermeiden, welches
zu einem schnellen Verschleiß der Teile führen könnte.
Um einen Toleranzausgleich in axialer Längsrichtung
des Zusatzbolzens zu erreichen, wird vorgeschlagen,
daß der Zusatzbolzen ein in axialer Richtung wirkendes
Federelement umfaßt.
Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß das
Federelement sich an dem Zusatzbolzen und der sackloch
artigen Ausnehmung abstützend angeordnet ist.
Alternativ kann vorgesehen sein, daß anstelle der
Distanzklötze oder in Kombination mit diesen an der
weiteren Blattfeder Verkröpfungen ausgebildet sind,
die zu den anderen Federn vorragen.
Durch diese Verkröpfungen wird die gleiche Wirkung
erreicht, wie sie in Zusammenhang mit Anspruch 1 be
schrieben ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 die wesentlichen Einzelheiten der Vorrichtung
in Ansicht;
Fig. 2 eine Einzelheit in vergrößerter Darstellung im
Schnitt gesehen.
Die Vorrichtung zur Federung von Starrachsen von vorzugs
weise Wohnmobilen besteht aus einem Blattfederpaket
1, einer etwa U-förmigen Federbride (in der Zeichnung
nicht dargestellt), die das Blattfederpaket 1 mittig
seiner Längserstreckung sowie die Fahrzeugachse 2 um
faßt und sowie einer an der Federbride befestigbaren
Jochplatte (in der Zeichnung nicht dargestellt). Das
Blattfederpaket 1 ist von einem Herzbolzen 3 mittig
durchgriffen, wozu die Blattfedern des Blattfeder
paketes 1 entsprechende Lochungen aufweisen. Mit seinem
einen, in der Zeichnung oberen Ende kann der Herzbolzen
3 mittels einer Mutter 4 an der Jochplatte befestigt
werden, während das andere, in der Zeichnung untere
Ende einen Bolzenkopf 5 mit kreisrundem Querschnitt
aufweist. Dieser Bolzenkopf 5 stützt sich an der
untersten Feder 6 des Blattfederpaketes 1 ab und sitzt
in der Montagesollposition passend in einer sackloch
artigen Ausnehmung 7 eines Lagerbocks 8, der an der
Fahrzeugachse angeschweißt ist. Zwischen den Lagerbock
8 und der diesem benachbarten kürzesten Feder 6 des
Blattfederpaketes 1 ist eine weitere Blattfeder 9
eingesetzt, die gering kürzer als die längste, mit
Federaugen 10 versehene Blattfeder 11 ist. An den Enden
der weiteren Blattfeder 9 (gegebenenfalls auch mit
Abstand von diesen Enden) sind zu den anderen Federn
des Blattfederpaketes 1 vorragende Distanzklötze 12
angeordnet (lösbar befestigt oder auch unlösbar
befestigt), deren Höhe mindestens etwa gleich der Dicke
der Federlagen ist, die kürzer als die weitere Blattfeder
9 gemessen zwischen den Distanzklötzen 12 sind. Die
weitere Blattfeder 9 weist zudem eine Mittellochung
13 auf, die gleichen Durchmesser wie die sacklochartige
Ausnehmung 7 des Lagerbocks 8 besitzt. Die Dicke der
Blattfeder 9 im Bereich 14, in welchem auch die
Mittellochung 13 angeordnet ist, ist größer als die
Höhe des Bolzenkopfes 5. In die Mittellochung 13 ist
ein zylindrischer Zusatzbolzen 15 (kreisrunden
Querschnitts) eingesetzt, der sich, wie insbesondere
aus Fig. 2 ersichtlich ist, teils in die Mittellochung 13
bis zur Anlage an die Stirnfläche des Bolzenkopfes
5 und teils in die sacklochartige Ausnehmung 7 bis zum
Boden des Sackloches erstreckt. Um einen
Toleranzausgleich zu erreichen, kann der Zusatzbolzen
15 ein in axialer Richtung wirkendes Federelement
umfassen, welches sich zwischen dem Bolzen 15 und dem
Boden der sacklochartigen Ausnehmung 7 abstützt. Nach
erfolgter Montage der zusätzlichen Blattfeder 9 und
ordnungsgemäßer Anordnung des Zusatzbolzens 15 ist die
weitere Blattfeder 9 lagerichtig und ordnungsgemäß
gehalten (einerseits durch die Federbride in der
Zeichnung nicht dargestellt, andererseits durch den
Zusatzbolzen 15), wobei ein weiches Ansprechen der Blatt
feder weiterhin gewährleistet ist und die weitere Blatt
feder 9 nur dann in Wirkungseingriff kommt, wenn eine
entsprechende Belastung des Blattfederpaketes 1 statt
findet, so daß sich die weitere Blattfeder 9 über die
Distanzklötze 12 an beispielsweise der Blattfeder 16
des Blattfederpaketes 1 abstützt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Federung von Starrachsen von Kraft
fahrzeugen, insbesondere Wohnmobilen, bestehend aus
einem Blattfederpaket aus mehreren Blattfedern unter
schiedlicher Länge, einer etwa U-förmigen Federbride,
die das Blattfederpaket mittig seiner Längserstreckung
sowie die Fahrzeugachse umfaßt, und einer daran be
festigten Jochplatte sowie einem Herzbolzen, der
das Blattfederpaket mittig durchgreift und mit seinem
einen Ende an der Jochplatte befestigt ist, während
das andere Ende einen Bolzenkopf aufweist, der sich
an der untersten Feder des Blattfederpaketes abstützt
und passend in einer sacklochartigen Ausnehmung eines
Lagerbocks der Fahrzeugachse oder des Chassis sitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Lagerbock (8) und der diesem benachbarten kürzesten Feder (6) des Blattfederpaketes (1) eine weitere Blattfeder (9) eingesetzt ist, die gering kürzer als die längste, mit Federaugen (10) versehene Blattfeder (11) ist, daß an den Enden der weiteren Blattfeder (9) zu den anderen Federn vorragende Distanzklötze (12) ange ordnet sind, deren Höhe mindestens etwa gleich der Dicke der Federlagen ist, die kürzer als die weitere Blattfeder (9) - gemessen zwischen den Distanzklötzen (12) - sind,
daß die weitere Blattfeder (9) eine Mittellochung (13) aufweist, die mindestens etwa gleichen Durch messer wie die sacklochartige Ausnehmung (7) des Lagerbocks (8) besitzt, daß die Dicke der Blatt feder (9) im Bereich (14) der Mittellochung (13) größer als die Höhe des Bolzenkopfes (5) ist und daß ein zylindrischer Zusatzbolzen (15) in die Mittellochung (13) eingesetzt ist, der sich teils in die Mittellochung (13) bis zur Anlage an die Stirnfläche des Bolzenkopfes (5) und teils in die sacklochartige Ausnehmung (7) bis zum Boden des Sackloches erstreckt.
daß zwischen den Lagerbock (8) und der diesem benachbarten kürzesten Feder (6) des Blattfederpaketes (1) eine weitere Blattfeder (9) eingesetzt ist, die gering kürzer als die längste, mit Federaugen (10) versehene Blattfeder (11) ist, daß an den Enden der weiteren Blattfeder (9) zu den anderen Federn vorragende Distanzklötze (12) ange ordnet sind, deren Höhe mindestens etwa gleich der Dicke der Federlagen ist, die kürzer als die weitere Blattfeder (9) - gemessen zwischen den Distanzklötzen (12) - sind,
daß die weitere Blattfeder (9) eine Mittellochung (13) aufweist, die mindestens etwa gleichen Durch messer wie die sacklochartige Ausnehmung (7) des Lagerbocks (8) besitzt, daß die Dicke der Blatt feder (9) im Bereich (14) der Mittellochung (13) größer als die Höhe des Bolzenkopfes (5) ist und daß ein zylindrischer Zusatzbolzen (15) in die Mittellochung (13) eingesetzt ist, der sich teils in die Mittellochung (13) bis zur Anlage an die Stirnfläche des Bolzenkopfes (5) und teils in die sacklochartige Ausnehmung (7) bis zum Boden des Sackloches erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatzbolzen (15) ein in axialer Richtung
wirkendes Federelement umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement sich an dem Zusatzbolzen (15)
und der sacklochartigen Ausnehmung (7) abstützend
angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß anstelle der Distanzklötze (12)
oder in Kombination mit diesen an der weiteren Blatt
feder (9) Verkröpfungen ausgebildet sind, die zu
den anderen Federn vorragen.
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