DE4038450A1 - Werkzeughalter fuer nc-drehmaschinen - Google Patents
Werkzeughalter fuer nc-drehmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Werkzeughalter für NC-
Drehmaschinen oder CNC-Drehmaschinen, mit den im Ober
begriff des Patentanspruchs 1 genannten, gattungsbe
stimmenden Merkmalen.
Derartige Werkzeughalter sind bekannt und werden bei
spielsweise von den Firmen WNT NC-Technik GmbH & Co.KG,
Untergassen 5, Sulzberg hergestellt und vertrieben
(Prospekt 4/89 Seite 76).
Ähnliche Werkzeughalter werden von der Firma EWS Werk
zeugfabrik G. und K. Wägele GmbH & Co.KG D-7316 Köngen
hergestellt und vertrieben (Katalog 10.88, Seite 1.12,
gültig ab 2.4.1990).
Werkzeughalter dieser Art werden benötigt, um z. B.
Dreh-, Stech- und/oder Ausdreh-Werkzeuge an einem
Support sicher zu halten, der zum Zweck der Bearbeitung
eines sich drehenden Werkstückes in zwei zueinander
rechtwinkligen Koordinatenrichtungen verfahrbar am
Maschinengestell angeordnet ist. Da es je nach der Art
der Bearbeitung erwünscht sein kann, die Werkzeuganord
nung bezüglich des Werkstückes so zu wählen, daß das
Werkzeug die Spindel bzw. das an dieser drehbar befe
stigte Werkstück "linksdrehend" "sieht" oder "rechts
drehend", sollten solche Werkzeughalter natürlich für
beide Drehrichtungen gleichermaßen geeignet sein. Die
dem Stand der Technik entsprechenden Werkzeughalter
sind hingegen so ausgebildet, daß für die verschiedenen
möglichen Drehrichtungen des Werkstückes, gesehen vom
Support aus, auch verschiedene Werkzeughalter benötigt
werden. Zwar sind Einstellmöglichkeiten vorhanden,
mittels derer die Vertikalposition des Werkzeuges ein
stellbar ist, jedoch ist es nicht einfach möglich, den
Werkzeughalter gleichsam um 180° zu drehen und das
Werkzeug mit der erforderlichen Orientierung umzuspan
nen, da dann die Abstützung gegen das Drehmoment nicht
hinreichend sicher gewährleistet ist.
Die Folge hiervon ist, daß praktisch für jede Werkzeug
größe und auch für jede Drehrichtung des zu bearbeiten
den Werkstückes sowohl ein eigener "Grundhalter" erfor
derlich ist, der an dem Support festgelegt wird als
auch ein eigener Wechselhalter, der sehr genau an die
Dimensionen des Werkzeuges anzupassen ist. Es wird
daher eine Vielzahl von Halter-Elementen benötigt, die
teuer sind und auch Lager- bzw. Magazinraum im Bereich
der Maschine erfordern, um zweckentsprechend einsetzbar
zu sein. Dieser erhebliche Aufwand wird deshalb hinge
nommen, weil die bekannten Grund- und Wechselhalter,
die über Schwalbenschwanz-Führungselemente in wechsel
seitigen Eingriff miteinander stehen und durch Klemm
schrauben in diesen Führungs- und Halterungselementen
fixierbar sind, relativ volominös bauen, so daß es durch
aus sinnvoll ist, die Baugrößen von Grund- und Wechsel
halter auch derjenigen der Werkzeuge anzupassen, um ein
optimales Verhältnis zwischen Stabilität und Volumen zu
erreichen. Dies auch deshalb, da mit einer z. B. aus
einer Beschädigung des Werkzeuges resultierenden Be
schädigung des Werkzeughalters auch nur ein entspre
chend geringer "Verlust" verknüpft sein soll.
Der mit dem Gebrauch der bekannten Werkzeughalter ver
knüpfte technische und finanzielle Aufwand ist als
erheblicher Nachteil anzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Werkzeughalter
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern,
daß er bei gleichwohl raumsparendem Aufbau für eine
Vielzahl von Werkzeugen unterschiedlicher Größe geeignet
ist und einer preisgünstigen Fertigung zugänglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die hiernach vorgesehene Fixierung des Wechsel
halters an dem Grundhalter mittels eines in einer radia
len Durchgangsbohrung des Grundhalters gleitend verschieb
bar angeordneten Verankerungsbolzens, der mit mindestens
zwei Gewinden versehen ist, in die Spannschrauben ein
schraubbar sind, mittels derer der Wechselhalter an
eine Stirnfläche des Grundhalters anpreßbar ist, wobei
diese Spannschrauben durch einen Radialschlitz des
Grundhalters hindurchtreten können, der zu der Anlage
fläche hin offen ist und in die Durchgangsbohrung mün
dend angeordnet ist, wobei die lichte Weite dieses
Schlitzes etwa 1/3 bis 1/2 des lichten Durchmessers der
Verankerungsbohrung beträgt, ist auf einfache Weise
eine sehr sichere Fixierung des Wechselhalters im Grund
halter möglich, wobei die zur Fixierung erforderlichen
Elemente, nämlich die radiale Durchgangsbohrung des
Grundhalters und der mit Gewinden versehene Ankerbolzen
mit einfachsten Mitteln hergestellt werden können. Der
erfindungsgemäße Werkzeughalter ist daher sehr preis
günstig herstellbar. Da der Grundhalter in einer im
wesentlichen ebenen, zumindest abschnittsweise ebenen
Stirnfläche versehen ist, an die der Wechselhalter zu
seiner Fixierung lediglich angepreßt werden muß, mithin
also nicht eine spezifische Gestaltung des Grundhalters
im Sinne einer Anpassung an einen speziellen Wechsel
halter erforderlich ist, ist der Grundhalter des er
findungsgemäßen Werkzeughalters gleichsam "nur einmal"
erforderlich, um in Kombination mit verschiedenen
Wechselhaltern benutzbar zu sein. Die Lagerhaltung ist
somit wesentlich vereinfacht, da Wechselhalter ledig
lich entsprechend der Typen der verwendeten Werkzeuge
auf Lager gehalten werden müssen, die aber sämtlich mit
einem einzigen Grundhalter kombinierbar sind.
In bevorzugter Gestaltung des erfindungsgemäßen Werk
zeughalters ist dessen Grundhalter mit einer zentralen
Bohrung versehen, die koaxial mit der Achse seines
Befestigungsschaftes angeordnet ist. In diese Bohrung
können dann ohne weiteres konventionellen Bohrerhaltern
entsprechende Halter eingesetzt werden, die zweckmäßi
gerweise mit einem radialen Flansch versehen sind, der
seinerseits mit Bohrungen versehen ist, durch die Spann
schrauben hindurchführbar sind, die in stirnseitige
Gewinde des Grundhalters einschraubbar sind, so daß
solche Wechselhalter gegebenenfalls auf konventionelle
Weise auch an dem Grundhalter befestigbar sind. In
konsequenter Verfolgung des Erfindungsgedankens können
jedoch auch solche Wechselhalter für sich in axialer
Richtung erstreckende Werkzeuge mittels eines durch
eine Radialbohrung des Grundhalters hindurchtretenden
Verankerungsbolzens an dem Grundhalter gehalten.
In bevorzugter Gestaltung des Grundhalters des erfin
dungsgemäßen Werkzeughalters ist dieser mit in seit
lichem Abstand von der zentralen Achse seines Befesti
gungsschaftes bzw. von einer gegebenenfalls vorhandenen
zentralen Bohrung für die Aufnahme von axialen Werkzeug
haltern mit Anschlußbohrungen für Kühlmittel versehen,
was bei dem erfindungsgemäßen Werkzeughalter ohne wei
teres möglich ist, da der Raumbedarf für die Veranke
rungsbolzen und -schrauben relativ gering ist und gleich
sam nur einen schmalen Streifen im Bereich einer die
zentrale Schaftachse enthaltenden Radialebene des Werk
zeughalters einnimmt.
Der vorgenannten Gestaltung des Grundhalters entspre
chend ist in bevorzugter Ausgestaltung des Werkzeug
halters auch dessen Wechselhalter mit Kühlmittelkanälen
versehen, die je eine zum Werkzeug hin offene Mündungs
öffnung haben, über die Kühlmittel auf das Werkzeug
gespritzt werden kann, wobei diese Mündungsöffnungen so
angeordnet sind, daß, je nach dem, mit welchem Drehsinn
- links- oder rechtsdrehend - mit dem das Werkstück
rotierend angetrieben ist und demgemäß auch das Werk
zeug mit jeweils 180° verschiedender Orientierungen am
Werkzeughalter angeordnet ist, die eine oder die andere
Mündungsöffnung für das Aufsprühen von Kühlmittel auf
das Werkzeug ausgenutzt wird, während die anderer,
zweckmäßigerweise mittels eines geeigneten Stopfens,
verschlossen wird.
Dieser Benutzungsweise des Werkzeughalters dient auch
die gemäß Anspruch 5 vorgesehene, einfache - symmetri
sche - Gestaltung des Wechselhalters.
Mit der gemäß Anspruch 6 vorgesehenen Gestaltung des
Befestigungsschaftes des Grundhalters ist der Werkzeug
halter auch mit einer von einer "horizontalen" Orien
tierung des Werkzeuges bezüglich der Drehachse des
Werkstückes beliebig abweichenden Orientierung am Werk
zeugträger bzw. Support festlegbar.
Der erfindungsgemäße Werkzeughalter ist aufgrund seiner
geometrisch einfachen Gestaltung mit entsprechend ein
fachen Arbeitsgängen und Werkzeugen billig herstellbar.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Werkzeughalter in seiner
Gebrauchslage an einem als Revolver ausgebilde
ten Werkzeugträger;
Fig. 2 den Grundhalter des Werkzeughalters gemäß Fig.
1 in einer der Perspektive der Darstellung der
Fig. 1 entsprechenden Darstellung und
Fig. 3 der Werkzeughalter gemäß Fig. 1, im Schnitt
längs seiner Symmetrieebene.
Der in der Fig. 1, auf deren Einzelheiten ausdrücklich
verwiesen sei, dargestellte, insgesamt mit 10 bezeich
nete Werkzeughalter ist in seiner Gebrauchslage an
einem Werkzeugträger 11 dargestellt, in der er für eine
außenseitige Drehbearbeitung eines - nicht dargestell
ten - Werkstückes benutzt wird, das um eine Achse 12,
welche parallel zu einer zentralen Längsachse 13 des
Werkzeughalters 10 verläuft, schnell rotierend antreib
bar ist. Zum Zweck der Erläuterung, d. h. ohne Beschrän
kung der Allgemeinheit, sei angenommen, daß der Werk
zeughalter 10 im Rahmen einer CNC-gesteuerten Drehma
schine verwendet wird, mit der außer der dargestellten
Benutzungsart des Werkzeughalters 10 als Träger für ein
Radialwerkzeug auch noch weitere Werkzeughalter vorge
sehen sein können, die für andere Bearbeitungsarten
geeignete Werkzeuge betragen.
Der dargestellte Werkzeughalter 10 ist demgemäß für
eine Queraufnahme des insgesamt mit 14 bezeichneten
Drehstahls ausgelegt, der, der dargestellten Anordnung
nach, für eine "rechtsdrehende" Bearbeitung des Werk
stückes ausgelegt ist, d. h. einer Bearbeitung bei der
sich das Werkstück in dem durch den Pfeil 16 repräsen
tierten, Drehsinn dreht, von der Antriebsseite der
Werkzeugspindel her gesehen also im Uhrzeigersinn.
Der Werkzeughalter 10 besteht aus einem insgesamt mit
17 bezeichneten Grundhalter, der anhand der Fig. 2,
auf deren Einzelheiten ebenfalls verwiesen sei, nach
folgend noch näher erläutert wird, sowie einem das
Werkzeug 14 tragenden Wechselhalter 18, der erforder
lichenfalls gegen einen anderen, analogen Wechselhalter
18 austauschbar an dem Grundhalter 17 lösbar fest an
setzbar ist.
Der Grundhalter 17 ist, seiner Grundform nach als ein
massives, zylindrisch-blockförmiges Teil ausgebildet,
das mittels eines sich entlang der zentralen Achse 13
des Grundhalters 17 erstreckenden Norm-Schaftes 19, der
mit einer rechtwinklig zu der zentralen Achse 13 ver
laufenden Geradzahnung versehen ist, an dem Werkzeug
träger 11 in für sich bekannter Weise befestigbar ist.
Der Grundhalter 17, der in einer typischen Dimensio
nierung einen radialen Durchmesser zwischen 50 und 60
mm und eine axiale Dicke zwischen 25 mm und 35 mm hat,
ist mit einer durchgehenden, sich zwischen zwei parallel
zueinander verlaufenden, ebenen, abgeflachten Bereichen
21 und 22 des Außenmantels des Grundhalterkörpers 23
erstreckenden, Bohrung 24 versehen, deren zentrale
Achse 26 rechtwinklig zu der zentralen Längsachse 13
des Grundhalters verläuft und diese im Zentrum des
Grundhalters 17 schneidet, wobei die zentrale Bohrungs
achse 26 in der ihrerseits rechtwinklig zu der zentra
len Längsachse 13 verlaufenden Quermittelebene 27 des
Grundhalterkörpers 23 verläuft und die Bohrung 24 einen
Durchmesser hat, der etwa 1/3 der axialen Dicke des
Grundhalterkörpers 23 entspricht.
Die dem Wechselhalter 18 des Werkzeughalters 10 zuge
wandte Stirnfläche 28 des Grundhalterkörpers 23 ist
beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel als
ebene Fläche ausgebildet. An dieser Stirnseite kann
jedoch auch eine parallel zur zentralen Längsachse 26
der Bohrung 24 orientierte Kerb-Verzahnung vorgesehen
sein, mit der eine entsprechende Zahnung des Wechsel
halters 18 in Eingriff stehen kann, um eine sichere
Fixierung dieser beiden Halterelemente 17 und 18 gegen
seitliche Verrrückungen zu erzielen.
Der Grundhalter 17 ist an seiner dem Wechselhalter 18
zugewandten Seite mit einem zwischen der Bohrung 24 und
der freien Außenseite des Grundhalters 17 vermitteln
den, sich über deren gesamte axiale Länge bzw. Dicke
des Grundhalterkörpers 23 erstreckenden Schlitz 29
versehen, der symmetrisch bezüglich der die zentrale
Längsachse 26 der Bohrung 24 und die zentrale Längs
achse 13 des Grundhalters 17 enthaltenden Längsmittel
ebene desselben ausgebildet ist, zu der auch, gesehen
in der Darstellung der Fig. 1, der Wechselhalter 18
symmetrisch ausgebildet ist.
Der Wechselhalter 18, der insgesamt die Form eines
massiv ausgebildeten, in Richtung der zentralen Längs
achse 13 gesehen, nach außen offenen U-Profilstückes
hat, ist im Bereich seiner Längsschenkel 31 und 32, die
mit einem massiven Jochteil 33 des Wechselhalters 18
verbunden sind, mit Bohrungen 36 und 37 versehen, deren
zentrale Achsen 34 bzw. 38, gesehen in der dargestell
ten Gebrauchslage, in welcher der Wechselhalter mit
seiner äußeren Jochfläche an die Stirnfläche 28 des
Grundhalters 17 angepreßt ist, parallel zu der zentra
len Längsachse 13 des Werkzeughalters 10 verlaufen. In
diese Bohrungen 36 und 37 ist, wie im einzelnen der
Fig. 3, auf deren Einzelheiten nunmehr ergänzend ver
wiesen sei, entnehmbar, jeweils eine Verankerungsschrau
be 48 bzw. 48 mit einem entweder an einer Innenschulter
51 der jeweiligen Bohrung 36 bzw. 37 oder auf der äuße
ren freien Endstirnfläche des jeweiligen Längsschenkels
31 bzw. 32 abstützbaren Schraubenkopf 52 einführbar,
deren Gewindebolzen 53 in je ein Gewinde 54 bzw. 56
eines Verankerungsbolzens 39 einschraubbar sind, der in
der radialen Bohrung 24 des Grundhalters 17 gleitend
verschiebbar angeordnet ist, d. h. einen Durchmesser
hat, der geringfügig kleiner ist als der lichte Durch
messer dieser Bohrung 24, wie es für eine leichtgängige
Verschiebbarkeit des Verankerungsbolzens 39 in der
Bohrung 24 erforderlich ist, und in Verbindung mit den
Verankerungsschrauben 48 und 49 ein Zugankerglied bil
det, mittels dessen der Wechselhalter 18 an dem Grund
halter 17 fest verankerbar ist.
Wenn die Verankerungsschrauben 48 und 49, die mit den
Gewinden 54 und 56 des Verankerungsbolzens 39 in Ein
griff bringbar sind, geringfügig gelockert werden, so
ist der Wechselhalter 18 - zur Einstellung einer er
wünschten Verrückung gegenüber einer die Drehachse 12
des Werkstückes enthaltenden horizontalen Ebene auf
einfache Weise justierbar. Eine diesbezüglich an dem
Wechselhalter 18 vorgesehene, nicht dargestellt, Stell
schraube kann mit dem in der Fig. 2 dargestellten
Schlitz 41 mit einem radialen Flansch in Eingriff ste
hend realisiert sein. Da die zur Verankerung des Wechsel
halters 18 am Grundhalter 17 erforderlichen Veranke
rungs-Elemente nur einen relativ geringen Raumbedarf im
Bereich der die zentralen Achsen 13 und 26 enthaltenden
Mittelebene einnehmen, bleibt beidseits derselben an
dem Grundhalter 17 genügend Fleisch, um in diesen Be
reichen einen Kühlmittelkanal 42 unterzubringen, über
den von der Werkzeughalterseite her Kühlmittel durch
den Grundhalter 17 zum Wechselhalter 18 und gegebenen
falls zum Werkzeug 14 gebracht werden kann, wobei dies
bezüglich geeignete Kühlmittel-Austrittsöffnungen des
Wechselhalters 18 mit 43 bezeichnet sind. Außerdem
können in diesem Bereich "außerhalb" der Verankerungs
einrichtung auch als Sackbohrungen ausgebildete Gewin
debohrungen 44 untergebracht werden, in die zur Veran
kerung auch anderer z. B. konventionell gestalteter Wech
selhalter geeignete Schrauben eingeschraubt werden
können, so daß der Grundhalter 17 auch in Kombination
mit solchen benutzbar ist. Wenn diese Art der Befesti
gung ausgenutzt wird, so ist es zweckmäßig, wenn die
wechselhalterseitigen Öffnungen, durch die die Halte
schrauben hindurchtreten, als Langlöcher ausgebildet
sind, um eine hinreichende Verstellmöglichkeit parallel
zur zentralen Längsachse 26 der Bohrung 24 des Grund
halters 17 zu erreichen.
Der Wechselhalter 18 ist auch symmetrisch zu seiner
zwischen den Längsschenkeln 31 und 32 und parallel zu
diesen verlaufenden Längsmittelebene ausgebildet. Da
durch ist der Werkzeughalter 10 auch für eine Benut
zung bei linksdrehend d. h. in Richtung des Pfeils 16′
orientiertem Antrieb des Werkstückes benutzbar, in
welchem Falle der Drehstahl 14 "umgedreht" werden muß,
d. h. mit gemäß der Darstellung der Fig. 1 "nach unten"
weisender Schneidkante 46 gegen den oberen Längsschen
kel 31 des Wechselhalters 18 verspannt werden muß. Zu
diesem Zweck ist der Wechselhalter 18 an beiden Längs
schenkeln 31 und 32 mit Stufenbohrungen für die Auf
nahme von Spannschrauben sowie mit Halteschrauben für
die Klemmleiste 47 versehen, die zwischen einer links
drehenden Bearbeitung dem gemäß der Darstellung unteren
Längsschenkel 32 und dem Werkzeug 14 angeordnet wird.
Während bei rechtsdrehender Bearbeitung des Werkstückes,
die gemäß der Darstellung "obere" Kühlbohrung 43 zur
Zuführung von Kühlflüssigkeit auf die Schneidkante 46
ausgenutzt und demgemäß die untere Kühlbohrung 43 ver
schlossen gehalten wird, ist dies natürlich bei links
drehender Bearbeitung umgekehrt.
Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist der Grund
halter 17 auch mit einer von seiner Stirnseite 28 her
eingebrachten, zentralen, mit seiner zentralen Längsachse
13 koaxialen Sackbohrung 57 versehen, deren Durchmesser
zwischen 1/3 und 2/5 des Durchmessers des - flansch
förmigen - Grundhalterkörpers 23 beträgt. Diese Sack
bohrung 27 ist zu einer gut zentrierten Halterung von
Spannzangen für Bohrwerkzeuge oder Stichwerkzeuge be
nutzbar, so daß auch insoweit eine universelle Verwen
dung des Grundhalters 17 gegeben ist.
Claims (6)
1. Werkzeughalter für die Aufnahme von Werkzeugen
mittels derer auf einer NC- oder CNC-Drehmaschine
rotierend angetriebene Werkstücke bearbeitbar
sind, relativ zu welchen das jeweilige Werkzeug
mittels eines Supports radial und/oder parallel
zur Drehachse des Werkstückes gesteuert verfahrbar
ist, mit einem als massiv-flanschförmiger Block
ausgebildeten, mittels eines Befestigungsschaftes
an einem Werkzeugträger des Supports der Drehma
schine lösbar festlegbaren Grundhalter, sowie
einem an diesem lösbar festlegbaren Wechselhalter,
an dem ebenfalls lösbar befestigbar das jeweilige
Werkzeug, - ein Dreh- oder Ausdrehstahl, ein Stech
werkzeug oder gegebenenfalls ein Bohrwerkzeug -
angeordnet ist, wobei zur Fixierung des Wechsel
halters am Grundhalter eine Spanneinrichtung vor
gesehen ist, mittels derer der Wechselhalter mit
einer Anlagefläche in großflächige Anlage mit
einer rechtwinklig zur zentralen Achse des Befesti
gungsschaftes des Grundhalters orientierten End
stirnfläche desselben anpreßbar und dadurch am
Grundhalter fixierbar ist,
gekennzeichnet durch die folgen
den Merkmale:
- a) der flanschförmige Grundhalterkörper (23) ist mit einer radial durchgehenden Bohrung (24) versehen, deren zentrale Längsachse (26) recht winklig zur zentralen Längsachse (13) des Grund halters (17) verläuft und diese im Zentrum des Grundhalters (17) schneidet;
- b) der Grundhalter (17, 23) ist an seiner zum Wech selhalter (18) hin weisenden Seite mit einem zu diesem hin offenen Schlitz (29) versehen, der sich über die gesamte Länge der Bohrung (24) erstreckt und in diese mündet;
- c) in die Bohrung (24) des Grundhalters (17) ist ein Verankerungsbolzen (39) einführbar, dessen Durchmesser, abgesehen von einem kleinen Minder maß, das für die leichtgängige Verschiebbarkeit des Bolzens (39) in der Bohrung (24) erforder lich ist, dem Durchmesser der Bohrung (24) entspricht, und
- d) der Verankerungsbolzen (39) ist mit in axialem Abstand voneinander angeordneten, rechtwinklig zu seiner zentralen Achse (26) und parallel zueinander verlaufenden Gewindebohrungen ver sehen, in die zwischen den Schlitzwangen des Schlitzes (29) hindurchtretende Zugankerschrau ben einschraubbar sind, die mit je einem Ver ankerungskopf an einer der Anlage-Stirnfläche (28) des Grundhalters (17) abgewandten Stütz fläche des Wechselhalters (18) abstützbar sind.
2. Werkzeughalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Grundhalter (17) mit einer zu seiner freien
Stirnseite (28) hin offenen, mit seiner zentralen
Längsachse (13) koaxialen Sackbohrung versehen
ist, in die/der ein Vorsatz für ein Stech- oder
Bohrwerkzeug einsteckbar/verankerbar ist.
3. Werkzeughalter nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
seitlich von der radialen Bohrung (29) und gegebe
nenfalls der axialen Sackbohrung des Grundhalters
(17) mindestens eine weitere axiale Durchgangsboh
rung (42) als Kühlmittel-Zuführungskanal und/oder
Gewindebohrungen (44) für die Befestigung des
Wechselhalters (18) an der Stirnseite (28) des
Grundhalters (17) vorgesehen ist/sind.
4. Werkzeughalter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Wechselhalter (18) mindestens ein Kühlmittel
kanal mit einer zum Werkzeug (14) hin offenen
Mündungsöffnung (43) vorgesehen ist, welcher in
der am Grundhalter (17) fixierten Position des
Wechselhalters (18) mit der Kühlmittel führenden
Bohrung (42) des Grundhalters (17) kommuniziert.
5. Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wechselhalter (18) als massiv-blockförmiges U-
Profil ausgebildet ist, das symmetrisch bezüglich
seiner rechtwinklig zu seinem Jochschenkel (33)
verlaufenden Längsmittelebene ausgebildet ist und
an seinen beiden Längsschenkeln (31 und 32) mit
Mitteln zur Halterung einer Klemmleiste (47) ver
sehen ist, durch deren Anpressung an einen kanti
gen, z. B. als Vierkant-Stab ausgebildeten Schaft
des Werkzeuges (14) dieses am Wechselhalter (18)
fixierbar ist.
6. Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Befestigungsschaft (19) des Grundhalters (17)
auf mindestens der Hälfte seines Umfangs und vor
zugsweise auf seinem gesamten Umfang mit zueinander
parallelen Umfangsrillen versehen ist, mit denen
komplementär gestaltete Nutwangen eines am Werk
zeughalter (11) angeordneten, parallel zur Längs
achse (13) des Schafts (19) verschiebbaren und am
Werkzeughalter (11) festlegbaren Verankerungs
teils in Eingriff bringbar sind.
Priority Applications (2)
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|---|---|
| DE (1) | DE4038450A1 (de) |
| WO (1) | WO1992009391A1 (de) |
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1990
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1991
- 1991-12-02 WO PCT/EP1991/002275 patent/WO1992009391A1/de not_active Ceased
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4227268A1 (de) * | 1992-08-18 | 1994-02-24 | Heidelberger Druckmasch Ag | Werkzeughalter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1992009391A1 (de) | 1992-06-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |