DE1602839C3 - Drehmaschine mit einer Einrichtung zur Zentrierverstellung des Werkzeughalters - Google Patents
Drehmaschine mit einer Einrichtung zur Zentrierverstellung des WerkzeughaltersInfo
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- DE1602839C3 DE1602839C3 DE19671602839 DE1602839A DE1602839C3 DE 1602839 C3 DE1602839 C3 DE 1602839C3 DE 19671602839 DE19671602839 DE 19671602839 DE 1602839 A DE1602839 A DE 1602839A DE 1602839 C3 DE1602839 C3 DE 1602839C3
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- 238000010276 construction Methods 0.000 description 8
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Drehmaschine, insbesondere Drehautomat, mit einer Arbeitsspindel, die in
einem Spindelstock drehbar gelagert ist, mit mindestens einem demgegenüber radial mit einem Meißelhalter zur
Arbeitsspindel verschiebbaren Querschlitten und einer Einrichtung zur Zentrierverstellung des in Längsrichtung
verschiebbaren Meißelhalters quer zur Arbeitsspindel.
Es ist bei Drehmaschinen bekannt, am Bettgestell Querschlitten anzubringen, die quer zur Achse der
Arbeitsspindel verschiebbar sind und für Plandreharbeiten und dergleichen einen Meißelhalter haben, in dem
ein Drehmeißel befestigt ist. Um nun den Drehmeißel auf die Mitte der Arbeitsspindel, also zentrisch,
einzustellen, ist eine besondere Hubvorrichtung vongesehen, die einen senkrecht zur Querrichtung verstellbaren
Kolben hat, der den Meißelhalter trägt. Jene Konstruktion ist verhältnismäßig umständlich. Vor
allem ist jedoch die Stabilität des Drehmeißels beim Drehen durch die Art jener Hubvorrichtung herabgesetzt,
so daß jene Bauart für schwere Dreharbeiten nicht ohne weiteres geeignet ist (FR-PS 11 27 450).
Bei einer anderen bekannten Drehmaschine ist auf dem Querschlitten ein bogenförmiges Aufsatzstück
befestigt, auf dem ein Träger um eine Achse parallel zur Arbeitsspindelachse verschwenkbar ist, der den Meißelhalter
mit dem Drehmeißel trägt. Dort ist für die Verschwenkbarkeit eine teure Verzahnung und ein
Schneckenantrieb erforderlich. Außerdem ergibt jene Bauart eine verhältnismäßig instabile Konstruktion für
den Meißelhalter und damit den Drehmeißel (GB-PS 1 06 990).
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, für die Zentriereinstellung eines Drehmeißels an Querschlitten
eine Konstruktion zu schaffen, bei der die Zentriereinstellung unabhängig von der Lage des Meißelhalters
und des Querschlittens ist und so diese Teile einen einfachen und stabilen Aufbau aufweisen können. Diese
Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei der eingangs erwähnten Drehmaschine dadurch gelöst, daß die
Einrichtung zur Zentrierverstellung zwischen Querschlitten und Spindelstock vorgesehen ist. Damit
geschieht die Zentrierverstellung durch Verstellen der ganzen Baueinheit, die aus dem gesamten Querschlitten
einschließlich Meißelhalter und Drehmeißel besteht, und zwar relativ zu dem stationären und stabilen
ίο Spindelstock.
Für eine geradlinige Einstellung ist es vorteilhaft,
wenn die Einrichtung zur Zentrierverstellung in bekannter Weise als Verschiebeträger mit gerader
Schlittenführung ausgebildet ist.
Bei einer Einstellung durch Verschwenken ist es günstig, wenn die Einrichtung zur Zentrierverstellung in
bekannter Weise als Schwenkträger ausgebildet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele, die die als erfinderisch beanspruchten Einzelheiten aufweisen,
dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht auf einen Arbeitsraum eines Drehautomaten, der zwei Paare von Querschlitten
hat, von denen ein Paar durch Verschieben und ein Paar durch Verschwenken zentriereinstellbar ist,
Fig.2 eine Darstellung eines durch Verschieben zentriereinstellbaren Querschlittens zur Veranschaulichung
seiner Einstellmöglichkeit,
F i g. 3 eine Darstellung eines durch Verschwenken zentriereinstellbaren Querschlittens zum Veranschaulichen
des Einrichtens eines nicht abgenutzten Drehmeißels auf Werkstückmitte,
Fig.4 eine Darstellung gemäß Fig.3 mit einem
Drehmeißel, dessen Schneide erheblich abgeschliffen ist.
In Fi g. 1 ist der Arbeitsraum einer als Drehautomat
ausgebildeten Drehmaschine gezeigt. In Vorderansicht ist der mit 10 bezeichnete Spindelstock zu sehen, in
welchem eine Arbeitsspindel 12 drehbar gelagert ist. Im Arbeitsraum sind vier Querschlitten 14, 16, 18, 20
vorgesehen, die erfindungsgemäß derart angeordnet sind, daß sich die Einstellung des betreffenden
Drehmeißels auf Werkstückmitte bewerkstelligen läßt, ohne daß derselbe relativ zum Schlittengehäuse bewegt
wird. In F i g. 1 sind dabei zwei nach der Erfindung mögliche Konstruktionsformen veranschaulicht, wobei
das Querschlittenpaar 14, 16 die eine und das Querschlittenpaar 18,20 die. andere Konstruktionsform
darstellt. In Fig.l ist noch eine als Ganzes mit 22
bezeichnete, um eine Achse 24 in radialer Richtung zur Arbeitsspindel schwenkbare Pinole gezeigt, mit deren
Hilfe sich Längsbearbeitungsbewegungen ausführen lassen. Des weiteren sei erwähnt, daß sich sämtliche
Querschlitten in ihrer konstruktiven Ausführung gleichen und sich lediglich in ihrer Anordnung voneinander
unterscheiden. Jeder der Querschlitten weist ein einen Zylinder bildendes Schlittengehäuse 26 auf, in dem ein
nicht näher dargestellter, druckmediumgesteuerter Kolben geführt ist, dessen Kolbenstange 28 zur
Aufnahme des als Ganzes mit 30 bezeichneten Meißelhalters dient. Der im Schlittengehäuse 26
geführte Kolben weist auch entgegengesetzt zum Meißelhalter 30 eine Kolbenstange auf, die aus dem
Hinterende des Schlittengehäuses herausgeführt und mit 32 bezeichnet ist (s. F i g. 1). Diese Kolbenstange ist
von einem Schaft einer in der Kolbenstange 28 angeordneten Spannhülse zum Festspannen des Meißelhalters
30 durchdrungen. Der Schaft weist einen Schlüsselkopf 38 auf und ist mittels einer Mutter 40
feststellbar. Auf die weiteren Einzelheiten der Quer-
schlitten erübrigt es sich einzugehen.
Wie aus F i g. 1 und 2 zu ersehen ist, bildet die obere Fläche des Spindelstockes 10 zugleich die Aufnahmefläche
für die Querschlitten 14,16. Zu diesem Zweck weist die obere Fläche zwei in einem Winkel zueinander
liegende ebene Flächenteile 42, 44 auf, die zur Schlittenbefestigung jeweils über eine sich achsparallel
zur Arbeitsspindel erstreckende T-Nut 46 verfügen. Zur Halterung der Querschlitten 14,16 ist je Schlittengehäuse
26 ein Führungskörper 48 vorgesehen, der in nicht näher dargestellter Weise mittels einer in die T-Nut 46
eingreifenden Schraube an dem entsprechenden Flächenteil des Spindelstockes 10 in der gewünschten Lage
festspannbar ist. Zur Befestigung jeweils eines Querschlittens weisen die Verschiebekörper jeweils eine
senkrecht zur Arbeitsspindelachse liegende Spannfläche auf. Diese Spannfläche ist mit einer quer zur
Spindelachse liegenden T-Nut 50 ausgestattet, in welche das Gehäuse des Querschlittens mit einem Teil ähnlich
dem Teil 52 am Querschlitten 18 eingreift. Mit Hilfe von Schrauben 54 und 56, die in entsprechende Nutensteine
der T-Nut 50 einschraubbar sind, läßt sich der Querschlitten 14 bzw. 16 an seinem Verschiebekörper
48 feststellen.
Zum Einstellen der Spitze des Drehmeißels auf Werkstückmitte ist bei dieser Konstruktion der
Querschlitten um einen entsprechenden Betrag entlang der T-Nut 50, d. h. entlang einer parallel zu einer
Tangente der Arbeitsspindel liegenden Geraden, zu verstellen.
Bei der zweiten Konstruktionsform gemäß F i g. 3 ist das Schlittengehäuse 26 auf einem an der Vorderwand
58 des Spindelstockes verstellbar und feststellbar vorgesehenen Schwenkträger 60 angeordnet, wozu
dieser eine parallel zur Arbeitsspindelachse liegende Befestigungsfläche mit einer T-Nut 62 aufweist, in
welche das Gehäuse 26 des Querschlittens mit dem Teil 52 eingreift. Dabei ist das Schlittengehäuse mittels nicht
näher gezeigten Schrauben, die in dieser T-Nut geführten Nutensteinen eingeschraubt sind, am
Schwenkkörper festspannbar. Bei dieser Konstruktionsvariante ist der Schwenkträger auf einem parallel zur
Arbeitsspindelachse angeordneten Lagerbolzen 64
ίο schwenkbar gelagert. Zum Feststellen des Schwenkträgers
verfügt derselbe an seinem oberen Teil über zwei Längsschlitze 66 bzw. 68, welche Schrauben 70
durchgreifen, die in die Vorderwand 58 des Spindelstokkes eingeschraubt sind. An seinem unteren Teil verfügt
der Schwenkträger ebenfalls über einen Längsschlitz 72, der von einem zylindrischen, ebenfalls in der Vorderwand
58 des Spindelstockes eingesetzten Bolzen 74 durchgriffen ist, auf dem eine Spannmutter 76
aufgeschraubt ist. Im Schwenkträger sind senkrecht zu diesem Bolzen 74 Stellschrauben 78 bzw. 80 eingeschraubt,
mit deren Hilfe sich eine Feineinstellung des Schwenkträgers bewerkstelligen läßt.
Durch Verschwenken des Schwenkträgers läßt sich die Schneidenspitze des Drehmeißels in die Werkstückmitte
einstellen. In F i g. 3 ist ein noch nicht abgenutzter Drehmeißel gezeigt, während in der Darstellung gemäß
Fig.4 ein relativ stark abgenutzter Drehmeißel dargestellt ist. Es ist zu ersehen, daß durch die als
erfinderisch beanspruchten Einzelheiten die Größe der Winkel der Drehmeißelschneide, wenn deren Spitze in
Werkstückmitte gebracht ist, gleich welche Schwenklage hierzu der Querschlitten einnimmt, unverändert
bleibt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Drehmaschine, insbesondere Drehautomat, mit einer Arbeitsspindel, die in einem Spindelstock
drehbar gelagert ist, mit mindestens einem demgegenüber radial mit einem Meißelhalter zur Arbeitsspindel
verschiebbaren Querschlitten und einer Einrichtung zur Zentrierverstellung des in Längsrichtung
verschiebbaren Meißelhalters quer zur Arbeitsspindel, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Zentrierverstellung (48; 60)
zwischen Querschlitten (14; 18) und Spindelstock (10) vorgesehen ist.
2. Drehmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Zentrierverstellung
in bekannter Weise als Verschiebeträger (48) mit gerader Schlittenführung ausgebildet ist.
3. Drehmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Zentrierverstellung
in bekannter Weise als Schwenkträger (60) ausgebildet ist.
4. Drehmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeträger
(48) am Spindelstock (10) bzw. der Querschlitten (18) am Schwenkträger (60) parallel
zur Arbeitsspindelachse verstellbar und feststellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ0034570 | 1967-09-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1602839C3 true DE1602839C3 (de) | 1977-01-20 |
Family
ID=
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