DE4020858A1 - Duplex-bandgeraet - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Duplex-Bandgerät, das heißt ein
Bandgerät, das zum Aufnehmen mindestens zweier Bandkassetten
ausgebildet ist.
Ein bekanntes Duplex-Bandgerät für zwei Kassetten T1 und T2,
die übereinander angeordnet sind, verfügt über eine Bremsan
ordnung zum Verhindern eines Mitdrehens einer Bandhaspel der
zweiten Kassette dann, wenn die erste Kassette betrieben
wird. Die Bremsanordnung wirkt mit Tasten zur Betriebsart
einstellung (AUFNAHME, WIEDERGABE, VORWÄRTS, RÜCKWÄRTS usw.)
zusammen, damit die Bremsanordnung gelöst wird, wenn Band
lauf in der zweiten Kassette stattfinden soll (z. B. JP-
A-1 85 056/1983).
Wenn bei diesem bekannten Gerät die zweite Kassette T2 be
trieben wird, werden die Haspeln in der ersten Kassette T1
nicht gebremst, wodurch diese sich z. B. durch ein Vibrieren
lockern. Wenn dann die erste Kassette T1 gestartet wird,
ergeben sich zunächst Tonhöhenschwankungen durch ungleichen
Bandlauf.
Wenn beide Kassetten T1 und T2 mit Bremsanordnungen ausge
stattet sind, ist es schwierig, die Kassetten in die Halter
einzusetzen oder aus diesen herauszunehmen. Dies gilt be
sonders dann, wenn die erste Kassette T1 gebremst wird und
die zweite Kassette T2 herausgenommen werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Duplex-Band
gerät mit verbesserter Brems/Bremslöse-Anordnung anzugeben.
Das erfindungsgemäße Duplex-Bandgerät zeichnet sich dadurch
aus, daß die Bremslösevorrichtung so ausgebildet ist, daß
sie wahlweise eine der beiden Kassetten oder beide freigibt.
Wird bei einem erfindungsgemäßen Bandgerät das Band in einer
Kassette durch Betätigen einer der Tasten zur Betriebsart
einstellung in Lauf gesetzt, wird jeweils nur diejenige
Bremsanordnung gelöst, die dem Kassettenhalter für das Band
zugeordnet ist, das gerade spielen soll. Das andere Band
bleibt gebremst. Dadurch ist verhindert, daß sich dasjenige
Band lockert, das gerade nicht läuft. Wenn ein Band entnom
men werden soll, werden durch Betätigen der Auswerftaste die
Bremsen für beide Kassetten gelöst. Danach läßt sich jede
Kassette leicht entnehmen und eine jeweils neue wieder
leicht einsetzen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines durch Figuren
veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 schematischer Teilquerschnitt durch eine Bandan
triebsanordnung in einem Duplex-Bandgerät;
Fig. 2 schematische Draufsicht auf eine Anordnung von
Tasten zur Betriebsarteinstellung;
Fig. 3 schematische Draufsicht auf einen Kassettenhalter
mit zugeordneter Verriegelungsschiene;
Fig. 4-6 Draufsichten auf eine Anordnung von Betäti
gungsschienen mit Stellungen, wie sie für die Funktionsart
AUFEINANDERFOLGEND und die Betriebsart STOPP (Fig. 4), die
Betriebsart AUSWERFEN (Fig. 5) bzw. eine Betriebsart gelten,
bei der das erste Band läuft;
Fig. 7 und 8 Darstellungen entsprechend denen der Fig. 4
bis 6, jedoch für die Funktionsart T2 und die Betriebsart
STOPP (Fig. 7) bzw. eine Betriebsart, bei der das zweite
Band läuft (Fig. 8).
Fig. 1 soll veranschaulichen, wie eine T1-Kassette 2 und
eine T2-Kassette 3 angetrieben werden. Die beiden Kassetten
sind übereinander angeordnet. Zum Antreiben dienen ein T1-
Antriebsrad 4 mit Antriebsflügeln 4a bzw. ein Antriebsrad 5
mit Antriebsflügeln 5a. Das Antriebsrad 4 wird von einem
Zahnrad 4b über eine Welle getrieben, die in einer Lagerung
1b am Chassis 1 gelagert ist. Das T2-Antriebsrad 5 wird von
einem direkt mit ihm verbundenen Antriebszahnrad 5b ange
trieben. Parallel zur Antriebswelle 1b verläuft eine Cap
stanwelle 6, die in einem Lager 1a am Chassis 1 gelagert
ist. Antriebseinrichtungen für die Capstanwelle und die An
triebszahnräder sind der Übersichtlichkeit halber nicht dar
gestellt, ebensowenig wie Andrückrollen, die das jeweilige
Band aus einer der Bandkassetten an die Capstanwelle 6 drüc
ken.
Fig. 2 zeigt eine Anordnung von Tasten zur Betriebsart- und
zur Funktionsarteinstellung. Die Funktionsarten sind BEIDE,
T1, T2 und AUFEINANDERFOLGEND; sie werden durch Verstellen
einer Schiebetaste eingestellt. Die Betriebsarten sind
PAUSE, STOPP/AUSWERFEN, ZURÜCK, VORWÄRTS, WIEDERGABE und
AUFNAHME. In den letztgenannten vier Betriebsarten findet
Bandlauf statt, und zwar desjenigen Bandes, das aktuell auf
grund der gewählten Funktionsart aktiviert ist.
Anhand von Fig. 3 wird die Funktion einer Verriegelungs
schiene 8 in Zusammenwirkung mit einem Kassettenhalter 7
erläutert. Der Kassettenhalter 7 ist drehbar mit dem Chassis
verbunden, wozu ein Stift 7b am Kassettenhalter 7 in ein
Loch 1c am Chassis eingreift. Der Kassettenhalter 7 erfährt
durch eine nicht dargestellte Anordnung eine Verdrehkraft
entgegen dem Uhrzeigersinn (Verdrehpfeil G in Fig. 3). Wenn
er freigegeben ist, verdreht er sich daher in die strich
punktiert dargestellte Lage. Der Kassettenhalter 7 weist
eine Verriegelungsnase 7a auf, die hinter einem Vorsprung 8b
an einer Führung 8a der Verriegungsschiene 8 schnappt, wenn
die Kassette in Uhrzeigerrichtung verdreht wird (Verdreh
pfeil H). Hierbei wird die Verriegelungsschiene 8 aufgrund
einer von der Verriegelungsnase 7a auf die Führung 8a ausge
übte Kraft nach oben (Pfeil D) verschoben. Sobald die Ver
riegelungsnase einschnappt, wird die Verriegelungsschiene
durch die Kraft einer Feder 9 (Fig. 4) nach unten (Pfeil C)
gezogen, um den Kassettenhalter 7 festzuhalten, der sich
dann in derjenigen Lage befindet, die in Fig. 3 mit durch
gezogenen Linien dargestellt ist.
Die Anordnung von Betätigungsschienen gemäß den Fig. 4-8
in verschiedenen Stellungen entspricht nicht genau der An
ordnung dieser Schienen beim Ausführungsbeispiel. Der Über
sichtlichkeit halber sind die Schienen in eine Anordnung
gebracht, bei der sie alle nebeneinander liegen.
Die bereits erwähnte Verriegelungsschiene 8 weist zwei Füh
rungslöcher 8c in ihrer Längsrichtung auf, die jeweils einen
am Chassis 1 befestigten Führungsstift 1d aufnehmen. Es
wird darauf hingewiesen, daß alle Führungsstifte, auch die
für die anderen Schienen, mit 1d bezeichnet sind. Durch ge
eignete (nicht dargestellte) Einrichtungen ist dafür ge
sorgt, daß sich die Schiene nicht von den Führungsstiften
löst. In gleicher Richtung wirkend wie die Verriegelungs
schiene ist eine Auswerfschiene 10 angeordnet, die Führungs
löcher 10a aufweist, in die Führungsstifte 1d eingreifen.
Die Auswerfschiene 10 weist eine seitlich abstehende Druck
nase 10d auf, mit der sie auf eine Druckfläche 8d an der
Verriegelungsschiene 8 drückt, wenn sie nach oben (Pfeil D)
entgegen der Kraft einer Feder 11 verschoben wird. Die Feder
11 ist zwischen einem chassisfesten Stift 1e und einem Stift
10c (Fig. 5) an der Auswerfschiene 10 aufgespannt. Diese
Feder zieht die Auswerfschiene 10 nach unten (Pfeil C).
Die Verriegelungsschiene 8 wird durch die bereits genannte
Feder 9 ebenfalls nach unten (Pfeil C) gezogen. Die Feder
erstreckt sich zwischen einem chassisfesten Stift 1e und
einem an der Schiene befestigten Stift 8g. Die Schiene weist
eine erste Bremslöseschräge 8e und eine zweite Bremslöse
schräge 8f auf. Mit diesen Schrägen wirkt sie auf Bremslöse
stifte 15c bzw. 17c ein, die an einer ersten Bremsschiene
15 bzw. einer zweiten Bremsschiene 17 befestigt sind, welche
Bremsschienen rechtwinklig zur Verriegelungsschiene 8 lau
fen. Wenn die Verriegelungsschiene 8 in Richtung des Pfei
les D verschoben wird, sorgen die genannten Schrägen und
Bremslösestifte dafür, daß die Bremsschienen so verschoben
werden, daß sie die Antriebshaspeln der T2-Kassette 3 bzw.
der T1-Kassette 2 freigeben.
Durch Verschieben der Verriegelungsschiene 8 werden aber
nicht nur die Bremsen an den Kassetten gelöst, sondern es
werden auch die Kassettenhalter freigegeben, was anhand von
Fig. 3 weiter oben erläutert wurde. Die genannte Verschiebe
bewegung der Verriegelungsschiene kann durch Drücken der
Auswerftaste und damit Verstellen der Auswerfschiene 10 in
Richtung des Pfeiles D bewirkt werden. Beim Betätigen der
Auswerftaste werden also die Bremsen gelöst und die Kasset
ten ausgeschwenkt, so daß sie leicht aus ihren Haltern
herausgenommen werden können.
Die Bremsschienen 15 und 17 können aber nicht nur durch Be
tätigen der Verriegelungsschiene 8, sondern auch durch Be
tätigen einer Bremslöseschiene 12 gelöst werden, die paral
lel zur Verriegelungsschiene 8 läuft. Sie weist Führungen
12a auf, in die Führungsstifte 1d greifen. Von einer Feder
19 zwischen einem chassisfesten Stift 1e und einem schienen
festen Stift 12c wird die Bremslöseschiene 12 nach unten
(Pfeil C) gezogen. Sobald eine der Tasten zur Betriebsart
einstellung mit Bandlauf (WIEDERGABE, AUFNAHME, VORWÄRTS,
RÜCKWÄRTS beim Ausführungsbeispiel) betätigt wird, führt
der Druck auf eine dieser Tasten zum Verschieben der Brems
löseschiene 12 nach oben (Pfeil D) entgegen der Kraft der
Feder 19.
An der Bremslöseschiene 12 sind zwei Bremslösearme 13 und
14 durch Stifte 12b schwenkbar gelagert. Die freien Enden
dieser Arme weisen Mitnahmestifte 13b bzw. 14b auf, die in
Führungsschlitze 20b bzw. 22b eingreifen, die sich im je
weils abgewinkelten Ende einer ersten bzw. einer zweiten
Verbindungsschiene 20 bzw. 22 befinden. Diese Schienen wer
den weiter unten näher beschrieben. Die verschwenkbaren Arme
weisen Bremslöseschrägen 13c bzw. 14c auf, die auf Brems
lösestifte 15b bzw. 17b an den Bremslöseschienen 15 bzw. 17
drücken, um diese nach links (Pfeil A) zu verschieben, wenn
sich die Arme in Gegenuhrzeigerrichtung (Pfeil E) um den je
weiligen Lagerstift 12b an der Bremslöseschiene 12 drehen.
Die Bremsschienen 15 und 17 weisen Längsführungen 15a bzw.
17a auf, in die Führungsstifte 1d eingreifen. Die Brems
schienen werden durch Federn 16 bzw. 18 nach rechts (Pfeil
B) gezogen. Diese Federn sind zwischen jeweils einem chas
sisfesten Stift 1e und einem bremsschienenfesten Stift 15d
bzw. 17d aufgespannt. Von den Bremsschienen stehen jeweils
zwei Sperrarme 15e bzw. 17e ab, die die beiden jeweiligen
Bandhaspeln eines Bandes sperren, solange sich die jeweilige
Bremsschiene in ihrer rechten Stellung befindet.
Die bereits erwähnten Verbindungsschienen 20 und 22 liegen
parallel zu den Bremsschienen 15 und 17, also rechtwinklig
zur Bremslöseschiene 12. Sie weisen Längsführungslöcher 20a
bzw. 22a auf, in die Führungsstifte 1d eingreifen. Sie wer
den durch jeweils eine Feder 21 bzw. 23 nach rechts (Pfeil
B) gezogen. Die Federn sind jeweils zwischen einem chassis
festen Stift 1e und einem schienenfesten Stift 20e bzw. 22e
aufgespannt. Wenn eine der beiden Verbindungsschienen 20
bzw. 22 nach links (Pfeil A) verschoben wird, wird durch den
jeweiligen, am abgewinkelten Ende vorhandenen Führungs
schlitz 20b bzw. 22b der Mitnahmestift 13b bzw. 14b im
schwenkbaren Bremslösearm 13 bzw. 14 mitgenommen. Bei Bewe
gung einer der Schienen nach rechts (Pfeil B) erfolgt ein
Verdrehen des jeweils zugeordneten Arms in Uhrzeigerrichtung
(Verdrehpfeil F). Bei einem Verstellen einer der Schienen
nach links (Pfeil A) erfolgt dementsprechend ein Verdrehen
des zugehörigen Arms in Gegenuhrzeigerrichtung (Verdreh
pfeil E).
Die Verbindungsschienen 20 und 22 können mit Hilfe einer
Funktionsart-Wählschiene 24 verstellt werden. Diese verläuft
rechtwinklig zu den Verbindungsschienen, also parallel zur
Bremslöseschiene 12. Sie weist Langlöcher 24a auf, in denen
Führungsstifte 1d laufen. In einem ihrer Längsränder befin
den sich vier Kerben 24b bis 24e. In eine dieser Kerben
greift ein Feststellstift 25 ein. Er wird durch die Kraft
einer Feder 26, die zwischen ihm und einem chassisfesten An
schlag 1f verläuft, gegen die Schiene gedrückt. In welche
Kerbe der Feststellstift 25 drückt, hängt von der einge
stellten Funktionsart, also der Verschiebestellung der Funk
tionsart-Wählschiene 24 ab. Bei den Fig. 4-6 greift der
Stift jeweils in die erste Kerbe 24b ein, wodurch die Funk
tionsart AUFEINANDERFOLGEND gewählt ist. Ist die Funktions
art-Wählschiene 24 so weit verschoben, daß der Feststell
stift 25 in die zweite Kerbe 24c eingreift, beziehen sich
alle eingestellten Betriebsarten auf die Kassette T1. Nach
weiterem Verschieben bis zur Kerbe 24d beziehen sich alle
Betriebsarten auf die Kassette T2. Ist schließlich die Funk
tionsart-Wählschiene 24 so weit verschoben, daß der Fest
stellstift 25 in die vierte Kerbe 24e eingreift, sind beide
Kassetten gemeinsam betreibbar.
Entlang der linken Längsseite der Funktionsart-Wählschiene
24 sind nach außen stehende und eingesenkte Bereiche vorhan
den. Es handelt sich um einen ersten eingesenkten Bereich
24f und einen ersten nach außen stehenden Bereich 24g, beide
im Kreuzungsgebiet mit der ersten Verbindungsschiene 20. Im
Verbindungsgebiet mit der zweiten Verbindungsschiene 22 be
finden sich ein dritter und ein vierter nach außen stehender
Bereich 24j bzw. 24l und ein eingesenkter Bereich 24k. In
den Funktionsarten T2, T1 und BEIDE wirken die ersten Be
reiche 24f und 24g mit einem Mitnahmestift 20c an der ersten
Verbindungsschiene 20 zusammen, der an dem dem abgewinkelten
Ende gegenüberliegenden Ende dieser Schiene angeordnet ist.
Hierbei wirken die dritten und vierten Bereiche 24j, 24k und
24l mit einem entsprechenden Mitnahmestift 22c an der zwei
ten Verbindungsschiene 22 zusammen.
Es wird nun die Funktionsweise dieser Anordnung beschrieben.
In den Stellungen gemäß den Fig. 4-6 ist die Funktionsart
AUFEINANDERFOLGEND durch entsprechende Stellung der Funk
tionsart-Wählschiene 24 eingestellt. Hierbei befindet sich
der Mitnahmestift 20c der ersten Verbindungsschiene 20 in
Kontakt mit dem ersten eingesenkten Bereich 24f, wodurch der
erste Bremslösearm 13 in Uhrzeigerrichtung (Pfeil F) ver
dreht ist und dabei nicht in Kontakt mit dem Bremslösestift
15b der ersten Bremsschiene 15 steht.
Der Mitnahmestift 22c der zweiten Verbindungsschiene 22 be
findet sich in Kontakt mit dem dritten nach außen stehenden
Bereich 24j, wodurch der zweite Bremslösearm 14 nicht ver
dreht ist, sondern auf den Bremslösestift 17b drückt. Wenn
in dieser Stellung eine der Tasten zur Betriebsarteinstel
lung mit Bandlauf betätigt wird, wird die Bremslöseschiene
12 nach oben (Pfeil D) verschoben, welche Stellung in Fig. 6
dargestellt ist. Dabei verschiebt die Bremslöseschräge 14c
am zweiten Bremslösearm 14 die zweite Bremsschiene 17 durch
Druck auf den Bremslösestift 17b nach links (Pfeil A) , wo
durch die Bremsarme 17e den Antrieb für die T1-Kassette 2
freigeben. Der erste Bremshebel 15 wird dagegen nicht ver
stellt, da der erste Bremslösearm 15 nicht auf den Brems
lösestift 15b drückt.
In der Stellung gemäß Fig. 6 kann sich also das Band in der
ersten Kassette T1 bewegen, jedoch nicht dasjenige in der
zweiten Kassette T2, wodurch verhindert wird, daß sich das
Band in der letztgenannten Kassette durch Vibrationen loc
kert. Wird die Betriebsart mit Bandlauf beendet, nimmt die
Bremslöseschiene 12 aufgrund der Zugkraft der Feder 19 wie
der die Stellung gemäß Fig. 4 ein, wobei die zweite Brems
schiene 17 nach rechts (Pfeil B) verschoben wird, so daß sie
wieder ein Bewegen des Bandes in der ersten Kassette T1
sperrt.
Die Fig. 7 und 8 betreffen eine Einstellung, bei der mit
Hilfe der Funktionsart-Wählschiene 24 die zweite Kassette
T2 ausgewählt ist. In diesem Fall wirkt der Mitnahmestift
20c am ersten Verbindungshebel 20 mit dem ersten nach außen
stehenden Bereich 24g an der Funktionsart-Wählschiene 24 zu
sammen, was zu einem Verschwenken des ersten Bremslösearms
13 in solcher Richtung führt, daß dieser am Mitnahmestift
15b an der ersten Bremsschiene 15 anliegt. Der Mitnahmestift
22c an der zweiten Verbindungsschiene 22 wirkt dagegen mit
dem eingesenkten Bereich 24k zusammen, wodurch der zweite
Bremslösearm 14 in seiner im Uhrzeigersinn (Verdrehpfeil F)
verdrehten Stellung bleibt, so daß er nicht am Bremslöse
stift 17b an der zweiten Bremsschiene 17 anliegt. Wenn nun
eine Taste zur Betriebsarteinstellung mit Bandlauf betätigt
wird, wird die Bremslöseschiene 12 nach oben (Pfeil D) ver
schoben, wie in Fig. 8 dargestellt. Dabei wird der erste
Bremslösearm 13 so verschoben, daß er über seine Bremslöse
schräge 13c den Bremslösestift 15b und damit die erste
Bremsschiene 15 nach links (Pfeil A) verschiebt. Dadurch
wird der Bandlauf der zweiten Kassette T2 freigegeben. Der
zweite Bremslösearm 14 drückt dagegen nicht auf den zugehö
rigen Bremslösestift 17b an der Bremsschiene 17, weswegen
diese nicht verschoben wird und demgemäß der Bandlauf der
zweiten Kassette T1 nicht freigegeben wird. Es kann sich
also alleine das Band in der Kassette T2 bewegen.
Wenn durch entsprechende Stellung der Funktionsart-Wähl
schiene 24 die Kassette T1 ausgewählt ist, wirkt der Mitnah
mestift 20c an der ersten Verbindungsschiene 20a mit einem
zweiten eingesenkten Bereich 24h zusammen, was zur Folge
hat, daß die erste Bremsschiene 15 nicht so weit nach links
verschoben werden kann, daß der Bandlauf der Kassette T2
freigegeben wird. Ist die Funktionsart BEIDE ausgewählt,
wirkt der Mitnahmestift 20c an der ersten Verbindungsschiene
20 mit einem nach außen vorstehenden zweiten Bereich 24i zu
sammen und der Mitnahmestift 22c an der zweiten Verbindungs
schiene 22 wirkt mit dem vierten nach außen stehenden Be
reich 24l zusammen. Dies führt dazu, daß beim Verschieben
der Bremslösevorrichtung 12 der Bandlauf für beide Kassetten
T1 und T2 freigegeben wird.
Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Schienen ist also
bewerkstelligt, daß immer nur die Bremsanordnung für dieje
nige Kassette gelöst wird, deren Band laufen soll. Die an
dere Kassette bleibt dagegen gebremst, so daß sich ihr Band
nicht lockern kann.
Wenn eine Kassette eingesetzt wird und der Kassettenhalter
in seine Betriebsstellung zurückgedrückt wird, wird hierbei,
wie weiter oben anhand von Fig. 3 beschrieben, die Verrie
gelungsschiene 8 verschoben, wobei sie mit ihren Schrägen 8e
und 8f die Bremsschienen 15 bzw. 17 so verschiebt, daß die
Bremsen gelöst werden. Dadurch kann die Kassette gut in die
Betriebsstellung verdreht werden. Erst wenn die Verriege
lungsschiene 8 zurückschnappt, um den Kassettenhalter zu
verriegeln, schnappen auch die Bremsen ein.
Wenn die Kassetten ausgeworfen werden sollen, wird die Ver
riegelungsschiene 8 ebenfalls bewegt, diesmal jedoch nicht
durch den Kassettenhalter, sondern durch die Auswerfschiene
10. Auch in diesem Fall werden die Bremsen gelöst, wodurch
die Kassettenhalter gut ausgeschwenkt werden können und die
Kassetten T1 und T2 gut entnommen werden können. Von Vorteil
ist es hierbei, die Verriegelungsnase 7a am Kassettenhalter
7 und die Führung 8a an der Verriegelungsschiene 8 so anzu
bringen, daß bei geöffneter Kassette 7 die genannte Führung
dauernd auf die genannte Nase drückt, wodurch die Verriege
lungsschiene 8 am Zurückfahren (Pfeil C) gehindert wird, wo
durch die Bremsen gelöst bleiben.
Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Duplex-Band
gerät mit zwei Kassetten. Es ist jedoch aus den Fig. 4-8
leicht erkennbar, daß die beschriebenen Funktionen auch für
mehr als zwei Kassetten ausgeführt werden können.
Das Gerät gemäß dem Ausführungsbeispiel ist also so ausge
führt, daß beim Öffnen und Schließen von Kassetten die Brem
sen nicht wirken. Sind die Kassetten geschlossen, ist dafür
gesorgt, daß immer nur diejenige Bremse öffnet, die einem
Band zugeordnet ist, das gerade laufen soll.
Claims (5)
1. Duplex-Bandgerät mit
- - mindestens einem Kassettenhalter (7) für jeweils eine Bandkassette (T1, T2),
- - einem Antriebsmechanismus für mindestens eine der Kassetten, und mit
- - einer Brems-/Bremslöse-Anordnung,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - mittels der Brems/Bremslöse-Anordnung (12-15, 17, 20, 22) jeweils nur eine angewählte Kassette oder angewählte Kassetten gebremst wird/werden.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brems-
/Bremslöse-Anordnung (12-15, 17, 20, 22) mit Tasten zum Einstellen des Band
laufs zusammenwirkt derart, daß nur die dem in Laufbetrieb zunehmenden
Band zugeordnete Bremse gelöst wird, bzw. die Bremsen für diejenigen Bän
der gelöst werden, die laufen sollen.
3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnnet,daß
die Brems-/Bremslöse-Anordnung (12-15, 17, 20, 22) somit einem Verriegel
ungsmechanismus zusammenwirkt, daß beim Schließen und Verriegeln ei
nes Kassettenhalters alle Bremsen gelöst sind.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Brems-/Bremslöse-Anordnung (12-15, 17, 20, 22) so mit einem Auswerfme
chanismus zusammenwirkt, daß beim Auswerfen einer Kassette alle Brem
sen gelöst sind.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=15909048
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (4)
| Country | Link |
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| US (1) | US5151834A (de) |
| JP (1) | JPH087899B2 (de) |
| CN (1) | CN1025085C (de) |
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