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DE3710159A1 - Sicherheitsskibindung - Google Patents

Sicherheitsskibindung

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Publication number
DE3710159A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shoe
ski binding
safety ski
binding according
sole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19873710159
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Wittmann
Andreas Ing Riegler
Harald Neckamm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HTM Sport und Freizeitgerate GmbH
Original Assignee
TMC Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TMC Corp filed Critical TMC Corp
Publication of DE3710159A1 publication Critical patent/DE3710159A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A63C9/08Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings
    • A63C9/0807Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings for both towing and downhill skiing
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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsskibindung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
An Skibindungen, die für das Tourengehen geeignet sein sollen, werden vielfältige Anforderungen gestellt. Sie sollen voll auslösetaugliche Sicherheitsskibindungen sein, jedoch für das Tourengehen sollen sie möglichst leicht sein und den Schuh trotzdem fest halten, da dann infolge der Schrittbewegungen der Fersenbereich des Schuhs aufgehoben wird. Vorne muß der Schuh trotzdem fest abgestützt sein, um die Verbindung zum Ski und sei­ ne Lenkbarkeit sicherzustellen. Aus diesem Grund werden Skibindungen für das Tourengehen üblicherweise mit einer Sohlenplatte, die im vorderen Bereich am Ski angelenkt und im hinteren Bereich hochschwenkbar ist, versehen. Auf der Sohlenplatte befindet sich eine vordere Halte­ rung für den Schuh und ein hintenliegender Fersenhalter. Vorderbacken, wie sie üblicherweise bei Skibindungen für die Abfahrt zur Anwendung kommen, sind infolge einer re­ lativ aufwendigen Mechanik, die durch das Auf- und Nie­ derschwenken der Sohlenplatte bedingt ist, durch einen Haltebügel ersetzt. Dann muß allerdings der Auslöseme­ chanismus für eine Horizontalauslösung in den Fersenhal­ ter verlegt werden, um bei einer Abfahrt ein Sicher­ heitsauslösen auch in horizontaler Richtung zu gewähr­ leisten. Der Fersenhalter ist üblicherweise fest auf der Sohlenplatte montiert. Er kann auch (AT-PS 3 22 422) in eine hintere Fixierungsstellung für das Tourengehen verschiebbar sein, wobei ein skifester Vorderbacken für die Abfahrt und ein schwenkbarer Haltebügel an der Sohlenplatte für das Tourengehen vorgesehen sind.
Aus der US-PS 37 64 155 ist es bekannt, bei einer reinen Abfahrtsbindung für den Fersenabschnitt des Schuhs einen Haltebügel mit dem balkenförmigen Niederhalter, vorzuse­ hen. Der Niederhalter läßt durch eine Gegengewindeanord­ nung eine Breiteneinstellung des Haltebügels zu. Bei ei­ nem Rückwärtsdrehsturz kann der Skischuh nur erschwert freikommen, da vorgesehene Festhalter ein seitliches Freikommen verhindern und der Schuh mit der Ferse im Haltebügel hängen bleibt, selbst wenn sich der Nieder­ halter verdrehen sollte.
Sicherheitsskibindungen, die mit einem Haltebügel für das Vorderende des Schuhs ausgerüstet sind, haben den schwerwiegenden Nachteil, daß bei einem Rückwärtsdreh­ sturz der Schuh vorne nicht freigegeben wird, wodurch es zu Verletzungen des Skiläufers kommen kann. Dies liegt darin, daß bei einem Rückwärtsdrehsturz der Fersenhalter zwar seitlich freigeben kann, daß jedoch durch die Ten­ denz des Schuhs vorne hochzugehen der Haltebügel an der Schuhsohle zumindest kurzzeitig hängenbleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicher­ heitsskibindung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der auch bei einem Rückwärtsdrehsturz der Schuh rasch freikommt.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Kenn­ zeichens des Anspruches 1. Bei dieser Ausbildung wird die schwenkbare Lagerung des Drahtbügels unter der bei einem Rückwärtsdrehsturz das Vorderende des Schuhs nach oben belastenden Kraft dazu benutzt, mittels des hebel­ artig am Schuh abgestützten Gliedes am Quersteg des Drahtbügels den Formschluß des Drahtbügels aufzuheben, damit der Schuh vorne freikommt. Auch bei Rückwärtsdreh­ stürzen kann die Verletzungsgefahr damit verringert wer­ den.
Vorteilhafte Ausführungsformen gehen aus den Unteran­ sprüchen hervor.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen.
Fig. 1 den Zehenbereich einer ersten Ausführungsform einer Sicher­ heitsskibindung in der Fahrt­ stellung,
Fig. 2 die Verhältnisse am Beginn ei­ ner Auslösung,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform in einer Draufsicht,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform ei­ ner Draufsicht,
Fig. 5 ein Detail der vorhergehenden Ausführungsformen,
Fig. 6 eine Ausführungsvariante des De­ tails von Fig. 5,
Fig. 7 eine Seitenansicht der Ausfüh­ rungsform von Fig. 3,
Fig. 8 die Ausführungsform von Fig. 3 bzw. 7 am Beginn einer Auslö­ sung,
Fig. 9 eine Ausführungsform einer kom­ pletten Sicherheitsskibindung, die im Zehenbereich weitgehend der Ausführungsform der Fig. 3, 7 und 8 entspricht, in Seiten­ ansicht,
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform einer kompletten Sicherheits­ skibindung, in Seitenansicht,
Fig. 11 eine weitere Ausführungsform einer kompletten Sicherheits­ skibindung, in Seitenansicht, und
Fig. 12 eine Draufsicht zur Ausfüh­ rungsform von Fig. 1.
In Fig. 1, 2 und 12 ist auf einem Ski 36 ein laschenför­ miger Tragkörper 43 befestigt, an dem an einer Querachse 42 eine Sohlenplatte 1 für einen Schuh 17 angelenkt ist. Der vordere Endbereich des Schuhs 17 wird mit einem Formschluß durch einen U-förmigen Drahtbügel 6 (Fig. 12) auf der Sohlenplatte 1 gehalten. Der Drahtbügel 6 weist einen Quersteg auf, an dem schräg nach unten und in Richtung zum Mittelpunkt der Skibindung hin weisende Schenkel 4, 5 anschließen, deren Enden als Drahtab­ schnitte 4 a, 5 a zur Bindungslängsmittelachse 39 gebogen sind (vgl. Fig. 5 und 6) und in Lagerstellen 2, 3 eines Schiebers 9 eingreifen. Am Quersteg des Drahtbügels 6 ist ein Niederhalter in Form eines Exzenternockens 21 drehbar gelagert. Der Exzenternocken 21 ist in der Fahrtstellung mit einer Anlagefläche 22 am Oberleder des Schuhs 17 abgestützt. Die Anlagefläche 22 begrenzt mit einer Gegenfläche 50 eine keilförmige Nase, die mit ih­ rer Spitze in der Hohlkehle zwischen der Sohle und dem Oberleder abgestützt ist. Eine Kante 46 der Schuhsohle 8 liegt unterhalb der Gegenfläche 50. Zwischen der Symme­ trieachse 23 des Exzenternockens 21 und der Schenkelach­ se 24 jedes Schenkels 4 bzw. 5 wird ein Winkel einge­ schlossen, so daß in der Fahrtstellung die Nasenspitze des Nockens 21 an der dem Schuh 17 abgewandten Seite der die Schenkelachsen 24 enthaltenden Ebene abgestützt ist. Der Nocken 21 hat damit eine stabile Stützlage.
Die Sohlenplatte 1 weist seitlich in Längsrichtung ver­ laufende Schlitze 30, 31 auf, die von den Drahtabschnit­ ten 4 a, 5 a der Schenkel 4, 5 durchsetzt sind (s. Fig. 5 und 6). Der Schieber 9 liegt im mittleren Bereich der Sohlenplatte 1 (vgl. Fig. 5) und weist an seinen äußeren Seitenflächen je eine der Lagerstellen 2, 3 auf. Der Schieber 9 ist über eine Druck-Auslösefeder 10 an einem sohlenplattenfesten Anschlag 32 abgestützt. Die Auslöse­ feder 10 weist eine Vorspannungs-Einstellvorrichtung 33, für die der Anschlag 32 ein Widerlager ist, auf. Dadurch sind die Lagerstellen 2, 3 während eines Auslösevor­ gangs, beispielsweise bei einem Rückwärtsdrehsturz, in Skilängsrichtung verschiebbar, wobei die Verschiebung der Lagerstellen 2, 3 eine Schwenkbewegung des Drahtbü­ gels relativ zur Sohlenplatte 1 und zum Schuh 17 er­ zeugt.
Das Auslösen bei einem Rückwärtsdrehsturz erfolgt auf nachstehende Weise:
Eine Aufwärtsbelastung des Schuhs 17 (Pfeil 44) erzeugt im Drahtbügel 6 (in der Stellung von Fig. 4) ein Drehmo­ ment (Pfeil 45), das direkt auf den Schieber 9 übertra­ gen wird, der nun entsprechend der Größe des Drehmomen­ tes bzw. der eingestellten Vorspannung der Auslösefeder 10 in der Sohlenplatte 1 nach vorne gleitet (Fig. 2).
Die Drahtabschnitte 4 a, 5 a sind in den Längsschlitzen 30, 31 geführt. Dabei kommt es zu einem Aufstellen des Drahtbügels 6 in Richtung eines Pfeiles 49, wodurch der Winkel α beseitigt wird und der Winkel α entsteht. D.h., es bewegt sich die die Schenkelachsen 24 enthal­ tende Ebene über den Abstützpunkt der Keilnasenspitze hinweg an die vom Schuh abgewandte Seite. Der Nocken 29 ist in einer labilen Abstützlage und kippt in Pfeilrich­ tung 54 um, da der Schuh 17 nach oben drückt. Die Gegen­ fläche 50 gleitet über die Kante 46 der Schuhsohle 8. Der Exzenternocken 21 dreht sich weiter auf dem Quersteg bis der Schuh 17 frei kommt.
Bei einer anderen Ausführung hat der Haltebügel 6 (Fig. 3, 4 und 7, 8) einen kurbelwellenartig mehrfach abge­ kröpften Quersteg. Schräg nach unten und in Richtung zum Mittelpunkt der Skibindung hinweisende Schenkel 4, 5 sind mit den Drahtabschnitten 4 a, 5 a in Lagerstellen 2, 3 des Schiebers 9 gelagert. Der Quersteg des Drahtbügels 6 weist (Fig. 3) eine mittlere Kurbelkröpfung auf, die durch eine vierfache Abkröpfung ein Drückerglied 16 bil­ det (vgl. auch Fig. 7 und 8). Daran schließen sich in der Draufsicht schräg nach außen bzw. annähernd tangen­ tial zur Kontur des Oberleders verlaufende Niederhalter­ abschnitte 7 an, auf denen Abrollelemente 18, 19 gela­ gert sind. Gemäß Fig. 7 ist das Drückerglied 16 in der Fahrtstellung am Oberleder des Schuhs 17 abgestützt, wo­ bei die Abrollelemente 18, 19 sowohl am Oberleder des Schuhs 17 als auch auf der Oberseite der Schuhsohle 8 anliegen (vgl. Fig. 3). Die Fig. 4 zeigt darüber hinaus am Drückerglied 16 zusätzlich ein weiteres Abrollelement 20, welches am Schuh 17 anliegt. Hierdurch werden gün­ stigere Reibungsverhältnisse erreicht. Das Drückerglied 16 schließt mit der Ebene der Niederhalterabschnitte 7 einen Winkel β zwischen 100-170° ein. In der Sohlen­ platte 1 sind die Schlitze 30, 31 vorgesehen, deren Län­ ge 51 in Abhängigkeit vom Winkel β bemessen ist. Eine kürzere Länge 51 würde einen größeren Winkel β erfor­ dern, wodurch der Elastizitätsbereich der Bindung einge­ schränkt werden könnte.
Das Auslösen erfolgt auf nachstehende Weise:
Beim Schwenken der Schenkel 4, 5 des Drahtbügels 6 im Uhrzeigersinn, wobei der Schieber 9 in der Sohlenplatte 1 nach vorne gleitet, wandert der Druckpunkt des Drük­ kergliedes 16 am Oberleder des Schuhs 17 nach unten. In­ folge seiner Schwenkbewegung schiebt er die Niederhal­ terabschnitte 7 mit den Abrollelementen 18, 19 entlang der Oberseite der Schuhsohle 8 zur Kante 46. Wird die Kante 46 von den Abrollelementen 18, 19 überschritten, so erfolgt die Auslösung und der Schuh 17 kommt frei. In Fig. 8 ist das Abrollelement 18 an der Kante 46 der Schuhsohle 8 dargestellt, wobei auch ein Winkel γ ange­ deutet ist, über den die Schenkel 4 zwischen der Fahrt­ stellung und der Auslösestellung (vgl. Fig. 8) ver­ schwenken.
Vorteilhafterweise kann ein Auslösen sowohl in der Fahrtstellung der Skibindung als auch in der Tourenstel­ lung erfolgen, da sämtliche maßgeblichen Bauteile (9, 10, 30, 31, 33) in der Sohlenplatte 1 gelagert sind.
In Fig. 6 ist bei einer Variante der Schieber 9 über Rollen 14, 15 an einer skifesten Steuerkurve 11 abge­ stützt. Die Rollen 14, 15 sind an Laschen 34, 35, die mit dem Schieber 9 einstückig verbunden sind, mittels auf die Oberseite des Ski 36 senkrecht stehender Achsen 37, 38 gelagert. Die Steuerkurve 11 ist an einer Metall­ platte ausgebildet, die mittels Schrauben 40, 41 am Ski 36 befestigt ist. Die Steuerkurve 11 weist Nocken 12, 13 auf, die in ihrer Höhenerstreckung entlang einer Kreis­ bogenkurve mit Mittelpunkt in der Schwenkachse der Soh­ lenplatte ausgebildet sind, zur Bindungslängsmittelachse 39 etwa parallel verlaufen und in Richtung zur Bindungs­ mitte weisen. Der Schieber 9 ist verschiebbar, sobald die Sohlenplatte 1 eine seitliche Relativbewegung zum Ski 36 ausführt, da der Schieber 9 nur nachgeben kann, wenn die Rollen 14, 15 des Schiebers 9 ihren Abstützbe­ reich an den Nocken 12, 13 seitlich verlassen und in den Raum zwischen den bzw. seitlich der Nocken 12, 13 ausge­ wichen sind.
Die Variante gemäß Fig. 6 weist keine nennenswerte Bin­ dungselastizität auf, dafür wird die Auslösung nach ei­ nem seitlichen Ausschwenken der Sohlenplatte 1 gegenüber dem Ski 36 durch die Nocken 12, 13 exakt gesteuert und die Bindung kann auch bei geringen Aufwärtskräften des Schuhs auslösen. Die Abstände der beiden Nocken 12, 13 und der beiden Rollen 14, 15 sind aufeinander abge­ stimmt. Die Nocken 12, 13 haben so hohe Abstützbereiche, daß die Rollen 14, 15 bei der Hochschwenkbewegung der Sohlenplatte 1 beim Tourengehen über den ganzen Hoch-Schwenkbereich abgestützt bleiben. Gegebenenfalls können die Laschen 34, 35 auch zusätzlich scharnierartig am Schieber 9 gelagert sein, damit die Abstützung der Rollen 15, 14 an den Nocken 12, 13 beim Tourengehen nicht aufgehoben wird.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 9 bis 11 sind die Lagerstellen 2′, 3′ in der Sohlenplatte 1′ fest. Da die Lagerstellen 2′, 3′ nicht längsverschiebbar sind, er­ folgt bei einem Rückwärtsdrehsturz eine Auslösung mit­ tels eines entsprechend ausgebildeten Fersenhalters 25. Verschiedene Ausführungsformen eines solchen Fersenhal­ ters 25, 25′, 25′′ zeigen die Fig. 9 bis 11, wobei in Fig. 9 ein nach hinten gegen die Kraft einer Längsauslö­ sefeder 26 verschiebbarer Fersenhalter 25, in Fig. 10 ein um eine senkrechte Hochachse 47 seitlich schwenkba­ rer Fersenhalter 25′ und in Fig. 11 ein um eine quer zur Skilängsrichtung verlaufende Schwenkachse 48 nach hinten wegschwenkbarer Fersenhalter 25′′ dargestellt sind, der mit zumindest einem Teil der Sohlenplatte gegen Feder­ kraft seitlich verschiebbar ist.
Bei allen drei Ausführungsformen nach den Fig. 9 bis 11 ist der Drahtbügel 6 gemäß den Fig. 7 und 8 ausgebildet. Die Abrollelemente 18, 19 werden durch den Andruck des Fersenhalters 25, 25′, 25′′ angedrückt. In den Fig. 9 und 10 ist eine Kunststoffplatte 28 als Gleitelement für den Fersenbereich der Schuhsohle 8 zum leichteren Gleiten der Schuhsohle nach hinten vorgesehen. Fig. 11 zeigt an­ stelle einer Kunststoffplatte eine in Längsrichtung ver­ schiebbar geführte Gleitplatte 29. Die weiteren Bauteile dieser Varianten wie Fersenhalter 25, 25′, 25′′, Gleit­ platte 29, Sohlenplatte 1, Tragkörper 43 sowie die Längsauslösefeder 26 und die Einstellvorrichtungen für die Vorspannung der Längsauslösefeder 26 sind nur groß dargestellt. Bei Fig. 9 bis 11 wird davon ausgegangen, daß der Skidurchbiegungsausgleich bzw. die Schubanpas­ sung zwischen dem laschenförmigen Tragkörper 43 und dem Ski 36 beispielsweise durch einen Haltekolben 53 er­ folgt. Eine Verriegelung der Sohlenplatte 1 mit dem Tragkörper 43 ist mit 52 bezeichnet (Abfahren).
Das Auslösen erfolgt auf nachstehende Weise:
Bei einem Rückwärtsdrehsturz erfolgt eine Rückwärtsbewe­ gung bzw. Rückwärtsdrehbewegung des Schuhs 17 und damit des Fersenhalters 25, 25′ gegen die Schubfeder 26 (Fig. 19) oder infolge der Drehung um die Hochachse 47 (Fig. 10) oder infolge einer Querverschiebung und Freigabe der Schwenkachse 48 (Fig. 11) bei gleichzeitigem Anheben der Skischuhspitze in Richtung des Pfeiles 44. Der Drahtbü­ gel 6 stellt sich aus seiner Festhalte-Schräglage auf (Pfeil 55), weil sich der Schuh nach hinten bewegt, es kommt zur Freigabe am Vorderende des Schuhs. Die Rück­ wärtsgleitbewegung des Schuhs kann durch die Kunststoff­ platte 28 gemäß den Fig. 9 und 10 oder durch die in Längsrichtung verschiebbar geführte Gleitplatte 29 gemäß der Fig. 11 unterstützt werden.
Die Drahtabschnitte 4 a, 5 a des Drahtbügels 6 können in den Lagerstellen 2, 3 der Sohlenplatte 1 durch Ein­ schrauben, Einsetzen unter Vorspannung oder durch Ver­ wendung eines Steckverschlusses festgehalten sein.
Es kann der Exzenternocken 21 auf dem Quersteg mit den Abrollelementen 18, 19 (Fig. 3) kombiniert sein. Umge­ kehrt wäre es denkbar, ein Drückerglied für die Ausge­ staltungen gemäß den Fig. 1 und 2 vorzusehen. Es ist auch denkbar anstelle der Abrollelemente 18, 19 Exzen­ ternocken 21 zu verwenden. Der Tragkörper 43 könnte die Drehplatte einer Mittelpunktsbindung sein, wobei der Schieber nach Fig. 6 ausgebildet sein müßte.
Das vorerwähnte Prinzip der Halterung des Vorderendes des Schuhs ist auch für andere Bindungen brauchbar, z.B. auch elektronische Bindungen, die nicht auf das Touren­ gehen umstellbar sind.

Claims (20)

1. Sicherheitsskibindung, insbesondere Touren- und Ab­ fahrts-Auslöseskibindung, mit einer Sohlenplatte zum Aufsetzen eines Schuhs, einem U-förmigen Haltebügel an der Sohlenplatte, der mit seinem Quersteg am vorderen oberen Endbereich der Schuhsohle zumindest mittelbar an­ greift, in einer bestimmten Schräglage relativ zur Soh­ lenplatte und relativ zum Schuh das Vorderende des Schuhs mit einem Formschluß festhält und an seinen bei­ den zur Sohlenplatte und schräg nach hinten verlaufenden Schenkeln in Lagerstellen der Sohlenplatte um eine quer zur Skilängsrichtung verlaufende Achse schwenkbar gela­ gert ist, und mit einem auf der Sohlenplatte angeordne­ ten Fersenhalter, dadurch gekennzeichnet, daß am Quer­ steg ein hebelartiges und am Schuh (17) abgestütztes Glied (21, 16, 20) angeordnet ist, und daß der Form­ schluß zwischen dem Haltebügel (6) und dem Schuh (17) durch eine Schwenkbewegung des Haltebügels (6) aus sei­ ner Festhalte-Schräglage und relativ zum Schuh mittels des Gliedes (21, 16, 20) aufhebbar ist.
2. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß auf dem Quersteg ein Niederhalterglied in Form eines im Querschnitt zum Quersteg exzentrischen Nockens (21) drehbar gelagert ist, der eine keilförmige Nase besitzt, die mit ihrer Nasenspitze in einer Hohl­ kehle zwischen der Sohlenoberseite (46) und dem Oberle­ der derart abstützbar ist, daß in der Festhalteschrägla­ ge des Haltebügels (6) die Nasenspitze auf der dem Schuh (17) abgewandten Seite einer die Schenkelachsen (24) enthaltenden Ebene liegt, und daß der Haltebügel zumin­ dest relativ zum Schuh (17) und zum Nocken (21) soweit verschwenkbar ist, bis die Nasenspitze des Nockens (21) auf die dem Schuh (17) zugewandte Seite der die Schen­ kelachsen (24) enthaltenden Ebene gelangt.
3. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (21) mit einer an die Nasenspitze angrenzenden Anlagefläche (22) für das Oberleder ausgebildet ist, die mit der die Nasenspitze und die Drehachse enthaltenden Symmetrieebene (23) des Nockens (21) einen Winkel einschließt, der mindestens gleich einem weiteren, zwischen 1° und 45° liegenden Winkel ist, den die Symmetrieebene (23) mit der die Schenkelachsen (24) enthaltenden Ebene einschließt.
4. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Quersteg des Haltebügels (6) kur­ belwellenartig mehrfach abgekröpft ist, daß eine, vor­ zugsweise mittige, Kurbelwellenkröpfung gegenüber der die Schenkelachsen (24) enthaltenden Ebene schrägge­ stellt ist und ein Drückerglied (16) bildet, das in der Halteschräglage des Haltebügels (6) in etwa senkrecht zur Sohlenebene nach oben ragt, daß seitlich an das Drückerglied (16) Niederhalteabschnitte (7) anschließen, und daß beim Verschwenken des Haltebügels (6) zumindest relativ zum Schuh (17) das Drückerglied (16) am Schuh abstützbar ist und die Niederhalterabschnitte (7) über die Sohlenkanten (46) vom Schuh wegdrückt.
5. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Drückerglied (16) durch eine vier­ malige Abkröpfung im Quersteg des aus Federdraht gebil­ deten Haltebügels (6) gebildet ist.
6. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalterabschnitte (7) - in einer Draufsicht - in etwa tangential zur Kon­ tur des Oberleders im Zehenkappenbereich verlaufen.
7. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 1, 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Drückerglied (16) mit den Niederhalterabschnitten (7) einen Winkel von 100 bis 170° einschließt.
8. Sicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den Niederhalterabschnit­ ten (7) Abrollelemente (18, 19) drehbar gelagert sind.
9. Sicherheitsskibindung nach wenigstens einem der An­ sprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Drücker­ glied (16) ein Abrollelement (20) gelagert ist.
10. Sicherheitsskibindung nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abroll­ elemente (18, 19, 20) bombierte Oberflächen aufweisen.
11. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstellen (2, 3) in Skilängsrichtung relativ zur Sohlenplatte (1) ver­ schiebbar sind.
12. Sicherheitsskibindung nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager­ stellen (2, 3) an einem in der Sohlenplatte (1) längs­ verschiebbar geführten Schieber (9) vorgesehen sind, der in der Fahrtstellung der Bindung sohlenplatten- oder skifest abgestützt ist.
13. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 12, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Schieber (9) unter Zwischenschal­ tung einer, vorzugsweise einstellbaren, Auslösefeder (10) von einem sohlenplattenfesten Anschlag (32) abge­ stützt ist.
14. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 12, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Schieber (9) mit mindestens einer Rolle oder einem Gleitelement an einer skifesten Steuer­ kurve (11) abgestützt ist.
15. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 14, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Steuerkurve (11) zwei Nocken (12, 13) aufweist, die in etwa parallel zur Bindungslängsmit­ telachse (39) der Mitte der Bindung zugewandt sind und in der Fahrtstellung je eine am Schieber (9) gelagerte Rolle (14, 15) abstützen, und daß die Abstände der Nok­ ken (12, 13) und die der Rollen (14, 15) in einer seit­ wärts verschwenkten Lage der Sohlenplatte (1) zum Ver­ schieben des Schiebers (9) in Skilängsrichtung zulassen.
16. Sicherheitsskibindung nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager­ stellen (2′, 3′) sohlenplattenfest sind, und daß der Fersenhalter (25 25′, 25′′) einen Auslösemechanismus zur Freigabe des Schuhs in Skilängsrichtung aufweist, um bei einer Auslösung eine den Haltebügel (6) verschwenkende Bewegung des Schuhs relativ zur Sohlenplatte zuzulassen.
17. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß unabhängig von einer, gegebenenfalls im Fersenhalter vorgesehenen, Schubfeder eine, vorzugs­ weise einstellbare, Längsauslösefeder (26) vorgesehen ist.
18. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß unter dem Absatz des Schuhs (17) ein Gleitelement (28, 29) vorgesehen ist.
19. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Gleitelement (28) eine Kunststoff­ platte mit reibungsvermindernder Oberfläche ist.
20. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 18, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Gleitelement (29) eine in Längs­ richtung verschiebbar geführte Gleitplatte ist.
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