DE3600058C2 - Flusenfilter - Google Patents
FlusenfilterInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
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-
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- B01D—SEPARATION
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- B01D46/10—Particle separators, e.g. dust precipitators, using filter plates, sheets or pads having plane surfaces
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flusenfilter für die Reinigung von Abluft von
industriellen Wäschetrocknern, mit rotierenden Sieblochtrommeln, wie sie z. B. in
Großwäschereien Verwendung finden.
Derartige Filter bestehen üblicherweise aus zwei übereinanderliegenden Draht
sieben unterschiedlicher Maschenweite. Sie sind im Abluftgang innerhalb des
Trockners angeordnet. So ist z. B. aus der US-PS 4 227 315 ein Flusenfilter für die
Reinigung der Abluft von Wäschetrocknern bekannt, bei welchem das Filter in ei
nem eigenen Gehäuse untergebracht und an den Abluftaustritt des Wäschetrock
ners anschließbar ist. Der Vorder- und der Rückseite des Filters sind zwei separa
te Kanäle zugeordnet, wobei ein Kanal den Abluftaustritt darstellt. Das Filter ist
einlagig ausgebildet.
Da die Filter periodisch gereinigt werden müssen, ist hierfür der Trockner zu öff
nen und somit der Trockenprozeß unterbrochen oder aber die Standzeit zwischen
zwei Trocknungsvorgängen relativ lange vergrößert.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Flusenfilter für derartige Wäschetrockner zu
schaffen, mit dem die Prozeßunterbrechungen kürzer gehalten
werden können und bei dem eine Reinigung des Filters von Hand
nicht erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden
Teil von Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Vorteile dieser Vorrichtung sind u. a. folgende.
Ein derartiges Filter ist für alle Wäschetrockner nachrüst
bar, es braucht lediglich das herkömmliche ausgebaut zu wer
den, der Anschluß an den Trockner kann direkt an dessen Ab
luftausgang erfolgen. Es kann auch zentral mehrere Trockner
entsorgen.
Die Reinigung des Filters ist denkbar einfach, es braucht
lediglich aus der Filter- in die Reinigungsstellung gebracht
zu werden, die Entfernung der Flusen geschieht durch die
Abluft selbst.
Das Filter ist einlagig ausgebildet und damit
billiger.
Zur Vergrößerung der Filteroberfläche wird daher vorgeschlagen, das
Filter rechteckig, auch quadratisch auszubilden und aus einer
gegen die Gehäusewandung gelehnten Stellung in eine gegen
überliegende, ebenfalls aufrechte zu verschwen
ken.
Der Kanalquerschnitt entspricht dabei der Projektion des
Filters auf diesen.
Dadurch kann die Filteroberfläche erheblich größer sein, als
der Kanalquerschnitt, gleichzeitig ist weniger Kraft erfor
derlich, um das Filter durch den Luftstrom zu schwenken.
Das Verschwenken des Filters gegen die senkrechte Wandung
birgt dabei noch die Möglichkeit in sich, durch eine Erschüt
terung beim Auftreffen auf die Wandung, die anhaftenden Flu
sen zu lockern und so leichter für die Reinigung, mit Hilfe
durchströmender Luft, aus dem Trockner entfernbar zu machen.
Das Filter ist grundsätzlich in der Lage, ohne wechselweise
oder einzeln verschließbare Kanäle zu arbeiten. Dabei tritt
Luft aus beiden Kanälen aus, d. h. auch ständig durch den
Flusensack hindurch. Um diesen jedoch nicht durch Luftdruck
zu überlasten, kann der mit diesem verbundene Kanal einen
relativ kleinen Querschnitt aufweisen. Dabei ist dann der
Winkel zwischen Sieb und dem ins Freie führenden Kanalquer
schnitt vorzugsweise spitzer als derjenige zwischen Sieb und
dem zum Flusensack führenden Kanalquerschnitt.
Beim Reinigungsvorgang bedeutet dies jedoch, daß die Abluft
kurzzeitig ungefiltert ins Freie austreten kann.
Wählt man zeitlich die Reinigungsabschnitte so, daß wenig
oder kein Flusenanteil auftritt oder- treten kann, wie z. B.
beim Anfahren des Trocknungsvorganges - hier ist die Wäsche
noch naß - so können nennenswerte Umweltbelastungen sicher
vermieden werden.
Insbesondere bei Anschluß mehrerer Trockner an ein Filter
wird jedoch vorgeschlagen, an den oder in den Kanälen, wech
selweise betätigbare Klappen anzuordnen, um den jeweils nicht
benötigten Kanal verschließen zu können.
Die Verschwenkung des Filters kann periodisch von Hand vorge
nommen werden.
Um über den Zustand des Filters Auskunft zu haben, bzw. um
eine automatische Reinigung bei Bedarf vornehmen zu können,
wird vorgeschlagen, mindestens einen Druckwächter im Gehäuse
anzuordnen. Dieser befindet sich dabei in dem
Raumteil des Gehäuses, in dem infolge der Filterverschmutzung
und auch bei der Reinigung eine Druckänderung aufsteigend
oder absteigend, je nach Stellung des Filters, feststellbar
ist.
Mit dem oder den Manometer(n) kann eine
Steuerleitung für Klappen- oder Filterstellmotoren verbunden
sein, wodurch ein automatischer Filterbetrieb möglich wird.
Das Filter kann fest mit einem herkömmlichen Wäschetrockner
verbunden sein.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der beiliegenden Figur
näher erläutert.
In einem quaderförmigen Gehäuse befindet sich
das Flusenfilter 1. Dieses ist rechteckig und einlagig ausge
bildet. Es ist um die Achse 6 verschwenkbar, die zwischen dem
Abluftaustrittkanal 3 und dem Flusensackaustrittkanal 4 ange
ordnet ist, die beide ebenfalls einen rechteckigen Quer
schnitt aufweisen und sich beidseits der Achse 6 erstrecken.
Die Kanäle 3 und 4 sind-durch die Klappen 7 und 8 wechsel
weise ggf. motorisch verschließbar.
Mit Ziffer 9 sind Druckwächter bezeichnet, die an geeigneter
Stelle am Gehäuse 2 angebracht sein können.
Mit dem Filtergehäuseeingang 10 ist der Abluftaustritt aus
dem Trockner verbunden.
Unterhalb des Filtergehäuses 2 ist der Flusensack 5 angedeu
tet. Letzterer weist ein relativ großes Volumen und eine
relativ große Porengröße auf, um ihn luftdurchlässig zu
machen und um Druckstöße zu mildern, die bei zu schnellem
Öffnen der Klappe 8 entstehen können.
Falls die Reinigung des Filters 1, d. h. das Entleeren der
Flusen in den Flusensack 5 in Zeitbereichen vorgenommen wird,
in denen kein Flusenanfall auftritt, so kann durch Ableitung
eines Teils der Abluft über den Abluftaustrittkanal 3, z. B.
mit Hilfe nicht vollständig geschlossener Klappe 7 der Druck
im Flusensack 11 herabgesetzt werden, was mit Hilfe einer
Schockbelastung des Filters beim Anschlagen mit hoher Ge
schwindigkeit in die Reinigungsstellung vollkommen für eine
schnelle Entfernung der angesammelten Flusen ausreichen kann.
Claims (3)
1. Flusenfilter für die Reinigung der Abluft von industriellen Wäschetrocknern,
wobei das Filter in einem eigenen Gehäuse untergebracht und an den Abluf
taustritt von Wäschetrocknern anschließbar ist, Vorder- und Rückseite des
Filters zwei separaten Kanälen zugeordnet sind und wobei ein Kanal den Ab
luftaustritt darstellt und das Filter einlagig ausgebildet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Filter (1) im Gehäuse (2) derart schwenkbar angeordnet ist,
daß die Abluft auf die Vorderseite (Betriebsstellung) und auf die Rückseite
(Reinigungsstellung) des Filters geleitet werden kann, daß der Rückseite
des Filters ein offener Austrittskanal (3) und der Vorderseite des Filters ein mit
einem Flusensack (5) verbundener Kanal (4) zugeordnet ist und daß die Achse (6)
für die Schwenkung des Filters (1) sich an dessen Rand zwischen den Kanä
len (3) und (4) befindet.
2. Flusenfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der
Abluftaustritt (3) und gegebenenfalls auch der Kanal (4) mit Klappen (7, 8) ver
schließbar ist.
3. Flusenfilter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klappen (7, 8) und das Filter (1) mit Hilfe von über die
Druckwächter (9) gesteuerten Stellmotoren betätigbar sind.
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