-
-
Eindicker zum Entwässern von Suspensionen, insbesondere
-
von Faserstoffsuspensionen Die Erfindung betrifft einen Eindicker,
der im Oberbegrirf des ersten Anspruchs angegebenen Gattung. Ein derartiger, eine
Siebtrommel, bzw. einen Siebzylinder als Siebelement aufweisender Eindicker ist
als Trommeleindicker bekannt (DE-PS 2 039 292).
-
Mit einem Trommeleindicker ohne Gautschwalze lassen sich in der eingedickten
Suspension im allgemeinen Stoffdichten von 3 bis 5%, bei solchen mit Gautschwalze
AuslaufstofS dichten bis zu 8%, und mit Vakuumfilter Auslaufstoffdichten bis zu
14% erreichen. Sollen darüberhinausgehende Stoffdichten erzielt werden, kommen Entwässerungsmaschinen
anderer Art wie Banddruckfilter, Siebbandpressen oder Schnekkenpressen in Frage.
-
Bei Trommeleindickern stellt sich das Eindicken bzw.Entwässern der
Suspension bzw. des Stoffs als kontinuierlicher Filtrationsvorgang dar, bei welchem
der ausgefilterte Fest- bzw. Faserstoff selbst als Filterschicht dient, also der
Feinheit des Siebs der Siebtrommel im Hinblick auf die Filtratqualität nur nachrangige
Bedeutung zukommt. Die Leistung der Trommeleindicker ist in erster Linie vom Filtrationsdruck
bestimmt,der sich meistalsHöhendifferenz zwischen dem Suspensionsspiegel der zuströmenden
Suspension und dem des abfließenden Filtrats darstellt. Da die verfügbare Siebfläche
der Siebtrommel konstant ist, bleibt auch der Höhenunterschied praktisch konstant,
so daß bei einem Mengenstoß der zuströmenden Suspension - mit dem in der Praxis
immer gerechnet werden muß - der Trommeleindicker mit all den damit verbundenen
Nachteilen überläuft.
-
Der Filtrationsdruck kann zwar durch Vakuum - beispielsweise unter
Einsatz von Fallrohren oder Pumpen - beeinflußt werden, doch ist damit nicht nur
ein erheblicher könstruk-
tiver Aufwand, sondern auch Nachteile
durch störende Rohrleitungen und/oder höheren Energiebedarf verbunden.
-
Als weiterer grundsätzlicher Nachteil von Trommeleindikkern ist anzusehen,
daß der Wirkung des Filtrationsdrucks auf die auf der Sieboberfläche am Trommelumfang
zurückg8-haltenen Fest- bzw. Faserstoffe die Wirkung der Zentrifugalkraft entgegensteht,
so daß einw Erhöhung der Drehzahl bzw. Umfangsgeschwindigkeit der Siebtrommel Grenzen
-gesetzt sind. Zwar wird die sich pro Siebflächeneinheit ablagernde Fest- bzw. Faserstoffmenge
grundsätzlich von der Verweildauer bestimmt, was an sich für eine geringe Umfangsgeschwindigkeit
spricht. Da aber die Faserablagerung mit zunehmender Stärke der Filterschicht immer
langsamer vor sich geht, läßt sich vielfach ein besseres Ergebnis bei einem Betrieb
mit höherer Geschwindigkeit und mit dünnerer Filterschicht erzielen. Dabei sind
al lerdings durch die damit einhergehende erhöhte Zentrifugalkraft Grenzen gesetzt.
Eine Beschränkung, die um so eher greift, je größer der vorgegebene Trommeldurchmesser
des Eindickers ist.
-
Nachteilig bei einem Trommeleindicker ist auch - wenn auch nicht so
schwerwiegend wie das Überlaufen eines Trommeleindickers - daß des öfteren nicht
alle auf dem Sieb abgelegten Fasern mit der Filterschicht abgenommen werden, sondern
zum-Teil zurückrollen. Die Ursache für solche Störungen liegt in der beträchtlichen
Empfindlichkeit der bekannten Konstruktion gegenüber Schwankungen in der Stoffbeschaffenheit,
Zulaufmengen und/oder Stoffdichte der zugeführten Suspension, womit aber z.B. bei
Sekundärfaserstoff stets gerechnet werden muß. Da die verfügbare Siebfläche mehr
oder weniger begrenzt ist und der Filtrationsdruck praktisch gleichbleibt, läßt
sich in solchen Fällen nur die pro Zeiteinheit verfügbare Siebfläche, also bei gegebener
Siebfläche die Geschwindigkeit in engen Grenzen variieren. Damit geht allerdings
einher, daSiStrömungsverhältnisse im Trog unruhig werden und daß die
Gefahr,
daß die Filterschicht verletzt und abgewaschen wird, wächst. Zu allem aber könnten
Maßnahmen, um Schwankungen und Störungen zu begegnen, erst ergriffen werden, wenn
die Änderungen im zulaufenden Stoff bemerkt werden, was meist erst nach Auftreten
der Störung der Fall ist.
-
Zur Leistungsverbesserung eines Trommeleindickers unter Beibehaltung
der Baulänge des Trommeleindickers ist schon eine Vergrößerung der geometrischen
Siebfläche in der Weise vorgeschlagen worden, daß am Umfang des Siebzylinders Siebfalten
ausgebildet werden. Diese Siebflächenvergrößerung pro Aggregat bzw-. pro Grundfläche
des Aggregats geht allerdings mit Einbußen bei den in der. Einfachheit von Konstruktion
und Funktion begründet liegenden Vorzügen der Trommeleindicker einher.
-
Die Vorgabe einer vergleichsweise großen Siebfläche auf vergleichsweise
geringem Raum ist bei Scheibeneindickern bekannt, mit welchem unter Anwendung von
Vakuum eine Suspension von einer Zulaufstoffdichte von 0,5 bis 1,5% auf eine Ablaufstoffdichte
von 10 bis 14% eingedickt werden kann. Bei den Scheibeneindickern wird als Siebelement
eine Mehrzahl von jeweils aus einzelnen abgeschlossenen, mit Sieb#gewebe bespannten
Segmenten zusammengesetzten Scheiben vorgesehen. Jedes der Segmente einer Scheibe
ist ein in sich abgeschlossenes Bauteil, welches zur Ableitung des in das Innere
des Segments gelaSten Filtrats eine Kanüle aufweist, die in die als Hohlachse ausgebildete
Drehachse mündet. Wenn also die Segmentscheibe in die Suspension eintaucht, bildet
sich analog zu den Vorgängen in einem Trommeleindicker - zwischen dem Suspensionsniveau
im Trog und dem abfließenden Filtrat im Inneren der Segnete der Filtrationsdruck
aus. Dabei darf das Suspensionsniveau jedoch nicht unter das Niveau der Hohlachse
absinken, weil sonst die Gefahr des Falschlufteinzugs besteht. Als Folge der vorgegebenen
geometri#:chen Verhältnisse ist der Filtrationsdruck beschränkt und çie bei Trommeleindickern
praktisch
konstant. Die Fasern setzen sich an den Außenflächen der
Segmentscheiben ab und werden durch Druckluft oder Spritzwasser abgenommen. Da sich
bei diesen Scheiben mit seit lichen Faserablagerungen die Zentrifugalkraft weniger
auswirkt, als bei einer Trommel mit periphärer Faserablagerung, kann die Umfangsgeschwindigkeit
bei Scheibeneindik kern höher gewählt werden, ohne daß es zum Abwaschen der Filterschicht
kommt. Zur weiteren Leistungssteigerung läßt sich auch hier der Filtrationsdruck
durch Vakuum vergrößern, womit allerdings auch die zuvor im Zusammenhang mit Trommeleindickern
angesprochenen Nachteile verbunden sind. Die höhereh Leistungen von Scheibeneindickern
im Vergleich zu Trommeleindickern werden mit einer wesentlich aufwendigeren Konstruktion
erkauft. Damit wächst die Störanfälligkeit, insbesondere bei einer nicht ohne Probleme
einzudickenden Suspension, wie beispielsweise Sekundärfaserstoffen. Theoretisch
ist auch beim Scheibeneindikker die Gefahr des Überlaufens als Folge des unveränderlichen
Filtrationsdrucks vorhanden, doch läßt sich die pro Baulänge oder Grundfläche des
Eindickers verfügbare Siebfläche von vornherein bei Scheibeneindickern sehr viel
großzügiger bemessen und bereitstellen.
-
Davon ausgehend zielt die Erfindung darauf ab, in Meidung der vorgenannten
Nachteile einen Eindicker der einleitend genannten Gattung zu schaffen, der bei
einfacher Konstruktion und großer verfügbarer Siebfläche geringe Störanfälligkeit
aufweist.
-
Dies gelingt nach der Erfindung bei einem Eindicker der einleitend
genannten Gattung, durch die im Kennzeichen des ersten Anspruchs gegebene Lösung.
-
Dadurch wird erreicht, daß bei den mit vergleichsweise geringer Drehzahl
rotierenden Siebscheiben die Strömungsverhältnisse im Trog und die Durchströmgeschwindigkeit
durch die Filterschicht hindurch konstant gehalten
werden können
und somit Durchsatz und Reststoffgehalt im Filtrat von Schwankungen der zuströmenden
Suspension unberührt bleiben.
-
Durch die ausreichend vorgegebene verfügbare Siebfläche, die sich
selbsttätig an Schwankungen der zulaufenden Suspension- anpaßt, ist die ungestörte
Ausbildung einer mögl.chst geschlossenen, vor einem Auswaschen durch zu hohe Durchströmgeschwindigke#iten
geschützten Filterschicht und damit ein niedriger Reststoffgehalt im Filtrat erreichbar.
Ebenso paßt sich der Filtrationsdruck selbsttätig an Schwankungen der und in der
zulaufenden Suspension an und reagiert dabei variabel und unmittelbar auf in der
Praxis nicht auszuschließende Änderungen in den Zulaufbedingungen der Suspension.
Die Beaufschlagung der Suspensionskammern stellt sich als von der Drehbewegung der
Siebscheiben unabhängig dar, so daß der Suspensionsspiegel auch über dem Niveauder
Drehachse der Siebscheibe gelegen sein kann. Der Suspensionsspiegel in der Suspensionskammer
stellt sich automatisch in Abhängigkeit von Beschaffenheit, Menge und Konzentration
der zulaufenden Suspension ein. Nehmen z.B. Menge oder Mahlgrad der Suspension zu,
so wird der Suspensionsspiegel ohne Einwirkung von außen ansteigen. Dadurch vergrößer
sich aber auch der als Differenz zwischen Suspensionsniveau und Filtratniveau ergebende
Filtrationsdruck.
-
Damit einher geht eine Zunahme der Entwässerungswirkung, jedoch ohne
abträglichen Einfluß auf die Stoffströmung innerhalb der Suspensionskammer. Die
Beschaffenheit der Filterschicht bleibt unverändert, weil sich gleichzeitig mit
der Erhöhung des Filtrationsdrucks die beaufschlagbare siebfläche vergrößert, und
zwar ohne, daß dies mit einer nachteiligen Erhöhung der Zentrifugalkräfte einhergeht,
da die Umdrehungszahl der Siebscheiben relativ niedrig vorgesehen ist und vorgegeben
werden kann.
-
Das Verhältnis von Durchsatz des Eindickers, bezogen auf die Arbeitsbreite
bzw. die Baulänge des Eindickers, ist insbesondere gegenüber Trommeleindickern deutlich
größer.
-
Dies alles ist mit vergleichsweise niederem Investionsaufwand und
bei vergleichsweise niederen Betriebskosten zu erreichen.
-
Weiterbildungen des Eindickers nach dem ersten Anspruch ergeben sich
aus den Ansprüchen 2 bis 15.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 2 ist eine kompakte, gleichsam
geschlossene Eindicker-Einheit gegeben, mit einer nach oben offenen Suspensionskammer,
in der die einfließende Suspension von beiden Seiten her und nach beiden Seiten
hin durch Siebbespannte Flächen hindurch in Filtratkammern entwässert wird. Für
die Filtratströmung inund aus der Filtratkammer ist es dabei unerheblich, ob die
Filtratkammer beiderseits von einer Siebfläche oder - wie es bei den Filtratkammern
in den Außenpositionen des Eindikkers der Fall ist - einerseits von einer Siebfläche
und andererseits von der Trogwandung begrenzt ist.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 3 ist eine praktisch sehr bedeutsame
Eindicker-Ausbildung gegeben, mit der pro Einheit Grund bzw. Standfläche eine vergleichsweise
hohe Eindick-Kapazität bei geringer Störanfälligkeit bereitgestellt werden kann.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 5 wird eine einfache und rasche
Montage und Demontage auch einzelner Siebscheiben oder Siebscheibenhälften möglich.
Dies schlägt sich in geringen, durch Reparaturen an den Siebscheiben oder deren
Siebbespannung bedingten Unterbrechungen und Ausfallzeiten nieder. Die rasche Montage
und Demontage ermöglicht es, daß in den meisten Fällen das Problem mit den Siebscheiben
durch Austausch der beschädigten Siebscheiben oder Siebscheibenhälften durch in
Reserve stehende einwandfreie Stücke gelöst werden kann.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 8 wird mit einfachen Mitteln
und auf zuverlässige Weise die Aufrechterhaltung von weitgehend gleichbleibend stabilen
Entwässerungs- und Strömungsbedingungen in der Suspensionskammer erreicht, in dem
einem Ablagern von Fest- bzw. Faserstoffen in der Suspensionskammer bzw. an den
sie begrenzenden Trogwänden und sich daraus ergebenden Störungen und Unterbrechungen
entgegengewirkt ist. Die umlaufenden Auswurfbleche übernehmen Abstreifaufgaben.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 10 wird erreicht, daß die Abnahme
der Filterschicht bzw. deren Teile von der Siebbespannung durch Spritzwasseraufgabe
auf die nicht beaufschlagte Rückseite der Siebbespannung in- die Suspensionskammer
erfolgt, so daß dem Eindringen von Fest- bzw. Faserstoffen in die Filtratkammer
entgegengewirkt ist. Der Zugang über die Filtratkammer, in der ja keine umlaufenden
Teile wie Distanzstäbe, Auswurfbleche angeordnet sind, ermöglicht die konstruktiv
einfache Anwendung von stationären Spritzrohren und Spritzdüsen.
-
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 11 ist ein besonders wesentlicher
Vorzug erreicht, der darin zu sehen ist, daß durch das Absperrorgan, beispielsweise
einen Schieber, auf einfache und rasche Weise jederzeit der Zulauf zu einer Suspensionskammer
gesperrt oder gegebenenfalls geöffnet werden kann und so eine Suspensionskammer
ab- und gegebenenfalls zugeschaltet werden kann. Dadurch ist eine flexible Anpassung
des Eindickers an unterschiedliche Vorgaben gegeben. Im Falle von Störungen oder
Defekten im Bereich einer Suspensionskammer kann so durch schalten dieser einen
Suspensionskammer die Störung oder der Defekt gleichsam ausgeklammert werden. Der
Betrieb des Eindickers mit den übrigen Suspensionskammern kann in der Regel ohne
diese Suspensionskammer weitergeführt werden, so daß die Behebung der Störung oder
des Defekts bis zu einer vorgesehenen Produktionsunterbcechung aufgeschoben werden
kann.
-
Anhand der beigefügten Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert.
-
Es zeigen schematisch: Figur 1 in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsform
eines Eindickers nach der Erfindung mit fünf um eine horizontale Achse drehbar in
einem Trog aufgenommenen, jeweils aus zwei Siebscheiben aufgebauten Siebkäfigen,
Figur 2 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt eines mehrfach unterbrochen gezeichneten
Vertikalschnitts durch die Drehachse eines#lndickers nach der Erfindung und Figur
3 ein Funktionsschema des Eindickers nach der Erfindung.
-
Figur 1 zeigt einen Eindicker mit einem Trog 1 in Schweißkonstruktion.
Dieser Trog 1 nimmt in einer beiderseits von einer Stirnwand 10 abgedichteten, liegend
angeordneten Rinne 11 von kreisbogenförmigem Querschnitt hier fünf um eine horizontale
Achse drehbare, gegen die Innenwand der Rinne 11 abgedichtete, kreisförmig begrenzte
Siebkäfige 22 auf. Die nebeneinander angeordneten Siebkäfige 22 sind jeweils aus
zwei einseitig mit einer Siebbespannung versehenen und mit ihren bespannten Flächen
aufeinander zuweisenden, kreisförmig begrenzten Siebscheiben 2 aufgebaut. Die Siebscheiben
2 bzw. die Siebkäfige 22 sind im Abstand von einander auf einer horizontalen, in
den Stirnwänden 10 des Trogs 1 gelagerten Drehachse 7 befestigt und im Bereich des
Umfangsrands 20 gegen die Innenwand der Rinne 10 abgedichtet. Die Drehachse 7 ist
mit einem nicht dargestellten Antrieb, beispielsweise einem Drehstromgetriebemotor,
verbunden.
-
Die Siebkäfige 22 schließen jeweils eine nach oben offene Suspensionskammer
4 ein, die von der Innenwand der Rinne 11 und den siebbespannten Flächen der Siebscheiben
2 eines Siebkäfigs 22 begrenzt sind. Jede Suspensionskammer 4 weist einen in der
Rinnenwandung belassenen Suspensions -Zulauf 41 sowie einen in der dem Zulauf 41
gegenüberliegenden Rinnenwandung belassenen Suspensions-Auslaß 42 auf.
-
Die Zuläufe 41 sind durch hier nicht dargestellte Absperrorgane unabhängig
voneinander verschließbar und stehen hier mit einer sich über die Länge des Eindickers
erstrekkenden, die Form eines Flachtrichters aufweisenden Verteilereinrichtung 43
mit einem Überlaufwehr 44 und einem im Bereich der Trichterspitze angeordneten Anschlußflansch
45 in Verbindung.
-
Die Auslässe 42 sind hier jeweils als Überlauf ausgebildet, an den
sich eine Rutsche 46 anschließt, die in eine sich über die Länge des Eindickers
erstreckende Sammelrinne 47 zur Ableitung der eingedickten Suspension weisen.
-
Zu beiden Seiten eines jeden Siebkäfigs 22 ist eine Filtratkammer
3 zur Aufnahme des durch die siebbespannten Flächen aus der Suspensionskammer 4
eindringenden Filtrats vorgesehen. Am Boden bzw. der tiefsten Stelle der Filtratkammer
3 mündet in der vom Trog 1 bzw. dessen Rinne 10 gebildeten Trogbegrenzung der Filtratkammer
3 der Filtratablauf 48. Der Ablauf 48 einer jeden Filtratkammer 3 steht über eine
Sammelleitung mit einem niveaugeregelten Überlaufkasten 49 in Verbindung#.
-
Zur Abnahme der auf den siebbespannten Flächen einer Siebscheibe 2
gebildeten Filterschicht sind Spritzrohre 8 vorgesehen, die sich hier etwa parallel
zu dieser Siebscheibe 2 in die Filtratkammern 3 erstrecken und Spritzdüsen 81 aufweisen,
dieU5ie Rückseite der Siebbespannung gerichtet sind. Die Spritzrohre 8 werden in
der Regel mit im Eindikker anfallenden Filtrat gespeist.
-
Der in Figur 1 dargestellte Eindicker ist für die Aufnahme von acht
Siebkäfigen 22 ausgelegt. Allerdings sind hier nur die Positionen von fünf Siebkäfigen
besetzt. Durch den nicht besetzten Trogabschnitt ergibt sich jedoch kein negativer
Einfluß auf die Eindickwirkung. Denn durch die gegenüber dem Trog abgedichteten,
jeweils eine Suspensithtkammer 4 einschließenden Siebkäfige 22 ist sichergestellt,
daß dieser unbesetzte Trogabschnitt von Suspension frei bleibt. Durch diese unbesetzten
Siebkäfig-Positionen ist jedoch eine jederzeit und kurzfristig verfügbare Reserve
für etwa später benötigte Kapazitätserweiterungen gegeben.
-
Dadurch, daß die Zuläufe 41 zu den Suspensionskammern 4 jeweils mit
separaten Absperrorganen versehen sind und somit stets unabhängig voneinander absperrbar
sind, können einzelne Suspensionskammern 4 auf einfache und rasche Weise abgeschaltet
werden. Daher kann im Falle, daß ein Siebbezug einer Siebscheibe 2 beschädigt ist
und daß aufgrund dieser Beschädigung Suspension bzw. Stoff in die Filtratkammer
3 bzw. in das Filtrat gelangt, unmittelbar und ohne jede Betriebsunterbrechung Abhilfe
geschaffen werden, indem die defekte Ein#heit bzw. Suspensionskammer 4 kurzerhand
abgeschaltet und entleert wird. Da in aller Regel dadurch die damit verbundene Niveauänderung
in den verbleibenden Suspensionskammern 4 ohne weiteres aufgefangen werden kann,
kann die Reparatur bzw. der Austausch der beschädigten Siebscheibe bis zur nächsten
Produktionsunterbrechung zurückgestellt werden, ohne daß die Eindickwirkung beeinträchtigt
wird.
-
Figur 2 zeigt mit Blick auf einen Zulauf 41 eine aus einer beiderseits
von einer Filtratkammer 3 begrenzten Suspensionskammer 4 bestehende "geschlossene"
Einheit. Die Suspensionskammer 4 wird in Richtung der Drehachse 7 gesehen beiderseits
von den beiden Siebscheiben 2 des Siebkäfigs 22 begrenzt. Die beiden Siebscheiben
2 weisen mit ihren, die Siebbespannung 24 tragenden Flächen au#i-nander zu
und
sind über mehrere, über den Umfang verteilt, angeordnete Distanzstäbe 23 miteinander
lösbar verbunden. Eine Siebscheibe 2 besteht aus einem Rahmen 25, der auf der der
Suspensionskammer 4 zugewandten Seite eine Siebbespannung 24 trägt. Die Siebbespannung
24, die vorzugsweise aus einem außenliegenden Filtergewebe und einem innenliegenden
Untergewebe besteht, ist am Rahmen 25 befestigt und wird dabei von einem aus Stäben
und Streben gebildeten Gerüst 26 unterstützt. Das Gerüst 26 bildet im übrigen eine
stabile Verbindung zwischen einem äußeren Rig 28, über welchen die Siebscheibe 2
an einem Bund 71 der Drehachse 7 befestigt ist. Um eine einfache Montage und Demontage
der Siebscheiben zu ermöglichen, sind die Siebscheiben 2 aus zwei identisch ausgebildeten,
separat an einem Bund 71 lösbar befestigbaren, Hälften zusammengesetzt.
-
Die Abdichtung des Siebkäfigs 22 im Trog 1 bzw. an der in Figur 2
gezeigten Wandung der Rinne 11 mit dem als. Aussparung belassenen Zulauf 41 erfolgt
durch eine im Bereich des Umfangrandes 20 einer jeden Siebscheibe 2 befestigte,
umlaufende Dichtungslippe 9. Diese Dichtungslippe 9 wirkt innerhalb des Troges 1
bzw. der Rinne 11 mit Führungsleisten 91 zusammen. An diesen Führungsleisten 91
legt sich der freie Abschnitt der Dichtungslippe 9 - wie in Figur 2 unten ersichtlich
- unter Verformung an. Im in Figur 2 oben dargestellten Zustand ist der freie Abschnitt
der Dichtlippen 9 ohne jeden Kontakt mit einer Führungsleiste 91 und steht im wesentlichen
gestreckt in Richtung der Drehachse 7 am Umfangsrand 20 ab In Figur 2 unten ist
eines von mehreren, vorzugsweise drei, über den -Umfang verteilt am Siebkäfig 22
befestigten Auswurfblechen 29 gezeigt. Diese vorzugsweise mit Lochreihen versehenen
Auswurfbleche 29 dienen dazu, etwaige, an der Überlaufkante des Suspensions-Ablaufs
42 zurückgehaltene und/ oder in der Suspensionskammer 4 abgesetzte Fest- bzw. Faserstoffe
durch den Anlauf 42 aus der Suspensionskammer zu befördern.
-
Zu beiden Seiten der Suspensionskammer 4 sind Filtratkammern 3 mit
je einem an der tiefsten Stelle der Trogbegrenzung bzw. im Bodenbereich der Rinnenwandung
des Troges mündenden Filtrat-Ablauf 48 vorgesehen. In jede dieser Filtratkammern
3 ragt von oben jeweils ein Spritzrohr 8 mit davon ausgehenden Spritzdüsen 81 hinein.
Die Spritzdüsen 81 sind auf die nicht von Suspension beaufschlagten Rückseiten der
Siebbespannungen 24 des Siebkäfigs 22 gerichtet.
-
Das in Figur 3 dargestellte Funktionsschema des Entwässerungsvorgangs
eines Eindickers nach der Erfindung zeigt in prinzipieller Weise eine Draufsicht
auf die Siebbespannung 24 einer in einem Trog 1 bzw. einer Rinne 11 aufgenommenen
Siebscheibe 2 bzw. eines Siebkäfigs 2. Die Siebscheibe 2 bzw. der Siebkäfig 22 ist
an der Drehachse 7 befestigt und mit dieser in Pfeilrichtung gesehen auf die Verteilereinrichtung
43 mit Wehr 44 hindrehbar. Auf der - bezogen auf die Drehachse 7 - der Verteilereinrichtung
43 gegenüberliegenden Seite des Troges 1 bzw. dessen Rinne 11 ist der Suspensions-Auslaß
42 mit angeschlossener Rutsche 46 dargestellt. Im Bodenbereich der Rinne 11 ist
der Filtratablauf 48 der hinter der Siebscheibe 2 gelegenen Filtratkammer angedeutet.
In dieser Figur 3 ist der Verlauf des Suspensionsspiegels in der Suspensionskammer
für drei verschiedene Differenzhöhen ho, hl und h2 dargestellt. Der Verlauf der
drei Niveaulinien der Suspension in der Suspensionskammer zeigt, daß mit einer Änderung
des Suspensionsniveaus in der Suspensionskammer eine gleichlaufende Änderung der
zur Verfügung stehenden Siebfläche und eine gleichlaufende Änderung des Filtrationsdrucks
einhergeht.
-
Die Anpassung des Filtrationsdrucks und der verfügbaren Siebfläche
auf Schwankungen in den Zulaufbedingungen der zugeführten Suspension erfolgt dabei
selbsttätig und ohne jede spezielle Steuerungseinrichtung, wobei die Beschaffenheit
der eingedickten Suspension und des Filtrats praktisch konstant bleiben.
-
Beim Einsatz einer aus einer Suspensionskammer und zwei Filtratskammern
bestehenden Eindicker-Einheit in einer auf Basis Altpapier arbeitenden Produktionsanlage,
wurde bei einer Drehzahl des Siebkäfigs von 10 U/min und einer Stofftemperatur von
ca. 370C über vier Tage die Einlauf- und Auslaufstoffdichte am Eindicker ermittelt.
Es zeigte sich, daß bei Schwankungen in der Einlaufstoffdichte zwischen 3 - 4% atro
die Auslaufstoffdichte lediglich im Bereich von 6,0 bis 6,5% atro schwankte, also
praktisch konstant geblieben ist.
-
Der Energiebedarf des Eindickers kann also bei lkWh pro to Stoff atro
und der Spritzwasserbedarf ab bei 5 - 6Bar mit etwa hundert 1/min pro Siebkäfig
liegend angesehen werden.
-
Bei Einsatz einer derartigen Eindicker-Einheit zu-r Reinigung des
Kreislaufwassers in einer Altpapier verarbeitenden Produktionsanlage konnte des
weiteren beobachtet werden, daß sich die Zahl der zuvor in der Trockenpartie am
Papier auftretenden Flecken, die wohl auf Schlieren aus Leim, Wachs oder dergleichen
störenden Stoffe, die als fein emulgierte Bestandteile jede Sortierung passieren,
zurückzuführen sind, deutlich verminderte. Es wird vermutet, daß infolge der bei
der Eindicker-Einheit möglichen und vorgebbaren sanften Entwässerung bzw. Filtration
genügend Fejnstoff in der sich auf der Siebbespannung ablagernden Filterschicht
eingelagert wurden, um zumindest ei#nen Teil dieser störenden Stoffe auszufiltern
und zurückzuhalten.
-
Mit dem Eindicker nach der Erfindung ist eine Vorrichtung gegeben,
die sich nicht nur universell als Eindicker zum Entwässern von Suspensio#n,beispie1sweise
von auch von den vielfach problematis§èk§82undärEaserstoffen, sondern die sich auch
als Filter oder Stoff änger zum Reinigen von Wassern eignet. Deeri98rgleichsweise
große und dem Bedarf selbsttätig anpaßbare Siebfläche aufweisende Eindicker ist
bei sich ebenfalls selbsttätic einstellendem Filtrationsdruck mit vergleichsweise.
gerirgem Energiebedarf bei Umdrehzahlen von
nur 16 - max. 40 U/min
zu betreiben. Die Bildung und Schonung der Filterschicht wird bei den dabei sich
ergebenden Relativbewegungen zwischen Suspension und Siebfläche nicht gestört, so
daß selbst so niedrige Restgehalte wie 0,2 60 im Filtrat ohne weiteres zu erreichen
und einzuhalten sind.