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DE3640119C1 - Process for treating a gas stream containing nitrogen oxides - Google Patents

Process for treating a gas stream containing nitrogen oxides

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Publication number
DE3640119C1
DE3640119C1 DE19863640119 DE3640119A DE3640119C1 DE 3640119 C1 DE3640119 C1 DE 3640119C1 DE 19863640119 DE19863640119 DE 19863640119 DE 3640119 A DE3640119 A DE 3640119A DE 3640119 C1 DE3640119 C1 DE 3640119C1
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DE
Germany
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exhaust gas
gas
nitric acid
nitrogen
column
Prior art date
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Expired
Application number
DE19863640119
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Prof Dr-Ing Gestrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GESTRICH, WOLFGANG, PROF. DR.-ING., 1000 BERLIN, D
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19863640119 priority Critical patent/DE3640119C1/de
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/1493Selection of liquid materials for use as absorbents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/54Nitrogen compounds
    • B01D53/56Nitrogen oxides

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein absorptives Reaktionsverfahren zur Entfernung von Stickoxiden, insbesondere von Stickstoffmonoxid (NO), aus Abgasen. Aufgrund auftretender Umweltschäden tritt die sog. Entstickung von Rauchgasen und Kraftfahrzeugabgasen immer mehr in den Vordergrund. Die zur Verfügung stehenden Verfahren sind jedoch keineswegs befriedigend. Zum Stand der Technik der Rauchgasreinigung gehören die selektiv-katalytischen Verfahren mit sog. SCR-Kontakten, die bei ca. 350-400°C die Stickoxide mit Ammoniak zu Stickstoff umsetzen, auch und gerade in Gegenwart von Sauerstoff. Die hohen Kosten (ca. 17 000,- DM/m³) und die noch unsicheren Standzeiten der Kontakte (0,5-2 Jahre) lassen andere Verfahren dringend erforderlich erscheinen. Die in Japan eine Zeit lang ebenfalls zum Stand der Technik gehörenden Absorptionsverfahren mit Eisen-II-Komplexsalzen, insbesondere FeII-EDTA-Lösungen, konnten sich wegen ihrer Sauerstoffempfindlichkeit und der schwierigen Aufarbeitung der Produkte (Imidodisulfonate) nicht durchsetzen. Auch oxidative Verfahren, etwa mittels Wasserstoffperoxid (Degussa), Ozon (Walther), Chlor oder Chlordioxid sind wegen der Oxidationsmittel zu teuer, bedingen Probleme bei der NO₂-Absorption (NO-Rückbildung) und geben teilweise Anlaß zu Sekundäremissionen bei Reaktionsmittelüberschuß. Für sämtliche Prozesse erweist sich das Stickstoffmonoxid wegen seiner extrem geringen Löslichkeit in jedem bekannten Reaktionsmedium und wegen seiner langsamen Oxisationsgeschwindigkeit mit Sauerstoff im niedrigen Konzentrationsbereich als begrenzende Komponente. Eine effektive Heraufsetzung der NO-Löslichkeit ist allerdings aufgrund der Bildung von ionischen Eisen-II- und Kupfer-II-nitrosylkomplexen Me(NO)2+ möglich, wie kürzlich für Fe2+ (Linde AG, P 36 12 123.1 vom 9. 4. 86) in ganz unterschiedlichen, meist OH- Gruppen enthaltenden Lösemitteln und für Cu2+ (Gestrich, P 36 20 073.5 vom 14. 6. 86) in phosphororganischen Lösemitteln patentlich beansprucht wird. Jedoch sind auch die in organischer Phase gelösten Fe-II-Verbindungen sauerstoffunbeständig und scheiden daher für die meisten Anwendungen aus, und für die regenerierbaren Cu2+-haltigen Organophosphorverbindungen scheint die NO- Löslichkeit bei sehr geringem NO-Gehalt, wie etwa in Rauchgasen, zur Zeit noch nicht rentabel. In der DE-OS 34 09 526 wird zur Minderung der Fe-II- Oxidation der Zusatz von Phosphonsäuren und Diphosphonsäuren und ihren Salzen zu der wäßrigen Lösung beansprucht. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei dem hier beanspruchten Waschmedium um eine organische, gegebenenfalls Kohlenwasserstoffe enthaltende Phase, die kaum Wasser aufnehmen kann, und zusätzlich auch noch Salpetersäure als eigentlichen Reaktionspartner enthält.
Erwähnenswert bei den Absorptionsverfahren ist noch ein neuere Variante des bekannten Bleikammerprozesses (Ciba-Geigy, US-Pat. No. 42 42 321), die auf der erhöhten NO-Löslichkeit in konzentrierterer Schwefelsäure und Bildung von Nitrosylschwefelsäure (NOSO₄H) beruht. Doch ist dieser Prozeß verfahrenstechnisch sehr aufwendig und erfordert z. B. im Rauchgas eine über Regelung erfolgende künstliche Einstellung eines molaren NO : NO₂- Verhältnisses von 1 : 1 durch Zudosieren von NO₂-haltigem Gas aus dem Prozeß. Noch weniger aussichtsreich, zumindest für Rauchgase, dürften die kürzlich beanspruchten wäßrigen Absorptionsverfahren mittels Alkalicarbonaten und -bicarbonaten unter Zusatz von Oxidationsmitteln, wie Wasserstoffperoxid oder Alkalihypochlorit (DE-OS 27 36 768) wegen der Kosten der Oxidationsmittel und der gleichzeitigen CO₂-Absorption, mittels sauren, nitrationenhaltigen Lösungen (DE-OS 27 45 513) wegen der geringen Absorptionsgeschwindigkeit, sowie mittels sauren und/oder alkalischen Ammoniumnitratlösungen (DE-OS 30 09 724) aus schon genannten Gründen einzuschätzen sein.
Das erfindungsgemäße phosphororganische Absorptionsmedium weist, wie noch an Zahlen ausgeführt wird, gegenüber den wäßrigen Systemen eine erheblich höhere Absorptionsgeschwindigkeit und Absorptionskapazität für Stickstoffmonoxid auf und bedeutet somit einen erheblichen technischen und zu erwartenden wirtschaftlichen Fortschritt. Im weiteren soll die generell und auch in diesem Falle weniger problematische Komponente Stickstoffdioxid (NO₂) nicht weiter erwähnt werden, obwohl sie bei dem Verfahrensablauf in entsprechender Weise zu den gleichen Produkten reagiert wie die absorptionstechnisch schwierige Komponente Stickstoffmonoxid (NO).
Der Absorptionsprozeß mittels der erfindungsgemäß salpetersäurehaltigen phosphororganischen Verbindung verläuft gemäß bzw. in Gegenwart von genügend Wasser gemäß
Beispiel 1
Im Falle der Verwendung von Tri-n-butyl-phosphat (TBP), in dem Salpetersäure im Kondenztrationsbereich zwischen 0,34 und 1,8 mol/l gelöst war, konnte bei Beaufschlagung der Lösung mit reinem Stickstoffmonoxid bei 1 bar und 30°C bzw. 50°C eine quantitative Absorption nach den Gln. (2) sowohl in trockenem, als auch in wassergesättigtem sowie in zusätzliche Wasserphase enthaltendem TBP gasvolumetrisch festgestellt werden.
Die Reaktionen nach den Gln. (2) sind reversibel, so daß etwa durch Druckerniedrigung oder Temperaturerhöhung vermittels Desorption ein NO-haltiges Reichgas gewonnen werden kann unter Rückgewinnung einer zur NO-Absorption fähigen Flüssigkeit. Weiterhin kann das gelöste Stickoxid, das in Form 3 wertiger Stickstoffverbindungen vorliegt, direkt durch Sauerstoff oxidiert werden, gemäß
3 HNO₂ + 1,5 O₂ → 3 HNO₃ (3)
Beispiel 2
Im Falle der Verwendung von TBP/HNO₃, das mit NO nach den Gln. (2) quantitativ gesättigt war, konnte bei 50°C in Lösungen, die ursprünglich 0,34 bis 1,8 mol/l Salpetersäure enthalten hatten, unter reinem Sauerstoff von 1 bar gasvolumetrisch ein Sauerstoffverbrauch ermittelt werden, der genau 75% der vorher absorbierten Molzahl an NO entsprach, was nach den Gln. (2) und (3) einer 100%igen Oxidation zu Salpetersäure gleichkommt.
Bei der NO x -Absorption aus Rauchgasen mit dem erfindungsgemäßen System kann aufgrund des im Rauchgas mit 3-5 Vol.-% enthaltenen Sauerstoff somit erwartet werden, daß bereits im Rauchgaswäscher (Kolonne 1 in Fig. 1 und Fig. 2) ein Teil der absorbierten Stickoxide zu Salpetersäure oxidiert werden. Diese Erwartung hat ihre Rechtfertigung in der in der phosphororganischen Phase erheblich heraufgesetzten Geschwindigkeit der NO- Absorption und der Oxidation. Diese hat ihre Ursache zum Teil in der gegenüber Wasser etwa 8fach höheren Löslichkeit des Stickstoffmonoxids und des Sauerstoffs, vornehmlich aber in der besonderen Bindungssituation der Salpetersäure in der phosphororganischen Phase.
Offensichtlich besteht eine große Affinität von Säuren, insbesondere aber von Salpetersäure, zu phosphororganischen Verbindungen der Struktur gemäß Gl. (1), wie aus dem Gebiet der Extraktionstechnik hinlänglich bekannt ist. So beträgt etwa bei Zimmertemperatur der Verteilungskoeffizient der HNO₃-Konzentrationen zwischen einer Wasserphase und einer TBP-Phase bis zu 2 mol/l HNO₃ in der Wasserphase ca. 1, bei 5 mol/l HNO₃ in der Wasserphase ca. 0,5. Dies bedeutet auf starke Solvatationsinteraktionen in der organischen Phase hin.
Beispiel 3
Zum Vergleich wurden die in nachfolgender Tabelle angegebenen, miteinander im Verteilungsgleichgewicht stehenden Phasen getrennt und je 100 ml davon bei 50°C zuerst einer NO-Absorption, sodann einer Sauerstoffabsorption unter dem jeweiligen Alleindruck von 1 bar bei 600 UPM Magnetrührerdrehzahl unterworfen:
Trotz der fast doppelt so hohen HNO₃-Konzentration in der Wasserphase weist diese nur ¹/₆ der Absorptionsgeschwindigkeit bzgl. NO und nur ½ bzgl. O₂ auf, und auch die Absorptionskapazität bezüglich NO beträgt nur ¹/₃ verglichen mit der TBP-Phase.
Beispiel 4
Weiterhin konnte gezeigt werden, daß ein Zusatz von Kupferchlorid die Absorptionsgeschwindigkeit deutlich erhöht, ohne die Absorptionskapazität wesentlich zu beeinflussen, wie Tab. 2 für je 100 ml an Salpetersäure 0,34 mol/l betragende TBP-Lösung bei 50°C, 1 bar NO-Alleindruck und einer Magnetrührerdrehzahl von je 600 UPM ausweist:
Beispiel 5
Schließlich wurden direkte Absorptionsversuche an einem 2490 ppm NO enthaltenden Stickstoffstrom in an Salpetersäure anfangs 2,59 molarem Tributylphosphat in Laborwaschflaschen bei 22°C und Normaldruck vorgenommen. Waschflasche A enthielt 200 ml 2,59 m HNO₃/TBP-Lösung mit einer Standruhehöhe des Flüssigkeitsspiegels von 11 cm über dem Gasverteiler (Glasfritte), Waschflasche B enthielt ebenfalls 200 ml 2,59 m HNO₃/TBP-Lösung mit einer Standruhehöhe von 8,5 cm über Glasfritte.
Während der ca. 11 Stunden unter wechselnden Betriebsbedingungen konnte keine Abnahme des Absorptionsvermögens (Auswaschgrad) festgestellt werden.
Aufgrund der geschilderten Eigenschaften des erfindungsgemäßen Absorptionsmittels ergeben sich insbesondere die beiden in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Prozeßvarianten:
1. Absorption - Oxidation - Extraktion (Fig. 1)
Der stickoxidhaltige Abgasstrom 10 durchläuft zuerst den mit dem erfindungsgemäßen Waschmittelstrom 20 beaufschlagten Abgasabsorber 1, sodann den mit einem Wasserstrom 30 beaufschlagten Abgasendwäscher 2. Das den Abgasabsorber 1 verlassende, an Stickoxiden beladene Waschmittel 20 wird im Oxideur 3 einem sauerstoffhaltigen Gasstrom 40 zugeführt, wobei die in der dreiwertigen Form vorliegenden Stickstoffverbindungen in die fünfwertige Form, in der Regel in Salpetersäure, überführt werden. Der den Oxideur verlassende salpetersäurereiche Waschmittelstrom 20 wird im Solventextraktor 4 mit dem Wasserstrom 30 aus dem Abgasendwäscher, der bereits vorher im Abluftwäscher 6 den aus dem Oxideur kommenden Gasstrom 40 gewaschen hat, in Kontakt gebracht. Dabei belädt sich die Wasserphase 30 mit Salpetersäure und wird anschließend einer Rektifizieranlage 5 zum Konzentrieren der Salpetersäure zugeführt. Die en Extraktor 4 verlassende, an Salpetersäure abgereicherte erfindungsgemäße Waschmittelphase 20 wird dem Abgasabsorber 1 wieder zugeführt. Der Salpetersäurekonzentrierer 5 kann je nach Rektifizieraufwand so betrieben werden, daß ihn eine mehr oder weniger konzentrierte wäßrige Salpetersäure 50 und eine weitgehend salpetersäurearme Wasserphase 30 verläßt, die mit Frischwasser zu ergänzen ist. Der den Abluftwäscher 6 verlassende Gasstrom 40 wird zweckmäßig dem Abgasstrom 10 vor dem Abgasabsorber 1 zugeführt.
2. Absorption - Desorption - Oxidation (Fig. 2)
Der stickoxidhaltige Abgasstrom 10 durchläuft zuerst den mit dem erfindungsgemäßen Waschmittelstrom 20 beaufschlagten Abgasabsorber 1, sodann den mit einem Wasserstrom 30 beaufschlagten Abgasendwäscher 2. Das den Abgasabsorber 1 verlassende, an Stickoxiden beladene Waschmittel 20 wird dem Desorber 4 zugeführt, wo in Umkehrung der Gln. (2) durch Temperaturanhebung und/oder Druckabsenkung und/oder Zuführung eines Stripgases, das auch schon Sauerstoff enthalten kann, ein NO- haltiges Reichgas 40 freigesetzt wird, das zusammen mit einem sauerstoffhaltigen Gas, z. B. Luft, oder mit reinem Sauerstoff 50 dem Oxideur 3 zuströmt, wo es auf den dem Abgasendwäscher 2 entstammenden Wasserstrom 30 trifft. Hier erfolgt nach bekannten Umsatzgleichungen die Bildung von wäßriger Salpetersäure 60. Der den Oxideur verlassende Abgasstrom 70, der größenordnungsmäßig weniger als 2% des Abgasstromes 10 beträgt, wird zweckmäßig dem Abgasstrom 10 vor Eintritt in den Absorber 1 zugeführt. Die wäßrige Salpetersäure 60 wird anschließend im Salpetersäurekonzentrator 5 mittels Rektifizieroperationen in eine je nach Rektifizieraufwand mehr oder weniger konzentrierte Salpetersäure 80 und eine salpetersäurearme Wasserphase 30 aufgetrennt. Die den Desorber verlassende erfindungsgemäße Waschmittelphase 20 wird, gegebenenfalls nach Zusatz einer gewissen Wassermenge oder nach Kontakt mit einer geeigneten wäßrigen Phase wieder dem Abgasabsorber 1 zugeführt.

Claims (19)

1. Verfahren zur Beseitigung von Stickstoffoxiden, insbesondere von Stickstoffmonoxid aus Abgasen, wobei ein NO und/oder NO₂ enthaltendes Abgas einem Waschmedium zugeführt wird, das eine phosphororganische Verbindung mit fünfbindigem Phosphor der Formel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß im Waschmedium Salpetersäure HNO₃ und/oder höhere Oxide des Stickstoffs wie NO₂ oder N₂O₅ gelöst sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Waschvorgang aus dem Abgas die stark sauren Komponenten SO₃, HCl, HF, NO₂, HNO₃, HNO₂, N₂O₃ entfernt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Waschvorgang SO₂ entfernt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als phosphororganische Verbindung ein Phosphorsäuretriester einer aliphatischen (Alkohol) oder aromatischen (Phenol) Hydroxyverbindung eingesetzt wird, wobei X₁ = X₂ = X₃ = ORist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als phosphororganische Verbindung ein Phosphorsäurediester eingesetzt wird, wobei X₁ = X₂ = OR und X₃ = OHist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als phosphororganische Verbindung ein Phosphorsäuremonoester eingesetzt wird, wobei X₁ = OR und X₂ = X₃ = OHist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als phosphororganische Verbindung ein Phosphonsäureester eingesetzt wird, wobei X₁ = X₂ = OR₁ und X₃ = R₂ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschmedium zusätzlich zweiwertige Kupferionen in überkatalytischer Menge enthält, zwischen 2 und 10 Gew.-% und in Form eines Salzes einer Halogenwasserstoffsäure.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Stickstoffoxiden beladene Waschlösung nach dem Absorptionsvorgang mit Luft oder Sauerstoff in Kontakt gebracht wird und der vornehmlich in der dreiwertigen Stufe (HNO₂ oder N₂O₃) befindliche Stickstoff in die fünfwertige Form (HNO₃ oder N₂O₅) überführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Stickstoffoxiden beladene Waschlösung nach dem Absorptionsvorgang durch Temperaturerhöhung und/oder Druckerniedrigung und/oder Einsatz eines Stripgases einer Desorption unter Freisetzung eines NO-haltigen Reichgases unterworfen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Oxidation an Salpetersäure und/oder N₂O₅ angereicherte Lösung mit Wasser oder einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht wird und diese Waschlösung wiederum der Abgaswäsche zugeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Desorptionsstufe freigesetzte NO-Reichgas mit Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Gas und mit Wasser oder einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht wird.
13. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration des Waschmittels gemäß Fig. 1 mittels eines Oxidationsschritts in Kolonne 3, eines Extraktionsschritts in Kolonne 4 und eines Konzentrationsschritts in Kolonne 5 erfolgt.
14. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 10 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration des Waschmittels gemäß Fig. 2 mittels eines Desorptionsschritts in Kolonne 4, eines Oxidationsschritts in Kolonne 3 und eines Konzentrationsschritts in Kolonne 5 erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das stickoxidhaltige Gas ein Rauchgas, ein Abgas einer Salpetersäure erzeugenden Anlage oder ein Abgas einer Nitrieranlage ist.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die phosphororganische Verbindung mit Ligroin, Kerosin oder Petroleum als einer hoch siedenden Kohlenwasserstofffraktion verdünnt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgaswäsche unter Normaldruck oder leicht erhöhtem Druck bei Temperaturen zwischen 20°C und 70°C erfolgt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgaswäsche zwischen 30°C und 50°C erfolgt.
19. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Abgas vor dem Waschvorgang Sauerstoff oder als sauerstoffhaltiges Gas Luft zudosiert wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0350643A3 (de) * 1988-06-28 1990-01-31 Bayer Ag Verfahren zur Stickstoffoxid-Entfernung aus Rauchgasen
CN109647146A (zh) * 2019-01-23 2019-04-19 华能国际电力股份有限公司 一种工业锅炉烟气脱硫脱硝的系统及方法

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DE3409526A1 (de) * 1984-03-15 1985-09-26 Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck Simultane abscheidung von no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts) und weiteren rauchgasschadstoffbegleitern

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