DE3509899C2 - MOS-Transistoranordnung mit veränderlicher Leitfähigkeit - Google Patents
MOS-Transistoranordnung mit veränderlicher LeitfähigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine MOS-Transistoranordnung
mit veränderlicher Leitfähigkeit nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
In neuerer Zeit ist ein Leistungs-MOSFET mit Source-
und Kanalzonen, die nach einem Diffusions-Selbstaus
richtverfahren (DSA-Verfahren) ausgebildet worden
sind, als Strom- oder Leistungsschaltelement auf
dem Markt eingeführt worden. Ein Element mit einer
Sperrspannung über 1000 V und einem ausreichend
niedrigen Durchlaß-Widerstand ist jedoch bisher noch
nicht realisiert worden, weil nämlich dann, wenn bei
einem gewöhnlichen Leistungs-MOSFET die Sperrspannung
angehoben wird, sich sein Durchlaß-Widerstand
vergrößert. Zur Lösung dieses
Problems ist die Verwendung eines Feldeffekttransi
stors mit veränderlicher Leitfähigkeit (COMFET) als
Leistungs-MOSFET nötig. Gemäß Fig. 1 umfaßt ein
solcher COMFET ein als Drain-Zone dienendes p⁺-Typ-
Siliziumsubstrat 1, eine auf letzterem ausgebildete
Hochwiderstandsschicht 2 des n⁻-Typs, p-Typ-Basis
zonen 3-1 und 3-2 sowie n⁺-Typ-Sourcezonen 4-1 bis
4-3, die nach einem DSA-Verfahren auf der Oberfläche
der n⁻-Schicht 2 ausgebildet sind. Die Ober
flächenbereiche der p-Zonen 3-1 und 3-2 zwischen der
n⁻-Schicht 2 und den n⁺-Zonen 4-1 bis 4-3 dienen als
Kanalzonen 5-1 bis 5-3. Weiterhin ist eine Gate-
Elektrode 7-1 unter Zwischenfügung einer Isolier
schicht 6-1 über der n⁺-Zone 4-1, der Kanalzone 5-1
und einem Teil der n⁻-Zone 2 ausgebildet. Eine wei
tere Gate-Elektrode 7-2 ist unter Zwischenfügung
einer Isolierschicht 6-2 über den Oberflächenbe
reichen der Kanalzonen 5-2 und 5-3 sowie einer
n⁻-Schicht 2 zwischen den n⁺-Zonen 4-2 und 4-3 vorge
sehen. Andererseits ist eine Source-Elektrode 8-1
auf den n⁺-Zonen 4-1 und 4-2 sowie der p-Zone 3-1
ausgebildet. Eine andere Source-Elektrode 8-2 ist
auf der n⁺-Zone 4-3 und der p-Zone 3-2 vorgesehen,
während eine Drain-Elektrode 9 auf dem Substrat 1
an dessen Unterseite erzeugt ist.
Bei der Ausbildung beispielsweise der p-Zone 3-1 und
der n⁺-Zonen 4-1 und 4-2 nach dem DSA-Verfahren wird
der die äußerste Seite der zur Ausbildung der p-Zone
3-1 benutzten Maske definierende Abschnitt auch, wie
er ist, zur Ausbildung der n⁺-Zonen 4-1 und 4-2 her
angezogen. Infolgedessen kann ein Abstand zwischen
der äußersten Seite der p-Zone 3-1 und der äußersten
Seite der n⁺-Zone 4-1 oder 4-2, nämlich die Länge
der Kanalzone 5-1 oder 5-2, auf eine gewünschte
Größe in Übereinstimmung mit Diffusionsverfahrens
parametern, wie Diffusionszeit, -temperatur und dgl.,
eingestellt werden.
Wenn dieser COMFET beispielsweise durchgeschaltet
wird, fließen Elektronen von den n⁺-Zonen 4-1 und
4-2 über die Kanalzonen 5-1 bzw. 5-2 in die
n⁻-Schicht 2, während gleichzeitig Elektronenmangel
stellen oder sog. Löcher vom p⁺-Substrat 1 in die
n⁻-Schicht 2 injiziert werden. Damit wird eine große
Menge Ladungsträger in der n⁻-Schicht 2 gespeichert,
so daß deren Leitfähigkeit moduliert oder veränder
lich gestaltet werden kann. Die in die n⁻-Schicht
2 injizierten Löcher fließen z. B. in die Source-
Elektrode 8-1 über die Bereiche in der p-Zone 3-1
unter den n⁺-Zonen 4-1 und 4-2.
Obgleich der in Fig. 1 dargestellte COMFET einen
einem Thyristor ähnlichen Aufbau besitzt, verbindet
dabei die Source-Elektrode 8-1 die p-Zone 3-1 elek
trisch mit den n⁺-Zonen 4-1 und 4-2, so daß dieser
COMFET normalerweise nicht als Thyristor arbeitet.
Dieser COMFET kann so ausgestaltet werden, daß er
infolge der Wirkung der veränderlichen Leitfähigkeit
bzw. der Leitfähigkeits-Modulationswirkung eine aus
reichend hohe Sperrspannung und einen ausreichend
niedrigen Durchlaß-Widerstand besitzt.
Wenn jedoch in diesen COMFET, wenn er durchgeschal
tet ist, ein großer Strom fließt, erhöht sich der
Spannungsabfall in Querrichtung am p-Basis-Wider
standsbereich unter den n⁺-Zonen 4-1 und 4-2. Der
Spannungsabfall bewirkt eine Vorwärtsvorspannung der
pn-Übergangszone bzw. Sperrschicht zwischen der p-Zone
3-1 und der n⁺-Zone 4-1 oder 4-2, so daß dieser
COMFET damit ähnlich arbeitet wie ein Thyristor.
Selbst wenn daher die Spannungen zwischen den Gate-
Elektroden 7-1, 7-2 und der Sourceelektrode 8-1 auf
0 V eingestellt sind, tritt dabei ein sog. Latch-up-
Effekt ein, so daß der COMFET nicht in den Sperrzu
stand übergeht.
Zur Lösung dieses Problems werden gemäß Fig. 2 her
kömmlicherweise p⁺-Zonen 10-1 und 10-2 durch
Eindiffundieren von p⁺-Typ-Fremdatomen
in die Bereiche unter den n⁺-Zonen 4-1 und
4-2 sowie der n⁺-Zone 4-3 ausgebildet. Der Widerstand,
in Querrichtung im Bereich unter den n⁺-Zonen 4-1
und 4-2 wird aufgrund des Vorhandenseins der p⁺-Zone
10-1 verringert. In diesem Fall muß jedoch die Fremd
atomkonzentration in den Kanalzonen 5-1 und 5-2 auf
einer niedrigen Größe gehalten werden; die Diffusion
in Querrichtung der p⁺-Zone 10-1 darf daher die
Kanalzonen nicht erreichen. Da weiterhin die Diffu
sionstiefe der p⁺-Zone 10-1 groß ist, ist die Länge
eines Abschnitts A der Querdiffusion groß, und der
Flächenwiderstand im Abschnitt A kann im Vergleich
zu dem im Abschnitt B nicht ausreichend klein einge
stellt werden, so daß der Widerstand im Bereich von
der Kanal Zone 5-1 bis zur Sourceelektrode 8-1 nicht
ausreichend klein gehalten werden kann. Infolgedessen
kann der Latch-up-Effekt des durch die Zonen 4-1, 3-1,
2 und 1 gebildeten parasitären Thyristors nicht unter
drückt werden.
Aus der älteren Anmeldung gemäß der DE-OS 35 05 393 ist
eine MOS-Transistoranordnung mit einer ersten Halblei
terschicht des einen Leitfähigkeitstyps, einer zweiten
Halbleiterschicht des einen Leitfähigkeitstyps, die in
Berührung mit der ersten Halbleiterschicht ausgebildet
ist, einer im Oberflächenbereich der zweiten Halblei
terschicht ausgebildeten ersten Halbleiterzone des an
deren Leitfähigkeitstyps und einer im Oberflächenbe
reich der ersten Halbleiterzone ausgebildeten, der
zweiten Halbleiterschicht zugewandten zweiten Halblei
terzone des einen Leitfähigkeitstyps bekannt. Der Ober
flächenbereich der ersten Halbleiterzone zwischen der
zweiten Halbleiterzone und der zweiten Halbleiter
schicht bildet eine Kanalzone. Weiterhin hat diese MOS-
Transistoranordnung eine auf der zweiten Halbleiterzone
angeordnete Source-Elektrode, eine Gate-Zone mit einer
auf der Kanalzone erzeugten Gate-Isolierschicht, eine
auf der Gate-Isolierschicht ausgebildete Gate-Elektro
de, eine dritte Halbleiterzone des anderen Leitfähig
keitstyps, die in der ersten Halbleiterzone flacher als
die erste Halbleiterzone und tiefer als die zweite Halb
leiterzone bis in die Kanalzone ausgebildet ist, die
weiterhin eine höhere Fremdstoffkonzentration als die
erste Halbleiterzone besitzt und die auch einen Bereich
umfaßt, der in vertikaler Projektion außerhalb der die
Oberfläche des Halbleiterkörpers berührenden Source-
Elektrode direkt unter der zweiten Halbleiterzone
liegt.
Weiterhin ist aus der GB-PS 2 103 877 ein Gate-Schutz
für eine MOS-Transistoranordnung bekannt, bei der der
Wannenbereich unterhalb eines Kanales tiefer in das
Halbleitersubstrat hinein ausgeführt ist.
In der US-PS 4 364 073 ist ein vertikaler MOS-Transi
stor beschrieben, bei dem die Leitfähigkeit einer "Kör
perzone" so eingestellt wird, daß die Stromverstärkung
von Transistoren herabgesetzt wird, während Anoden- und
Source-Bereiche eine relativ hohe Leitfähigkeit beibe
halten.
Weiterhin ist aus der US-PS 4 345 265 ein MOS-Lei
stungstransistor bekannt, bei dem eine gemeinsame
Drain-Zone eine relativ geringe Leitfähigkeit hat. Auch
die GB-OS 2 062 349 und EP-OS 0 094 891 zeigen entspre
chende MOS-Transistoranordnungen mit einer Zone vermin
derter Leitfähigkeit, in die Source und Drain eingebet
tet sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine MOS-Transistoran
ordnung mit veränderlicher Leitfähigkeit und kleinem
Einschaltwiderstand, bei welcher der Latch-up-Effekt
auch dann wirksam unterdrückt werden kann, wenn ein
großer Stromfluß zugelassen wird, zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einer MOS-Transistoranordnung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungs
gemäß durch die in dessen kennzeichnendem Teil enthal
tenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 2 bis 5.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Teil-Schnittansicht
eines herkömmlichen COMFETs,
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht eines
COMFETs, bei dem die Latch-Charakteristik
des COMFETs gemäß Fig. 1 verbessert ist,
Fig. 3 eine schematische Teil-Schnittansicht
eines COMFETS,
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Latch-up-
Stromkennlinien der COMFETs gemäß Fig. 2
und 3,
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Beziehung
zwischen dem Verhältnis der Tiefen der
n⁺- und p⁺-Zonen nach Fig. 3 und der Menge
an unkompensiertem Bor in dieser p⁺-Zone,
Fig. 6 eine weitere schematische Teil-Schnittansicht
eines COMFETS,
Fig. 7 eine Fig. 6 ähnelnde Darstellung eines
COMFETs,
Fig. 8 eine Schnittansicht einer Abwandlung des
COMFETs nach Fig. 3, bei der die Aushalte-
oder Stehspannung gegenüber dem COMFET
gemäß Fig. 3 verbessert ist, als ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 9 eine Fig. 8 ähnelnde Darstellung einer
weiteren Abwandlung des COMFETs nach
Fig. 3 mit verbesserter Aushalte- oder
Stehspannung und
Fig. 10 eine den Fig. 8 und 9 ähnelnde Darstellung
des COMFETs nach Fig. 6 mit verbesserter
Aushalte- oder Stehspannung.
Fig. 3 veranschaulicht schematisch im Schnitt einen
MOS-Transistor mit veränderlicher Leitfähigkeit.
Bei der Herstellung dieses sog.
COMMOS-Transistors wird zunächst nach einem Aufwachs
verfahren auf einem vorbereiteten p⁺-Typ-Silizium
substrat 11 eine n⁻-Schicht 12 einer niedrigen Fremd
atomkonzentration, eines spezifischen Widerstands
von über 50 Ω·cm und einer Dicke von etwa 100 µm
ausgebildet. Sodann wird die Oberfläche der n⁻-Schicht
12 oxidiert, um eine Gate-Oxiddünnschicht 13 zu
erzeugen, worauf eine Polysilizium-Gate-Elektrode
14 einer Dicke von etwa 0,5 µm auf der Gate-Oxid
schicht 13 ausgebildet wird. Danach wird die Gate-
Elektrode 14 nach einem Ätzverfahren selektiv ent
fernt. Hierauf wird unter Heran
ziehung der restlichen Gate-Elektrode 14 als Maske
in die n⁻-Typ-Schicht 12 Bor bis zu einer Tiefe von
etwa 8 µm eindiffundiert, wodurch p-Typ-Basiszonen
15-1 und 15-2 erzeugt werden. Anschließend wird nur
der mittlere Bereich des durch die Gate-Elektrode
14 festgelegten Fensters mit nicht dargestellten
Oxidschichten oder -filmen bedeckt, und es wird unter
Verwendung dieser Oxidschichten und der Gate-Elek
trode 14 als Maske nach einem Ionenimplantationsver
fahren Arsen (As) in einer Dosis von 5 × 1015 cm-2 in
die p-Zonen 15-1 und 15-2 implantiert. Die als
Maske benutzten Oxidschichten werden entfernt,
um ein Resistmuster mit einem Fenster auszubilden, das
kleiner ist als das durch die Gate-Elektrode 14 fest
gelegte Fenster. Sodann wird unter Benutzung dieses
Resistmusters als Maske nach einem Ionenimplantations
verfahren Bor in einer Dosis von 1 × 1015 cm-2 in
die p-Zonen 15-1 und 15-2 implantiert. Das auf diese
Weise hergestellte Halbleitergebilde wird einer
Wärmebehandlung unterworfen, und die mit Bor- und
Arsenionen gespickten Zonen werden einem Glühver
fahren ausgesetzt, um dabei
n⁺-Typ-Zonen 16-1, 16-2 und 16-3 sowie p⁺-Typ-Zonen
17-1 und 17-2 auszubilden. Da die Diffusionsge
schwindigkeit von Bor größer ist als diejenige von
Arsen, bilden sich die p⁺-Zonen 17-1 und 17-2 mit
einer größeren Tiefe aus als die n⁺-Zonen 16-1 bis
16-3. Auf der Gesamtoberfläche dieses Halbleiter
gebildes wird nach einem chemischen Aufdampf- bzw.
CVD-Verfahren eine nicht dargestellte Oxiddünn
schicht erzeugt, in welcher Kontaktlöcher aus
gebildet werden. Nachdem nach einem CVD-Verfahren
eine Al-Schicht erzeugt worden ist, wird diese zur
Ausbildung einer Sourceelektrode 18 selektiv ent
fernt. Schließlich wird eine Drainelektrode 20 aus
einer V-Ni-Au-Schicht auf der Rückseite bzw. Unterseite
des Substrats 11 ausgebildet.
Wahlweise kann beim vorstehend be
schriebenen Herstellungsverfahren auch eine Ionen
implantation ausgeführt werden, um die p⁺-Zonen
17-1 und 17-2 zu erzeugen, und nach dem Glühvorgang
kann eine Ionenimplantation zur Ausbildung der
n⁺-Zonen 16-1 bis 16-3 durchgeführt werden.
Bei der beschriebenen Ausführungsform werden die
p-Zonen 15-1 und 15-2 mit einer Fremdatomkonzen
tration von etwa 7 × 1016 cm-3 erzeugt, um den Span
nungs-Schwellenwert dieses COMFETs auf 1 bis 3 V
einzustellen, während die p⁺-Zonen 17-1 und 17-2
innerhalb der p-Zonen 15-1 bzw. 15-2 tiefer als die
n⁺-Zonen 16-1 bis 16-3 ausgebildet werden. Die Dicken bzw.
Tiefen der n⁺-Zonen 16-1 bis 16-3 werden auf
weniger als 0,3 µm, z. B. auf 0,1-0,25 µm einge
stellt. Die Fremdatomkonzentration der p⁺-Zone
17-1 unter den n⁺-Zonen 16-1 und 16-2 kann auf eine
Größe eingestellt werden, die das Zehnfache oder mehr
der Fremdatomkonzentration der p-Zone 15-1 von
7 × 1016 cm-3 entspricht, beispielsweise auf eine
Größe von 5 × 1018 cm-3. Die p⁺-Zone 17-1 kann auch
im Bereich nahe der Kanalzonen auf eine hohe Fremd
atomkonzentration eingestellt werden, weil die
Diffusion in Quer- oder Transversalrichtung kleiner
ist. Demzufolge kann der Widerstand zwischen einer
Kanalzone 19-1, 19-2 oder 19-3 und der Sourceelek
trode 18 sehr klein sein, so daß es möglich wird,
einen Strom bei Latch-up auf eine hohe Größe einzu
stellen. Da die n⁺-Zonen 16-1 bis 16-3 mit einer
Dicke von nur etwa 0,2 µm ausgebildet sind, ist die
Injektionswirksamkeit der Ladungsträger aus den
n⁺-Zonen 16-1 bis 16-3 in die p-Zonen 15-1 bis 15-2
ziemlich gering, so daß es für diesen COMFET schwierig
wird, als Thyristor zu arbeiten. Wie vorstehend be
schrieben, kann damit ein COMFET
erhalten werden, der eine hohe Aushalte- oder Steh
spannung von über 1000 V und einen ausreichend
kleinen Durchlaßwiderstand (z. B. von 0,02 Ω bei
einem Feldeffekttransistor von 1 cm2) besitzt und
der auch dann nicht als Thyristor
wirkt, wenn er einen Arbeitsstrom von bis zu 1000
A/cm2 führt.
Fig. 4 veranschaulicht die Beziehung zwischen dem
Latch-up-Strom und der Temperatur der COMFETs gemäß
Fig. 2 und 3 anhand einer gestrichelten bzw. einer
ausgezogenen Linie. In den Fällen, in denen die p-
Zone 3-1 und die p⁺-Zone 10-1 gemäß Fig. 2 mit einer
Tiefe von 4 µm bzw. 7 µm und die
p-Zone 15-1 und die p⁺-Zone 17-1 gemäß Fig. 3 mit
einer Tiefe von 4 µm bzw. 2 µm ausgebildet sind, be
tragen die Latch-up-Ströme der COMFETs gemäß Fig.
2 und 3 500 A/cm2 bzw. 1000 A/cm2 bei 25°C. Der
Latch-up-Strom beim COMFET gemäß Fig. 3 ist größer.
Gemäß Fig. 4 ist der Latch-up-Strom bei einer
Temperatur von 25°C zu 100% vorausgesetzt. Aus
Fig. 4 geht hervor, daß sich bei einer Temperatur
erhöhung der Latch-up-Strom des COMFETs gemäß Fig.
2 schneller verringert als beim COMFET gemäß Fig.
3. Es wird angenommen, daß dies auf der tiefen Aus
bildung der p⁺-Zone 10-1 beim COMFET gemäß Fig. 2
beruht, so daß die Fremdatomkonzentration in dem auf
grund der Querdiffusion in der p⁺-Zone 10-1 er
zeugten Bereich oder Abschnitt kleiner ist als in
ihrem mittleren Abschnitt. Der Widerstand des Außen
umfangbereichs der p⁺-Zone 10-1, der eine niedrige
Fremdatomkonzentration besitzt und sich unterhalb
der n⁺-Zone 4-1 befindet, variiert nämlich stark in
Abhängigkeit von einer Temperaturänderung, so daß
hierdurch der Latch-up-Strom einer erheblichen Vari
ation unterworfen ist. Da andererseits die p⁺-Zone
17-1 gemäß Fig. 3 flach ausgebildet ist, ist der
durch Diffusion in Querrichtung entstehende Abschnitt
kaum vorhanden, und die p⁺-Zone 17-1 besitzt über
die Gesamtfläche hinweg eine gleichmäßig hohe Fremd
atomkonzentration. Der örtliche Bereich der p⁺-Zone
17-1 unterhalb der n⁺-Zone 16-1 besitzt daher eben
falls eine hohe Fremdatomkonzentration, so daß der
Widerstand in diesem örtlichen Bereich niedrig ist
und sich in Abhängigkeit von Temperaturänderungen
nicht sehr stark ändert. Der Latch-up-Strom dieses
COMFETs variiert daher nicht so stark in Abhängig
keit von Temperaturänderungen.
Fig. 5 veranschaulicht die Beziehung zwischen dem
Verhältnis XJ(n⁺)/XJ(p⁺) einer Tiefe XJ(n⁺) der
n⁺-Zone 16-1 und einer Tiefe XJ(p⁺) der p⁺-Zone
17-1 gemäß Fig. 3 und dem Verhältnis A2/A1 einer
Menge A2 (cm-2) an unkompensiertem Bor im Außenum
fangsbereich der p⁺-Zone 17-1 unterhalb der n⁺-Zone
16-1, der durch die Ausbildung der n⁺-Zone 16-1 nicht
beeinflußt wird, und der Gesamtdosis A1 (cm-2) an
implantiertem Bor.
Aus Fig. 5 geht hervor, daß in dem Fall, in welchem
die Tiefe XJ(n⁺) der n⁺-Zone 16-1 auf einen Wert von
20% oder mehr der Tiefe XJ(p⁺) der p⁺-Zone 17-1 ein
gestellt ist, das Verhältnis der Menge A2 an unkom
pensiertem Bor zur Gesamtbordosis A1 kleiner ist als
50%. Wünschenswerterweise wird XJ(n⁺) auf weniger
als 20% von XJ(p⁺) eingestellt. Um die Diffusions
strecke in Querrichtung ausreichend klein, z. B. auf
weniger als 2 µm, zu halten, muß die Diffusionstiefe
der p⁺-Zone 17-1 auf weniger als 2 µm unterdrückt
werden. Um im Bereich unterhalb der n⁺-Zone 16-1 in
der p⁺-Zone 17-1 mindestens 50% der Gesamtbordosis
A1 zu belassen, ist es andererseits erforderlich,
die Diffusionstiefe der n⁺-Zone 16-1 auf weniger als
0,34 µm einzustellen, wie dies aus Fig. 5 hervorgeht.
Fig. 6 veranschaulicht schematisch den Aufbau eines anderen
COMFETs.
Dieser COMFET ist ähnlich aufgebaut wie der
jenige nach Fig. 3, nur mit dem Unterschied, daß
p⁺-Typ-Zonen 21-1 und 21-2 in den Oberflächenbe
reichen der p-Typ-Zonen 15-1 bzw. 15-2 ausgebildet
sind und daß anstelle der p⁺-Zonen 17-1 und 17-2 eine
eingelassene p⁺-Typ-
Schicht 17-3 unterhalb der n⁺-Zonen 16-1 und 16-2
und eine eingelassene p⁺-Schicht 17-4 unterhalb der
n⁺-Zone 16-3 ausgebildet sind.
Diese eingelassenen p⁺-Schichten 17-3 und 17-4 wer
den nach der Ausbildung der n⁺-Zonen 16-1, 16-2 und
16-3 in den Oberflächenbereichen der p-Zonen 15-1
und 15-2 mit Tiefen von etwa 0,2 µm ausgebildet.
p⁺-Typ-Fremdatome oder -Störstoffe werden mit einer
Beschleunigungsspannung von etwa 200 keV in die Be
reiche oder Abschnitte unter den n⁺-Zonen 16-1 und
16-2 sowie der Sourceelektrode 18 sowie in die Be
reiche oder Abschnitte unter der n⁺-Zone 16-3 und
der Sourceelektrode 18 durch Ionenimplantation ein
gebracht. Diese Elemente bzw. Zonen werden sodann
dem Glühverfahren unterworfen.
Die Abschnitte in
den p⁺-Schichten 17-1 und 17-4 unterhalb der p⁺-Zonen
21-1 und 21-2 können entfernt werden.
Bei diesem COMFET kann, ähnlich wie bei dem
jenigen nach Fig. 3, der Widerstand zwischen der
Kanalzone 19-1, 19-2 oder 19-3 und der Sourceelek
trode 18 ausreichend klein eingestellt werden, und
es werden dabei eine hohe Aushalte- oder Stehspan
nung, ein großer Latch-up-Strom und ein kleiner
Durchlaßwiderstand erzielt.
Fig. 7 veranschaulicht schematisch den Aufbau eines anderen
COMFETs.
Dabei ist eine n⁺-Schicht 12A auf dem
p⁺-Substrat 11 ausgebildet, und die n⁻-Schicht 12
ist auf der n⁺-Schicht 12A erzeugt. Die p⁺-Zonen
30-1 und 30-2 sind in den Oberflächenbereichen der
n⁻-Schicht 12 erzeugt, und eine n⁻-Schicht 31 ist
nach einem Aufwachsverfahren auf der n⁻-Schicht 12
und den p⁺-Zonen 30-1 und 30-2 ausgebildet. Weiterhin
werden in der epitaxialen n⁻⁻-Schicht 31 p-Schichten
32-1 und 32-2 so erzeugt, daß sie die p⁺-Zonen 30-1
und 30-2 erreichen. Danach werden p⁺-Zonen 33-1 und
33-2 in den p-Zonen 32-1 bzw. 32-2 ausgebildet,
während n⁺-Zonen 34-1, 34-2 und 34-3 in den Ober
flächenbereichen der p-Zonen 32-1 und 32-2 erzeugt
werden.
Bei diesem COMFET kann aufgrund des Vor
handenseins der p⁺-Zonen 30-1 und 30-2 der jeweilige
Widerstand unter den n⁺-Zonen 34-1 bis 34-3 ebenfalls
deutlich gesenkt werden. Infolgedessen kann bei die
sem COMFET auch bei einer Erhöhung des Betriebs- oder
Arbeitsstroms die Latch-up-Erscheinung kaum auf
treten.
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung als
eine Abwandlung des COMFETs gemäß
Fig. 3. Diese Abwandlung besitzt im wesentlichen den
selben Aufbau wie die Ausführungsform nach Fig. 3,
nur mit dem Unterschied, daß sie auch p⁺-Zonen
41-1 und 41-2 sowie die n⁺-Schicht 12A aufweist. Die
p⁺-Zonen 41-1 und 41-2 werden durch Diffusion von
den Mittelabschnitten der Oberflächenbereiche der
p⁺-Zonen 17-1 und 17-2 aus mit einer größeren Tiefe
als derjenigen der p-Zonen 15-1 und 15-2 ausgebildet.
Durch diese Ausbildung der tiefen p⁺-Zonen 41-1 und
41-2 unter den Sourceelektroden 18 kann die Aushalte-
oder Stehspannung dieses COMFETs angehoben werden.
Fig. 9 veranschaulicht eine andere Abwandlung des
COMFETs gemäß Fig. 3. Diese Abwandlung besitzt im
wesentlichen denselben Aufbau wie der COMFET
nach Fig. 3, nur mit dem Unterschied, daß sie
außerdem p⁻-Zonen 42-1 und 42-2 aufweist, die durch
Diffusion von den Oberflächenbereichen der p⁺-Zonen
17-1 und 17-2 aus mit einer größeren Tiefe als die
p-Zonen 15-1 und 15-2 ausgebildet sind. Da die p⁻-
Zonen 42-1 und 42-2 mit Fremdatomkonzentrationen von
z. B. weniger als 1 × 1016 cm-3 hergestellt sind,
haben die p⁻-Zonen 42-1 und 42-2, auch wenn sie dicht
an den Kanalzonen 19-1 bis 19-3 ausgebildet sind,
kaum einen ungünstigen Einfluß auf die Kanalzonen
19-1 bis 19-3. Durch das Vorhandensein der p⁻-Zonen
42-1 und 42-2 kann somit die Aushalte- oder Stehspan
nung dieses COMFETs erheblich verbessert werden.
Fig. 10 veranschaulicht eine Abwandlung des COMFETs
gemäß Fig. 6. Diese Abwandlung besitzt im wesent
lichen denselben Aufbau wie der COMFET nach
Fig. 6, nur mit dem Unterschied, daß sie zusätzlich
p⁺-Zonen 43-1 und 43-2 aufweist, die durch Diffusion
von den Mittelabschnitten der Oberflächenbereiche
der p-Zonen 15-1 und 15-2 aus mit einer größeren
Tiefe als die p-Zonen 15-1 und 15-2 ausgebildet sind.
Aufgrund dieser tiefen p⁺-Zonen 43-1 und 43-2 unter
den Sourceelektroden 18 kann somit ein COMFET mit einer
hohen Aushalte- oder Stehspannung erhalten werden.
Bei den COMFETs
gemäß Fig. 6 und 7 können beispielsweise die p⁺-Zonen
21-1 bzw. 33-1 so ausgebildet sein, daß sie mit den
p⁺-Zonen 17-3 bzw. 30-1 in Berührung oder Kontakt
gelangen. Bei dem COMFET nach Fig. 6 kann
eine p⁻-Zone niedriger Fremdatomkonzentration, wie
die p⁻-Zone 42-1 gemäß Fig. 9, mit einer großen Tiefe
ausgebildet sein. Weiterhin kann bei dem COMFET
gemäß Fig. 9 die p⁻-Zone 42-1 so ausgebildet
sein, daß sie in die Kanalzonen 19-1 und 19-2 ein
dringt.
Bei allen beschriebenen COMFETs wird je
weils die p⁺-Schicht 11 als Grund-Halbleiterkörper
verwendet. Es ist jedoch auch möglich, die n⁺-Schicht
12A und die p⁺-Schicht 11 durch Diffusion auf der
und über der n⁻-Schicht 12 zu erzeugen und diese
n⁻-Schicht 12 als Grund-Halbleiterkörper zu be
nutzen.
Claims (5)
1. MOS-Transistoranordnung mit veränderlicher Leitfähig
keit, umfassend:
- - eine erste Halbleiterschicht (11) des einen Leit fähigkeitstyps,
- - eine zweite Halbleiterschicht (12) des anderen, entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps, die in Be rührung mit der ersten Halbleiterschicht (11) aus gebildet ist,
- - eine im Oberflächenbereich der zweiten Halbleiter schicht (12) ausgebildete erste Halbleiterzone (15-1, 15-2) des einen Leitfähigkeitstyps,
- - eine im Oberflächenbereich der ersten Halbleiter zone (15-1, 15-2) durch Diffusion ausgebildete, der zweiten Halbleiterschicht (12) zugewandte, zweite Halbleiterzone (16-1 bis 16-3) des anderen Leitfähigkeitstyps, wobei der Oberflächenbereich der ersten Halbleiterzone (15-1, 15-2) zwischen der zweiten Halbleiterzone (16-1 bis 16-3) und der zweiten Halbleiterschicht (12) eine Kanalzone (19-1 bis 19-3) bildet,
- - eine auf der zweiten Halbleiterzone angeordnete Source-Elektrode (18),
- - eine Gate-Zone mit einer zumindest auf der Kanal zone (19-1 bis 19-3) erzeugten Gate-Isolier schicht (13),
- - eine auf der Gate-Isolierschicht (13) ausgebil dete Gate-Elektrode (14),
- - eine dritte Halbleiterzone (17-1, 17-2) des einen Leitfähigkeitstyps, die in der ersten Halbleiter zone (15-1, 15-2) flacher als die erste Halbleiter zone (15-1, 15-2) und tiefer als die zweite Halblei terzone (16-1 bis 16-3) ausgebildet ist, eine hö here Fremdatomkonzentration als die erste Halblei terzone (15-1 bis 15-3) besitzt und einen Bereich umfaßt, der in vertikaler Projektion außerhalb der Source-Elektrode (18) direkt unter der zweiten Halbleiterzone (16-1 bis 16-3) liegt, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die dritte Halbleiterzone (17-1, 17-2) durch Dif fusion aus einem zuvor implantierten Bereich gebildet ist, und
- - eine vierte Halbleiterzone (41-1, 41-2) des einen Leitfähigkeitstyps durch Diffusion von mittleren Bereichen der Oberfläche der dritten Halbleiter zone (17-1, 17-2) innerhalb der vertikalen Pro jektion der dritten Halbleiterzone (17-1, 17-2) so aus gebildet ist, daß sie tiefer als die erste Halbleiterzone (15-1, 15-2) ist, ohne sich zur Kanal zone zu erstrecken.
2. MOS-Transistoranordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die dritte Halbleiterzone (17-1,
17-2) mit einer Tiefe entsprechend dem Fünffachen
oder mehr der Tiefe der zweiten Halbleiterzone (16-1
bis 16-3) ausgebildet ist.
3. MOS-Transistoranordnung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die zweite Halbleiterzone (16-1
bis 16-3) mit einer Tiefe von nicht mehr als 0,3 µm
ausgebildet ist.
4. MOS-Transistoranordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vierte Halb
leiterzone (41-1, 41-2) eine geringere Fremdatomkon
zentration besitzt als die erste Halbleiterzone
(15-1, 15-2).
5. MOS-Transistoranordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vierte Halb
leiterzone (41-1, 41-2) außerhalb der vertikalen
Projektion der Gate-Elektrode (14) ausgeführt ist.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) |