DE3500077A1 - Haltekoerper zum befestigen einer abdichtungsfolie aus kunststoff auf einer unterlage - Google Patents
Haltekoerper zum befestigen einer abdichtungsfolie aus kunststoff auf einer unterlageInfo
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Description
Haltekörper zum Befestigen einer Abdichtungsärolio aus
stoff auf einer Unterlage " '
Die Erfindung betrifft einen Haltekörper zum Befestigen einer Abdichtungsfolie aus Kunststoff auf einer Unterlage,
welcher einen mit der Abdichtungsfolie verbindbaren Befestigungsteil
und ein Kernstück aufweist, und mittels eines an einer Beilagscheibe abstützbaren durch eine
Bohrung im Kernstück hindurchtretenden Befestigungsnagels an der Unterlage befestigbar ist, wobei der Befestigungsteil
über eine Sollrißstelle vom Kernstück lösbar ist.
Ein solcher Haltekörper ist beispielsweise aus der AT-PS 371.570 bekannt. Der in dieser Druckschrift beschriebene
Haltekörper besteht aus zwei kreisförmigen Scheiben, von welchen die eine den mit der Kunststoffolie verbindbaren
Befestigungsteil bildet. Die beiden Scheiben sind durch parallel zueinander verlaufende Stege miteinander
verbunden. Der Querschnitt der Stege vermindert sich in Richtung der den Befestigungsteil bildenden Scheibe,
wodurch Sollbruchstellen geschaffen werden. Der Haltekörper weist weiters im Mittelteil ein Kernstück auf,
welches im Bereich des Befestigungsteiles mit einer zylindrischen Ausnehmung versehen ist. Das Kernstück ist
weiters von einer Bohrung zur Aufnahme des Schaftes des Befestigungsnagels durchsetzt. Zum Befestigen des Haltekörpers
an der Tunnelwandung wird in die Ausnehmung des Kernstückes eine Beilagscheibe eingesetzt und anschließend der
Haltekörper mittels eines durch die Bohrung des Kernstückes hifidurchtretenden Befestigungsnagels an der Tunnelwandung befestigt.
Auf die Beilagscheibe wird zwar in dieser Druckschrift nicht gesondert hingewiesen, doch ist diese für
die Befestigung des Haltekörpers unumgänglich erforderlich, da der Haltekörper aus einem elastisch nachgiebigen
Kunststoffmaterial besteht und in befestigter Lage hohen
Kräften standzuhalten hat. Anschließend wird die Kunststoffolie mit der oberen Scheibe jedes Haltekörpers
festverschweißt. Solange die beiden Scheiben miteinander
verbunden sind, sind sowohl die Beilagscheibe als auch der Kopf des Befestigungsnagels in der Ausnehmung des
Haltekörpers versenkt. Beim Auftreten von unerwünscht
ORIGINAL INSPECTED
hohen Spannungen/ welche ein Reißen der Kunststoffolie
oder ein Ablösen derselben vom Haltekörper bewirken könnten, löst sich die mit der Kunststoffolie verbundene
Scheibe von den Stegen. Hiebei wird zumindest der Kopf '
des Befestigungsnagels und je nach Reißstelle zumindest ·
teilweise auch die Beilagscheibe freigelegt, sodaß zu- s
mindest einer dieser Teile über die Oberfläche des an der Tunnelwandung verbleibenden Teiles des Haltekörpers ι
vorsteht. Die Abdichtungsfolie ist daher nach dem Abreißen der mit der Folie verbundenen Scheibe ungeschützt
den verwendeten metallischen Befestigungselementen ausgesetzt, sodaß beim Vorliegen hoher Spannungen bzw.
Kräfte erfahrungsgemäß Risse in der Abdichtungsfolie auftreten. ί
1 Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, einen
Haltekörper der eingangs genannten Art so zu gestalten, \
daß nach dem Reißen der Sollbruchstelle Beschädigungen der Kunststoffolie durch die metallischen Befestigungselemente
sicher ausgeschlossen sind, wobei gleichzeitig die Montage des Haltekörpers an der Tunnenlwandung ;
gegenüber jener der bekannten Ausführungsform erleichtert und weiterhin eine einfache Herstellung des Haltekörpers
gewährleistet sein soll.
Gelöst wird die gestellte- Aufgabe erfindungsgemäs dadurch',
daß die Beilagscheibe im Kernstück eingebettet ist, und daß die das Kernstück durchsetzende Bohrung den
Kopf des Befestigungsnagels aufnimmt.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist gewährleistet,
daß, auch wenn der mit der Abdichtungsfolie .verbundene Befestigungsteil abgelöst ist, kein Metallteil von der
Oberfläche des an der Tunnelwandung verbleibenden Teiles des Haltekörpers vorsteht, wodurch Beschädigungen der
Abdichtungsfolie ausgeschlossen sind. Ein derartiger
Haltekörper kann auf einfache Weise wie auch in der AT-PS 371.570 beschrieben, durch Spritzgießen hergestellt
werden, wobei die Beilagscheibe in die Spritzgußform eingelegt wird. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der
Erfindung besteht darin, daß beim Befestigen des Haltekörpers ein Hantieren mit Beilagscheiben, die ansonsten
von Hand aus am Haltekörper während des Befestigens zu halten sind, wegfällt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Bohrung im Kernstück aus zwei Abschnitten unterschiedlichen
Durchmessers besteht, von welchen der oberhalb der Beilagscheibe befindliche Abschnitt dem Kopf
des Befestigungsnagels angepaßt ist und der untere mit der Bohrung der Beilagscheibe fluchtet. Auf diese Weise
ist nicht nur ein komplettes Versenken des Kopfes des Befestigungsnagels möglich, sondern es wird auch eine
definierte Lage bzw. Führung des Befestigungsnagels in der Bohrung des Kenrstückes gewährleistet.
Weiters ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß oberhalb des Kernstückes eine Vertiefung ausgebildet ist, deren
Randbereich die Sollrißstelle für den Befestigungsteil bildet. Dadurch ist am Haltekörper auf einfache Weise
eine definierte Sollrißstelle vorhanden.
Um dem Haltekörper die nötige Steifigkeit zu geben, damit an der unebenen Tunnelwand eine vollflächige
Schweißung möglich ist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Unterseite des Befestigungsteiles mit einer
Anzahl von radial verlaufenden Versteifungsstegen versehen ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindungiisfvorgesehen,
daß der Befestigungsteil an seiner Unterseite mit einem äußeren, umlaufenden Randbereich versehen ist, der ab-
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gerundet ausgebildet ist. Auf· diese Weise wird ein allfälliges Verkanten des mit der Kunststoffolie verbundenen
Befestigungsteiles nach dem Reißen der Sollbruchstelle an der Tunnelwandung verhindert.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Haltekörpers darstellt,
näher beschrieben.
Hiebei zeigen: Fig. 1 den erfindungsgemäßen Haltekörper in Draufsicht, Fig. 2 den Haltekörper im Schnitt entlang
der Linie I - I der Fig. 1, Fig. 3 die Unterseite des Haltekörpers, Fig. 4 und Fig. 5 Abschnitte einer
Tunnelwandung im Schnitt mit einer über erfindungsgemäße Haltekörper befestigten Kunststoffolie.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 ist der Haltekörper 1 im wesentlichen scheibenförmig
gestaltet. Der Haltekörper 1 ist mittig mit einem etwa zylindrischen Kernstück 2 versehen, welches die metallische
Beilagscheibe 3 für einen nicht dargestellten aus Stahl gefertigten Befestigungsnagel aufnimmt. Die Beilagscheibe
wird hiebei beim Herstellen des Haltekörpers 1, welches vorteilhafterweise durch Spritzgießen erfolgt, vom Material
des Haltekörpers 1 umspritzt. Das Kernstück 2 des Haltekörpers 1 ist weiters mittig mit einer durchgehenden
Bohrung 4 mit zwei Abschnitten 4a, 4b versehen. Der oberhalb der Beilagscheibe 3 befindliche Abschnitt 4a
der Bohrung 4 ist in seinen Abmessungen (Durchmesser, Höhe) so gestaltet, daß der Kopf des Befestigungsnagels
vollständig im Kernstück 2 versenkt werden kann. Der unterhalb der Beilagscheibe 3 befindliche Abschnitt 4b
der Bohrung 4 fluchtet mit der mittigen Bohrung der Beilagscheibe 3 und weist somit deren Durchmesser auf.
Am oberen Randbereich des Kernstückes 2 anschließend
ist der Haltekörper 1 mit einem in Draufsicht kreisringförmigen Befestigungsteil 5 versehen, dessen Oberfläche
dieschweißflache für die Kunststoffolie bildet. Hiebei
ist die Oberfläche des Befestigungsteiles 5 gegenüber der Oberfläche des Kernstückes 2 durch das Ausbilden einer
Stufe 6 geringfügig nach oben versetzt, wodurch am Haltekörper 1 oberhalb des Kernstückes 2 eine Vertiefung 8
und eine im wesentlichen entlang eines Kreises verlaufende Sollrißstelle gebildet wird.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind an der Unterseite des Befestigungsteiles 5 in an sich bekannter
Weise radial verlaufende Versteifungsstege 7 ausgebildet. Der Befestigungsteil 5 ist weiters an
seiner Unterseite mit einem äußeren umlaufenden Randbereich 14 versehen, der abgerundet ausgebildet ist.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 4 und 5 wird nun das Aufbringen einer Tunnelisolierung näher beschrieben. Vorerst
wird auf die der Tunnelröhre 9 zugewandte Seite des Gesteins 10 eine Spritzbetonschicht 11 aufgebracht.
Über die Spritzbetonschicht 11 kann eine Schutzschicht aus Vliesen (nicht dargestellt) aufgebracht werden.
Anschließend werden die Haltekörper 1 mittels durch die Bohrung 4 hindurchtretender Befestigungsnägel an der
Spritzbetonschicht 11 angebracht. Hiebei wird der sich
an der Beilagscheibe 3 abstützende Kopf des Befestigungsnagels vollständig im Kernstück 2 versenkt. Sodann wird
die Kunststoffolie 12, die beispielsweise aus mehreren miteinander verschweißten Folienbahnen besteht, über die
Haltekörper 1 gelegt und mit der Oberfläche des Befestigungsteiles 5 fest verschweißt oder verklebt.
über die mit den Haltekörpern 1 verbundene Kunststoffolie
12 wird nun unter Druck Vorsatzbeton 13 aufgebracht.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird dadurch die
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Folie 12 gegen die Spritzbetonschicht 11 gedrückt.
Hiebei wird die Kunststoffolie 12 mehr oder weniger stark gedehnt. Treten nun so hohe Spannungen auf, daß
ein Reißen der Kunststoffolie 12 erfolgen könnte, beginnt sich der mit der Kunststoffolie 12 verbundene |
Befestigungsteil 5 vom Kernstück 2 entlang der oben »' beschriebenen Sollrißstelle zu lösen. Abhängig von *
Richtung und Stärke der auftretenden Spannungen wird der Befestigungsteil 5 teilweise oder zur Gänze abge- '
löst, wobei jedoch die Kunststoffolie 12 mit dem Befestigungsteil 5 fest verbunden bleibt. Findet ein voll- ;
ständiges Ablösen des Befestigungsteiles 5 mit der Kunststoffolie 12 statt, so ist gewährleistet, daß
keine Beschädigung der Folie durch die metallischen ? Befestigungselemente am verbleibenden Teil des Haltekörpers
1 erfolgen kann. Das wird insbesondere durch die Unterbringung der Beilagscheibe 3 im Kernstück 2
und den weiterhin komplett versenkten Kopf des Befestigungs- \
nageis erreicht. An der Tunnelwand verbleibt ein Stoppel- «
artiger Teil geringer Höhe aus elastisch nachgiebigem \ Kunststoffmaterial durch den Beschädigungen der Folie
ausgeschlossen sind.Durch den abgerundeten umlaufenden j
Randbereich 14 des mit der Kunststoffolie 12 verbundenen f
Befestigungsteiles 5 ist weiters gewährleistet, daß der f der Spritzbetonschicht 11 zugewandte Bereich des Be- I
festigungsteiles 5 an Unebenheiten dieser Betonschicht V nicht hängenbleiben kann, sodaß auch Verspannungen |;
und damit Beschädigungen der abgelösten Folie vermieden | sind. I
Als Material für die Kunststoffolie 12 ist insbesondere ■
Polyvinylchlorid, Polyäthylen oder Polypropylen geeignet.
I' Die Haltekörper 1 werden zweckmäßigerweise aus dem gleichen |
Material wie die Kunststoffolie 12 gefertigt. Die Reiß- f
festigkeit der Verbindung des Befestigungsteiles 5 gegen- *
über dem Kenrstück 2 längs der Sollreißstelle soll mindestens 10 kp/cm*r vorzugsweise etwa 25 kp/cm2
unter jener der Kunststoffolie 12 liegen. Die Ablösbarkeit der Kunststoffolie 12 vom Haltekörper 1 wird zweckmäßigerweise
mindestens gleich der Reißfestigkeit der Kunststoffolie 12 sein.
Eine gute Verbindung zwischen der Kunststoffolie 12 und der Oberfläche des Befestigungsteiles 5 wird durch
eine Schweißverbindung erreicht, wobei die üblichen Verfahren zur thermischen Verschweißung anwendbar sind.
Eine gute Verbindung ist auch durch Verkleben, beispielsweise mittels üblicher Kunststoffkleber, möglich.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt, es sind weitere Abwandlungen
möglich, ohne den Rahmen des Schutzumfanges zu verlassen. So ist es insbesondere denkbar, den Haltekörper in
einer von der dargestellten kreisrunden Gestalt abweichenden Gestalt zu fertigen. Des weiteren ist es
denkbar, die Verbindung des Befestigungsteiles am Kernstück nicht entlang der gesamten Sollrißlinie herzustellen,
sondern nur abschnittsweise oder punktweise. Für das Befestigen der Haltekörper an der Tunnelwandung
wird zweckmäßigerweise ein an sich bekannter Schußapparat verwendet v/erden.
- Leerseite -
Claims (1)
- :päPatentansprüche:1. Haltekörper zum Befestigen einer Abdichtungsfolie aus Kunststoff auf einer Unterlage, welcher einenmit der Abdichtungsfolie verbindbaren Befestigungs- «teil und ein Kernstück aufweist und mittels eines an der Beilagscheibe abstützbaren durch eine Bohrung hindurchtretenden Befestigungsnagels an der Unterlage befestigbar ist, wobei der Befestigungsteil über .'Λeine Sollrißstelle vom Kernstück lösbar ist, dadurch |*gekennzeichnet, daß die Beilagscheibe (3) im Kern- * 'tück (2) eingebettet ist, und daß die das Kernstück p(2) durchsetzende Bohrung (4) den Kopf des Befestigungs- IJf nageis aufnimmt. rk 2. Haltekörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, t1·'ν daß die Bohrung (4) im Kernstück (2) aus zwei Ab- ifschnitten (4a, 4b) unterschiedlichen Durchmessers f"besteht, von welchen der oberhalb der Beilagscheibe *-(3) befindliche Abschnitt (4a) dem Kopf des Befestigungs nagels angepaßt ist und der and
der Beilagscheibe (3) fluchtet.nagels angepaßt ist und der andere mit der Bohrung \Haltekörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsteil (5) an seiner Unterseite mit einem äußeren, umlaufenden Randbereich (14) versehen ist, der abgerundet ausgebildet ist.Deutsche Semperit Gesellschaft3. Haltekörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- *' zeichnet, daß oberhalb des Kernstückes (2) eine Vertiefung (8) ausgebildet ist, deren Randbereich , die Sollrißstelle für den Befestigungsteil (5) bildet.4. Haltekörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch * gekennzeichnet, daß die Unterseite des Befestigungsteiles (5) mit einer Anzahl von radial verlaufenden Versteifungsstegen (7) versehen ist. i
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| AT0070784A AT381563B (de) | 1984-03-01 | 1984-03-01 | Haltekoerper zum befestigen einer abdichtungsfolie aus kunststoff auf einer unterlage |
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| DE3500077A1 true DE3500077A1 (de) | 1985-10-31 |
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Legal Events
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Owner name: SEMPERIT GUMMIWERK DEGGENDORF GMBH, 8360 DEGGENDOR |
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