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Detektor für Flüssigkeit
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Die Erfindung betrifft einen Detektor für Flüssigkeit mit mindestens
einem Element, das von einer ersten die Abwesenheit von Flüssigkeit meldendeh Stellung
in eine zweite die Anwesenheit von Flüssigkeit meldenden Stellung bewegbar ist.
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In vielen Fällen möchte man gewarnt werden oder aber automatisch entsprechende
Steuerungsvorgänge einleiten, falls Flüssigkeit an einer bestimmten Stelle auftritt.
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Dies gilt zum Beispiel für Haushalte, bei denen man gewarnt werden
möchte, falls Wasser zum Beispiel aus einer Waschmaschine, Geschirrspülmaschine
oder dergleichen austritt, da durch dieses Wasser sehr große Schäden erzeugt werden
können, die möglicherweise durch eine Versicherung nicht einmal gedeckt sind. Auch
beim Austreten von öl ist es unbedingt erforderlich, sofort Wartungspersonal zu
alarmieren, damit die notwendigen Schritte zur Verhinderung eines blschadens in
die Wege geleitet werden können.
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Bekannte Detektoren haben nun entweder den Nachteil, daß sie verhältnismäßig
kompliziert sind und ihre Wirkungsweise vom Laien nicht oder nur sehr schwer verstanden
wird, so daß er mit diesen Detektoren nicht umzugehen weiß und möglicherweise Bedienungsfehler
macht. Will man zum Beispiel den elektrischen Widerstand zwischen zwei Punkten messen,
der sich durch auftretendes Wasser verändern könnte, so könnte dieser
Widerstand
durch Verunreinigungen geändert werden, so daß Fehlmeldungen gegeben werden, obwohl
gar kein Wasser vorhanden ist.
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Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist in jedem Wasserspülkasten
von Toiletten vorhanden, nämlich in Form eines Schwimmers. Ein solcher Schwimmer
mit einem entsprechenden Ventil hat zwar einfachen Aufbau; auch ist seine Wirkungsweise
leicht verständlich. Er benötigt aber immer eine gewisse (im allgemeinen sogar ziemlich
große) Höhe des Flüssigkeitsstandes, bevor er anspricht.
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Ein solcher Schwimmer würde daher erst dann ansprechen, wenn das zum
Beispiel aus der Waschmaschine austretende Wasser bereits eine beträchtliche Höhe
erreicht hat, was aber trotz kontinuierlich zuströmenden Wassers nicht der Fall
zu sein braucht, wenn das Wasser über die Wohnräume gleich wieder abläuft.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Detektor der eingangs
genannten Art zu schaffen, der einfach aufgebaut und billig ist, dessen Funktionsweise
leicht verständlich ist und der zuverlässig arbeitet.
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Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß das Element für eine
Bewegung von der ersten in die zweite Stellung mit einer Kraft beaufschlagt ist
und ein diese Bewegung verhindernder Körper aus einem Material vorgesehen ist, das
in der Flüssigkeit lösbar ist.
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Das Element des Detektors ist aufgrund der Tatsache, daß es mit der
Kraft beaufschlagt ist, also immer bestrebt, sich in die Stellung zu bewegen, in
der es die Anwesenheit von Flüssigkeit melden kann. Es kann aber
diese
Bewegung wegen der Anwesenheit des Körpers nicht ausführen. Dieser Körper könnte
pulverförmig sein, wird aber normalerweise aus festem Material sein. Der Detektor
bleibt auf diese Weise im Normalfall in der Stellung, in der Abwesenheit von Flüssigkeit
meldet.
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Wird der Detektor nun von Flüssigkeit erreicht, so wird der Körper
durch die Flüssigkeit gelöst und das Element kann die Bewegung in die zweite Stellung
ausführen, in der es die Anwesenheit von Flüssigkeit meldet. Dabei braucht nicht
einmal der ganze Körper von Flüssigkeit umgeben sein; es reicht aus, wenn er an
seinem unteren Rand von einer Flüssigkeitsschicht berührt und damit gelöst wird.
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Der Detektor hat somit nicht nur den Vorteil eines leicht verständlichen
Aufbaus und sicherer Funktionsweise; er spricht vielmehr zuverlässig auch schon
bei äußerst niedrigen Flüssigkeitsständen an.
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Soll mit Hilfe des Detektors das Austreten von öl gemeldet werden,
so ist für den Körper ein Material zu verwenden, daß in öl lösbar ist. Soll dagegen
das Auftreten von Wasser gemeldet werden, so muß der Körper aus einem wasserlöslichen
Material bestehen, das im Haushalt in Form von verschiedenen Materialien vorhanden
ist. Selbst wenn für diesen Zweck vielleicht besonders geeignete Materialien nicht
vorhanden sind, lassen sich immer im Haushalt Körper finden, die anstelle dieser
besonders geeigneten Materialien in den Detektor eingesetzt werden können, wie zum
Beispiel Zuckerwürfel, Bullrichsalz, Tabletten oder andere wasserlösliche Medikamente,
wobei man lediglich darauf achten sollte,
daß Kinder diese Medikamente
nicht aus dem Detektor entnehmen können.
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Das Element kann zum Beispiel eine schwere Masse sein, wobei dann
die ausgeübte Kraft die Schwerkraft ist.
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In diesem Falle ist der Detektor sehr einfach aufgebaut.
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Die schwere Masse ruht auf dem Körper aus lösbarem Material und bewegt
sich nach unten in die zweite Stellung, in der sie die Anwesenheit von Flüssigkeit
meldet, wenn der Körper aufgelöst wird.
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Die Kraft kann jedoch auch die Kraft einer Feder sein, so daß sich
der Detektor in die die Anwesenheit von Flüssigkeit meldende Stellung bewegt, wenn
der Körper aus lösbarem Material aufgelöst wird.
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Die Kraft, die der Detektor bei der Bewegung in die flüssigkeitmeldende
Stellung ausübt, kann ziemlich groß sein, wenn der Körper aus lösbaren Material
vorher diese Kraft aufzunehmen vermochte. Diese verhältnismäßig große Kraft kann
daher direkt zum Schließen eines Ventils für die Flüssigkeit verbunden werden.
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Auch andere mechanische Vorgänge könnten so durch den Detektor direkt
ausgelöst werden. Wesentlich größere Kräfte können indirekt durch den Detektor auf
rein mechanische Weise ausgeübt werden, wenn zusätzliche Kraftquellen wie zusätzliche
Gewichte oder Federn zur Betätigung von Ventilen und dergleichen angehoben bzw.
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vorgespannt werden und die zu bedienende Vorrichtung dabei zum Beispiel
durch Sicherungsstifte oder dergleichen gesichert wird. Durch das bewegbare
Element
des Detektors braucht dann der Sicherungsstift oder die andere Sicherungseinrichtung
nur gelöst zu werden, wodurch dann die gewünschte Schließarbeit oder dergleichen
durch das größere Gewicht oder die größere Federkraft geleistet werden kann, die
durch den Detektor allein nicht aufgenaxen werden könnte.
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Der Detektor kann jedoch auch mit elektrischen Kontakten versehen
sein, die bei der Bewegung von der ersten in die zweite Stellung geöffnet oder geschlossen
werden.
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Durch diese elektrischen Kontakte kann dann eine Alarmeinrichtung
ausgelöst werden, können Ventile geschlossen oder geöffnet werden, können Notabflüsse
geöffnet werden oder sonstige elektrische Schaltvorgänge ausgelöst werden.
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Zu diesem Zweck können die Kontakte mit Drähten zum Anschluß an Steuerungen
und/oder Warnanlagen verbunden sein.
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In vielen Fällen ist es j-edoch unzweckmäßig oder sogar gefährlich,
hohe Spannung führende Drähte für die Steuerung von Ventilen und dergleichen direkt
mit einem Gerät zu verbinden, das sich in einer Flüssigkeit insbesondere Wasser
beim Auftreten eines Defektes befindet. Für diesen Zweck wird zweckmäßigerweise
vorgesehen sein, daß der Detektor eine drahtlose Fernsteuerung oder einen anderen
drahtlosen Sender aufweist, durch den dann kontaktlos die gewünschten Steuerungen
durchgeführt werden können bzw. Alarm ausgelöst werden kann. Für drahtlose übermittlung
kann hierbei ein Radiosender, ein Infrarotsender, ein Ultraschallsender oder andere
bekannte
Sendeeinrichtungen dienen.
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Einen besonders einfachen, kompakten und in jedem Haushalt verwendbaren
Detektor erhält man, wenn er eine batteriebetriebene akustische Signalquelle aufweist.
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Der Detektor kann in diesem Falle ein verhältnismäßig kleines und
billiges Gerät sein, das man an gefährdeten Stellen aufstellt und das dann bei Auftreten
von Überschwemmungen Alarm gibt.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand einer vorteilhaften Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.
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Der Detektor weist eine Grundplatte 1 auf, an der bei 3 ein bewegbares
Element 2 schwenkbar angelenkt ist.
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An den von der Schwenkachse 3 entfernten Enden weisen Grundplatte
1 und bewegbares Element 2 Vorsprünge 5 auf, zwischen denen eine Schraubenfeder
4 gespannt ist.
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Die Schraubenfeder 4 ist dabei bestrebt, das bewegbare Element 2 in
der Figur im Gegenuhrzeigersinn nach unten gegen die Grundplatte 1 zu ziehen. An
dieser Bewegung ist der Detektor durch einen Körper 8 gehindert, der in einer Ausnehmung
6 der Grundplatte 1 eingesetzt ist und an dem ein Vorsprung 7 des bewegbaren Elementes
2 anliegt.
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Dieser Körper 8 ist aus einem in der Flüssigkeit lösbaren Material.
Löst er sich auf, so wird das bewegbare Element 2 durch die Feder 4 nach unten gezogen,
bis sich die Kontakte 9 und 10, die an dem bewegbaren Element 2
und
der Grundplatte 1 angebracht sind, berühren. In diesem Falle wird ein Stromkreis
über die elektrischen Drähte 11 geschlossen, die mit den Kontakten 9 bzw. 10 verbunden
sind.
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Durch diesen geschlossenen Stromkreis kann dann Alarm aus gelöst werden
oder ein gewünschter Steuerungsvorgang eingeleitet werden.