DE2348225C3 - Fiüssigkeitsstandsmelder - Google Patents
FiüssigkeitsstandsmelderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsstandsmelder ium Betätigen einer Alarmanlage, einer Pumpe od. dgl.,
insbesondere eines stromaufwärts gelegenen Rückstauverschlusses, mit einem Meß- und Schaltgerät, das derart
angeordnet ist, daß es beim Anstieg des Flüssigkeitsstandes auf eine bestimmte Höhe ein Signal abgibt.
Bei bekannten Flüssigkeitsstandsmeldern dieser Art, die zum Betätigen eines stromaufwärts gelegenen
Rückstauverschlusses dienen, sind die Meß- und Schaltgeräte als gesonderter, in der Regel weit entfernt liegender
Schacht ausgebildet, der im unteren Bereich einen Flüssigkeilseinlaß und einen Flüssigkeitsauslaß &5
aufweist sowie im oberen Bereich einen Zugang zu dem Meß- und Schaltgerät besitzt. Sobald der Flüssigkeitsstand
in diesem Schacht eine bestimmte Höhe er-
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reicht, wird von dem Meß- und Schaltgerät ein Impuls
erzeugt, der den Betätigungsmotor des Rückstauverschlusses in Betrieb setzt Die Überwachung eines solchen
mitunter weit von dem zu betätigenden Verschluß entfernt eingebauten MeB- uiid Schaltgerätes gestaltet
sich meist recht schwierig. Auch ist der Bauaufwand für den zusätzlichen Meßgeräteschacht erheblich. Auch
können bekannte Konstruktionen den Nachteil haben, daß sie auch schon auf kurzzeitige Flüssigkeitsstandsschwankungen,
die z. B. durch einen Ablaufschwall verursacht sein können, in unerwünschter Weise ansprechen.
Es ist zwar aus dem DT-Gbm 18 50 202 bekannt, letzterem Nachteil dadurch zu begegnen, daß ein das
Schaltgerät betätigender Schwimmer in einem Gefäß angeordnet ist, daß mit dem Schacht durch enge düsenartige
öffnungen kommuniziert, die bei stoßartigen Druckschwankungen den Flüssigkeitsspiegel dämpfen.
Die Größe der Pegelschwankungen selbst und die Notwendigkeit, den Schacht und in gewisser Weise auch
das Gefäß entsprechend zu dimensionieren, wird hierdurch aber nicht beeinflußt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Flüssigkeitsstandsmelder zu schaffen, der einfach
im Aufbau und daher einfach zu warten ist und sich möglichst noch nachträglich an eine vorhandene Rohrleitung
oder ein Verschlußgehäuse anbauen läßt und der ferner möglichst zuverlässig nur auf echten Rückstau
anspricht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der Flüssigkeitsstandsmelder
nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Meß- und Schaltgerät in einem Gehäuse
untergebracht ist, das zur Bildung eines dem Flüssigkeitsanstieg entgegenwirkenden Luftkissens
oben luftdicht abgeschlossen ist. Durch einen Anstieg des Flüssigkeitsstandes wird also erst die Luft innerhalb
des Gehäuses komprimiert, bevor das Meß- und Schallgerät von der Flüssigkeit erreicht wird und ansprechen
kann. Dies führt dazu, daß man mit einem verhältnismäßig kleinen Gehäuse und folglich einer geringen
Schaltstrecke große Spiegelschwankungen beherrschen kann, und daß auf der anderen Seite ein Schwall,
der durch eine kurzzeitige Stauung verursacht wird, nicht zum Ansprechen des Schaltgerätes führt.
Erfindungsgemäß kann das Gehäuse als Windkessel mit verengtem Anschlußhals am unteren Ende ausgebildet
sein. Hierdurch wird, wenn sich der Fühler des Meß- und Schaltgerätes bis in diesen Hals erstreckt,
eine hohe Ansprechgenauigkeit erreicht, da der Hals wie die gestreckte Skala einer Meßbürette wirkt.
Als Meß- und Schaltgerät kommen grundsätzlich beliebige Ausführungsformen in Frage. Zum Beispiel ist
es möglich, Schwimmereinrichtungen zu verwenden, die direkt oder über gegengewichtbelastete Seilzüge
mit Endschaltern zusammenwirken. Allerdings sind derartige Einrichtungen relativ platzraubend sowie auf
Grund ihrer bewegbaren Einzelteile verhältnismäßig störungsanfällig und dementsprechend nicht betriebssicher.
Daher ist es erfindungsgemäß vorzuziehen, daß das Meß- und Schaltgerät mindestens eine Stabelektrode
aufweist, Eine solche Elektrode, die unter der Bezeichnung »Tauchelektrode« bekannt und handelsüblich ist,
schließt über die Flüssigkeit und das Gehäuse oder eine zweite Elektrode einen Schaltstromkreis, der das
Schaltgerät betätigt.
Das Meß- und Schaltgerät kann an beliebige elektrische, mechanische oder hydraulische Steuer- und Re-
geleinrichtungen sowie an akustische oder visuelle Signalgeber
angeschlossen werden. Auch können Registriergeräte od, dgl. gesteuert werden. Ganz besonders
deutlich treten jedoch die erfindungsgemäß erzielten Vorteile dann in Erscheinung, wenn der Flüssigkeits-Standsmelder
im Zusammenhang mit einem Rückstauverschluß, insbesondere für Abwasserleitungen, verwendet
wird Dort kommt es gelegentlich zu einem Rückstau, und zwar jeweils von unterschiedlicher Stärke
und Zeitdauer. Die neue Vorrichtung stellt sicher, daß in jedem Fall der Impuls zum Schlieüen des Rückstauverschlusses
gegeben wird, so daß die gefährdeten Kellerräume vor Überflutung geschützt werden.
Bei einer derartigen Anwendung ist das Gehäuse vorzugsweise mit einem stromabwärts gerichteten Teil
eines Rückstau-Verschlußgehäuses verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet Dies bringt den Vorteil
mit sich, daß eine sehr kompakte Bauweise ohne lange Übertragungswege erzielt werden kann. Dabei
sitzt das Gehäuse vorteilhaftere :ise auf einem der Revision
dienenden, abnehmbaren Deckel des Rückstau-Verschlußgehäuses. Dies erleichtert die Wartung, da
das Abnehmen des Deckels Zugang sowohl zu dem Rückstauverschluß als auch zu dem Meß- und Schaltgerät
schafft.
Derselbe Zweck, nämlich die Verhinderung einer Überflutung durch Rückstau, kann auch durch eine
Pumpe erfüllt werden, die jedoch so ausgebildet sein muß, daß sie in normaler Durchflußrichtung den ganzen
Querschnitt freigibt. Erst wenn der nachgeschaltete Flüssigkeitsstandsmelder einen Rückstau feststellt, wird
die Pumpe in Abflußrichtung in Betrieb gesetzt. Eine solche Anordnung hat gegenüber einem einfachen Verschluß
den Vorzug, daß auch während des Rückstaus noch gegen seinen Druck Abwasser gefördert werden
kann.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert, die einen Flüssigkeitsstandsmelder
im Zusammenhang mit einem Rückstauverschluß zeigt.
Gemäß der Zeichnung weist ein Flüssigkeitsstandsmelder ein Gehäuse 1 auf, in welchem zwei Stabelektroden
2 angeordnet sind. Das Gehäuse 1 besitzt die Form eines Windkessels mit einem verengten Anschlußhals
3, der sich in eine Rohrleitung 4 öffnet, und zwar im vorliegenden Fall in eine Abwasserleitung. Im
übrigen ist das Gehäuse 1 luftdicht verschlossen. Es sitzt auf einem Deckel 5 eines Rückstau-Verschlußgehäuses,
welcher zu Wartungszwecken abgenommen werden kann.
Sobald in der Rohrleitung 4 ein Stückstau auftritt, versucht die Flüssigkeit, in das Gehäuse 1 einzudringen.
Da dieses jedoch nach oben hin luftdicht verschlossen ist, muß der Rückstau einen bestimmten Druckanstieg
mit sich bringen, um die Flüssigkeit gegen den Widerstand des Luftkissens in das Gehäuse 1 eindringen zu
lassen. Erst wenn beide Stabelektroden 2, die höhenverstellbar ausgebildet und von einem Schutzrohr umgeben
sein können, mit der Flüssigkeit in Berührung treten, wird ein Signal erzeugt und abgegeben.
Dieses Signal gelangt zu einem Elektromotor 7 eines stromaufwärts angeordneten Rückstauverschlusses 8.
Beim Empfang dieses Signals wird der Elektromotor in Betrieb gesetzt und der Rückstauverschluß derart betätigt,
daß keine weitere Flüssigkeit in Gegenstromrichtung passieren kann. Sobald der Stau wieder abgeflossen
ist, tauchen die Elektroden aus dem Wasser aus; die damit verbundene Schaltkreisunterbrechung steuert
den Schiebermotor in Öffnungsrichtung an.
Es sind zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten denkbar, von denen z. B. diejenige eines Vollmelders
für Flüssigkeitsbehälter erwähnt sei. Hier liegt der Melder in einer zusätzlichen, im unteren Behälterabschnitt
seitlich herausgeführten Leitung, die an dem Gehäuse endet. Vorteilhaft ist hierbei, daß der Flüssigkeitsspiegel
an einer Stelle überwacht werden kann, die erheblich tiefer als dieser liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Flüssigkeitsstandsmelder zum Betätigen einer Alarmanlage, einer Pumpe od. dgl, insbesondere
eines stromaufwärts gelegenen Rückstauverschlusses, mit einem Meß- und Schaltgerät, das derart angeordnet
ist, daß es beim Anstieg des Flüssigkeitsstandes auf eine bestimmte Höhe ein Signal abgibt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meß- und Schaltgerät in einem Gehäuse (1) untergebracht
ist, das zur Bildung eines dem Flüssigkeitsanstieg entgegenwirkenden Luftkissens oben luftdicht abgeschlossen
ist und sich nach unten in die flüssigkeitsführende Leitung (4) od. dgl. öffnet
2. Flüssigkeitsstandsmelder nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) als Windkessel mit verengtem Anschlußhals (3) am unteren
Ende ausgebildet ist.
3. Flüssigkeitsstandsmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Meß- und
Schaltgerät mindestens eine Stabelektrode (2) aufweist.
4. Flüssigkeitsstandsmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabelektroden (2)
einzeln oder gemeinsam höhenverstellbar sind.
5. Flüssigkeitsstandsmelder nach einem der Ansprüche
2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabelektroden (2) in 'hrer tiefsten Stellung höchstens
bis in den Anschlußhals (3) des als Windkessel ausgebildeten Gehäuses (1) ragen.
6. Flüssigkeitsstandsmelder nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stabelektroden (2) von einem Schutzrohr umgeben sind.
7. Flüssigkeitsstandsmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse (1) mit einem stromabwärts gerichteten Teil eines Rückstau-Verschlußgehäuses (6) verbunden
oder einstückig mit diesem ausgebildet ist.
8. Flüssigkeitsstandsmelder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) auf
einem der Revision dienenden, abnehmbaren Dekkel (5) des Rückstau-Verschlußgehäuses (6) sitzt.
9. Flüssigkeitsstandsmelder nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) in das Ende einer Leitung mündet, lie
mit dem unteren Abschnitt eines Flüssigkeitsspeicherbehälters verbunden ist.
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Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732348225 DE2348225C3 (de) | 1973-09-25 | Fiüssigkeitsstandsmelder | |
| FR7346466A FR2244985A1 (en) | 1973-09-25 | 1973-12-27 | Liquid level transducer giving electric output - can be used in drain pipes from tanks in which liquid level is controlled |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732348225 DE2348225C3 (de) | 1973-09-25 | Fiüssigkeitsstandsmelder |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2348225A1 DE2348225A1 (de) | 1975-04-10 |
| DE2348225B2 DE2348225B2 (de) | 1976-06-24 |
| DE2348225C3 true DE2348225C3 (de) | 1977-02-10 |
Family
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