DE3213114A1 - Elektrischer verschluss fuer eine kamera - Google Patents
Elektrischer verschluss fuer eine kameraInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
- G03B9/10—Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
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- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/42—Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film
- G03B17/425—Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film motor drive cameras
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Description
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Beschreibung
Elektrischer Verschluß für eine Kamera
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Verschluß für eine fotografische Kamera mit einem Paar Elektromagneten
zum Steuern der Funktion eines Verschlußöffnungs- und eines
Verschlußschließgliedes.
Es sind bereits Elektromagneten bei der Belichtungszeit-Steuerung im Verschluß benutzt worden, da sie die Steuerung
einer langen Belichtung erleichtern und eine automatische Belichtungssteuerung in einem weiten Bereich in Kombination
mit einer Lichtmeßschaltung erlauben.
Es gibt zahlreiche bekannte Elektromagnetformen, beispielsweise
jene mit einer beweglichen Spule, die sich bei Stromdurchfluß gegenüber einem feststehenden Permanentmagneten
bewegt, oder die Stromabfall-Form, bei der ein von einer Permanentmagnet/Spulen-Kombination angezogener, jedoch in
Richtung der Abfallbewegung vom Magneten vorgespannter Anker vom Magneten abfällt, wenn die Spule zeitweilig
erregt wird, um die Anzugskraft des Magneten zu schwächen, oder die Form mit beweglichem Magneten, bei der ein
beweglicher Permanentmagnet bei Erregung einer feststehenden
— ο '—
Spule bewegt wird, oder schließlich die Stromanzugs-Form,
bei der ein beweglicher, in Abfallrichtung vorgespannter Anker von einem Elektromagneten angezogen wird oder abfällt,
je nach dem Energiezufuhr erfolgt oder aufhört. Weitere Elektromagnet-Formen sind denkbar.
Von diesen Formen können die Form mit beweglicher Spule oder die Form mit beweglichem Magneten zur Belichtungssteuerung
benutzt werden, wenn das bewegliche Glied von selbstrückkehrender Konstruktion und so ausgelegt ist,
daß es ein Verschlußschließglied bei nichterregtem Elektromagneten hält. In einem solchen Fall ist keine
besondere Einrichtung zum Rückstellen des beweglichen Gliedes nach erfolgter Verschlußschließglied-Auslösung
erforderlich.
Eine solche Elektromagnetvorrichtung erfordert aber eine große elektrische Leistung für ein rasches Auslösen des
Haltezustandes und wird in seinen Abmessungen unvermeidlich groß.
Auch die Stromabfall-Elektromagnetbauart mit einer
Permanentmagnot/Spulen-Kombination hat komplizierten Aufbau,
wobei die Spule recht groß zu sein hat, da sie die Anzugskraft des Permanentmagneten zu kompensieren hat.
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Auch wird eine Rückstellfunktion benötigt, um das bewegliche
Glied aus der Freigabestellung für das Verschlußschließglied in die Haltestellung zurückzubewegen- Andererseits vermag
die Stromanzug-Elektromagentform, obgleich sie eine Rückstellfunktion
erfordert, den Anker mit einem niedrigen Strom anzuziehen, da die Erregung der Spule in einem Zustand eingeleitet
werden kann, in welchem sich der Anker in Kontakt mit einem Joch befindet.
Für einen gegebenen Stromverbrauch ist daher die Elektroraagnetbauart
in Stromanzugs-Form für eine Größenverringerung ersichtlich am geeignetsten.
Zur Verwendung einer solchen Elektromagnet-Bauart zum Steuern des Verschlußöffnungs- oder Schließgliedes, wird der Elektromagnet
so konstruiert, daß das bewegliche Glied vor der Bewegung das Verschlußöffnungsglied oder das Verschlußschließglied
hält, das betroffene Verschlußglied aber auf eine Bewegung des beweglichen Gliedes hin freigibt, wodurch der
Verschlußöffnungs- oder -schließvorgang eingeleitet wird.
Es ist auch ein elektrischer Verschluß mit zwei Elektromagneten
zum Steuern der Funktion des Verschlußöffnungsgliedes bzw. des Verschlußschließgliedes bekannt. Der Einfachheit
halber soll ein solcher elektrischer Verschluß
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nachstehend als Zwei-Elektromagnet-Verschluß bezeichnet werden. Für einen solchen Zwei-Elektromagnet-Verschluß ist
die Verwendung von Stromanzugs-Elektromagneten wünschenswert. In einem solchen Fall werden aber ein Paar Rückstellvorrichtungen
für den Rückstellvorgang erforderlich, und es tritt auch das Problem der mechanischen Kopplung
des Verschlußmechanismus einschließlich der Rückstellvorrichtung mit anderen Mechanismen der Kamera auf.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Zwei-Elektromagnet-Verschluß
bereitzustellen, bei dem die Anzahl kuppelnder Glieder zu anderen Mechanismen minimiert ist.
Um den Vorteil der kompakten Baugröße von Stromanzug-Elektromagneten
und den Vorteil eines mit anderen Mechanismen leicht koppelbaren Zwei-Elektromagneten-Verschlusses
auszunutzen, ist der erfindungsgemäße elektrische Verschluß durch die Tatsache gekennzeichnet, daß ein hin- und hergehendes
Verschlußspannglied nicht bei Beendigung des Verschlußspannvorgangs sondern dann zurückkehrt, wenn
der erste und der zweite Elektromagnet nach Einleitung des Fotografiervorgangs erregt werden, und daß ein Rückstellglied
aus der Bewegungsbahn der beweglichen Glieder des ersten und des zweiten Elektromagneten in Verknüpfung
mit der Rückkehrbewegung zurückgezogen wird. Es ist daher ermöglicht, den Verschlußmechanismus mit anderen Mechanismen
nur über das System zur übertragung der Verschlußspann-
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energie zu koppeln und die Genauigkeit den Verschluß.iuf bnuo.s
zu reduzieren. Der einfachere und kompaktere Verschlußmechanismus der vorliegenden Erfindung erlaubt auch eine
Korapaktkamera mit verringerten Herstellungskosten zu realisieren.
Demgemäß kann die vorstehend angegebene Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen für einen Zwei-Elektromagnet-Verschluß
gelöst werden. Hiernach ist der elektrische Verschluß versehen mit
- einem voreilenden Verschlußgliod, das bei Verschlußauslösung
von der eine Belichtungsöffnung verschließenden Stellung (Schließ-Stellung) in die die Belichtungsöffnung
freigebende Stellung (Offen-Stellung) bewegbar ist,
- einem nachlaufenden Verschlußglied, das nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitspanne ab Bewegungsbeginn des voreilenden
Verschlußgliedes von der Offenstellung in die Schließstellung bewegbar ist,
- einem Vorspannglied zum Vorspannen des voreilenden und des nachlaufenden Verschlußgliodes in deren Bewegungsrichtung,
- einem ersten beweglichen Halteglied zum Halten des voreilenden Verschlußgliedes in der Schließstellung,
- einen ersten Stromanzugs-Elektromagneten zum Anziehen
des ersten bewecjlichen Haltegliedes in der Haltestellung,
- einem zweiten beweglichen Halteglied zum Halten des
nachlaufenden Verschlußqliedes in der Offen-Stellung,
- einem zweiten Stromanzugs-Elektromagneten zum Anziehen
des zweiten beweglichen Haltegliedes in der Haltestellung,
- einem hin- und hergehenden Glied zum Speichern der Vorspannkraft des Vorspanngliedes während des Vorwärtshubes
und zum Ausführen des Rückwärtshubs auf den Verschlußauslösevorgang hin,
- einem Rückstellglied, das mit dem hin- und hergehenden
Glied zusammenwirkt und das erste und zweite bewegliche Halteglied in deren Haltepositionen ansprechend auf
den Vorwärtshub des hin- und hergehenden Gliedes zu bringen vermag und aus den Bewegungsbahnen des ersten
und zweiten beweglichen Haltegliedes ansprechend auf den Rückwärtshub des hin- und hergehenden Gliedes
zurückgezogen wird, und
- einer .Stromsteuerschaltung zum Erregen des ersten und
des zweiten Stromanzugs-Elektromagenten während einer
Zeitspanne vom Verschlußauslösevorgang bis zur im wesentlichen erfolgten Zurückziehung des Rückstellgliedes
und vor dem Bewegunqsbeginn des vorcilenden und des nachlaufenden Vorschlußgliedes.
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— ι ι —
Nachstehend ist die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen im einzelnem beschrieben;
es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Schrägansicht der ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine schematische Darstellung mit einer Stromsteuerschaltung in einer zweiten
Ausführungsform und
Fig. 3 eine Schrägansicht einer dritten Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt die erste Ausführungsform der Erfindung in
Anwendung bei einer motorgetriebenen einäugigen Spiecjelreflexkamera.
In dieser Kamera laufen folgende Funktionen in der angegebenen Reihenfolge ab.
- Verschlußauslösevorgang,
- Spiegelhochklappen und Abblenden des Objektivs von voll geöffneter Blende auf den Arbeitsblendenwert,
- Start des voreilenden Verschlußgliedes,
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- Start des nachlaufenden Verschlußgliedes,
- Spiegelhochk]appen und Wiederaufblenden vom
Arbeitsblendenwert auf den voll geöffneten Blendenwert des Objektives und
- Verschlußspannen und Filmtransport.
Diese aufeinanderfolgenden Vorgänge werden nachstehend
erläutert, und zwar beginnend unmittelbar vor Vervollständigung des Bewegungsablaufes des nachlaufenden
Verschlußgliedes, da die vorliegende Erfindung mit dem Verschlußspannen eng verknüpft ist.
Der Belichtungsvorgang ist vervollständigt, wenn die Belichtungsöffnung
4 durch eine Aufwärtsbewegung des nachlaufenden Verschlußgliedes oder -blattes 54 in die dargestellte Stellung
geschlossen wird. Die Aufwärtsbewegung wird dabei durch eine Drehung der Arme 2 und 52 im Gegenzeigersinn verursacht, wodurch
ein Schalter 1 durch einen am Tragarm 2 des nachlaufenden Verschlußblattes 54 vorgesehenen Vorsprung 2c geschlossen
wird. Sonach liefert eine Motorsteuerschaltung C1 Gleichstrom zu einem Motor 5, um eine Welle 6 im Uhrzeigersinn zu
drehen, wodurch ein Schneckenrad 8 und ein Ritzel 9 über einen bekannten Rut.schkupplungsmechanismus 7 im Uhrzeigersinn
gedreht werden.
Das Ritzel 9 steht in dauerndem Eingriff mit einem Zahnradgetriebezug
10 bis 14, um das Zahnrad 14 im Gegenzeigersinn
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anzutreiben, wodurch ein hierauf vorgesehener Zapfen 15 gegen einen Arm 16a eines Hebels 16 nach einer gewissen
Zeit ab Drehbeginn des Zahnrads 14 stößt. Hierdurch wird besagter Hebel 16 gegen die Kraft einer Feder 17
im Uhrzeigersinn geschwenkt.
Der andere Arm 16b des Hebels 16 stößt daher gegen einen
Zapfen eines Hebels 18 und schwenkt diesen im Gegenzeigersinn entgegen der Wirkung einer Feder 19. Folglich stößt
das andere Ende 18a des Hebels 18 gegen einen Vorsprung 20a eines Fingers 20, um dessen Schwenkung im Uhrzeigersinn
entgegen der Wirkung einer Feder 21 zu veranlassen.
Diese Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn hebt das andere Ende 20b des Hebels 20 vom Schulterteil 30a eines Nockens
30 ab, wodurch dieser mit einer Drehung im Uhrzeigersinn unter der Einwirkung einer Feder 22 beginnt.
Diese Drehung wird über eine Kurbel 23, einen Kurbelzapfen 24 und einen Stab 25 auf einen Spiegel 26 übertragen, der
demzufolge aus der dargestellten hochgeklappten Stellung mit seiner Abklapp-Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn beginnt,
Gleichzeitig schwenkt ein am Spiegelhalterahmen 27 vorgesehener Zapfen 28 einen Blendenstellhebe.1 29 im Gegenzeiqersinn,
um die nicht dargestellte Objektivblende von der
Arbeitsblendenstellung in die Offenblendenstellung zurückzubringen
.
Die Uhrzeigersinn-Drehung der Kurbel 23 und des damit einteilig verbundenen Nockens 30 wird beendigt, wenn der
Zapfen 31 des Nockens gegen einen Anschlag 32 stößt, und an diesem Punkte erreichen der Spiegel 26 seine abgeklappte
Stellung (Suchorstollung) und die Objektivblende ihren
voll geöffneten Blendenwert.
Gleichzeitig schaltet das Ende 23a der Kurbel 23 einen Magnetsteuerschalter 88 ab, wodurch eine Magnetsteuerschaltung
C2 die Stromzufuhr zu den Spulen 89, 90 der Elektromagnete Mg1, Mg2 unterbricht, bis der Schalter
wieder geschlossen wird.
Ein Schneckenzahnrad 33, das mit der Schnecke 8 kämmt, wird im Uhrzeigersinn gedreht, um eine angeschlossene
Welle 34 nobst Zahnrad 35 in derselben Richtung zu drehen, wodurch ein Sektorzahnrad 36, das mit dem Zahnrad
35 in dauerndem Eingriff steht, eine Welle 37 und ein Nocken 38 im Gegenzeigersinn gedreht werden.
Der Nocken 38 ist mit zwei Nockenflächen 38a und 38b
vorsehen, auf denen cine RoI]e 39 bzw. eine Rollo 40
reiten. Die Rolle 3 9 sitzt an einem Schwenkarm 41 des
voreilenden Verschlußblattes und die Rollo 40 sitzt am
Schwenkarm 22 des nachlaufenden VerschlußbJattes.
Folglich schwenken sich die Arme 41 und 2 im Uhrzeigersinn um ihre Wellen 43 und 4 4 entsprechend dem Hub der
Rollen 39 und 40.
Das voreilende Verschlußblatt 49 ist am Ende 41a des
Arms 41 über einen Zapfen 45 angelenkt, ebenso auch über einen Zapfen 48 am Ende 47a eines auf einer Welle
46 gelagerten Hilfsarmes 47. Auf diese Weise bilden die Arme 41, 47 und die Wellen 43, 46, 45, 48 einen
Parallelogramm-Kupplungsmechanismus, der eine Abwärtsbewegung des voreilenden Verschlußblattes 4 9 in die
Schließstellung bewirkt. In ähnlicher Weise ist das nachlaufende Verschlußblatt 54 über einen Zapfen 50 am Ende
2c des Armes 2 und über einen Zapfen 53 am Ende 52a eines von einer Welle 51 getragenen Arms 52 angelenkt. Hierdurch
wird das nachlaufende Verschlußglied 54 nach unten in seine Schließstellung bewegt. Auf diese Weise wird die
Belichtungsöffnung 4, die vom nachlaufenden Verschlußblatt
54 verschlossen war, wieder vom voreilenden Verschlußblatt 49 verschlossen.
Der Arm 41 des voreilenden Verschlußblattes fährt mit seiner Drehung im Uhrzeigersinn fort, bis ein weiterer
41b desselben von einer Klinke 55a eines für das voreilende Verschlußblatt vorgesehenen Haltehebels 5 5 gehalten wird.
In ähnlicher Weise fährt der Arm 2 des nachlaufenden Verschlußblattes
mit seiner Drehung im Uhrzeigersinn fort, bis sein Arm 2b von einer Klinke 56a eines für das nachlaufende
Verschlußblatt vorgesehenen Haltehebels 56 gehalten wird.
Diese Drehungen speichern Energie in den Antriebsfedern 74 und 3.
Gleichzeitig mit den oben erwähnten Rückkehrbewegungen
von Verschlußblättern und Spannen der Antriebsfedern werden die den Elektromagneten Mg1, Mg2 zugeordneten
Systeme rückgestellt.
Die V7elle 37 ist an ihrem Ende mit einem Zwischenhebel 57 versohcn von dom ein Finder 57a einen Hebel 59 nach unten
stößt, und zwcir über einen Zapfen 58 als Folge? der Drehung
des Vektorzahnrads 36 im Gegenzeigersinn. Der Hebel 59
ist über Zapfen 60, 61 am oberen bzw. unteren Ende mit einem ersten und einem zweiten Rückstellhobel 62 und 63
gelenkig verbunden.
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Die Rückstellhebel 62, 63 sind auf Wellen 64, 65 drehbar gelagert, die ihrerseits einteiliger Bestandteil
der Haltehebel 55 und 56 von voreilendem bzw. nachlaufendem Verschlußblatt sind.
Ansprechend auf die Abwärtsbewegung dos Hebels 5 9
werden der erste und der zweite Rückstellhobel 62, im Gegenzeigersinn geschwenkt. Eine erste und eine
zweite Rückstellfeder 67, 66 befinden sich zwischen dem ersten und zweiten Rückstellhebel 62, 63 und
deren abgebogenen Teile 62a, 63a derart, daß eine anfängliche Vorspannung im Gegenzeigersinn ausgeübt
wird.
/ansprechend auf die Drehung im Gegenzeigersinn des ersten und des zweiten Rückstellhebels 62, 63, drücken
deren Enden 62a, 63a Zapfen 68 bzw. 69 nach unten, die an den Haltehebeln 55, 56 des voreilenden bzw. nachlaufenden
Verschlußblattes befestigt sind.
Diese Zapfen 68, 6 9 lagern die Anker 70, 71 drehbar.
Sonach werden, ansprechend auf die Drehung der Hebel 55, 56 im Gegenzeicjersinn die Anker 70, 71 gegen die Joche
72, 73 gedrückt.
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Selbst wenn die Drehung der Hebel 55, 56 im Gegenzeigersinn
vor der Drehung der Arme 41, 2 im Uhrzeigersinn stattfindet, wird durch die Gegenwart von Federn 67, 66
die Zerstörung des Mechanismus verhindert.
Selbst wenn der Winkel der Gegenzeigersinn-Schwenkung übermäßig groß ist, sind die Mechanismen durch die Federn
67, 66 geschützt.
Als Folge des oben erwähnten Ablaufs nehmen die Hebel 55, 56 Stellungen ein, die zum Halten der über die Arme 41, 2
ausgeübten, im Uhrzeigersinn wirkenden Vorspannkraft der Antriebsfedern 74, 3 geeignet ist.
Auf diese Weise wird der Verschlußspannvorgang vervollständigt. Während dieses Vorgangs erfolgt auch der Filmtransportvorgang/
und zwar verknüpft mit dem Ritzel 9, wie dies nachstehend kurz erläutert wird.
Während des Verschlußspannvorgangs dreht sich das Zahnrad 14
im Gegenzeigersinn über das Ritzel 9 und den Getriebezug 10 bis 14. Unter dem Zahnrad 14 befindet sich eine bekannte
Einwegkupplung 75, die nur eine Gegenzeigersinn-Drehung des Zahnrads 14 auf ein Zahnrad 76 überträgt. Die Drehung
dos Zahnriids 7 6 wird auf eine Filmtransportrolle 77 und eine
Filmspule 78 zum Vortransportieren des Films übertragen.
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Die Funktion eines solchen Filmtransportmechanisinus ist allgemein bekannt und braucht nicht weiter erläutert zn
werden.
An dieser Stella befindet sich, wie erwähnt, der Klappspiegel
in seiner heruntergeklappten Stellung (Sucherstellung) . Das Schneckenrad 8, das mit einem weiteren
Schneckenzahnrad 84 ebenfalls in dauerndem Eingriff
steht, dreht die Welle 85 des Schneckenzahnrads 84 im
Uhrzeigersinn, um auch eine auf der Welle 85 befestigte Scheibe 86 zu drehen. Die Scheibe 86 ist mit einem Zapfen 87 versehen, auf dem der oben erwähnte Hebel 20 drehbar gelagert ist, wodurch sich der Hebel 20 um die Welle 85 und den Nocken 30 im Uhrzeigersinn bewegt, und zwar der Schulter 30a des Nockens 30 folgend, wobei letzterer bereits nach dem Abklappen des Spiegels abgestoppt wurde und dadurch den Eingriff des Endteils 20b mit der Schulter 30a wieder herstellt. Der vorstehend erwähnte Vorgang wird während des Verschlußspannens und des Filmtransports vervollständigt,
Schneckenzahnrad 84 ebenfalls in dauerndem Eingriff
steht, dreht die Welle 85 des Schneckenzahnrads 84 im
Uhrzeigersinn, um auch eine auf der Welle 85 befestigte Scheibe 86 zu drehen. Die Scheibe 86 ist mit einem Zapfen 87 versehen, auf dem der oben erwähnte Hebel 20 drehbar gelagert ist, wodurch sich der Hebel 20 um die Welle 85 und den Nocken 30 im Uhrzeigersinn bewegt, und zwar der Schulter 30a des Nockens 30 folgend, wobei letzterer bereits nach dem Abklappen des Spiegels abgestoppt wurde und dadurch den Eingriff des Endteils 20b mit der Schulter 30a wieder herstellt. Der vorstehend erwähnte Vorgang wird während des Verschlußspannens und des Filmtransports vervollständigt,
Das Zahnrad 14 steht auch in dauerndem Eingriff mit einem
Begrenzungszahnrad 79 mit einem Zapfen 80, der gegen einen Anschlag 81 nach Vervollständigung des Verschlußspannens
und des Filmtransports stößt, um die Uhrzeigorsinn-Drchunq des Zahnrads 79 zu beenden, so daß der oberhalb des Motors
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5 vorgesehene Rutschkupplungsmechanismus 7 ein Weiterdrehen
des Motors gestattet. Jedoch gibt an dieser Stelle eine Bohrung 14a des Zahnrads 14 den auf
einen Fotosensor 83 gerichteten Lichtstrahl einer Lichtquelle 82 frei, so daß der aus den Elementen 82 und
83 bestehende Fotokoppler ein Signal Sig1 abgibt, das den Motor 5 über die Motorsteuerschaltung C1 abstoppt.
Wie erwähnt, werden das Verschlußspannen und der Filmtransport im Anschluß an das Herunterklappen des
Spiegels und das Wiederaufblenden vervollständigt, so daß der Verschlußmechanismus für die nächste Bildaufnahme
vorbereitet ist.
Der Bildaufnahme-Vorgang läuft wie folgt ab. Ansprechend eiuf die Betätigung eines nicht dargestellten Verschlußauslöseknopfes
wird ein Auslöseschalter SW10 geschlossen, um den Motor 5 über die Motorsteuerschaltung mit einem
Rückwärts-Strom zu versorgen und dadurch die Welle 6 rückwärts zu drehen. Folglich dreht sich das Schneckenrad
8 ebenfalls rückwärts, um die Schulter 30a des Nockens 30 über das Schneckenzahnrad 84, die Welle 85,
die Scheibe 86, den Zapfen 87 und das Endteil 20b des Hebels 20 im Gegenzeigersinn zu drehen. Hierdurch wird
οinc Gegenzeigorsinn-Drehung der Kurbel 23, die mit dem
Nocken 30 ein gemeinsames Bauteil bildet, verursacht.
Das Ende 23a der Kurbel 23 wird daher von der unteren
Stellung angehoben, um den Schalter 88 zu schließen, wodurch
die Magnetsteuerschaltung C2 die Spulen 89, 90 erregt, wodurch die Joche 72, 73 die Anker 70, 71 anziehen.
Die Kurbel 23 fährt mit ihrer Gegenzeigersinndrehung fort,
um den Spiegelhalterahmen 27 im Gegenzeigersinn um die Welle 91 zu schwenken, und zwar unter Vermittlung eines
aus dem Zapfen 24, dem Stab 25 und dem Zapfen 28 aufgebauten Pleuel-Mechanismus. Hierdurch wird der Spiegel aus
dem Aufnahmestrahlengang heraus nach oben geklappt.
Das Schneckenrad 8 dreht auch das Schneckenzahnrad 33 entgegen der dargestellten Pfeilrichtung, um den Nocken 38
und den Hebel 57 über die Welle 34, das Zahnrad 35, das Sektorzahnrad 36 und die Welle 37 im Uhrzeigersinn zu
drehen. Die Uhrzeigersinn-Drehung des Nockens 38 hebt die Rollen 39, 40 von den Nockenflächen 38a, 38b ab. In
diesem Zustand sind die Arme 41, 2, die im Gegenzeigersinn durch die Federn 73, 3 vorgespannt sind, an einer Drehung
durch die Klinken 55, 56 gehindert.
Ansprechend auf die Uhrzeigersinn-Drehung des Hebels 57,
kommt auch der Zapfen 58 von seinem Eingriff mit dem Finger 57a irei und wird durch einen anderen Finger 57b
nach oben gestoßen, wodurch sich der Hobel 59 nach oben
bewegt, um eine Uhrzeigersinn-Schwenkung des ersten und des zweiten Rückstellhebels 62, 63 und der ersten und der
zweiten Rückstellfeder 67, 66 zu veranlassen. Folglich werden die Hebel 55, 56 von der im Gegenzeigersinn wirksamen
Vorspannkraft der Rückstellfedern 67, 66 freigesetzt und werden von den Auslösefedern 92, 93 im Uhrzeigersinn vorgespannt.
Die Hebel bleiben aber in ihren Stellungen, da die Anker 70, 71 von den Jochen 72, 73 magnetisch angezogen
sind.
Auch das Zahnrad 14 dreht sich im Uhrzeigersinn über den an das Ritzel 9 angeschlossenen Getriebezug, aber es wird
wegen der Einwegkupplung 75 kein Filmtransport ausgeführt.
Im Verlauf der Uhrzeigersinn-Drehung des Zahnrads 14 stößt ein hierauf angebrachter Zapfen 15 gegen das Ende 16a des
Hebels 16, um diesen im Gegenzeigersinn zu schwenken, wodurch sich der andere Arm 16b des Hebels 16 vom Zapfen 17
wegbewegt.
Folglich wird der Hebel 18 nicht im Gegenzeigersinn geschwenkt und hält den Eingriff von Hebel 20 und Nocken 30
aufrecht, wodurch die Hochklappbewegung des Spiegels 26 nicht behindert wird.
Auf diese Weise kehrt der Verschlußspannmechanismus in
den Zustand vor dem Verschlußspannen zurück, und der Spiegel führt seine Hochklappbewegung aus.
Gleichzeitig mit der Spiegelhochklappbewegung wird der mit dem Zapfen 28 gekoppelte Hebel 94 im Gegenzeigersinn
um die Welle 94 geschwenkt, um die nicht dargestellte Objektivblende auf die Arbeitsblende abzublenden. Als
Folge der umgekehrten Drehung des Begrenzungszahnrads 79, das mit dem Zahnrad 14 kämmt, stößt der Zapfen 00 gegen
den Anschlag 81, das Zahnrad 79 wird daher angehalten, wodurch der Rutschkupplungpmechanismus 7 der über den
Getriebezug angekoppelt ist, mit Durchrutschen beginnt.
An dieser Stelle ist die Bohrung 14a des Zahnrads 14 erneut in Ausrichtung mit dem aus Lichtquelle 82 und
Fotosensor 83 aufgebauten Fotokoppler um die Speisespannungszufuhr zum Motor 5 über die
Motorsteuerschaltung C1 zu beendigen.
Nachfolgend wird in der gewünschten zeitlichen Steuerung, wie diese beispielsweise durch die Hochklappbewegung des
Spiegels bestimmt ist, die Magnetsteuerschaltung C2 aktiviert, um die Speisespannungszufuhr z\ir Spule 89
und nach Ablauf eines Zeitintervalles entsprechend der
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gewünschten Belichtungszeit auch zur Spule 90 abzuschalten,
wodurch die Hebel 55, 56 aufeinanderfolgend im Uhrzeigersinn
unter der Vorspannkraft der Auslösefedern 92, 93 geschwenkt werden, um die Arme 41 , 2 freizugeben und dadurch
die aufeinanderfolgenden Hochbewegungen von voreilendem
und nachlaufendem Verschlußblatt 49, 5 4 zur Ausführung der Belichtung zu veranlassen.
Danach erfolgt der Spannvorgang, wie dieser bereits oben erläutert worden ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 können die erste und
die zweite Spule 89, 90 erregt werden unmittelbar bevor die Hebel 55, 56 von der Gegenzeigersinn-Vorspannkraft der
ersten und der zweiten Rückstellfeder 67, 66 freigesetzt
und von den Auslösefedern 92, 93 im Uhrzeigersinn vorgespannt werden. Aus diesem Grund kann alternativ eine
Schaltung verwendet werden, wie diese in Fig. 2 dargestellt ist. Dort mißt eine Zeitsteuerungsschaltung C3 die Zeitspanne
ab Schließen des Schalters SW10 bis zu der Vorspannung im Uhrzeigersinn und erregt nach Verstreichen
diesor Zeitspanne die Spulen 89, 90. Auf diese Weise ist es möglich, den Schalter 88 wegzulassen.
Beispielsweii'ie ist es bei einer motorisch angetriebenen
Kame-ra wirksam, die Motordrehung in beiden Richtungen aus-
32131H
zunutzen, um den Wirkungsgrad zu verbessern und die verschiedenen Mechanismen zu vereinfachen. Wie oben erläutert
nutzen die beschriebenen Ausführungsformen eine Motordrehung
in beiden Richtungen für die Rückstell- und Rückkehrfunktionen der Rückstellvorrichtung aus, und zwar
ohne zusätzliche komplizierte Vorrichtungen; auch der Zusammenbau und die Justage der Kamera werden erleichtert,
v/eil der Verschlußmechanismus mit den anderen Mechanismen nur über die Zahnräder 35, 36 mechanisch gekoppelt ist.
Nachstehend sei die Ausführungsform nach Fig. 3 beschrieben,
die für eine Kamera mit manuellem Filmtransport vorgesehen werden kann. In Fig. 3 ist der Zustand nach einer
Bildaufnahme aber vor Durchführung des Filmtransports dargestellt.
Ansprechend auf eine Gegenzeigersinn-Schwenkung eines
Filmtransporthebels 101 werden eine Welle 102 und ein hieran befestigter Filmtransportarm 103 ebenfalls im
Gegenzeigersinn geschwenkt. Auch der Spannhebel 104, der unter der Welle 102 vorgesehen ist, wird im Gegenzeigersinn
geschwenkt.
Am Filmtransportarm 103 ist eine Welle 105 befestigt, auf der eine Filmtransportklinke 106 drehbar gelagert
ist. Die Klinke 106 ist durch eine Feder 107 im Gegen-
32131H
zeigersinn vorgespannt. Sonach stößt bei einer Drehung des Filmtransportarrns 103 im Gegenzeigersinn die Filmtransportklinke
106 gegen eine Schulter 108a eines Klinkenrads 108, um dieses ebenfalls im Uhrzeigersinn
zu drehen. Das Klinkenrad 108 bildet ein gemeinsames
Bauteil mit einem ersten Zahnrad 109, über das die Drehung auf ein zweites Zahnrad 110, ein drittes Zahnrad
111, ein Spulenzahnrad 112 und ein Filmtransportrollen-Zahnrad
113 übertragen wird. Das Klinkenrad 108 und die Zahnräder 109 bis 113 werden durch die Vielle 102
getragen. Das Spulenzahnrad 112 und die Spule 78 sind auf der Welle 102 drehbar gelagert.
Das Zahnrad 113 arbeitet auf die Filmtransportrolle 77.
Sonach wird der Film durch die Gegenzeigersinn-Drehung von Spule 78 und Filmtransportrolle 77 transportiert.
Die Funktion des Filmtransports durch die Gegenzeigersinn-Schwenkung
des Filmtransporthebels 101 ist bereits bekannt und braucht nicht weiter erörtert zu werden.
Der Spannhobel 104 dreht sich mit der Welle 102 im Gegenzeigersinn,
um über einen Zapfen 114 einen Hebel 115 um
eine Vielle 116 zu schwenken.
— 0*7 —
32131 K
Der Hebel 115 trägt einen hieran befestigten Zapfen 117,
an dem eine Spannstange 118 drehbar befestigt ist.
Folglich wird die Spannstange 118 gegen die Kraft einer
Feder 119 nach rechts bewegt. Das andere Ende 118a
der Spannstange 118 trägt einen drehbar gelagerten Zapfen
120, der auch in anderen Richtungen eine gewisse Bewegungsfreiheit hat. Der Zapfen 120 ist seinerseits an einem
Hebel 125 befestigt.
Sonach wird auf eine Vorwärtsverschiebung der Spannstange 118 der Hebel 125 im Gegenzeigersinn geschwenkt, um eine
Welle 37 und einen hierauf sitzenden Nocken 38 ebenfalls im Gegenzeigersinn zu drehen. Der Spannvorgang ist
identisch mit dem des ersten Ausführungsbeispiels und
braucht daher nicht erörtert zu werden.
Auf diese Weise werden das voreilende und das nachlaufende Verschlußblatt 49, 54 nach unten bewegt, die Arme 41, 2
von Haltehebeln 55, 56 gehalten und die Anker 70, 71 gegen die Joche 12,13 gedrängt, um den Spannvorgang zu vervollständigen.
Gegen Ende der Vorwärtsbewegung der Stange 118 stößt ein
Zapfen 121, der auf der Spannstange 118 sitzt, ein Tasten-
glied 122 weg, das demzufolge im Gegenzeigersinn gegen die
Kraft einer Feder 123 geschwenkt wird. Nach Passieren des Zapfens 121 fällt ein Hakenteil 122a des Tastengliedes
122 in die Bewegungsbahn des Zapfens 121 ein, so daß dieser
nebst der Spannstange 118 an einer Bewegung nach links gehindert sind.
Auf der Unterseite der Spannstange 118 sitzt ein weiterer
Zapfen 124, der einen Magnetsteuerschalter 88 abschaltet und dadurch die Spannungszufuhr zum ersten und zum zweiten
Elektromagneten Mg1, Mg2 unterbricht. Nach Vervollständigung des Verschlußspannens trifft der Filmtransportarm 103 auf
einen Zapfen 127, wodurch die Gegenzuigersinn-Drehung des Filmtransporthebels 101 begrenzt wird.
Wenn die Bedienungsperson den Filmtransporthebel 101 losläßt, drehen sich der Hebel 101, die Welle 102, der Filmtransportarm
103 und der Spannhebel 104 im Uhrzeigersinn in ihre Ausgangsstellungen unter der Kraft einer Feder 126 zurück.
Da jedoch die Spannstange 118 nunmehr an einer Bewegung nach links gehindert ist, kann der Heble 115 nicht im Uhrzeigersinn
schwenken, so daß der Verschlußmechanismus im gespemntcm
Zustand gehalten wird. Die Vorbereitung auf die nächste Aufnahme
ist damit abgeschlossen.
Der Bildaufnahmevorgang geschieht wie folgt. Wenn der Verschlußauslöseknopf 128 gegen die Kraft einer Rückholfeder
129 eingetastet wird, stößt ein Keilteil 128a an seinem unteren Ende den Arm 122b des Tastgliedes
beiseite und veranlaßt so eine Gegenzeigersinn-Schwcnkung
das Tastglioäes 122.
Folglich kommt der Zapfen 121 vom Hakenteil 122a frei,
und die Spannstange 118 beginnt sich unter der Wirkung der Feder 119 nach links zu bewegen.
Gleichzeitig bewegt sich der Zapfen 124 nach links, um den Magnetsteuerschalter 88 unmittelbar z\i schließen,
wodurch die Spulen 89, 90 des ersten und den zweiten Elektromagneten Mg1, Mg2 erregt werden und die Anker
70, 71 zu den Jochen 72, 73 anzuziehen.
Die vorstehend erwähnte Rückkehrbewegung der Spannstange 118 hört auf, wenn das Ende 118b der Stange 118 gegen
einen Anschlag 130 stößt.
In diesem Zustand kehren der Hebel 115, die Welle 37,
der Nocken 38 und der Hebel 57 in ihre entsprechenden Stellungen vor dem Spannen des Verschlusses zurück.
Dann werden durch Unterbrechen der Speisespannungszufuhr zu den Spulen 89, 90, was aufeinanderfolgend entsprechend
einer gewünschten zeitlichen Steuerung geschieht, die Haltehebel aufeinanderfolgend im Uhrzeigersinn geschwenkt,
um eine Bewegung von voreilendem und nachlaufendem Verschlußblatt 49, 54 im gewünschten Zeitabstand und damit die Belichtung
des Films zu bewirken. Der Bildaufnahmevorgang ist damit abgeschlossen.
Das dritte Ausführungsbeispiel ist auch bei einer einäugigen
Spiegelreflexkamera anwendbar, wenn der Mechanismus so konstruiert wird, daß der Spiegel- und der Blendeninechanismus
ansprechend auf das Eintasten des Auslöseknopfes 128 aktiviert
werden und der Zapfen 121 vom Tastenglied 122 im Verlauf dieser
Aktivierbewegungen freikommt. Weiterhin kann der Magnetsteuerschalter 88 jederzeit innerhalb eines Intervalls geschlossen
werden, das vom Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes bis zum Freisetzen der Anker 70, 71 durch die Endteile 67a,
66a der ersten und der zweiten Rückstellfeder reicht.
Im Gegensatz zum üblichen Verschlußmechanismus, bei dem die
Spannstange 118, ansprechend auf die Rückkehr des Filmtransporthebels
101 in die Stellung vor Verschlußspannung zurücküberführt wird, zeichnet sich das dritte Ausführungsbeispiel
durch den Umstand aus, daß die Spannstange 118 in der ge-
32131U
spannten Stellung durch ein Halteglied gehalten wird und
in die Ausgcmgsstellung erst nach Erregung der Elektromagnete,
jedoch vor Beweguncjsbegj nn der Verschlußblätter zurücküberführt wird.
Die Erfindung ist nicht auf vertikal ablaufende Verschlußblätter beschränkt, wie diese im vorstehenden
beschrieben worden sind. Die Erfindung ist gleichermaßen anwendbar auf einen Verschluß mit horizontal laufenden
Blättern oder allgemein auf einen Brennebenenverschluß.
Claims (5)
1. Elektrischer Verschluß mit
- einem voreilenden Verschlußglied, das bei Verschlußauslösung von der eine Belichtungsöffnung verschließenden
Stellung (Schließstellung) in die die Belichtungsöffnung freigebende Stellung (Offenstellung) bewegbar ist,
- einem nachlaufenden Verschlußglied, das, auf den Bewegungsbeginn des voreilenden Verschlußgliedes folgend,
von der Offenstellung in die Schließstellung bewegbar ist,
- einer Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des voreilenden und des nachlaufenden Verschlußgliedes in deren Bewegungsrichtung,
- einer ersten Halteeinrichtung mit einer Haltestellung
für das in Schließstellung befindliche voreilende Verschlußglied,
- einen ersten Elektromagneten zum /anziehen der ersten
Halteeinrichtung in der Haltestellung,
- einer zweiten Halteeinrichtung mit einer lin lter» teilung
für das in Offenstellung befindliche nachlaufende VorMünchen:
R. Kramer Dipl.-Ing. · W. Weser Dipl.-Phys. Pr. rc»', nal. · V. I loflmann Oipl -Ina.
Wiesbaden: P. G. B!-.;riibach Dipl.-Ing. · P. Bergen Prof. Or. jur. Dipl.-hg., Pei.-A:-;.. P3l.-Anw.bis 1V/9 · G. 7v.'irn,;r Dipl -Ing. Dipl Λ' ir.rj.
-2- "■■ : -■■-■- 321·31Η
Schlußglied,
- einem zweiten Elektromagneten zum Anziehen der zweiten
Halteeinrichtung in der Haltestellung, wobei
- eine Belichtung bestimmter Dauer durch aufeinanderfolgende Erregung des ersten und zweiten Elektromagneten bewerkstelligt
wird,
gekennzeichnet durch
- eine hin- und hergehende Einrichtung, die während ihres Vorwärtshubes die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung
zu speichern vermag und ihren Rückwärtshub bei der
Verschlußauslösung ausführt,
Verschlußauslösung ausführt,
- eine Rückstelleinrichtung, die, ansprechend auf den
Vorwärtshub, die erste und die zweite Halteeinrichtung in deren Haltestellungen zu bringen vermag und, ansprechend auf den Rückwärtshub, ein Zurückziehen der
ersten und der zweiten Halteeinrichtung aus deren
Haltestellungen ermöglicht, und
Vorwärtshub, die erste und die zweite Halteeinrichtung in deren Haltestellungen zu bringen vermag und, ansprechend auf den Rückwärtshub, ein Zurückziehen der
ersten und der zweiten Halteeinrichtung aus deren
Haltestellungen ermöglicht, und
- eine Stromsteuereinrichtung zum Erregen des ersten und des zweiten Elektromagneten während einer Zeitspanne von
der Verschlußauslösung bis zur Ermöglichung des Zurückziehens der ersten und der zweiten Halteeinrichtung und
vor dem Bowegungr.boginn des voreilenden und des nachlaufenden
Verschlußqliedes.
32131U
2. Verschluß nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
gekennzeichnet durch
- eine in einer ersten und in einer zweiten Richtung antreibbare Antriebsquelle für die hin'- und hergehende
Einrichtung,
- eine Antriebsquellensteuerschaltung für einen Antrieb der Antreibsquelle in der ersten Richtung auf die
Beendigung der Belichtung hin und für einen Antrieb der Antriebsquelle in der zweiten Richtung auf die
Verschlußauslösung hin und
- eine Einrichtung zum Speichern der Vorspannkraft der
Vorspanneinrichtung, ansprechend auf den Antrieb der Antriebsquelle in der ersten Richtung.
3. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Rückstelleinrichtung eine erste und eine zweite Vorspanneinrichtung aufweist, die die erste bzw. die
zweite Halteeinrichtung in deren Haltestellungen hält, während sie in Richtung auf die Haltestellungen vorgespannt
sind.
4. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stromsteuereinrichtung eine Zeitsteuerung aufweist, die eine Zeitspanne von
32131H
der Verschlußauslösung bis zur Ermöglichung des Zurückziehens der ersten und der zweiten Halteeinrichtung zu
messen und bei Ablauf dieser Zeitspanne den ersten und den zweiten Elektromagneten zu erregen vermag.
5. Verschluß nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
gekennzeichnet durch
- eine Filmvorschubsteuereinrichtung und eine Verschlußauslöseeinrichtung,
wobei
- die hin- und hergehende Einrichtung ein bewegbares Glied aufweist, das in der ersten und in der zweiten
Richtung bewegbar ist, und zwar, ansprechend auf die Filmvorschubsteuereinrichtung, in der ersten Richtung
und, ansprechend auf die Verschlußauslöseeinrichtung, in der zweiten Richtung, und
- eine Einrichtung zum Speichern der Vorspannkraft der
Vorspanneinrichtung, ansprechend auf die Bewegung des beweglichen Gliedes in die erste Richtung.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP56053137A JPS57168240A (en) | 1981-04-10 | 1981-04-10 | Electric shutter of camera |
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Family
ID=12934430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE3213114A Expired - Lifetime DE3213114C2 (de) | 1981-04-10 | 1982-04-07 | Elektromagnetisch ausgelöster Verschluß |
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| JP (1) | JPS57168240A (de) |
| DE (1) | DE3213114C2 (de) |
| GB (1) | GB2100452A (de) |
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