DE3011693C2 - Verschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera - Google Patents
Verschluß für eine einäugige SpiegelreflexkameraInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera.
Bisher findet als Antriebsquelle zur Erzielung des
Ablaufens der Verschlußvorhänge eines Kameraverschlus
ses im allgemeinen eine Feder Verwendung. Andererseits
besteht in jüngster Zeit mit der fortschreitenden elektro
nischen Ausstattung von Kameras überwiegend die Tendenz,
die Belichtungseinstellung, den photographischen Steuerab
lauf und dgl. elektrisch zu steuern. Da auch bei den mit
sehr viel Elektronik ausgestatteten Kameras das Ver
schlußantriebssystem weiterhin mechanisch aufgebaut ist,
erscheint unter dem Gesichtspunkt der "Elektronisierung"
der gesamte Aufbau einer solchen Kamera so kompliziert
wie zuvor. Zur Vereinfachung dieses komplizierten Aufbaus
wurde schon vorgeschlagen, den Verschluß elektro
magnetisch anzutreiben.
Bei Verwendung einer elektromagnetischen Antriebs
quelle in einer Kamera, über die der Verschluß von elektro
magnetischen Kräften angetrieben bzw. betätigt wird,
entfällt natürlich das Erfordernis, bewegliche mechani
sche Teile unterschiedlichster Art wie im Falle üblicher
Kameras verwenden zu müssen, wodurch sich der Kameraauf
bau erheblich vereinfachen läßt.
In bezug auf die Anbringung einer elektrischen
Energiequelle im Inneren des Kameragehäuses erschwert
allerdings der nur begrenzt zur Verfügung stehende
Raum die Verwendung einer Batterie mit der in hohem Maße
erforderlichen großen Kapazität und damit großen Abmes
sungen. Aus diesem Grunde müssen die Verschlußvorhänge
und ihre Antriebs- und Betätigungseinrichtungen möglichst
leicht konstruiert werden, wobei ihre beweglichen Teile
mit möglichst geringer Reibung arbeiten müssen, so daß
eine elektromagnetische Antriebsquelle mit geringen
Abmessungen, die einen geringeren elektrischen Stromver
brauch aufweist, in Betracht gezogen werden kann. Bei
Berücksichtigung oder Erfüllung dieser Forderungen wird
jedoch die Kamera in erheblichem Maße stoßempfindlich,
da bei Auftreten eines Stoßes in der ablaufbereiten
Ausgangsstellung der Verschlußvorhänge für eine Belich
tung diese versehentlich in Bewegung versetzt werden und
damit eine unbeabsichtigte Belichtung des Films herbei
führen oder ein Steuerschalter für die Stromversorgung
der elektromagnetischen Antriebsquelle fehlerhaft be
tätigt wird, mit der Folge, daß der oder die Verschluß
vorhänge ablaufen.
Ein Verschluß mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patent
anspruch 1 ist bekannt durch die Veröffentlichung JP 49-
19821A. Dieser bekannte Verschluß weist auf einen Rückstell
mechanismus zum Zurückführen des ersten Betätigungshebels und
des zweiten Betätigungshebels in ihre Ausgangspositionen, die
sie vor Beginn einer Belichtung einnehmen. Zum Rückstellme
chanismus gehört ein Steuerteil das zum Zwecke des Zurückfüh
rens der beiden Betätigungshebel in eine ruhende, erste Posi
tion gedreht wird. Während dieser Drehung kommt ein erster
Kontaktabschnitt des Steuerteils in Berührung mit dem ersten
Betätigungshebel, so daß dieser in seine Ausgangsposition ge
bracht wird, und kommt ein zweiter Kontaktabschnitt des Steu
erteils in Berührung mit dem zweiten Betätigungshebel, so daß
dieser ebenfalls in seine Ausgangsposition gebracht wird. In
seiner Ausgangsposition wird der erste Betätigungshebel mit
tels eines Verriegelungshebels verriegelt gehalten, und auch
der zweite Betätigungshebel wird in seiner Ausgangsposition
mittels eines zweiten Verriegelungshebels gehalten. Während
das Steuerteil seine ruhende, erste Position einnimmt, sind
somit sowohl der erste Betätigungshebel als auch der zweite
Betätigungshebel jeweils in ihrer Ausgangsposition verrie
gelt. Diese Verriegelung besteht nicht und ist gelöst, wäh
rend das Steuerteil seine zweite Position einnimmt. Während
das Steuerteil seine erste Position einnimmt, steht es nicht
in Berührung mit dem ersten Betätigungshebel und dem zweiten
Betätigungshebel.
Wenn eine Belichtung durchgeführt werden soll, wird gleich
zeitig mit dem Schwenken des Schwenkspiegels in seine aus dem
optischen Belichtungsweg zurückgezogene Position das Steuer
teil aus seiner ersten Position in seine zweite Position be
wegt. Während dieser Bewegung löst das Steuerteil den ersten
Verriegelungshebel aus seinem Eingriff mit dem ersten Betäti
gungshebel, so daß die Verriegelung des ersten Betätigungshe
bels gelöst wird und die vorlaufenden Lamellen ablaufen kön
nen. Nach Ablauf einer vorgegebenen Belichtungszeit gibt ein
Elektromagnet den zweiten Verriegelungshebel frei, so daß
dieser aus seinem Eingriff mit dem zweiten Betätigungshebel
gelöst werden kann und dann auch der nachlaufende Vorhang ab
laufen kann.
Obwohl bei diesem bekannten Verschluß die beiden Betätigungs
hebel in ihren Ausgangspositionen verriegelt sind, während
das Steuerteil seine erste Position einnimmt, kann es unter
gewissen Umständen dennoch zu Fehlbelichtungen kommen. Bei
spielsweise wenn aufgrund eines auf die Kamera einwirkenden
Stoßes der zweite Verriegelungshebel kurzfristig aus seinem
Eingriff mit dem zweiten Betätigungshebel gelöst wird, würde
letzterer eine Ablaufbewegung im Uhrzeigersinn beginnen und
nicht erneut verriegelt werden. Dies würde bei einer späteren
Auslösung des Verschlusses dazu führen, daß der nachlaufende
Vorhang unmittelbar der Bewegung des vorlaufenden Vorhangs
folgen würde, ohne daß die gewünschte Belichtungszeit ver
streicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsbilden
den Verschluß dahingehend weiterzubilden, daß eine beispiels
weise durch Stöße von außen verursachten Fehlfunktion des
Verschlusses vorgebeugt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Verschluß gemäß
Patentanspruch 1 gelöst. Bei diesem ist das Steuerteil unab
hängig vom Rückstellmechanismus ausgebildet und steht es in
seiner ersten Stellung in direkter Berührung sowohl mit dem
ersten Betätigungshebel als auch mit dem zweiten Betätigungs
hebel, so daß das Steuerteil selber ein gemeinsames Verriege
lungsteil für die ersten und zweiten Betätigungshebel bildet.
Solange das Steuerteil selber seine erste Position einnimmt,
können daher die beiden Betätigungshebel weder eine vollstän
dige noch eine teilweise Ablaufbewegung ausführen.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine auseinandergezogene perspektivische
Darstellung eines ersten Ausführungs
beispiels eines erfindungsgemäß ausge
stalteten Verschlusses,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht, die Einzel
heiten des Verschlusses gemäß
Fig. 1 und einer elektromagnetischen
Antriebsquelle veranschaulicht,
Fig. 3 ein teilweise in Form eines Blockschalt
bildes ausgeführtes elektrisches Schalt
bild einer Steuerschaltung zur Steuerung
des Verschlusses gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine auseinandergezogene perspektivische
Darstellung eines zweiten Ausführungsbei
spiels,
Fig. 5 eine Steuerschaltung für das Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 4,
Fig. 6 eine auseinandergezogene perspektivische
Darstellung eines dritten Ausführungs
beispiels, und
Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel der Steuer
schaltung.
In Fig. 1 bezeichnet die Bezugszahl 1 eine Aufwickel
achse, die sich gemeinsam mit einem (nicht dargestellten)
Transporthebel der Kamera dreht und eine an ihrem unteren
Ende befestigte Nockenscheibe 2 aufweist. Die Bezugszahl
3 bezeichnet einen um eine Achse 3b schwenkbaren Hebel,
der mit einem Stift 3a versehen ist und einen mit der
Nockenscheibe 2 in Eingriff stehenden fest angebrachten
Nockenstößel 4 trägt. Die Bezugszahl 5 bezeichnet einen
zum Spannen eines Blenden- und Spiegelantriebsmechanis
mus dienenden Verbindungshebel, der um eine Achse 5c
schwenkbar ist und über ein (nicht dargestelltes) Zwi
schenglied mit dem Stift 3a zusammenwirkt. Ein am Ende
des Hebels 5 fest angebrachter Stift 5b steht mit einem
Arm eines nachstehend noch näher beschriebenen Spannhebels
60 in Eingriff. Die Bezugszahl 10 bezeichnet eine Aus
löseeinrichtung der Kamera, die einen Elektromagneten
8 mit einem Permanentmagneten 9 aufweist. Mit 8a ist ein
von einem Traghebel 7 getragener Anker bezeichnet, der
von dem Elektromagneten 8 angezogen wird. Die Bezugs
zahl 6 bezeichnet einen Auslöse-Signalhebel, der an einer
gemeinsamen Achse 7b des Traghebels 7 befestigt ist, so
daß die beiden Hebel sich gemeinsam drehen können. Mit
7a ist eine Feder bezeichnet, die auf den Anker 8a zur
Erzielung einer von dem Elektromagneten 8 weggerichteten
Bewegung einwirkt. Mit 6b ist ein Stift bezeichnet, der
fest an dem Auslöse-Signalhebel 6 angebracht ist und mit
einer fest an dem Verbindungshebel 5 angebrachten Blatt
feder 5a in Eingriff steht. Außerdem ist an dem Hebel 6
ein Stift 6a fest angebracht, der mit einem Arm 11b eines
Auslösehebels 11 in Eingriff steht.
Der Auslösehebel 11 ist um eine Achse 11d schwenkbar
bzw. drehbar, wobei sein entgegengesetztes Endteil 11c
gabelförmig ausgebildet ist und mit einem hinteren End
stück eines um eine Achse 12a drehbaren Verriegelungs
hebels 12 in Eingriff steht. Mit der Bezugszahl 13 ist
ein Antriebshebel bezeichnet, der um eine Achse 13e schwenk
bar bzw. drehbar ist und bei Drehung in Gegenuhrzeiger
richtung eine Blendenantriebsfeder 13a spannt. Der Antriebs
hebel 13 weist ein Endteil 13c auf, das mit einem haken
förmigen Endteil des Verriegelungshebels 12 in Eingriff
bringbar und hierdurch im Spannzustand verriegelbar ist.
Die Bezugszahl 15 bezeichnet einen Blendenantriebs
hebel, der um die Achse 13e schwenkbar bzw. drehbar ist,
wobei ein abgewinkelter Abschnitt 15b seines einen Arms
mit einem (nicht dargestellten) Stift zur automatischen
Blendenöffnungssteuerung eines Objektivs in Eingriff
steht. In der Mitte eines Arms des Antriebshebels 13 ist
ein Stift 14c fest angebracht, durch den ein Zwischen-
oder Verbindungshebel 14 drehbar gehalten wird, der von
einer Feder 14a für eine Drehung in Uhrzeigerrichtung
vorgespannt wird, um mit dem entgegengesetzten Ende 15a
des Blendenantriebshebels 15 in Eingriff zu treten. Mit
15c ist eine Feder bezeichnet, die den Blendenantriebs
hebel 15 in eine Richtung zwingt, in der er mit dem Zwi
schenhebel 14 in Eingriff tritt. Der Spannhebel 60 ist
um eine Achse 60d dreh- bzw. schwenkbar, wobei sein einer
Arm 60c mit einem Stift 5b des Verbindungshebels 5 in Ein
griff steht, während das freie Ende 60b eines in der Mitte
dieses Armes fest angebrachten Stiftes 60a mit einem Arm
13b des Antriebshebels 13 in Eingriff steht, wodurch eine
in Uhrzeigerrichtung erfolgende Drehbewegung des Verbin
dungshebels 5 zum Spannen der Feder 13a auf den Antriebs
hebel 13 übertragbar ist. Der Auslösehebel 11 wird von
einer in bezug auf die Feder 7a schwächeren Feder 11a in
Gegenuhrzeigerrichtung vorgespannt, wobei ein Arm 11b
ständig mit dem Stift 6a des Auslöse-Signalhebels 6 in
Eingriff steht.
Die Bezugszahl 17 bezeichnet einen automatischen
Blendenöffnungs-Signalhebel, der um eine Achse 17a dreh-
bzw. schwenkbar ist und einen mit einem an dem Zwischen
hebel 14 befindlichen Stift 14b in Eingriff stehenden
Arm 17c sowie einen mit dem unteren Ende eines Spiegel
rückkehr-Signalhebels 30 in Eingriff stehenden weiteren
Arm 17b aufweist. Die Bezugszahl 16 bezeichnet einen An
schlag, der den Bewegungsbereich des Antriebshebels 13
begrenzt.
Die Bezugszahl 18 bezeichnet einen Spiegelantriebs
hebel, der um eine stationäre Achse 18d drehbar ist und
an seinem unteren Endteil mit einem Arm 13d des Antriebs
hebels 13 in Eingriff steht, wobei sein oberes Endteil
einen gebogenen Abschnitt aufweist, mit dem eine Antriebsquelle für einen Schwenkspiegel in Form einer Spiegel
antriebsfeder 18a verbunden ist. Am unteren Arm des Spie
gelantriebshebels 18 ist eine Achse 18c fest angebracht,
auf der ein Verriegelungshebel 23 schwenkbar gelagert ist.
Der Verriegelungshebel 23 wird von einer Feder 23a für
eine Bewegung in Uhrzeigerrichtung vorgespannt und weist
an seinem freien Ende einen Haken 23a auf, der mit einem
Klinkenabschnitt 22b eines um die Achse 18d drehbaren
Spiegel-Hochklapphebels 22 in Eingriff bringbar ist.
Die Bezugszahl 24 bezeichnet einen um eine Achse 24c
drehbaren Zwischenhebel, der einen mit einem Stift 25a
einer Spiegeltragplatte 25 in Eingriff stehenden Endab
schnitt 24b und einen an seinem entgegengesetzten Arm
fest angebrachten Stift 24a aufweist und mit einem Arm
22c des Spiegel-Hochklapphebels 22 in Eingriff steht.
Die Bezugszahl 26 bezeichnet eine Drehachse, während die
Bezugszahl 27 den Schwenkspiegel bezeichnet.
Ein Arm des Spiegelantriebshebels 18 ist mit einem
Vorsprung 18b versehen, der mit einem unteren freien End
abschnitt eines Schalterbetätigungshebels 51 in Eingriff
bringbar ist. Der Schalterbetätigungshebel 51 ist um eine
Achse 51c drehbar bzw. schwenkbar und wird von einer Feder
51a für eine Bewegung in Gegenuhrzeigerrichtung vorge
spannt, wobei sein entgegengesetzter Arm 51b derart ange
ordnet ist, daß er bei Berührung eines der Kontaktelemente
eines die Beendigung der Spiegelhochklappbewegung überwachen
den Arbeitskontakt-Signalschalters 29 diesen Schalter
schließt. Darüber hinaus kann der Arm 51b an seiner Unter
seite mit dem oberen Ende eines nachstehenden noch näher
beschriebenen plattenförmigen Steuerteils 34
in Eingriff treten.
Außerdem ist auf der Achse 51c ein für den hinteren
Verschlußvorhang vorgesehener Signalhebel 52 schwenkbar
gelagert, der einen mit einem nachstehend noch näher
beschriebenen Betätigungshebel für den hinteren Verschluß
vorhang in Eingriff stehenden Arm 52a sowie einen gegen
überliegenden Arm 52b aufweist, der mit einem Ende 30a
des Spiegelrückkehr-Signalhebels 30 in Eingriff steht.
Der Spiegelrückkehr-Signalhebel 30 ist auf einer Achse
30f schwenkbar gelagert, wobei ein an einem Arm des Hebels
fest angebrachter Stift 30b mit dem gegenüberliegenden
Arm 23b des Verriegelungshebels 23 in Eingriff steht.
Die Bezugszahl 41 bezeichnet eine Verschlußgrundplatte,
die mit einem Bildfenster 41a versehen ist, während die
Bezugszahl 42 einen vorlaufenden bzw. vorderen Verschlußvorhang und die
Bezugszahl 43 einen nachlaufenden bzw. hinteren Verschlußvorhang bezeichnen.
Wie in Fig. 2 im einzelnen dargestellt ist, besteht
der vordere Verschlußvorhang 42 aus drei lichtundurchlässigen
dünnen Lamellen 42-1, 42-2 und 42-3, die über Stifte
42a bis 42f gelenkig mit zwei Betätigungshebeln 36 und 36′ ver
bunden und derart angeordnet sind, daß sie sich entlang
der Verschlußgrundplatte 41 bewegen, wodurch das Bildfen
ster 41a geöffnet und geschlossen wird. Der Betätigungshebel 36′ ist
auf einer an der Verschlußgrundplatte 41 befindlichen
Achse 36′′ schwenkbar gelagert, während der Betätigungshebel 36 an einer
Antriebswelle 35 einer elektromagnetischen Antriebsquelle
67 für den vorderen Verschlußvorhang fest angebracht ist
und von der Verschlußgrundplatte 41 getragen wird, so daß er
zusammen mit der Antriebswelle 35 drehbar ist.
Der hintere Verschlußvorhang 43 besteht aus drei
ähnlichen dünnen Lamellen 43-1, 43-2 und 43-3, die über
Stifte 43a bis 43f gelenkig mit Betätigungshebel 38 und 38′
verbunden und derart angeordnet sind, daß sie das Bild
fenster in ähnlicher Weise wie der vordere Verschluß
vorhang öffnen und schließen.
Der Betätigungshebel 38′ ist auf einer an der Verschlußgrundplatte
41 befindlichen Achse 38a schwenkbar gelagert, während der
Betätigungshebel 38 an einer Antriebswelle 37 einer (nicht dargestell
ten) elektromagnetischen Antriebsquelle für den hinteren
Verschlußvorhang fest angebracht und durch die gemeinsame
Drehbewegung mit der Antriebswelle 37 verschwenkbar ist.
Die elektromagnetische Antriebsquelle 67 umfaßt einen
Rahmen 65, einen mit einem Abschnitt fest an dem Rahmen
65 befestigten Permanentmagneten 62 und eine um den Perma
nentmagneten 62 drehbare Spule 66, wobei die an der Spule
66 befestigte Antriebswelle 35 in in dem Rahmen 65 vorge
sehenen Paßlöchern 65a und 65b drehbar gehalten wird.
Die Bezugszahl 61 bezeichnet ein um die Spule 66 herum
angeordnetes und fest an dem Rahmen 65 angebrachtes
Joch. Zwar ist in Fig. 2 lediglich die elektromagnetische
Antriebsquelle für den vorderen Verschlußvorhang darge
stellt, jedoch weist die elektromagnetische Antriebsquel
le für den hinteren Verschlußvorhang einen ähnlichen
bzw. gleichen Aufbau auf.
Diese elektromagnetischen Antriebsquellen bilden einen Drehantriebsmechanismus
für die Lamellen der beiden Verschlußvorhänge.
Wird die Spule der jeweiligen
elektromagnetischen Antriebsquelle mit Strom beaufschlagt,
dreht sich die zugehörige Antriebswelle 35 bzw. 37 in
einem innerhalb von 180° liegenden vorgegebenen Bereich,
wodurch die Betätigungshebel 36 und 38 angetrieben bzw. verstellt wer
den und den vorderen und hinteren Verschlußvorhang
in ihre Ablaufstellungen bewegen.
Wie wieder Fig. 1 zu entnehmen ist, ist an dem freien
Ende der Antriebswelle 35 für den vorderen Verschlußvor
hang ein zur Rückstellung des Verschlusses dienender Rückstellhebel
bzw. Arm 35a fest angebracht, der mit einem Arm 22a des Spie
gel-Hochklapphebels 22 in Eingriff treten kann. Der Spiegel-Hochklapphebel
22 und der Arm 22a bilden somit einen Rückstellmechanismus
für die Verschlußvorhänge.
Die Bezugszahl 34 bezeichnet ein plattenförmiges
Steuerteil, das verschiebbar an der Verschluß-Grundplatte
41 angebracht ist und von einer Feder 34a für
eine Aufwärtsbewegung (gemäß Fig. 1) vorgespannt wird.
Mit 34b ist ein erster Kontaktabschnitt bezeichnet, der mit einem Klinkenabschnitt
36a des ersten Betätigungshebels 36 für den vorderen
Verschlußvorhang in Eingriff tritt, während mit 34c
ein zweiter Kontaktabschnitt bezeichnet ist, der mit einem Klinkenteil
38a des zweiten Betätigungshebels 38 für den hinteren Verschlußvorhang
in Eingriff tritt. Wenn der Verschluß gemäß Fig. 1 auf
die Ausgangsstellung zurückgestellt und für die Ablaufbe
wegung bereit ist, verschließt der vordere Verschlußvor
hang das Bildfenster 41a, während der hintere Verschluß
vorhang aus dem Bildfenster herausbewegt ist. Hierbei
wird der hintere Verschlußvorhang von einem (nicht darge
stellten) Anschlagglied an einer weiteren Aufwärtsbe
wegung gehindert, während der vordere Verschlußvorhang
mit seiner obersten Lamelle 42-3 über einen (nicht darge
stellten) Höcker gegen die Lamelle 43-1 des hinteren
Verschlußvorhangs stößt und an einer weiteren Aufwärts
bewegung gehindert wird. Im übrigen werden die Verschluß
vorhänge 42 und 43 durch Eingriff des Steuerteils
mit den Betätigungshebeln an einer Abwärtsbewegung aus den
in Fig. 1 dargestellten Positionen gehindert.
Das Steuerteil bildet somit ein gemeinsames Verriegelungsteil
für den ersten Betätigungshebel 36 und den zweiten Betätigungshebel
38. Durch diese
Verriegelung ist somit gewährleistet, daß auch durch
einen Stoß oder eine versehentliche Beaufschlagung der
Spule mit Strom keine fehlerhafte Auslösung auftreten
kann.
In Fig. 3 ist ein elektrisches Schaltbild darge
stellt, das ein Ausführungsbeispiel einer Steuerschaltung
zur Steuerung der Arbeitsweise des Verschlusses
gemäß den Fig. 1 und 2 zeigt. In Fig. 70 bezeichnet die
Bezugszahl 70 ein Photoelement (Siliciumphotozelle),
während die Bezugszahl 71 einen Operationsverstärker
bezeichnet, der einen Vorverstärker für das zwischen seine
beiden Eingänge geschaltete Photoelement 70 darstellt,
wobei eine zur logarithmischen Signalkomprimierung dienen
de Diode 72 in einen Rückkopplungszweig des Operations
verstärkers 71 geschaltet ist. Die Bezugszahl 73 bezeich
net eine Rechenschaltung bekannter Art. Die Bezugszahl
74 bezeichnet einen Stellwiderstand zur Einstellung eines
vorgegebenen Blenden-Rastzahlenwertes (ΔAv), während die
Bezugszahl 75 einen Stellwiderstand zur Einstellung eines
ASA-Filmempfindlichkeitswertes (Sv) des jeweils verwendeten
Films bezeichnet. Die Rechenschaltung 73 gibt ein Ausgangs
signal ab, das den einzusteuernden Verschlußzeitwert
(Tv) repräsentiert. Die Bezugszahl 76 bezeichnet einen
Kondensator zur Abspeicherung des Verschlußzeitwertes
Tv, während die Bezugszahl 77 einen Umschalter bezeichnet,
der normalerweise mit einem Kontakt "a" verbunden ist und
in Abhängigkeit von einer Aufwärtsbewegung des Schwing
spiegels auf einen Kontakt "b" umgeschaltet wird. Die
Bezugszahl 78 bezeichnet einen Operationsverstärker, der
eine Spannungsfolgeschaltung bildet. Die Bezugszahl 79
bezeichnet einen Transistor zur logarithmischen Signal
dehnung, dessen Kollektor mit einem Zeitsteuerkondensator
80 verbunden ist. Die Bezugszahl 81 bezeichnet einen
Schalttransistor für den Zählstart, während die Bezugs
zahl 82 einen eine Vergleicherschaltung bildenden Ope
rationsverstärker bezeichnet, dessen nichtinvertierender
Eingang mit dem Kollektor des Signaldehnungstransistors
79 verbunden ist, während dem invertierenden Eingang eine
Bezugsspannung Vs zugeführt wird. Die Bezugszahl 83 be
zeichnet ein mit dem Ausgang der Vergleicherschaltung 82
verbundenes Differenzierglied, während die Bezugszahl
84 eine Zeitgeberschaltung bezeichnet, die von dem negati
ven Differenzierimpuls des Differenziergliedes 83 zur
Abgabe eines eine vorgegebene Zeit (von z. B. 20 ms)
andauernden hochpegeligen Ausgangssignals getriggert
wird. Die Bezugszahl 85 bezeichnet ein Differenzierglied,
das eingangsseitig mit dem Ausgang der Zeitgeberschaltung
84 verbunden ist.
Die Bezugszahl 29 bezeichnet einen Arbeitskontakt
schalter, der bei Beendigung der Aufwärtsbewegung des
Schwingspiegels geschlossen wird. Das Schließen dieses
Schalters bewirkt, daß ein nachgeschaltetes Differenzier
glied 87 einen negativen Differenzierimpuls abgibt.
Die Bezugszahl 88 bezeichnet eine RS-Flip-Flop-Schaltung,
deren Setzeingang mit dem Ausgang des Differenzierglie
des 87 und deren Q-Ausgang mit einem Verzögerungsglied
89 verbunden sind. Das Verzögerungsglied 89 weist wiede
rum einen Ausgang Q′ auf, der mit der Basis des Zähl
start-Schalttransistors 81 über einen Widerstand verbun
den ist.
Mit Tr1 ist ein Transistor bezeichnet, dessen Basis
mit dem Q-Ausgang der Flip-Flop-Schaltung 88 und dessen
Kollektor mit einer Konstantstromquelle 93 verbunden
sind, wobei die Konstantstromquelle 93 wiederum mit
der einen Teil der Antriebsquelle für den vorderen Ver
schlußvorhang bildenden Spule 66 verbunden ist. Mit Tr2
ist ein Transistor bezeichnet, dessen Basis mit dem
Ausgang der Zeitgeberschaltung 84 und dessen Kollektor
mit einer Konstantstromquelle 95 verbunden sind, wobei
die Konstantstromquelle 95 wiederum mit der einen Teil
der Antriebsquelle für den hinteren Verschlußvorhang
bildenden Spule 66′ verbunden ist. Die Bezugszahl 99 be
zeichnet einen Auslöseschalter, der mit einem (nicht
dargestellten) Verschlußauslöseknopf zusammenwirkt. Die
Bezugszahl 97 bezeichnet ein Differenzierglied, während
die Bezugszahl 98 eine Zeitgeberschaltung bezeichnet,
die auf den Ausgangsimpuls des Differenziergliedes
97 zur Bildung eines eine vorgegebene Zeitdauer re
präsentierenden Ausgangssignals anspricht. Mit Tr9 ist
ein mit dem Ausgangsanschluß der Zeitgeberschaltung 98
verbundener Transistor bezeichnet, während die Bezugs
zahl 8 den Elektromagneten gemäß Fig. 1 bezeichnet.
Nachstehend wird näher auf die Arbeitsweise des
Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1, 2 und 3 einge
gangen. Hierbei wird davon ausgegangen, daß sämtliche
in den Figuren dargestellten Mechanismen eine Stellung
einnehmen, bei der der Verschluß in die Ausgangsstellung
zurückgeführt ist und das Ablaufen seines vorderen und
hinteren Verschlußvorhangs erfolgen kann.
Wenn in diesem Zustand der (nicht dargestellte)
Auslöseknopf gedrückt wird, wird der Auslöseschalter
99 gemäß Fig. 3 geschlossen. Hierdurch triggert das
Differenzierglied 97 die Zeitgeberschaltung, was die Bil
dung eines hochpegeligen Signals für eine vorgegebene
Zeitdauer zur Folge hat. Der Transistor Tr9 wird demzu
folge durchgeschaltet und versorgt den Elektromagneten
8 mit elektrischer Energie. Hierdurch wird die Anziehungs
kraft des Permanentmagneten 9 gemäß Fig. 1 aufgehoben
bzw. kompensiert und der Anker 8a durch die Feder 7a
in Gegenuhrzeigerrichtung bewegt. Der Stift 6a des mit
dem Traghebel 7 gekoppelten Auslöse-Signalhebels 6
drückt somit gegen den Auslösehebel 11, der gegen die
Federkraft der Feder 11a in Uhrzeigerrichtung verschwenkt
wird. Da der Verriegelungshebel 12 nun von dem Auslöse
hebel 11 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht wird, löst sich
der Eingriff mit dem Endabschnitt 13c des Antriebshebels
13, der nun von der Feder 13a in Uhrzeigerrichtung ver
schwenkt wird. Diese Bewegung des Antriebshebels 13 be
wirkt über den Zwischenhebel 14 eine gemeinsame Drehbe
wegung des Blendenantriebshebels 15 in Uhrzeigerrichtung,
wodurch wiederum ein (nicht dargestellter) Stift eines
Blendenantriebsringes in der Objektivfassung in Uhrzeiger
richtung gedreht wird. Auf diese Weise werden (nicht
dargestellte) Blendenlamellen bis zu dem vorgegebenen
Blendenöffnungswert geschlossen. Diese Bewegung des An
triebshebels 13 bewirkt außerdem, daß der Spiegelantriebs
hebel 18 durch die Feder 18a in Gegenuhrzeigerrichtung
gedreht wird, wenn sich der Antriebshebel 13 mit seinem
freien Ende von dem unteren Endabschnitt des Spiegelan
triebshebels 18 fortbewegt. Der Spiegelantriebshebel
18 und der Spiegel-Hochklapphebel 22 drehen sich auf der
gleichen Achse in der gleichen Richtung gemeinsam mit
der Hochklapp-Verriegelungsklinke 23, während der Arm
22c des Spiegel-Hochklapphebels 22 gegen den Stift 24a
des Zwischenhebels 24 stößt, so daß dieser Hebel in Gegen
uhrzeigerrichtung gedreht wird, was wiederum zur Folge
hat, daß das entgegengesetzte Endteil 24b des Zwischen
hebels 24 die Spiegeltragplatte 25 über den an ihr befind
lichen Stift 25a um die Achse 26 dreht und die Spiegel
tragplatte 25 somit gegen die Federkraft der Feder 28
hochgeklappt wird.
Diese Aufwärtsbewegung des Spiegels bewirkt außerdem,
daß der Umschalter 77 gemäß Fig. 1 von dem Kontakt "a"
auf den Kontakt "b" umschaltet, wodurch der Verschluß
zeitwert Tv in dem Kondensator 76 der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 3 gespeichert wird. Da nämlich die Schaltungs
anordnung gemäß Fig. 3 durch Schließen eines (nicht dar
gestellten) Hauptschalters oder Batterieschalters vor der
Betätigung des Auslöseknopfes in Betrieb genommen wird,
gibt der Operationsverstärker 71 ein Ausgangssignal in
Form einer von der Objekthelligkeit Bv und der F-Zahl
Avo des vollständig geöffneten Objektivs abhängigen
Spannung ab, die von der Rechenschaltung 73 zusammen mit
dem durch die Anzahl der von dem minimal möglichen Blen
denwert durchlaufenen Schließ-Rastpunkte vorgegebenen
Blendenöffnungswert und dem Filmempfindlichkeitswert
Sv zur Bildung eines einen Verschlußzeitwert Tv re
präsentierenden Ausgangssignals verarbeitet wird. Diese
Verschlußzeitinformation Tv wird somit in den Kondensator
76 eingegeben und dort abgespeichert.
Wenn der Spiegelantriebshebel 18 den Spiegel um 45°
dreht, bei welchem Wert die Aufwärtsbewegung des Spiegels
abgeschlossen ist, dreht der Vorsprung 18b des Spiegel
antriebshebels 18 den Betätigungshebel 51 gegen die
Federkraft der Feder 51a in Uhrzeigerrichtung, wobei
das freie Endteil 51b des Betätigungshebels 51 das
Steuerteil 34 gegen die Federkraft der Feder 34a
nach unten drückt, so daß die Kontaktabschnitte 34c und 34b
des Steuerteils 34 außer Eingriff mit den Klinkenteilen
38a und 36a der Betätigungshebel 38 und 36 für die
Verschlußvorhänge geraten. Die Betätigung bzw. Auslösung
der Verschlußvorhänge kann nunmehr erfolgen. Zu diesem
Zeitpunkt werden die Verschlußvorhänge mit geeigneten
Mitteln, wie z. B. durch Reibwirkung, eine Sperrklinke
und eine Feder bzw. ein Federgesperre bekannter Art,
stationär festgehalten, da andernfalls aufgrund ihres
eigenen Gewichts eine Fehlfunktion auftreten würde.
Außerdem führt diese Bewegung des Betätigungshebels 51
zum Schließen des Schalters 29, wodurch das Differenzier
glied 87 gemäß Fig. 3 angesteuert wird. Hierdurch wird
die Flip-Flop-Schaltung 88 gesetzt und gibt über seine
Ausgangsstufe Q ein hochpegeliges Signal ab. Dieses
Signal schaltet den Transistor Tr1 durch, so daß ein
von der Konstantstromschaltung 93 geregelter Strom durch
die Spule 66 fließt, was zur Folge hat, daß in dem in
dem Magnetfeld liegenden Teil der Spulenwicklung gemäß
Fig. 2 eine Kraft ausgeübt wird. Da diese Kraft auf die
Antriebswelle 35 ein Moment ausübt, wird die Antriebs
welle 35 in Uhrzeigerrichtung in Drehung versetzt, wo
durch der Betätigungshebel 36 für den vorderen Verschlußvor
hang in Uhrzeigerrichtung bewegt wird, so daß der
vordere Verschlußvorhang das Bildfenster öffnet und damit
die Belichtung einleitet. Das Setzen der Flip-Flop-
Schaltung 88 bewirkt weiterhin, daß das Verzögerungs
glied 89 ein hochpegeliges Signal mit einer vorgegebenen
Zeitverzögerung abgibt, woraufhin der Transistor 81
sperrt. Hierdurch beginnt die Aufladung des Kondensators
80 durch den Kollektorstrom des Transistors 79. Da die
Basis des Transistors 79 mit dem Ausgang des Verstärkers
78 verbunden ist, entspricht dieser Kollektorstrom dem
durch logarithmische Dehnung der in dem Kondensator 76
abgespeicherten Tv-Information erhaltenen Wert. Die Auf
ladung des Kondensators 80 erfolgt somit in Abhängigkeit
von dem auf der Basis der Objekthelligkeit bestimmten
Verschlußzeitwert, d. h., die Spannung am Kondensator
erreicht den Betrag der Bezugsspannung Vs innerhalb eines
Zeitintervalls, das von dem Tv-Wert abhängt. Hierdurch
wird das Ausgangssignal der Vergleicherschaltung 82
invertiert und triggert das Differenzierglied 83, das
wiederum einen Differenzierimpuls zur Triggerung der
Zeitgeberschaltung 84 abgibt. In einer vorgegebenen Zeit
erzeugt die Zeitgeberschaltung 84 ein hochpegeliges Signal,
durch das der Transistor Tr2 durchgeschaltet wird, so
daß ein Konstantstrom durch die Spule 66′ der elektro
magnetischen Antriebsquelle für den hinteren Verschluß
vorhang fließt. Hierdurch dreht sich die Antriebswelle
87 in Pfeilrichtung, wodurch der Verschlußvorhang 43
geschlossen und damit die Belichtung beendet wird. Die
Zeit, während der das Ausgangssignal der Zeitgeberschal
tung 84 auf einem hohen Pegel verbleibt, liegt hierbei
in einem gewissen Ausmaß über der vom Beginn bis zur Be
endigung der Ablaufbewegung des hinteren Verschlußvor
hangs erforderlichen Zeitdauer, wodurch gewährleistet
wird, daß sich der Verschluß mit hoher Zuverlässigkeit
schließt. Wenn das von der Zeitgeberschaltung 84 abge
gebene hochpegelige Signal endet, d. h., wenn das Aus
gangssignal der Zeitgeberschaltung 84 nach dem Schließen
des Verschlusses auf einen niedrigen Pegel übergeht,
wird das Differenzierglied 85 zur Abgabe eines Differenzier
impulses getriggert, der der Flip-Flop-Schaltung 88
zu deren Rückstellung zugeführt wird. Die Beendigung der
Belichtungssteuerung führt somit zum Sperren der Transi
storen Tr1 und Tr2.
Während sich die Antriebswelle 37 in Pfeil
richtung dreht und der hintere Verschlußvorhang abzulaufen
beginnt, stößt der Klinkenteil 38a des Betätigungshebels 38 gegen den
Arm 52a des Signalhebels 52, wodurch der Arm 52a in
Gegenuhrzeigerrichtung gedreht wird. Der Signalhebel
52 stößt hierdurch gegen das freie Endteil 30a des
Signalhebels 30, so daß der Signalhebel 30 sich in Uhr
zeigerrichtung dreht. Hierbei dreht sich auch der mit dem
abgestuften Teil des Signalhebels 52 in Eingriff befind
liche Betätigungshebel 51 in Gegenuhrzeigerrichtung.
Die in Uhrzeigerrichtung erfolgende Bewegung des Signal
hebels 30 bewirkt, daß der Stift 30b die Verriegelungs
klinke 23 in Gegenuhrzeigerrichtung dreht und sie aus
ihrem Eingriff mit dem Spiegel-Hochklapphebel 22 löst.
Die Spiegeltragplatte 25 wird dann nicht länger in der
hochgeklappten Stellung festgehalten und kehrt durch die
Wirkung der Rückholfeder 28 in die dargestellte Position
zurück.
Zu diesem Zeitpunkt dreht sich auch der Zwischenhebel
24 in Uhrzeigerrichtung, wobei seine Bewegung über den
Stift 24a und den Arm 22c übertragen wird und eine Drehung
des Spiegel-Hochklapphebels 22 in Uhrzeigerrichtung zur
Folge hat, wodurch der Rückstellhebel 35a durch den Arm
22a in Pfeilrichtung gedreht wird. Da zu diesem Zeitpunkt
die elektrische Stromversorgung der elektromagnetischen
Antriebsquellen bereits unterbrochen ist, bewirkt diese
Drehbewegung des Rückstellhebels 35a, daß sich der
Betätigungshebel 36 in Gegenuhrzeigerrichtung dreht. Auf diese
Weise werden der vordere und der hintere Verschlußvor
hang in ihre Ausgangsstellungen zurückgeführt. Gleich
zeitig wird auch das Steuerteil 34 zurückver
stellt, da sie durch die Federkraft der Feder 34a auf
wärtsbewegt wird, so daß der Verschluß wieder mittels der
Klinkenteile 36a, 38a verriegelt wird.
Wie vorstehend beschrieben, erfolgt bei der Drehung
des Signalhebels 30 eine Drehung des Signalhebels 17 in
Gegenuhrzeigerrichtung, wodurch der Zwischenhebei 14 über
den in Eingriff befindlichen Stift 14b in Gegenuhrzeiger
richtung gedreht wird, so daß der abwärtsverlaufende
Abschnitt 15a des Blenden-Antriebshebels 15 außer Eingriff
mit dem Zwischenhebel 14 gerät. Der Blenden-Antriebshebel
15 wird sodann von der Feder 15c in Gegenuhrzeigerrichtung
gedreht, wodurch die Blendenlamellen über einen Mechanis
mus bekannter Art vollständig geöffnet werden. Auf diese
Weise ist ein erster Halbzyklus des photographischen
Ablaufs abgeschlossen.
Nachstehend wird der zweite Halbzyklus des photo
graphischen Ablaufs näher erläutert, bei dem der Film
um ein Einzelbild weitertransportiert wird. Bei Betäti
gung des (nicht dargestellten) Transporthebels wird die
Aufwickelachse 1 in Pfeilrichtung gedreht, wodurch der
Hebel 3 in Uhrzeigerrichtung um die Achse 3b gedreht
wird, wenn die Nockenscheibe 2 gegen den Nockenstößel
4 stößt. In Abhängigkeit von dieser Bewegung dreht sich
der Verbindungshebel 5 in Uhrzeigerrichtung um die Achse
5c, wobei er gegen das mit dem Stift 5b in Eingriff
befindliche Endteil 60c des Spannhebels 60 drückt, so
daß der Spannhebel 60 in Uhrzeigerrichtung um die Achse
60b gedreht wird. Hierbei drückt der abgestufte Abschnitt
60b des an dem Spannhebel 60 befindlichen Stiftes 60a
gegen den Arm 13b des Antriebshebels 13, wodurch der An
triebshebel 13 in Gegenuhrzeigerrichtung um die Achse
13e gedreht wird und mit seinem Arm 13c in Eingriff mit
dem Verriegelungshebel 12 gerät. Diese Drehbewegung des
Antriebshebels 13 bewirkt außerdem, daß die Antriebs
feder 13a gespannt wird und daß das freie Endteil 14b
des Zwischenhebels 14 wieder mit dem gebogenen Abschnitt
15a des Blenden-Antriebshebels 15 in Eingriff gerät. Außer
dem drückt die Blattfeder 5a des Verbindungshebels 5 gegen
den Stift 6b des Signalhebels 6, wodurch der Signalhebel
6 gegen die Federkraft der Feder 7a in Uhrzeigerrichtung
gedreht wird und der an dem Traghebel 7 befindliche Anker
8a in Berührung mit dem Elektromagneten 8 gelangt und
durch die von dem Permanentmagneten 9 ausgeübte Anzie
hungskraft in dieser Stellung festgehalten wird.
Die vorstehend beschriebene Drehbewegung des Antriebs
hebels 13 bewirkt außerdem, daß der Spiegel-Antriebshebel
18 aufgrund des Eingriffs seines unteren Endabschnittes
mit dem Antriebshebel 13 in Uhrzeigerrichtung um die
Achse 18d gedreht wird, wodurch die Spiegelantriebs
feder 18a gespannt wird. Der Verriegelungshebel 23 bewegt
sich zusammen mit der Drehbewegung des Spiegelantriebs
hebels 18 und gerät wieder mit dem Spiegel-Hochklapp
hebel 22 in Eingriff, wodurch die Vorbereitung für die
nächste Bildbelichtung abgeschlossen wird.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist das Steuerteil 34 derart aufgebaut
und angeordnet, daß es unter Verwendung der Feder 34a
in seiner ersten bzw. aktiven Position gehalten wird. Bei einem in
den Fig. 4 und 5 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel
wird das entsprechende Steuerteil 34′ jedoch von
einem Magneten gehalten und ist elektromagnetisch frei
gebbar bzw. auslösbar.
In Fig. 4 sind mit der Bezugszahl 40 ein Elektro
magnet und mit der Bezugszahl 48 ein Permanentmagnet
bezeichnet, der auf dem oberen Endteil des plattenförmigen
Steuerteils 34′ fest angebracht ist und als
Anker für den Elektromagneten 40 dient. Im aberregten
Zustand des Elektromagneten 40 wird der Anker 48 am
Joch des Elektromagneten 40 festgehalten, wodurch das
Steuerteil 34′ in seiner ersten Position gehalten
wird. Mit 34a ist eine Feder bezeichnet, die das
Steuerteil für eine Abwärtsbewegung in der in
der Figur dargestellten Weise vorspannt, während die
Bezugszahl 34d einen Verbindungsarm für ein Ende der
Feder 34a bezeichnet. Die Bezugszahl 30′ bezeichnet einen
Signalhebel mit einer ähnlichen Funktion wie der vorstehend
beschriebene Spiegelrückkehr-Signalhebel 30, wobei
jedoch ein Permanentmagnet 31 am oberen Endteil des
Signalhebels 30′ fest angebracht und derart angeordnet
ist, daß er am Joch eines Elektromagneten 32 festgehal
ten wird, wenn der Elektromagnet 32 nicht mit Strom beauf
schlagt wird. Mit 30a ist eine Feder bezeichnet, die
den Signalhebel 30′ für eine von dem Elektromagneten
32 weggerichtete Bewegung vorspannt. Mit 51′ ist ein
um eine Achse 51c drehbarer Schaltersteuerhebel bezeich
net, dessen unterer Endabschnitt mit dem Vorsprung 18b
des Spiegelantriebshebels 18′ und dessen oberer Endab
schnitt mit einem die Beendigung der Aufwärtsbewegung
des Spiegels anzeigenden Signalschalter 29 in Eingriff
bringbar sind. Mit 51a ist eine Feder bezeichnet, die
den Schaltersteuerhebel 51′ für eine Bewegung in Gegen
uhrzeigerrichtung vorspannt. Die Bezugszahl 33 bezeich
net einen um eine Achse 33 drehbaren Hebel, der einen
mit dem Arm 34d des Steuerteils 34′ in Eingriff
befindlichen Arm 33a und einen mit einem fest an dem
oberen Ende des Signalhebels 30′ angebrachten Stift 30d
in Eingriff bringbaren weiteren Arm 33b aufweist.
Die Bezugszahl 39 bezeichnet einen Arbeitskontakt
schalter, der derart angeordnet ist, daß er von einem
gebogenen Arm 38d eines Betätigungshebels 38′′ für den hinte
ren Verschlußvorhang geschlossen werden kann. Mit Aus
nahme der vorstehend genannten Teile entsprechen sämt
liche Teile denjenigen des Ausführungsbeispiels gemäß
Fig. 1, wobei Teile mit gleichen Funktionen gleiche
Bezugszeichen aufweisen.
In Fig. 5 ist eine Steuerschaltung für das Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 4 dargestellt, bei der gleiche oder
ähnliche Teile wie bei der Schaltungsanordnung gemäß
Fig. 3 mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
In Fig. 5 bezeichnet die Bezugszahl 96 eine mit dem Aus
gang des vorstehend beschriebenen Differenziergliedes
87 verbundene Zeitgeberschaltung, deren Ausgangssignal
einem Transistor Tr7 zugeführt wird und diesen für eine
vorgegebene Zeitdauer durchschaltet, während der der
Elektromagnet 40 erregt wird. Die Bezugszahl 39 bezeichnet
den vorstehend genannten Arbeitskontaktschalter, der
von dem Antriebshebel 38′′ für den hinteren Verschlußvor
hang geschlossen werden kann. Wenn dieser Schalter ge
schlossen wird, gibt ein Differenzierglied 97′ einen Im
puls ab. Die Bezugszahl 97 bezeichnet eine Zeitgeber
schaltung, die durch den von dem Differenzierglied 97′
abgegebenen Differenzierimpuls getriggert wird und dann
ein hochpegeliges Ausgangssignal für eine vorgegebene
Zeitdauer abgibt, während mit Tr8 ein von dem Ausgangs
signal der Zeitgeberschaltung 97 zur Erregung des vor
stehend genannten Elektromagneten 32 durchschaltbarer
Transistor bezeichnet ist.
Nachstehend wird näher auf die Arbeitsweise dieses
Ausführungsbeispiels eingegangen. Bei dem Ausführungsbei
spiel gemäß Fig. 4 ist der automatische Blenden- und
Spiegelantriebsmechanismus gespannt, die Verschlußvorhänge
stehen über
Klinkenteile 36a, 38a der Betätigungshebel 36 und 38′′ in
Eingriff mit dem Steuerteil 34′,
so daß dieses als Verriegelungsteil den
vorderen und den hinteren Verschlußvorhang in ihren
Ausgangsstellungen unter der Einwirkung der von dem
Permanentmagneten 48 ausgeübten Anziehungskraft verriegelt. Wenn in
dieser Stellung ein (nicht dargestellter) Auslöseknopf
gedrückt wird, wird der Auslöseschalter 99 wie bei dem
vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel zur Erregung
des Elektromagneten 8 geschlossen, wodurch der Auslöse
hebel 11 gedreht und die Verriegelungsverbindung mit dem
Antriebshebel 13 gelöst wird. Durch die in der Antriebs
feder 13a gespeicherte Energie wird ein automatischer
Blendeneinstellvorgang durchgeführt. In Verbindung hiermit
wird der Spiegel-Antriebshebel 18 zum Hochklappen des
Schwingspiegels 27 gedreht. Wenn die Aufwärtsbewegung des
Spiegels abgeschlossen ist, steht der vorspringende
Teil des Spiegel-Antriebshebels 18 mit dem unteren Ende
des Schaltersteuerhebels 51′ in Eingriff, wodurch der
Schaltersteuerhebel 51′ gegen die Federkraft der Feder 51a
in Uhrzeigerrichtung um die Achse 51c gedreht wird.
Sodann wird der Schalter 29 geschlossen und das
Differenzierglied 87 gibt einen Differenzierimpuls ab.
Dieser Impuls wird der Zeitgeberschaltung 96 zugeführt,
die hierdurch getriggert wird und ein hochpegeliges
Ausgangssignal für eine vorgegebene Zeitdauer erzeugt.
Durch dieses hochpegelige Signal wird der Transistor
Tr7 zur Erregung des Elektromagneten 40 durchgeschaltet,
wodurch sich ein entgegengesetzt gepolter magnetischer
Fluß zu dem von dem Permanentmagneten 48 erzeugten
magnetischen Fluß bildet. Die von dem Permanentmagneten
ausgeübte Anziehungskraft wird daher vorübergehend aufge
hoben bzw. kompensiert, so daß sich das Steuerteil 34′
unter der Federkraft der Feder 34a abwärts
bewegen kann. Hierdurch werden die Betätigungshebel 36 und 38′′
aus ihrer Verriegelungsverbindung gelöst. Die Verschluß
vorhänge sind somit aufgrund der Verriegelungsfreigabe
betätigbar, werden jedoch in ihren Ausgangsstellungen
reibschlüssig oder mit anderen Mitteln in der vorstehend
bereits beschriebenen Weise stationär festgehalten, bis
die elektromagnetischen Antriebsquellen mit elektrischer
Energie versorgt werden.
In der Zwischenzeit ist der von dem Differenzier
glied 87 abgegebene Differenzierimpuls auch dem Setzein
gang S der Flip-Flop-Schaltung 88 zugeführt worden, wo
durch die Flip-Flop-Schaltung 88 gesetzt wird und über
ihren Ausgang Q ein hochpegeliges Ausgangssignal abgibt.
Dieses Signal schaltet den Transistor Tr1 durch, worauf
hin ein von der Konstantstromschaltung 93 geregelter
Strom durch die Spule 66 der elektromagnetischen Antriebs
quelle für den vorderen Verschlußvorhang fließt. Die
Arbeitsweise des vorderen und hinteren Verschlußvorhangs
wird in gleicher Weise wie bei dem vorstehend beschrie
benen ersten Ausführungsbeispiel gesteuert.
Wenn die elektromagnetische Antriebsquelle für den
hinteren Verschlußvorhang erregt wird, läuft der hintere
Verschlußvorhang ab. Am Ende der Bewegung des hinteren
Verschlußvorhangs tritt der Betätigungshebel 38′′ über seinen
Ansatz 38e mit dem Signalschalter 39 für den hinteren
Verschlußvorhang in Eingriff und schließt den Schalter.
Hierdurch wird das Differenzierglied 97′ angesteuert
und triggert die Zeitgeberschaltung 97, die wiederum den
Transistor Tr8 zur Erregung des Elektromagneten 32 durch
schaltet. Hierdurch verliert die Anziehungskraft des
fest an dem oberen Ende des Signalhebels 30′ angebrachten
Permanentmagneten 31 vorübergehend ihre Wirkung und er
möglicht damit eine auf der Federkraft der Feder 30a
beruhende, von dem Elektromagneten weggerichtete Bewegung.
Hierdurch wird der Signalhebel 30′ in Uhrzeigerrichtung
um die Achse 30f gedreht. Diese Bewegung des Signalhebels
30′ bewirkt, daß der mit ihm in Eingriff befindliche
Signalhebel 17 in Gegenuhrzeigerrichtung um die Achse
17a gedreht wird, was wiederum zur Folge hat, daß der
Zwischenhebel 14 sich aus dem Eingriff mit dem auto
matischen Blendenantriebshebel 15 löst. Der Blendenan
triebshebel 15 wird sodann durch die Federkraft der Feder
15a zur vollständigen Öffnung der Blendenlamellen zurück
geführt. Außerdem wird der Verriegelungshebel 23 durch den
an dem Signalhebel 30′ befindlichen Stift 30b um die
Achse 18c gedreht, wodurch sich der Hochklapphebel 12 aus
der Verriegelungsverbindung löst. Wie vorstehend beschrie
ben, wird der Spiegel 27 somit durch die Rückholkraft der
Feder 28 schnell zurückgeführt, während der Rückstellhebel
35a durch den Arm 22b des Hochklapphebels 22 zur Rück
stellung des vorderen und hinteren Verschlußvorhangs
in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht wird.
Gleichzeitig drückt der an dem Signalhebel 30′ be
findliche Stift 30d gegen den Arm 33b des Hebels 33,
wodurch der Hebel 33 in Gegenuhrzeigerrichtung um die
Achse 33c gedreht wird, während der gegenüberliegende
Arm 33a gegen den Arm 34d des Steuerteils 34′
drückt und dieses gegen die Federkraft der Feder 34a
in der Figur aufwärtsbewegt, bis die Arme 34b und 34c
mit den Klinkenteilen 36a und 38a der Betätigungshebel in
Eingriff gelangen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Steuerteil 34′
wieder durch die Anziehungskraft des
Permanentmagneten 48 am Joch des Elektromagneten
40 festgehalten.
In den Fig. 6 und 7 ist ein weiteres Ausführungs
beispiel veranschaulicht, bei dem die Zurückstellung
des Verschlusses unter Verwendung einer elektromagneti
schen Antriebsquelle erfolgt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 weist die
Antriebswelle 35 der elektromagnetischen Antriebsquelle
für den vorderen Verschlußvorhang nicht den Stellhebel
35a gemäß Fig. 4 auf, so daß auch der Spiegel-Hochklapp
hebel 22′ nicht mit dem Arm 22b für den Eingriff mit dem
Stellhebel 35a versehen ist. Die anderen Teile entsprechen
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4.
In Fig. 7 bezeichnet die Bezugszahl 90 eine mit dem
Ausgang des Differenziergliedes 85 gemäß Fig. 5 verbun
dene Zeitgeberschaltung, die von dem negativen Differenzier
impuls des Differenziergliedes 85 zur Abgabe eines hoch
pegeligen Ausgangssignals getriggert wird, das für eine
vorgegebene Zeitdauer (von z. B. 20 ms) aufrechterhalten
wird. Die Bezugszahl 91 bezeichnet einen mit dem Ausgang
der Zeitgeberschaltung 90 verbundenen Inverter. Mit Tr11
bis Tr16 sind Transistoren bezeichnet, die eine Treiber
schaltung zur Zuführung eines Treiberstroms zu der An
triebsspule 66 der elektromagnetischen Antriebsquelle
für den vorderen Verschlußvorhang und der Antriebsspule
66′ der elektromagnetischen Antriebsquelle für den
(nicht dargestellten) hinteren Verschlußvorhang bilden.
Die Transistoren Tr11, Tr12, Tr13 und Tr14 bilden eine
Brückenschaltung für die Antriebsspule 66, so daß die
Richtung des durch die Antriebsspule 66 fließenden
Stromes steuerbar ist. Eine weitere Kombination aus den
Transistoren Tr11, Tr12, Tr15 und Tr16 bildet eine Brücken
schaltung für die Antriebsspule 66′, wodurch die Richtung
des durch die Antriebsspule 66′ fließenden Stromes steuer
bar ist. Die vorstehend beschriebene Treiberschaltung
weist außerdem Konstantstromschaltungen 92 bis 95 auf.
Nachstehend wird näher auf die Arbeitsweise der Aus
führungsbeispiele gemäß den Fig. 6 und 7 eingegangen.
Wenn davon ausgegangen wird, daß gemäß Fig. 6 der Spann
vorgang zur Rückstellung des Verschlusses abgeschlossen
ist, wird wie im Falle des vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiels bei Betätigung des (nicht darge
stellten) Auslöseknopfes der Schalter 99 zur Erregung
des Elektromagneten 8 geschlossen, woraufhin sich der
automatische Blendenantriebshebel 15 und der Spiegelan
triebshebel 18 zu bewegen beginnen. Zu Beginn der Auf
wärtsbewegung des Spiegels schaltet der Schalter 77 von
der Kontaktstellung "a" auf die Kontaktstellung "b" um,
so daß der Tv-Wert in dem Kondensator 76 gespeichert
wird. Mit Abschluß der Aufwärtsbewegung des Spiegels drückt
der Vorsprung 18b des Spiegelantriebshebels 18 gegen das
untere Ende des Schaltersteuerhebels 51′, wodurch dieser
Hebel gegen die Federkraft der Feder 51a in Uhrzeigerrich
tung gedreht wird und sein freies Endteil den Signal
schalter 29 zur Signalisierung der Beendigung der Spiegel-
Aufwärtsbewegung schließt. Das Differenzierglied 87 gibt
daraufhin einen Differenzierimpuls ab, der die Zeitgeber
schaltung 96 zur Abgabe eines Ausgangssignals triggert,
das für eine vorgegebene Zeitdauer einen hohen Pegel auf
weist. In Abhängigkeit von diesem hochpegeligen Signal
wird der Transistor Tr7 zur Erregung des Elektromagneten
40 durchgeschaltet. Der Elektromagnet 40 erzeugt daher
einen entgegengesetzt gepolten magnetischen Fluß zu dem
magnetischen Fluß des Permanentmagneten 48, was zur Folge
hat, daß die Verriegelung der Verriegelungsplatte 34
gelöst wird.
Gleichzeitig wird der von dem Differenzierglied 87
abgegebene Differenzierimpuls auch dem Setzeingang
des Flip-Flops 88 zugeführt, wodurch das Flip-Flop 88
gesetzt wird und über seinen Ausgang Q ein hochpegeliges
Signal sowie über seinen Ausgang ein Signal niedrigen
Pegels abgibt. Hierdurch werden die Transistoren Tr11
und Tr14 durchgeschaltet, so daß durch die Antriebs
spule 66 für den vorderen Verschlußvorhang ein Strom in
der durch einen Pfeil A gekennzeichneten Richtung fließt,
was zur Folge hat, daß sich die Antriebswelle 35 in Uhr
zeigerrichtung dreht und damit auch eine Drehung des
Betätigungshebels 36 in Uhrzeigerrichtung hervorruft. Auf diese
Weise beginnt der Verschluß sich zu öffnen.
Dieses Setzen des Flip-Flops 88 bewirkt außerdem,
daß das Verzögerungsglied 89 ein hochpegeliges Signal
mit einer vorgegebenen Zeitverzögerung erzeugt, das
dem Transistor 81 zu dessen Sperrung zugeführt wird.
Hierdurch beginnt die Aufladung des Kondensators 80 durch
den Kollektorstrom des Transistors 79. Da die Basis
des Transistors 79 mit dem Ausgang des Verstärkers 78
verbunden ist, entspricht dieser Kollektorstrom dem
logarithmisch gedehnten Wert der in dem Kondensator 76
gespeicherten Tv-Information. Die Aufladung des Konden
sators 80 erfolgt somit in Abhängigkeit von dem auf der
Basis der Objekthelligkeit bestimmten Verschlußzeitwert.
Wenn die Spannung am Kondensator 80 den Bezugsspannungs
wert Vs innerhalb eines von diesem Tv-Wert abhängigen
Zeitintervalls erreicht, wird das Ausgangssignal der
Vergleicherschaltung 82 invertiert und triggert das
Differenzierglied 83. Das Differenzierglied 83 gibt
daraufhin einen Differenzierimpuls ab, der die Zeitgeber
schaltung 84 triggert, die sodann ein Ausgangssignal er
zeugt, das für eine vorgegebene Zeitdauer einen hohen
Pegel aufweist. Hierdurch wird der Transistor Tr16 durch
geschaltet, so daß ein in der durch den Pfeil A gekenn
zeichneten Richtung fließender Strom über die Transistoren
Tr11 und Tr16 der Antriebsspule 66′ des hinteren Ver
schlußvorhangs zugeführt wird, so daß sich die Antriebs
welle 37 in Uhrzeigerrichtung dreht und der hintere
Verschlußvorhang abläuft. Es sei erwähnt, daß die Dauer
des hochpegeligen Ausgangssignals der Zeitgeberschaltung
84 auf einen etwas längeren Wert eingestellt ist als zum
Zurücklegen der gesamten Strecke der Ablaufbewegung des
hinteren Verschlußvorhangs erforderlich ist, damit ge
währleistet ist, daß der Schließvorgang des Verschlusses
mit hoher Zuverlässigkeit abgeschlossen wird.
Nach der Beendigung der Ablaufbewegung des hinteren
Verschlußvorhangs wird das Differenzierglied 85 beim Über
gang des Ausgangssignals der Zeitgeberschaltung 84 von
seinem hohen auf seinen niedrigen Wert getriggert und
gibt einen Differenzierimpuls ab, der dem Flip-Flop 88
zu dessen Rückstellung zugeführt wird. Der Differenzier
impuls des Differenziergliedes 85 triggert außerdem die
Zeitgeberschaltung 90, die daraufhin für eine vorgegebene
Zeitdauer ein hochpegeliges Signal erzeugt, während der
Inverter 91 ein Signal niedrigen Pegels abgibt, was zur
Folge hat, daß die Transistoren Tr11, Tr14 und Tr16
sperren und die Transistoren Tr12, Tr13 und Tr15 durchge
schaltet werden. Somit fließt ein Strom in der durch den
Pfeil B gekennzeichneten Richtung durch die Antriebs
spulen 66 und 66′, so daß sich die elektromagnetischen
Antriebsquellen für den vorderen und den hinteren Ver
schlußvorhang in umgekehrter Richtung zu dem vorstehend
beschriebenen Fall drehen, d. h., die Antriebswellen
35 und 37 werden in Gegenuhrzeigerrichtung in Drehung
versetzt. Auf diese Weise wird der Verschluß zurückge
stellt. Es sei erwähnt, daß die Dauer des Ausgangssignals
der Zeitgeberschaltung 90 auf einen etwas längeren Wert
eingestellt ist als zur Rückstellung des vorderen und des
hinteren Verschlußvorhangs erforderlich ist. Darüber
hinaus ist zu beachten, daß der Ausgangsstrom der Konstant
stromschaltung 92 auf einem höheren Wert als der Ausgangs
strom der Konstantstromschaltung 94 gehalten wird, so
daß der durch die Antriebsspule 66 des vorderen Verschluß
vorhangs fließende Strom größer als der durch die An
triebsspule 66′ des hinteren Verschlußvorhangs fließende
Strom ist, was zur Folge hat, daß der vordere Verschluß
vorhang während der gesamten Rückstellbewegung des Ver
schlusses gegen den hinteren Verschlußvorhang drückt,
so daß kein zufälliges Öffnen des Verschlusses während
des Rückstellvorgangs auftreten kann.
Wenn der auf diese Weise erfolgende Rückstellvorgang
des Verschlusses beendet ist, geht das Ausgangssignal
der Zeitgeberschaltung 90 auf einen niedrigen Pegel über,
bei dem sämtliche Transistoren der Treiberschaltung
sperren, wodurch unnötiger Stromverbrauch verhindert
wird.
Der auf die Ablaufbewegung des hinteren Verschluß
vorhangs folgende Vorgang entspricht weitgehend dem
zweiten Ausführungsbeispiel und bewirkt, daß der Signal
schalter 39 für den hinteren Verschlußvorhang von dem
gebogenen Abschnitt 38e des Antriebsarms 38 geschlossen
wird, der automatische Blendenmechanismus und der Spie
gel-Antriebsmechanismus schnell zurückgeführt werden und
das Steuerteil 34 in seine erste bzw. aktive Position zurück
kehrt.
Claims (6)
1. Verschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera,
die einen Schwenkspiegel aufweist, der in eine Position
innerhalb eines optischen Belichtungsweges und in eine
aus diesem zurückgezogene Position schwenkbar ist, mit
vorlaufenden Lamellen (42) und nachlaufenden Lamellen
(43), mit jeweils einem Drehantriebsmechanismus für die
vorlaufenden und die nachlaufenden Lamellen, der die
Antriebskraft für den Ablauf der betreffenden Lamellen
liefert, mit einem ersten Betätigungshebel (36, 36′) für
die vorlaufenden Lamellen (42), der zu diesen die
Antriebskraft überträgt, mit einem zweiten Betätigungs
hebel (38, 38′′) für die nachlaufenden Lamellen (43), der
zu diesen die Antriebskraft überträgt,
mit einem Rückstellmechanismus (22, 35a) zum Zurückführen des ersten
Betätigungshebels (36, 36′) und des zweiten Betätigungshebels (38, 38′) in
ihre Ausgangspositionen, die sie vor Beginn einer Belichtung einnehmen,
und mit einem
Steuerteil (34, 34′), das in eine ruhende, erste Position, bei der
der erste Betätigungshebel (36, 36′) und der zweite
Betätigungshebel (38, 38′′) in ihren Ausgangspositionen
verriegelt sind, und in eine
zweite Position bringbar ist, bei der die Verriegelung
der ersten und zweiten Betätigungshebel (36, 36′; 38,
38′′) gelöst ist, wobei das Steuerteil (34, 34′) einen
ersten Kontaktabschnitt (34b), der in Berührung mit dem
ersten Betätigungshebel (36, 36′) treten kann, sowie
einen zweiten Kontaktabschnitt (34c) aufweist, der in
Kontakt mit dem zweiten Betätigungshebel (38, 38′′) treten
kann, und wobei das Steuerteil (34, 34′) gleichzeitig mit
dem Schwenken des Schwenkspiegels (27), der dabei vor dem
Beginn einer Belichtung aus seiner Position innerhalb des
optischen Belichtungsweges in die zurückgezogene Position
schwenkt, aus der ersten Position in die zweite Position
bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerteil (34, 34′) unabhängig vom Rückstellmechanismus
(22, 35a) ausgebildet ist und
daß das Steuerteil
(34, 34′) in seiner ersten Position mit seinem ersten
Kontaktabschnitt (34b) direkt den ersten Betätigungshebel
(36, 36′) berührt und diesen dadurch in seiner Ausgangs
position verriegelt sowie mit seinem zweiten Kontaktabschnitt
(34c) direkt den zweiten Betätigungshebel (38,
38′′) berührt und diesen dadurch in seiner Ausgangs
position verriegelt, so daß das Steuerteil (34, 34′) ein
gemeinsames Verriegelungsteil für die ersten und zweiten
Betätigungshebel bildet.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerteil (34) durch eine Feder (34a) in Richtung
seiner ersten Position vorgespannt ist.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bewegung des Steuerteils (34) aus seiner
ersten Position in seine zweite Position mittels einer An
triebsquelle (18a) für den Schwenkspiegel (27) erfolgt, die
den Schwenkspiegel (27) aus seiner Position innerhalb des op
tischen Belichtungsweges in seine zurückgezogene Position
schwenkt.
4. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückführung des Steuerteils (34) aus
seiner zweiten Position in seine erste Position gleichzeitig
mit dem Zurückschwenken des Schwenkspiegels (27) aus dessen
zurückgezogener Position in die Position innerhalb des opti
schen Belichtungsweges erfolgt.
5. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerteil (34, 34′) sich parallel zu
den Ablaufebenen der vorlaufenden Lamellen (42) und der nach
laufenden Lamellen (43) bewegt.
6. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehantriebsmechanismus eine elektro
magnetische Antriebsquelle (67) aufweist, die bei Zuführung
von Energie eine elektromagnetische Antriebskraft erzeugt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3531279A JPS55127532A (en) | 1979-03-26 | 1979-03-26 | Single-lens reflex camera having electromagnetic driving source |
| JP54127194A JPS6059576B2 (ja) | 1979-10-01 | 1979-10-01 | 電磁駆動源を有する一眼レフカメラ |
| JP13256579A JPS5655929A (en) | 1979-10-15 | 1979-10-15 | Camera having electromagnetic driving source |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3011693A1 DE3011693A1 (de) | 1980-10-16 |
| DE3011693C2 true DE3011693C2 (de) | 1997-06-05 |
Family
ID=27288720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803011693 Expired - Lifetime DE3011693C2 (de) | 1979-03-26 | 1980-03-26 | Verschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3011693C2 (de) |
| FR (1) | FR2452726A1 (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5660423A (en) * | 1979-10-22 | 1981-05-25 | Canon Inc | Electromagnetic drive shutter |
| JPS5699329A (en) | 1980-01-08 | 1981-08-10 | Canon Inc | Electromagnetically-driven focal plane shutter |
| JPS5788435A (en) * | 1980-11-22 | 1982-06-02 | Canon Inc | Mechanism driving controller of camera |
| JPS57109926A (en) * | 1980-12-27 | 1982-07-08 | Canon Inc | Control method for travel characteristic of electromagnetic drive shutter |
| JPS57168240A (en) * | 1981-04-10 | 1982-10-16 | Nippon Kogaku Kk <Nikon> | Electric shutter of camera |
| JPS57172425U (de) * | 1981-04-23 | 1982-10-30 |
Family Cites Families (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5443371B2 (de) * | 1972-06-13 | 1979-12-19 | ||
| JPS5332018Y2 (de) * | 1973-05-02 | 1978-08-09 | ||
| JPS5748772B2 (de) * | 1973-08-28 | 1982-10-18 | ||
| US4015198A (en) * | 1973-12-26 | 1977-03-29 | Canon Kabushiki Kaisha | Shutter-time-preference single lens reflex camera with automatic film wind-up |
| JPS5525647B2 (de) * | 1974-03-30 | 1980-07-08 | ||
| GB1452416A (en) * | 1974-08-23 | 1976-10-13 | Seiko Koki Kk | Camera shutter mechanism |
| DE2526420C2 (de) * | 1975-06-13 | 1982-12-30 | Rollei-Werke Franke & Heidecke Gmbh & Co Kg, 3300 Braunschweig | Vorhang- oder Platten-Fokal- Schlitzverschluß |
| US4181417A (en) * | 1977-03-16 | 1980-01-01 | Canon Kabushiki Kaisha | Shutter operation control device for a photographic camera |
| DE2728824C3 (de) * | 1977-06-27 | 1981-07-09 | Prontor-Werk Alfred Gauthier Gmbh, 7547 Wildbad | Photographischer Kameraverschluß |
-
1980
- 1980-03-25 FR FR8006619A patent/FR2452726A1/fr active Granted
- 1980-03-26 DE DE19803011693 patent/DE3011693C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2452726A1 (fr) | 1980-10-24 |
| DE3011693A1 (de) | 1980-10-16 |
| FR2452726B1 (de) | 1985-04-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |