DE3249785C2 - Horizontal container for treating red wine must - Google Patents
Horizontal container for treating red wine mustInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen liegenden Behälter zur Behand
lung von Rotweinmaische, der oberhalb seiner Längsachse eine
im wesentlichen kreiszylindrische Form hat und ein um eine
horizontale Achse drehbares Rührwerk aufweist.
Ein derartiger Behälter ist aus dem Lehrbuch von Troost
"Technologie des Weines", 5. Auflage, 1980, Seiten 66 bis 69
bekannt.
Der bekannte Behälter hat eine liegend-zylindrische Gestalt
und ist um seine Längsachse drehbar angeordnet. Die Rotwein
maische wird nach dem Entrappen und Vermahlen der Beeren mit
den verbleibenden festen Tresterbestandteilen (Schalen und
Kerne) in den Tank eingefüllt und der Tank wird dann flüs
sigkeitsdicht verschlossen. Der Tank ist an seiner inneren
Zylinderwand mit einem spiralig umlaufenden Leitblech verse
hen, so daß beim Drehen des befüllten Tanks die darin be
findliche Maische nach Art eines Betonmischers umgewälzt
wird.
Der bekannte Tank hat jedoch mehrere Nachteile. Zum einen
ist zum Drehen eines derartigen Tanks mit einem Fassungsver
mögen von 2000 bis 30 000 Liter eine sehr aufwendige Lage
rung des Tanks und ein ebenfalls sehr leistungsstarker
Drehantrieb erforderlich. Zum anderen muß bei dem bekannten
Tank regelmäßig für eine Druckentlastung des Tankinneren
gesorgt werden, weil bei der Rotweinmaischegärung ein erheb
licher Gärdruck entsteht. Hierzu muß entweder eine der
Wellen des Tanks als Hohlwelle ausgebildet werden, durch die
hindurch eine drehstarre, nach oben abgebogene Druckentla
stungsleitung geführt werden kann oder es muß ein am Zylin
derumfang des Tanks angeordnetes Entlastungsventil beim
Rotieren des Tanks regelmäßig geöffnet werden, was jedoch
dann zu Problemen führen kann, wenn infolge eines Stromaus
falls der Tank in einer Stellung stehen bleibt, in der das
Ventil sich beispielsweise gerade an der Tankunterseite
befindet. Schließlich ist jedoch von wesentlichem Nachteil
bei diesem bekannten Tank, daß er nur sehr umständlich zu
entleeren ist, insbesondere können die Tresterbestandteile,
die beim Abziehen des Traubensaftes unten im Tank liegen
bleiben, nur sehr schwer aus dem Tank entfernt werden.
Hierdurch ergeben sich erhebliche Stillstandszeiten und
Arbeitskosten.
Aus der DE-PS 5 98 029 sind ein Verfahren und eine Vorrich
tung zur Gewinnung von Beeren- und Obssäften für die Wein
bereitung bekannt. In einem liegend-zylindrischen Tank
befindet sich ein um eine horizontale Welle drehbares Rühr
werk, das als Schlagwerk mit etwa 1400 U/min umläuft, so
daß die Tresterbestandteile mit großer Gewalt geschlagen und
das Fruchtfleisch abgeschleudert bzw. abgeschlagen wird. Für
die Rotweinbereitung ist diese Vorrichtung ungeeignet, weil
mit einem Zerschlagen der Maische Trubstoffe und Bitterstof
fe in einem Umfang freigesetzt würden, die den Rotwein nicht
mehr genießbar machen.
Aus der DE-OS 22 57 956 ist ein Rührwerk für unhomogene
Medien bekannt. In einem liegend-zylindrischen Tank, der
vornehmlich als Maischetransportwagen eingesetzt wird, ist
ein um eine horizontale Welle drehbares Rührwerk angeordnet,
das, ähnlich wie bei dem eingangs geschilderten, aus dem
Lehrbuch Troost bekannten Tank als spiraliges Leitblech
ausgebildet ist. Allerdings ist der Tank in diesem Falle
nicht seinerseits drehbar angeordnet sondern das entlang
einer Spirale verlaufende Leitblech wird relativ zum Tank
mittels der Welle gedreht. Durch die spiralige Anordnung des
Leitblechs ist jedoch nur eine Durchmischung im Raum einer
Zylinderfläche möglich und der wesentlichen Sinn des spirali
gen Leitblechs besteht darin, die nach dem Entleeren des
Tanks nach unten abgesunkenen Tresterbestandteile entlang
dem Tankboden zu einem sich nach unten öffnenden Ablaß
stutzen zu fördern. Eine Rotweinmaischebereitung ist dabei
auch mit diesem Rührwerk weder vorgesehen noch möglich.
Schließlich sind aus der GB-PS 9 94 993, aus der
US-PS 37 90 138 sowie der US-PS 23 20 469 noch Behälter mit Rührwerken aus
der Futtermitteltechnik bzw. der Baustofftechnik bekannt,
bei denen im Bodenbereich eines im wesentlichen quaderförmi
gen Behälters eine mit schrägen Seitenwänden versehene
Austragrinne vorgesehen ist, in denen sich eine Austrag
schnecke befindet. Diese teilweise auf Lastwagen angeordne
ten Behälter sind jedoch für die Rotweinmaischebereitung
ebenfalls weder vorgesehen noch geeignet.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen
Behälter der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern,
daß die Rotweinmaischebereitung vereinfacht und insbe
sondere die Entleerung des Behälters erleichtert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Behälter raumfest auf Stützen angeordnet ist, daß mindestens
ein Abschnitt einer Seitenwand in einem Bereich unterhalb
der maximalen Breite des Behälters steiler als eine Kreiszy
linderwand verläuft, insbesondere mit einem Winkel von etwa
30° bis 70° gegenüber der Horizontalen, und daß das Rührwerk
um eine im Behälter gelagerte Welle drehbar und mit Rührflü
geln versehen ist, deren bei Drehung des Rührwerks überstri
chener Umfangskreis an den steileren Abschnitt heranreicht.
Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Kombination der vorstehend genannten gestalterischen
Maßnahmen ermöglicht es nämlich, einen z. B. auf Stützen und
Trägern in einem Kellereigebäude raumfest gelagerten Tank zu
verwenden, in dem ein sich drehendes Rührwerk angeordnet
ist. Durch diese Anordnung und durch die Ausgestaltung des
Bodenbereichs wird dabei erreicht, daß nicht nur die Befül
lung und die Maischevergärung sondern auch die Entleerung
des Tanks erleichtert wird, weil sich der Tank praktisch
selbsttätig entleert, ohne daß im Tank verbleibende Trester
bestandteile von Hand entfernt werden müssen. Es gilt viel
mehr in der Regel, den erfindungsgemäßen Behälter nach dem
selbsttätigen Entleeren mit einem Schlauch auszuspritzen, um
ihn für den nächsten Gärvorgang wieder einsatzbereit zu
machen.
Bei Füllung des Behälters mit einer
Rotweinmaische, die sich absetzende Bestandteile enthält,
beispielsweise Hefe, wird dem Absetzen fester Bestandteile
an der Behälterwand noch zusätzlich dadurch vorgebeugt, daß
durch die steilen Wandungen im unteren Bereich des Behälters
in der letzten Phase des Entleerens die Flüssigkeit mit
einer gegenüber den bekannten Behältern erhöhten Strömungs
geschwindigkeit an der Wandung des Behälters vorbeifließt.
Von dem obengenannten Winkelbereich zwischen 30° und 70°,
aus dem im Einzelfall ein geeigneter Neigungswinkel gewählt
werden kann, wird für Zwecke des Weinbaues
ein Bereich von etwa 45° bis etwa 60° oder auch 55° bevor
zugt. Die eine Wandung des Behälters kann
im unteren Bereich, der durch eine an den im wesentlichen
zylindrischen Behälter unten angesetzte Auslaufrinne gebil
det wird, auch lotrecht verlaufen, so daß in diesem lot
rechten Wandabschnitt praktisch keine Tendenz zum Liegen
bleiben von festen Bestandteilen besteht.
Der relativ steil geneigte Abschnitt der Seitenwand kann
Teil einer Zylinderfläche sein, oder eine ähnlich gekrümmte
Fläche. Zum Beispiel geht der obere zylindrische Teil des
Behälters in den steiler geneigten Bereich der Seitenwand
ohne Knick über. Dies gilt auch für eine andere
Form, bei der der relativ steil geneigte
Abschnitt der Seitenwand im wesentlichen eben ist. Der
Vorteil liegt hierbei darin, daß die Herstellung durch
Verwendung ebener Blechtafeln erleichtert ist.
In vielen Fällen wird der Behälter, zumindest was seine
Querschnittsform angeht, zu einer lotrechten Längsmittel
ebene symmetrisch sein.
Bei einer Form ist vorgesehen, daß
eine der Seitenwände des Behälters im wesentlichen lotrecht
verläuft, wogegen die andere Seitenwand in ihrem unteren
Bereich dann gegenüber der Horizontalen und Vertikalen
schräg verläuft. Der Vorteil dieses Behälters besteht darin,
daß zwei Behälter mit ihren lotrechten Seitenwänden Rücken
an Rücken dicht benachbart oder sogar unmittelbar aneinander
anliegend aufgestellt werden können, so daß sich hierdurch
eine besonders günstige Raumausnützung ergibt.
Bei einer anderen Form gehen die Seitenwän
de des Behälters an ihrem unteren Rand in eine die Seiten
wände verbindende, im wesentlichen den Teil eines Kreiszy
linders bildenden Wandabschnitt über. Der Krümmungsradius
dieses zylindrischen Wandabschnitts ist erheblich kleiner
als der Krümmungsradius der Behälterwand im oberen Teil des
Behälters. Die geschilderte Form ist statisch günstig, da
hohe Beanspruchungen der Behälterwand beim Füllen des Behäl
ters vermieden werden. Die auf diese Weise gebildete Aus
laufmulde läßt sich auch leicht reinigen. Schließlich kann
in dieser Auslaufmulde eine von einem Motor antreibbare
Auswurfschnecke angeordnet werden, um beispielsweise die
Trester aus dem Behälter herauszufördern.
Die Auslaufmulde kann in ihrem unteren Bereich kreis
zylindrisch verlaufen, und dort kann ebenfalls, wie oben
bereits beschrieben, eine Auswurfschnecke vorgesehen sein.
Die Achse des Rührwerks kann
in der Symmetrieachse bzw.
Symmetrieebene des Behälters angeordnet sein, oder sie
verläuft
in einem Abstand von dieser Symmetrieachse bzw.
Symmetrieebene. Im letztgenannten Fall ist im kreiszylindri
schen Teil des Behälters der Abstand der Kreisbahn der
Rührflügel des Rührwerks von der Innenwand des Behälters
längs des Umfangs des Rührwerks verschieden, er ist in der
unteren Hälfte des Behälters kleiner als in dessen oberer
Hälfte. Diese zuletzt geschilderte Form weist den
Vorteil auf, daß das Rührwerk in der unteren Hälfte im
Bereich des steileren Abschnittes des Behälters eine den
Behälterinhalt im Bereich der Wand des Behälters nach unten
fördernde Wirkung haben kann (bei geeigneter Drehrichtung),
so daß der Behälterinhalt durch das Rührwerk beim Entleeren
des Tanks beispielsweise in den Bereich einer zum Entleeren
dienenden Förderschnecke bewegt wird. Weisen die Enden der
Rührwerksflügel im Bereich der dichtesten Annäherung an die
Behälterwand von dieser einen relativ geringen Abstand auf,
so wirken sie gleichzeitig als Abstreifer, durch die eben
falls einem Hängenbleiben der Trester an der Behälterwand
entgegengewirkt wird. Diese Abstreiferwirkung kann z. B.
nur im Bereich einer einzi
gen Zone dichtester Annäherung an die Behälterwand vorhanden
sein, z. B. infolge einer seitlichen Versetzung der Rühr
werksachse relativ zur senkrechten Symmetrieebene des Quer
schnittes eines Behälters.
Da an dem steileren Abschnitt der unteren Behälterhälfte die
Trester sich beim Entleeren entweder gar nicht absetzen oder
aber beim Reinigen leicht abspülen lassen, ist man nicht
darauf angewiesen, an der Wand liegengebliebene Trester
durch das Rührwerk zu entfernen. Vielmehr kann der Abstand
zwischen den Enden der Rührflügel und der Innenwand so groß
gewählt werden, daß ein Abstreifen der Innenwand durch die
Rührflügel nicht in einem wesentlichen Ausmaß erfolgt. Wenn
aber der Abstand zwischen den Flügelenden und der Wand
verhältnismäßig groß ist lassen sich sowohl Behälterwand als
auch die freien Flügelenden nach dem Entleeren des Behälters
mit einem scharfen Wasserstrahl leicht reinigen.
Trotzdem kann auch eine exzentrische Lagerung des Rührwerks
dann Vorteile bringen, wenn das Rührwerk bis in den Bereich
der erfindungsgemäßen steileren Abschnitte hineinreicht.
Denn nicht selten bildet sich über der Austragsschnecke eine
Brücke von fest aneinanderklebenden Trestern, insbesondere
wenn die Schnecke nicht bereits während des Entsaftens des
Behälters in Betrieb gesetzt wird. Je weiter die Rührflügel
herunterreichen und daher je geringer der Abstand zwischen
der Bahn der Rührflügel und der Schnecke ist, desto geringer
ist die Neigung, daß sich über der Schnecke eine feste
Brücke aus Trester bildet. Je flacher die steilen Abschnitte
sind, desto kleiner kann der Abstand der Rührflügelbahn von
der Austragsschnecke gewählt werden und je weniger dick wird
daher die sich gegebenenfalls über der Schnecke bildende
Brücke aus Trester. Je steiler jedoch die steilen Abschnitte
sind, desto größer ist der kleinstmögliche Abstand zwischen
Rührflügelbahn und Austragsschnecke und desto dicker wird ge
gegebenenfalls die Brücke aus Trestern; jedoch wird aber die
Neigung zur Brückenbildung geringer, weil an der steileren
Fläche die Neigung der Trester zunimmt, in den Bereich der
Schnecke abzusinken. Bei einer Form
beträgt die Neigung der steilen Abschnitte zwischen 45° und
52°. Dies hat sich in der Praxis als sehr guter Kompromiß
erwiesen.
Bei Behältern, deren Höhe nicht allzu viel größer ist als
ihre maximale Breite, kann es ausreichend sein, lediglich
ein einziges Rührwerk vorzusehen, wobei dieses Rührwerk ohne
Schwierigkeiten nahezu den gesamten Behälterinhalt erfassen
kann.
Bei Behältern, die erheblich höher sind als ihrer Breite
entspricht, kann es jedoch zweckmäßig sein, gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung im Behälter mehrere Rührwerke
anzuordnen, deren Achsen im wesentlichen parallel sind.
Dadurch wird es ermöglicht, auch bei solchen relativ schlan
ken Behältern einen Großteil oder nahezu den gesamten Inhalt
des Behälters mit den Rührwerken zu erfassen.
Beim Vorhandensein mehrerer Rührwerke kann gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung der Abstand zweier benach
barter Rührwerksachsen mindestens gleich der Summe der
Rührwerksradien der beiden Rührwerke sein. Es besteht dann
keine Möglichkeit, daß die Rührwerke miteinander kollidieren
können und daher ist es möglich, die beiden Rührwerke je
nach den Erfordernissen unterschiedlich schnell anzutreiben
oder auch ohne Beachtung besonderer Vorsichtsmaßnahmen eines
der Rührwerke stillzusetzen und lediglich das andere anzu
treiben, beispielsweise dann, wenn der Behälter nur halb
gefüllt ist.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist dagegen
vorgesehen, daß der Abstand zweier benachbarter Rührwerks
achsen kleiner ist als die Summe der Rührwerksradien der
beiden Rührwerke, und daß die Antriebe der beiden Rührwerke
schlupffrei miteinander koppelbar sind.
Die Erfindung soll anhand der Zeichnungen von Aus
führungsbeispielen erläutert werden.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbei
spiels eines Behälters,
Fig. 2 einen Schritt des Behälters nach Fig. 1 ent
sprechend der Linie II-II,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechenden Ansicht eines zwei
ten Ausführungsbeispiels eines Behälters,
Fig. 4 in einer vergleichbaren Ansicht ein weiteres Aus
führungsbeispiel eines Behälters,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel eines unsymmetrischen
Behälters,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbei
spieles.
In Fig. 1 und 2 ist ein Behälter 1 von im wesentlichen
kreiszylindrischem Querschnitt mit waagerechter Längsachse,
also liegend, angeordnet. Die den Behältern 1 auf dem Fuß
boden abstützende Stützkonstruktion enthält Träger 2 und
Stützen 3. Am unteren Bereich des kreiszylinderischen Man
tels 4 des Behälters 1 ist eine sich über die gesamte Länge
des Behälters erstreckende Ausbuchtung oder Auslaufrinne 5
vorgesehen, in der eine Förderschnecke 6 angeordnet ist,
durch die die wenig fließfähigen Teile des Behälterinhalts
durch einen in Verlängerung der Förderschnecke 6 liegenden
Auslaufstutzen 8 herausgefördert werden können, wenn ein nur
angedeutet dargestellter Schieber 9 geöffnet ist. Die Förder
schnecke 6 wird an ihrem dem Auslaufstutzen 8 abgewandten
Ende, das über die Rückwand 10 des Behälters 1 hinausragt,
durch eine Antriebsvorrichtung, im Ausführungsbeispiel durch
einen Elektromotor 11 angetrieben. Die Förderschnecke 6
liegt außerhalb des Kreiszylinders, der auf dem größten Teil
seines Umfangs durch den Mantel gebildet wird. An der Ober
seite des Behälters 1 ist ein Einfüllstutzen 12 vorgesehen.
Die Vorderwand 13 des Behälters ist gewölbt. Die Achse der
vom Mantel 4 gebildeten Zylinderfläche ist mit 15 bezeich
net. Bei anderen Ausführungsformen kann die Förderschnecke 6
in den genannten Kreiszylinder hineinreichen.
Die Auslaufrinne 5 ist in ihrem unteren Bereich 16 durch
eine Halbzylinderfläche begrenzt. Zwischen diesem unteren
Bereich 16 und dem zylindrischen Teil des Mantels 4 ver
läuft die Behälterwand im Bereich 17 entgegengesetzt ge
krümmt wie der Mantel 4 und hat hier, wie auch in dem an
schließenden Bereich des unteren Bereichs 16, eine Neigung
gegenüber der Horizontalen, die größer ist als in dem sich
unmittelbar darüber anschließenden Teil des Mantels 4. Die
verschiedenen Teile der Behälterwand einschließlich der
Auslaufrinne 5 gehen ohne Knick stetig ineinander über.
Nahezu im untersten Bereich des zylindrischen Mantels 4 ist
in der Darstellung der Fig. 1 links von der Auslaufrinne 5
eine sich über einen erheblichen Teil der Länge des Behäl
ters 1 erstreckende Saftkammer 20 im Bereich einer Ausspa
rung des Mantels 4 angeordnet. Die Saftkammer 20 weist in
ihrem Inneren im Abstand von der durch den Mantel 4 gebil
deten Zylinderfläche ein Schlitzblech 21 auf, das dem Saft
den Durchtritt gestattet, aber die Trester zurückhält. Der
Saft kann aus der Satzkammer 20 durch einen Abfluß 22 ab
fließen und durch geeignete Leitungen abgeleitet werden. Der
in Fig. 1 und 2 gezeigte Behälter ist durch die Saftkammer 20
zum Abtropfen von Rotweinmaische geeignet. Ist der
Behälter nach Fig. 1 und 2 dagegen nur als Lagertank, bei
spielsweise für Wein, vorgesehen, so wird die Saftkammer 20
nicht benötigt. In der Vorderwand 13 ist ein Auslauf 24
vorgesehen. Dieser Auslauf 24 befindet sich in an sich
bekannter Weise oberhalb des Tiefstpunkts des Behälters,
damit die sich absetzenden Bestandteile des Behälterinhalts
durch Öffnen des Schiebers 9 getrennt abgeleitet werden
können.
In den folgenden Figuren ist im wesentlichen nur die je
weilige Querschnittsform eines liegenden Behälters gezeigt,
der in seinem unteren Bereich je nach den Anforderungen eine
Förderschnecke aufweisen kann.
Der in Fig. 3 gezeigte spiegelsymmetrische Behälter 31 weist
in seinem unteren Bereich 32 eine im wesentlichen ebene
Seitenwand 33 auf, wogegen er in seinem oberen Bereich 35
kreiszylindrisch ist. Die Kreiszylinderfläche erstreckt
sich über etwas mehr als 180°. Die ebenen Wandabschnitte im
Bereich 32 weisen gegenüber der Horizontalen einen Winkel 39
von etwa 50° auf. Die unteren Enden der ebenen Wandab
schnitte im Bereich 32 sind durch einen wiederum ein Segment
eines Kreiszylinders bildenden Wandabschnitt 36, der sich an
die Abschnitte 32 ohne Knick anschließt, miteinander verbun
den. Es ist wiederum der Auslaufstutzen 8 angedeutet. Der
Auslauf 24 ist zur Vereinfachung der Zeichnung fortgelassen.
Im Inneren des Behälters 31 ist ein z. B. zen
trisch angeordnetes Rührwerk mit waagerechter Drehachse 37
angeordnet, von dem nur die Kreisbahn 38 strich
punktiert eingezeichnet ist, die die äußersten Enden der
Rührflügel beschreiben. Der Behälter 31 kann wie der Behäl
ter 1, in seinem unteren Bereich zusätzlich eine Förder
schnecke aufweisen, deren Durchmesser und Abstand vom Rühr
werk durch den Winkel, den die beiden Seitenwände 33 bilden,
und die Forderung bestimmt ist, daß die Schnecke möglichst
nahe am Abschnitt 36 angeordnet sein soll.
Der in Fig. 4 dargestellte Behälter 51 weist einen relativ
zu seiner senkrechten Symmetrieebene symmetrischen Quer
schnitt auf. Seine Seitenwand 54 verläuft etwa im Bereich
seiner unteren Hälfte steiler als es einer Fortsetzung des
im Bereich der oberen Hälfte 55 etwa halbzylindrischen
Querschnittsform entsprechen würde. Die Welle 56 des Rühr
werks liegt in der genannten senkrechten Symmetrieebene etwa
auf halber Höhe des Behälters 51 unterhalb der Symmetrie
achse der oberen Hälfte 55. Der Bereich des ge
ringsten Abstands zwischen der Kreisbahn 38 des Rührwerks
und der Seitenwand 54 liegt in der mit dem
Bezugszeichen 52 bezeichneten Zone. Der kleinste Abstand
kann zwischen 5 mm und 150 mm groß sein. Die in Fig. 4 nicht
sichtbare Förderschnecke liegt im Bereich der Rinne 5 im
unteren Bereich des Behälters 51 hinter dem Auslaufstutzen
8, wie auch bei dem oben beschriebenen Behälter 1. Die
Seitenwand 54 ist Teil einer Zylinderfläche mit gegenüber
der oberen Hälfte 55 vergrößertem Krümmungsradius, ihre Neigung
gegenüber der Waagerechten kann z. B. einen mittleren Wert von
etwa 50° haben. Die Rinne 5 ist nicht so deutlich ausgeprägt
wie beim Tank gemäß Fig. 1. Trester können daher auf der
sehr steilen Seitenwand 54 kaum liegen bleiben.
Die Querschnittsform der Behälter 31 und 51 kann als etwa
birnenförmig oder wappenförmig bezeichnet werden.
Bei dem in Fig. 5 gezeigten Behälter 61 ist die in der Fig.
5 rechte Seitenwand 62 auf einem erheblichen Teil ihrer
Höhenerstreckung senkrecht, die dieser gegenüberliegende
Seitenwand 63 (in Fig. 5 links) weist einen unteren Ab
schnitt 64 auf, der etwa unter einem Winkel von 45° gegen
über der Waagerechten geneigt ist, und dieser Abschnitt geht
auf der halben Höhe des Behälters in einen etwa halb
zylindrischen Abschnitt 65 über, der schließlich auf die
senkrechte Seitenwand 62 trifft. Im unteren Bereich kann hinter
dem Auslaufstutzen 8 wieder eine Förderschnecke vorgesehen
sein. Im Raum darüber befinden sich zwei Rührwerke 66 und
66′, die jeweils eine waagerechte Rührwerkswelle 67 bzw. 67′
aufweisen. Der Durchmesser des unteren Rührwerks 66 und die
Anordnung seiner Welle 67 sind so gewählt, daß sich nur ein
geringer Zwischenraum zwischen seinem Umfangskreis 68 und
den benachbarten Seitenwänden ergibt. Der Durchmesser und
die Lage des oberen Rührwerks 66′ sind so gewählt, daß eine
Kollision mit dem Rührwerk 66 nicht möglich ist und daß das
obere Rührwerk 66′ den oberen Raum des Behälters 61 weitge
hend ausfüllt. Die Rührwerkswellen 67 und 67′ sind durch
nicht dargestellte Antriebsvorrichtungen verbunden, die es
ermöglichen, die Rührwerke 66 und 66′ im gewünschten Dreh
sinn mit der gewünschten Drehzahl anzutreiben und bei Bedarf
auch nur eines der Rührwerke anzutreiben. Die Seitenwände 62
und der untere Abschnitt 64 sind durch ein kreiszylindrisches Wandteil 80 am
unteren Ende des Behälters 61 miteinander verbunden.
Die Behälter können aus Stahl, insbesondere korrosionsfestem
Edelstahl oder einem geeigneten Kunststoff hergestellt sein.
Die Vorder- und Rückwand der Behälter wird
aus Stabilitätsgründen etwas vorgewölbt sei, diese Wölbung
ist der Einfachheit halber ist den Figuren nicht dargestellt.
In Fig. 2 ist die im Schnitt dargestellte Bodenfläche der
Auslaufrinne 5 waagerecht dargestellt. Bei Bedarf kann aber
die Auslaufrinne 5 oder der im unteren Bereich des Behälters
vorgesehene zylindrische Wandabschnitt so ausgebildet
werden, daß er in seiner Längsrichtung ein zum Stutzen 8 hin
verlaufendes Gefäß aufweist. Dadurch kann beim Entleeren
die Störungsgeschwindigkeit der ausströmenden Flüssigkeit
vergrößert und somit dem Ansetzen von festen Bestandteilen
weiter entgegen gewirkt werden.
Fig. 6 zeigt in einer Seitenansicht einen Behälter 71,
dessen Seitenwand 72 auf dem größeren Teil ihres Umfangs eine
Kreiszylinderform hat, die jedoch in ihrem unteren Bereich
in ebene Wandabschnitte 73 übergeht, ähnlich wie bei dem
Behälter nach Fig. 3, jedoch mit dem Unterschied, daß beim
Behälter 71 die Wandabschnitte 73 sich an die kreis
zylindrische Seitenwand 72 mit einem nach innen gerichteten
Knick 74 anschließt. Die Vorderwand 75 und die Rückwand 76
sind auf dem größten Teil ihrer Fläche nach außen vorge
wölbt, um statisch günstige Belastungsverhältnisse zu erzie
len. Im unteren Bereich gehen die Wände 75 und 76
jedoch in senkrecht verlaufende Wandabschnitte 77 und 78
über, die gleichzeitig die Stirnwände der durch die Wand
abschnitte 73 gebildeten Auslaufrinne bilden. Im vorderen
Wandabschnitt 77 ist der Auslaufstutzen 8 angeordnet, die
Unterseite 79 der durch die Wandabschnitte 73 gebildeten
Auslaufrinne verläuft zum Auslaufstutzen 8 hin leicht ge
neigt. Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform besteht
wegen des steilen Verlaufs im Bereich der Wandabschnitte 77
und 78 nicht die Möglichkeit, daß hier Feststoffe oder
Dickstoffe sich absetzen. Die Tendenz zu einem derartigen
Absetzen im Bereich der Wände 75 und 76 wäre erheblich
größer, wenn sich diese mit der dargestellten Krümmung nach
unten fortsetzen würden. Wenn, wie im gezeigten Ausführungs
beispiel, der Bereich mit verhältnismäßig steilen Seitenwän
den und Endwänden eine verhältnismäßig große Fläche ein
nimmt, so bleiben, wenn das Füllgut Weinmaische ist, beim
Entleeren die Trester nicht an den Wänden hängen, sondern
fallen auch ohne Mithilfe eines Rührwerkes beim Entleeren in
die Ablaufrinne und können von dort durch eine in die Fig. 6
nicht eingezeichnete Förderschnecke aus dem Behälter her
austransportiert werden.
Claims (5)
1. Liegender Behälter (1; 31; 51; 61; 71) zur Behandlung
von Rotweinmaschine, der oberhalb seiner Längsachse
eine im wesentlichen kreiszylinderische Form hat und
ein um eine horizontale Achse drehbares
Rührwerk (66, 66′) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1; 31; 51; 61; 71) raumfest auf
Stützen (3) angeordnet ist, daß mindestens ein Ab
schnitt (17; 32; 54; 62, 64) einer Seitenwand in einem
Bereich unterhalb der maximalen Breite des Behälters
(1; 31; 51; 61; 71) steiler als eine Kreiszylinderwand
verläuft, insbesondere mit einem Winkel von etwa 30°-
70° gegenüber der Horizontalen, und daß das Rührwerk
um eine im Behälter (1; 31; 51; 61; 71) gelagerte
Welle (56; 67, 67′) drehbar und mit Rührflügeln verse
hen ist, deren bei Drehung des Rührwerks überstriche
ner Umfangskreis (38; 68, 68′) an den steileren Ab
schnitt (17; 32; 54; 62, 64) heranreicht.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Behälter (61; 71) mehrere Rührwerke (66, 66′)
angeordnet sind, deren Achsen im wesentlichen
parallel sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zweier benachbarter Rührwerksachsen minde
stens gleich der Summe der Rührwerksradien der beiden
Rührwerke (66, 66′) ist.
4. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zweier benachbarter Rührwerksachsen klei
ner ist als die Summe der Rührwerksradien der beiden
Rührwerke und daß die Antriebe der beiden Rührwerke
schlupffrei miteinander koppelbar sind.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die steilen Abschnitte (17; 32;
54; 62, 64) zwischen sich eine Förderschnecke (6)
einschließen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3249785A DE3249785C2 (en) | 1981-01-19 | 1982-01-13 | Horizontal container for treating red wine must |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3101510 | 1981-01-19 | ||
| DE3115633 | 1981-04-18 | ||
| DE3249785A DE3249785C2 (en) | 1981-01-19 | 1982-01-13 | Horizontal container for treating red wine must |
| DE19823200714 DE3200714C2 (de) | 1981-01-19 | 1982-01-13 | Liegender Weinmaische-Behälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3249785C2 true DE3249785C2 (en) | 1988-07-28 |
Family
ID=27432618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3249785A Expired DE3249785C2 (en) | 1981-01-19 | 1982-01-13 | Horizontal container for treating red wine must |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3249785C2 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2320469A (en) * | 1940-06-24 | 1943-06-01 | Smidth & Co As F L | Mixing and homogenizing apparatus |
| GB994993A (en) * | 1962-03-06 | 1965-06-10 | Owen Evans | Feed mixer |
| US3790138A (en) * | 1972-06-19 | 1974-02-05 | Bj Mfg Co Inc | Feed mixer |
| DE2257956A1 (de) * | 1972-11-25 | 1974-05-30 | Moertl Karl | Ruehrwerk fuer unhomogene medien |
-
1982
- 1982-01-13 DE DE3249785A patent/DE3249785C2/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2320469A (en) * | 1940-06-24 | 1943-06-01 | Smidth & Co As F L | Mixing and homogenizing apparatus |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Buch: "Technologie des Weines" G. TROOST, Verlag EUGEN ULMER, Stuttgart, 5. Aufl., 1980, S. 66-69 * |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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