DE2945989C2 - Behälter für Maische - Google Patents
Behälter für MaischeInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter für Maische, insbesondere aus Trauben, mit einem eine Einlaßöffnung aufweisenden, stehend zylindrischen, oberen Behälterabschnitt, einem daran anschließenden unteren Behälterabschnitt, der zwei nach unten zur tiefsten Stelle des Behältes hin keilförmig zusammenlaufende, ebene Flächenelemente aufweist, und einer in dem Behälter im Bereich seiner tiefsten Stelle angeordneten Ausräumvorrichtung mit längs der Keilkante auf eine seitliche Austrittsöffnung des unteren Behälterabschnitts gerichteter Förderrichtung.
- Derartige Behälter können zur Lagerung, Gärung und/oder Entsaftung von Maische eingesetzt werden. Dabei setzen sich in der Maische vorhandene Feststoffe, wie Häute und Stiele aufgrund der Schwerkraft im unteren Behälterabschnitt ab und können mittels der Ausräumvorrichtung zwangsausgeräumt werden. Die keilförmige Anordnung der ebenen Flächenelemente des unteren Behälterabschnittes begünstigt dabei das Absinken der Feststoffe zur Ausräumvorrichtung und wirkt einer Brückenbildung über der Ausräumvorrichtung entgegen.
- Bei einem bekannten Behälter der eingangs genannten Art (Gerhard Troost "Technologie des Weines", 4. Auflage, 1972, Seite 65) sind die beiden keilförmig zusammenlaufenden, ebenen Flächenelemente des unteren Behälterabschnittes an ihren beiden Stirnseiten durch je ein ebenes, vertikales Flächenelement abgeschlossen, so daß der untere Behälterabschnitt in der Horizontalen einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Im Verbindungsbereich zwischen dem oberen und dem unteren Behälterabschnitt ist daher ein Übergang zwischen dem kreisförmigen Querschnitt des oberen Behälterabschnittes erforderlich. Für diese Querschnittsanpassung im Übergangsbereich ist bei dem bekannten Behälter der obere Behälterabschnitt entsprechend verformt, was nur durch eine aufwendige Bearbeitung, beispielsweise Verschweißung mehrerer kompliziert geformter Edelstahlbleche, erreicht werden kann. Der bekannte Behälter erweist sich damit als baulich aufwendig und bietet dennoch keine befriedigenden Entleerungseigenschaften, weil die durch den rechteckigen Querschnitt des untern Behälterabschnittes gebildeten Ecken die Ansammlung der Feststoffe, wie Häute und Stiele, begünstigen und damit die Gefahr der Brückenbildung steigern. Zur Verbesserung der Abförderung sind daher bei dem bekannten Behälter in dem unteren Behälterabschnitt oberhalb der Ausräumvorrichtung zwei Rührwerke mit horizontaler Drehachse angeordnet, die offenbar einem Zusammenbacken der Feststoffe und damit einer Brückenbildung entgegenwirken sollen. Hierdurch wird der bauliche Aufwand weiterhin erhöht.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter für Maische der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei einem wesentlich vereinfachten Aufbau eine einwandfreie Abförderung durch die Ausräumvorrichtung gewährleistet.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die zwischen den ebenen Flächenelementen sich erstreckenden Umfangsbereiche des unteren Behälterabschnitts durch Verlängerungen des oberen zylindrischen Behälterabschnittes gebildet sind.
- Der erfindungsgemäße Behälter zeichnet sich durch eine besondere bauliche Einfachheit aus, weil sowohl der untere Behälterabschnitt als auch der obere Behälterabschnitt im Bereich ihrer Verbindung einen kreisförmigen horizontalen Querschnitt aufweisen, so daß es keiner aufwendigen Anpassung der beiden Querschnittsformen bedarf. Ferner ist auch die Verbindung zwischen den ebenen Flächenelementen und den sich dazwischen erstreckenden Umfangsbereichen des unteren Behälterabschnitts konstruktiv einfach, weil es sich dabei lediglich jeweils um eine Schnittlinie zwischen einem Zylindermantel und einer unter einem Winkel zur Zylinderachse geneigten Ebene handelt. Auch hat sich gezeigt, daß die Verbindungsbereiche zwischen den ebenen Flächenelementen und den sich dazwischen erstreckenden Umfangsbereichen des unteren Behälterabschnitts im Gegensatz zu einer Ausbildung des unteren Behälterabschnitts mit rechteckigem Querschnitt nicht zu einer Brückenbildung über der Ausräumvorrichtung führen, so daß der Austrag der Feststoffe einwandfrei vor sich geht und insbesondere keine zusätzlichen Förderorgane, wie horizontale Rührwerke, im unteren Behälterabschnitt erforderlich sind. Schließlich begünstigt die bei dem erfindungsgemäßen Behälter vorgesehene zylindrische Form des oberen Behälterabschnittes in Verbindung mit der Formgebung des unteren Behälterabschnittes die Wirksamkeit eines in dem Behälter gegebenenfalls angeordneten Rührwerkes mit vertikaler Drehachse.
- In der folgenden Beschreibung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigt
- Fig. 1 eine Seitenansicht eines Behälters für Maische,
- Fig. 2 eine Vorderansicht des in Fig. 1 dargestellten Behälters, und
- Fig. 3 eine Draufsicht auf zwei gekoppelte Behälter.
- Fig. 1 zeigt einen Gär- und Abtropfbehälter 1 mit einem zylindrischen oberen Behälterabschnitt 2 und einem nach unten hin geschlossenen unteren Behälterabschnitt 3. Der untere Behälterabschnitt 3 besteht aus zwei nach unten hin sich verengenden und nach oben hin an die Peripherie des oberen Behälterabschnitts 2 übergehenden, einen Keil bildenden, ebenen Flächenelementen 4 und 4&min; sowie Verlängerungen 5 und 5&min; des oberen zylindrischen Behälterabschnitts 2.
- Nach oben hin kann der Gär- und Abtropfbehälter 1 mit einem Deckel 6 versehen sein, der z. B. schwenkbar am Behälter 1 angelenkt ist. Es ist auch möglich, daß der Behälter 1 mittels einer (nicht dargestellten) Leitung, die am abhebbaren Deckel 6 befestigt ist, beschickt wird. Der großflächig abhebbare Deckel ermöglicht bei einer Reinigung den Einstieg von Reinigungspersonal in den Behälter.
- Füße 7 sind zweckmäßigerweise an den ebenen Flächenelementen 4, 4&min; angebracht. Eine in der Verlängerung 5 angebrachte waagrechte Austrittsöffnung 8 ist beispielsweise durch einen Schieber 9 verschließbar. Durch diese Austrittsöffnung 8 wird die Maische mittels einer Förderschnecke 10 in waagrechter Richtung zwangsausgeräumt. Die Förderschnecke 10 wird durch einen Getriebemotor 11 von der der Austrittsöffnung 8 gegenüberliegenden Seite her angetrieben. An einen Flansch 12 an der Ausgangsseite des Schiebers 9 kann beispielsweise eine Leitung angeschlossen werden.
- Da der Gär- und Abtropfbehälter 1 von der Förderschnecke 10 möglichst vollständig entleert werden soll, weist das untere Ende des Gär- und Abtrofbehälters 1 eine dem Schneckenradius angepaßte Krümmung auf, d. h. zwischen der Förderschnecke 10 einerseits und dem inneren Krümmungsradius besteht nur gerade reibungsloses Spiel. Durch diese sich keilartig nach unten hin verjüngende Form des Behältes ist 1 eine restlose Entleerung erzielbar.
- Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Gär- und Abtropfbehälters 1. Hier ist die keilförmige Ausbildung des unteren Behälterabschnitts 3 besonders gut zu erkennen.
- Fig. 3 zeigt eine Anlage von zwei Gär- und Abtropfbehältern 1 in Draufsicht. An die Flansche 12 sind jeweils Leitungen 13 angeschlossen, die sich beispielsweise zu einer Leitung 14 vereinigen, die zu einer (nicht gezeigten) Pumpe führt.
Claims (1)
- Behälter für Maische, insbesondere aus Trauben, mit einem eine Einlaßöffnung aufweisenden, stehend zylindrischen, oberen Behälterabschnitt, einem darin anschließenden unteren Behälterabschnitt, der zwei nach unten zur tiefsten Stelle des Behältes hin keilförmig zusammenlaufende, ebene Flächenelemente aufweist, und einer in dem Behälter im Bereich seiner tiefsten Stelle angeordneten Ausräumvorrichtung mit längs der Keilkante auf eine seitliche Austrittsöffnung des unteren Behälterabschnitts gerichteter Förderrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ebenen Flächenelementen (4, 4&min;) sich erstreckenden Umfangsbereiche des unteren Behälterabschnitts (3) durch Verlängerungen (5, 5&min;) des oberen zylindrischen Behälterabschnitts (2) gebildet sind.
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