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DE312893C - - Google Patents

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Publication number
DE312893C
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DE
Germany
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thread
horsehair
paper
insert
threads
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT312893D
Other languages
English (en)
Publication of DE312893C publication Critical patent/DE312893C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/08Paper yarns or threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

AUSGEaEBEN AM 18. JUN11919
Der Mangel an Hanf und anderen Rohstoffen, aus denen: man Bindfäden, Garne u. dgl. bisher herstellte, hat bereits zu, dem Vorschlage geführt, Fäden aus Papier herzustellen. Aus solchen Papierfäden hat man auch bereits Gewebe hergestellt... Da die Papierfäden eine nur geringe Widerstandsfähigkeit, namentlich in der Fadenzugrichtung besitzen, so hat man weiterhin be-. reits vorgeschlagen, die Papierfäden mit einer
ίο die Zugfestigkeit vergrößernden Einlage, z. B. mit einer Hanffadeneinlage, zu versehen.
Wenn auch, bei der' vorliegenden Erfindung ein aus Papier hergestellter Faden und eine aus an derm Stoff bestehende Einlage eine Rolle spielen, so handelt es sich dabei nicht um die Ziele, die die erwähnten Vorschläge verfolgen. Die Erfindung bezieht sich auf einen Faden, bestehend aus einem Kern von Roßhaar mit einer zweckmäßig durch Umwicklung herge-
ao stellten Papierhülle. Bei diesem Fadengebilde hat die Roßhaareinlage nicht den Zweck, die Zugfestigkeit zu erhöhen, sondern es handelt sich um die Schaffung eines elastischen Gebildes, das dauernd das Bestreben hat, in die Strecklage zurückzukehren und daher zu vielerlei Zwecken brauchbar ist.
Dieses· Gebilde unterscheidet sich auch von den bekannten Roßhaarfäden, die durch Zusammenfügen von Roßhaaren unter Umspinnung gebildet werden: Abgesehen davon, daß * wegen Rghstdffknappheit eine solche Umspinnung jetzt nicht mehr in Betracht kommt, bildet der Papierfaden ein durchaus hinsichtlich Federung, Schmiegsamkeit und Stärkebemessung abweichendes Erzeugnis.
Einen solchen Faden, der in jeder beliebigen Stärke und Farbe hergestellt werden kann, kann man z. B. zur Unterstützung zarter Gewebe (Spitzenkragen u. dgl.) als Einlage für Schleifen u. dgl., als Stengel für künstliche Blumen, als Versteifungen durch Einlegen oder Einnähen in Kleidungsstücke benutzen. Aus solchen Fäden kann man zum anderen Geflechte aller Art herstellen, insbesondere Hutgeflechte, wobei man einen biegsamen, stets in seine Form zurückkehrenden Hutkörper (ähnlich den · Panamä- und Tagalhüten) erhält. Vor allen Dingen aber kann man aus solchen Fäden auch Gewebe herstellen, die eine große Elastizität und Schmiegsamkeit aufweisen . und die insbesondere für Futtereinlagen geeignet sind. In derartigen Geweben liegen die Roßhaare derart fest verankert, daß ein Herausziehen nicht möglich ist. Es entfällt deshalb auch das bei den üblichen Roßhaargeweben so lästige Hindurchtreten der sich herausschiebenden Roßhaare durch den Kleiderstoff.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 stark vergrößert ein Faden gemäß der Erfindung dargestellt. Es ist die Roßhaar einlage mit a bezeichnet. Um die Einlage wird zwecks Bildung des Fadens der Papierstreifen 5 gewickelt, dessen Windungen c sich eng aneinanderlegen. Zweckmäßig läßt .man die Enden der aufeinanderfolgenden 'Roßhaare nicht stumpf zusammenstoßen, sondern sich teilweise überdekken, um einen Faden von überall gleichmäßiger Federung zu erreichen. Auch ist es zweckmäßig, die Fäden so zu legen, daß je ein stärkeres Roßhaarende mit einem schwächeren zusammentrifft. Man kann überdies mehrere Roßhaare nebeneinander einlegen, wobei man zweckmäßig
die Roßhaare so verteilt, daß je ein schwächeres mit einem stärkeren Ende zusammenfällt. Auch kann man mehrere Papierstreifen gleichzeitig zum Bewickeln in an sich bekannter Weise benutzen. .
Jedenfalls kann man auf diese Weise Fäden Von beliebiger Feinheit und Stärke und beliebiger Farbe erzielen, deren Verwendungsmöglichkeiten außerordentlich zahlreich sind.
In Fig. 2 ist dargestellt, wie man den Faden d als versteifende Einlage bei einem Kleidungsstück verwenden kann. Es. ist der Faden d im Zickzack auf das Futter eines Rockkragens gelegt und durch Steppen befestigt. Bei richtiger Wahl der Fadenstärke entsteht so eine Einlage, deren Federung durchaus hinreicht, um den Kragen dauernd in seiner Form zu erhalten.
Fig. 3 zeigt nun ein Gewebe, das aus dem neuen Faden hergestellt ist. Bei diesem Gewebe" sind sowohl die Kettfaden β als auch der ao Schußfaden f nach der Erfindung ausgebildet. Das Gewebe besitzt eine hohe Federkraft und große Schmiegsamkeit.. Es ist im besonderen als Futtereinlage für Bekleidungsstücke geeignet. Da die Roßhaareinlagen von der Papier- as hülle durchaus festgehalten werden, so ist ein Heraustreten der Roßhaare an den Schnittstellen nicht möglich, so daß das überaus lästige Vortreten der Roßhaare durch den Kleiderstoff bei dieser Einlage vollkommen fortfällt. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:-
    Papiergarn mit Fadeneinlage zu Versteifungen, insbesondere für Gewebe, Gewirke, Geflechte und ähnlichen Flächengebilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern aus Roßhaar und die Hülle aus darum gewickelten Papierstreifen besteht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT312893D Active DE312893C (de)

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