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DE2950620A1 - Verbundmaterial aus einem flexiblen nicht-textilen und mindestens einem textilen flaechengebilde - Google Patents

Verbundmaterial aus einem flexiblen nicht-textilen und mindestens einem textilen flaechengebilde

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Publication number
DE2950620A1
DE2950620A1 DE19792950620 DE2950620A DE2950620A1 DE 2950620 A1 DE2950620 A1 DE 2950620A1 DE 19792950620 DE19792950620 DE 19792950620 DE 2950620 A DE2950620 A DE 2950620A DE 2950620 A1 DE2950620 A1 DE 2950620A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
composite material
material according
textile
fabrics
yarns
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19792950620
Other languages
English (en)
Inventor
Chem.-Ing. Hans Ulrich 5620 Velbert Eichert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo GmbH
Original Assignee
Akzo GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Akzo GmbH filed Critical Akzo GmbH
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Priority to ES497145A priority patent/ES8107346A1/es
Priority to FR8026251A priority patent/FR2471858A1/fr
Priority to IT50338/80A priority patent/IT1127944B/it
Priority to GB8039884A priority patent/GB2065554B/en
Publication of DE2950620A1 publication Critical patent/DE2950620A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin
    • B32B27/12Layered products comprising a layer of synthetic resin next to a fibrous or filamentary layer
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B41/00Hollow inflatable balls
    • A63B41/08Ball covers; Closures therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

  • Verbundmaterial aus einem flexiblen
  • nicht-tcxtilen und mindestens einem textilen Flächengebilde Die Erfindung betrifft ein Verbundmaterial aus einem flexiblen nicht-textilen Flächengebilde und mindestens einem aus synthetischen Masern hergestellten textilen Flächengebilde.
  • Derartige Verbundrnaterialien sind in der Vergangenheit verschiedentlich vorgeschlagen worden. So wurde verhältnismäßig-minderwertiges Spaltleder durch Hinterlegen mit Seidenstoff oder durch eine rückseitig aufgeklebte Gewebelage strapazierfähiger gemacht (DE-PS 214 902; DE-PS 247 060).
  • Die Formbeständigkeit von Tcier-Fototaschen versuchte man durch hinter das Leder geklebte, mit härtbaren Phenoplasten impragnierte Gewebestücke zu verbessern (DE-Anm. L 11 522 VII/ 28b, bekanntacmacht hm 20.9.56). Die Festigkeit und Ausreißbeständigkeit von Leder für Schuh-Obermaterial versuchte man durch Hinterkleben mit aus synthetischen Fasern hergestellten textilen Flächengebilden in Tuch- oder Leinwandbindung zu verbessern (DE-O., 1 435 315), und schließlich ist in der DE-OS 17 60 286 vorgeschlagen worden, auf die narbenseitige Oberfläche minderwertiger Lederstücke nach Abschleifen des Narbens zur Erhöhung der Reißfestigkeit ein textiles Flächengebilde, z.B. ein Gewirke, ein Vlies oder ein Gewebe aus synthetischen Fasern, zu achiren.
  • Derartige Verbundmaterialien auf der Basis Leder- Syntheseleder oder PVC-Folie einerseits und aus synthetischen Fasern hergestellten textilen Flächengebilden, insbesondere Geweben, andererseits sind in jüngster Zeit auch zur Herstellung von Sportbällen eingesetzt worden, um insbesondere die Formbeständigkeit der Bälle auch nach längerer Benutzung zu verbessern.
  • In all den Fällen, in denen man flexible nicht-textile Flächengebilde durch Hinterlegen von textilen Flächengebilden zu verstärken versucht oder die Formbeständigkeit der aus einem solchen Verbundmaterial hergestellten Gegenstände verbessern möchte, kommt es primär auf einen festen Verbund zwischen den verschiedenen Flächengebilden an. Dieser ist bei den herkömmlichen Verbundmaterialien zufriedenstellend nicht gegeben, weil einerseits entweder glatte, ungezwirnte oder gezwirnte Synthesegarne zum Einsatz gelangen, andererseits textile Flächengebilde verwendet werden, die aufgrund ihrer herkömmlichen Konstruktion ein anderes Verhalten, insbesondere bezüglich ihrer Dehnbarkeit in verschiedenen Richtungen, als das zu verbessernde nicht-textile Flächengebilde aufweisen. Ein weiterer Nachteil der bekannten Verbundmaterialien ist die geringe Weiterreißfestigkeit und die daraus resultierende geringe Beanspruchharkeit von Nähverbindungen an konfektionierten Gegenständen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Vcrbundmaterial der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei dem die besondere Struktur der textilen Flächengebilde einen festen und dauerhaften Verbund zwischen den verschiedenen Flächengebilden gewä'arleistet und zugleich eine gute Verstärkung und eine verbesserte Formbeständigkeit der aus dem Verbundmaterial hergestellten Gegenstände sowie eine Erhöhung der Stichausreißfestigkeit bei durch Nähen konfektionierten Gegenständen bewirkt.
  • Diese Aufgabe wird erfinduncgsgemäß dadurch gelöst, daß das textile bzw. die textilen Fläch2ngebilde unter Verwendung texturierter Garne hergestellt ist bzw. sind.
  • Unter einem "Flächengebilde" wird ein im wesentlichen zweidimensionales Gebilde verstanden, das eine gegenüber seiner Länge und Breite sehr geringe Dicke besitzt; Beispiele für solche Flächengebilde sind Lederhäute, Papierbahnen oder -blätter, Kunststoff-Folien oder -bahnen sowie insbesondere auch "textile Flächengebilde", d.h. Flächengebilde, die aus Fasern hergestellt sind, wie beispielsweise aus Garnen gewirkte oder gewebte Fl;chengcbilde, faservliesstoffe, Filze, Fadengelege od. dgl.
  • "Texturierte Garne" sind einerseits Filamentgarne, die im ursprünglichen Zustand aus einer Vielzahl parallel liegender Einzelfilamente bestanden haben, bei denen aber durch eine Texturierbenandlun.g (z.B. durch Blasdüsenverflechten, Blasdüsenschlingcnbildung, Sçauchk<useln, Faischdrallkräuseln, Crinkeln, Klingenkrullseln, Knit-Deknit-Behandlung od.dgl.) die Parallellage der Einzelfilamente beseitigt worden ist, andererseits Stapelfasergarne, die durch eine Texturierbehandlung (z.B. Falschdrallen, Srchkräuseln) eine zusätzliche Struktur der Oberfläche erhalten haben.
  • Wenn erfindungsgemäß vorgeschlagen wird, daß das textile bzw.
  • die textilen Flächengebilde "unter Verwendung texturierter Garne" hergestellt ist, dann bedeutet dies, daß nicht ausschließlich texturierte Garne zum Einsatz belangen müssen.
  • Je nach Natur der nicht-textilen Flächengebilde und/oder der textilen Flächengebilde kann es ausrcichend sein, ein nur teilweise aus texturierten Garnen hergestelltes Flächengebilde zu verwenden; z.B. kann ein Gewebe, bei dem nur die Kette oder der Schuß aus texturierten Garnen besteht, oder ein 2-lagiger Gewebekomplex ausreichend sein, bei dem das dem nicht-textilen Flächengebilde zugewandte Gewebe aus texturierten Garnen hergestellt ist. Je größer der Anteil texturierter Garne an den Verbundflächen ist, desto besser wird der Verbund. Der Anteil texturierter Garne soll deshalb vorzugsweise über 50 Ge.-8, insbesondere 70 bis 100 Gew.-% betragen. Mit dem Anteil texturierter Garne wächst auch die Weiterreißfestigkeit im Ber@ich von nähten ("Stichausreißfestigkeit").
  • Die texturierten Garne können Stapelfaser- oder Filamentgarne sein, wobei den letzteren der Vorzug gegeben wird. Unter den verschiedenen Texturierverfahren wird einer Luftdüsenbehandlung der Vorzug gegeben, die aus Filamentgarnen Schlin<enblasgarne crzeugt. Entsprechend sieht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, daß die texturierten Garne aus Filamentgarnen hergestellte, luftdüsengebauschte Schlingenblasgarne sind. Die an der Oberflache derartiger Schlingenblasgarne befindlichen Schlingen, Schlaufen und ösen, die fest in den Filamentverband eingebunden sind, sorgen beim Verbinden der Flächengebilde für eine veresterte rnechanischafe Haftung und bieten insbesondere eine große effektive Oberflache, wenn der Verbund durch Verkleben erfolgt.
  • Da die mit den nicht-textilen Flächengebilden verbundenen textilen Flächengebilde die Aufgabe besitzen, deren Festigkeit bzw. Weiterreißfestigkeit zu erhöhen und/oder die Formbeständigkeit zu verbessern, beispielsweise deren Dehnfähigkeit positiv zu beeinflussen, ist es vorteilhaft, wenn die texturierten Garne bestimmte Mindestwerte bezüglich ihrer textiltechnologischen Werte aufweisen.
  • So soll die Reißfestigkeit der texturierten Garne mindestens 35 cN/tex betragen. Je nach Texturierverfahren ist es erforderlich, als Ausgangsmaterial ein Filamentgarn mit wesentlich höherer Reißfestigkeit zu nehmen; wenn luftdüsengebauschte Schlingenblasgarne zum Einsatz gelangen, muß die Ausgangsfestigkoit des zu texturiercnden Filamentgarns um bis 1002 höher liegen als die angestrebte Reißfestigkeit des texturierten Garns. Hier bieten sich im technischen Sektor bereits bekannte hochfeste Filamentgarne mit einer Reißfestigkeit von mehr als etwa G5 cN/tex, vorzugsweise mehr als 70 cN/tex an.
  • Wenn es darum geht, die Formbeständigkeit nicht-textiler Flächengebilde mit hohem Dehnungsvermögen zu verbessern (beispielsweise von Weich-PVC-Bahnen oder von nassem Leder), empfiehlt es sich, textile Flächengebilde mit niedrigem Dehnungsvermögen einzusetzen. Dies kann durdh die Konstruktion des Flächengebildes geschehen (Gewirke haben ein höheres Dehnungsvermögen als Gewebe), aber auch durch die Garndehnung maßgeblich beeinflußt werden. Deshalb sollen die texturierten Garne vorzugsweise eine Reißdehnung von weniger als 25% besitzen, Werte unter 20% werden bevorzugt. Auch bezüglich des bevorzugten niedrigen Dehnungsniveaus bieten sich als Texturierverfahren die Schlingenblastexturierung an, weil sich bei ihr das Dehnungsniveau des Garns nicht wesentlich verändert. Ausgehend von einem Filamentgarn mit einer Reißdehnung von etwa 18g erhält man ein texturiertes Garn mit etwa der gleichen Dehnung.
  • Wenn die Verbindunq der Flächengebilde bei höheren Temperaturen vorgenommen werden soll, empfiehlt cs sich, textile Flächengebilde aus texturierten Garnen zu verwenden, die ein bei diesen Temperaturcn niedriges Schrumpfniveau besitzen.
  • Vorzugsweise sollen die texturierten Garne einen Leißluftschrumpf (15 min, 19O0C) von weniger als 10%, insbesondere weniger als 5%, und einen Kochschrumpf (60 min, 1000C) von Weniger als 5%, insbesondere von weniger als 1%, besitzen.
  • Wie bereits erwähnt, werden aus endlosen Filamenten bestehende texturierte Garne gegenüber texturierten Stapelfasergarnen bevorzugt. Sie ermöglichen in der Regel bessere Festigkeitswerte und eine größere Vielfalt bei der Oberflächenstrukturierung durch entsprechende Texturierverfahren; insbesondere sind Filamentgarne gut einer Schlingenblasbehandlung unterziehbar.
  • Die texturierten Garne können aus natürlichen und/oder synthetischen Fasern hergestellt sein, wobei letztere nach verschiedenen Technologien ersponnen wurden können, brispielsweise durch Naß-, Trocken- oder Schmelzspinnen. Bevorzugt werden wegen ihrer guten textiltechnologischen rigenschaften und ihrer ausreichenden koumerzicllen Verfügbarkeit texturierte Garne aus schmelzspinnbaren synthetischen Polymeren, wie Polyamiden, Polyestern oder Polyolefinen. Nylon (Polyamid 6.6) und Polyäthylenterephthalat werden besonders bevorzugt.
  • Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß die aufgabengemäßen Ziele über die Struktur der textilen Flächengebilde und somit auch über die Konstruktion der verwendeten textilen Flächengebilde erreicht werden können, wobei selbstverständlich die Verwendung texturierter Garne Voraussetzung ist.
  • Da Gewirke in der Regel eine hohe Konstruktionsdehnung besitzen, die zudem auch nicht in allen Richtungen gleich groß ist, Vliesstoffe die gleichen Nachteile aufweisen und Filze (aus Stapelfasern) eine zu niedrige Festigkeit besitzen, werden als textile Flächengebilde vorzugsweise Gewebe oder Nähwirkwaren (Schußraschelwaren) verwendet. Bei Geweben kann es für die Weiterverarbeitung zum erfindungsgemäßen Verbundmaterial von Vorteil sein, in Kette und Schuß Garne mit unterschiedlichem Dehnungsvermögen einzusetzen.
  • Das nicht-textile Flächengebilde kann mit einem oder mehreren textilen Flächengebilden veredelt werden. Das Hinterlegen mit einem textilen Flächengebilde, beispielsweise mit einem Gewebe, ist aus der Lederbranche bekannt. Üblicherweise werden dabei Gewebe verwendet, deren Kette und Schuß miteinander einen Winkel von 900 bilden. Zur Herstellung derartiger (klassischer) Gewebe wird üblicherweise ein Kettfaden- und ein Schußfadensystem verwendet. Um in allen Geweberichtungen möglichst gleichmäßige Festigkeits-, Dehnungs- und Schrumpfeigenschaften zu erhalten, empfiehlt es sich, ein sogenanntes triaxiales Gewebe einzusetzen. Zur Herstellung solcher Gewebe werden zwei Kettfadensysteme (die schräg eingeleitet werden) und ein Schußfadensystem benötigt.
  • Das flexible nicht-textile Flächengebilde kann bei besonders hohen Anforderungen auch mit einem Komplex aus zwei Geweben verbunden sein, wobei die Kettfadensysteme der beiden Gewebe unter einem Winkel von vorzugsweise 450 zueinander verlaufen. Andere Kombinationen, z.B. von zwei Geweben, die 90° gegeneinander versetzt sind, von drei Geweben, die jeweils 600 gegeneinander versetzt sind, oder von mehreren verschiedenartigen textilen Flächengebilden sind möglich. Auch kann auf der dem nicht-textilen Flächengebilde abgewandten Seite des Komplexes eine zusätzliche Beschichtung, Beflockung od.
  • dgl. erfolgen, um das Verbundmaterial ästhetisch zu verbessern.
  • Die Verwendung von mehr als drei Lagen textiler Flächengebilde ist in den meisten Fällen nicht zweckmäßig, weil der Komplex dadurch zu teuer, zu schwer und zu steif wird.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das textile bzw. die textilen Flächengebilde (gegebenenfalls als Komplex) mit dem nicht-textilen Flächengebilde zu verbinden. Neben einem Vernadeln oder Vernähen kommen insbesondere Nähwirktechnologien in Betracht. Bevorzugt werden die Flächengebilde miteinander verklebt, weil diesbezüglich eine große Zahl von Möglichkeiten besteht und ein flächenhafter Verbund erzielt werden kann, der in allen Richtungen weitgehend einheitliche Festigkeiten besitzt. Neben der Verwendung üblicher Kleber, die durch Druck und/oder Temperatur aktiviert werden können, konnten das Zwischenlegen von niedrigschmelzenden Folien und anschließende Druck-/Temperaturbehandlung oder die Verwendung von unterschiedlich schmelzenden Fasern, gegebenenfalls von Bikomponentenfasern mit einer höher- und einer niedrigschmelzenden Komponente, in Betracht. Kleben und Vernähen bzw. Vernadeln können auch miteinander kombiniert werden.
  • Als flexible nicht-textile Flächengebilde kommen beispielsweise infrage: Papier-, Pappe- oder Kartonbahnen; Weich-PVC-Bahnen; synthetisches Schaftmaterial auf der Basis bestrichener Gewebe, Vliesstoffe oder Folien. Vorzugsweise Tird ein Verbundmaterial auf der Basis Leder hergestellt, wobei minderwertiges Spaltieder ebenso hinterlegt werden kann wie hochwertiges Chromleder.
  • Das erfindungsgemäße Verbundmaterial kann als Schaftmaterial für Schuhe, Stiefel od.dgl. verwendet werden. Es kann zu hochtvertigen Planen für LKW, zu Kabriolett-Verdecken oder zu Abdeckplanen für Baustellen od.dgl. verwendet werden. Bevorzugt wird die Verwendung des erfindungsgemäßen Verbundmaterials zur Herstellung von Sportbällen,insbesondere von hochwertigen Fußbällen, die formstabil auch noch nach längerer Benutzung sind. Weiterhin wird die Verwendung des erfindungsgemäßen Verbundmaterials als Möbelbezugsstoff bevorzugt, insbesondere zum Beziehen von Sitzmöbeln, wo es auf Formbeständigkeit ankommt. Schließlich eignet sich das erfindungsgemäße Verbundmaterial auch noch besonders gut zur Herstellung von Antriebsriemen, wobei die Laufflachen (Innenflächen) der Riemen aus Leder bestehen.
  • Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin ist Fig. 1 die schematische, teilweise aufgeschnittene Ansicht eines erfindungsgemäßen Verbundmaterials und Fig. 2 die schematische Seitenansicht eines bevorzugt verwendeten Schlingenblasgarns.
  • In Fig. 1 ist ein nicht-textiles Flächengebilde 1, beispielsweise ein Lederstück, dargestellt, hinter das zwei textile Flächengebilde 2; 3 geklebt sind, nämlich zwei übliche Gewebe, deren Kette und Schuß 900 zueinander verlaufen. Das untere Gewebe (Pos. 2) und das obere Gewebe (Pos. 3) liegen derart aufeinander, daß die Kettfäden der beiden Gewebe unter einem Winkel von 450 liegen. Der Gewebekomplex (Pos. 2, 3)weist eine überraschend hohe Isotropie bezüglich Festigkeit und Dehnung auf. Er eignet sich - zusammen mit Leder - zur Herstellung hochwertiger, formbeständiger Fußbälle.
  • Fig. 2 zeigt ein luftdüsengebauschtes Schlingenblasgarn 4, in dessen Kern oberflächlich herausragende Schlingen 5 und Schlaufen 6 fest eingebmden sind. Ein solches Garn eignet sich besonders zur Herstellung der beim erfindungsgemäßen Verbundmaterial verwendeten textilen Flächengebilde aus texturierten Garnen.
  • Leerseite

Claims (17)

  1. Patentansprüche 1. Verbundmaterial aus einem flexiblen nicht-textilen Flächengebilde und mindestens einem aus synthetischen Fasern hergestellten textilen Flächengebilde, dadurch gekennzeichnet, daß das textile bzw. die textilen Flächengebilde unter Verwendung texturierter Garne hergestellt ist bzw. sind.
  2. 2. Verbundmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil texturierter Garne mindestens 50 Gew.-beträgt, vorzugsweise 70 bis 100 Gew.-%.
  3. 3. Verbundmatcrial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne aus Filamentgarnen hergestellte, luftdüsengebauschtc Schlingenblasgarne sind.
  4. 4. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne eine Reißfestigkeit von mindestens 35 cu/tex besitzen.
  5. 5. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne eine Reißdehnung von weniger als 257 be,itzen.
  6. 6. Verbundmaterial nach cinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne einen Heißluftschrumpf (15 min, 19O0C) von weniger als 10%, vorzugsweise weniger als 5%, und einen Kochschrumpf (60 min, 1000C) von weniger als 5, vorzugsweise weniger als 1%, besitzen.
  7. 7. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne aus endlosen Filamenten bestehen.
  8. 8. Verbundrnaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die texturierten Garne aus schmelzspinnbaren synthetischen Polymercn bestehen, vorzugsweise aus Polyamid 6.6 oder aus Polyäthylenterephthalat.
  9. 9. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als textile Flächengebilde Gewebe verwendet werccn.
  10. 10. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als textile Flächengebilde Nähwirkwaren (Schußraschelwaren) verwendet werden.
  11. 11. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible nicht-textile Flächengebilde mit einem triaoialen Gewebe verbunden ist.
  12. 12. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible nicht-textile Flächengebilde mit einem Komplex aus zwei Geweben verbunden ist, wobei die Ketten der beiden Gewebe vzw. unter einem Winkel von 450 zueinander verlaufen.
  13. 13. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible nicht-textile Flächengebilde und das textile Flächengebilde miteinander verklebt sind.
  14. 14. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible nicht-textile Flächengebilde Leder ist.
  15. 15. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Herstellung von Sportbällen, insbesondere von Fußbällen.
  16. 16. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Möbelbezugsstoff.
  17. 17. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Herstellung von Antriebsriemen.
DE19792950620 1979-12-15 1979-12-15 Verbundmaterial aus einem flexiblen nicht-textilen und mindestens einem textilen flaechengebilde Withdrawn DE2950620A1 (de)

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