DE2231335B2 - Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes - Google Patents
Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen GebildesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hochelastisches, gestricktes,
garnförmiges Gebilde gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen Gebildes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Ein derartiges hochelastisches Gebilde und ein Verfahren zu seiner Herstellung ist aus der DE-PS
6 07 027 bekannt Nachteilig ist bei diesem garnförmigen Gebilde, daß es nicht elastisch genug ist.
Es sind auch elastische Garne und Zwirne, bei deren Herstellung Elastomerfäden verwendet werden, bekannt So gibt es die sogenannten Umspinnungsgarne,
die so hergestellt werden, daß beim Verspinnen von Stapelfasern zu einem Garn ein Elastomerfaden
mitläuft. Der Nachteil der so erhältlichen Garne ist, daß praktisch nur bei einer ganz bestimmten Vordehnung
des Elastomerfadens beim Spinnprozeß ein Optimum im elastischen Verhalten des erhaltenen Garns erzielt wird.
Variationen sind hier nicht möglich.
Weiterhin sind elastische Zwirne bekannt, zu deren
Herstellung ein oder mehrere Elastomerfäden mit einem aus Stapelfasern gesponnenen Garn oder einem
texturierten oder nicht-texturierten Endlosgarn nach herkömmlichen Methoden miteinander verzwirnt werden.
Es sind auch Umwindungsgarne bekannt bei denen ein Elastomerfaden von einem nicht elastomeren Garn
dicht umwunden ist
Schließlich gibt es sogenannte ummaschte Umwindungsgarne, bei denen ein Kern aus einem wie
vorstehend beschriebenen Umwindungsgarn auf einer Verarbeitungsmaschine, z. B. Raschel, mit einem Garn
ummascht ist.
Die zuvor beschriebenen Umwindungsgarne sind seit
langem bekannt und referiert z. B. in K ο c h S a 11 ο w,
Großes Textil-Lexikon, unter dem Stichwort »Umspinnungszwirne«.
Garne und Zwirne ist ihre zu geringe Variationsmöglichkeit in bezug auf das elastische Verhalten nach ihrer
Fertigung, denn solche Zwirne haben in der Regel eine durchschnittliche Verdehnbarkeit von nur ungefähr
150%.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, hochelastische Garne herzustellen, die es erlauben, bei
der Herstellung von textlien Flächengebilden daraus eine hohe Zahl von Variationsmöglichkeiten in bezug
ίο auf den Verdehnungszustand des erfindungsgemäßen
Garnes während der Verarbeitung zu gewährleisten.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst
Das Verfahren zur Herstellung eines solchen
garnförmigen Gebildes ist dadurch gekennzeichnet, daß
man ein gefachtes Garn, das seinerseits aus mindestens einer elastomeren Komponente und mindestens einer
texturierten oder nicht-texturierten synthetischen Endloskomponente oder einem Stapelfasergarn besteht,
unter variabler Einlaufspannung der Elastomerkomponente auf einer 2-fonturigen Strick- oder Wirkmaschine
vermascht
Das erfindungsgemäße garnförmige Gebilde ist hochdehnbar bis zu einem Bereich von ca. 200 bis ca.
400%. Im gestreckten Zustand ähnelt es im Aussehen einem gestreckten elastischen Zwirn. Mit zunehmender
Entspannung (Rücksprung) des garnförmigen Gebildes werden die Maschenschenkel des mitverarbeiteten
texturierten Garnes bogenförmig nach außen gedrückt
dabei auch die Einzelkapillaren bogenförmig nach
außen gedrückt, so daß ein Garn mit hochgebauschtem
Dralltendenz. Durch die Maschenbindung ist eine Verschiebung der einzelnen Garn- oder Faserkomjionenten gegeneinander nicht mehr möglich. Die Formkraft richtet sich nach der Stärke (Titer) und
Verdehnung der verwendeten Elastomerkomponente.
Der lockere Aufbau des garnähnlichen Gebildes ermöglicht eine maximale Dehnung des Elastomer-Anteils.
Die Figur zeigt das Maschenbild des erhaltenen garnförmigen Gebildes im Schema, dabei bedeutet 1
eine Linksmasche und 2 eine Rechtsmasche.
Es wurde auf einer Flachstrickmaschine (Teilung 7 E) ein 2-nädliges Schlauchgestrick in R/L-Technik gestrickt, wobei nur jeweils eine Nadel im vorderen und im
hinteren Nadelbett strickt. Dabei wurde folgendes Material verwendet:
1 Faden Polyamid dtex 44 f 10,
1 Faden Polyurethanelastomer dtex 80, gefacht.
Der Elastomerfaden wurde mit einer Spannung von 10 cN einlaufen gelassen (1 cN (centi Newton)
entspricht etwa 1 pond).
Das erhaltene garnförmige Gebilde zeigt folgende Eigenschaften:
Gewicht des gestreckten, garnförmigen
Gebildes (g/10 000 m, entsprechend
dtex bei normalen Garnen)
bei Vorbelastung von 35 g 396 .■
Gewicht des entspannten, garnförmigen Gebildes (g/10 000 m, entspricht
dtex bei herkömmlichen Garnen)
unter Vorbelastung von 0,35 g 1123
Rechnerische Bestimmung
der Dehnbarkeit
nach folgender Formel:
der Dehnbarkeit
nach folgender Formel:
/ Meßwert des entspannten garnförmigen Gebildes _ \
\ Meßwert des gestreckten garnförmigen Gebildes / *
100%: 184%.
Dehnbarkeit des garnförmigen Gebildes
von Hand gemessen ca. 160%
Rücksprung des garnförmigen Gebildes
von 100cm
im gestreckten Zustand (Vorbelastung 35 g)
auf 36 cm
im entspannten Zustand (035 g Vorbelastung).
Das erfindungsgemäß zu verwendende gefrchte Garn
besteht aus mindestens einer Elastomerkomponente und mindestens einer texturierten oder nicht-texturierten
synthetischen Endloskomponente oder einem Stapelfasergarn, es laufen mindestens ein Elastomergarn
und mindestens ein texturiertes oder nicht-texturiertes
Endlosgarn oder ein Stapelfasergarn gemeinsam in die Strick- oder Wirkmaschine ein. Es können auch
zwei oder mehr Elastomerfäden bzw. Endlosgarne oder Stapelfasergarne miteinander gefacht sein. Vorzugsweise
wird neben der Elastomerkomponente eine texturierte synthetische Endloskomponente verwendet
Als Elastomerkomponente kommen in erster Linie Polyurethanelastomergarne in Betracht, wobei diese
vorzugsweise im Titerbereich von dtex 45 bis dtex 320 liegen.
Als texturierte synthetische Endloskomponente eignen sich alle texturierten Endlosfäden auf Basis
synthetischer Hochpolymerer. Insbesondere werden texturierte Polyamid- und Polyestergarne verwendet
Sie SGiiten vorzugsweise im Titerbereich von dtex 44 bis dtex 200 liegen.
Als Strick- und Wirkmaschinen eignen sich Flachstrickmaschinen ebenso wie Rundstrickmaschinen, Raschelmaschinen
und Kettenwirkautomaten.
Das Stricken bzw. Wirken muß in mindestens 2-nädlicher Arbeitsweise erfolgen, jedoch kann das
erfindungsgemäße Gebilde auch 4-, 6- und 8-nädlig sein.
Die Grenze nach oben ist nur durch die beabsichtigte Stärke des garnförmigen Gebildes gegeben.
Beim Einlauf der Elastomerkomponente kann die Vordehnung des Elastomerfadens durch Verwendung
von Bremsen in weiten Grenzen variiert werden, wodurch es möglich ist, die elastischen Eigenschaften
des garnförmigen Gebildes weitgehend zu beeinflussen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde aus einem 2- oder mehrnädügen Maschengefüge, dadurch gekennzeichnet, daß es aus
einem doppelflächigen Maschengefflge und aus einem gefachten Garn besteht, das seinerseits aus
mindestens einer elastomeren Komponente und mindestens einer texturierten oder nicht-texturierten synthetischen Endloskomponente oder einem
Stapelfasergarn besteht
2. Verfahren zur Herstellung eines hochelastischen, gestrickten garnförmigen Gebildes aus einem
2- oder mehrnädligen Maschengefüge, dadurch gekennzeichnet, daß man ein gefachtes Garn, das
seinerseits aus mindestens einer Elastomerenkomponeate und mindestens einer texturierten oder
nicht-texturierten synthetischen Endloskomponente oder einem Stapelfasergarn besteht, unter variabler
Einlaufspannung der Elastomerkomponente auf einer 2-fonturigen Strick- oder Wirkmaschine
vermascht
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722231335 DE2231335C3 (de) | 1972-06-27 | 1972-06-27 | Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722231335 DE2231335C3 (de) | 1972-06-27 | 1972-06-27 | Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2231335A1 DE2231335A1 (de) | 1974-01-17 |
| DE2231335B2 true DE2231335B2 (de) | 1979-07-19 |
| DE2231335C3 DE2231335C3 (de) | 1980-03-27 |
Family
ID=5848895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722231335 Expired DE2231335C3 (de) | 1972-06-27 | 1972-06-27 | Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2231335C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2772396A1 (fr) * | 1997-12-16 | 1999-06-18 | Roudiere Sa | Tissu extensible et fil elastique pour la realisation de celui-ci |
-
1972
- 1972-06-27 DE DE19722231335 patent/DE2231335C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2231335A1 (de) | 1974-01-17 |
| DE2231335C3 (de) | 1980-03-27 |
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