DE2332492A1 - Einlagestoff - Google Patents
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- D04H5/00—Non woven fabrics formed of mixtures of relatively short fibres and yarns or like filamentary material of substantial length
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Description
HÖGER - STELLRECHT- GRIESSBACH - HAECKER
A 40 168 m
m - 160
26. Juni 1973
Firma
\S.W.H. Haevelia
Spinnerei und Weberei GmbH 7333 Ebersbach/Fils
Spinnerei und Weberei GmbH 7333 Ebersbach/Fils
Einlagestoff
Die Erfindung betrifft einen Einlagestoff zur Versteifung und Formgebung von Kleidungsstücken.
Die bekannten Textilien, zumeist als Webware, Wirkware oder dgl. ausgebildete Einlagestoffe ,sind in ihrer Herstellung
verhältnismäßig teuer. Sie haben darüber hinaus den Nachteil, daß sie aufgrund ihrer mangelnden Saugfähigkeit eine auf ihnen
angeordnete Fixiersubstanz, z. B. ein Polyamid, rückschlagen
lassen, so daß diese Substanz zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung z. B. Hängenbleiben der fixierten Teile
an der Fixierpresse, Verkleben mit dem Futterstoff beim Nachbügeln usw. führt. Darüberhinaus kann dadurch die Einlage
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eine unerwünschte GriffVerhärtung erfahren. Man hat auch
schon versucht, reine Vliesstoffe als Einlagestoffe zu verwenden, weil diese an sich eine gute Saugfähigkeit haben.
Andererseits birgt ein auffixierter Vliesstoff die Gefahr der Pillingbildung beim Tragen des Kleidungsstückes und insbesondere
bei der chemischen Reinigung in sich, wodurch zum einen beim Nachbügeln auf der Vorderseite des Kleidungstückes
eine unruhige Warenoberfläche entstehen kann und zum anderen durch das Herauslösen einer mehr oder weniger großen Faserzahl
die Gebrauchswerte wie Sprungelastik, Wiedererholung, Pormhaltung usw. verringert werden. Weiterhin wird bei der
Konfektionierung der Oberbekleidung aus Kostenersparnisgründen in zunehmendem Maße von der sogenannten Doppelfixierung
anstelle der Plackeinarbeitung, durch die eine
bessere Formhaltung im Schulterbereicherzielt wird, Gebrauch
gemacht. Die bei Einsatz eines zweiten Fixiergewebes in der chemischen Reinigung auftretenden Krumpfungsunterschiede
können aber zu einer unansehlichen Warenoberfläche führen.
Die Erfindung geht zur Beseitungung dieser Mängel von der
Aufgabe aus, einen Einlagestoff vorzuschlagen, der einerseits fertigungsgünstiger ist und andererseits bessere Gebrauchswerte
aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
textile Grundware in Form eines Vlieses oder eine Fadenlage durch eine in Nähwirktechnik aufgebrachte Fadenschar verfestigt
ist.
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Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung
der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Einlagestoffes mit
aufgebrachter Fadenschar;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Einlagestoffes;
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Einlagestoffes;
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht eines erfindungsgemäßen
Einlagestoffes;
Fig. 5 eine vierte Ausführungsform eines er-
findungsgemäßen Einlagestoffes mit Stehfäden
und
Fig. 6 die Verwendung eines Einlagestoffes gemäß Fig. 5 mit unterschiedlichen Stehfäden
.
Auf der Zeichnung ist mit dem Bezugszeichen 1 eine Grundware mit guter Saugfähigkeit bezeichnet, die vorzugsweise aus
einem Vlies aus natürlichen oder synthetischen Fasern hergestellt ist. Die Grundware 1 ist unter Anwendung der an sich
bekannten Nähwirktechnik mit einer Fadenschar 2 durchwirkt
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und dadurch verfestigt. Statt eines Vlieses könnte auch eine mehr oder weniger lockere Fadenlage, aus z. B. parallel
liegenden Fäden, eine Wattelage, ein billiges Gewebe, ein dünner Schaumkunststoff, oder dgl., Anwendung finden. Ein
solcher durchwirkter und dadurch verfestigter "Nähwirkstoff" läßt sich deswegen mit Vorteil als Einlagestoff verwenden,
weil einmal die Anwendung der Nähwirktechnik auf eine der genannten Grundwaren verhältnismäßig günstig erfolgen kann
und zum anderen hierdurch ein besonders saugfähiger und dennoch fester Stoff entsteht, bei dem ein Rückschlagen einer
aufgebrachten Fixiersubstanz verhindert wird.
In Fig. 1 ist die Fadenschar 2 als "offene Franse" gelegt. In F£g. 2 findet die Fadenlegung "offner Trikot" Anwendung,
während Fig. 3 die sogenannte "geschlossene Tuchlegung" zeigt. Die offene Trikotbindung gemäß Fig. 2 ist in Fig. 4
noch einmal schaubildlich für sich dargestellt. Man erkennt, wie die die Grundware 1 durchdringende Fadenschar 2 eine Verfestigung
bewirkt.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Einlagestoffes sind parallel laufende Stehfäden 3 mit der Fadenschar 2 verarbeitet. Diese Stehfäden
können, wie beispielsweise in Fig. 6 gezeigt ist, bei einem zu einer Rolle 4 aufgewickelt Einlagestoff gemäß der Erfindung
in "Kettrichtung11 (Pfeil 5) verlaufen. Der in Fig. dargestellte Einlagestoff weist drei parallel zu dieser
Richtung begrenzte Bereiche 6, 7, 8 auf. In diesen Bereichen sind Stehfäden 3 mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften
und/oder unterschiedlicher Dichte und/oder Bindung
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angeordnet. So können beispielsweise in einem bestimmten Bereich Roßhaargarne als Stehfäden 3 eingearbeitet werden,
was bisher auf Webstühlen nicht ohne weiteres möglich war.
Bei einer Ausbildung eines erfindungsgemäßen Einlagestoffes gemäß Fig. 6 mit bereichsweise unterschiedlichen Stehfäden
3 ist es möglich, aus diesem Stoff Versteifungseinlagen 9 zu gewinnen, die bereichsweise verschiedene mechanische Eigenschaften,
z. B. Elastizität, haben.
Die Stehfäden 3 oder auch die Fäden der Fadenschar 2 können aus schweißbarem Material hergestellt werden. Auf diese Weise
können aus dem erfindungsgemäßen Einlagestoff herausgeschnittene Einlagen direkt mit einem Bekleidungsstoff verschweißt
werden, ohne daß eine vorherige Fixierbeschichtung des Einlagestoffes erforderlich ist. Besonders günstig ist es,
die Grundware 1, insbesondere ein Vlies, aus schweißbarem Material herzustellen, weil auf diese Weise ebenfalls eine
direkte Verschweißung mit einem Bekleidungsstoff möglich ist, ohne dabei aber einen strukturierten Durchschlag schweißfähigen
Materials durch den Bekleidungsstoff hindurch in Kauf nehmen zu müssen, wie dies gelegentlich eintreten kann, wenn
die Stehfäden 3 und/oder die Fadenschar 2 aus schweißbarem Material bestehen.
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Claims (7)
1. Einlagestoff zur Versteifung und Formgebung von Kleidungsstücken,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Grundware (1) in Form eines Vlieses, eine Fadenlage
oder dgl. durch eine in Nähwirktechnik aufgebrachte Fadenschar
(2) verfestigt ist.
2. Einlagestoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine als Grundware (1) verwendete Fadenlage aus im wesentlichen parallel liegenden Fäden besteht.
3. Einlagestoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der Fadenschar (2) als offene Franse,
offener Trikot, in geschlossener Tuchlegung oder in ähnlichen Fadenlegungen sowie in Kombinationen von ζ. B.
Franse und Trikot, Trikot und Schußlegung, Franse und Schußlegung, Franse und Atlaslegung verarbeitet sind.
4. Einlagestoff nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der durch die Nähwirktechnik aufgebrachten Fadenschar (2) Stehfäden (3) verarbeitet sind.
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5. Einlagestoff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stehfäden (3) in verschiedenen Bereichen (6, 7, 8) des
Einlagestoffes unterschiedliche, physikalische oder
chemische Eigenschaften besitzen und/oder in unterschiedlicher Dichte und/oder Bindung mit der Fadenschar 2 angeordnet sind.
chemische Eigenschaften besitzen und/oder in unterschiedlicher Dichte und/oder Bindung mit der Fadenschar 2 angeordnet sind.
6. Einlagestoff nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ausgewählte Fäden (2), insbesondere
die Stehfäden (3), aus schweißbarem Material bestehen .
7. Einlagestoff nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundware (1), insbesondere
ein Vlies, aus schweißbarem Material besteht.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732332492 DE2332492A1 (de) | 1973-06-26 | 1973-06-26 | Einlagestoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19732332492 DE2332492A1 (de) | 1973-06-26 | 1973-06-26 | Einlagestoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2332492A1 true DE2332492A1 (de) | 1975-01-16 |
Family
ID=5885128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732332492 Pending DE2332492A1 (de) | 1973-06-26 | 1973-06-26 | Einlagestoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2332492A1 (de) |
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-
1973
- 1973-06-26 DE DE19732332492 patent/DE2332492A1/de active Pending
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