DE3114664C1 - Sicherheitsvorrichtung für wasserführende Haushaltgeräte - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung für wasserführende HaushaltgeräteInfo
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Description
— am Ventilgehäuse (11) sitzt eine das Flüssigkeitsniveau
im Arbeitsbehälter des Gerätes erfassende Druckdose {4),
— die Membran (13) der Druckdose trägt an ihrer einen Seite den Permanentmagneten (8),
— an ihrer anderen Seite ist die Membran mit dem Schwimmer (5) wenigstens unmittelbar in der
Weise gekuppelt, daß dieser lediglich bei Leckwasser im Gerät die Membran auslenkt
2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Merkmale:
— die Druckdose (4) liegt mit einem dünnwandi-. gen Stirnwandabschnitt (12) ihres Gehäuses (9)
am Ventilgehäuse (11) an,
-- der diesem Wandabschnitt zugeordnete Permanentmagnet (8) ist mit der gummielastischen
Membran (13) verknüpft,
— die Membran ist randseitig durch einen das Druckdosengehäuse auf seiner ventilabgewandten
Seite verschließenden Deckel (14) gehalten,
— an der magnetabgewandten Seite der Membran greift eine federbelastete Druckplatte (15) an,
— mit der Druckplatte ist ein Zapfen (16) verbunden, der den Deckel zur Kupplung mit
dem Schwimmer (5) durchdringt.
3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Merkmale:
— auf dem Zapfen (16) der Druckplatte (15) ist eine Druckfeder (17) geführt,
— die Druckfeder stützt sich mit ihrer einen Stirnseite gegen die Druckplatte ab,
— mit ihrer anderen Stirnseite greift die Druckfeder an der Stirnfläche einer Gewindebuchse
(18) an, die im Deckel (14) der Druckdose (4) längsverstellbar geführt ist.
4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (16) der
Druckplatte (15) an seinem freien Ende einen Bund
(20) hat, an dem der Schwimmer (5) mit einem Arm
(21) eines Hebels (22) anzugreifen vermag.
5. Sicherheitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am
Ventilgehäuse (11) ein Bauteil (25) befestigt ist, welches
— mittig einen Durchbruch (26) für den dünnwandigen Abschnitt (12) des Druckdosengehäuses
(9) hat,
— außenseitig drei Arme (27) aufweist, mit denen
die Druckdose (4) umfangsseitig lagefest umfaßt ist,
— sowie Lagerböcke (28) für den Hebel (22) des Schwimmers (5) besitzt.
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für wasserführende Haushaltgeräte gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-AS ίο 23 49 237 bekannt. Dort ist ein am Laugenbehälter einer
Waschmaschine angeordnetes Absperrventil mit einer Überlaufkammer für ein Sicherheitsniveau überschreitende
Waschflüssigkeit beschrieben, die einen in der Kammer angeordneten, den Permanentmagneten tragenden
Schwimmer anzuheben vermag, was zum Sperren der Flüssigkeitszufuhr zum Laugenbehälter
führt. Diese bekannte Vorrichtung ist lediglich dazu geeignet, ein Überfüllen des Laugenbehälters der
Maschine zu verhindern.
Andererseits sind Überwachungseinrichtungen bei Wasch- und Geschirrspülmaschinen bekannt, die zum
Erfassen von aus der Maschine austretendem Leckwasser unterhalb des Maschinenaggregats eine Auffangwanne
mit einem darin angeordneten, als Schwimmerschalter oder Feuchtigkeitsfühler ausgebildeten Leckwassermeldegerät
aufweisen (DE-GM 78 07 247). Diese Überwachungseinrichtung kann ein vorher regelmäßig
auftretendes Überfluten des Laugenbehälters nicht vermeiden.
Schließlich ist es bekannt (DE-OS 23 51 043), in einer Vertiefung des Fußbodens des Aufstellraumes von
wasserführenden Haushaltsmaschinen eine Überwachungsvorrichtung mit Schwimmer vorzusehen, der
über einen Permanentmagneten ein Ventil in der Wasserzufuhrleitung betätigt. Dabei kommt es jedoch
vor dem Abschalten der Wasserzufuhr zum Überschwemmen des Fußbodens und ggf. zum Überlaufen
der Haushaltmaschinen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine sowohl das Flüssigkeitsniveau im Gerät als auch
Leckwasser erfassende Sicherheitsvorrichtung zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Diese Lösung
zeichnet sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus, da der Permanentmagnet sowohl von der
Druckdose als auch gegebenenfalls vom Schwimmer in seiner Lage verändert werden kann. Somit können zwei
Fehlzustände im wasserführenden System des Haushaltgerätes genutzt werden, um lediglich ein, den weiteren
Wasserzulauf zum Gerät sperrendes Ventil zu betätigen. Dabei ist beim NichtVorhandensein von Leckwasser
die Empfindlichkeit der Druckdose nicht gemindert, da in diesem Fall keine Kupplung des Schwimmers mit
der Membran vorliegt.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung für den konstruktiven Aufbau der Sicherheitsvorrichtung ist im Anspruch
2 gekennzeichnet.
Mit der im Anspruch 3 angegebenen Weiterbildung der Erfindung wird auf besonders einfache Weise die
Anpassung der Druckdose an unterschiedliche Flüssigkeitsniveaus durch Verstellen der Gewindebuchse und
damit der Vorspannung der Druckfeder erzielt.
Die im Anspruch 4 gekennzeichnete Ausgestaltung der Erfindung stellt eine besonders einfache Kupplung
zwischen dem Schwimmer und der Membrane dar.
Die im Anspruch 5 angegebene Weiterbildung der Erfindung dient der montagegünstigen, lagesicheren
Verbindung zwischen dem Ventilgehäuse, der Druckdose und dem Schwimmer.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Die Sicherheitsvorrichtung 1 für wasserführende Haushaltgeräte, insbesondere Geschirrspül- und
Waschmaschinen, besteht im wesentlichen aus einem von der Gerätesteuerung programmabhängig schaltbaren
Zulaufventil 2, einem in Serie dazu geschalteten, permanentmagnetbetätigbaren Absperrventil 3 sowie
einer Druckdose 4 und einem Schwimmer 5. Das Zulaufventil 2 und das Absperrventil 3 bilden eine
Baueinheit mit einem Wasserzulaufstutzen 6 und einem Auslaßstutzen 7.
Das Absperrventil 3 stellt eine Abwandlung des von der Firma Siemens AG vertriebenen Magnetventils der
Typenreihe 2HB dar, bei dem lediglich das Elektromagnetsystem durch einen Permanentmagneten 8 ersetzt
ist. Ein derartiges Ventil arbeitet nach dem Prinzip der hydraulischen Hilfsentlastung, d. h. der Druck im
Wasserleitungsnetz unterstützt durch eine vom Anker des Magneten freigegebene oder verschlossene Ausgleichsbohrung
in der Ventilmembran (nicht dargestellt) deren Öffnungs- oder Schließvorgang.
Die Druckdose 4 hat ein Gehäuse 9 mit einem seitlich weggeführten Anschlußstutzen iO, der über einen
Schlauch mit einer dem Flüssigkeitsd. udc im Arbeitsbehälter des Haushaltgerätes ausgesetzten Luftkammer
(nicht dargestellt) in Verbindung steht. Innerhalb des Druckdosengehäuses 9 befindet sich der Permanentmagnet
8, dessen Magnetfeld durch einen an das Ventilgehäuse 11 des Absperrventils 3 angrenzenden,
dünnwandigen Stirnwandabschnitt 12 des Druckdosengehäuses mit dem nicht sichtbaren Anker des Absperrventils
in Wirkverbindung steht. Mit dem Permanentmagneten 8 ist die gummielastische Membran 13 der
Druckdose 4 verknüpft. Randseitig ist die Membran 13 durch einen das Druckdosengehäuse 9 auf seiner
ventilabgewandten Seite verschließenden Deckel 14 luftdicht gehalten. An der magnetabgewandten Seite
der Membran 13 greift eine ebenfalls mit dieser verknüpfte Druckplatte 15 an. Von der Druckplatte 15
geht ein angeformter Zapfen 16 aus, der den Deckel 14 der Druckdose 4 zur Kupplung mit dem Schwimmer 5
durchdringt.
Auf dem Zapfen 16 der Druckplatte 15 ist eine Druckfeder 17 geführt, die sich mit ihrer einen Stirnseite
gegen die Druckplatte abstützt, mit ihrer anderen Stirnseite dagegen an der Stirnfläche einer längsverstellbar
im Deckel 14 der Druckdose 4 geführten Gewindebuchse 18 angreift. Hiermit ist durch entsprechendes
Vorspannen der Druckfeder 17 der Schaltpunkt des Absperrventils 3 an ein bestimmtes Flüssigkeitsniveau
im Arbeitsbehälter des Haushaltgerätes einstellbar.
An seinem von der Membran 13 abgewandten freien Ende hat der Zapfen 16 eine Einschnürung 19, die
endseitig in einen Bund 20 übergeht. Die Einschnürung 19 wird vom endseitig gegabelten Hebelarm 21 eines
zweiarmigen Hebels 22 umgriffen, der an seinem anderen Hebelarm 23 mit dem Schwimmer 5 in
Verbindung steht. Diesem Schwimmer 5 ist eine bodenseitig im Haushaltgerät angeordnete Auffangwanne
24 für Leckwasser zugeordnet.
Die Verbindung zwischen der Druckdose 4 und dem Schwimmer 5 mit dem Absperrventil 3 stellt ein Bauteil
25 her, welches am Ventilgehäuse 11 befestigt ist. Das Bauteil 25 hat mittig einen Durchbruch 26 für den
dünnwandigen Stirnwandabschnitt 12 des Druckdosengehäuses 9. Außenseitig weist das Bauteil 3 mit Abstand
zueinander angeordnete Arme 27 auf, mit denen die runde Druckdose 4 umfangsseitig lagefest umfaßt ist.
Außerdem besitzt das Bauteil 25 Lagerböcke 28 für den Hebel 22 des Schwimmers 5.
Die Sicherheitsvorrichtung funktioniert in folgender Weise:
Bei störungsfreiem Betrieb des Haushaltgerätes ist das Absperrventil 3 geöffnet. Der Wasserzulauf in den
Arbeitsbehälter des Gerätes erfolgt durch Öffnen des von der Gerätesteuerung geschalteten Zulaufventils 2.
Beim Erreichen des Betriebsniveaus im Arbeitsbehälter bewirkt ein Betriebsniveauwächter das Schließen des
Zulaufventils 2. Beim Versagen des Niveauwächters oder Nichtschließen des Zulaufventils 2 erreicht der
Flüssigkeitsstand im Arbeitsbehälter das sogenannte Sicherheitsniveau, bei dem die mittelbar unter dem
Druck der Flüssigkeit stehende Membran 13 der Druckdose 4 den Permanentmagneten soweit von
seinem Anker im Ventilgehäuse 11 abgehoben hat, daß das Absperrventil 3 den weiteren Zulauf von Wasser
sperrt.
Beim Entleeren des Arbeitsbehälters des Gerätes wird die Druckbeaufschlagung der Membran 13
abgebaut, so daß der Permanentmagnet 8 in seine Ausgangslage zurückkehrt, dabei den Anker im
Absperrventil 3 anzieht und somit das Ventil in seine Offenstellung überführt.
Während dieser Hubbewegung der Membran ist der Schwimmer 5 von der Druckdose 4 entkuppelt, da sich
hierbei die Einschnürung 19 des Zapfens 16 frei im endseitig gegabelten Hebelarm 21 zu bewegen vermag.
Beim Auftreten einer Undichtheit am Arbeitsbehälter, an den Ventilen 2,3 oder sonst einem wasserführenden
Bauteil des Haushaltgerätes sammelt sich Leckwasser in der bodenseitig angeordneten Auffangwanne 24.
Der hierdurch angehobene Schwimmer 5 greift mit seinem Hebelarm 21 am Bund 20 des Zapfens 16 der
Druckplatte 15 an und bewirkt über die Verknüpfung mit der Membran 13 ebenfalls ein Abheben des
Permanentmagneten 8 von seinem Anker im Absperrventil 3. Schon bei einer geringen Menge Leckwasser in
der Auffangwanne 24 ist die Auslenkung der Permanentmagneten 8 so groß, daß das Absperrventil 3
schließt und jeden weiteren Wasserzulauf in das Gerät unterbindet.
Auch bei einem Versagen der Druckdose 4 bewirkt das aus dem Arbeitsbehälter überlaufende Wasser
durch Anheben des Schwimmers 5 ein Schließen des Absperrventils 3. Ein Wasserschaden am Aufstellort des
Haushaltgerätes ist somit ausgeschlossen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)
1. Sicherheitsvorrichtung (1) für wasserführende Haushaltgeräte, insbesondere Geschirrspül- und
Waschmaschinen, mit einem in Serie zum Wasserzulaufventil (2) geschalteten Absperrventil (3),
dessen Beeinflussung durch einen außerhalb des Ventilgehäuses (11) angeordneten, schwimmerbetätigten
Permanentmagneten (8) erfolgt, gekennzeichnet durch die Merkmale;
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERAETE GMBH, 81669 MUEN |