DE3111577C2 - Sicherheitsbrille aus einem Kunststoff - Google Patents
Sicherheitsbrille aus einem KunststoffInfo
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Abstract
Eine Sicherheitsbrille (10) mit einem einstückigen, mit abgewinkelten Abschnitten versehenen gekrümmten vorderen Gesichtsteil (12), das die Stirn des Trägers bis zu den Schläfen umschließt. Zu dem Gesichtsteil gehören ein Na senteil (14), ein im wesentlichen verzerrungsfreier sphärischer Sicht- und Augenschutz-Vorderabschnitt (16) von unterschiedlicher Dicke, ein oberer Schutzansatz (18) und einander gegenüberliegende Seitenteile (20) mit oberen und unteren Ansätzen (22, 24), welche Aufnahmeöffnungen für Gelenkstifte aufweisen, an denen Schläfenbügel (30) angelenkt sind. Jeder Schläfenbügel weist obere und untere Gelenkstifte (32, 34) auf, die von oberen und unteren Ansätzen (36, 38) nach außen ragen, welch letztere sich von einem relativ breiten Vorderabschnitt der Seitenwand (40) mit oder ohne Luftlöcher oder Schlitze (L) nach innen erstrecken. Mindestens ein Gelenkstift an jedem Schläfenbügel (30) und seine Aufnahmeöffnung haben jeweils eine längliche Form mit abgerundeten Enden und einer abgeschrägten Seite, um ein gegenseitiges Eingreifen und Verriegeln zu ermöglichen, wenn der Schläfenbügel in die Tragstellung geschwenkt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsbrillc aus einem
Kunststoff, bestehend aus einem einstückigen Gesichtsteil, der einen transparenten Frontabschnitt mit einer
Nasenaussparung zwischen einer rechten und einer linken Sichtzone, zwei sich von den Enden des Frontab-Schnitts
nach hinten erstreckende Schläfenabschnitte mit Lageransätzen und einen oberen Steg sowie einen
unteren Steg aufweist, die sich nach hinten und innen bis
zu einer Gesichtsanlagefläche erstrecken, und aus zwei Schläfenbügeln, die mittels Gelenkstiften an die Lageransätze
angelenkt sind.
Eine derartige Sicherheitsbrille ist bereits bekannt (US-PS 22 74 791). Diese bekannte Brille weist einen im
wesentlichen ebenen Frontabschnitt auf, der zwischen seinen sich in waagerech· er Richtung gegenüberliegen-Jen
Enden ohne Krümmung verläuft, wobei die Schläfenabschnitte ebenso wie die Stege im wesentlichen unter
einem rechten Winkel an den Frontabschnitt anschließen. Die Schläfenbügel sind als Drahtbügel ausgeführt,
die sich innerhalb der Schläfenabschnitte bis nahe zum Frontabschnitt erstrecken und dort mittels separater
Gelenkstifte befestigt sind. Der Frontabschnitt bzw. seine Sichtzonen weisen eine einheitliche Wandstärke
auf.
Diese bekannte Brille schützt zwar die Augen vor Staub und Blendung und kann auch die an die Augen angrenzenden Gesichtspartien in einem gewissen Ausmaß vor herumfliegenden Gegenständen schützen, im Rahmen einer industriellen Verwendung der Brille ist dieser Schutz jedoch insbesondere im Bereich der dün-
Diese bekannte Brille schützt zwar die Augen vor Staub und Blendung und kann auch die an die Augen angrenzenden Gesichtspartien in einem gewissen Ausmaß vor herumfliegenden Gegenständen schützen, im Rahmen einer industriellen Verwendung der Brille ist dieser Schutz jedoch insbesondere im Bereich der dün-
JO nen Schläfenbügel ungenügend. Auch ist nicht unter allen Umständen gewährleistet, daß die Brille ihren ordnungsgemäßen
Sitz stets beibehält. Ferner engt die bekannte Brille das Blickfeld ein und führt wegen ungenügender
optischer Qualität zu Verzerrungen von unter
J5 verschiedenen Winkeln wahrgenommenen Bildern. Auch diese optischen Faktoren bedeuten einen Risikofaktor.
Es ist zwar bekannt, bei einer Brille breite bzw. hohe Schläfcnbügel vorzusehen (DE-OS 14 91206). Diese
Schläfenbügel besitzen jedoch weder eine konvexe Außenfläche noch obere oder untere Stege, die einen Abschluß
zum Kopf des trägers darstellen. Ferner bilden die Bügel in der Betriebssteilung keine kontinuierliche
Fortsetzung des Frontabschnitts der Brille oder gar von Schläfcnabschiiitten. die hier fehlen. Daher ist auch in
diesem Falle nur ein ungenügender Gesichtsschutz vorhanden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schutzwirkung, den Tragekomfort und die Sichtverhält-
5(; nissc zu verbessern und dadurch die Sicherheit für den
Träger zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der transparente Frontabschnitt aus /ähem bruchfestem
Material eine zwischen seinen Enden durchgehend konvex verlaufende Außenfläche aufweist, daß
auch die Schläfenabschnitte eine durchgehend von den Enden des transparenten Frontabschnitts sich erstrekkende
konvexe Außenfläche aufweisen, daß die Schläfenbügel einen an die Schläfenaoschnitte anschließenden
vorderen Wandabschnitt mit einer konvexen Außenfläche aufweisen, der sich zu einem hinteren Kopfanlageabschnitt
des Schläfenbügels erstreckt und mit einem oberen Steg und mit einem unteren Steg versehen
ist, die einwärts bis zu inneren !lachen vorspringen.
μ und daß der transparente Frontabschnitt eine Wandstarke aufweist, die von einem Punkt in der Mittelebene
zwischen der rechten und linken Sichtzone aus sich in allen Richtungen kontinuierlich über die Sichtzonen
vermindert.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung wird durch ein vollständigeres Umschließen der Augen- und Schlä-Fenpartien
bis in den Ohrenbereich hinein eine erhöhte Schutzwirkung gegen umherfliegende Teile erreicht.
Darüber hinaus ist ein korrekter und weitgehend unverrückbarer Sitz der Brille gewährleistet Ein vergrößertes
Blickfeld und geringere Verzerrungen bzw. optische Fehler erhöhen die Sicherheit des Trägers der Brille.
Außerdem bringt das einstückige Gesichtsteil mit der sich über die Sichtzonen ändernden Wandstärke Vorteile
hinsichtlich der Bildschärfe und des Tragekomforts mit sich, wie sie bei einer normalen Brille mit zwei einzelnen
Linsen kaum zu erzielen sind. Von Vorteil ist die Möglichkeit, optische Effekte zwischen beiden Augen
auszugleichen, denn bei kleinen Stärke-, Prisma- und astigitiatischen Fehlern besteht die Hauptschwierigkeit
in einem Ungleichgewicht zwischen den Augen. Stärke- und Astigmatismusfehler erschweren die Anpassung,
verringern die Bildschärfe und können zu Fehlern bezüglich des räumlichen Sehens führen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Sicherheitsbrille in Draufsicht;
Fig. 2 die Sicherheitsbrille nach Fig. 1 in Seitenansicht:
F i g. 3 die Sicherheitsbrille nach F i g. 1 und 2 in Vorderansicht:
Fig.4 den Längsschnitt 4-4 in Fig.3, der durch die
Mitte des einstückigen Vorderteils der Brille verläu't
und ihre sphärische Krümmung, ihren Sitz in Beziehung zu den Teilen eines dargestellten Gesichts sowie die
Innenansicht eines Teils des mit Schützen versehenen rechten Schläfenbügels zeigt, der an dem Vorderteil angelenkt
ist:
Fig. 5 eine teils als Draufsicht und teils als Schnitt
gezeichnete Darstellung eines Gelenkteils zur Verdeutlichung ar- gegenseitigen Lage des abgeschrägten ovalen
Gelenkstifts und der Stiftaufnahmeöffnung, wenn die Schläfenbügel in die offene oder Tragesteilung geschwenkt
werden:
F i g. 6 den Teilschnitt 6-6 in Fig. 1. der die oberen
und unteren Gelenkstifte, die Krümmung der Seitenwand
rowie die oberen und unteren gekrümmten
Schutzansätze des Schläfenbügels zeigt:
F i g. 7 den Teilschnitt 7-7 in F i g. 4: und
F i g. 8 den Teilschnitt 8-8 in F i g. 3. der die sphärische
Krümmung sowohl ürr konkaven Innenflache als auch
der konvexen Außenfläche sowie ihre wechselnde Wandsfärke zeigt.
Die erfindungsgemäßen verbesserten Kunslstoff-Sicherheitsbrillen
10 ohne optischen Effekt für industrielle Zwecke sind in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt. Zu der
Schutzbrille 10 gehören ein cinslückiges Vorderteil 12 in Gestalt eines Kunststoff-Forniteils mit einem nach
innen ragenden gekerbten oder geschlitzten Nasenteil 14. einem durchsichtigen, im wesentlichen verzerrungsfreien,
sphärisch gekrümmten Sicht- und Augenschutzteil oder vorderen Wandteil 16. einem oberen geneigten
Schultcrteil oder .Schutzansatz 18 und einander gegenüberliegende,
mit abgewinkelten Ansätzen versehene, gekrümmte rechte und linke Schlafen- oder Anlcnkabschniitc
20.
Der Sicht- und Augenschutzabschnitt 16 besitzt eine
sphärisch gekrümmt·· Augenflache mit einem einheitlichen
Krümmungsradius R von etwa 127,8 mm, gemessen von dem Schnittpunkt A zwischen einer senkrechten
Ebene VP, die sich durch die Mitte erstreckt, und einer wpagerechten Ebene HP, die sich durch den oberen
Teil und den Mittelpunkt etwas unterhalb des Ansatzes 18 erstreckt. Die sphärisch gekrümmte, konkave
Innenfläche des sphärisch gekrümmten Sicht- und Augenschutzteils
16 hat einen etwas kürzeren einheitlichen Krümmungsradius R 1 von etwa 127 mm, gemessen von
ίο dem Schnittpunkt S der senkrechten Ebene VP und der
waagerechten Ebene HP, der etwa 14,48 mm hinter dem
Punkt A liegt. Infolgedessen erstrecken sich d:e durch einen Abstand getrennten sphärisch gekrümmten konvexen
und konkaven Flächen nach jeder Seite der Ebene VP und über sie hinaus sowie abwärts von der waagerechten
Ebene HP, so daß die Wandstärke des Sicht- und Augenschutzteils 16 leicht variiert.
Gemäß F i g. 3, 4 und 8 nimmt die Wandstärke des sphärisch gekrümmten Seh- und Augenschutzteils 16
gleichmäßig in allen Richtungen von dem dicksten Punkt C mit etwa 2,286 mm Wandstärke aus ab, welch
letzterer in der Nähe des Nase-<eils und des oberen
Ansatzes auf der Schnittlinie der senkrechten Ebene VP und der waagerechten Ebene HP liegt.
Somit ist die Wandstärke an allen Punkten des Teils 16 einschließlich der Mittelpunkte beider Sichtbereiche
ode? -zonen R und L, die im gleichen radialen Abstand
von dem Punkt C größter Wandstärke liegen, etwas geringer als am Punkt Cund im wesentlichen gleich.
Jedoch wird von einer gekrümmten Fläche mit festem Radius, die sich durch die Mittelpunkte der Sichtzonen
R und L erstreckt, die Wandstärke auf der Innenseite
der gekrümmten Fläche in Richtung auf den Punkt C größer. Dagegen wird auf der entgegengesetzten, äußeren
Seite der gekrümmten Fläche, die von dem Punkt C fonweist, die Wandstärke geringer.
Entsprechend den Gesetzen der Lichtbrechung durch transparente Materialien und Linsen mit sphärischen
konvexen und konkaven Flächen hat die leicht variierende Wandstärke der Sichtzonen R unci L dvn Vorteil,
daß die Verzerrung bei Betrachtung eines Gegenstandes unter verschiedenen Winkeln verringert wird.
Der durchgehende geneigte Schulter· oder Ansatzabschniti
18 einschließlich eines inneren Randes oder einer Rippe ist etwa 11.8 mm breit und besitzt fine konkave
Fläche mit einem Krümmungsradius R2 von etwa 116 min. gemessen von dem Punkt A. die im wesentlichen
parallel zu der äußeren konvexen Fläche mit dem Radius R verläuft.
so Anschließend an einen Berührungspunkt oder eine
Berührungslinie mit der geneigten Schulter 18 und dem Augenschutz 16 erstrecken sich rechts und links die
Schläfen- oder Anlenkabschnitte 20. die die Schläfenbereiche des Kopfes umschließen. Jeder Schläfen- oder
A; itnkabschnitt 20 weist gegenüberliegende obere und
untere gekrümmte Gelenkansätze 22 und 24 mit darin ausgebildeten, aufeinander ausgerichteten Gelenkstift-Aiifnahmeöffnungen
auf. von denen mindestens eine oder aber beide gemäß F i g. 5 eine exzentrische, ovale.
bo abgerundete Form aufweisen.
Außerdem besitzt jeder Schläfen- oder Anlenkabschnitt
20 eine nach außen gekrümmte Schutzwand für Auge und Schläfe von im wesentlichen gleichmäßiger
Dicke mit einem Krümmungsradius von etwa 25.4 mm
h· gegenüber der konvexen Außenfläche, die sich zwischen
den oberen und unteren Ansätzen und von der
Berührungslinie oder dem Berührungspunkt mit den konvexen und konkaven Flächen des Vorderteils 16 aus
erstreckt.
leder nach innen ragende Ansatz oder Rippenahst'hnitt
des Teils 20 bildet eine Verlängerung des oberen Ansatz- und Rippenabschnitts 18 und besitzt eine konkave
Innenfläche mit einem etwas größeren KrOmmungsradius
als die konvexe Außenfläche ties Seitenwandabsehnitts
20, gemessen von einem alitieren Krümmungsmitlelpunkt.
Daher verlaufen sie weder konzenirisch noch parallel zueinander.
Von den im wesentlichen dünneren unteren Seitenteilen
und der konkaven Innenfläche des Teils 16 und der Seitenteile 20 erstrecken sich die unteren Ansätze 24
von im wesentlichen einheitlicher Dicke, tieren Innen
k.inte. wiederum von einem anderen Krümmungsmiltel·
punkt gemessen, unter einem Radius von etwa 25.4 mm gekrümmt ist.
Die durchgehende konkave Innenkante oder -fluche
des oberen Ansatzes bzw. der Rippe 18. die sich an den
Vorderabschnitt 16 anschließt, sowie die Schlafen- bzw.
ren und Schläfenabschnitte der Stirn oberhalb des Auges.
In ähnlicher Weise liegen die durchgehenden unteren
Kanten oder Flachen, welche die unteren, dünneren Abschnitte des Vorderteils 16 verbinden, und die unteren
Ansätze 24 relativ dicht an den vorderen und seitlichen Gesichtsteilen unterhalb und nahe den Augen an. Somit
sind die Augen und ihre Umgebung eingeschlossen und gegen mögliche Verletzungen geschützt.
Gemäß Fig. 1. J. 4 und 6 ist die Schwenkachse der
aufeinander ausgerichteten oberen und unteren länglichen Gelenkstift-Aufnahmeöffnungen in den Ansätzen
22 und 24 gegenüber der senkrechten F.bene VP geneigt, so daß die unteren Gelenkstifte und öffnungen
sowie der Ansatz. 24 der Ebene VVnähcr liegen. Von der
Seite gesehen, verläuft die Schwenkachse jedoch im wesentlichen parallel zu der senkrechten Stirnfläche des
Ahschnius 20. die in einer senkrechten F.heno liegt, welche
rechtwinklig zu der senkrechten F.bene Wverläuft.
Gemäß F i g. 4. 5 und 6 ist die längliche Gelenkstiftöffnung in dem oberen Ansatz 22 etwas größer als diejenige
des unteren Ansatzes 24. Außerdem haben die Gelenkstiftöffnungen innere Lagerflächenteile, die gegen
über der Schwenkachse mindestens auf der Rückseite abgeschrägt oder geneigt sind.
Jede längliche Gelenkstiftöffnung hat ein kleines Eintrittsende,
das am längsten bzw. breitesten entlang einer Ebene ist. die sich durch die Schwenkachse im rechten
Winkel zu der senkrechten Ebene VP und parallel zur Stirnfläche des Abschnitts 20 erstreckt, während die
Öffnung ihre kürzeste bzw. schmälste Abmessung entlang der Ebene der geneigten Schwenkachse aufweist.
An den rechten und linken Schläfen- oder Anlenkteilen
20 sind rechte und linke Schläfenbügel 30 schwenkbar angelenkt oder angebracht, die vorzugsweise aus
einem zähen, durchsichtigen Polycarbonat oder einem
gleichwertigen bruchfesten Kunststoffmaterial geformt sind.
Jeder Schiäfenbügel 30 besteht vorzugsweise aus einem
einzigen Stück mit einander gegenüberliegenden oberen und unteren angeformten Gelenkstiften 32 und
34. die sich in entgegengesetzten Richtungen von vorderen Gelenkstiftansätzen der oberen geneigten sowie der
unteren, mit Rippen versehenen Ansätze 36 und 38 aus erstrecken, die von einem äußeren gekrümmten Seitenwandteil
40 nach innen ragen. Die Ansätze 36 und 38 können jedoch gerade, geneigt oder gekrümmt ausgebildet
sein, so daß sie zu den benachbarten, ebenfalls gerade!', geneigten oiler gekrümmten Ansatzer, 18. 22
oiler 24 ties Gesicht st ei Is 12 p.issen.
Der Seiienwandabschnitt 40 besitzt eine konkave Außenfläche
und eine konkave Innenfläche und erstrocki
sich im Hiigen von einer vorderen K.inte oder Stirnfläche
eines relativ breiten vonieien IJKkIbSIhIIiUs1UCi an
dem Gelenk an dec Stirnfläche ties Abschnitts 20 anliegt,
zum !linieren finde eines relativ schmaleren, elastischen
hinteren Teils tier Seitenwand 40 und des Sehläfenbiigels
30.
Gemäß F i g. 4 kann der breite vordere Seite::'.\andabschnitt
40 ties Schläfenbügels 30 mit F.ntliiftungen. Löchern, öffnungen oder Schlitzen /. wie in F i g. 7 versehen
oder gemäß F i g. 2 ohne solche öffnungen ausgebildet
sein. Durch Stege getrennte schmale Schlitze oder Durchlässe unter einem Winke! zu der Seitenwand
40 sind jedoch vorzuziehen, da sie den größten Schutz
gegen Verletzungen durch in Richtung auf die Schläfenbiigel 30 eindringende Teilchen bieten sowie zur Luft-
.ι.,.:— i
gen. die zum Beschlagen tier Sichtteile des Vorderabschnitts
führen könnten.
Gemäß F i g. 4. 5 und 6 ist mindestens einer, vorzugsweise
jedoch jeder Gelenkstift 32 und 34 der Schlafenbügel 30 ebenfalls von abgeschrägter, ovaler Form und
wird in dazu passende abgeschrägte, !angliche Gelenköffnungen in den Ansätzen 22 und 24 des Vorderteils 12
eingeführt und darin festgehalten. Die unteren Gelenkstifte 34 .,nil ihre öffnungen sind auf der Rückseite mit
zueinander passenden abgeschrägten hinteren Flächenteilen versehen, die sich nach unten erstrecken und unter
einem Winkel von etwa 15 von der Schwenkachse
fort und gegenüber den zur Schwenkachse parallelen Flächenteilen verlaufen.
Ebenso besitzen die oberen Gelenkstifte 32 und die zugehörigen Öffnungen, die etwas größer sind als die
unteren Stifte und Öffnungen, auf ihrer Rückseite zueinander passende abgeschrägte hintere Flächenteile, die
sich nach oben erstrecken und von der Schwenkachse fort unter einem Winkel von 15' und gegenüber den zur
Schwenkachse parallelen Flächenteilen verlaufen.
Die Schwenkachse ist außerdem von dem oberen, äußeren
Gelenkstift 32 bis zum unteren, inneren Stift 34 unter einem Winkel von etwa 8.5" gegenüber der senkrechten
Ebene VPnach innen geneigt.
Gemäß F i g. 5 hat jeder ovale Stift ein inneres dünnes zylindrisches Ende mit einem Durchmesser, der im wesentlichen
der kleineren Abmessung des engen Endes der länglichen Gelenkstiftöffnung entspricht. Von seinem
dünnen Ende aus verdickt sich der Gelenkstift auf einer Seite zu einem länglichen oder ovalen Ende hin.
dessen Länge im wesentlichen der größten Abmessung des weiteren Endes der abgeschrägten Gelenkstiftöffnung
entspricht und nicht größer ist als die längere Abmessung des kleineren bzw. Eintrittsendes der länglichen
Öffnung, die das ovale, dickere Ende des Gelenkstifis
passieren muß. Somit werden die Schläfenbügel 30 an dem Vorderteil 10 dadurch angebracht, daß man die
Bügel 30 in ihre zusammengeklappte Stellung im rechten Winkel zu der gezeigten Tragestellung bringt, woraufhin
die ovalen Gelenkstifte auf die länglichen Gelenkstiftöffnungen ausgerichtet werden. Nunmehr werden
die elastischen Ansätze und die aus ihnen herausragenden Gelenkstifte aufeinander zu gedruckt, zwischen
die oberen und unteren Ansätze des Anlenkteils 20 eingeführt, auf die Öffnungen ausgerichtet und in sie eingerastet.
Durch Auswärtsschwenken der Schläfenbügel 30 aus
der zusammengeklappten Stellung werden die zueinander
passenden abgeschrägten Teile der GelenkMifte und
Öffnungen aufeinander ausgerichtet, wodurch die Brille in der geöffneten Stellung gehalten wird.
Gemäß F ι g. 1.2 und b sind die Schlafenbügel 30 nach
innen aufeinander zu und auf die senkrechte Ebene YP zu sowie nach unten aus der horizontalen F.bene ///'
heraus gekrümmt. Wird die Brille 10 aufgesetzt, umgreifen (.·-» elastischen rückwärtigen Wandteile der Bügel
elastisch und reibungsschlüssig die Seitenteile des Kopfes in der Ohrengegend.
Vorzugsweise sind die rückwärtigen EnJen der Bügel
wie gezeigt mit Schlitzen versehen und können gegebenenfalls durch ein verstellbares elastisches oder federndes
Band oder eine Schnur (nicht gezeigt) miteinander υ verbunden sein.
Diese elastische Verbindung liegt am Hinterkopf an und spannt und hält die Brille und ihre Schutansätze in
ihrer die Stirn und Schläfen umschließenden Stellung
ICM. _'(J
Außerdem werden die Bügel 30 durch das Auseinanderspreizen an die Stirnflächen des Anlenkabschnitts 20
angedrückt und elastisch dort festgehalten, so daß keinerlei Zwischenraum oder öffnung zwischen diesen
Teilen an den Gelenken verbleibt. >;
Durch die aneinander anstoßende Lage der Teile am
Brillengelenk werden auch die gekrümmten Innenkanten oder -flachen der oberen und unteren Schiiizansätze
36 und 38 in ihrer auf die Krümmung der Innenkanten oder -flächen der oberen und unteren Schutzansätzc der jo
Anlenkteile 20 ausgerichteten Lage gehalten.
Sc.iit hat die erfindungsgemäße Brille 10 von hoher
optischer Qualität mit eng anliegenden oberen, geneigten und unteren Schutzansätzen sowohl an dem einstükkigen
Vorderteil 12 als auch an den Schläfcnbügeln 30 r, sowie dem eng anliegenden Nasenteil und der Unterkante
des Vorderteils 12 die Eigenschaft, eng anzuliegen
und abzuschließen und sehr wpnjp oder 17UT liiMiK'ii
Raum freizulassen, durch den schädliche Teilchen eindringen
könnten. Außerdem bieten die äußere konvexe Krümmung der Wandabschnitte des Vorderteils 12 und
der Bügel 30 aus zähen Kunststoff-Formteilen sowie die geneigten Schutzansätz.e größere Festigkeit und Widerstandskraft
gegen Schläge sowie die Eigenschaft, auftreffende Teilchen und Gegenstände abzuweisen. -n
Als Material für die Kraftstoff-Formteile wird zwar zähes, transparentes Polycarbonat bevorzugt, doch
können Vorderteil und Bügel der Brille auch im Spritzgußverfahren aus dem gleichen oder einem anderen geeigneten
schlag- und bruchfesten Kunststoffmaterial hergestellt werden, das aus der Gruppe gewählt ist. zu
der Polycarbonatmethytmethacrylat, Celluiosepropionat. Celluloseacetat und Cellulosebutyrat gehören.
Ferner können das Vorderteil 12 aus einem klaren oder farbig getönten transparenten Kunststoffmaterial
und die Bügel aus einem klaren, getönten, undurchsichtigen
oder durchscheinenden "Kunststoffmateria! geformt sein. Das durchsichtige Frontteil 12 aus Kunststoff und
die klaren Schläfenbügel können ebenfalls farbig getönt sein, um die Blendung zu verringern, und/oder sie kön- t>o
nen mit einer durchsichtigen, klaren Beschichtung aus einem abriebfesten Material versehen sein, das geeignet
ist, das Zerkratzen und die Zerstreuung der Lichtstrahlen zu vermindern.
Vorzugsweise sind die gesamte sphärische-konvexe Außenfläche des vorderen Sicht- und Augenschutzteüs
16 sowie die konvexen Flächen der Schläfenbügel-Anlenkteile
gleichmäßig mit einer sehr dünnen Beschichtung aus einem klaren, durchsichtigen, abriebfesten Material
von etwa i bis 5 Mikrometer Dicke versehen. Die dünne Beschichtung wird auf bekannte Weise aufgebracht
und hat die bekannte Eigenschaft, ein Zerkratzen und die Zerstreuung der Lichtstrahlen zu verringern
und dadurch mehr Licht passieren zu lassen.
Die Brechkraft jeder der .Sichtzonen R und L liegt
vorzugsweise innerhalb von ± 1/32(0.031) Dioptrie, und
der maximale -\stigmatismus in jeder Medianebene derselben ist kleiner als oder gleich l/lb (0.0625) Dioptrie.
Die Resultierende der vertikalen und horizontalen prismalischen Fehler soll nicht größer sein als 1/4 (0.2-t)
Dioptrie.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Sicherheitsbrille aus einem Kunststoff, bestehend aus einem einstückigen Gesichtsteil, der einen
transparenten Frontabschnitt mit einer Nasenaussparung zwischen einer rechten und einer linken
Sichtzone, zwei sich von den Enden des Frontabschnitts nach hinten erstreckende Schläfenabschnitte
mit Lageransätzen und einen oberen Steg sowie einen unteren Steg aufweist, die sich nach hinten und
innen bis zu einer Gesichtsanlagefläche erstrecken, und aus zwei Schläfenbügeln, die mittels Gelenkstiften
an die Lageransätze angelenkt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der transparente Frontabschnitt (16) aus zähem bruchfestem Material eine
zwischen seinen Enden durchgehend konvex verlaufende Außenfläche aufweist, daß auch die Schläfenabschnitte
(20) eine durchgehend von den Enden des transparenicn Frontabschnitts (16) sich erstreckende
konvexe Außenfläche aufweisen, daß die Schläfenbügel (30) einen an die Schläfenabschnitte (20)
anschließenden vorderen Wandabschnitt (40) mit einer konvexen Außenfläche aufweisen, der sich zu
einem hinteren Kopfanlageabschnitt des Schläfenbügels (30) erstreckt und mit einem oberen Steg (36)
und mit einem unteren Steg \38) versehen ist, die einwärts bis zu inneren Flächen vorspringen, und
daß der transparente Frontabschnitt (16) eine Wandstärke aufweist, die von einem Punkt (C) in der Mittclebene
(W^ zwischen der rechten und linken Sichtzone
(R. L) aus sich in allen Richtungen kontinuierlich über die Sichtzone.! (R. /^vermindert.
2. Sicherhcitsbrilie na*.h Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der transpari ite Frontabschnitt (16) eine glatte, konvexe Außenfläche mit einem einheitlichen
sphärischen Krümmungsradius (R) aufweist.
3. Sicherheitsbrille nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet,
daß der transparente Frontabschnitt (16) eine glatte, konkave Innenfläche mit einem einheitlichen
sphärischen Krümmungsradius (R I) aufweist.
4. Sicherheitsbrillc nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schläfenabschnitt (20) in einen oberen Stegabschnitt (22) mit
einer oberen öffnung zur Aufnahme eines oberen Gelenkstifts (32) und in einen unteren Stegabschnitt
(24) mit einer unteren Öffnung zur Aufnahme eines unteren Gelenkstifts (34) übergeht.
5. Sicherheitsbrille nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkstifte (32 und 34) an die vorderen Aoschnitte des oberen Stegs (36) bzw. des
unteren Stegs (38) eines jeden Schläfenbügels (30) angeformt sind.
6. Sicherheitsbrille nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schläfenbügel
(30) mindestens eine Lüftungsöffnung (ZJ aufweist.
7. Sicherheitsbrille nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Lüftungsöffnung (L) von einer gegenüber der Schiäfenbügelfläche abgewinkelten
Fläche begrenzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/133,366 US4271538A (en) | 1980-03-24 | 1980-03-24 | Safety spectacles |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3111577A1 DE3111577A1 (de) | 1982-01-28 |
| DE3111577C2 true DE3111577C2 (de) | 1984-05-10 |
Family
ID=22458263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3111577A Expired DE3111577C2 (de) | 1980-03-24 | 1981-03-24 | Sicherheitsbrille aus einem Kunststoff |
Country Status (17)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4271538A (de) |
| JP (1) | JPS6036569B2 (de) |
| AU (1) | AU542343B2 (de) |
| BE (1) | BE888036A (de) |
| BR (1) | BR8101713A (de) |
| CA (1) | CA1130504A (de) |
| CH (1) | CH642841A5 (de) |
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