DE3039168A1 - Fotografisches material, herstellungsverfahren sowie verfahren zur herstellung fotografischer bilder - Google Patents
Fotografisches material, herstellungsverfahren sowie verfahren zur herstellung fotografischer bilderInfo
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Description
. 10.
AGPA-GEVAERT V. D 5090 Leverkusen 1
AKTIENGESELLSCHAFT * Bundesrepublik Deutschland
Patentabteilung Zb/m-c
Fotografisches Material, Herstellungsverfahren sowie Verfahren zur Herstellung fotografischer Bilder
Die Erfindung betrifft ein fotografisches Material mit
einem Latentbildstabilisator, ein Verfahren zur Herstellung dieses Materials und ein Verfahren zur Herstellung
fotografischer Bilder.
Es ist bekannt, daß die latenten Bildkeime belichteter
Silberhalogenidemulsionen. bei der Lagerung nicht stabil sind. Diese Erscheinung ist beispielsweise beschrieben
in "The Theory of the Photographic Process", 4. Auflage, Macmillan Publishing Co., New York, 1977, Seiten 167 ff.
Die Rückbildung des latenten Bildes (fading) macht sich gewöhnlich dadurch bemerkbar, daß ein belichtetes Material,
das vor der Entwicklung gelagert wurde, unempfindlicher ist als ein Material, das nach der Belichtung
nicht gelagert wurde. Die Gründe für die Rückbildung des latenten Bildes sind noch nicht vollständig geklärt,
AG 1740
ORIGINAL INSPECTED
»β·· OO ο ββ*η
β β O O · ο O Ji β λ
»β α τ
-ζ-
jedoch wird angenommen, daß sie durch Substanzen in der Emulsion, z.B. Verunreinigungen oder Zusätze, ausgelöst
wird, die einen Teil des Silbers, aus dem das latente Bild besteht, oxidieren. Die Rückbildung des latenten
Bildes ist in der Praxis außerordentlich störend, und zwar nicht nur für die Aufnahmematerialien, die gewöhnlich
vor dem Entwickeln längere Zeit in belichtetem Zustand gelagert werden, sondern auch für Kopiermaterialien,
wenn letztere nicht sofort nach dem Belichten entwickelt werden. Insbesondere bei der Verarbeitung
von Rollenkopiermaterialien werden diese oft erst einige Tage nach dem Belichten entwickelt.
Es ist bekannt, fotografischen Silberhalogenidemulsionen
zur Stabilisierung der Latentbildkeime sogenannte Latentbildstabilisatoren zuzusetzen. Latentbildstabilisatoren
werden beispielsweise beschrieben in den deutschen Offenlegungsschriften
2 217 153, 1 107 508, 2 325 039 und 2 827 937, in den deutschen Auslegeschriften 1 199 612
und 1 173 339 sowie in den britischen Patentschriften 1 412 294, 1 378 354, 1 386 630, 1 453 388, 1 458 107.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Latentbildstabilisierung zu erreichen.
Es wurde nun gefunden:
1) Ein fotografisches Material aus einem Schichtträger
und wenigstens einer darauf aufgetragenen lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und
AG 1740
-ί.
gegebenenfalls weiteren Schichten, wobei in wenig stens einer Schicht eine Verbindung der folgenden
Formel (I) enthalten ist:
= N
worin bedeuten
R = H, Hydroxyl, Halogen,
2 3
R und R = gleich oder verschieden; H, gegebenenfalls
R und R = gleich oder verschieden; H, gegebenenfalls
substituiertes Alkyl, Acyl R4 = H, Alkyl
R bedeutet vorzugsweise H und OH
2 3
R und R , bedeuten vorzugsweise H, Alkyl mit 1 3 C-Atomen, welche substituiert sein können oder Acetyl. Bevorzugte Substituenten sind die Hydroxyl- und die N-Methylsulfonamidgruppe.
R und R , bedeuten vorzugsweise H, Alkyl mit 1 3 C-Atomen, welche substituiert sein können oder Acetyl. Bevorzugte Substituenten sind die Hydroxyl- und die N-Methylsulfonamidgruppe.
4
R bedeutet bevorzugt H und Methyl.
R bedeutet bevorzugt H und Methyl.
2) Ein Verfahren zur Herstellung eines fotografischen
Materials mit wenigstens einer Silberhalogenidemulsionsschicht durch Fällen des Silberhalogenids
AG 1740
INSPECTED
in Gegenwart eines Schutzkolloids, gegebenenfalls physikalische und chemische Reifung und Auftragen
der erhaltenen Gießlösung auf einen Schichtträger, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auftragen Verbindungen
der Formel (I) zugesetzt werden.
3) Ein Verfahren zur Herstellung fotografischer
Bilder durch bildmäßige Belichtung und Entwicklung des erfindungsgemäßen Materials.
Die in der folgenden Tabelle (1) aufgeführten Verbindungen der Formel I haben sich als besonders geeignet
erwiesen.
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-ί-e
| 1 | H | C2H5 | C2H5 | H |
| 2 | H | C2H5 | C2H5 | CH |
| 3 | H | C2H5 | CH2-CH2-OH | H |
| 4 | H | CH3 | CH3 | H |
| 5 | H | C2H5 | CH2-CH2-OH | CH |
| 6 | H | CH3 | CO-CH3 | H |
| 7 | H | CH3 | H | H |
| 8 | H | C2H5 | CH2-CH2-NHn^ | CH |
so.
CH.
| 9 | 4-OH* | C2H5 | C2H5 |
| 10 | 3-OH* | C2H5 | C2H5 |
| 11 | 2-OH* | C2H5 | C2H5 |
H H H
* Die vorangestellte Ziffer gibt die Stellung von R an
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ORIGINAL INSPECTED
Ö AC« * Λ β
ϋ ft «"
-M-
Die in der erfindungsgemäßen Weise zu verwendenden
Schiffsehen Basen können nach bekannten Methoden durch
Kondensation der entsprechenden aromatischen Aldehyde und p-Phenylendiaminderivate in Gegenwart eines inerten
Lösungsmittels hergestellt werden. Die Herstellung der oxydationsempfindlichen freien p-Phenylendiamine kann
durch Herstellung der freien Base aus dem entsprechenden Salz durch Zusatz von Natriumacetat zur Reaktionslösung während der Umsetzung erfolgen.
Die Herstellung einiger Verbindungen wird im folgenden im einzelnen beschrieben/ die übrigen werden in analoger
Weise erhalten.
53,2 g (0,25 Mol) 4-N,N-Diethylamino-2-toluidinhydrochlorid,
34 g Natriumacetat χ 3H2O und 25,3 ml Benzaldehyd
werden in 300 ml Toluol unter Rühren am Wasserabscheider unter Rückfluß solange erhitzt, bis die
Wasserabscheidung beendet ist. Nach dem Abkühlen wird das ausgefallene Salz abfiltriert und die Reaktionslösung
mehrmals mit Bleicherde und Aktivkohle behandelt. Anschließend wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert
und der Rückstand im Ether gelöst. Die etherisehe Lösung wird mit Natriumhydrogencarbonat und
Wasser neutral gewaschen, mit Bleicherde und Aluminiumoxid behandelt, getrocknet und der Ether abdestilliert.
Ausbeute: 38 g eines dunkelbraunen Öls.
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| Analyse: % | C | H | ,3 | 1 | N | ,52 |
| ber. | 8 | 1,16 8 | ,7 | 10 | ,5 | |
| ge£. | δ | 1,5 7 | 1 | 10 | ||
| Herstellung der | Verbindung | |||||
131,1 g 4-N,N-Diethylaminoanilin-sulfat, 136,1 g
Natriumacetat χ 3H~O und 61 g 2-Hydroxybenzaldehyd
werden in 500 ml Benzol unter Rühren am Wasserabscheider unter Rückfluß solange erhitzt, bis die Wasserabscheidung
beendet ist. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und zweimal aus Aceton umkristallisiert.
Ausbeute: 94,3 g, Schmelzpunkt: 102 - 1030C.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen
sind in hervorragender Weise geeignet, in lichtempfindlichen fotografischen Materialien mit wenigstens einer
15 Silberhalogenidemulsionsschicht die Stabilität der
Latentbildkeime zu erhöhen. Die Stabilität der Latentbildkeime wird unter Erhaltung aller üblichen
fotografischen Eigenschaften, die selbstverständlich weitgehend vom Aufbau der Silberhalogenidemulsion be-
20 stimmt werden, auch bei der Lagerung der Materialien
über längere Zeit bei Normaltemperatur oder bei erhöhter Temperatur im Heizschrank in hervorragender Weise
erreicht.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen werden
dem fotografischen Material insbesondere nach der
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ORIGINAL INSPECTED
physikalischen Reifung der Emulsion zugegeben. Vorzugsweise werden die Derivate in gelöster Form der
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsion während oder nach der chemischen Reifung oder der fertigen Gießlösung
zugesetzt. Als Lösungsmittel sind insbesondere niedere aliphatische Alkohole, Tetrahydrofuran, Aceton
oder Mischungen davon geeignet. Die Konzentration der Verbindungen in den fotografischen Materialien kann
innerhalb weiter Grenzen schwanken. Sie richtet sich nach dem gewünschten Effekt, der Art des Reproduktionsprozesses
und dem Aufbau des fotografischen Materials.
Bei Verwendung in einer Silberhalogenidemulsionsschicht haben sich Mengen von 10 mg bis 5000 mg pro Mol Silberhalogenid
als geeignet erwiesen. Besonders bevorzugt sind Konzentrationen zwischen 50 mg und 1000 mg pro
Mol Silberhalogenid.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen können in üblichen lichtempfindlichen Materialien zur Stabilisierung
der Latentbildkeime verwendet werden, die für die Herstellung von Schwarz/Weiß-Bildern geeignet sind,
z.B. Schwärζ/Weiß-Aufnahme- oder Kopiermaterialien oder
Umkehrmaterialien. Weiterhin können ohne Beeinträchtigung der Stabilisierung Farbkuppler im Material enthalten sein,
Als Schutzkolloid bzw. Bindemittel für die Silberhalogenidemulsionsschicht
sind die üblichen hydrophilen filmbildenden Mittel geeignet, z.B. Proteine, insbesondere
Gelatine, Alginsäure oder deren Derivate wie Ester, Amide oder Salze, Cellulose-Derivate wie Carboxymethylcellulose
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- y- a-
und Cellulosesulfate, Stärke oder deren Derivate oder
hydrophile synthetische Bindemittel wie Polyvinylalkohol, teilweise verseiftes Polyvinylacetat, Polyvinylpyrrolidon
und andere. Die Schichten können im Gemisch mit den hydrophilen Bindemitteln auch andere synthetische Bindemittel in gelöster oder dispergierter Form enthalten
wie Homo- oder Copolymerisate von Acryl- oder Methacrylsäure oder deren Derivaten wie Estern, Amiden oder
Nitrilen, ferner Viny!polymerisate wie Vinylester oder
1Q Vinylether.
Für die erfindungsgemäßen Materialien können die üblichen
Schichtträger verwendet werden, z.B. Träger aus Celluloseestern wie Celluloseacetat oder Celluloseacetobutyrat,
ferner Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat T5 oder Polycarbonate, insbesondere auf Basis von Bisphenylolpropan.
Geeignet sind ferner Papierträger, die gegebenenfalls wasserundurchlässige Polyolefinschichten,
z.B. aus Polyethylen oder Polypropylen, enthalten können, ferner Träger aus Glas oder Metall.
Für die vorliegende Erfindung sind die üblichen Silberhalogen idemuls ionen geeignet. Diese können als Silberhalogenid
Silberchlorid, Silberbromid oder Gemische davon, eventuell mit einem geringen Gehalt an Silberjodid
bis zu 10 Mol-%, enthalten.
Die Emulsionen können auch chemisch sensibilisiert werden,
z.B. durch Zusatz schwefelhaltiger Verbindungen bei der chemischen Reifung, beispielsweise Allyliso-
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ORIGINAL· INSPECTED
3 03316
thiocyanate Ally!thioharnstoff und Natriumthiosulfat
oder durch Zusatz von Selenverbindungen. Als chemische Sensibilisatoren können ferner auch Reduktionsmittel,
z.B. die in den belgischen Patentschriften 493 464 oder 568 687, beschriebenen Zinnverbindungen,
ferner Polyamine wie Diethylentriamin oder Aminomethylsulfinsäurederivate,
z.B. gemäß der belgischen Patentschrift 547 323, verwendet werden. Geeignet als chemische
Sensibilisatoren sind auch Edelmetalle bzw. Edelmetallverbindungen
wie Gold, Platin, Palladium, Iridium, Ruthenium oder Rhodium. Es ist ferner möglich, die Emulsionen
mit Polyalkylenoxidderivaten zu sensibilisieren, z.B. mit Polyethylenoxid eines Molekulargewichts zwischen
1000 und 20 000, ferner mit Kondensationsprodukten von Alkylenoxiden und Alkoholen, aliphatischen
Carbonsäuren, aliphatischen Aminen, aliphatischen Diaminen und Amiden.
Die Emulsionen können auch optisch sensibilisiert sein, z.B. mit den üblichen Polymethxnfarbstoffen, wie Neutrocyaninen,
basischen oder sauren Carbocyaninen, Rhodacyaninen, Hemicyaninen, Styrylfarbstoffen, Oxonolen
und ähnlichen. Derartige Sensibilisatoren sind in dem Werk von F.M. Hamer "The Cyanine Dyes and related
Compounds", (1964), beschrieben.
Die Materialien können in Kombination mit den erfindungsgemäß zu verwendenden weitere Stabilisatoren
enthalten, z.B. "Azaindene, vorzugsweise Tetra- oder
Pentaazaindene, insbesondere solche, die mit Hydroxyl- oder Aminogruppen substituiert sind. Derartige Verbin-
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1 "
49.
düngen sind in dem Artikel von Birr, Z.wiss.Phot. 47,
2-58 (1952) beschrieben. Weitere geeignete Stabilisatoren sind u.a. heterocyclische Mercaptoverbindungen, z.B.
Phenylmercaptotetrazol, quaternäre Benzthiazolderivate,
Benzotriazol und ähnliche.
Die Schichten des fotografischen Materials können in
der üblichen Weise gehärtet sein, beispielsweise mit Formaldehyd oder halogensubstituierten Aldehyden, die
eine Carboxylgruppe enthalten, wie Mucobromsäure, Diketonen, Methansulfonsäureester, Dialdehyden und dergleichen.
Weiterhin können die fotografischen Schichten mit Härtern des Epoxidtyps, des heterocyclischen Ethylenimins
oder des Acryloyltyps gehärtet werden. Weiterhin ist es auch möglich, die Schichten gemäß dem Verfahren
der deutschen Offenlegungsschrift 2 218 009 zu härten, um fotografische Materialien zu erzielen,
die für eine Hochtemperaturverarbeitung geeignet sind. Es ist ferner möglich, die fotografischen Schichten
bzw. die farbfotografischen Mehrschichtenmaterialien mit Härtern der Diazin-, Triazin- oder 1,2-Dihydrochinolin-Reihe
zu härten. Beispiele derartiger Härter sind Alkyl- oder Arylsulfonylgruppen-haltige Diazinderivaten,
Derivate von hydrierten Diazinen oder Triazinen,
wie z.B. 1,3,5-Hexahydrotriazin, Fluor-substituierte
Diazinderivate, wie z.B. Fluorpyrimidin, Ester von 2-substituierten 1,2-Dihydrochinolin- oder 1,2-Dihydroisochinolin-N-carbonsäuren.
Brauchbar sind weiterhin Vinylsulfonsäurehärter, Carbodiimid- oder Carbamoyl-härter,
wie z.B. in den deutschen Offenlegungsschriften
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INSPECTED
2 263 602, 2 225 230 und 1 808 685, der französischen Patentschrift 1 491 807, der deutschen Patentschrift
872 153 und der DDR-Patentschrift 7218, beschrieben. Weitere brauchbare Härter sind beispielsweise in der
britischen Patentschrift 1 268 550 beschrieben.
Die vorliegende Erfindung kann sowohl für die Herstellung schwarz-weißer, als auch farbiger fotografischer Bilder
angewendet werden. Farbige fotografische Bilder können z.B. nach dem bekannten Prinzip der chromogenen Entwick-
-]q lung in Anwesenheit von Farbkupplern, die mit dem Oxidationsprodukt
von farbgebenden p-Phenylendiamin-Entwicklern unter Bildung von Farbstoffen reagieren, hergestellt
werden.
Die Farbkuppler können beispielsweise dem Farbentwickler nach dem Prinzip des sogenannten Einentwicklungsverfahrens
zugesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das fotografische Material selbst die üblichen
Farbkuppler, die in der Regel den Silberhalogenidschichten einverleibt sind. So kann die rotempfindliche
Schicht beispielsweise einen nicht-diffundierenden Farbkuppler zur Erzeugung des blaugrünen Teilfarbenbildes
enthalten, in der Regel einen Kuppler vom Phenol- oder c(-Naphtholtyp. Die grünempfindliche Schicht kann beispielsweise
mindestens einen nicht-diffundierenden Farbkuppler zur Erzeugung des purpurnen Teilfarbenbildes enthalten,
wobei üblicherweise Farbkuppler vom Typ des 5-Pyrazolons oder des Imidazolons Verwendung finden. Die
blauempfindliche Schicht kann beispielsweise einen nicht-
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β -» ϋ « ε·
^ β β *
«Β* β* «Ο
diffundierenden Farbkuppler zur Erzeugung des gelben
Teilfarbenfildes, in der Regel einen Farbkuppler mit einer offenkettigen Ketomethylengruppierung enthalten.
Farbkuppler dieser Art sind in großer Zahl bekannt und in einer Vielzahl von Patentschriften beschrieben.
Beispielhaft sei hier auf die Veröffentlichung "Farbkuppler" von W. Pelz in "Mitteilungen aus den Forschungslaboratorien
der Agfa, Leverkusen/München", Band III (1961) und K. Venkataraman in "The Chemistry
IQ of Synthetic Dyes", Vol. 4, 341 bis 387, Academic Press,
1971, hingewiesen.
Die nicht-diffundierenden Farbkuppler und farbgebenden
Verbindungen werden den lichtempfindlichen Silberhalogenidemulusionen
oder sonstigen Gießlösungen nach
üblichen bekannten Methoden zugesetzt. Wenn es sich um wasser- oder alkalilösliche Verbindungen handelt, können
sie den Emulsionen in Form von wäßrigen Lösungen, gegebenenfalls unter Zusatz von mit Wasser mischbaren
organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Aceton oder Dimethylformamid, zugesetzt werden. Soweit es sich bei
den nicht-diffundierenden Farbkupplern und farbgebenden Verbindungen um wasser- bzw. alkaliunlösliche Verbindungen
handelt, können sie in bekannter Weise emulgiert werden, z.B. indem eine Lösung dieser Verbindungen in
einem niedrigsiedenden organischen Lösungsmittel direkt mit der Silberhalogenidemulsion oder zunächst mit einer
wäßrigen Gelatinelösung vermischt wird, worauf das organische Lösungsmittel in üblicher Weise entfernt
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- O
wird. Ein so erhaltenes Gelatineemulgat der jeweiligen Verbindung wird anschließend mit der Silbehalogenidemulsion
vermischt. Gegebenenfalls verwendet man zur Einemulgierung derartiger hydrophober Verbindungen
zusätzlich noch sogenannte Kupplerlösungsmittel oder ölformer;
das sind in der Regel höhersiedende organische Verbindungen, die die in den Silberhalogenidemulsionen
zu emulgierenden nicht-diffundierenden Farbkuppler und Entwicklungsinhibitor abspaltenden Verbindungen
in Form öliger Tröpfchen einschließen. Verwiesen sei
in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die US-Patentschriften 2 322 027; 2 533 514; 3 689 271; 3 764
und 3 765 897.
Die fotografischen Materialien können mit üblichen
T5 Schwarz-Weiß-Entwicklern, z.B. Hydrochinon, Brenzkatechin,
p-Methylaminophenol und 1-Phenyl-3-pyrazolidon
und mit Farbentwicklersubstanzen, insbesondere vom Typ des p-Phenylendiamins, entwickelt.werden, z.B. xif.lt
N,N-Dimethy1-p-phenylendiamin, 4-Amino-3-methy1-N
ethyl-N-methoxyethylanilin, 2~Amino-5-diethylaminotoluol
N-Buty 1-N-CO-sulfobutyl-p-pheny.lendiamin, 2-Amino-5-(N-ethyl-N-ß-methansulfonamidethyl-amino)-toluol,
N-Ethyl-N-ß-hydroxyethyl-p-phenylendiamin,
Ν,Ν-Bis-(ßhydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Amino-5-(N-ethyl-N-ß-hydroxyethylamino)-toluol.
Weitere brauchbare Farbentwickler sind beispielsweise beschrieben in J.Amer. Chem.Soc. 73, 3100 (1951).
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Besonders vorteilhaft an den erfindungsgemäß zu verwendenen
Verbindungen ist, daß die Stabilisierung der
LatentbiIdkeime nicht gebunden ist an die gleichzeitige Verwendung von bestimmten Härtungsmitteln für die GeIatine.
LatentbiIdkeime nicht gebunden ist an die gleichzeitige Verwendung von bestimmten Härtungsmitteln für die GeIatine.
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3033
Eine hochempfindliche Silberbromidjodidemulsion mit 6
Mol-% Silberjodid wird in der üblichen Weise hergestellt,
geflockt und von den löslichen Salzen befreit. Anschließend wird redispergiert, mit Gelatine versetzt und
mit Schwefel- und Goldverbindungen in bekannter Weise gereift. Die Emulsion hatte ein Silbernitrat/Gelatineverhältnis
von 1:1 und enthielt pro kg 95 g Silber, berechnet als Silbernitrat.
Die Emulsion wird vor dem Vergießen in 11 gleiche Teile
geteilt. Vor dem Beguß wird diesen Teilen jeweils pro kg zugesetzt:
200 mg 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden in Form
einer 1 %igen wäßrig-alkalischen Lösung;
15 600 mg Saponin, 10 %ig, gelöst in Wasser;
10 ml einer 10 %igen wäßrigen Formalinlösung,
10 ml einer 20 %igen wäßrigen Kaliumbromidlosung;
sowie ein erfindungsgemäß zu verwendender Stabilisator in Form einer 1 %igen alkoholischen Lösung in den aus
20 Tabelle (2) ersichtlichen Mengen.
Die Emulsionen wurden dann derart auf einen Celluloseacetatträger vergossen, daß der Silberauftrag, berechnet
als Silbernitrat, 5,5 g pro m2 betrug. Die Proben wurden in üblicher Weise getrocknet, in einem Sensitometer
hinter einem Graustufenkeil belichtet und nach den aus Tabelle 2 ersichtlichen Behandlungen bei 200C 7 bzw.
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ORIGINAL INSPECTED
- \j/-JlO·
16 Minuten lang in einem Entwickler I der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
Natriumsulfit sicc. 70 g
Borax 7,0 g
Hydrochinon 3,5 g
p-Monomethylaminophenolsulfat 3,5 g
Natriumeitrat 7,0 g
Kaliumbromid' 0,4 g
mit Wasser auf 1 1 auffüllen. .
Die Ergebnisse der sensitometrisehen Auswertung sind
aus der folgenden Tabelle 2 ersichtlich.
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ORIGINAL INSPECTED
| Substanz- | Zusatz | (frisch) | Empfindlichkeit | 30 Tage bei Raumtemperatur |
| Nr. | (mg) | |||
| Typ | nach Lagerung | -0,8 | ||
| „_, | Il | 3 Tage bei 600C | -0,5 | |
| 1 | 30 | Il | -6,6 | -2,0 |
| 1 | 60 | Il | -2,0 | -3,0 |
| 3 | 40 | 11 | -0,8 | -1,0 |
| 4 | 40 | Il | -2,8 | -0,6 |
| 9 | 30 | Il | -3,8 | -0,5 |
| 9 | 60 | Il | -2,0 | -0,2 |
| 10 | 30 | Il | -0,8 | -2,0 |
| 10 | 60 | Il | -1,0 | -1,9 |
| 11 | 30 | Il | i ° | |
| 11 | 60 | -1,2 | ||
| -1,8 |
♦ i ί 4
' » t
' » t
fet
Die Auswertung der Empfindlichkeit in Tabelle 2 erfolgt relativ zu dem als Typ gezogenen Versuch. Somit werden
Empfindlichkeitsdifferenzen angegeben. Eine Steigerung dieses Wertes um drei Einheiten bedeutet eine Verdoppelung
der Empfindlichkeit. Die Empfindlichkeit selbst
wird bestimmt bei einer Dichte von 0,2 über Schleier.
Farbfotografische Materialien für ümkehrverarbeitung
werden hergestellt, indem auf einen mit einer Haftschicht versehenen Schichtträger aus Cellulosetriacetat nacheinander
die im folgenden aufgeführten Schichten aufgetragen werden.
1. Eine rotsensibilisierte Silberhalogenidemulsion enthaltend pro kg 70 g Gelatine, 60 g Silber
(davon 96 % in Form des Bromids und 4 % in Form des Jodids) und 55 g des Blaugrün-Kupplers der
folgenden Formel
OH
CO-NH-C-(CH2)2o"CH3
C2H5
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ORIGINAL INSPECTED
3033168
» et * * O
Der Silberauftrag beträgt 1,0 g pro m2 berechnet als
Silbernitrat.
Eine 2 %ige wäßrige Gelatinelösung enthaltend pro kg 4 g des in der DT-OS 2 304 319 beschriebenen
polymeren Weißkupplers folgende Formel
CH-
O=C-NH-C
Il
C=O
CH0-CH
O=COC4H9
3. Eine grünsensibilisierte Silberhalogenidemulsion enthaltend pro kg 70 g Gelatine, 60 g Silber (davon
96 % in Form des Bromids und 4 % in Form des Jodids) und 60 g des Purpurkupplers der folgenden
Formel
-Mw-rn-r \
C-NH-CO
Il
NH-CO-CH
H5C2-C
CH,
H-C-C-CH C2H5
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Der Silberauftrag beträgt 0,9 g pro m2 berechnet als Silbernitrat.
4. Eine Silberdispersion, enthaltend 1,8 g Silber,
berechnet als Silbernitrat und 12g Gelatine pro Liter. Die Farbdichte der Gelbfilterschicht, gemessen
hinter einem Blaufilter, beträgt 0,6; der Silberauftrag beträgt 0,2 g/m2 berechnet als Silbernitrat.
5. Eine unsensibilisierte Silberhalogenidemulsion enthaltend pro kg 70 g Gelatine, 60 g Silber (davon
95 % in Form des Bromids und 5"% in Form des Jodids) und 140 g des folgenden Gelbkupplers
CH3 °C16H33
CH3-C-CO-CH-CO-NH—
CH
O2-NH-CH3
-CO OCH-
Der Silberauftrag beträgt 1,5 g pro m2 berechnet
als Silbernitrat.
6. Eine 1 %ige Gelatinelösung mit einem Naßauftrag von
60 g pro m2.
AG 1740
ORIGINAL'INSPECTED
3030168
7. Eine 1 %ige wäßrige Lösung des Härters der folgenden Formel mit einem Naßauftrag von 60 g pro m2:
O N-C-Sr 7-CH2-CH2-SO3 θ Na+ Cl9
Die Herstellung der Probe erfolgt wie bei Probe I beschrieben, nur werden der Gelbschicht (Schicht 5)
100 mg/kg von der Verbindung 1, gelöst in Methanol, zugegeben.
Jede der Proben I und II wird hinter einem grauen Verlaufskeil belichtet, 8 Wochen bei Zimmertemperatur
gelagert und anschließend folgender Umkehrverarbeitung bei 300C unterworfen:
Schwarzweißentwicklung (Entwickler II) 6 Min.
| Stoppbad | 2 Min |
| Wässerung | 2 Min |
| diffuse Zweitbelichtung | |
| Farbentwicklung (Entwickler III) | 6 Min |
| Bleichen | 3 Min |
| Wässerung | 2 Min |
| Fixierung | 3 Min |
| Wässerung | 2 Min |
AG 1740
ORIGINAL INSPECTED
Es werden dabei Bäder folgender Zusammensetzung verwendet:
Natriumhexametaphosphat 2 g
Natriumcarbonat sicc. 35 g
Natriumsulfit sicc. 50 g
i-Phenyl-3-pyrazolidon 0Λ3 g
Hydrochinon 6,0 g
Kaliumrhodanid sicc. 2,0 g
^q Kaliumbromid 1,5 g
Kaliumjodid 10 mg
mit Wasser auf 1000 ml auffüllen und auf pH 10,0 einstellen.
Stoppbad
Natriumacetat sicc. 10 g
Eisessig (96 %ig) 30 ml
mit Wasser auf 1000 ml auffüllen und auf pH 4,1
einstellen.
Nitrilotriessigsäure, Na3-SaIz 2 g
Trinatriumphosphat sicc. 20 g
Natriumsulfit sicc. 5 g
AG 1740
INSPECTED
ι* ft a
3033168
1- (N-Ethyl-N-hydroxyethyl)-3-methy1-p-phenylendiaminsulfat
6 g
mit Wasser auf 1000 ml auffüllen und auf pH 12,0
einstellen.
Bleichbad
Eisenhexacyanoferrat (III) 70 g
Kaliumbromid 20 g
Dinatriumhydrogenphosphat sicc. 15 g
mit Wasser auf 1000 ml auffüllen, mit Essigsäure auf pH 5 einstellen.
Fixierbad
Natriumthiosulfat (kristallin) 180 g
Kaliummetabisulfit 18 g
mit Wasser auf 1000 ml auffüllen und auf pH 5,0 15 einstellen.
Die sensitometrisch^ Auswertung in der Tabelle 3 zeigt, daß das fotografische Material, welches die
Verbindung 1 enthält (Probe II), wesentlich geringere Empfindlichkeitsrückgänge des latenten Bildes im
20 Gelbguß aufweist, als die Vergleichspröbe. Mit den
Verbindungen 9, 10 und 11 werden analoge Ergebnisse erhalten.
AG 1740
ORIGINAL INSPECTED
Probe
gb
Empfindlichkeitsänderung nach 8 Wochen Lagerung bei Zimmertemperatur
in DIN
pp bg
II
5,6
0,5
-1,2 +0,5
-1,4 -0,1
Eine Steigerung der angegebenen Werte um 3 Einheiten enspricht einer Verdoppelung der Empfindlichkeit.
AG 1740
ORiGINAL INSPECTED
Claims (8)
- JJo i D οβ. ο *. * ο ta « *-vT-Patentansprüche\jj Lichtempfindliches fotografisches Material mit wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und gegebenenfalls weiteren Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß es in wenigstens einer Schicht eine Verbindung der Formel (I) enthältCH = N -<i VnR24 \ 3 Rworin bedeutenι * 0 R H, OH oder Halogen2 3
R , R gleich oder verschieden; H, gegebenenfallssubstituierten Alkylrest oder Acyl R4 H, Alkyl - 2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bedeuten:R1 H, OH2 3
R , R gleich oder verschieden; H, gegebenenfallssubstituierten Alkylrest mit 1 - 3 C-Atomenoder Acetyl 4 20 R H oder Methyl.AG 1740ORIGINAL INSPECTED - 3. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bedeuten:R1 H, OH2 3R , R gleich oder verschieden; Ethyl oderHydroxyethyl,R4 H.
- 4. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Formel (I) in einer Menge von 10 mg bis 5000 mg pro Mol Silberhalogenid ent-halten ist.
- 5. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der folgenden Verbindungen enthalten ist:C2H5\ /—\ /C2H5 ! V-CH = Ν-Γ nVn.Cm llgOHAG 1740ORIGINAL iNSPECTED
- 6. Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher silberhalogenidhaltiger fotografischer Materialien durch Fällen des Silberhalogenids, Reifung und Auftragen auf einen Schichtträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Silberhalogenidemulsion vor dem Auftragen eine Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zugesetzt wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz vor der chemischen Reifung erfolgt.
- 8. Verfahren zur Herstellung fotografischer Bilder durch bildmäßige Belichtung und Entwicklung des Materials nach Anspruch 1 .AG 1740
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