DE3038816A1 - Verfahren und einrichtung zum blockieren einer auf einer unterlage angeordneten waffe - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum blockieren einer auf einer unterlage angeordneten waffeInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A27/00—Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
- F41A27/06—Mechanical systems
- F41A27/08—Bearings, e.g. trunnions; Brakes or blocking arrangements
- F41A27/12—Brakes or locks for blocking traversing or elevating gear in a fixed position
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Description
-
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Blockieren.
- einer auf einer Unterlage, insbesondere einem Fahrzeug, angeordneten Waffe, die mittels eines nicht selbsthemmenden Richtantriebes verschwenkbar ist.
- Richtantriebe zum Richten einer lafettierten Waffe werden normalerweise so ausgelegt, daß die davon aufgebrachten Drehmomente die erforderliche Richtbeschleunigung der Waffe unter Oberwindung der vorhandenen Lastmomente, wie Reibungs- oder Unwuchtmomente, aufbringen können.
- Solche Richtantriebe können jedoch für das Festhalten der Waffe nach Abgabe eines Schusses oder einer Schußfolge zu schwach sein. Bei nicht selbsthemmenden Richtantrieben wird dann die Waffe infolge des beim Schuß ausgelösten Drehimpulses aus der Zielrichtung herausgeschwenkt.
- Dies kann dann von Nachteil sein, wenn die Waffe oder Waffenanlage nach einer Schußabgabe nach möglichst kurzer Zeit wieder schießen soll, weil die Zeit für das erneute Anrichten, sei es auf. die vorherige Zielrichtung oder auf eine neue Zielrichtung, zu lange ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, womit die Waffe auch durch die Schußabgabe nicht aus der Zielrichtung herausgeschwenkt wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs Art erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Waffe zum Zeitpunkt der Schußabgabe mindestens solange blockiert wird,wie der durch den Schluß auf die Waffe ausgeübte Drehimpuls größer als das vom Richtantrieb auflgebrachte Drehmoment ist.
- Insbesondere bei einer stabilisierten Waffe, bei welcher Bewegungen der Unterlage, wie einem Panzer, von der Waffe ferngehalten werden und diese als raumfest bleibt, ist von Vorteil, wenn die Waffe nach einer einstellbaren Zeitdauer automatisch wieder freigegeben wird, damit die Stabilisierung nach Schußabgabe baldmöglichst wieder zu wirken beginnt.' Ein kraftschlüssiges Blockieren der Waffe ist bevorzugt, weil unter anderem hierdurch gleichzeltig eine Oberl'astungssicherung gegeben ist, die bei übergroßen Momenten ein Nachgeben der Waffe auch bei betätigter Blockierung zuläßt. Außerdem läßt sich eine kraftschlüssige Blokkierung einfach mit herkömmlichen Bcuelementen verwirklichen Eine Einrichtung der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß eine Blockiervorrichtung zum Blockieren der Schwenkbeweglichkeit der Waffe gegenüber der Unterlage vorgesehen ist, und daß ein auf Schußabgabe ansprechender Schußaufnehmer zum Betätigen der Blockiervorrichtung vorgesehen ist.
- Dabei läßt sich ein automatisches Freigeben der Waffe nach einer vorbestimmten Zeitdauer gerätetechnisch dadurch realisieren, daß zwischen den Schußaufnehmer und die Blockiervorrichtung ein Zeitglied eingeschaltet ist, welches nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit -dauer nach Schußabgabe ein die Blockiervorrichtung lösendes Signal abgibt. Die gewünschte oder zweckmäßige Zeitdauer kann dabei am Zeitglied einstellbar sein.
- Bei einer Ausführung der Erfindung ist die Blockiervorrichtung von einem Absperrventil gebildet, welches in eine Bypassleitung eingeschal- tet ist, die die beiden Kolbenräume eines die Waffe gegenüber der Unterlage abstützenden hydraulischen Zylinders verbindet. Die Blockiervorrichtung kann jedoch auch von einer durch den Schußaufnehmer ansteuerbaren Bremse üblicher Bauart gebildet sein, welche an der Unterlage abgestützt ist.
- Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen zweier Ausführungs'beispiele mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
- In Figur 1 ist mit 1 eine Rohrwaffe bezeichnet, die in einem Drehpunkt S schwenkbar gegenüber einer Unterlage 2, z.B. dem Turm oder Aufbau eines Panzers, abgestützt ist. Bei der Schußabgabe wird durch die Rückstoßkraft F des Rohres 3 der Waffe ein Drehmoment Md um den Hebelarm a zwischen Rohrseelenachse 4 und Schwenkpunkt S ausgeübt. Dieses Drehmoment sucht die Waffe aus der eingestellten Zielrichtung also bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel nach oben herauszuschwenken.
- bezeichnete Um dem zu begegnen , ist eine insgesamt mitpem Bezugszeichen 5/Blc;ckiervorrichtung zwischen Rohr 3 und Unterlage 2 eingebaut. Die Blockiervorrichtung umfaßt einen hydraulischen Zylinder6mit darin spielendem Kolben 7, dessen Kolbenstange 8 an dem Rohr 3 angelenkt ist, während eine Verlängerung 9 des Zylinders 6 an der Unterlage 2 angelenkt ist.
- Die beiden Kolbenräume 10, 11 des Zylinders 6 sind durch eine Bypassleitung 12 miteinander verbindbar, in welche ein Absperrventil 13 eingeschaltet ist. Dieses Absperrventil unterbricht in geschlossenem Zustand die Bypassleitung 12, so daß der Kolben 7 im Zylinder 6 blockiert ist und damitauch die Waffe l an einem Schwenken um den Schwenkpunkt S hindert.
- DasAbsperrventil 13 ist durch das Ausgangssignal eines Schußaufnehmersl4 betätigkbar, der zum Zeitpunkt der Schußabgabe ein Ausgangssignal in Richtung zum Absperrventil 13 hin abgibt. Dieses Signal passiert ein Zeitglied 15, welches das Betätigungssignal vom Schußaufnehmer zum Zeitpunkt t der Schußabgabe passieren läßt und dieses Betätigungssignal zu einem am Zeitglied ein-stellbaren Zeitpunkt t1 wieder löscht. Das Absperrventil 13 wird dann infolge Nicht anliegens eines Betätigungssignals automatisch wieder in seine geöffnete Stellung gebracht. Die Zeitdauer tl - to, während welcher das Absperrventil 13 blockiert ist, wird so gewahlt, daß die Waffel jedenfalls blockiert bleibt, solange der Drehimpuls infolge des Schusses größer ist als die vom nicht gezeigten Richtantrieb der Waffe aufbringbaren Drehmomente.
- Fig. 2 zeigt eine Alternative für die Blockiervorrichtung 5 gemäß Fig. 1.
- Die Blockiervorrichtllng 5 weist hier ein Gehäuse 20 auf, das bei 22 an der Rohrwaffe 1 angelenkt ist. Aus dem Gehäuse 20 ist teleskopisch eine längenveränderbare Strebe ausschiebbar. Die Strebe hat eine bei 21 an der.Unterlage 2 angelenkte Mutter 23. In der Mutter 23 ist selbsthemnungsfrei eine Spindel 24 eingeschraubt. Die Spindel 24 trägt mit ihr drehfest ein Ritzel 25, das mit einem Stirnzahnrad 26 größeren Durchs messers kämmt, Koaxial und drehfest mit dem Stirnzahnrad 26 ist eine Bremsscheibe 27 einer Permanentmagnetbremse angeordnet, welche einen gehäusefesten Permanentmagneten 28 aufweist. Der Anziehungskraft des Permanentmagneten hält eine Widerstanriskraft das Gleichgewicht, welche durch eine mittels über die Schaltung 29 angelegte Spannung erzeugt ist.
- Bei Schußabgabe wird vom Schußaufnehmer 14 zum Zeitglied 15 ein Betätigungssignal abgegeben. Dieses läßt die Spannung in der Schaltung 29 abfallen, so daß nun der Permanentmagnet 28 die Bremsscheibe 27 anzieht und die Blockiervorrichtung 5 und somit die Rohrwaffe zum Zeitpunkt der Schußabgabe blockiert. Nach Verstreichen der Zeit t1 - t0 wird die Spannung selbsttätig wieder angelegt und somit der Blockierzustand wieder aufgehoben.
Claims (9)
- Verfahren und Einrichtung zum Blockieren einer auf einer Unterlage angeordneten Waffe Ansprüche 1. Verfahren zum Blockieren einer auf einer Unterlage, insbesondere einem Fahrzeug, angeordneten Waffe, die mittels eines nicht selbsthemmenden Richtantriebes verschwenkbar ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Waffe zum Zeitpunkt der Schußabgabe mindestens solange blockiert wird, we der durch den Schuß auf die Waffe ausgeübte Drehimpuls größer als das vom Richtantrieb aufgebrachte Drehmoment ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere zum Blockieren einer stabilisierten Waffe, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Waffe-nach einer einstellbaren Zeitdauer automatisch wieder-freigegeben wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t, daD die Waffe kraftschlüssig blockiert wird.
- 4. Einrichtung zum Blockieren einer auf einer Unterlage, insbesondere einem'-Fahrzeug, angeordneten Waffe, die mittels eines nicht selbsthemmenden Richtantriebes verschwenkbar ist, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß eine Blockiervorrichtung (5) zum Blockieren der Schwenkbeweglichkeit der Waffe gegenüber der Unterlage vorgesehen ist, und daß ein auf Schußabgabe ensprechender Schußaufnehmer (14 ) zum Betätigen der Blockiervorrichtung vorgesehen ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß zwischen den Schußaufnehmer ( 14) und die Blockiervorrichtung ( 5 ) ein Zeitglied (15 ) eingeschaltet ist, welches nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer nach Schußabgabe ein die Blockiervorrichtung lösendes Signal abgibt.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daB die Zeitdauer am Zeitglied der einstellbar-ist.
- 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Blockiervorrichtung ein Absperrventil (13) umfabt, welches in eine Bypassleitung ( 12) eingeschaltet ist, die die beiden Kolbenräume (10,11) eines die Waffe (1) gegenüber der Unterlage (2) abstützenden hydraulischen Zylinders (6) verbindet.
- 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Blockiervorrichtung von einer durch den Schußaufnehmer ansteuerbaren Bremse üblicher Bauartgebildet ist, welche an der Unterlage abgestützt ist.
- 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Blockiervorrichtung (5) eine längenveränderbare Strebe (23,24) mit Spindel (24) und Mutter (23) aufweist, welche durch Ausüben eines Haltemoments auf die Spindel (24) durch Magnetkraft o. dgl. blocki.erbar ist.
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| DE19803038816 DE3038816C2 (de) | 1980-10-14 | 1980-10-14 | Einrichtung zum Blockieren einer auf einer Unterlage , insbesondere einem Fahrzeug, angeordneten Waffe |
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Publications (2)
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| DE3142424A1 (de) * | 1980-10-27 | 1982-07-08 | Aktiebolaget Bofors, 69180 Bofors | Einrichtung zum verringern der geschuetzstreuung |
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