DE2448164B2 - Vorrichtung zum spannen des verschlusses - Google Patents
Vorrichtung zum spannen des verschlussesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen des Verschlusses einer selbsttätigen Feuerwaffe, mit
einem Elektromotor, der über eine elektromagnetische Kupplung mit einer Verschiebe vOrrichtung für den
Verschluß verbunden ist, um den Verschluß in seine Spannstellung zu bewegen, mit einem elektrischen
Schalter, der bei Erreichen der Spannstellung die geführt. Kupplung ausschaltet.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist der elektrische Schalter durch den Verschluß betätigbar
sobald dieser seine Spannstellung erreicht. Dieser Schalter wird bei jedem Schuß betätigt. Insbesondere
bei Seriefeuer trifft der Verschluß mit großer Geschwindigkeit auf den Schalter, wodurch dieser verhältnismäßig
schnell zerstört wird. Ferner ist dieser bekannte Schalter nicht in der Lage, die elektromagnetische
Kupplung auszuschalten, falls durch irgend eine Störung der Verschluß nicht in seine Spannstellung verschoben
werden kann.
Die Erfindung bezweckt, diese beiden Nachteile zu vermeiden, und eine Vorrichtung zu schaffen, bei
welcher, bei Störungen, welche eine Verschiebung des Verschlusses erschweren, die elektromagnetische
Kupplung ausgeschaltet wird und bei welcher Vorrichtung der elektrische Schalter nur beim Spannen des
Verschlusses betätigt wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß eine Überlastvorrichtung angeordnet
ist, welche bei Überschreiten eines bestimmten Wertes des Verschiebewiderstandes des Verschlusses den
elektrischen Schalter zum Ausschalten der Kupplung betätigt.
in der Zeichnung ist ein Ausfiihrungsbeispie! des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt und der folgenden ausführlich beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den hinteren Teil einer selbsttätigen Feuerwaffe mit dem Verschluß in der
Hakenstellung,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch den vorderen Teil der selbsttätigen Feuerwaffe gemäß Fig. 1, mit dem
Verschluß in der vorderen Endlage,
Fig.3 einen Grundriß des hinteren Teils der Feuerwaffe,
Fig.3 einen Grundriß des hinteren Teils der Feuerwaffe,
F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in F i g. 3,
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie V-V in F i g. 4,
F i g. 6 einen Teil-Schnitt nach Linie Vl-Vl in F i g. 4, ίο F i g. 7 ein elektrisches Schaltschema.
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie V-V in F i g. 4,
F i g. 6 einen Teil-Schnitt nach Linie Vl-Vl in F i g. 4, ίο F i g. 7 ein elektrisches Schaltschema.
Gemäß Fig. 1 ist in der Wiege 1 einer weiter nichi
dargestellten Lafette das Verschlußgehäuse 2 einer selbsttätigen Feuerwaffe verschiebbar gelagert. Zwi
sehen dem Verschlußgehäuse 2 und der Wiege 1 ist eine Dämpfungsvorrichtung vorhanden, die in F i g. 1 vereinfacht
als Feder 3 dargestellt ist. Im Innern des Verschlußgehäuses 2 ist ein Verschluß verschiebbar
gelagert. Der Verschluß setzt sich im wesentliche.)
zusammen aus einem Träger 4 und einem zylindrischen Kopf 5. Eine Schließfeder 6 für den Verschluß 4,5 stützt
sich einerseits am Verschlußgehäuse 2 und andererseits
am Verschlußträger 4 ab. Es ist ferner am Verschlußgehäuse 2 ein Puffer 7 befestigt. Eine Stange 8 ist in einer
hinteren Wand 9 und einer vorderen Wand 10 des Vers:hlu3gehäuses 2 befestigt. Die zur Bewegungsrichtung
des Verschlusses 4, 5 parallele Stange 8 ist durch eine Nut 11 des Verschlußträgers 4 hindurchgeführt.
Ein Mitnehmer 12 ist auf der Stange verschiebbar und
liegt an der vorderen Stirnfläche 13 des Verschlußträgers4an.
Eine Feder 14 ist über die Stange 8 geschoben und stützt sich einerseits an der Wand 9 des Verschlußgehäuses
2, und andererseits am Mitnehmer 12 ab. Eine Kette 15 ist über ein Kettenrad 16 geführt. Der
Mitnehmer 12 ist mit einem Ende der Kette 15 verbunden, und das andere Ende 17 der Kette ist in einer
Nute 18 des Verschlußgehäuses 2 beweglich gelagert. Ein Fanghaken 19 ist am Gehäuse des Puffers 7
angelenkt. Der Fanghaken 19 steht unter dem Druck einer Feder 20 und ist durch einen Betätigungshebel 21
von der Fangstellung weghebbar. Gemäß Fig.2 ist ein
Waffenrohr 22 in einem hülsenförmigen Teil 23 des Verschlußgehäuses 2 verschiebbar befestigt. Das hintere
Ende des Waffenrohres 22 weist einen mit Innenverzahnung 24 versehenen Flansch 25 auf. Vor
diesem Flansch 25 besitzt das Waffenrohr 22 im Innern eine Umfangsnut 26. Der Verschlußträger 4 ist hinter
dem Waffenrohr 22 angeordnet. Der Verschlußkörper 5 ist in einer mit dem Verschlußträger 4 verbundenen
Hülse 27 drehbar gelagert. Der Verschlußkörper 5 besitzt an seinem vorderen Ende einen Flansch 28, der
mit einer Außenverzahnung 29 versehen ist. Die Lücken zwischen den Zähnen 24 des Flansches 25 sind so
bemessen, daß sich die Zähne 2!9 des Flansches 28 des Verschlußkörpers 5 durch diese Lücken hindurchschieben
lassen.
Sobald der Flansch 28 sich in der Nut 26 des Waffenrohres 22 befindet, läßt sich der Verschlußkörper
5 um eine halbe Zahnteilung drehen. Die Zähne 29 des Verschlußkörpers 5 befinden sich dann vor den Zähnen
24 des Waffenrohres 22, wodurch der Verschlußkörper 5 am Waffenrohr 22 verriegelt ist. Zur Drehung des
Verschlußkörpers 5 in der Verschlußträgerhülse 27 ist am Verschlußkörper 5 ein Steuerbolzen 30 befestigt.
Dieser Steuerbolzen 30 ragt mit seinen beiden Enden in schraubenförmige Steuernuten 31 der Verschlußtrigerhülsen
27 hinein. Eine Verschiebung des Verschlußkörpers 5 in der Verschlußträgerhülse 27 bewirkt zugleich
eine Drehung des Verschlußkörpers 5.
Ein Gehäuse 33 ist am Verschlußgehäuse 2 befestigt (Fig. 3). Gemäß F i g. 4 ist im oberen Teil des Gehäuses
33 ein Elektromotor 34 angeordnet. Ein Stirnrad 36 ist mit der Welle 35 des Motors 34 verkeilt. Das Rad 36
kämmt mit einem (37) von zwei Zahnkränzen 37, 38 eines Rades, welches auf einer mit dem Gehäuse 33
verbundenen Achse 39 drehbar gelagert ist. Eine Schnecke 40 besitzt zwei Wellenansätze 41, 4Z Der
Wellenansatz 41 in einer Wand 43 des Gehäuses 33 dreh- und längsverschiebbar gelagert. Ein Stirnrad 44 ist
mit dem Wellensatz 41 verkeilt und kämmt mit dem Zahnkranz 38 des auf der Achse 44 sitzenden Rades. Ein
Paket von Tellerfedern 45 stützt sich einerseits auf einer Schulter 46 des Wellenansatzes 41, und andererseits auf
der Gehäusewand 43 ab. Das zapfenartige Ende 47 des Wellenansatzes 42 ist in einer Bohrung der Gehäusewand
48 längsverschiebbar gelagert. Der Wellenansatz 42 stützt sich mit einer Schuh er 49 unter dem Drucke
der Federn 45 auf der Gehäusewand 48 ab. Ein Teil 50 des Wellenansatzes 42 ist kegelstumpfförmig, wobei die
Grundfläche dieses Teils 50 die Schulter 49 bildet.
Ein elektrischer Schalter 51 ist gemäß F i g. 6 in einer Zwischenwand 52 des Gehäuses 33 befestigt. Ein
Drücker 53 des Schalters 51 liegt am Teil 50 des Wellenansatzes 42 an. Die Schnecke 40 ist gemäß F i g. 5
im Eingriff mit einem im Gehäuse 33 drehbar gelagerten Schneckenrad 54. Das Schneckenrad 54 weist Bohrungen
55 auf, welche seiner Drehachse parallel sind. In den Bohrungen 55 sind Bolzen 56 befestigt. Die Bolzen 56
ragen in Bohrungen 58 eines Ankerringes 57 einer elektromagnetischen Kupplung hinein, welcher koaxial
zum Schneckenrad 54 angeordnet ist. Der Ring 57 weist Bohrungen 59 auf, in welchen Federn 60 angeordnet
sind. Die Federn 60 stützen sich einerseits am Ring 57, und andererseits an den Köpfen von Bolzen 61 ab, die in
das Schneckenrad 54 eingeschraubt sind. Unter dem Drucke der Federn 60 stützt sich der Ring 57 auf dem
Schneckenrad 54 ab. Der Ring 57 besitzt einen von seiner Stirnfläche vorragenden Zahnkranz 62. Die
beiden Teile 63, 64 eines Magnetkörpers sind durch ein Wälzlager 65 gegeneinander drehbar gelagert. Der
Magnetkörperteil 64 enthält eine Magnetsoule 72, und der Teil 63 besitz; ebenfalls einen Zahnkranz 66, der das
Gegenstück zum Kran? 62 des Ringes 57 bildet. Der Magnetkörperteil 63 ist mit einer Welle 67 verkeilt,
welche in der Gehäusewand 68 und in einer Bohrung 69 des Schneckenrades 54 drehbar gelagert ist. Das
Kettenrad 16 sitzt auf einer kerbverzahnter. Welle 70, die mit der Welle 67 in Antriebsverbindung steht.
In der F i g. 7 ist eine elektrische Spannungsquelle mit
71 bezeichnet. Der Motor 34, die Magnetspule 72 und zwei Schalter 51 und 73 sind hintereinander in einer die
beiden Pole der Spannungsquelle 71 verbindenden Leitung 74 eingebaut. Die Wirkungsweise der beschriebenen
Vorrichtung ist wie folgt: Es sei angenommen, daß sich der Verschluß 4, 5 in seiner vordersten Lage
gemäß F i g. 2 befinde, in welcher der Verschlußkörper 5 mit dem Waffenrohr 22 verriegelt ist. Der Steuerbolzen
30 befindet sich somit an den hinteren Enden der Steuernuten 31. Der bisher offene Schalter 73 wird
geschlossen. Da nun in der Magnetspule 72 ein Strom fließt, wird der durch die Bolzen 56 getührte Ankerring
57 durch den Magnetkörper 63 angezogen, wodurch die beiden Zahnkränze 62, 66 miteinander in Eingriff
gelangen. Gleichzeitig läuft der Motor 34 an, so daß über die Räder 36, 37, 38 und 44 die Schnecke 40. und
damit auch das Schneckenrad 54, angetrieben werden. Das Schneckenrad 54 treibt den Ankerring 57, und
dieser den Magnetkörperteil 63 an, während die der die Magnetspule 72 tragende Magnetkörperteil 64 stillsteht.
Durch den Magnetkörperteil 63 wird die Welle 67, und durch diese das Kettenrad 16 mit der Kette 15
angetrieben. Der Verschlußträger 4 wird durch den mit der Kette 15 verbundenen Mitnehmer 12 nach hinten
gezogen, wobei er gegenüber dem Verschlußkörper 5 eine Relativbewegung ausführt. Der Steuerboizen 30
verschiebt sich in den Steuernuten 31, wobei der Verschlußliörper 5 in der Verschlußträgerhülse 27
gedreht wird und die Verriegelung zwischen Verschlußkörper 5 und Waffenrohr 22 aufgehoben wird, so daß
sich auch der Verschlußkörper 5 zurückbewegen kann. Wenn der Verschluß 4, 5 mit der Fangkerbe 75 den
Fanghaken 19 passiert hat und auf den Puffer 7 stößt, wird auf den Verschlußträger 4 eine nach vorn
gerichtete Kraft ausgeübt. Diese Kraft wird durch die Kette 15 über das Kettenrad 16, die Welle 67, den
Magnetkörperteil 63, den Ankerring 57 und das Schneckenrad 54 im (in der Fig. 4 betrachtet)
Uhrzeigersinn auf die Schnecke 40 übertragen, wodurch diese gegen den Druck der Federn 45 in axialer
Richtung bewegt wird. Dabei gleitet der Teil 50 des Wellenansatzes 42 dem Drücker 53 (Fig. 6) des
Schalters 51 entlang, wodurch dieser geöffnet und der Stromkreis zum Motor 34 und zur Magnetspule 72
unterbrochen wird. Der Ankerring 57 wird nun durch die Federn 60 in die Ruhestellung zurückbewegt, in
welcher sein Zahnkranz 62 außer Eingriff ist bezüglich des Zahnkranzes 66 des Magnetkörperteils 63.
Der sich unter dem Druck der Feder 6 vom Puffer 7 nach vorn bewegende Verschluß 4, 5 wird durch den
Fanghaken 19 aufgefangen und in der Hakenstellung zurückgehalten (Fig. 1). Der Mitnehmer 12 wird durch
die Feder 14 wieder vom Verschlußträger 4 weg nach vorn bis zum Anschlagen an der Wand 10 des
Verschlußgehäuses 2 bewegt, wobei die Kette 15 mitgezogen wird und diese über das Kettenrad 16
abläuft. In gleicher Weise wird der Spannvorgang für den Verschluß 4, 5 unterbrochen, wenn während seiner
Rückwärtsbewegung ein großer Bewegungswiderstand an ihm angreift.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Spannen des Verschlusses einer selbsttätigen Feuerwaffe, mit einem Elektromotor,
der über eine elektromagnetische Kupplung mit einer Verschiebevorrichtung für den Verschluß
verbunden ist um den Verschluß in seine Spannstellung zu bewegen, mit einem elektrischen Schalter,
der bei Erreichen der Spannstellung die Kupplung ausschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Überlastvorrichtung (45, 50) angeordnet ist, welche bei Überschreiten eines bestimmten Wertes
des Verschiebewiderstandes des Verschlusses (4, 5) den elektrischen Schalter (51, S3) zum Ausschalten
der Kupplung (61 bis 72) betätigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Motor 34 und elektromagnetischer
Kupplung (61 bis 72) ein Getriebe angeordnet ist, das eine Schnecke (40) und ein Schneckenrad
(54) aufweist, welche Schnecke (40) entgegen der Kraft einer Feder (45) axial verschiebbar gelagert ist
mit einem Konus (50) an der Schnecke (40) zur Betätigung des elektrischen Schalters (51), bei einer
axialen Verschiebung der Schnecke (40).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder als Tellerfeder (45)
ausgebildet ist.
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