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DE3016786A1 - Verfahren und vorrichtung zur regulierung der spaltbreite zwischen zwei in einem mehrwalzwerk zusammenarbeitenden walzen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur regulierung der spaltbreite zwischen zwei in einem mehrwalzwerk zusammenarbeitenden walzen

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DE3016786A1
DE3016786A1 DE19803016786 DE3016786A DE3016786A1 DE 3016786 A1 DE3016786 A1 DE 3016786A1 DE 19803016786 DE19803016786 DE 19803016786 DE 3016786 A DE3016786 A DE 3016786A DE 3016786 A1 DE3016786 A1 DE 3016786A1
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temperature
roller
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pressure
gap width
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DE19803016786
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Alfred Algetshausen Siebert
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Buehler AG
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Buehler AG
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Publication date
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Priority to CH285581A priority patent/CH654223A5/de
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    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regulierung der Spaltbreite zwischen wenigstens zwei in einem Mehrwalzwerk zusammenarbeitenden parallelen Walzen, welche durch zwischen auf der gleichen Seite liegenden Stirnenden angeordnete, mit einem Steuerdruck beaufschlagte hydraulische Kolben-Zylinderanordnungen gegeneinander klemmbar bzw. voneinander lösbar sind und eine in ihrer Intensität veränderbare Kühl- oder Heizvorrichtung enthalten..
Derartige Mehrwalzwerke weisen im allgemeinen drei bis fünf Walzen auf und dienen dazu, pastöse Massen, z.B. eine Schokoladenmasse, zu vermählen, dispergieren, mischen, homogenisieren, usw... Derartige Mehrwalzwerke können auch zur Verarbeitung von Druckfarben, Anstrichfarben, Pigmentdispersionen, Farbstiftmassen, Beschichtungsmassen, Toilettenseife, Confiseriemassen, usw. verwendet werden.
Die Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen an den Stirnseiten der Walzen dienen dazu, eine bestimmte Spaltweite bzw. einen bestimmten Walzendruck individuell für jede Walzenseite einstellen zu können.
Es ist schon bekannt, derartige Walzen vorwiegend zu kühlen oder, in Spezialfallen zu heizen, um sie der Temperatur des zu verarbeitenden Materials optimal anpassen zu können. Die Kühlung oder Heizung von Walzwerken wird z.B. bei der Verwendung derartiger Mehrwalzwerke in der Farben- und Schokoladenindustrie benötigt. Bekannt ist die thermostatische Temperaturregelung auf eine bestimmte konstante Temperatur.
In der Regel wird jede Walze mit einem thermostatischen Temperaturregelsystem ausgerüstet, welches von Hand auf einen bestimmten Temperaturwert eingestellt wird. Nachteilig bei diesem bekannten System ist die relativ große Abweichung zwischen
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Soll- und isttemperatur sowie der kleine Wasserdruck von 0,8 bis 1,8 bar mit der sich dadurch ergebenden niedrigen Wasserdurchsatzmenge und Druckintensität des Wasserstrahls. Die Temperatursteuerung ist erschwert, da z.B. bei einem Fünfwalzwerk fünf Temperatursollwerte verstellt werden müssen, wenn eine Temperatur-Niveauänderung durchgeführt werden soll. Das bekannte Temperaturregelsystem eignet sich insbesondere nicht für eine Automatisierung.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem mittels der Temperatur die Spaltbreite zwischen mindestens zwei Walzen des Mehrwalzwerkes gesteuert wird. Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß für die Erzielung einer optimalen Produktqualität der von' der aufgeschliffenen Bombierung abhängige optimale Walzendruck in erster Linie maßgebend ist. Weiter kommt es'für die Erzielung eines optimal verarbeiteten Produktes darauf an, daß die Schichtdicke bei der Verarbeitung einen vorbestimmten Sollwert aufweist und möglichst konstant bleibt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß ein dem vorliegenden Walzproblem angepaßter vorbestimmter Walzendruck und Walzenspalt eingestellt werden, daß bei einer Veränderung der Spaltbreite während des Walzvorganges zunächst unter Beibehaltung des Walzendruckes die Kühl- bzw. Heizintensität in dem Sinne verändert wird, daß der Spalt die vorbestimmte Breite wieder annimmt, und daß, falls der Variationsbereich der Kühlintensität nicht ausreicht, der Walzendruck zur Wiederherstellung der vorbestimmten Spaltbreite verändert wird.
Erfindungsgemäß wird also zur Konstanthaltung der Walzenspaltbreite und damit der Materialschichtdicke in erster Linie die
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Walzentemperatur verändert. Da eine anwachsende Spaltbreite durch zu viskoses, d.h. zu kühles Material verursacht wird, muß in diesem Fall eine Temperaturerhöhung vorgenommen werden. Umgekehrt ist die Temperatur bei einer Unterschreitung der Soll-Spaltbreite zu erniedrigen. Erst wenn der Variationsbe-,reich der Temperaturänderung der Walzen nicht mehr ausreicht, wird erfindungsgemäß die Walzendruckregelung zugeschaltet, d.h., daß bei zu großer Spaltbreite der Walzendruck erhöht wird und umgekehrt.
Bei normal eingestellter Maschine werden also zunächst sowohl Spaltbreite als auch Temperatur als auch Walzendruck konstant bleiben. Bei produktbedingten Veränderungen der Spaltbreite wird dann zunächst die Temperatur in der vorstehend beschriebenen Weise verändert. Reicht dies nicht mehr aus, treten Veränderungen des Walzendruckes hinzu.
Die erfindungsgemäße Regelung läuft nicht nur auf eine Konstanthaltung der Walzenspaltbreite, sondern auch auf eine Konstanthaltung der Temperatur hinaus. Bei gleichmäßig temperiertem Material und bei konstanten Materialeigenschaften ' wird nämlich die Spaltbreite ohnehin konstant bleiben. Bei Temperaturschwankungen und Änderungen der Materialeigenschaften ändert sich die Spaltbreite, was durch die erfindungsgemäße Temperaturregelung kompensiert wird.
Vorzugsweise ist der Temperaturbereich der Walzen zwischen 15 und 65° C, in Ausnahmefällen bis 150° C, veränderbar.
Bei einem Walzwerk mit mehr als zwei Walzen sollen alle Walzenspalte in Abhängigkeit von einer Walzenführungstemperatur gemeinsam verstellt werden. Die Temperaturen der der Temperatur führungswalze folgenden und/oder vorangehenden Walzen werden somit sukzessive um einen vorbestimmten festen Betrag verändert.
130646/0041
Die Erfindung hat auch eine Vorrichtung zur Ausführung • des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Gegenstand, welche ■ sich dadurch kennzeichnet, daß ein Spaltbreitengeber sowohl an einen Temperaturregler als auch über eine Schaltvorrichtung an einen Druckregler für den Walzendruck angeschlossen ist, daß der·Temperaturregler bei Erhöhung der Spaltbreite die Kühlintensität erniedrigt bzw. die Walzentemperatur erhöht und umgekehrt, und daß beim Überschreiten bzw. Unterschreiten des vorgegebenen Temperaturregelbereiches .eine Minimum-Maximum-Erfassungsstufe des Temperaturreglers die Schaltvorrichtung schließt und somit die Walzendruckregelung in Gang setzt. .
Dabei können jede der an den Walzenstirnseiten vorgesehenen/ Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen mit ihren Klemmkammern . individuell über festeingestellte Druckreduzierventile und die Lösekammern über ein gemeinsames Gegendruckreduzierventil an eine Hauptdruckquelle angeschlossen sein. Dies ist deswegen vorteilhaft, weil so zunächst in dem Herstellerwerk Drücke in den Klemmkammern auf einen vorbestimmten optimalen Maximalwert eingestellt werden können, während im Betrieb nur noch das eine Gegendruckreduzierventil· verstellt werden muß. Sofern nach einer.besonders bevorzugten Ausführungsform das Gegendruckreduzierventil über, einen Servoantrieb an den Druckregler angeschlossen ist, ergibt sich eine besonders einfache Drucksteuerung.
Um einerseits ein überschwingfreies Anfahren und während des Dauerbetriebes ein vollständiges Äusregeln ohne bleibende Regelabweichung zu erzielen, soll der Temperaturregl·er nach einer bevorzugten Ausführungsform ein PDPI-Regler sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn im Temperaturregler eine Anfahrschaltstufe vorgesehen ist, welche beim Betriebsbeginn bis zur Aufheizung der Walzen die Kaltwasserzufuhr ab- und eine Warmwasserzufuhr einschaltet.
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Um die Temperatur einer jeden Walze regeln zu können,ist nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß jede Walze einen Temperaturregler mit einstellbarer Solltemperatur aufweist, wobei ein Regler als Führungstemperaturregler für die Führungstemperatur dient. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, daß vor jedem der geführten Temperaturregler eine Differenztemperatur-Einstellstufe angeordnet ist, der auch ein Temperatursignal vom Führungstemperaturregler zugeführt ist und welche die Differenztemperatur zur Führungstemperatur hinzuaddiert bzw. von ihr subtrahiert, und daß das Ausgangssignal als Temperatursollsignal dem weiteren Temperaturregler zugeführt ist, wobei diesem Temperaturregler das Ist-Temperatursignal von der zugeordneten Walze zugeführt ist und der Ausgang das Kühlungs-Steuersignal bildet. Auf diese Weise können bei den übrigen Walzen.zu der temperaturmäßig geregelten Walze beliebige Differenztemperaturen voreingestellt werden. Durch Verstellung der Führungstemperatur werden dann unter Beibehaltung der voreingestellten Temperaturdifferenz die Temperaturen der übrigen Walzen nachgezogen. Mit dem Führungstemperaturregler und dem dazugehörigen Sollwertgeber für die Führungstemperatur kann so auf einfache Weise das gesamte Temperaturniveau der übrigen Walzen mit den vorgegebenen Differenztemperaturen verändert werden.
Von der vollautomatischen Temperatur- bzw. Spaltbreitensteuerung auf eine Halbautomatik kann ohne weiteres umgeschaltet werden, wenn der Temperaturführungsregler als Sollwertgeber von Hand gesteuert wird, statt des Spaltbreitengebers.
Mittels induktivem Wegtaster und Trägerfrequenz-Meßverstärker oder Schichtdickenmeßgerät kann der Walzenspalt mit einer Genauigkeit in der Größenordnung von 1 ,u gemessen werden. Entsprechend der Walzenspaltänderung können dann Walzentemperatur
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bzw. Walzendruck vollautomatisch geregelt werden. Nähert sich der Walzenspalt dem Wert null, so übernimmt die Automatik die Funktion der Trockenlaufsicherung, damit ein metallisches Berühren der Walzen im Betrieb vermieden werden kann. .
Das erfindungsgemäße Steuersystem weist gegenüber der thermostatischen Temperaturregelung folgende Vorteile auf:
Der elektrisch bzw. elektronisch steuerbare Temperaturregler weist ein PDPI-Regelverhalten auf. Der zulässige Wasserdruck kann bis maximal 10 bar betragen. Da eine elektrische stufenlose Regelbarkeit vorliegt, kann sowohl eine halbautomatische Walzentemperaturregelung mit nur einem Sollwertgeber für zwei bis fünf Walzen durchgeführt werden. Weiter kann auch über die Walzenspaltbreiten- oder Schichtdickenmessung eine vollautomatische Walzentemperaturregelung durchgeführt werden.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben, deren einzige Figur in schematischer Darstellung die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Regulierung der Spaltbreite bzw. der Temperatur der Walzen eines Mehrwalzwerkes zeigt.
In der Zeichnung sind zwei Walzen 15, 16 mit ihrer Drehachse 14', 1411 und ihrer Lagerung nur angedeutet.
Die Walzen und
deren Lagerzapfen sind hohl und bieten so einen Durchlaß für ein Kühl- oder Heizwasserrohr 21, welches im Innern der Walzen 15, 16 oben Bohrungen 22 aufweist, durch die Wassersprühstrahlen 23 nach oben zur Wand der Walzen 15, 16 austreten können. Es bildet sich schließlich ein Kühlwasserbad 24 in der unteren Hälfte der Walze 15. Das überschüssige Wasser fließt aus der seitlichen öffnung der Walze 15 bei 25 ab.
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In jeder der Walzen des Mehrwalzwerks ist eine derartige Wasserzufuhr vorgesehen.
Das Wasserrohr 21 ist an zwei Magnetventile 26, 27 angeschlossen, denen Kaltwasser K bzw. Warmwasser W zugeführt ist. Von den beiden Magnetventilen 26, 27 ist jeweils eines offen, das andere hingegen geschlossen. Die beiden Magnetventile 26, 27 werden durch eine Schaltstufe 17b innerhalb der Temperaturregelung gesteuert.
Der Regler 17 ist ein PDPI-Regler, dessen Regeleingang 1 über einen Temperaturfühler 28 der Walze 15 zugeführt ist. Weiter wird dem Temperaturregler 17 über einen Sollwertgeber 20 bei Schließung des Schalters 32 ein Temperatursollsignal T.. zugeführt.
Am Ausgang des Temperaturreglers entsteht somit ein Temperatursteuersignal ST1, welches in einer weiter unten beschriebenen Weise an einen Steuerschieber 30 angelegt ist.
Von einem Temperaturfühler 28' in der zweiten Walze 16 wird ein für die Temperatur dieser.Walze repräsentatives Ist-Signal dem Regeleingang 2 eines weiteren PDPI-Reglers 17' zugeführt.
Ein Temperatursignal T1 aus dem PDPI-Regler 17 ist an eine Differenztemperatur-Einstellstufe 34 angelegt. Aus der voreingestellten Differenztemperatur At und dem Führungstemperatursignal T1 bildet die Stufe 34 wahlweise die Summe oder die Differenz. Der Ausgang Τ stellt das Solltemperatursignal für die zweite Walze 16 dar. Dieses Signal wird dem zweiten PDPI-Regler 17' zugeführt.
Das Ausgangssignal ST2 des Reglers 17' wird einem Steuerschieber analog dem Schieber 30 in einer in der Zeichnung im
130046/0641
einzelnen nicht dargestellten Weise zugeführt.
Weitere PDPI-Regler können für eventuell weiter vorgesehene Walzen in völlig analoger Weise vorgesehen werden/ wobei jede einzelne Walze auf eine freiwählbare, gewünschte Differenz zur Führungstemperatur T.. eingestellt werden kann. Der Führungstemperaturregler 17 muß nicht an der ersten Walze angeordnet werden, sondern kann jeder beliebigen gewünschten Walze innerhalb des Mehrwal·zwerkes zugeordnet werden.
Der Regelausgang ST, des Temperaturreglers 17 ist wiegesagt an den Steuerschieber 30 angelegt, welcher von dem Signal ST1 in der Weise mehr oder wehiger den Querschnitt des Wasserrohres 21 abdeckt, daß die Temperatur der Walze 15 auf einen vorgegebenen Sollwert eingeregelt wird. Dieser Sollwert kann durch den Sollwertgeber 20 in den Führungstemperaturregler eingegeben werden. Reicht der Regelbereich des Schiebers 30 für eine Konstanthaltung der eingestellten Solltemperatur nicht aus, so können gegebenenfalls die Magnetventile 26, 27 noch umgeschaltet werden, um beispielsweise statt Kaltwasser K Warmwasser W in das Wasserrohr 21 einzuleiten. Dies ist insbesondere am Beginn des Betriebs des Mahrwalzwerks erforderlich.
Nach der Zeichnung ist der Sollwertgeber 20 über einen Zweifachschalter 32 an den Regler 17 angeschlossen. In der dargestellten Position trennt der Zweifachschalter 32 den Temperatursollwertgeber 20 vom Regler 17 und verbindet stattdessen einen Spaltbreitengeber 31 mit dem Eingang des Temperaturreglers 17,-
Der Spaltbreitengeber ist :' zwischen zwei oder mehr Walzen eingeschaltet oder ist ein Schichtdickenmeßgerät. Bei einer Vergrößerung der Spaltbreite beaufschlagt er den Temperaturregler 17 in dem Sinne, daß die Temperatur der Walze erhöht
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wird und umgekehrt. Auf diese Weise wird die Spaltbreite konstant gehalten.
Der Druck, mit dem zwei oder mehr Walzen gegeneinander geklemmt werden, wird durch eine Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnung 33 bestimmt, welche zwischen den Lagern der beiden Walzen vorgesehen ist. Der Klemmraum 11a der Kolben-Zylinderanordnung 33 ist über ein individuell festeinstellbares Druckreduzierventil 13a an eine Hauptdruckquelle P angeschlossen. Die Klemrnkammern 11b, 11c, 11d, ... weiterer an den übrigen Stirnseiten der Walzen vorgesehenen Kolben-Zylinderanordnungen 33 sind über die entsprechend bezeichneten Anschlüsse in der Zeichnung und weitere individuell festeinstellbare Druckreduzierventile 13b, 13c, 13d, ... ebenfalls an die Hauptdruckquelle P angelegt. Mittels der Druckreduzierventile 13 werden die optimalen bzw. maximalen Druckwerte in den einzelnen Kolben-Zylinderanordnungen 33 im Herstellerwerk voreingestellt.
Die bei einer Lösung 'der Walzen mit Druck beaufschlagbaren Lösekammern 12a, 12b, 12c, 12d der Kolben-Zylinderanordnungen 33, von denen in der Zeichnung nur eine dargestellt ist, sind jedoch gemeinsam über ein einziges Gegendruckreduzierventil 14 an die Hauptdruckquelle P angelegt. Durch eine Verstellung des Gegendruckreduzierventils 14 mittels eines Servoantriebes 29 können somit die Walzendrücke an allen Walzenseiten gleichmäßig verändert werden.
Mit einem Druckregler 19 ist es so möglich, durch einen einzigen Einstellschritt sämtliche Walzendrücke zu verändern. Dies kann beispielsweise von Hand mittels eines Einstelldrehknopfes 42 geschehen. Mit diesem Einstelldrehknopf werden für ein bestimmtes zu verarbeitendes Material die Walzendrücke optimal eingestellt.
13ÖÖU/0.QU
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Bei automatischer Regelung ist der Druckregler jedoch zusätzlich über einen elektronischen Schalter· 18 an den Spaltbfeitengeber 31 angeschlossen. Der elektronische Schalter 18 ist seinerseits mit einer Minimum-Maximum-Erfassungsstufe 17ä des Temperaturreglers 17 verbunden. Der elektronische Schalter 18 schließt, wenn der Temperaturregelbereich des Temperaturreglers 17 überschritten bzw. unterschritten wird.
Sobald dies der Fall ist, bleibt der Steuerschieber 30 in einer seiner Extremstellungen stehen und die Spaltbreite wird durch Tätigwerden des Druckreglers 1? auf den erforderlichen Wert eingeregelt.
Sobald die Temperatur sich wieder so weit geändert hat, daß sie innerhalb des Regelbereiches des Temperaturreglers 17 liegt, öffnet der Schalter wieder, so daß mit konstantem, voreingestelltem Walzendruck weitergearbeitet wird und die Spaltbreite jetzt wieder allein durch den Temperaturregler 17 konstant gehalten ist.
Mit besonderem Vorteil ist die beschriebene Vorrichtung zur Regulierung der Materialeinzugsbedingungen bzw. der Spaltbreite bei einem hydraulischen Mehrwalzwerk anwendbar, wie es in der gleichzeitig eingereichten Patentanmeldung "Hydraulisches Mehrwalzwerk" beschrieben ist. Der Offenbarungsgehalt der Parallelanmeldung wird hiermit auch zum Gegenstand der vorliegenden Anmeldung gemacht.
1300U/0Ö4I

Claims (13)

Patentansprüche ;
1. Verfahren zur Regulierung der Spaltbreite zwischen wenigstens zwei in einem Mehrwalzwerk zusammenarbeitenden parallelen Walzen, welche durch zwischen auf der gleichen Seite liegenden Stirneriden angeordnete, mit einem Steuerdruck beaufschlagte hydraulische Kolben-Zylinderanordnungen gegeneinander klemmbar bzw. voneinander lösbar sind und eine in ihrer Intensität veränderbare Kühl- bzw. Heizvorrichtung enthalten, dadurch gekennzeichnet , daß ein dem vorliegenden Walzproblem angepaßter vorbestimmter Walzendruck und Walzenspalt eingestellt werden, daß bei einer Veränderung der Spaltbreite während des Walzvorgangs zunächst unter Beibehaltung des Walzendruckes die Kühl- bzw. Heiz-
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i 77Π f.0 . BTlC
intensität in dem Sinne verändert wird, daß der Spalt die vorbestimmte Breite wieder annimmt/ und daß, falls der Variationsbereich der Kühl- bzw.: Heizintensität nicht ausreicht, der Walzendruck zur Herstellung bzw. Wiederherstellung der vorbestimmten Spaltbreite verändert wird. .
2. Verfahren nach Anspruch 1 ·, dadurch g e k e η η ζ e i c h net, daß der Temperaturbereich des Kühl- bzw. Heizmittels der Walzen (15, 16) zwischen -15 und 150° C,. vorzugsweise 15 bis 65°,veränderbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß'die Walzenführungstemperatur an jeder Walze bestimmt werden kann (z.B. Walze 15). . ' ■
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei einem Walzwerk mit mehr als zwei Walzen, dadurch gekennzeichnet , daß alle Walzenspalte in Abhängigkeit von einer WaIzentemperatur gemeinsam verstellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch' gekennzeichnet , daß die Temperaturen der der Temperaturführung sw al ze folgenden bzw. vorangehenden Walzen sukzessive um einen wählbaren vorbestimmten festen Betrag verändert, vorzugsweise erhöht werden. . ' .. ^"
6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß ein Spaltbreitengeber (31) sowohl an einen Temperaturregler (17) als auch über eine Schaltvorrichtung (18) an einen Druckregler (19) für den Walzendruck angeschlossen ist, daß der Temperaturregler (17) bei Erhöhung der Spaltbreite die Kühlintensität erniedrigt bzw. die Walzentempe·^ ratur erhöht und umgekehrt, und daß beim Überschreiten bzw.
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Unterschreiten des vorgegebenen Temperaturregelbereiches eine Minimum-Maximum-Erfassungsstufe (17') des Temperaturreglers (17) die Schaltvorrichtung (18) schließt und somit die Walzendruckregelung in Gang setzt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der an den Walzenstirnseiten vorgesehenen Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen (33) mit ihren Klemmkammern (11a, b, c, α)-, individuell über fest voreingestellte Druckreduzierventile (13a, b, c, d) und die Lösekammern (12a, b, c, d) über ein gemeinsames Gegendruckreduzierventil (14) an eine Hauptdruckquelle (P) angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch g e" k e η η zeichnet, daß das Gegendruckreduzierventil (14) über einen Servoantrieb (29) an den Druckregler (19) angeschlossen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch' gekennzeichnet , daß der Temperaturregler ein PDPI-Regler (17) ist und daß jede Walze einen solchen PDPI-Regler mit Sollwertverstellung aufweist.
10. Vorrichung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß im Temperaturregler (17) eine Anfahrschaltstufe (17b) vorgesehen ist, welche beim Betriebsbeginn bis zur Aufheizung der Walzen (15; 16) die Kaltwasserzufuhr (K) ab- und eine Warmwasserzufuhr (W) einschaltet. ■
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß jede Walze (15, 16) einen Temperaturregler (17, 17') mit einstellbarer Solltemperatur aufweist, wobei ein Regler (17) als Führungstemperaturregler für die Führungstemperatur (T^) dient.
130048/0041
_.4 _- ■
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch ge "Jc e η η - ' zeichnet , daß vor. jedem der geführten Temperaturregler (17') eine Differenztemperatur-Einstellstufe (34) angeordnet ist, der auch ein Temperatursignal (T..) vom Führungstemperaturregler (17) zugeführt ist und welche die Differenztemperatur zur Führungstemperatur hinzuaddiert bzw. von ihr subtrahiert, und daß das Ausgangssignal (T25) als Temperatursollsignal dem weiteren Temperaturregler (17') zugeführt ist, wobei diesem Temperaturregler (17') das Ist-Temperatürsignal von der zugeordneten Walze (16) zugeführt ist und der Ausgang (ST3) das Kühlungs-bzw. Heiz-Steuersignal bildet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß der Führungstemperaturregler (17) einen Sollwertgeber (20) aufweist, dem ein Signal des Spaltbreitengebers (31) überlagert werden kann.
130046/0043
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