DE2708390B2 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Dicke von Bahnen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Dicke von BahnenInfo
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Description
abweichende Dicken hüben.
Die die Vorrichtung betreffenden Unteransprüche kennzeichnen verschiedene zweckmäßige Gestaltungsmöglichkeiten
für eine derartige Vorrichtung.
Bevorzugte Ausführungsbcispiele des Er'indungsgegenstandes
werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine perspektivische Teilschnittdarstellung der Zuleitungen fnit zugeordneten Düsen, Kammern und
Ventilen der Vorrichtung nach Fig. I,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Anordnung nach Fig. 1,
Fig.4 einen Teillängsschnitt gemäß Schnittlinie IV-IVder Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Teilansicht eines Ventils
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung
Fig. 6 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 8 eine diagrammatische Darstellung einer Gesamtanlage, beinhaltend einen Kalander mit Vorrichtung
zur Steuerung der Dicke, Luftzufuhrsystem, Dickensensor, Computer und weiterer Steuerungskomponenten.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung ist Teil der in
F i g. 8 dargestellten Gesamtanlage. Wie aus l· i g. 1 ersichtlich, durchläuft eine Materialbahn 5, z. B. eine
Papierbahn, Kalanderwalzen 6 und 7 sowie eine Dickenmeßeinrichlung 8. Beim Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1, 2 und 3 ist eine Preßluft abgebende Vorrichtung 10 längs der Kalanderwalze 6 angeordnet
und weist Düsen 11 auf, die im wesentlichen radial zur Achse der Walze 6 stehen. Die Düsen sind in
gleichförmigen Abständen über die Länge der Kalanderwalze 6 angeordnet, so daß die von ihnen
abgegebene Luft durch unterschiedliche Temperaturen Veränderungen im Durchmesser dei angeblasenen
Abschnitte der zylindrischen Oberfläche der Kalanderwalze 6 erzeugen kann, die innerhalb des Ausstrahlungsbereiches der jeweiligen Düse liegt. Die Vorrichtung 10
hat ferner eine Mehrzahl von Kammern 14, die jeweils einen Auslaß haben, nämlich die jeweilige der Kammer
zugeordnete Düse 11. Die Kammern 14 sind voneinander
durch vertikale Wände 15 abgetrennt, die sich zwischen einer äußeren vertikalen Wand 16 und einer
inneren vertikalen Wand 17 erstrecken. Für die spezielle dargestellte Ventileinrichtung ist die Kammer 14 an
ihrer Oberseite von einer von heißer Luft durchströmten Zwischen- oder Zwcilkammer 17a durch eine
horizontale Wand oder Lochplatte 18 abgetrennt und in ihrem Bodenbereich ist sie von einer von kalter Luft
durchströmten Zwischen- oder Zweitkammer 21 duich eine horizontale Wand oder Lochplatte 22 abgetrennt.
Die Vorrichtung 10 beinhaltet ferner eine Heißluftleitung
25, die sich über die ganze Länge der Vorrichtung erstreckt und die mit den verschiedenen Heißluftzweitkammerri
17a über eine Mehrzahl von öffnungen 26 in Verbindung steht, wobei jeweils eine öffnung für eine
der Zweitkammern I7;i vorgesehen ist. Eine Kaltluftleitiing
28, die von der Heißluflleitung durch eine Wand 29 abgetrennt ist, hat ebenfalls eine Mehrzahl von
öffnungen .31, die sich jeweils in eine der Kaliluftzweit- hr>
kammern 21 öffnen.
Durch die Zuführung von Heiß- und Kalllufl in die Kammer 14 wird die Strömung von den Zweitkuminern
in die Kammer in einer solchen Weise gesteuert, dal! ein konstantes Volumen in die Kammer gefördert wird,
ungeachtet des dort bestehenden Mischungsverhältnisses
von Heißluft und Kaltluft. Im Prinzip erfordert eine solche Arbeitsweise, daß die Menge von Kaltluft, die in
die ais Mischkammer wirkende Kammer eintritt, in
Übereinstimmung mit einem Anwachsen der Menge von Heißluft, die von der Zweitkammer 17a /weeks
Temperatursteigerung der von der Düse abzugebenden Luft zugeführt wird, reduziert wird. Wird von der Düse
11 kühlere Luft verlangt, wird der Kaltluftstrom von der
Zweitkammer 21 in Entsprechung der Reduktion der Heißluftzufuhr von der Zweitkammer 17a gesteigert.
Die Einstellung der Temperatur der von der Düse 11
abgegebenen Luft geschieht bei dem in den F i g. 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine Ventileinrichtung,
bei der die Wände 18 und 22 koaxiale Löcher aufweisen und ein Ventil 32 aufnehmen, das eine in
Längsrichtung hin- und herbewegbare Ventilstange 33 sowie zwei zylindrische, endseitig geschlossene Ventilsiücke
34 und 35 aufweist, die gemeinsam auf der Ventilstange 33 angeordnet sind und die jeweils in den
dafür vorgesehenen Öffnungen der Wände 18 und 22
liegen. Die Ventilstücke 34 und 35, von denen das Ventilstück 34 in Fig.5 im einzelnen gezeigt ist. haben
eine zylindrische Seitenwand 39, die von dem geschlossenen Ende 36 aus verläuft und dem geschlossenen Ende
gegenüberliegend eine Sägezahnkontur 37 hat. Die Ventilstücke 34 und 35 sind an der Ventilstange 33 so
angeordnet, daß in siner neutralen Stellung Abschnitte der Lücken 38 zwischen den Sägezähnen der beiden
Ventilstücke zu den Kammern 17a und 21 so offen sind, daß gleiche Mengen von Heiß- und Kaltluft von den
Kammern 17a und 21 aus jeweils in die Kammer 14 einströmen können. Wird die Ventilstange in der einen
oder anderen Richtung bewegt, werden die Zahnlücken der Ventilstücke 34 und 35 in die jeweils zugehörige
Sekundärkammer 17a oder 21 stärker eingeführt und demzufolge mehr geöffnet, während sich die anderen
Lücken des anderen Ventilstückes entsprechend in Schließlage bewegen. Selbst wenn man das Ventil bis zu
einer vollständigen Absperrung einer der beiden Zweitkammern bewegen würde, wäre die Luftmenge.
die die Kammer 14 durchströmt und aus der Düse 11
austritt, immer noch auf einem konstanten Volumen.
Als Teil einer Einrichtung für die automatische, individuelle Stellungsänderung eines jeden Ventils
endet die jeweilige Ventilstange 33 in einem kleinen, von einer Feder rückführbaren, einfach wirkenden
Zylinder 41. In der praktischen Anwendung sind die Zylinder 41 mit Rückführfedern versehen, die in der
Lage sind, federnd Drücken in einer Größenordnung von 0,35 bis 2,1 kp/cm2 nachzugeben, die auf die Zylinder
41 aufgebracht werden können. Da es wünschenswert ist, daß die Zylinder 41 auf variierende Signaldrücke
extrem schnell und feinfühlig ansprechen, sind die Zylinder 41 auf ein möglichst reibungsfreies Arbeiten
ausgelegt. Derartige Zylinder sind handelsüblich.
Als Beispie! für eine Einrichtung zum Zuführen von Luft zu den Heißluft- und Kaltluftleitungen 25, 28 zeigt
Fig. 1 eine Einrichtung mit einem Gebläse 44, das Druckluft zu den Zweigleitungen 45 und 46 führt, die
jeweils dem Kaltluftsystem bzw. dem Heißluftsysiem zugeordnet sind. Auf dem Wege zur Förderung zur
Leitung 25 wird die Luft mittels der Leitung 45 zu einem Erhitzer 48 geführt und von dort mittels der Leitung 49
zur Heißluftleitung 25. Um die Leitung und die darin befindliche Luft während der Ruheperioden der Anlage
auf einer konstanten Temperatur zu halten, kann das Heißlufisysteni eine Rückführlcitung 51 enthalten,
deren eines linde mit der Heißluftleitung verbunden ist und deren anderes linde mit der Leitung 45 kurz Mir
deren I lint rill in den Erhitzer 48 verbunden ist, wobei
der Lullstrom in der Leitung 51 durch ein Riickführgebläse
52 aufrechterhalten wird. In ähnlicher Weise läuft die Luft durch die Leitung 46 zu einem Kühlaggregal 55
und von dort durch eine Leitung 56 zur Kaliluftlciiung
58. Dm eine gleichförmige Temperatur in der Kaltluflleitung aufrechtzuerhalten, kann auch die Kaltluft durch
das Kühlaggregat und die Leitung mittels einer Rückführlcitung 57 und einem Rückführgebläse 58 im
Kreislauf gehalten werden.
Die verschiedenen Düsen Il zielen in radialer Richtung aiii den Umfang der Kalanderwalze 6, die im
Zusammenwirken mit der Kalanderwalze 7 die Materialbahn 5 nach unten vorbewegt, wie mit den Pfeilen
angedeutet. Wenn die Materialbahn die Kalanderwalzen verNM.li. lauft sie durch eine DickenmcBcinrichliing 8
bekannter liauari. mit der mit elektronischen Mitteln kontinuierlich die gesamte Breite der Matcrialbahn
abgetastet wird, um Informationen über die Materialbahndicke zu gewinnen. Diese Informationen werden in
einen handelsüblichen Computer 60 eingegeben, der in der Lage ist, daraufhin elektrische Signale abzugeben.
Die vom Computer abgegebenen elektrischen Signale weiden einem elektrisch-pneumatischen Umformer 61
zugeführt. Der Umformer 61 erzeugt pneumatische Signale, die zu einem mechanischen Mehrfachschalter
geschickt werden, der die Signale synchron mit der MeUeinrichiung 8 empfängt. Der Mehrfachschalter 62
hat eine Mehrzahl von Steuerpunkten 63. die eine
individuelle Verbindung zu entsprechenden, pneumatisch
betäiigbarcn Ventilen herstellen, wie beispielsweise
dem Ventil 64, das ein moduliertes Drucksignal über einen Druckregler 65 auf den jeweiligen Zylinder 41
überträgt und somit für eine ordnungsgemäße Einstcllung
des Ventils 32 im Verhältnis zu den Lochplattcn 18 und 22 sorgt. Eine Nebenleitung 66 überbrückt den
Druckregler 65, um das Entweichen von Luft aus dem Zylinder 41 durch das Vierwegeventil 64 zu ermöglichen,
wenn während Einrichlungsarbeiten an der Ventilaniage eine Reduktion des Druckes im Zylinder 41
erforderlich ist. Die Leitungen 67 und 68 stellen weitere Luftleitungen dar, die zu weiteren dem Ventil 64
entsprechenden Ventilen führen, da für jede Düse und jedes Ventil 32 eine entsprechende Anlage vorhanden
ist.
In Γ i g. b ist eine weitere Vorrichtung 70 gezeigt, die
Kammern 71 und 72 für I lcißlufl und Kaltluft sowie eim
Leitung 7^ mit einer Düse 74 ha!. Die Leitung 73 stellt
mit ihrem Waiidabschniit 76 eine Venlilkainnier dar. ir
'> der ein /ylinderabschnillförmiges Ventilstück 77 drehbar
in entgegengesetzten Winkelrichtungcn um seine Drehachse 78 gelagert ist, um die Luftmenge, die von
dem Hcißliifizweig 81 der Leitung zur Düse 74 strömt
zu vergrößern oder zu verkleinern und dabei dann
I« zugleich entsprechend die Luftzufuhr durch den Kallluftzwcig 82 der Leitung zur Düse entsprechend zu
verringern oder zu vergrößern. Eine automatische Arbeitsweise in der l'roportionierung der Luft von den
Zweiglciiimgen 81 und 82 geschieht durch einen Hebel
83, der mittels eines Gestänges 84 an der hin- und herbeweglichen Stößelstange 85 eines Drucklultzylm
ders 80 angelenkt ist, der ähnlich dem vorstehend beschriebenen Zylinder 41 aufgebaut sein kann.
Die automatische .Steuerung der Mischung von lleiUlult und Kaltluft für die Düse 74 kann mittels einei
Einrichtung geschehen, wie sie in I"ig.8 gezeigt ist uiul
wie sie vorher im Zusammenhang mit der Vorrichtung 10 beschrieben wurde.
Bei dem in Γ ig. 7 dargestellten Alisführungsbeispiel
;*> ist eine Vorrichtung 90 gezeigt mit einer Hcißluftlcitung
86 und einer Kaltluftleitung 87 sowie einer individuellen Mischkammer 88 für jede Düse 99. Die Mischkammer!]
sind von den Zuleitungen durch eine Wand 84
abgetrennt, die jeweils eine Öffnung 91 für den Einiiiii
i» der Heißlull in die Mischkammer 88 und eine Öffnung
92 für den Eintritt der KaIlIuIt in die Mischkammer aufweist. Der Durchtritt der Luft von den Leitungen 8h.
87 wird durch eine Lochplatte 85 reguliert, die Öffnungen 96 und 97 hat. die vorzugsweise den gleichen
ir> Durchmesser haben und die feiner den Durchmessern
der Öffnungen 91 und 92 entsprechende Durchmesset haben. Die Öffnungen 96 und 97 haben dabei einen
Absland voneinander, der kleiner oder größer isl als der
Absland zwischen den Öffnungen 91 und 92, wobei die Differenz jeweils clwa gleich dem Durchmesser einer
der Öffnungen % oder 97 ist. Wird demzufolge die Lochplatte bewegt, um den Durchlaß von Luft aus den
Leitungen 86 und 87 zu variieren, bewegt sich die Lochplatte 85, um anteilmäßig eine der Öffnungen 91
oder 92 zu schließen, während zugleich die jeweils andere Öffnung 92 oder 91 entsprechend geöffnet wird.
Das auf diese Weise in der Kammer 88 gebildete Gemisch von Heißluft und Kaltluft verläßt die
Vorrichtung 90 dann durch die Düse 99.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Steuerung der Dicke von Bahnen,
wie z. B. Papierbahnen, in einem Kalander, bei dem eine der Kalanderwalzen zur Durchmesserveränderung
mit Luftstrahlen beaufschlagt wird und Heißbzw. Kaltluft getrennt voneinander der Kalanderwalze
zugeführt und die Luftstrahlen gleichmäßig über die Länge verteilt auf die Kalanderwalze
gerichtet werden, dadurch gekennzeichnet,
daß für jeden Luftstrahl abhängig von den Meßwerten der Dickenmeßeinrichtung ein Gemisch
von Heiß- und Kaltluft hergestellt und der Düse zugeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens; nach Anspruch 1, mit einer Reihe nebeneinander
angeordneter Düsen, sowie hiervon getrennten Zuleitungen für Heiß- und Kaltluft und mit einer
über die Luftzufuhr einwirkenden Dickenmeßeinrichtung sowie Stellgliedern für die Luftzufuhr zu
den Düsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder für jede Düse (H, 74,99) als Mischventil
ausgebildet sind, das ein Ventilstück (34, 35, 77, 95) zum anteiligen Schließen der einen z. B. mit der
Heißluftleitung in Verbindung stehenden Öffnung und entsprechend anteilmäßigem öffnen der anderen z. B. mit der Kaltluftleitung verbundenen
öffnung aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen (91,92) in einem ebenem
Abschnitt der Wand (89) der Heißluft- bzw. Kaltluftleitung liegen und das Ventilstück (95) eine
Lochplatte ist, die gleitend an dem ebenen Wandabschnitt geführt ist und öffnungen (96, 97)
aufweist, deren Abstand größer oder kleiner als der Abstand zwischen den Öffnungen (91,92) der Wand
(89) ist, wobei durch die Bewegung der Lochplatte f95) über den ebenen Wandabschnitt gleichzeitig das
öffnen der einen und Schließen der anderen Öffnung erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Wandung ein die öffnungen
aufweisendes Leitungsrohr verbunden ist und jede Düse (74) in Verbindung mit den beiden Zweigleitungen
(81, 82) der mit den öffnungen in der Wandung in Verbindung stehenden Leitungen in Verbindung
steht, wobei im Zusammenlaufbereich der beiden Zweigleitungen (81, 82) das Ventilstück (77) drehbar
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Heiß- bzw. Kaltluftzuleitungen
abströmseitig je eine Kammer (17a, 21) auf den entgegengesetzten Seiten der die Zuleitung begrenzenden
Wand (17) zugeordnet ist, welche mit je einer Öffnung (26, 31) versehen ist, und daß ferner das
Mischventil (32) ein Ventilstückpaar (34,35) enthält, das koaxial auf einer Ventilstange (33) im Abstand
zueinander derart angeordnet ist, daß das eine Ventilstück in der einen vVandungsöffnung liegt und
das andere Ventilstück dann unmittelbar außerhalb der anderen öffnung liegt, wobei deren Lage durch
eine Axialverschiebung der Ventilstange (33) umkehrbar isl und die Ventilslange (33) mit einem
Stellglied (41) verbunden isl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der Dicke von Bahnen, wie z. B. Papierbahnen, nach
dem Gattungsbegriff des Verfahrensanspruches 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach dem Gattungsbegriff des Hauptvorrichtungsanspruches 2.
Bei einem bekannten Verfahren und einer bekannten Vorrichtung der gattungsgemäßen Art (US-PS
37 70 578) wird so vorgegangen, daß die Kalanderwalze
ίο zur Durchmesserveränderung an jeweils bestimmten
Stellen ihrer Längserstreckung entweder mit Heißluft oder mit Kaltluft beaufschlagt wird, wie es jeweils die
Dickenkorrektur erfordert. Man hat dabei die Heißluft oder die Kaltluft auf eine Kreisumfangszone der
Kalanderwalze aufprallen lassen und die Geschwindigkeit des Luftaufpralls variiert. Da hierbei aber die
Gefahr besteht, daß die benachbarten Bereiche des beaufschlagten Kreisumfangsabschnitts unzulässig beeinträchtigt
werden, hat man auch Heißluft oder Kaltluft auf die Kaianderwalze mit Variationen der
Luftaufprallgeschwindigkeit in den Nachbarbereichen der zu korrigierenden Umfangszone aufprallen lassen.
In jedem Fall wurde aber nur dann Luft zum Aufprallen gebracht, w?nn eine Umfangskorrektur der Kalanderwalze
entsprechend einer erforderlichen Dickenkorrektur nötig war. Es hat sich dabei gezeigt, daß sich in
Perioden geringen Luftbedarfs die Temperatur der Behandlungsluft über die Wandungen de; Speicher und
der Leitungssysteme der Raumtemperatur angenähert hat. Demzufolge haben, wenn dann eine Dickenkorrektur
erforderlich war, die Düsen zumindest für einen meßbaren Zeitraum zunächst Behandlungsluft unkorrekter
Temperatur abgegeben, bis sich das Heißluftoder das Kaltluftfördersystem jeweils wieder auf die
erforderliche Temperatur eingespielt hat. Auf diese Weise ist die Korrektur der Bahndicke relativ langsam
erfolgt, so daß relativ große Bahnlängen nicht die gewünschte Dicke haben.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art dahingehend auszugestalten, daß eine besonders schnelle Korrektur des Kalanderwalzendurchmessers
gewährleistet ist.
Die erfindungsgemäße Lösung bezüglich des Verfahrens ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des
Anspruches 1. Die erfindungsgemäße Lösung bezüglich der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 2.
Beim Erfindungsgegenstand wird nunmehr ein kontinuierlicher Luftstrom von einer vorgegebenen
Grundtemperatur, die auch beibehalten wird, auf die Kalanderwalze gerichtet, die dadurch einen besonders
gleichförmigen Durchmesser auf ihrer Längserstrekkung hat. Ergeben sich Dickenänderungen in der
Materialbahn und muß daher eine Korrektur des Kalanderwalzendurchmessers stattfinden, geschieht
dies äußerst rasch dadurch, daß ausgehend von der Grund- oder Standardtemperatur die Gemischzusammensetzung
von Heiß- und Kaltluft in Abhängigkeit von den Meßwerten der Dickenmeßeinrichtung' bei dem
jeweils betroffenen Luftstrahl nur entsprechend verändert zu werden braucht, wobei die Veränderung in ihrer
absoluten Größe jeweils gering sein kann. Hierdurch
b5 ergibt sich ein äußerst schnelles Ansprechen der
Kalanderwalzendurchmesseründeriing auf die Meßwerte
der Dickcnmeßeinridiiung, so daß als f'olge hiervon
auch jeweils nur sehr kiir/c Bahnlängcnuhschnittu
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