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DE1289396B - Verstell- und Andrueckvorrichtung zum Parallelverstellen der Walzen von Walzenstuehlen - Google Patents

Verstell- und Andrueckvorrichtung zum Parallelverstellen der Walzen von Walzenstuehlen

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Publication number
DE1289396B
DE1289396B DEV25605A DEV0025605A DE1289396B DE 1289396 B DE1289396 B DE 1289396B DE V25605 A DEV25605 A DE V25605A DE V0025605 A DEV0025605 A DE V0025605A DE 1289396 B DE1289396 B DE 1289396B
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DE
Germany
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pressure
roller
measuring
rollers
piston
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DEV25605A
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English (en)
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VERDIER ANDRE LOUIS
Original Assignee
VERDIER ANDRE LOUIS
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Pending legal-status Critical Current

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    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
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    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members
    • B02C4/36Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members in mills specially adapted for paste-like materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B7/00Mixing; Kneading
    • B29B7/30Mixing; Kneading continuous, with mechanical mixing or kneading devices
    • B29B7/58Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29B7/68Positioning of rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B3/00Presses characterised by the use of rotary pressing members, e.g. rollers, rings, discs
    • B30B3/04Presses characterised by the use of rotary pressing members, e.g. rollers, rings, discs co-operating with one another, e.g. with co-operating cones
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstell-und Andrückvorrichtung zum Parallelverstellen der Walzen von Walzenstühlen mit auf die Walzenlager einwirkenden und zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Walzenabstands steuerbaren hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten und mit zur Ermittlung der Verstellung der Kolben-Zylinder-Einheiten dienenden Meßeinrichtungen.
  • Derartige Vorrichtungen werden insbesondere bei Reibmaschinen, Kalandern und ähnlichen Walzenstühlen verwendet. Untersuchungen, insbesondere bei der Herstellung von Druckfarben, Farbstoffen, Seifen, Schokoladen und anderen pastenförmigen Erzeugnigsen, haben gezeigt, daß für die Qualität des im Walzenstuhl bearbeiteten Erzeugnisses die genaue Einhaltung des Walzenspaltes von ausschlaggebender Bedeutung ist. Bereits eine Veränderung des Walzenspaltes in der Größenordnung von Mikron kann ungünstige Folgen auf die Qualität der Bearbeitung der hindurchgehenden Masse haben.
  • Die Faktoren, die zu einer Veränderung des Walzenspaltes führen können, sind im wesentlichen die Eigenschaften der zu bearbeitenden Masse, insbesondere die Viskosität, die Drehgeschwindigkeit der Walzen und die Dehnung oder Auffederung des Maschinenrahmens, d. h. die Größe, um die sich die Walzenlager unter Wirkung der auf sie ausgeübten Anpreßkräfte infolge der Elastizität des Maschinenrahmens voneinander entfernen. Es besteht ein besonderes Problem darin, diese Faktoren zur Aufrechterhaltung des gewünschten Walzenspaltes genau zu beherrschen und damit ein einwandfreies Erzeugnis zu gewährleisten.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs angegebenen Art werden parallele Verschiebungen der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten dadurch erzeugt, daß ein Differenzmechanismus verwendet wird, der durch mit den Kolbenstangen verbundene Zahnstangen betätigt wird und in Abhängigkeit davon die Zufuhr von Druck in die Kolben-Zylinder-Einheiten steuert. Ein derartiger Differenzmechanismus mit den beschriebenen Bauelementen ist nicht geeignet, die Walzenspalte mit der vorstehend angegebenen geforderten großen Genauigkeit zu regeln oder gleichzuhalten, insbesondere ist es nicht möglich, die aufgezeigten, für die Veränderung des Walzenspaltes verantwortlichen Faktoren gleichzeitig zu berücksichtigen und zu beherrschen.
  • Es ist ferner bei einer ähnlichen Vorrichtung bekannt, einen annähernd konstanten Walzenspalt und eine Unabhängigkeit von den auf die Lager ausgeübten Verriegelungskräften dadurch zu gewährleisten, daß differentiell tarierte Auslaßventile an den Druckkammern der Hydraulikzylinder vorgesehen sind, die diese Verriegelungskräfte auf die beiden Walzenenden geben. Diese bekannte Vorrichtung bietet keine Möglichkeit, den Walzenspalt zwischen den Walzen gleichzuhalten. Es fehlt der bekannten Vorrichtung die Möglichkeit, den Unterschieden der Walzenspalte Rechnung zu tragen, die sich daraus i ergeben, daß die Walzen nur an einer Seite für ihren Umlauf angetrieben werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei der eine genaue Anzeige über die tat- i sächliche Größe des Walzenspaltes geliefert wird und an Hand dieser Anzeige von Hand oder selbsttätig derart auf die Walzenanpreßkräfte und/oder auf die Umlaufgeschwindigkeit der Walzen eingewirkt werden kann, daß alle Veränderungen des Walzenspaltes sogleich berücksichtigt werden können, so daß die einzelnen Faktoren, die für die Änderung des Walzenspaltes verantwortlich sind, beherrscht werden. Es soll dadurch mit größtmöglicher Sicherheit ein einwandfreies Endprodukt aus der zu bearbeitenden Masse gewonnen werden. Dies soll nicht nur während der Bearbeitung einer Charge, sondern auch während der Bearbeitung mehrerer aufeinanderfolgender Chargen ermöglicht werden.
  • Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß die Meßeinrichtungen hydraulisch ausgebildet und an die Anpreßkräfte der Walzen aufnehmenden und als Meßräume wirkenden Kammern der Kolben-Zylinder-Einheiten angeschlossen sind und daß mit Hilfe von Verstelleinrichtungen die auf die Walzenlager ausgeübten Anpreßkräfte und/oder die Drehgeschwindigkeit der Walzen zur Einhaltung eines bestimmten gemessenen Abstandswertes regelbar sind. Dadurch wird ermöglicht, daß der tatsächlich bestehende Abstand der Walzenlager mit großer Genauigkeit gemessen wird und die auf die Lager ausgeübte Anpreßkraft und/oder die Drehgeschwindigkeit der Walzen in Abhängigkeit von dieser genauen Messung geregelt werden können, so daß der Walzenspalt mit größter Genauigkeit für den je- weiligen Anwendungsfall gleichgehalten werden kann. Es wird durch die Erfindung ermöglicht, gleichzeitig das Federn des Maschinenrahmens zu berücksichtigen und von Hand oder selbsttätig die an den Lagern der Walzen auftretenden Druckdifferenzen zu korrigieren. Da an beiden Walzenlagern gemessen wird und auf diese Walzenlager eingewirkt wird, kann erreicht werden, daß sich ein über die Länge der Walzen konstanter Spalt ergibt, und zwar trotz der Einwirkungen eines nur auf einer Walzenseite angeordneten Antriebs.
  • Wegen der Genauigkeit der Messung und der Genauigkeit der Regelung ist es möglich, die geforderte Genauigkeit des Walzenspaltes in der Größenordnung von Mikron zu erreichen.
  • Nach einer Ausführungsform. der Erfindung bestehen die Meßeinrichtungen aus einem in die Meßräume verbindende Meßleitungen eingeschalteten Druckmeßgerät (Manometer), das zur Ermittlung der Differenzbewegung zwischen den Kolben-Zylinder-Einheiten dient und über Verstelleinrichtungen auf die Walzenanpreßkräfte einwirkt. Mit Hilfe dieses Druckmeßgeräts und der erzeugten Differenzmessung ist eine besonders hohe Genauigkeit in der Einhaltung des Walzenspaltes zu erreichen.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung ist an die Meßleitungen des Manometers ein weiteres Manometer angeschlossen, das auf den Absolutwert des Walzenspaltes und die Walzendrehzahl einwirkt. Hierdurch kann einerseits die Größe des Walzenspaltes auf einem bestimmten Wert gehalten werden und andererseits die Walzendrehzahl zur Einhaltung des Walzenspaltes herangezogen werden.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind zweckmäßig die Meßleitungen steuerbar mit einem Auslaß oder einem Druckspeicher verbunden. In weiterer Ausbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, daß das die Differenzbewegung ermittelnde Druckmeßgerät an eine die Walzenanpreßkraft an der nicht angetriebenen Walzenseite beeinflussende Verstelleinrichtung angeschlossen ist.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Seitenansicht einer Reibmaschine, F i g. 2 die Reibmaschine im Schnitt nach der Linie A -A der F i g. 1, ausgerüstet mit der Verstell-und Andrückvorrichtung nach der Erfindung, F i g. 3 schematisch das Schaltbild einer Ausführungsform der Verstell- und Andrückvorrichtung. Die dargestellte Reibmaschine weist in bekannter Weise drei in Richtung der Pfeile mit progressiven Geschwindigkeiten umlaufende Walzen 1, 2 und 3 auf, d. h., die Walze 3 dreht sich schneller als die Walze 2, die ihrerseits schneller umläuft als die Walze 1. Die zu bearbeitende Paste 4, z. B. zur Herstellung einer Druckfarbe, tritt zwischen der langsamen Walze 1 und der mittleren Walze 2 ein, bleibt an der Walze 2 bei 4 a infolge der höheren Geschwindigkeit haften und geht dann bei 4 b auf die noch schneller umlaufende Abzugswalze 3 über, von der sie durch einen Abstreicher 5 abgenommen wird.
  • Die Walze 1 läuft in zwei feststehenden Wangen 1 a, 1 b. Die Walze 2 ist »schwebend« gelagert, d. h., sie läuft in zwei Wangen 2 a, 2 b, die um eine Achse 6 schwenkbar sind. Auch die Walze 3 läuft in zwei um eine Achse 7 schwenkbaren Wangen 3 a, 3 b. Bei dieser Anordnung mit schwebender Mittelwalze 2 wird diese zwischen die Walze 1, deren Lager feststehen, und die Abzugswalze 3 gedrückt, die durch Kolben-Zylinder-Einheiten 8, 9 zusammengehalten werden. Die Reibmaschine kann ferner eine hier schematisch dargestellte Verstelleinrichtung 10 aufweisen, durch die die Achse 6 verstellbar ist, um die Stellung der Mittelwalze 2 gegenüber den Walzen 1 und 3 zu verändern.
  • Die Walzen werden mit verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten durch ein auf der Seite der Wangen 1 b, 2 b, 3 b angeordnetes und in F i g. 2 schematisch dargestelltes Rädergetriebe 11 angetrieben.
  • Die Andrückvorrichtung weist in bekannter Weise zwei Kolben-Zylinder-Einheiten 8,9 auf, deren Zy- linder 8 a, 9 a an feststehenden Wangen 1 b bzw. 1 a der Walze 1 und deren Kolbenstangen 8 b, 9 b an die beweglichen Wangen 3 b bzw. 3 a der Abzugswalze 3 angeschlossen sind. Die Kammern 8 d, 9 d können zum Andrücken der Walzen unter Druck gesetzt werden. Das Unterdrucksetzen erfolgt bei der dargestellten Ausführungsform dadurch, daß die aus einer Wanne 12 entnommene und durch eine Pumpe 13 auf konstanten Druck gebrachte Flüssigkeit durch ein Rohr 14 und ein Druckregelventil 15 geleitet wird, das parallel einerseits eine mit einem Druckmesser 16 a versehene und in die Kammer 8 d der Kolben-Zylinder-Einheit 8 mündende Leitung 16 und andererseits eine mit einem Druckmesser 17 a versehene und unter Zwischenschaltung eines Druckreduzierventils 18 in die Kammer 9 d der Kolben-Zylinder-Einheit 9 mündende Leitung 17 speist.
  • Jedes der Ventile 15 und 18 gestattet es, den stromabwärts von ihm herrschenden Druck dadurch einzustellen, daß in bekannter Weise ein Teil der Flüssigkeit in Ableitungen 15 a bzw. 18 a und zur Wanne 12 zurückgeleitet wird. Die Ventile 15 und 18 bilden daher eine Verstelleinrichtung zur Regelung der auf die Walzenlager ausgeübten Anpreßkräfte.
  • Bei stillstehenden Walzen wird die Anpreßkraft dadurch geregelt, daß mittels des Ventils 15 der durch die Leitungen 16 und 17 in die Kammern 8 d und 9 d geleitete Druck geregelt wird, bis die Walzen 1, 2, 3 in der in der Zeichnung dargestellten Stellung aneinandergedrückt sind. Die auf den Druckmessern 16 a und 17 a abgelesenen Drücke sind dann gleich. Wenn die Walzen sich drehen und die Paste 4 mitnehmen, ist, wie oben bereits erklärt, der von den Walzen auf die Paste ausgeübte Druck größer an der nicht angetriebenen Seite, d. h. an der Seite der Wangen 1 a, 2 a, 3 a, als an der durch das Getriebe 11 angetriebenen Seite. Daher wird mit dem Ventil 18 der Druck in der Kammer 9 d verringert, um die Anpreßkraft an der nicht angetriebenen Seite zu verringern.
  • Zur Erzielung einer genauen Regelung der Anpreßkräfte, die automatisch sein kann, wird die in F i g. 2 dargestellte Vorrichtung verwendet. Ein Differenzdruckmeßgerät 19 ist durch die Meßleitungen 20 und 21 mit den als Meßräume wirkenden Kammern 8 c und 9 c verbunden, die mit Öl gefüllt sind, so daß das Druckmeßgerät 19 den Druckunterschied zwischen den beiden Kammern 8 c und 9 c anzeigt. Zwischen den Meßleitungen 20 und 21 liegt eine Nebenschlußleitung 22, die durch zwei Hähne 20 a, 21 a absperrbar ist und in einen durch den Hahn 23 a betätigten regelbaren Auslaß 23 mündet. Von der Meßleitung 20 ist über einen Hahn 24 a ein Hilfsdruckmeßgerät 24 abgezweigt.
  • Zur Benutzung dieser Vorrichtung wird bei stillstehender Maschine und voneinander entfernten Walzen zunächst durch Hähne, wie 25 (F i g. 1), Öl in die beiden Kammern 8 c und 9 c gefüllt. Darauf werden diese Hähne 25 geschlossen. Wenn man bei der vorläufigen, bei stillstehenden Walzen erfolgenden Andrückung in der üblichen Weise vorgeht, werden die Hähne 20 a, 21 a geöffnet und der Auslaß 23 durch den Hahn 23 a in der Weise geöffnet, daß der Druck in den Kammern 8 c und 9 c, der, da die Kolben der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten beim Zusammenführen der Walzen gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit vorgehen, im wesentlichen gleich ist und auf dem Druckmeßgerät 24 abgelesen wird, nicht einen Wert erreicht, bei dem das Differenzdruckmeßgerät 19 beschädigt werden könnte. Wenn die drei Walzen sich berühren und mit dem gewünschten Druck, der an den Druckmeßgeräten 16 a und 17 a abgelesen wird, angedrückt sind, wird zunächst der Hahn 23 a geschlossen, damit die Drücke in den Meßräumen 8 c und 9 c sich durch die Nebenschlußleitung 22 genau ausgleichen. Darauf werden die Hähne 20 a und 21 a geschlossen. In dieser Stellung sind die Walzen gegeneinandergedrückt, und der öldruck in den Kammern 8 c und 9 c ist genau gleich. Das Druckmeßgerät 19 zeigt also einen Differenzdruck Null an.
  • Wenn die Walzen in Drehung versetzt werden, geht die Paste 4 zuerst zwischen den Walzen 1 und 2 und danach zwischen den Walzen 2 und 3 hindurch. Die Walzen entfernen sich auf der Seite der Wangen 1 b, 2 b, 3 b infolge des dort angeordneten Antriebs mehr voneinander als auf der Seite der Wangen 1 a, 2 a, 3 a. Dadurch verschieben sich die Kolben der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten etwas nach unten (F i g. 1) unter Verringerung der Drücke in den Kammern 8 c und 9 c, wobei der Druck in der Kammer 8 c stärker absinkt als in der Kammer 9 c. Das Differenzdruckmeßgerät 19 zeigt also einen geringeren Druck in der Kammer 8 c als in der Kammer 9 c an. Durch das Ventil 18 verringert man den Druck in der Kammer 9 d der Kolben-Zylinder-Einheit 9, damit die durch diese Einheit auf die Walzen ausgeübte Anpreßkraft und dadurch den von den Walzen an der nicht angetriebenen Seite auf die Paste ausgeübten Druck. Der Gegendruck der Paste vergrößert etwas den Abstand der Walzen auf dieser Seite, und der Kolben der Einheit 9 verschiebt sich etwas nach unten (F i g. 1) und vermindert so den Druck in der Kammer 9 c. Wenn der auf dem Differenzdruckineßgerät 19 angezeigte Differenzdruck zwischen den Kammern 8 c und 9 c den Wert Null erreicht, wird das Korrigieren durch das Ventil 18 eingestellt. Es ist so gewährleistet, daß die Summe der Abstände zwischen den Walzen 1 und 2 und zwischen den Walzen 2 und 3 auf der Seite der Kolben-Zylinder-Einheit 9 die gleiche ist wie auf der Seite der Kolben-Zylinder-Einheit 8. Mit der gleichen Maßnahme wird die Gleichheit der durch die Walzen auf die Paste ausgeübten Drücke auf beiden Seiten hergestellt.
  • An Stelle der manuellen Betätigung des Ventils 18 zum Einstellen der Anzeige des Differenzdruckmeßgeräts 19 auf den Wert Null wird vorzugsweise, wie durch die strichpunktierte Linie 26 dargestellt, der Differenzdruck zwischen den Kammern 8 c und 9 c dazu verwendet, eine Steuerverrichtung zu betätigen, die das Ventil 18 in der Weise regelt, daß der Differenzdruck auf dem Wert Null gehalten wird. Das Differenzdruckmeßgerät 19 kann z. B. mit elektrischen Kontakten versehen sein, die einen Servomotor steuern, der das Ventil 18 betätigt. Es sind aber auch andere Arten von Steuerungen verwendbar, die den Differenzdruck als Eingangssignal verwenden.
  • Das Auseinandergehen der Walzen unter der Wirkung der zwischen ihnen hindurchgehenden Paste bewirkt eine in F i g. 2 nach unten gerichtete Verschiebung der Kolben der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten 8 und 9. Diese Verschiebungen, die bei der beschriebenen Ausführungsfonn deshalb möglich sind, weil die Ventile U und 18 in den Kammern 8 d und 9 d konstante Drücke aufrechterhalten, sind sehr klein. Bei Reibmaschinen für Druckfarben liegen die Verschiebungsdifferenzen der beiden Kolben in der Größenordnung von Mikron, Jedoch sind die sich aus diesen Verschiebungen in den Kammern 8 c und 9 c ergebenden Druckdifferenzen ausreichend, daß sie auf dem Differenzdruckmeßgerät 19 angezeigt werden oder ein Steuersignal für das Ventil 18 erzeugen. Jede Änderung der Reaktion des Getriebes 11, z. B. infolge einer Änderung der Geschwindigkeit der Walzen, bewirkt eine Änderung des Differenzdrucks auf dem Druckmeßgerät 19, die gestattet, mittels des Ventils 18 an beiden Kolben-Zylinder-Einheiten den gleichen Druck herzustellen.
  • Es ist hierbei zu bemerken, daß die eine Änderung des Differenzdrucks verursachende Änderung der Walzengeschwindigkeit gewollt und beabsichtigt sein kann und somit vom Willen der Bedienungsperson oder der Programmierung des Arbeitsganges abhängig ist. Dagegen bewirken ein Unterschied in der Homogenität der Paste oder eine Temperaturdifferenz# die sich als Unterschied in der Viskosität der Mischung auswirkt, unvorhergesehene Änderungen des Differenzdrucks. Es ist einer der Vorteile der Erfindung, daß sie die fortlaufende Korrektur der Differenzdrücke in Abhängigkeit von den Änderungen der Reaktionen der Betätigungsvorrichtungen gestattet, die ihrerseits von den Änderungen der Leistung abhängen, die im Verlauf desselben Arbeitsganges aufgenommen wird.
  • Bei Maschinen mit mechanischer Andrückung könnte das Differenzdruckmeßgerät 19 eingeschaltet sein zwischen den Kammern 8 c und 9 c entsprechenden Meßräumen, die an den Lagern der Walze 1 und deren Kolben an den Lagern der Walze 3 befestigt sind.
  • Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform tragen Teile, die die gleiche Funktion haben wie in F i g. 2, die gleichen Bezugszeichen. Die Leitung 22, die in F i g. 2 dazu bestimmt war, die Volumenverringerung der Kammern 8 c und 9 c zu ermöglichen und beim im Stillstand erfolgenden Andrücken der Walzen die Druckgleichheit in den Kammern herzustellen, ist hier vervollkommnet. Die Hähne 20 a und 21 a sind ersetzt durch die elektrisch betätigbaren Ventile 27 und 28, und der Auslaß 23 ist durch einen hydropneumatischen Druckspeicher 29 ersetzt. Außerdem ist die Nebenschlußleitung 22 an einen Hahn 30 angeschlossen, mit dem die in der Gesamtanlage enthaltene Ölnienge verändert werden kann.
  • Bei dein im Stillstand erfolgenden vorläufigen Andrücken sind die beiden Ventile 27 und 28 geöffnet. Das durch die Verkleinerung des Volumens der Kammern 8 c und 9 c ausgedrückte Öl wird in den Speicher 29 geleitet. Nach Beendigung der vorläufigen Andrückung werden die durch einen elektrischen Kreis (nicht dargestellt) betätigbaren Ventile 27 und 28 gleichzeitig geschlossen, so daß gewährleistet ist, daß die Drücke in den beiden Kammern 8 c und 9 c gleich sind.
  • In F i g. 3 sind auch der Motor 13 a der Pumpe 13 und ein Filter 13 b dargestellt, der auf der Ansaugseite der Pumpe in der Wanne 12 angeordnet ist. Das Ventil 18 ist ein über eine Leitung 26 durch das Differenzdruckmeßgerät 19 gesteuertes, elektrisch betätigbares Ventil. Das Ventil 15 ist gleichfalls elektrisch betätigbar. Ein an die Leitung 16 angeschlossener manometrischer Kontaktgeber 31 gestattet durch (nicht dargestellte) das Ventil 15 oder die Pumpe 13 betätigende elektrische Leitungen die Unterbrechung der Unterdrucksetzung der Anlage in dem Fall, daß der Druck anomal steigt. In F i g. 2 mißt das Druckmeßgerät 24 den Druck in der Kammer 8 c und gibt somit einen Wert an über den Abstand, den die Walzen unter der Wirkung der zwischen ihnen befindlichen Paste einnehmen. Durch Betätigung des Ventils 15 in der Weise, daß dieser Druck auf einem bestimmten Wert gehalten wird, ist es also möglich, den Walzen den gewünschten Abstand zu geben. Bei der Ausführungsfonn nach F i g. 3 ist eine Regelung der Anpreßkräfte in Abhängigkeit vom Abstand der Walzen vorgesehen und schematisch durch ein Druckmeßgerät mit elektrischen Kontakten 32 dargestellt das von der Meßleitung 20 abzweigt und durch eine elektrische Steuerleitung 33 mit dem Regelventil 15 und einer Verstelleinrichtung für die Walzendrehzahl 33 a verbunden ist Eine derartige Regelung gestattet, den Druck, dem die Paste zwischen den Walzen tatsächlich unterliegt, auf dem gewünschten Wert zu halten. Bei Maschinen mit Walzen ohne diese Regelung läßt sich die Dicke der auf der Abzugswalze 3 gebildeten Schicht durch Kontrolle des während eines gegebenen Zeitraumes geförderten Stoffgewichtes bestimmen. Man braucht dazu nur das spezifische Gewicht des Stoffes, also der Paste 4, zu kennen und die Tangentialgeschwindigkeit und die Breite der auf der Abzugswalze erhaltenen Schicht in Rechnung zu stellen. Aber diese Schichtdicke ist keine Angabe über die Größe des Abstands zwischen den zwei letzten Walzen oder zwischen den vorhergehenden Walzen. Es wurde festgestellt, daß bei einer Maschine mit Walzen mit progressiven Geschwindigkeiten diese Abstände deutlich kleiner sind als die Dicke der gewonnenen Schicht.
  • Es wurde ferner festgestellt, daß bei gleicher Viskosität der Mischung die Verringerung der Ab- stände einen beträchtlichen Einfluß hat, einerseits auf die Fließgeschwindigkeit im Inneren der Paste, die beträchtlich höher ist als an der Berührungsstelle mit den Walzen, und andererseits auf den Höchstdruck im Inneren der Paste, der sehr schnell steigt, wenn der Abstand der Walzen verringert wird.
  • Anderungen der Walzenabstände haben also bedeutenden Einfluß auf die Güte der erzielten Erzeugnisse.
  • Die in F i g. 3 schematisch dargestellte Regelung mit Hilfe des Druckmeßgeräts 32 und der elektrischen Steuerleitung 33 gestattet die automatische Einhaltung des Walzenabstands auf dem gewünschten Wert durch Einwirkung einerseits auf die Anpreßkraft (durch die Verstelleinrichtung in Gestalt des Ventils 15) und andererseits auf die Drehzahl der Walzen (durch die Verstelleinrichtung 33 a) in Abhängigkeit von diesem Abstand, der durch den Druck in der Kammer 8 c gemessen wird.
  • Das Druckmeßgerät 32 weist z. B. mehrere elektrische Kontakte auf, die so angeordnet sind, daß sie in die Steuerleitung 33 Signale abgeben, die durch das Ventil 15 ausgewertet werden, um in der Kammer 8 d eine Anpreßkraft zu erzeugen, die die Kammer 8 c auf dem gewünschten Druck hält, wobei durch die oben beschriebene Steuervorrichtung der Druck in der Kammer 9 c auf der gleichen Höhe gehalten wird wie der in der Kammer 8 c.
  • Wenn das Ventil 15 eine Forderung, den Andrückdruck zu erhöhen, nicht mehr erfüllen kann (z. B. weil der Andrückdruck bereits gleich dem Druck der Pumpe 13 ist), dann betätigt das Signal der Steuerleitung 33 die Verstelleinrichtung 33 a, die die Walzen langsamer laufen läßt. Die Verlangsamung bewirkt eine Verringerung des Volumens der zwischen den Walzen gefaßten Paste. Das hat zur Folge, daß der Abstand der Walzen sich verkleinert, bis der Druck in der Kammer 8 e, der diesen Abstand mißt, den gewünschten Wert erreicht hat. Die Kontakte des Druckmeßgeräts 32 sind einstellbar, so daß der Druck beliebig regelbar ist, der in der Kammer 8 c durch die Regelvorrichtung automatisch beibehalten wird. Die Erfindung ist anwendbar bei Maschinen mit nur zwei Walzen und bei solchen mit mehr als drei Walzen. Sie ist auch anwendbar bei Maschinen, bei denen jede Walze mit unabhängigen Andrückmitteln versehen ist und so der Abstand jedes zusammengehörigen Walzenpaares selbständig regelbar ist.
  • Die Erfindung ist nicht nur auf Maschinen wie Reibmaschinen und Kalander, bei denen die Walzen mit progressiven Geschwindigkeiten umlaufen, sondern auch auf Maschinen wie Kalander, Walzwerke usw. anwendbar, bei denen die Walzen mit gleichen Geschwindigkeiten laufen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verstell- und Andrückvorrichtung zum Parallelverstellen der Walzen von Walzenstühlen mit auf die Walzenlager einwirkenden und zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Walzenabstands steuerbaren hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten und mit zur Ermittlung der Verstellung der Kolben-Zylinder-Einheiten dienenden Meßeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtungen hydraulisch ausgebildet und an die Anpreßkräfte der Walzen (1, 2, 3) aufnehmenden und als Meßräume wirkenden Kammern (8 c, 9 c) der Kolben-Zylinder-Einheiten angeschlossen sind und daß mit Hilfe von Verstelleinrichtungen (15, 18; 33 a) die auf die Walzenlager ausgeübten Anpreßkräfte und/oder die Drehgeschwindigkeit der Walzen zur Einhaltung eines bestimmten gemessenen Abstandswertes regelbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtungen aus einem in die Meßräume (8 c, 9 c) verbindende Meßleitungen (20, 21) eingeschalteten Druckmeßgerät (Manometer 19) bestehen, das zur Ermittlung der Differenzbewegung zwischen den Kolben-Zylinder-Einheiten dient und über Verstelleinrichtungen (18) auf die Walzenanpreßkräfte einwirkt. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Meßleitungen (20, 21) des Manometers (19) ein weiteres Manometer (32) angeschlossen ist, das auf den Absolutwert des Walzenspaltes und die Walzendrehzahl einwirkt. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet ' daß die Meßleitungen (20, 21) steuerbar mit einem Auslaß (23) oder einem Druckspeicher (29) verbunden sind. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Dif- ferenzbewegung ermittelnde Druckmeßgerät (19) an eine die Walzenanpreßkraft an der nicht angetriebenen Walzenseite beeinflussende Verstelleinrichtung (18) angeschlossen ist.
DEV25605A 1963-03-19 1964-03-14 Verstell- und Andrueckvorrichtung zum Parallelverstellen der Walzen von Walzenstuehlen Pending DE1289396B (de)

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