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Gerüsttafel aus mehreren Werkstofflagen
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Die Erfindung betrifft eine Gerüsttafel aus nehreren Werkstofflagen
mit stirnseitigen Aufnahmen für Befestigungsmittel.
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Gerüsttafeln finden in Gerüstbau als Aussteifungs-und Tragtafeln wie
auch zur Festigkeit des Gerüstverbandes beitragende und/oder begehbare Bauteile
Verwendung.
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Neben den überwiegend vorkommenden Gerüsttafeln aus massiven Brettern
oder Bohlen sind auch schon solche bekanntgeworden, die aus zwei parallelen, im
Abstand voneinander verlaufenden, dünnen Abschlußplatten aus Sperrholz oder dgl.
bestehen, zwischen denen in Längsrichtung oder angenähert in Längsrichtung der Platte
eine Mehrzahl von 1 Abstand voneinand.er verlaufenden Leisten vorgesehen ist, wobei
ferner die Schmalseiten dieser Platte mittels zwischen den dünnen Abschlußplatten
vorgesehenen breiten Streifen aus Holz abgeschlossen sind, die durch die Enden der
länEsverlaufenden Leisten und durch aneinanderlieOende, die Zwischenräume zwischen
diesen Leisten ausfüllende kurze Leistenstücke bzw. durch ein in Querrichtung zur
Platte verlaufendes Holzbrett, an dem die längsverlaufenden Leist-en enden, Gebildet
sind (DE-PS 1559025). Dadurch soll eine Gewichtseinsparung sowie eine Stabilitätsverbesserung
gegenüber den Gerüsttafeln aus massivem Holz erzielt werden.
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Nachteilig an derartigen Gerüsttafeln ist jedoch nicht nur der außerordentlich
große Fertigungsaufwand, bei deren Herstellung und das immer noch erhebliche Gewicht
derselben, hervorgerufen durch die verwendeten
metallischen Seitenstege
sowie die aus massivem Holz bestehenden Aussteifungsstege und die stirnseitigen
Holzbretter, sondern vor allem die Tatsache, daß in die zahlreichen Hohlräume derselben
eindringendes Wasser dort überhaupt nicht oder nur sehr langsam verdunstet und zu
einem zunächst verbogenen Faulen der benachbarten Holzteile führt. Dieser Wassereintritt
ist bei der bisher bekanntgewordenen Hohlkonstruktion niemals mit Sicherheit zu
vermeiden, so daß die Verwendung derartiger Gerüsttafeln mit einem erheblichen Sicherheitsrisiko
verbunden ist, da die Festigkeit derselben durch versteckbe Fäulnisherde auf einen
Bruchteil der ursprünglichen Festigkeit abgesunken sein kann, obwohl die Gerüsttafel
äußerlich noch völlig unversehrt zu sein scheint. - Man hat deshalb schon versucht,
Wasseransammlungen innerhalb der Hohlräume einer derartigen Gerüsttafel dadurch
zu verhindern, daß diese Hohlräuine mit Kunststoff ausgeschäumt wurden, Dadurch
wurde jedoch eine genau gegenteilige Wirkung erzielt, weil der ohne nennenswerten
Druck eingeschäumte Kunststoff eine erheblich Saugfähigkeit hat und zufolge seiner
Schwammwirkung ein ständiges Wasserreservoir bildet, so daß jetzt pernanente Fäulnisprozesse
in den Holzteilen auftreten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gerüsttafel der eingangs
geschilderten Art zu schaffen, die weitestgehend witterungs- und feuchtigkeitsbeständig
ist, gleichwohl jedoch, bezogen auf bekanntgewordene Gerüsttafeln, bei gleicher
Belastbarkeit ein erheblich geringeres Gewicht hat und ökonomischer herzustellen
ist.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Gerüsttafel
einen leichten Kern aus schaumstoff mit erhöhter Festigkeit erhält, der allseitig
von einer geschlossenen Deckschicht aus hochfestem Kunststoff umgeben ist und eine
vernachlässigbar geringe Saufähigkeit besitzt.
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Diese Deckschicht kann in Weiterbildung der Erfindung aus einer oder
mehreren untereinander und mit dem rrn unter Druck verklebten Kunststoffmatten bestehen.
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Insbesondere ergibt sich eine erhöhte Festigkeit, wenn die Kunststoffmatten
kunstharzgetränkte Textilglasmatten sind.
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Eine erfindungsgemäße Gerüsttafel weist also einen vollständig geschlossenen
Hohlkasten aus hochfestem Kunststoff auf, der durch einen Schaumstoffkern erhöhte
Festigkeit erhält.
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Dieser Hohlkasten hat bekanntlich ein sehr großes Widerstandsmoment
sowohl gegen Biegung als auch Torsion, da die die Belastung aufnehmenden wirksamen
Querschnitte des Hohlkastens einen vorgegebenen großen Abstand voneinander haben.
Die Zusammenhänge zwischen dem Widerstandsmoment eines Trägers gegen Biegung und
Torsion und den geometrischen Abmessungen seiner wirksamen Querschnitte sind allgemein
bekannt und brauchen an dieser Stelle nicht weiter erörtert zu werden.Auf jeden
Fall findet der erfindungsgemäßen Gerüsttafel eine optimale Ausnutzung des hochfesten
Kunststoffmaterials statt, wodurch sich schließlich bei großer Belastbarkeit ein
minimales Gesamtgewicht der Gerüsttafel ergibt.
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Im Rahmen der Erfindung wird eine derartige Gerüsttafel im Bereich
ihrer schmalen Stirnseiten durch über die Enden geschobene und dort verklebte Armierungskappen
aus schlagfestem Kunststoff, beispielsweise PVC, zusätzlich verstärkt, um einmal
Beschädigungen der Gerüsttafel während des Abrüstens, im Verlaufe dessen bekanntlich
Gerüsttafeln oftmals aus größerer Höhe auf den Baugrund hinabgeworfen werden, weitestgehend
zu verhindern und zum anderen die Zugfestigkeit der Gerüsttafel im Bereich der Ausnahmebohrungen
für die üblichen Befestigungsmittel zu erhöhen. Zu diesem Zweck genügt es völlig,
die genannten Armierungskappen aufzubringen, wodurch ebenfalls ein äußerst ökonomischer
Einsatz des verhältnismäßig teuren schlagfesten Kunststoffmaterials erfolgt.
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Weitere Merkmale und Vorteile der erfindung werden anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Gerüsttafel
erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Gerästtafel im auseinandergezogenen Zustand der Einzelteile vor dem Verkleben und
Verpressen, Fig. 2 die perspektivische Darstellung einer armierten schmalen Stirnseite
der Gerästtafel und Fig. 3 die perspektivische Darstellung einer armierten schematischen
Stirnseite der Gerüsttafel in etwas anderer Ausbildung der Armierungskappe.
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Gem.Fig.1 ist der Qu @chaumstoff mit erhöhter Festigkeit bestehende
Kern auf seinem gesamten Umfang mit auf Gehrung geschnitten Randverschlußprofilen
(3) armiert, die aus hochfestem Kunststoff bestehen, wobei man zweckmäßig sog. glasfaserverstärktes
Material verwendet. In den Ecken sind Holzplätten(2) eingeklebt, die in der Zone
liegen, durch die die Aufnahmebohrungen gelegt werden und die dort eine willkommene
Verstärkung des Kernes(1) mit sich bringen.
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Auf den so präparierten Kern(1) werden dann von jeder Seite her fünf
Matten(4) einer besonders festen kunststoffgetränkten Glasgewebes aufgeklebt. Die
Anzahl der Mattern(4) wurde hier nur beispielsweise zu fünf gewählt, sie kann variiert
werden, je nachdem, welche Festigkeitserwartungen an die Gerüsttafel gestellt werden.
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Anschließend werden die beiden Seiten durch eine textilglasmatte(5)
mit besonders hohem Glasgehalt verschlossen, die ebenfalls aufgeklebt wird und eine
besonders dichte Oberfläche bildet, die in erhöhtem Maße rißsicher ist.
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Mischließend wird die Gerus-ttafel(6) unter Einwirkung von Druck und
Wärme gepreßt und auf ihre Endstärke gebracht.
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Man kann die Preßformen ohne weiteres so ausbilden, daß die großen
Flächen der Gerüsttafel(G) eine Strukturierung erhalten, die beispielsweise die
Begehbarkeit durch eine erhöhte Rutschsicherheit verbessert.
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Die Fig. 2 zeigt ein Ende der Gerüsftafel(6), das durch eine anfgepreßte
und verklebte Armierungsplatte (7) aus schlagfestem Kunststoff, beispielsweise WC,
verstärkt
ist. Die Armierungskappe(7) nimmt die herkömmlichen Aufnahmebohrungen(8)
der Gerüsttafel(6) auf.
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Gem. Fig.3 ist die Armierungskappe(7') etwas anders geformt. Diese
Form ist leichter herzustellen, bringt jedoch einen etwas erhöhten Materialaufwand
im Vergleich zu der Armierungskappe(7) gem.Fig. 2 mit sich.
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Liste der Zeichnungspositionen 1 Kern 2 Holzplättchen 3 Randverschlußprofil
4 Matten 5 Textilglasmatte 6 Gerüsttafel 7,7' Armierungskappe 8 Aufnahmebohrungen
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