DE3006364B1 - Lochplatten-Siebboden mit Selbstreinigungswirkung - Google Patents
Lochplatten-Siebboden mit SelbstreinigungswirkungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Siebboden für Schwingsiebmaschinen bestehend aus zumindest einer
gegossenen, spritzgegossenen oder vulkanisierten Lochplatte aus gummielastischem Material, wie Kunststoff
oder Gummi, mit einer Vielzahl von Sieböffnungen und diese umschließenden Stegen, die untereinander
einstückig verbunden sind und Lochplatten bilden.
Solche Siebboden werden vornehmlich zur Klassierung von Schüttgütern eingesetzt. Damit ein Zusetzen
der Sieböffnungen insbesondere durch Grenzkorn vermieden wird, ist es bei derartigen Siebboden
bekannt, Maßnahmen für einen Selbstreinigungseffekt zu treffen. In der Regel werden die Sieböffnungen in
Durchtrittsrichtung des Siebgutes sich konisch erweiternd ausgebildet, so daß eingeklemmtes Grenzkorn
infolge Mitnahme durch das Siebgut in dessen Durchtrittsrichtung auswandern kann. Es gibt jedoch
auch Schüttgüter, bei denen die Sieböffnungen der Lochplatte verschlammen, hierbei sind die einzelnen
sich in den Sieböffnungen ablagernden Partikel sehr erheblich kleiner als das jeweilige Grenzkorn, weswegen
gegen ein solches Verschlammen die Konizität der Sieböffnungen unwirksam ist.
Es ist deshalb bei einem Siebboden der eingangs genannten Art schon bekannt, den Selbstreinigungseffekt
dadurch zu verbessern, daß an den einzelnen
2<i Sieböffnungen elastische Zungen mit einer eigenen
Schwingungsmöglichkeit gebildet sind. Es werden dabei jeweils zwei Sieblöcher durch einen Schlitz miteinander
verbunden, der auf diese Weise gebildete, lediglich einendig mit den Stegen feste Streifen besitzt
gegenüber den Rändern der Sieböffnungen eine größere Elastizität und führt zu diesen Realtivbewegungen
aus. Jedoch ist der hierdurch bedingte Selbstreinigungseffekt im wesentlichen auf den Bereich des
freischwingenden Endes der Zungen begrenzt, da zur
3<i Verbindungsstelle mit den Stegen hin die Relativbewegung
der Zungen zu den Rändern der Sieböffnungen immer geringer wird (DE-AS 27 01 307).
Es ist ferner ein Siebboden aus elastischen, streifenförmigen Elementen bekannt, die in Querrichtung
Vi seitlich angesetzte, ebenfalls streifenförmige Zungen
haben, die sich in bestimmungsgemäßer Anordnung bis zu dem benachbarten streifenförmigen Element erstrekken
und die Sieböffnungen einschließen. Diese Zungen besitzen keine Verbindung mit den jeweils benachbar-
■}o ten Stegen und können daher zumindest im Bereich
ihres freien Endes gegenüber den durchlaufenden Stegen eine Eigenschwingung und damit eine Relativbewegung
ausführen, wodurch ein Selbstreinigungseffekt eintritt, der auch hier im wesentlichen auf den
Endbereich der Zungen begrenzt ist. Infolge der Relativbewegungen der schwingenden Streifen gegenüber
den Stegen an denen sie befestigt sind, ergeben sich besondere Schwierigkeiten einerseits hinsichtlich der
Haltbarkeit und andererseits bezüglich der Lochtreue der Sieböffnungen. Deshalb sind die zusätzlich schwingungsfähigen
Zungen zum einen wenigstens teilweise mit einer Armierung versehen und ragen zum anderen
über die sonstige Profilhöhe nach unten hinaus, um bei der größeren Bewegung gegenüber den dagegen
steiferen Stegen eine ausreichende Maschen- oder Lochtreue zu erzielen (DE-PS 9 65 546).
Seit langem sind bereits Draht-Siebböden bekannt, bei denen die einzelnen Sieböffnungen durch Siebdrähte
eingeschlossen werden, die aus Stahl bestehen. Durch eine unterschiedliche Konfiguration der nebeneinanderliegenden
Siebdrähte oder durch verschiedene Drahtdicken werden dabei Relativbewegungen der einzelnen
Siebdrähte erzeugt, die einen Reinigungseffekt hervorrufen. Die einzelnen Siebdrähte unterschiedlicher
Biegesteifigkeit müssen in besonderer Weise aufeinander abgestimmt an einem gemeinsamen Tragrahmen
befestigt werden. Obwohl solche Drahtsiebböden schon seit mehr als zwanzig Jahren in Gebrauch sind, haben sie
bislang keine Anregung dafür geben können, auch bei Siebboden der eingangs genannten Art mit Lochplatten
aus gummielastischem Material den Selbstreinigungseffekt zu verbessern (Obering. Kurt Wolff: »Siebboden
und ihre Verwendung« in »Aufbereitungstechnik«, Jahrgang 1 (1960), Heft 11, Seite 457-473 und Heft 12,
Seite 501-508).
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einem Siebboden der gattungsgemäßen Art mit
Lochplatten aus gummielastischem Material die Selbstreinigungswirkung im Bereich jeder einzelnen Sieböffnung
durch eine Relativbewegung der Sieböffnungsränder zu erzielen, um damit den Selbstreinigungseffekt auf
einen möglichst großen Bereich jeder einzelnen Sieböffnung auszudehnen.
Diese Aufgabe wird bei einem Siebboden der gattungsgemäßen Art nach der Erfindung dadurch
gelöst, daß zumindest zwei der die einzelnen Sieböffnungen umschließenden Stege unterschiedliche Biegesteifigkeit
durch unterschiedliche Querschnitte und/oder Bewehrungen haben.
Der besondere Vorteil eines erfindungsgemäßen Siebbodens liegt darin, daß die durchgehenden Stege
der Lochplatte sich gegeneinander während des Betriebs verformen, wodurch sich die einzelnen
Sieböffnungen in festlegbaren Bereichen verziehen können. Es erstreckt sich dann die Formänderung über
den gesamten Bereich einer jeden Sieböffnung, insbesondere dann, wenn die Stege unterschiedlicher
Biegesteifigkeit an gegenüberliegenden Seiten der Sieböffnungen liegen. Um die Vorteile der Relativbeweglichkeit
der Stege unterschiedlicher Biegesteifigkeit nicht nur bei spaltförmigen Sieböffnungen, sondern
auch bei rechteckigen, quadratischen oder runden Sieböffnungen nutzen zu können, ist es vorteilhaft, die
Sieböffnungen durch an die Stege angeformte Ansätze zu begrenzen, wobei diese Ansätze die Relativbewegungen
der Stege, mit denen sie verbunden sind, mitmachen. Zusätzlich können diese Ansätze gegenüber ihren
Stegen auch noch eine Eigenschwingung ausführen, um den Reinigungseffekt zu verstärken.
Die unterschiedliche Biegesteifigkeit der beiden Stege, die jeder Sieböffnung zugeordnet sind, kann,
soweit es die Verschiedenheit der Querschnitte betrifft, sowohl durch eine unterschiedliche Querschnittsform
als auch durch eine unterschiedliche Querschnittsgröße bedingt sein. In Ergänzung dazu kann man die
unterschiedliche Biegesteifigkeit der jeweils beiden Stege auch noch durch eine Armierung oder Bewehrung
beeinflussen. Grundsätzlich kann man jedoch auf unterschiedliche Querschnittsformen und -größen der
Stege verschiedener Biegesteifigkeit verzichten, wenn man eine Bewehrung dieser Stege vorsieht. Dabei kann
die Bewehrung der Stege unterschiedlicher Biegesteifigkeit verschieden sein, in bevorzugter Ausführung wird
man jedoch abwechselnd je einen Steg mit Bewehrung und einen Steg ohne Bewehrung einsetzen.
Zweckmäßig ist eine parallele Anordnung der Stege unterschiedlicher Biegesteifigkeit. Es können hierdurch
regelmäßig angeordnete, gleich große Sieböffnungen, insbesondere Siebspalte, leicht gebildet werden. Die
parallele Anordnung dieser Stege bewirkt, daß die einzelnen Sieböffnungen an ihren einander gegenüberliegenden
Rändern ein unterschiedliches Schwingungsverhalten haben. Dies ist unabhängig davon, wie die
Sieböffnungen im übrigen gestaltet oder gebildet sind, was insbesondere dann vorteilhaft ist, wenn — wie
schon erwähnt — die Sieböffnungen durch in Querrich
tung zu den Stegen liegende Ansätze mitbegrenzt sind. Die Sieböffnungen werden weiter auch durch Randstege
oder durch die Stege unterschiedlicher Biegesteifigkeit kreuzende Stege begrenzt, diese letztgenannten
Stege stellen den Siebbodenverband her. Alle Stege sind infolge der gegossenen, spritzgegossenen oder vulkanisierten
Ausführung der Lochplatte miteinander einstükkig verbunden.
Bei einer ringsherum aufgelagerten Lochplatte tritt infolge der Membranwirkung zur Mitte der Lochplatte
hin eine größere Schwingungsamplitude als am aufgelagerten Rand auf. Um hierbei auch am Rand noch
eine ausreichende Selbstreinigungswirkung zu erzielen, ist es vorteilhaft, den Verbund der parallelen und
kreuzenden Stege weniger steif auszubilden, indem man den Abstand entweder der parallelen und kreuzenden
Stege oder nur der parallelen oder der kreuzenden Stege zu den Randzonen der Platte hin größer macht.
Dadurch erhält man auch im Bereich der Randzonen eine größere Schwingungsamplitude.
Auf das Schwingungsverhalten und/oder den Verschleiß der Stege unterschiedlicher Biegesteifigkeit
kann man auch noch durch einen unterschiedlichen Überstand über die Oberseite der Lochplatte Einfluß
nehmen. Zum einen können die elastischeren Stege nach oben hin einen Überstand haben, wodurch das Siebgut,
das auf die überstehenden Stege aufprallt, deren Schwingung verstärkt und die Selbstreinigungswirkung
erhöht. Zum anderen können aber auch die steiferen Stege nach oben hin über der Oberseite der Lochplatte
einen Überstand besitzen. Diese Maßnahme trifft man, um mit dem Überstand der steiferen Stege das gröbere
Siebgut zu tragen, dadurch werden die elastischeren Bereiche entlastet und sind dann nicht so stark
verschleißgefährdet.
Zusätzlich zu dem Selbstreinigungseffekt, der durch die unterschiedliche Biegesteifigkeit der Stege erreicht
wird, kann bei einem erfindungsgemäßen Siebboden auch noch die in Durchgangsrichtung konische Erweiterung
der Sieböffnungen vorgesehen werden, um in üblicher Weise eine Grenzkornbefreiung zu ermöglichen.
Die Erfindung wird nachstehend noch anhand der Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Dabei zeigt
F i g. 1 eine perspektivische, geschnittene Draufsicht
auf eine Lochplatte für einen Siebboden nach der Erfindung,
F i g. 2 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform einer Lochplatte für einen erfindungsgemäßen
Siebboden und
Fig.3 einen Teilquerschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Lochplatte für einen Siebboden
nach der Erfindung,
F i g. 4 einen Teilquerschnitt in vergrößerter Darstellung durch eine vierte Ausführungsform einer Lochplatte
für einen erfindungsgemäßen Siebboden.
F i g. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Lochplatte für einen Siebboden, der zur Verwendung in
Schwingsieben zur Klassierung von Schüttgütern bestimmt ist. Die Lochplatte besteht aus einem
gummielastischen Material, wie Kunststoff oder Gummi. Sie ist einstückig aus diesem Material gegossen,
spritzgegossen oder vulkanisiert.
Längs ihres Randes besitzt die Lochplatte Randstege 1, zwischen denen sich längsverlaufende Stege 2 und 3
und quer angeordnete Stege 4 erstrecken. Diese Stege werden nachstehend als Längsstege und Querstege
bezeichnet, obwohl sie grundsätzlich auch zueinander sowie zu den Randstegen 1 schräg verlaufen können.
Auch kann die Ausbildung und Funktion der Längs- und Querstege miteinander vertauscht sein, was sich sowohl
auf die ganze Lochplatte als auch auf partielle Bereiche davon beziehen kann.
Die Randstege 1, die zum Auflagern oder Einspannen der Lochplatte dienen, besitzen gegenüber den Längsstegen
2 und 3 sowie den Querstegen 4 einen größeren Querschnitt. Zum anderen sind aber auch die Querschnitte
der Längsstege 2 und der Längsstege 3 unterschiedlich. Zwar sind die Querschnittsformen
gleich, weil die Längsstege 2 und die Längsstege 3 quadratische oder rechteckige Querschnitte haben,
jedoch ist die Querschnittsgröße der Stege 2 und 3 voneinander verschieden. Die Querstege 2 besitzen
nämlich gegenüber den Querstegen 3 den größeren Querschnitt und haben daher, weil sie wegen der
Einstückigkeit der Lochplatte aus demselben Material bestehen, lediglich aufgrund ihres größeren Querschnittes
eine höhere Biegesteifigkeit als die dagegen im Querschnitt kleineren Längsstege 3. Sie besitzen
deshalb gegenüber den elastischeren Längsstegen 3 ein anderes Schwingungsverhalten, wodurch im Betrieb die
Längsstege 2 zu den Längsstegen 3 eine Relativbewegung ausführen.
Da die Längsstege 2 und 3 zwischen sich in einer Reihe hintereinanderliegende Sieböffnungen 5 einschließen,
diese Sieböffnungen 5 also auf einander gegenüberliegenden Seiten begrenzen, verformt sich
infolge der Relativbewegung zwischen den Stegen 2 und 3 die Grundgestalt der Sieböffnungen 5 während des
Betriebs. Die Sieböffnungen 5 können als durchgehende längliche Spalte zwischen den Querstegen 4 ausgebildet
sein, die Querstege 4 können auch ganz entfallen, so daß sich dann die spaltförmigen Sieböffnungen 5 lediglich
zwischen den einander gegenüberliegenden Randstegen 1 der Lochplatte erstrecken. Die Zahl der Querstege 4,
die den Verbund der Lochplatte stützen, hängt natürlich auch von der Größe der Lochplatte ab. Dagegen ist sie
von der Länge der Sieböffnungen 5 weitgehend unabhängig, weil nämlich die Sieböffnungen 5 auch
durch Ansätze 6 an den Längsstegen 2 und 3 eingegrenzt sein können. Beim Ausführungsbeispiel
liegen sich jeweils zwei solcher Stegansätze 6, die an unterschiedliche Stege 2, 3 angeformt sind, einander
gegenüber, es ist auch eine versetzte Anordnung der Ansätze 6 an den Stegen 2, 3 möglich. Zwischen den
einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Stegansätze 6 ist jeweils ein Spalt 7 belassen, damit sich die
Stegansätze 6, die mit Stegen unterschiedlichen Schwingungsverhaltens verbunden sind, relativ zueinander
frei bewegen können. Ein solcher Spalt 7 an der vorderen Stirnseite des jeweiligen Stegansatzes 6 ist
auch dann vorzusehen, wenn der Stegansatz 6 bis an den jeweils gegenüberliegenden Längssteg heranreicht. Die
Stegansätze 6 ermöglichen es, jede zwischen den Stegen
2,3 unterschiedlicher Biegesteifigkeit liegende öffnung
so zu unterteilen, daß sich Sieböffnungen 5 beliebiger Konfiguration bilden lassen.
Wie F i g. 1 ferner erkennen läßt, ist der Abstand »A« des zum Randsteg 1 benachbarten Quersteges 4 größer
als der Abstand »B« zwischen den Querstegen 4 untereinander. Dieser größere Stützabstand »A« sorgt
für eine größere Elastizität des Verbundes aus den Stegen 2,3 und 4 im Bereich zu derjenigen Randleiste 1
hin, in die die Stege 2 und 3 unterschiedlicher Biegesteifigkeit einmünden. Da im Betrieb die gesamte
Lochplatte wie eine Membran schwingt und deshalb in der Mittenzone die unterschiedlich biegesteifen Längsstege
2 und 3 die größte Schwingungsamplitude ausführen, ist dagegen der Bereich nahe der Randstege
1 mit der kleineren Schwingungsamplitude benachteiligt, was durch die größere Elastizität in diesem
Randbereich ausgeglichen werden kann. Damit der gleiche Effekt auch in der Randzone eintritt, die zu
denjenigen Randstegen 1 hin liegt, welche mit den
ίο Längsstegen 2 und 3 parallel liegen, können auch die
Abstände dieser Längsstege 2 und 3 zu den betreffenden Randstegen 1 hin vergrößert werden.
Unabhängig davon müssen stets die Stege 2 größerer Biegesteifigkeit mit den Stegen 3 geringerer Biegesteifigkeit
abwechselnd angeordnet werden, so daß in Richtung der Querstege 4 gesehen stets auf einen
steiferen Längssteg 2 ein elastischerer Längssteg 3 und auf diesen wieder ein steiferer Längssteg 2 folgt.
F i g. 2 zeigt eine Lochplattenausführung, bei der die unterschiedliche Biegesteifigkeit der Längsstege 2 und 3
nicht durch verschiedene Querschnittsformen oder -größen, sondern durch eine Bewehrung 8 bedingt ist.
Die Längsstege 2 und 3 haben hier gleiche Querschnitte und die Bewehrung 8 ist lediglich in Querrichtung
2r) gesehen in jeden zweiten Längssteg 2 eingebettet,
während die jeweils dazwischenliegenden Längsstege 3 keine Bewehrung haben.
F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Lochplatte, bei der die steiferen Längsstege 2 über die
Sieboberseite 10 vorstehende Anformungen 9 besitzen, die die Aufgabe haben, gröberes Siebgut zu tragen, um
die dagegen elastischeren Längsstege 3 und Querstege 4 von starkem Verschleiß zu entlasten. Mit den Überständen
9 kann auch das Schwingungsverhalten beeinflußt werden, es ist dann allerdings von Vorteil, die
Überstände 9 an den elastischeren Längsstegen 3 vorzusehen.
Fig.4 veranschaulicht zum einen die Möglichkeit,
sowohl die biegesteiferen Längsstege 2 mit einer stärkeren Armierung 8 als auch die elastischeren
Längsstege 3 mit einer gegenüber der Bewehrung der steiferen Längsstege 2 biegefreundlicheren Bewehrung
8 ausstatten zu können. Bei dieser Ausführung wird also sowohl durch die Querschnittsgrößen der Längsstege 2
« und 3 als auch durch verschiedene Bewehrungen 8 die
unterschiedliche Biegesteifigkeit hervorgerufen. Zweckmäßig ist die Bewehrung 8 im Bereich des
unteren Drittels des Querschnittes der Längsstege 2 und 3 angeordnet.
Ferner erkennt man in F i g. 4 besonders deutlich die keilförmige Ausbildung der Längsstege 2 und 3, die auch
für die Querstege 4 vorgesehen wird, um die Sieböffnungen 5 in Durchtrittsrichtung sich erweiternd
auszubilden. Erreicht wird dies bei den steiferen Längsstegen 2 ebenso wie bei den elastischeren
Längsstegen 3 und bei den Querstegen 4, was allerdings in Fig.4 im einzelnen nicht erkennbar ist, durch in
Durchtrittsrichtung konvergierende, seitliche Begrenzungsflächen 11 und 12 der Stege 2—4.
Fig.4 zeigt noch eine weitere Besonderheit der Stegansätze 6 an den Längsstegen 2 und 3. Die einander
gegenüberliegenden Stegansätze 6 besitzen nämlich in Durchlaßrichtung divergierende Stirnseiten 13, so daß
sich der jeweils dazwischenliegende Spalt 7 ebenfalls in
t>5 Durchtrittsrichtung des Siebgutes erweitert. Eine
entsprechende Neigung der Stirnseiten 13 der Stegansätze 6 ist auch dann vorzusehen, wenn die Stegansätze
6 des einen Steges 2,3 bis an den jeweils anderen Steg 3,
heranreichen, hierbei wird dann die Konizität des
Spaltes 7 einerseits durch die schräge Stirnseite 13 des
jeweiligen Stegansatzes 6 und andererseits durch die
schräg angeordnete Seitenfläche 11, 12 des betreffenden Steges 2,3 gebildet
Spaltes 7 einerseits durch die schräge Stirnseite 13 des
jeweiligen Stegansatzes 6 und andererseits durch die
schräg angeordnete Seitenfläche 11, 12 des betreffenden Steges 2,3 gebildet
Wie F i g. 4 ferner noch veranschaulicht, können sich
die Stegansätze 6 zu ihren freien Enden also zur
die Stegansätze 6 zu ihren freien Enden also zur
Stirnseite 13 hin verjüngen. Zweckmäßig erreicht man dies durch zur Sieboberseite 10 geneigt verlaufende
Unterseiten 14 der Stegansätze 6. Die Unterseiten 14 der Stegansätze 6 können auch gewölbt ausgebildet
sein, ebenso können die Stirnseiten 13 der Stegansätze 6 stetig in die Unterseiten 14 dieser Stegansätze 6
übergehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Siebboden mit Selbstreinigungswirkung für Schwingsiebmaschinen, bestehend aus zumindest
einer gegossenen, spritzgegossenen oder vulkanisierten Lochplatte aus gummielastischem Material,
wie Kunststoff oder Gummi, mit einer Vielzahl von Sieböffnungen und diese umschließenden Stegen, die
untereinander einstückig verbunden sind und die Lochplatte bilden, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest zwei der die einzelnen Sieböffnungen (5) umschließenden Stege (2—4)
unterschiedliche Biegesteifigkeit durch unterschiedliche Querschnitte und/oder Bewehrungen (8) haben.
2. Siebboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den zwei Stegen (2,3) unterschiedlicher
Biegesteifigkeit der eine mit und der andere ohne die Bewehrung (8) ausgestattet ist.
3. Siebboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (2, 3) unterschiedlicher
Biegesteifigkeit parallel und einander abwechselnd angeordnet sind.
4. Siebboden nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Stege (2, 3) durch
kreuzende Stege (4) von ebenfalls unterschiedlicher Biegesteifigkeit verbunden sind.
5. Siebboden nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Randzonen der Lochplatte der Absland der parallelen Stege (2, 3) und/oder der
kreuzenden Stege (4) größer als zur Mitte dei Lochplatte hin ist.
6. Siebboden nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (2 oder 3) der
einen Biegesteifigkeit gegenüber den Stegen (3 oder 2) der anderen Biegesteifigkeit an der Sieboberseite
(10) der Lochplatte hervorstehen.
7. Siebboden nach einem der Ansprüche 1—6, dadurch gekennzeichnet, daß an die Stege (2, 3)
unterschiedlicher Biegesteifigkeit die Sieböffnungen
(5) mitbegrenzende Stegansätze (6) angeformt sind.
8. Siebboden nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegansätze (6) quer zwischen den
einander parallelen Stegen (2, 3) entweder zueinander versetzt oder einander gegenüberliegend angeordnet
sind und zwischen der Stirnseite der Stegansätze (6) und dem jeweils gegenüberliegenden
Steg (2, 3) oder Stegansatz (6) ein Spalt (7) besteht.
9. Siebboden nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Spalt (7) zwischen zwei
Stegansätzen (6) in Durchtrittsrichtung erweitert.
10. Siebboden nach einem der Ansprüche 7—9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stegansätze
(6) der Stege (2, 3) zu ihren freien Enden hin verjüngen.
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