DE19534629A1 - Schwingsieb - Google Patents
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schwingsieb gemäß dem Ober
begriff des Anspruches 1.
Schwingsiebe gemäß der Erfindung bestehen ihrem grund
sätzlichen Aufbau nach aus einem ein- oder mehrstöcki
gen Siebkasten, der meistens auf Federn gelagert ist,
in denen er schwingt, sobald er von einem Schwingan
trieb, z. B. einer oder mehreren Unwuchten angetrieben
wird. Die Stockwerke des Siebkastens sind mit Siebbelä
gen versehen, deren Öffnungen die Korn oder Trenn
scheide bestimmen, welche bei der Klassierung des Sieb
gutes die grobe Überlauffraktion von der feineren
Durchlauffraktion trennt. Hierdurch unterscheiden sich
die erfindungsgemäßen Schwingsiebe von anderen
Siebmaschinen, insbesondere speziellen und aufwendigen
Konstruktionen, bei denen mehrere einzeln schwingende
Siebkästen auf einen gemeinsamen Siebbelag arbeiten,
der mit zwei Spannwellen freitragend aufgespannt ist.
Bei den bekannten Schwingsieben der erfindungsgemäßen
Art ergibt sich einerseits aus der definierten Ebene
der Schwingungen und andererseits aus einer vorgegebe
nen Neigung des Siebkastens und damit des Siebbelages
eine hüpfende Bewegung des Siebgutes auf dem Siebbelag,
die hangabwärts gerichtet ist. Sie kommt dadurch zu
stande, daß die Schwingungen des Siebkastens dem Sieb
gut eine Bewegung aufprägen, die unter einem Winkel
nach oben und nach vorn geneigt ist. Diese Bewegung des
Siebkastens wird mit dem Siebbelag übertragen. Deshalb
bemüht man sich, den Siebbelag im Siebkasten gegen Re
lativbewegungen gegenüber dem Siebkasten festzulegen,
um Energieverluste bei der Bewegungsübertragung auf das
Siebgut zu vermeiden.
Der Siebeffekt, d. h. der Wirkungsgrad der Klassierung
und die Erhaltung der Trennschärfe im Kornspektrum des
Siebgutes hängen jedoch nicht nur von der Siebmaschine
selbst und ihrem Antrieb, sondern auch von den Eigen
schaften des Siebgutes ab. Sie sind für den Siebeffekt
ungünstig, wenn das Siebgut klebrig ist oder zum Anbacken
neigt und wenn das so beschaffene Feinkorn die Öffnun
gen des Siebbelages verkleinert oder ganz zusetzt. Da
durch verschlechtert sich die Trennschärfe und verrin
gert sich der Wirkungsgrad des Siebes. Solche Fehler
müssen durch aufwendige Reinigungsarbeiten rückgängig
gemacht werden, die in den meisten Fällen mit
Betriebsunterbrechung verbunden sind und auch sonst
einen beträchtlichen Aufwand erfordern.
Die Erfindung geht demgegenüber einen anderen Weg, des
sen Grundgedanke im Anspruch 1 wiedergegeben ist. Wei
tere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Un
teransprüche.
Erfindungsgemäß wird vor allem die Befestigung des
Siebbelages, der flexibel ausgebildet ist, im Siebka
sten geändert, so daß er nicht mehr auf seiner vollen
Erstreckung im Siebkasten festgelegt ist, sondern auf
einem Teil seiner Erstreckung ohne Verbindung mit dem
Siebkasten ist. Andererseits ist der Siebbelag erfin
dungsgemäß unterstützt, so daß er nicht oder nur in un
wesentlichem Maße aus seiner Ausgangsebene nach unten
schwingen kann. Dadurch wird erreicht, daß dem Siebbe
lag ausgehend von seinem losen Bereich eine Bewegungs
komponente aufgeprägt wird, die mit der des Siebgutes
zunächst übereinstimmt, wobei jedoch die festliegenden
Bereiche des Siebbelages je nach dem Grad der Flexibi
lität des Materials diese Bewegung mehr oder weniger
stark bremsen. In der Praxis ergibt sich dadurch eine
dem Flattern eines Fahnentuches ähnliche Bewegung des
Siebbelages, die jedoch je nach Wahl der vorstehend be
schriebenen Bestimmungsgrößen mehr oder weniger ausge
prägt beim Betrieb des Siebkastens verläuft, sofern
diese Ausgangsgrößen und Betriebsbedingungen, wie z. B.
die Beaufschlagung des Siebkastens mit dem Siebgut
nicht verändert werden.
Die Erfindung erzielt durch das Flattern des Siebbela
ges, der bei Leerlauf des Siebes in der Regel seine ma
ximalen Ausschläge nach oben und nach vorn erreicht,
die er bei der Beaufschlagung des Siebbelages mit dem
Siebgut zwar vermindert, jedoch seine Flatterbewegung
im wesentlichen und grundsätzlich beibehält eine Reini
gungswirkung, die durch das mit dem Flattern verbundene
Walken des Siebbelages zustandekommt. Es hat sich über
raschend herausgestellt, daß hierdurch trotz der jeden
falls teilweise fehlenden Befestigung des Siebbelages
im Siebkasten der Siebeffekt, d. h. der Wirkungsgrad
des Siebes und die Einhaltung der Trennschärfe nicht,
jedenfalls aber nicht nennenswert beeinträchtigt wer
den. Diese ständig ablaufende Walkbewegung mit der da
mit verbundenen Reinigungswirkung erübrigt einen nen
nenswerten Teil der bisher durchzuführenden Reinigungs
arbeiten bei zum Anbacken und Zusetzen der Sieböffnun
gen neigendem Siebgut und vermeidet die damit im allge
meinen verbundenen Betriebsstörungen bzw. -un
terbrechungen. Die Reinigungswirkung kommt dabei auf
einfache Weise zustande, da sie keine nennenswerten
konstruktiven Änderungen der Siebmaschine erfordert.
Vorzugsweise kommt für den Siebbelag eine Matte mit den
im Anspruch 2 wiedergegebenen Eigenschaften und Befe
stigungen in Frage. Eine solche Matte kann auf unter
schiedliche Weise aus Metallgeweben, aber auch aus per
forierten Folien von thermoelastischen Kunststoffen
bzw. elastomeren Werkstoffen bestehen. Die Befestigung
an wenigstens einer Mattenkante stellt eine minimale
Befestigung dar, die aber gleichwohl ausreicht, um die
Flatterbewegung auf das geforderte Maß zu begrenzen.
Im allgemeinen bewähren sich bei dieser Ausführungsform
der Erfindung flexible Matten mit den im Anspruch 3
wiedergegebenen Merkmalen. Dabei führt die Anordnung
der Perforation, welche die Sieböffnungen darstellen in
der Mittelfläche der Matte zu einer mechanischen
Schwächung des Siebbelages, die aber durch die vollflä
chigen Ränder begrenzt ist, so daß man diese zur An
bringung der Mattenbefestigung im Siebkasten mit Befe
stigungsmitteln auch perforieren kann, ohne eine zu ge
ringe Lebensdauer des Siebbelages infolge übermäßiger
Schwächung in Kauf nehmen zu müssen. Diese Ränder eig
nen sich auch zur losen Unterstützung der Matte im
Siebkasten aufgrund ihrer erhöhten mechanischen Festig
keit.
Dann ergibt sich die Möglichkeit der Ausführungsformen
nach dem Anspruch 4, bei der die endseitige Querkante
des Siebbelages lose aufliegt, während die übrigen Kan
ten des Siebbelages im Siebkasten befestigt sind. Die
Flatterbewegung verläuft dann hangabwärts und bedarf
deswegen zur Erzielung der geforderten Reinigungswir
kung nur geringer Ausschläge.
Die Erfindung bietet auch die Möglichkeit, Schwingsiebe
größerer Abmessungen mit den erfindungsgemäßen Vortei
len zu betreiben, wenn man aufgrund der Größe der Sieb
fläche den Siebbelag aus mehreren Matten aufbauen muß.
Derartige Ausführungsformen der Erfindung sind Gegen
stand des Anspruches 5, bei dem sich die Matten des
Siebbelages in der dort angegebenen Weise überlappen.
Diese Überlappungen finden bei einer der vorstehend be
schriebenen Mattenausführungen, die mit vollflächigen
Rändern versehen sind an diesen Bereichen statt, so daß
die mechanische Belastung durch die Flatterbewegung auf
den hierfür besonders widerstandsfähigen und daher ge
eigneten Bereichen des Siebbelages abläuft. Bei diesen
und allen anderen Ausführungsformen des Siebbelages
wird aber jedenfalls durch die Überlappung verhindert,
daß unklassiertes Siebgut an den losen Rändern des
Siebbelages unter Umgehung der Sieböffnungen das Sieb
passieren können.
Bei den Ausführungsformen des Siebbelages, die eine
oder mehrere Matten aus thermoelastischem Kunststoff
oder elastomerem Werkstoff aufweisen, bietet sich eine
weitere vorteilhafte Möglichkeit, wenn man für die
teilweise Befestigung des Siebbelages im Siebkasten die
Längsränder verwendet. Solche Ausführungsformen sind
Gegenstand des Anspruches 6. Hierbei wird nicht nur die
Befestigung des Siebbelages im Siebkasten auf einfache
Weise realisiert, sondern überdies eine Abdichtung der
Ränder des Siebbelages gegenüber dem Siebkasten er
zielt, die ihrerseits verhindert, daß nicht klassiertes
Gut die Sieböffnungen umgeht und die Kornscheide da
durch verändert.
Die Auflage des Siebbelages in, Siebkasten, die wie oben
erläutert ein Durchschwingen des Siebbelages nach unten
verhindert und dem Siebbelag die für die Flatterbewe
gung erforderliche Bewegung nach oben und vorn vermit
telt, kann mit unterschiedlichen Mitteln verwirklicht
werden. Grundsätzlich läßt sich eine solche Auflage da
durch verwirklichen, daß sie zwar die Öffnung des Sieb
kastens, welche der Siebdurchlauf passiert, überspannt,
aber perforiert ist, so daß das klassierte Gut durch
die Sieböffnungen und die Perforationen in die Öffnung
gelangen kann. Diese grundsätzliche und im Anspruch 7
enthaltene Ausführungsform der Erfindung läßt sich ih
rerseits mit unterschiedlichen Mitteln verwirklichen.
Hierfür kommen die im Anspruch 8 wiedergegebenen Loch
bleche oder Preßschweißgitter in Frage, die ihrerseits
je nach Größe bzw. Durchsatz des Siebes und der davon
abhängenden Öffnung des Siebkastens flexibel sein kön
nen. Um die dadurch begrenzte Unterstützungswirkung im
Sinne der Erfindung zu verbessern, empfiehlt sich die
Ausführungsform nach Anspruch 9, bei der solche Aufla
gen ihrerseits so unterstützt sind, daß der freie
Durchgang durch die Öffnung des Siebkastens nur unwe
sentlich eingeschränkt wird.
Andere Ausführungsformen der Unterstützungen im Rahmen
der Verwirklichung des Erfindungsgedankens verwenden
eine Mehrzahl von Traversen, die nach Anspruch 10 die
Öffnung des Siebkastens überspannen. Solche Traversen
eignen sich für unterschiedliche Siebbeläge und können
auch bei flexiblen Siebbelägen benutzt werden.
Da der Siebbelag durch die Flatterbewegung die Längs
träger beansprucht und seinerseits von diesen mecha
nisch belastet wird, sind Ausführungsformen der Erfin
dung nach Anspruch 11 zweckmäßig, die vorzeitigen Ver
schleiß und Beschädigungen des Siebbelages bzw. der
Traversen vermeiden.
Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung von Ausführungsformen der Erfindung anhand
der Figuren in der Zeichnung; es zeigen
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen Siebbelag
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Ausführungsform der Unterstützung des
Siebbelages nach Fig. 1 in perspektivischer und
abgebrochener Darstellung,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Siebkasten bei der
Ausführungsform des Siebbelages gemäß den
Fig. 1 und 2, und
Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform in der Fig. 3
entsprechender Darstellung.
In den Figuren ist das Schwingsieb gemäß der Erfindung
teilweise dargestellt.
Wie sich unter anderem aus der Fig. 3 ergibt, handelt
es sich um einen Siebkasten 1, der über einen nicht
dargestellten Schwingantrieb auf Unterstützungsfedern
senkrecht zur Zeichenebene schwingt und in der durch
den Pfeil 2 in Fig. 1 angegebenen Bewegungsrichtung
nach vorn und unten geneigt ist.
Der Siebkasten weist je aus den Fig. 3 und 4 er
sichtlichen seitlichen Wangen 3, 4 auf, welche mit ei
ner hangaufwärts gelegenen, jedoch abgebrochen darge
stellten Wange 5 zu einem winkeisteifen Rahmen verbun
den sind. Der Rahmen ist in Bewegungsrichtung des Pfei
les 2 endseitig offen. Zu seiner Aussteifung dienen
Rahmentraversen 5, die die Seitenwangen 3, 4 in Quer
richtung miteinander verbinden, beispielsweise an den
wiedergegebenen Stellen mit den Wangen verschraubt
sind. Gemäß dem in den Fig. 1 bis 3 wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel ruht der allgemein mit 7 bezeich
nete Siebbelag auf einer Auflage 8 nach Fig. 2. Die
Auflage besteht aus einem Preßschweißgitter, das sich
rechtwinklig kreuzenden Drähten 9, 10 zusammensetzt,
die an den Überkreuzungsstellen 11 miteinander ver
schweißt sind. Die Drähte können aus Rundstahl oder
auch aus profilierten Stählen bestehen. Dabei ist die
Auflage 8 allseits mit dem Siebkasten 1 verbunden und
daher an diesem befestigt.
Die Auflage unterstützt mehrere, flexible Matten 12,
13. Diese Matten, die zusammen den Siebbelag 7 bilden
bestehen aus einer Folie, welche eine von Rändern umge
bene Siebfläche 14, 15 aufweist, die perforiert ist.
Die in Fig. 1 wiedergegebenen Perforationen sind aus
Gründen der besseren Übersichtlichkeit nur teilweise
und zwar im wesentlichen in der Mitte des Siebbelages
dargestellt. Die perforierte Fläche ist von massiven
Querrändern 17 bis 19 und ebenso massiven Längsrändern
20 bis 23 umgeben. Diese Längsränder sind wie im Bei
spiel der Längsränder 20, 21 in den Fig. 3 und 4
dargestellt nach oben geführt und auf den Innenseiten
22, 23 der Wangen 3, 4 verschraubt. Dazu dienen die in
Fig. 1 gezeichneten Flacheisenabschnitte 24, 25 bzw.
26, 27, welche wie im Beispiel des Flacheisens 24 ge
zeigt bei 28 und 28a mehrfach ausgespart sind. Diese
Aussparungen erlauben das Durchstecken von Schrauben
bolzen, die mit Hilfe von Muttern die Verspannung mit
den Flacheisen und den Innenseiten der seitlichen Wan
gen des Siebkastens beispielsweise mit aufgeschraubten
Muttern ermöglichen. Die beschriebene Anordnung der
Flacheisenabschnitte 24, 25, ihrer Befestigung und der
Längsränder 20, 21 bildet eine Abdichtung gegen
Fehlausträge.
Wie sich am besten anhand der Fig. 1 erläutern läßt,
ist die den Siebbelag bildende Matte 14 mit ihrem hang
aufwärts gelegenen Querrand 17 auf der Unterlage 8 bei
29 und 30, beispielsweise mit Hilfe von Schrauben oder
Nieten befestigt. Dadurch ist der Siebbelag an drei an
einanderschließenden Kanten nämlich mit den massiven
Rändern 20, 21 und 17 festgelegt, während die vierte
hangabwärts gelegene Querkante der Matte 14 und damit
des Siebbelages auf der von ihr überlappten hangauf
wärts gelegenen massiven Querkante 18 der folgenden
Matte 15 lose aufliegt. An dieser Randkante 16 kann da
her die Matte 14 unter der Einwirkung des Schwingan
triebes abheben und eine unter einem bestimmten Winkel
nach oben und vorn gerichtete Bewegung ausführen, die
infolge der Flexibilität der Matte zu einer Flatterbe
wegung des Siebbelages führt, die in Richtung der fest
liegenden Kanten 20, 21 und 17 zwar abklingt, aber zu
einer ständigen Walkung der zwischen den Kanten befind
lichen perforierten Siebfläche fährt, wobei sich der
Siebbelag im Zuge der Walkbewegung von der Auflage 8
abhebt und auf diese wieder zurückkehrt.
Wenn man davon ausgeht, daß die Fig. 1 eine Ausfüh
rungsform wiedergibt, bei der der Siebbelag aus hangab
wärts auf die Matte 15 folgenden weiteren Matten be
steht, so ist die abwärts gelegene Querkante 19 der
Matte 15 ebenso wie die Querkante 16 der Matte 14 auf
die hangaufwärtsgelegene und mit dem Siebkasten fest
verbundene Querkante lose aufgelegt. In diesem Fall
führen die Matten 14 und 15 ebenso wie die ihnen fol
genden Matten die beschriebene Flatterbewegung aus.
Wenn man dagegen annimmt, daß der Siebbelag nach Fig. 1
entweder nur aus den Matten 14 und 15 oder auch aus
weiteren Matten besteht, die hangaufwärts gelegen aber
nicht dargestellt sind, so ist die hangabwärtsgerich
tete Querkante 19 der Matte 15 ebenfalls lose, jedoch
auf den Siebkasten selbst aufgelegt und gibt daher auch
der Matte 15 die Möglichkeit, unter dem Einfluß des
Schwingantriebes die Flatterbewegung auszuführen. Diese
sind jedoch begrenzt und verhindern dadurch unter an
derem eine Veränderung der für die Klassierung ent
scheidenden Perforationen 31, 32 auf den Mittelflächen
14, 15 der Matten 12, 13.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich von
der vorstehend beschriebenen Ausführungsform nach den
Fig. 1 bis 3 durch eine abgeänderte Auflage 8. Diese
besteht gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus
mehreren Längsträgern 33 bis 36, die gemäß dem darge
stellten Ausführungsbeispiel in gleichen Abständen von
einander und von den Seitenwangen 3, 4 des Siebkastens
1 angebracht sind. Jeder Längsträger besteht dabei aus
einem Flacheisen 37, welches mit seiner längeren Dimen
sion senkrecht im Siebkasten angeordnet ist und auf
seiner Oberkante mit einer Schutzleiste 38 abgedeckt
ist. Diese Schutzleiste nimmt in einer Aussparung 39
das Flacheisen 37 auf und hat eine bombierte Außenflä
che 40, mit der die Längsträger den Siebbelag 7 von un
ten unterstützen. Da die Schutzleisten 38 der Längsträ
ger 33 bis 36 aus thermoelastischen oder elastomeren
Werkstoffen bestehen, ergibt sich eine Abfederung der
abwärts gerichteten Flatterbewegung des Siebbelages,
sobald dieser auf die Abstützung 8 auftrifft. Dadurch
werden die Flatterbewegungen gedämpft und gleichzeitig
mechanische Beschädigungen des Siebbelages, wenn auch
nicht auf die Dauer ausgeschlossen, so doch stark ver
zögert.
Claims (12)
1. Schwingsieb, in dessen Siebkasten (1) das Siebgut
auf einem Siebbelag (7) unter der Einwirkung des
den Siebkasten (1) antreibenden Schwingantriebes
eine Vielzahl von Bewegungen ausführt, die unter
einem Winkel nach oben und nach vorne gerichtet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbelag (7)
derart flexibel ausgebildet und im Siebkasten (1)
wenigstens zum Teil lose ohne Befestigung auf einer
Auflage (8) angeordnet ist, daß er unter der Ein
wirkung der dem Siebgut aufgeprägten Bewegungen
flattert.
2. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Siebbelag (7) aus wenigstens einer
flexiblen Matte (12, 13) besteht, die mit ihrem
Rand (16, 22) an wenigstens einer Mattenkante auf
der Auflage (8) ohne Siebbelagbefestigung unter
stützt ist.
3. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die flexible Matte (12,
13) eine zur Klassierung dienende Mittelfläche (14,
15) mit Perforationen (31, 32) aufweist, die die
Kornscheide bestimmen und von einem vollflächigen
Rand (17 bis 23) umgeben sind, der zur Anbringung
der Mattenbefestigung (26, 27, 29, 30) am Sieb
kasten (1) und zur losen Unterstützung der Matte
(12, 13) im Siebkasten (1) dient.
4. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Siebbelag (7) mit einer Querkante (16, 22), die
hangabwärts die endseitige Querkante (16, 22) des
Siebbelages (7) bildet, im Siebkasten (1) unter
stützt und lose aufgelegt ist.
5. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einem Siebbelag (7) aus mehreren Matten (12, 13)
unter den lose aufliegenden Querkanten (16, 22) der
Matten (12, 13) die hangaufwärts gelegenen Querkan
ten (17, 18) der folgenden Matten (12, 13) angeord
net und auf der Auflage befestigt sind.
6. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
aus thermoelastischem Kunststoff oder elastomerem
Werkstoff bestehende Siebbelag (7) mit seinen
Längsrändern (22 bis 23) auf den Innenseiten (22a,
23a) des Siebkastens (1) eine Abdichtung bildet.
7. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Siebbelag (7) eine die Öffnung des Siebkastens (1)
überspannende perforierte Auflage (8) aufweist.
8. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
perforierte Auflage (8) aus einem oder mehreren
Lochblechen oder Preßschweißgittern (11) besteht.
9. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
perforierte Auflage (8) mit einer Mehrzahl von
Längsträgern (33 bis 36) des Siebkastens (1) ver
wirklicht ist, die die Öffnungen des Siebkastens
überspannen und den Siebbelag (7) unterstützen.
10. Schwingsieb nach einem oder mehreren der vorausge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auflage (8) mit einer Mehrzahl von Traversen (6)
des Siebkastens (19 unterstützt ist.
11. Schwingsieb nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsträ
ger (33 bis 36), welche den Siebbelag (1) unmittel
bar unterstützen, Schutzleisten (38) aufweisen, die
mit einer bombierten Unterstützungsfläche (40) ver
sehen sind.
12. Schwingsieb nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutz
leisten (38) aus thermoelastischem oder elastomerem
Werkstoff bestehen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995134629 DE19534629A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Schwingsieb |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995134629 DE19534629A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Schwingsieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19534629A1 true DE19534629A1 (de) | 1997-03-20 |
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|---|---|---|---|
| DE1995134629 Withdrawn DE19534629A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Schwingsieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19534629A1 (de) |
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